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Die Europa-Armee kommt

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12. Mär 2019, 17:49

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Titel: märkischer Eichbaum
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Es ist durchaus möglich, dass ein Cyberkrieg uns ziemlich schaden könnte. Aber das allein ist es nicht. "Der letzte Einschlag" auf europäischem Boden ist keiner, den eine Granate oder eine Bombe verursacht hat. Es ist die Zuwanderung von Menschen, die unsere Systeme, die für eine erfolgreiche Assimilation von Menschen notwendig sind, überlastet.
Vieles, was wir erleben, erinnert mich an das, was dem Untergang des römischen Weltreiches voraus ging.
Ich weiß schon, was damit gemeint ist, wenn von denen geredet wird, die "jahrzehntelang von der westlichen Welt gebeutelt" wurden.
Wer sich der Illusion hingibt, das deren kommende Wanderung, irgendwann für alle eine gute Zukunft bringen könnte, irrt.
Wenn es uns, als westliche Zivilisation, nicht gelingt, dem Chaos, das sich ankündigt, geschlossen und entschieden, entgegen zu treten, sondern, weichgespült, wie wir sind, unsere Zivilisation auf dem Altar der Gutmenschlichkeit, opfern, wird eine Gesellschaft entstehen, die von allem, das Schlechteste beinhaltet.
Gert

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12. Mär 2019, 18:01

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Das römische Imperium ging aus dem gleichen Grund unter wie alle anderen größeren (und kleineren) Reiche auch: Gesellschaftliche Desintegration (die Reichen verachteten die Armen und umgekehrt, niemand machte mehr einen Finger krumm für gemeinschaftliche Aufgaben)
Für den Untergang des jüdischen Reichs in der babylonischen Gefangenschaft gibt es irgendwo im Ersten Testament das bemerkenswerte Bild von der schön getünchten Ziegelmauer ohne Mörtel, die beim ersten Gewitterregen unterspült wird und in sich zusammenbricht.

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Gut dass die Bevölkerung nicht begreift, wie das Banken- und Finanzsystem funktioniert, sonst hätten wir vor morgen früh eine Weltrevolution (Henry Ford)


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12. Mär 2019, 21:39

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Das römische Imperium ging zu Grunde, weil es die eindringenden Stämme nicht mehr einzubinden vermochte. Das System der Sklaverei war schon eine Weile nicht mehr funktionsfähig und wurde durch Lohnarbeiter ersetzt. Das machte sich durchaus bezahlt.
Während im Norden eindringende Germanen mehr und mehr die städtischen Strukturen, die sie nicht verstanden, zerstörten, wurde der Süden, Nordafrika, durch alle möglichen Aufstände, zum Teil durch Mönchsbewegungen ausgelöst, erschüttert.
Natürlich galt es als chick, nicht tätig zu sein, sondern den Philosophen nachzueifern. Natürlich gab es eine bürgerliche Schicht, die stolz war auf die Errungenschaften des Imperiums, auf seine Bildung, auf seinen Handel, auf die Freiheit, die ein römischer Bürger genießen konnte. Vielleicht auch auf die Dekadenz.

Aber das ist nicht unser Problem. Europa könnte auf dieses Beispiel schauen und daraus die Konsequenz ziehen, enger zusammen zu rücken, und sich wirklich zu einen. Ich denke immer noch, dass das möglich ist. Dem könnte auch eine gemeinsame Streitmacht dienen. Wo Menschen gemeinsam dienen, da wird ein Band geknüpft, das fester ist, als es durch gut gemeinte Willenserklärungen entstehen kann.
Gert

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13. Mär 2019, 18:25

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Nicht eine gemeinsame Armee eint (sieht mensch an der NATO und ähnlichen Beispielen), sondern ein gemeinsames Recht. Beim Wiederaufbau nach dem 2. WK ging es aufwärts, je weiter arm und reich auseinanderdrifteten und sich die Reichen die Parteien kauften, näherte man sich dem Ende des Imperium Romanum an.

