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Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile

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9. Jul 2010, 09:32

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 Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Gerade jetzt bei der Fußball-WM werden viele Klischees über die verschiedenen Nationen wieder wach.

Manche sind sicher falsch, an anderen ist sicher etwas dran.

Was für Klisches kommen euch in den Sinn? :wiwi

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9. Jul 2010, 09:42

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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... wie ich dir mal geschrieben hab, schlich der Deutschenhass lange Zeit durch unseren Familienclan. Seinen Ursprung fand er bei einem Verwandten, der waehrend des Krieges in England in hoher Stelle arbeitete. Ihr koennt euch sicher vorstellen, welche Probleme ich meiner Familie bereitete, nachdem alle meine Freunde deutscher Nationalitaet waren? Nur ... ich hab's nie bereut!!!!


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9. Jul 2010, 09:56

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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... und in den Fuenfziger-Jahren galten die Italiener als nicht gerade arbeitswuetig, ja man betitelte sie sogar als faul. Dies, obwohl wir in der Schweiz so manche Gewohnheiten aus dem Sueden gerne annahmen. Dies ging uebrigens soweit, dass wir den Ticinesi, die ja Schweizer sind, die gleichen Eigenschaften anhingen. Einfach, wer italienisch sprach, wurde jenen des tiefen Suedens zugeordnet.

Die Italiener kamen denn auch als Saisoniers zu uns, wohnten oft in Barackenlagern, "nahmen unser Geld" (welches sie ja schliesslich hart erarbeitet hatten) in den Sueden. Wir Schweizer wollten sie nicht, aber "mussten" sie eben in unserem Lande doch haben, weil sie in der durch die damaligen Hochkonjunkturwelt die niedrigen Arbeiten fuer uns verrichteten. Es entstanden etwas spaeter denn auch sozialkritische Filme wie "Die Schweizermacher" und "Brot und Schokolade". Nicht viel spaeter kam es zu den ersten Ueberfremdungsinitiativen, die in abgeaenderter Form immer noch durch unser Land gehen. Verstaendlich auf eine Weile, denn es sind nunmehr ein Fuenftel unserer Einwohner nicht in der Schweiz geboren.

Gut auf die eine Seite, denn dadurch kommt frisches Blut in unser Land. Leider auch manche Schatten. Wir muessen damit fertig werden!

Aus jener Zeit bleibt mir immer noch die erste Strophe ein kleines Liedchens in Erinnerung:

I bin en Italiano und spiele guet Piano I gange i d’Fabrigg und mache Stugg für Stugg.

Ref: O mia bella cara Margarita, wohne dir gerade visavia, bringe dir en chline Standelio, o chum e bisseli abe, oder soll i grad ufe cho.

Du bisch e caibe Netti, häsch goldigi Uhreketti, häsch villi Gäld im Sac und eigeni Barac.

(Ref.)

Du muesch mi nid uslagge mit miner Murerjagge, mit miner Muresurz, er isch un poco ghurz.

(Ref.)

Du bisch min liebe Stärn, drum han i di so gärn, ei chum e bisseli here, und gimmer Guss uf Snörre.

(Ref.)

Und duesch mi nid erhöre, so tueni mi verswöre, i stürz mi in die Flut und mache mi caputt.


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9. Jul 2010, 10:20

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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mohnblume hat geschrieben:
... wie ich dir mal geschrieben hab, schlich der Deutschenhass lange Zeit durch unseren Familienclan. Seinen Ursprung fand er bei einem Verwandten, der waehrend des Krieges in England in hoher Stelle arbeitete.


Ich habe die paradoxe Erfahrung gemacht, dass die Engländer, die im Krieg gegen die Deutschen gekämpft hatten, sogar weniger deutschfeindlich waren als jene, die nicht gekämpft hatten.

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9. Jul 2010, 10:28

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Mir kommen gar keine Klischees in den Sinn.

Höchstens, daß die Deutschen zur Selbstbeweihräucherrung neigen - in punkto Fußball.
(Jetzt kann BILD nicht titeln Wir sind Weltmeister)


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9. Jul 2010, 10:30

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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cyparis hat geschrieben:
Höchstens, daß die Deutschen zur Selbstbeweihräucherrung neigen -


Einspruch, Euer Ehren! Ich finde, das genaue Gegenteil ist wahr. :nick

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9. Jul 2010, 10:33

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Vorurteile? Von solchen bin ich voll!

