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Gemälde - Zum Schreien teuer!

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 29 Beiträge ] 

3. Mai 2012, 14:57

 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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Sappralot, meinst du das jetzt wirklich so? Ich würde vorbeilaufen. Aber wenn es dir gefallen
würde....


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3. Mai 2012, 15:08

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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Ja, das meine ich schon so...

Gut, es ist auch ein sehr berühmtes Gemälde, das ich schon seit meiner Kindheit kenne, und berühmte Bilder sind fast immer recht teuer. Da zahlt man auch den Ruf und den Namen mit. Aber trotzdem fand ich es schon immer beeindruckend.

Natürlich würde ich nicht so viel Geld dafür ausgeben (schon allein deshalb, weil ich mein ganzes Leben lang nicht so viel Geld auftreiben könnte), aber eine Kopie oder einen Druck des Bildes könnte ich mir schon für meine Wohnung vorstellen.

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3. Mai 2012, 15:09

 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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ray of hope hat geschrieben:
Dadurch wird das Gemälde für mich auch nicht ansehnlicher......für mich ein Ausdruck von Hoffnungslosigkeit und mit so einem Bild möchte ich mich nicht umgeben.


Ganz meine Meinung.

Dieses Bild hat keine gute Wirkung auf Menschen und zieht dunkle Wesen an.


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3. Mai 2012, 15:50

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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sappralot hat geschrieben:
Ehrlich gesagt fand ich dieses Bild schon immer beeindruckend, und expressionistische Bilder finde ich meistens schon faszinierend


Ebenso! :nick

Expressionistische Bilder haben mir schon immer gefallen. :thumbsup

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3. Mai 2012, 15:57

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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sappralot hat geschrieben:
Nicht ganz einig... Ehrlich gesagt fand ich dieses Bild schon immer beeindruckend, und expressionistische Bilder finde ich meistens schon faszinierend... Im Museum würde ich lange vor dem Bild stehenbleiben...

Solange auch nur eine Person von einem Bild beeindruckt ist, hat es was in sich.


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3. Mai 2012, 16:04

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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In diesem Forum sind es zumindest zwei. :nick

Wir könnten ja mal eine Umfrage dazu machen. :wink:

Doch soll "der Schrei" nicht das einzige Thema dieses Threads sein.

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5. Mai 2012, 09:11

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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Fuer mich bedeutet Kunst, wenn ich ein Gemaelde immer wieder tief versunken betrachte.


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5. Mai 2012, 09:13

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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Ketchupkunst

Da diese Geschichte, welche ich einst schrieb, zu diesem Thema passt, werde ich sie in stark verkuerzter Form hier wiedergeben

Am Anfang dieser Geschichte hatte Fuerst Barbalus von Barvilia hoechstpersoenlich das benachbarte Sorvostanien besucht, womit welchem sich sein Land im stetem Hader befand, um herauszufinden, wie die unglaubliche Geisterbahn seiner Gegner funktioniere und wurde dort von der Bevoelkerung verspottet, wobei ein besonders Frecher sich gewagt hatte den Fuersten in der geschwollenen Sprache des Hofes zu verhoehnen:

"Daso uns bekannt ist, daß infolge der enormen Fähigkeiten Eurer Hoheit, das Volk Eures dem Tode des Hungers sich nähert, sei hierbei überreicht die Tomate diese als ein Geschenk der sorvostianischen Nation, welche alldafür stets bewundert hat die außergewöhnliche Beschränkheit Eurer Subjekte, welche nur überragt wird von der ihres senilen Regentes. Wir hoffen, daß diese Frucht Eurem Volke helfen wird, die Härte des Winters zu überleben."

Wieviel kann ein Sterblicher, sogar ein sterblicher Fürst ausstehen?! Barbulus warf die Tomate mit all seiner beachtlichen Kraft auf den Quälgeist. Sie flog an diesem vorbei und zerplatzte auf dem Schild, welches 'Eingang' verkündete.