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14. Mär 2019, 12:52

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Wie möchte denn der Versuch, die Kluft zwischen denen, die arm sind und denen, die reich sind (wobei man erst einmal überlegen sollte, was "reich" bedeutet), abgebaut werden?
Das Muster der DDR lehne ich rundweg ab. Das habe ich erlebt, mit all den "schönen" Folgen, die es, auch wirtschaftlich, zeitigte.
Gert

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14. Mär 2019, 13:58

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Das ist eine gute Frage,wobei die schwer zu beantworten ist,Gert.
Die Wertung...oder Beurteilung liegt wohl...an eigener Einschätzung...oder des Staates? :denk
Ich verstehe es,wenn du das Muster der DDR ablehnst.

Ich würde eine gemeinsame Armee nicht befürworten. Dies aus verschiedenster Hinsicht. Mir genügt es einstweilen,dem Diktat Der EU,als sehr gut zahlendes Nichtmitglied unterworfen zu sein :teufel

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Fülle,ist nicht immer Fülle.Nur zusammen mit Leere,ist die Fülle Erfüllung für uns.
Das Leben braucht den Platz der Leere,um sich auszubreiten und so seine einmalige Gestalt anzunehmen (Ulrich Schaffer)


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14. Mär 2019, 16:23

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Eine gemeinsame Armee ist etwas völlig anderes, als die Nato. Es geht ja darum, ein Kontingent aufzustellen, das sich aus allen Ländern Europas rekrutiert. Als Muster könnte eventuell die französische Fremdenlegion dienen.
Eine solche Truppe könnte schon etwas für die Einheit Europas tun. Vor allem, weil sie nicht Partikularinteressen vertreten würde, sondern den europäischen Gedanken der Zivilisation.
Gert

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14. Mär 2019, 16:49

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Aus allen Ländern Europas sicher nicht - Österreich ist neutral und macht da nicht mit.

Die Schweiz ist gar nicht bei der EU dabei und ist ebenfalls neutral.


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14. Mär 2019, 17:15

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Gert hat geschrieben:
Eine gemeinsame Armee ist etwas völlig anderes, als die Nato. Es geht ja darum, ein Kontingent aufzustellen, das sich aus allen Ländern Europas rekrutiert. Als Muster könnte eventuell die französische Fremdenlegion dienen.
Eine solche Truppe könnte schon etwas für die Einheit Europas tun. Vor allem, weil sie nicht Partikularinteressen vertreten würde, sondern den europäischen Gedanken der Zivilisation.
Gert

Die "Ständige Strukturierte Zusammenarbeit" (eines der Zusatzprotokolle zu den Lissabon-Verträgen, die jetzt PESCO heißt) sieht aber genau so eine Struktur wie die NATO vor und eben keine gemeinsame Armee, wie sie dir vorschwebt.

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14. Mär 2019, 19:07

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Ich sage ja nicht, dass das, was "vorschwebt" gut ist. Leider bin ich ein wenig zu alt, um mich, in dieser Beziehung, noch mit irgendwelchen Denkschriften zu befassen. Aber ich habe den Gedanken einem unserer Abgeordneten mitgegeben.
Gert

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16. Mär 2019, 09:28

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Zitat:
Jedem in Deutschland muss Eines klar werden:

Wir sind durch das Grundgesetz geschützt. Das Grundgesetz sagt ganz klar:

Die Deutsche Bundeswehr darf nur im Verteidigungsfall eingesetzt werden.
Eigentlich nur für die Landesgrenze, also die jetzige Staatsgrenze Deutschlands.
Fakt ist: Sie können die deutschen Soldaten nicht wahllos auf der Welt einsetzen.

Wenn sie aber die Europäische Armee machen, dann lösen sie die deutsche Bundeswehr auf.
Und die Europäische Armee ist über das Deutsche Grundgesetz nicht gedeckelt.

Mit anderen Worten: Dann können deutsche Soldaten weltweit für illegale Kriege eingesetzt werden.

Ich meine, wenn das kein Grund ist, Leute zu informieren dagegen anzugehen, dass unsere Soldaten möglicherweise in illegale Angriffskriege reingesteckt werden sollen!

Sie wollen neue Kampfflugzeuge, neue Drohnen, Flugzeugträger, .... alles soll jetzt deutsch-französisch werden.

Juristischer Dienst der EU will den Pakt umsetzen für alle Staaten der EU

Jahrzehnte lang hieß es doch: Deutschland will nie wieder Krieg!!!