Die Deutschen sprechen schneller als daß sie denken. Ich zum Beispiel hätte nach der Niederlage gegen weiß ich nicht mehr wen, keine Pressekonferenz abgehalten, sondern die zwei nächsten Fußballspiele abgewartet, die ja zu phänomenalen Siegen führten. Aber auch nach diesen Siegen hätte ich meine Klappe gehalten. Denn jeder, der die Unwägbarkeiten des Lebens kennt, denkt mehr, als daß er sagt. Man weiß doch nichts im voraus (außer so banale Dinge wie: wenn ich jetzt nichts trinke, dann wird mein Durst noch größer).


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9. Jul 2010, 10:40

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Leila hat geschrieben:
Vorurteile? Von solchen bin ich voll!


Erzähl! :-D :wiwi

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9. Jul 2010, 10:46

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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mohnblume hat geschrieben:
[…]


Liebe Mohnblume,

Du hast das alles noch in sehr guter Erinnerung! Wenn Du mir etwas Zeit läßt, dann schreibe ich in diesem Forum etwas zur Thematik der Fremdarbeiter in der Schweiz (in einem neuen Strang). Aber vor dem nächsten Mittwoch nicht.

Gruß von Leila


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9. Jul 2010, 11:06

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Dundee hat geschrieben:
Leila hat geschrieben:
Vorurteile? Von solchen bin ich voll!


Erzähl! :-D :wiwi


Ja, ja, schon gut!

Ich kann es selbst kaum fassen, daß ich heute noch umlernen muß; d.h. zur Kenntnis zu nehmen, daß sich mir vieles von dem, was mir einst unwiderlegbar richtig erschien, heute als falsch erscheint.

Ich bin eine Kennerin der Werke Karl Jaspers und erlaube mir deshalb, ihn zu zitieren.

„Das Nationale innerhalb Europas behauptet sich mit Recht nur noch als eigene Lebensform, überlieferte Anschauung, als Sprache, Geist und Erziehung. Als Machtprinzip eines Staates aber hat es nicht nur sein Recht verloren, sondern wird zum Widersacher der abendländischen Einheit. Staatsgrenzen sollten ohnehin in Europa immer mehr zu Grenzen von europäischen Verwaltungsbezirken werden. Schon gibt es bedeutende ‚Europäer‘ als einzelne Persönlichkeiten. Aber sie haben im Denken, nicht im Handeln gewirkt. Noch dürfen wir auf Persönlichkeiten (zumal in kleineren Staaten) unsere Hoffnungen setzen. In den größeren europäischen Staaten scheint der alte Nationalismus noch unverwüstlich: Zuerst die eigene Nation als dieser Staat, erst ihre besonderen Interessen, erst ihre Weltstellung, die zu erfüllen jede für ihre Aufgabe hält, dann erst Europa.“

Die Atombombe und die Zukunft des Menschen; R. Piper & Co. Verlag, München 1958

Dieser Meinung bin ich heute nicht mehr.

Gruß von Leila


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9. Jul 2010, 18:02

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Ja ja die Italiener, so brav wie du sie beschreibst Mohnblume sind sie auch wieder nicht. Ich könnte da ein Buch schreiben.

In den fünziger Jahren waren Messerstechereien, Schlägereien mit Todesfolge und viele unschöne Machenschaften im Gang, die ich jetzt nicht erwähnen will.

Zum einen versuchten sie die Schweizermädchen zu schwängern damit sie eine Aufenthaltsbewilligung erhielten und dann vernachlässigten sie Frau und Kind, sie sind Prügler und Lügner.

Ich verachte die Italiener schon seit vielen Jahren. Meine Erfahrungen mit ihnen sind nur negativ. Und das ist kein Vorurteil, sondern erlebte Tatsache.

Die Mafia lässt grüssen, längst auch in der Schweiz ansässig.

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9. Jul 2010, 18:25

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Livia hat geschrieben:
[…]


Liebe Livia,

Du hast mir den Großteil meiner Arbeit erspart! Deine Erfahrungen entsprechen haargenau den Resultaten meiner Studien. Müßte ich Deinen Beitrag zusammenfassen, dann käme – nach einer Umformulierung – der folgende Satz heraus: Die Italiener von damals sind die Türken von heute (wobei nicht vergessen werden darf, daß die Anhänger des Islams sich auf gar keine Weise dem Christentum annähern wollen).