Spaeter geht es weiter:

Potzenberg, der allmächtige Kritiker der postfortgeschrittenen Kunst, erreichte den Ort der Beleidigung bald darauf. Während er nun in der Schlange für Eintrittskarten anstand, begann seine linke Augenbraue leicht zu zittern, ein sicheres Zeichen, daß sein sechster Sinn in Alarmstufe überging. Da er sich eigentlich auf Urlaub befand, versuchte er anfangs den Alarm zu neutralisieren, indem er das rechte Auge einige Sekunden flackern ließ, was aber nur begrenzten Erfolg erntete. Es schien also, daß es sich hier um einen ernstzunehmenden Warnruf handelte. Also schaltete er auf Bereitsschaftstufe um, indem seine Nase dreimal nach rechts rümpfte, seine Oberlippe in schneller Folge mehrere Male mit der Zunge beschlug, mehrere 'blp' Töne von sich gab und schließlich ein Total von zwei Kubikmeter Luft durch die Nase einzog und ausblies, um die Richtung der Ursache des Alarms zu erkunden. Dadurch wurden seine Augen unwiderstehlich in die Richtung des Schildes mit der Aufschrift 'Eingang' gezogen. Als sie dort angelangt waren, erreichten sie das Doppelte ihres Normalumfangs und aus dem Munde des sonst so ausdrucksfähigen Kritikers kam nur ein Buchstabe "O" (das 'h' kann man sich hinzudenken).

Nach einigen Minuten überwältigten Starrens brachte er schließlich den Satz "Wer zeugte diese unvergleichliche Schöpfung?" heraus. Nie hätte er erwartet eines Tages der endgültigen Vollkommenheit gegenüberzustehen. Die perfekte Art, in welcher die blutroten Strahlen vom Zentrum des Einschlages in verschiedene Richtungen einem Endpunkt in dem unendlichen Kosmos zuzustreben schienen, drückten todesverachtende Mutlosigkeit mit einer energiegeladener Kraftlosigkeit aus, welche nur einem gehirnschwachen Genie zugeschrieben werden konnte.Die unnachahmbare Art, wie hier in ständiger Bewegung gehaltener vollkommener Stillstand angedeutet wurde, gab deutlich zu erkennen, daß der Maestro, wer immer er war, vorzog, seine Fähigkeiten hinter einer Maske der Unbedeutsamkeit zu verbergen und nur auf anonyme Weise - wie hier - zu wirken, da jeder einfache Pinselstrich aus seiner Hand eine Welle der Begeisterung in den Metropolen der Welt ausgelöst hätte.
Er, Potzenberg würde dafür sorgen, daß die Schöpfungen dieses Hypertalents kommenden Generationen nicht verloren gehen würden.

Intensives Ausfragen der anwesenden Bürger, wobei diese vorzogen zu verschweigen, dass es sich um den Fuersten Barvilias handelte, da dieser Frager wahrscheinlich einer Geheimpolizei angehoerte, und man sich nicht politisch verwickeln wollte, führte ihn bald zu der Spur des Unbekannten, welcher er zur Staatsgrenze folgte. Er hatte beschlossen, daß die Angelegenheit wichtig genug war, um den Fürsten höchstpersönlich über den Schatz, der sich unter seinen Bürgern verbarg, zu unterrichten.

Seine Hoheit saß in der großen Halle zwischen denen seiner Untertanen, dem Klavierkonzert eines weltbekannten Pianisten Klotzkolevski lauschend.
Dem Fürst schien es, daß überhaupt keine Melodie in dem Gehämmer des Klavierspielers zu erkennen war. Das ist wahrscheinlich deshalb, überlegte er, weil er alle zehn Finger auf einmal benützt, um schneller fertig zu werden, da er nicht bereit ist, seine wertvolle Zeit mit solch einem kleinen Land zu vergeuden. In den großen Städten, dessen Publikum ihm wichtiger war, würde er sicher Note um Note spielen. Wenn seine neunjährige Tochter eine Melodie mit dem Zeigefinger auf ihrem Kinderklavier präsentierte, konnte man jede Note klar vernehmen und sogar die Melodie mitsummen. Es war Zeit diesem arroganten Kerl zu zeigen, daß der Fürst dieses Landes, was Kunstverständnis anbetraf, nicht hinter die Glühbirne geführt werden konnte.