Und warum will man jetzt so was machen mit Aufrüstung und Europa-Armee???

Sehr friedfertig klingt das nicht!
Dabei kommt einem nicht der Gedanke, dass die EU ein Friedens-Projekt ist. :nein


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16. Mär 2019, 12:00

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Schon ab 1999 wurden deutsche Soldaten illegal außer Landes eingesetzt (1999 gegen Serbien trotz des Wissens, dass das angebliche Massaker von Racak realiter gar nicht stattgefunden hat, ab 2001 in Afghanistan,....). Auch die österreichischen Regierungen haben sich ab 1990 laufend Rechtsbrüche zuschulden kommen lassen (6.11.1990: Obsoleterklärung von Teilen des Staatsvertrags durch die Regierung ohne Deckung durch einen Parlamentsbeschluss, Februar 1991: neutralitätswidrige Transportgenehmigung für Panzer für den Golfkrieg, ....)
Die EU war vielleicht als Friedensprojekt gedacht, war es in Wirklichkeit aber nie. Schon Adenauer sah die Europa-Armee als Instrument, den deutschen Osten zurückzuerobern. 1999 befürwortete das EP den Krieg gegen Serbien, obwohl er völkerrechtswidrig war (ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrats) und damit ein Verstoß gegen den damaligen Artikel 11 des EU-Primärrechts (Achtung der UNO)

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16. Mär 2019, 13:16

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Warum erzählt man uns dann das Märchen dass die EU nur für Frieden sei? :weißnix


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16. Mär 2019, 14:47

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Jeder ist "nur für den Frieden". Wer wird denn etwas anderes behaupten?
Was das bedeutet, steht auf einem anderen Blatt.
Ich halte von der UN nichts, aber auch gar nichts. Sie ist und war, ein zahnloser Tiger, mal abgesehen von der Dominanz, die dort von Kräften gehalten wird, die nicht unbedingt mit unserer westlichen Zivilisation kompatibel sind.
Was die Einsätze von Bundeswehr und anderen Kräften der EU anbelangt, von Serbien, bis Afghanistan, so waren es die USA, die hier Fäden gezogen hat.
Auch und gerade das ist für mich ein Grund, zu einer eigenen, europäischen Armee, zu kommen, die dann auch die eigenen, europäischen Interessen vertritt.
Das bedeutet, das wir auch noch ein eigenes, europäisches strategisches Konzept für die Sicherheit brauchen. Dieses sollte sich deutlich von den Interessen der USA abgrenzen, die europäischen Grenzen, vor allem nach Süden, schützen. Das Mittelmeer spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Über die Ostgrenze würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, die ließe sich mit einer Einbindung Russlands in die Sicherheitsstruktur, ähnlich dem Rückversicherungsvertrag Bismarcks, durchaus schützen.
Was den Krieg gegen den islamistischen Terror anbelangt, würde ich eher auf eine Zusammenarbeit mit den Russen, als mit den USA bauen, da diese ja, im eigenen Land, genügend Erfahrungen mit solchen Gruppierungen machen mussten und müssen.
Putin mag ein Autokrat sein, aber er ist mehr Europäer, als es Trump je werden könnte.
Gert

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16. Mär 2019, 15:05

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Einspruch, Euer Ehren! Am Balkan hat Deutschland die Fäden gezogen, beginnend mit der Übernahme der Kontrolle über den kroatischen Inlandsgeheimdienst durch den BND um 800 Mio Mark noch in der Ära Genscher, die massiven Waffenlieferungen an die Küsten Kroatiens und Bosnien-Hezegowinas (organisiert und finanziert von Deutschland, dokumentiert vom US-Militärmagazin "Foreign Defense Strategic Affairs Policy" 21.12.1992) bis zur Erpressung durch Volker Rühe bei der NATO-Tagung am 28.5.1998, dass es das Ende der NATO bedeuten könnte, wenn die USA sich dem Krieg gegen Serbien verweigern (erwähnt in der FAZ vom 25.9.1998).

@WV: Jeder Krämer lobt seine Ware. Ich habe auch noch nie gesehen, dass ein Kinofilm als öd, langweilig,... angepriesen worden wäre. Bei der Behauptung der EU als Friedensprojekt wird gerne betont, dass damit die Gegnerschaften aus den Weltkriegen überwunden wurden. Das stimmt zwar, hat aber andere Gründe (Wirtschaftsinteressen).