Gruß von Leila


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9. Jul 2010, 18:40

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Ich war in Rom und habe eine Woche lang privat bei einer römischen, christlichen Familie gelebt. Die war sehr nett!!!!

Einmal bin ich mitten in Rom mit einem unbekannten Römer mit dem Auto mitgefahren und auch der war sehr nett!

Als ich mit meinem Mann in Italien war, meinte dieser, ich soll besonders gut auf meine Handtasche achtgeben, denn die Italiener stehlen gerne. Aber uns hat niemand was gestohlen.


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9. Jul 2010, 19:47

 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Glück muß man haben, liebes Waldveilchen, sonst hat man kein Glück.

Ein Deutscher überredete mich, ihn nach Rom zu begleiten, um die steinernen Vermächtnisse oder Überbleibsel der römischen Kultur zu studieren. – Hier lasse ich offen, ob er nicht eher mich studieren wollte.

Nach einer langen Autofahrt kamen wir nachts in Rom an. Mein Fahrer hätte die Herberge nicht gefunden ohne meine Kenntnisse im Kartenlesen. Er war mit den Nerven am Ende, nach all den stundenlangen Streitereien mit mir. In einem schummrigen Innenhof parkierte er endlich sein Automobil und atmete erleichtert aus: „So, da sind wir!“ Ich schämte mich beinahe und blieb sitzen. „Geh, und melde uns an!“, befahl ich ihm. Er stieg aus und torkelte davon. Nachdem eine Viertelstunde vergangen war, verlor auch ich die Nerven. Ich stieg aus und schlug denselben Weg ein wie er. „Alles in Ordnung!“ rief er mir zu, als er mich kommen sah. „Sogar ein Abendessen bekommen wir noch!“ „Ach“, antworte ich ihm erleichtert, „dann hole ich das Gepäck.“ Doch unser Gepäck war verschwunden …

Nun stelle man sich folgendes vor: Man versteht außer „buon giorno“ und „buona sera“ kaum ein Wort Italienisch! Also wirklich: mir muß heute keiner mehr erklären, wie man vor einem italienischen Polizisten dumm dazustehen hat! Wäre mein Rock länger als mein Verstand gewesen – damals, anfangs der 1970er-Jahre – dann hätte ich einen wohlwollenden Deutschen ins Verderben gestürzt.

Gruß von Leila

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9. Jul 2010, 23:48

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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"Die Italiener" sind sicher nicht besser oder schlechter als "die Schweizer" oder "die Russen" oder "die Deutschen". Mit Russen hab ich gar keine Erfahrung, Italiener haben mir nie etwas angetan und ihre Sprache ist klangvoll schoen. Schweizer kenne ich einige persoenlich und die sind alle nett.


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10. Jul 2010, 04:01

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 Re: Nationale Vor-Urteile - und begründete Urteile
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Es geht ja hier um Klischeses. Also: Die Italiener handeln mit Mausfallen. :-D

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10. Jul 2010, 07:57

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Lee hat geschrieben:
"Die Italiener" sind sicher nicht besser oder schlechter als "die Schweizer" oder "die Russen" oder "die Deutschen". Mit Russen hab ich gar keine Erfahrung, Italiener haben mir nie etwas angetan und ihre Sprache ist klangvoll schoen.


Danke Lee ... es gibt ueberall schwarze und weisse Schafe. Auch in der Schweiz. In diesem Sinne ist kein Land besser. Ich hab nur gute Erfahrungen gemacht. Schon mal anderenorts in diesem Forum erlebt, hatte ich in Milano mal in einem Taxi mein Portemonnaie mit sehr viel Geld liegen gelassen ... und hab es wieder erhalten. Im Forum Romanum waren wir auf einem etwas seitlich gelegenen Gebiet ploetzlich von Maennern umringt. Ich laechelte, gruesste und ging langsam raus ... kein Mensch behelligte uns. Auf dem Messegelaende in Milano liess ich mein Auto offen, die Scheiben halb unten. Niemand nahm mir das Auto weg, aber alle sicherheitsverschlossenen Schweizerwagen rund um mich beklagten, dass ihr Autoradio weg sei. Mir wurde in Italien noch nie was gestohlen, aber in Basel kam mir mein Koffer weg.

Es gibt diese Vorurteile. Auch anderenorts, vorab gegenueber Schwarzen. "Die sind faul, kriminell und Messerstecher", und so "wechselt man die Strassenseite, wenn einem einer abends begegnet". Nach relativ langem Zusammenleben mit Schwarzen, bin ich mir auch nicht mehr so sicher, ob es diese oder vielleicht jene Weissen sind, denen man misstrauen sollte.