"Nicht so viele Finger!" schnauzte er, was sofort von mehreren Bürgern aus dem Publikum, deren Musikverständnis sich ebenfalls gegen diese Art der Rezitation empörte, aufgenommen und wiederholt wurde. Der Künstler momentan aus dem Konzept gebracht, stockte in seinem Spiel fuhr jedoch gleich wieder fort, ohne des Fürsten Rat zu befolgen. Barbulus beschloß, mit dem Mann nach der Vorstellung zu reden. Vielleicht würde er seine Tochter ihm etwas vorspielen lassen, um ihn besser begreifen zu lassen, wie so etwas getan werden sollte. Seine Geduld wurde noch mehr auf die Probe gestellt, wenn ein Crescendo von einem Pianissimo gefolgt wurde, wobei der Klimperer kaum die Tasten zu berühren schien. Die Menge folgte dem Fürst in dem Ruf "lauter, lauter, man kann nichts hören!"

So war Barbulus froh, als ihm zugeflüstert wurde, daß ein Ausländer ihn dringend um eine Audienz bat. Er stand auf, rief dem Künstler, welcher auch kurz vor dem Explodieren war, laut zu "tut mir leid, wichtige Angelegenheiten!" stolperte über mehrere Beinpaare und verließ das Auditorium.

Der große Kritiker, der sich zumindestens auf gleicher Ebene mit dem Herrscher eines kleinen Landes fühlte, empfing Barbulus wohlwollend. Nach der notwendigen Einleitung kam er sofort zur Sache:
"Hoheit, noch fühle ich mich benommen von der Einwirkung des transzendentalen Erlebnis, welches die Musen in einer Anwallung von Gnädigkeit meiner Person gewährten. Ich fühlte mich momentan von dem Willen der Götter konfrontiert und wußte, ich hätte mein weiteres Leben dem Suchen nach dem Schöpfer dieses überirdischen Opus zu widmen oder für immer in der Wüste des Unwissens zu irren, tantalusgleichen Qualen ausgesetzt. Unglaublich die Impression, welche meine hungernde Seele aufwühlte, erzeugt durch den schöpferichen Wurf einer einfachen Tomate auf ein Eingangsschild in Sorvostanien!"
Barbuluses Magen zog sich zusammen. Das Ende der Rede hatte er sehr gut mitbekomen. Welch peinliche Situation! Er Barbulus III. aus dem Hause von Bumsmal durfte auf keinen Fall zugeben, einen Akt von Vandalismus begangen zu haben und dazu noch in dem Nachbarstaat!
.
"Ich muß sagen...Sie meinen... Sie meinen doch nicht...!"
"Ganz genau das! Hoheit konnte es nicht besser ausdrücken!"
"Das heißt...ich meine...das bedeutet..."
"Das ist es! Der endgültig vollkommene Stil, der laut aufschreiende stumme Ausdruck, den die Künstler erstrebten, seit sie ihre Tiere in die Wände der Höhlen ritzten, ist nun erreicht worden! Die größten Werke da Vincis und die ausdrucksvollen Schöpfungen van Goghs erscheinen uns nun als schwache Seufzer angesichts dieses enormen Aufschreis, welcher in seiner überwältigenden Stille uns die endgültige Antwort erteilt und somit alle Fragen offen läßt. Durch diese simplistiche Technik haben wir den höchsten Gipfel in seiner größten Tiefe errungen; die Suche ist beendet und kann dadurch endlich starten!"