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16. Mär 2019, 23:01

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Das stimmt nur teilweise. Die USA waren recht rege daran beteiligt, auch ohne Drohungen. Dazu kommt, das ich gewiss nicht alles glaube, was amerikanische Magazine so schreiben.
Gert

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17. Mär 2019, 08:52

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 Re: Die Europa-Armee kommt
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Unbeteiligt waren auch die USA nicht, namentlich Madeleine Albright (auch von Alice Mahon in ihrer Zeugenaussage vor dem Jugoslawien- Tribunal genannt) und Wesley Clark (der NATO-Oberkommandierende im Krieg 1999, nach eigener Angabe in seinem Buch "Waging Modern War"). Aber der Motor war die Regierung Kohl, die auch in der NATO ein Veto gegen die Unterbindung des Waffenschmuggels zugunsten der UCK einlegte. Ab 1996 baute der BND die Kontakte zur UCK systematisch aus. Zuletzt machten auch noch Blair und sein Außenminister Cook Druck für einen Krieg gegen Serbien.
Die Finanzierung der Waffenlieferungen nach Kroatien und Bosnien lief übrigens über die Hypo Alpe Adria, die damals einen rasanten Aufstieg von einer Kärntner Provinzbank zum Big Player am Balkan erlebte, dem danach ein ebenso rasanter Absturz folgte. 2006 waren die ersten Malversationen offenkundig, der Vorstand Wolfgang Kulterer deswegen in den Schlagzeilen. Trotzdem kaufte 2007 die Bayern LB die Bank und einige Jahre später kaufte sie die öst. Regierung zurück. Beide Transaktionen liefen einigermaßen dubios ab.

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17. Mär 2019, 09:44

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Nun, das, was Frau Albrigth getan hat, war schon beeindruckend, wenn ich das mal so sagen darf. Kroatien hat das Ganze eher gut getan. Ich fahre dort regelmäßig in Urlaub hin. Das Land hat sich entwickelt. Aber auch Slowenien geht es recht gut, wenn ich es, im durchfahren, sehe.
Welche wirtschaftlichen Dinge da gelaufen sind, weiß ich nicht, weil ich mich mit solchen Fragen eher wenig befasse. Ich denke, wir haben dort ein beachtliches Stück Europa gewonnen, auch wenn es der Balkan ist. Ich glaube, das diese Entwicklung nicht möglich gewesen wäre, wenn es weiterhin eine Art "Großserbien" gegeben hätte.
Gert

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17. Mär 2019, 11:12

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Die Abspaltung von Slowenien und Kroatien war schon zu Anfang der 90er, da hat Helmut Kohl hoch gepokert und die Zustimmung zum Vertrag von Maastricht von der Anerkennung dieser beiden Staaten durch den Rest der EU abhängig gemacht. Das ging recht husch-pfusch, mit den Grenzstreitigkeiten dieser beiden Länder durfte sich dann die EU herumschlagen.
Albrights Rolle betraf eher den völkerrechtswidrgen Krieg 1999, wo sie neben Clark zu den Kriegstreibern gehörte, während Präsident Clinton auf der Bremse stand, weil er die die Budgetsanierung nach der desaströsen Ausgabenpolitik von Reagan und Bush sen nicht gefährden wollte.
Ein recht unverdächtiger Zeuge für die treibende Rolle Deutschlands am Balkan ist auch der Leitartikel der "Welt" vom 30.6.2001 mit dem bezeichnenden Titel: "Unser Balkan - Alle Lektionen der letzten zehn Jahre kreisen um das eine Wort Macht"

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17. Mär 2019, 16:21

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Ich denke, dass die Grenzstreitigkeiten zwischen Slowenien und Kroatien, bis auf einige Fragen, die Seegrenze betreffend, geklärt sind. Jedenfalls hatte ich beim Grenzübertritt zwischen beiden Ländern, nie Probleme bemerkt.
Aber auch das gehört zu dem, was, wenn Europa auch politisch enger zusammen rücken würde, noch ausgeglichener werden könnte.
Gert

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