Und jetzt schimpft man ueber die Balkanesen. Messerstecher, Moerder, Diebe ... dass es unter ihnen ebenso viele gute Menschen gibt, wird uebersehen. Nein, ich hab mehr Angst vor diesen biertrinkenden, groehlenden Jugendlichen, von den Kamapfsaeufern, von diesen Schweizer-Schlaegern in Muenchen, den Messerstechern in Hamburg. Klar wuerde ich mit ihnen auch zusammensitzen, aber lieber sind mir doch noch die Italiener bei einem Glas Wein.

Ich brauch weder Mauern noch Vorhaenge. Schlecht gefahren bin ich damit meinen "offenen Tueren" nicht. Kann sein, dass ich vielleicht mal schlechte Erfahrungen mache. Aber einmal ist noch nicht das Verdamnis eines ganzen Volkes.


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10. Jul 2010, 09:59

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Weisst du Mohnblume, ich denke dass meine und deine Erfahrungen ganz unterschiedlicher Art sind. Ja schwarze Schafe gibt es überall, es geht hier aber um Vorurteile und meine Erfahrungen sind nun mal nicht besonders gut. Ich kenne einige wenige gute oder nette Italiener, aber die kann ich an meinen zwei Händen abzählen. Für die anderen reichen mir viele Hände leider nicht. In meinem Bekannten- und auch Verwandtenkreis gibt es viele Beispiele die zu erwähnen notwendig wären. Aber solange es immer Menschen gibt, die alles Schönreden, einfach wegsehen weil sie die Wahrheit gar nicht wissen wollen, so lange spricht man von den netten Italiener.

Belasi mit den gestohlenen Millionen in Bern, ein Teil endete in Oesterreich und der grösste Teil in Italien. Den Ueberfall in Zürich, mit einer Ausnahme waren alle Italiener, die ja integriert sein sollen. Die hier ansässigen Italiener lachten, klatschten und frohlockten, das geschehe den dummen Schweizern recht, sie hätten noch mehr stehlen sollen. Das hat man mir sogar mit hämischem Lächeln ins Gesicht gesagt. Nur ein kleiner Teil von den gestohlenen Millionen wurden aufgefunden, der Rest landete in Mailand bei einem Anwalt der Beziehungen zur Mafia hat. Es wurde ein Dokufilm darüber gedreht und alles Minutiös aufgelistet. Oder Rene Baumann DJ Bobo, dessen Vater abgehauen ist als er wusste dass das Mädchen schwanger war. Als er dann von der weltweiten Bekanntheit seines Sohnes erfuhr, waren plötzlich Vatergelüste da und das viele Geld lockte.

Am 17. Jan. 2003 / Bankräuber flüchteten Polizei stellte sie - da erschoss sich einer. Zurzach Ag - So brutal und skrupellos haben Bankräuber in der Schweiz noch nie zugeschlagen. Die beiden Italiener (46 und 47) schrecken vor nichts zurück. Sie schiessen, verletzen Unschuldige, nehmen eine vierfache Mutter (33) als Geisel. Als einer der Verbrecher merkt, dass er gegen das riesige Polizeiaufgebot keine Chance mehr hat, handelt er. Er erschiesst sich.

11. November 2002. Mafia-Coup im Thurgau vereitelt. Soll ich weiter schreiben? Und die Invalidenversicherung die auf den Fugen fährt, haben die Italiener zu Tode geritten gefolgt von den Türken und den Yugoslawen. Ich kenne Selbstständigerwerbende die keine Italiener mehr einstellen, zu Faul, zu oft Krank, zu ungenau und eine grosse Klappe. Wenn sie dann noch den Arbeitgeber betrügen ist das nur die Krone auf dem Haupt. Oder die Krankenkassenprämien, die dank den Italiener und vielen anderen nachfolgenden Nachahmer auch so hoch sind. Bei jedem Kopfschmerz oder etwas Bauchweh rennen sie zum Arzt und jammern. Ich war mal per Zufall bei meinem Hausarzt dabei als er einer Italienerin gesagt hat, er möchte sie in seiner Praxis nie mehr sehen. Laut Zeternd und Fluchend hat sie den Raum verlassen.