Der Redner hielt erschöpft an und Barbulus der III. fühlte sich, als ob der letzte Tropfen Begriffsfähigkeit aus seinem Gehirn herausgepreßt war. An dem erregten Ton des Redners konnte er erkennen, daß seine Tat aus irgend einem unverständlichen Grunde nicht als einfache Missetat, sondern als Sakrileg ausgelegt wurde: Auf keinen Fall durfte er zugeben, in solch unfürstlicher Art gehandelt zu haben. Er mußte die Würde der Aristokratie wahren.
"Der Mann muß gefunden werden!" rief der große Kritiker, "künftige Generation werden uns nie vergeben, sollte der Unsterbliche in Obskurität dahingehen!"
"Ja, der Kerl soll für sein Verbrechen in Skurität sterben," stimmte der Fürst zu, "ich werde Bullman dem Gendarm befehlen..."
"Unnötig," wehrte Potzenberg ab, "ich habe mein eigenes System. Wenn Eure Hoheit bereit wäre, zu kooperieren..."

Die männliche Bevölkerung war im Vorhofe des Schlossses versammelt. Sie wurden in Gruppen von zehn vorgeführt. Eimer voll mit reifen Tomaten standen im Audienzsaal bereit. Der erste Mann wurde vorgerufen.
"Werfen Sie eine Tomate auf diese weiße Tafel", befahl Potzenberg dem Zitternden, welcher zögerte und einen flehenden Blick auf seinen Fürsten warf, welcher nur nickte.
Der arme Kerl zuckte schicksalsergeben mit den Schultern. Ihm gebührte nicht, warum zu fragen; er hatte zu gehorchen und zu sterben. Er wählte eine der roten Früchte und ließ sie auf der Tafel zerplatzen

"Er ist es!" jubilierte Potzenbach "durch göttliche Fügung wurde uns weiteres Suchen erspart! Die Ausdrucksweise deutet auf eine andere Art der Annäherung an das Thema, aber der Stil ist unverkennbar: Die Art, wie der Saft in die Unendlichkeit zu streben scheint, und sich noch ein letztes Mal zusammenrafft, bevor er ins Nichts versinkt!"
"Verhaftet den Lumpen!" donnerte der Fürst, erleichtert, daß seine Würde gewahrt war.
"Wieso denn!" rief der Rezensent der postfortgeschrittenen Kunst, indem er den überraschten Mann umarmte, "ich verstehe sehr gut, daß Hoheit traditionsgemäß Nihilismus abweisend gegenübersteht; aber wir können auch das 'ins Nichts versinken' mit 'in das Unerfaßbare eindringen' ersetzen, wodurch die Ansichten von Hoheit unberührt blieben. Aber dieser Mann ist der Erwartete, der, welcher uns beantwortet, was unbegreiflich war, seit die erste Mikrobe sich im Weltmeer bildete. Schon morgen wird sich sein Ruf verbreiten. Hunderttausende werden die Louvre, das Guggenheimer Museum und was auch immer, links liegen lassen und in Scharen in dieses Land dringen, um ihm zu huldigen! Der geldliche Wert eines jeden seiner Werke wird unberechenbar sein!"
"Was zum Teufel", rief einer der Männer, welche in der Reihe gewartet hatten "das kann ich auch!" Ergriff eine Tomato und warf sie voller Wucht an die Tafel.

Potzenbergs Unterlippe entfernte sich maximal von der Oberen. Das war unglaublich! Noch ein außergewöhnliches Genie! Die Chancen eines solchen Zusammentreffens war extrem gering. Aber es kam noch viel überwältigender, als der bloße Verstand bewältigen konnte: Die übrigen Bürger, von denen natürlich keiner vernachlässigt werden wollte, taten ihr Äußerstes, ihr Talent zu beweisen. In kurzer Zeit waren Tafel und Wände des Raums mit wertvollen Gemälden überdeckt. Als den Draußenstehenden von dem Vorgefallenen berichtet wurde, stürmten sie nach drinnen und jeder tat seinen Teil, die Unsterblichkeit zu erreichen.