Glaub mir Mohnblume, ich habe 16 Jahre mit Italiener zusammen gearbeitet. Wollte ich hier alles auflisten, würde das das Forum sprengen und Dundee würde mich zum Teufel jagen. Ich persönlich habe Erpressungen erlebt, wir wurden in der Familie bestohlen, beraubt, angelogen und verachtet, weil wir nicht in das italienische Klischee passten.

Hast du schon mal bei einer It. Familie gewohnt oder für längere Zeit das gleiche Dach geteilt ? Dann mach das mal, du wirst deine Wunder erleben. Hast du schon mal eine It Familien bei dir zum Essen eingeladen, mach das mal, du kannst alles selber essen, sie essen nur was die Mama kocht.

Würde ich ein Buch darüber schreiben, müsste ich mich mit Polizeischutz verstecken, ich wäre meines Lebens nicht mehr sicher. So jetzt habe ich nur einen ganz kleinen Teil erwähnt, da wäre noch so viel. Aber lassen wir das du kennst ja nur nette Italiener.

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10. Jul 2010, 10:28

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Livia hat geschrieben:
Hast du schon mal bei einer It. Familie gewohnt oder für längere Zeit das gleiche Dach geteilt ? Dann mach das mal, du wirst deine Wunder erleben. Hast du schon mal eine It Familien bei dir zum Essen eingeladen, mach das mal, du kannst alles selber essen, sie essen nur was die Mama kocht.


Da habe ich auch schon andere Sachen eerlebt.
Aber wie mohnblume schreibt: Es gibt überall auch schwarze Schafe.

ALs junge Lehrerin, noch grün hinter den Ohren, hatte ich eine stelle in einem nicht besonders sicheren Quartier. Das wollte ich aber nicht wahr haben. Meine liebste Vorbereitungszeit war in den Abendstunden und ich ging jeweils spät nach 22 Uhr nach Hause. Paarmal hatte ich von Weitem "Begleitung", aber auch da dachte ich mir nichts dabei.

In meiner 2. Klasse, ein Jahr später, hatte ich etwa 40% Italiener und ein paar Spanier. Schon nach kurzer zeit fiel mir auf, dass abwechselnd zwei Italienische Väter mit irgend einem Alibi zu mir kamen und so lange blieben, bis ich nach Hause musste. Sie verliessen mich erst, wenn ich im Tram war und dieses abfuhr.
Nach einigen Wochen fragte ich sie, was das soll (ich dachte, die wollen Casanova spielen).
da erklärte mir einer, verschiedene Eltern hätten eine Besprechung gehabt, denn sie hätten Angst um meine Sichehrheit. Darum hätten sie beschlossen, abwechselnd auf mich auf zu passen.
Als dann die Wirtschaftslage in Italien besser wurde, gingen diese Familien zurück. Erst jetzt merkte ich, welch guten Schutz sie mir gaben. Nie mehr fühlte ich mich so sicher in diesem Quartier. (sie war übrigens nicht durch Ausländer unsicher, sondern durch Schweizer mit dubioser Vergangenheit. In vielen Familien gab es solche, die im Gefängnis waren!)


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10. Jul 2010, 10:38

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Vorurteile habe ich keine. Es ist doch aber Tatsache, dass oft die verschiedenen Nationen auch eigene Verhaltensweisen haben. Die hängen vielleicht mit ihrer Kultur ztusammen.

So habe ich zum Beispiel auf Reisen beobachtet, dass Deutsche Touristen oft am lautesten und vehementesten reklamieren.

Den Schweizern ist es oft nirgends sauber genug. Sie "meckern" zwar nicht unbedingt so laut wie die Deutschen, aber sie schmollen dafür :mrgreen:
Keine andere Nation hält sich so stur an Verkehrsregeln.

Wo es Italiener hat, da geht es bald gesellig zu -- und oft auch recht laut bis spät in die Nacht.

Wo es Japaner hat, wird fleissig fotografiert, oft andere dafür ohne Rücksicht weg geschubst.

Waschechte Engländer erkennt man oft daran, dass sie überall piekfein angezogen sind, eine sehr gewählte Sprache sprechen und in jeder Situation, sei die noch so vertrackt, bestrebt sind, höflich zu bleiben.

Bis jetzt konnte ich mich daran halten:
Bevor ich die Leute sprechen hörte, wusste ich, zu welcher Nation sie gehörten. -- Na ja, bei den Japanern war das kein Kunststück. :mrgreen:

Sicher findet man bei allen Nationen solche Muster und sicher gibt es überall auch viele Ausnahmen!


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