Potzenberg taumelte benommen: Jedes einzelne der Werke erwies sich als Juwel! Die Bevölkerung dieses Landes bestand lediglich aus Genies! Etwas Besonderes mußte sich in ihren Genen während Generationen von Heirat mit Blutsverwandten entwickelt haben!
"Eure Hoheit," wandte er sich schließlich an den Fürsten, "gestatten Sie mir, Ihnen aus vollem Herzen zu gratulieren. Momentan bin ich zu überwältigt, um längere Erklärungen abzugeben, aber bald werden wir hier die eindrucksvollste Kunstausstellung der menschlichen Geschichte arrangieren!"

* * *

Die 'Schwanzgauer Abendausgabe' berichtet in ihrer Kunstbesprechung vom 15ten Februar:
"Die Ausstellung der außergewöhnlichen, revolutionären 'Ketchupkunst' in Barvilia hat bereits in der ganzen Welt einen enormen Einfluß auf die Einstellung zur Kunst erwirkt. Die alten Klischeen scheinen ihre Anziehungskraft verloren zu haben. Eine starke neue Generation von Künstlern - welche allesamt in dem selben Lande wohnen - hat uns die Augen zu neuen Möglichkeiten geöffnet; in den Worten der höchsten Autorität, des Kritikers Schmulius Potzenberg ist es 'der endgültige Aufschrei'!

Der gewöhnlich Sterbliche kann nur in demütiger Ehrerbietung ein jedes der Meisterwerke betrachten. Diese alle scheinen im ersten Moment des Betrachtens identisch zu sein, ja, von der selben Tomate produziert zu sein. Und doch berührt uns jedes einzelne auf so unterschiedliche Weise. Wie ist es möglich mit dem Wurf einer Tomate derart die Geheimnisse des Universums zu öffnen! Man sollte beachten, wie jeder Streifen Saft geradewegs von Punkt zu Punkt eilt und dabei die längste Strecke durchzieht!
Um in das Museum zu gelangen, ist es ratsam, in Barvilia zu übernachten, um in den frühen Morgenstunden einen guten Platz in den langen Warteschlangen zu erhaschen.

Sollten Sie einer er Glücklichen sein, die es sich leisten können, eines der Werke zu erwerben, werden Sie Monate warten müssen, bis dieser Schatz in Ihren Besitz übergeht: Obwohl die Künstler anfänglich täglich große Mengen ihrer Werke zeugten, sind alle diese ersten Bilder als 'Studien' gelagert worden. Bei den gegenwärtigen meditiert der Künstler monatelang, bis er sich an den endgültigen Wurf wagt.

Nebenbei erwähnt, erzeugt eines der Bilder eine Dissonanz zwischen der himmlischen Kollektion. Es handelt sich um Bild Nummer 217, über welchem man ein Schild mit der Aufschrift 'Sorvostianischer Beitrag' erspäht. Selbst ohne dieses Schild ist der Unterschied klar erkennbar: Es erinnert einen an eine zerquetschte Tomate; ein erfolgloser Versuch eines Bürgers des Nachbarstaates an dem Ruhm teilzuhaben!
Meine lieben Sorvostanier: Bleibt bei Eurer berühmten Geisterbahn und überlaßt Kunst den Meistern!"

Das 'Schwanzgauer Abendblatt' vom 17.2.

" Korrektur unserer Kunstbesprechung vom 15.2.: Es wurde uns mitgeteilt, daß infolge eines Versehens das Schild 'Sorvostianischer Beitrag' über das falsche Bild gehängt wurde. Es gehört über Bild no. 219. Somit sollten alle Bemerkungen betreffs Bild 217 auf Nummer 219 uebertragen werden.“


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5. Mai 2012, 09:23

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 Re: Gemälde - Zum Schreien teuer!
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Titel: Larix decidua
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Ketchupkunst - gibt es sicher inzwischen auch in der Wirklichkeit! :???:

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