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Zumwinkel vor Gericht

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 73 Beiträge ] 

22. Jan 2009, 08:53

 
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Waldbaum hat geschrieben:
Am 22. Januar beginnt der Prozess vor dem Landgericht Bochum.

Und ich hoffe, es gibt da keinen Kuh-Handel.


Na, so wie es sich anhört wohl eher doch. Angeblich wurde der Durchsuchungsbefehl einen Tag zu spät ausgestellt, so dass viele Strafbestände mittlerweile verjährt sind (wenn ich das heute morgen in meinem Halbschlafstadium richtig mitbekam).
Nicht schön sowas.


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22. Jan 2009, 10:23

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Tinkerbell hat geschrieben:
Angeblich wurde der Durchsuchungsbefehl einen Tag zu spät ausgestellt, so dass viele Strafbestände mittlerweile verjährt sind ....


Zufall oder Absicht - fragt man sich da! :???:

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22. Jan 2009, 18:14

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Und wenn ich dann heute lese, dass der trotz allem noch eine Pension von 1,1 Millionen (!) im Jahr kriegt, dann verlier ich wirklich den Glauben an jede Art von Gerechtigkeit. :wut

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22. Jan 2009, 21:51

 
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wie wahr, wie wahr....


Zitat Bild> Um seine finanzielle Zukunft braucht sich Klaus Zumwinkel keine Sorgen machen: Seit die Steueraffäre bekannt wurde, hat er zwar auf sein Gehalt verzichtet. Doch als früherer Post-Vorstandschef erhält er trotzdem eine jährliche Pension in Millionenhöhe. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Deutschen Post hervor. Danach erhielt Zumwinkel im Jahr 2007 (Berechnungsgrundlage) ein Grundgehalt von 1,5 Millionen Euro. Davon stehen ihm 75 Prozent als Pension zu – das macht rund 1,12 Millionen Euro jährlich allein aufgrund der Vorstandstätigkeit bei der Post.


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23. Jan 2009, 00:37

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Was war denn eigentlich die früher so hochgepriesene "Leistung" dieses Managers Zumwinkel?

Der Service der Post ist unter seiner Leitung dauernd schlechter geworden - für die Kunden.

Dass die Post "an die Börse geht" - davon haben nur etliche Manager fette Prämien abgesahnt.

Wer hat sonst was davon?

Ich wünsche diesem abgehobenen Typ mit seinem arroganten Dauergrinsen nichts Gutes.

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23. Jan 2009, 13:28

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Als kleine Info zum gegenwärtigen Stand:

Zitat:

Demut im Gerichtssaal: Klaus Zumwinkel präsentiert sich am ersten Prozesstag reumütig. Seinen Steuerbetrug nennt er den "größten Fehler seines Lebens", für den er "bitter gebüßt" habe. "Ich will hier reinen Tisch machen", sagt der frühere Post-Chef. Seine Entschuldigung nehmen nicht alle an.




*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ja, genau.

Diese Entschuldigung würde ich auch nicht annehmen.

Ich sehe sie als Berechnung und Heuchelei an.

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24. Jan 2009, 04:40

 
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Von Leuten wie Zumwinkel, Ackermann und Co werden wir nur verar****


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24. Jan 2009, 09:50

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Ich finde dass Zumwinkel eine Strafe verdient, aber da sollte man auch den Staat anklagen, hat er doch illegale Daten entgegengenommen und dafür bezahlt und das ist doch Betrug und Korruption. Statt ein Vorbild, stellt er sich auf die Seite der Täter.

Wäre doch endlich die Zeit gekommen, wo man die horror Steuern senkt und den Menschen nicht noch mehr Bürden auferlegt.

Was wird mit dem Millionen geschehen die man Zumwinkel jetzt abnimmt ? Sie versanden in der korrupten EU und das wird noch honoriert. Dann schleicht sich bei mir immer leise der Gedanke ein, dass auch etwas Neid mitschwingt, wenn Manager hohe Löhne erhalten. Nicht immer sind sie berechtigt, aber dass sie dann ihr Geld ins Ausland am Fiskus vorbei schmuggeln ist manchmal doch verständlich, sind doch die Steuern über alle Massen hoch. :roll:

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24. Jan 2009, 10:14

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Livia hat geschrieben:

aber dass sie dann ihr Geld ins Ausland am Fiskus vorbei schmuggeln ist manchmal doch verständlich, sind doch die Steuern über alle Massen hoch. :roll:


Livia, ich sehe das anders.

Diese Millionen hat Zumwinkel nicht einem anonymen "Staat" gestohlen, sondern Menschen wie dir und mir.

Mit diesem Geld hätte man viele Dinge verbessern können, die dem Normalbürger zugute gekommen wären.

Mein Mitleid mit Zumwinkel hält sich in sehr engen Grenzen - bzw. es ist nicht vorhanden.

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24. Jan 2009, 10:58

 
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So isses. Der hat doch genug Geld, immerhin muss er ja auch noch öffentlich was versteuern, damit es nicht auffällt. Und manche kriegen den Hals einfach nicht voll. Wenn ich Millionen habe, kommts doch auf die Steuern nicht mehr an. Was soll ich denn sagen, ich bin Lohnsteuerklasse 5 und hab jeden verdammten Monat die Hälfte Abzug

:wut


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24. Jan 2009, 16:49

 
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Livia hat geschrieben:
Ich finde dass Zumwinkel eine Strafe verdient, aber da sollte man auch den Staat anklagen, hat er doch illegale Daten entgegengenommen und dafür bezahlt und das ist doch Betrug und Korruption. Statt ein Vorbild, stellt er sich auf die Seite der Täter.

.... sind doch die Steuern über alle Massen hoch. :roll:


Ob der Staat beim Ankauf der Daten rechtswidrig gehandelt hat, ist äußerst fraglich. Da hat jemand gegen Daten weitergegeben, die nach deutschem Recht Straftaten belegen. Das Fürsten Liechtenstein (die wissen, warum sie hinterher so "staatsmännisch" rumgegröhlt haben) oder eine Bank/Firma hat die Weitergabe vielleicht unter Strafe gestellt. Fraglich, ob dies mit internationalem Recht korrospondiert. Immerhin würde Liechtenstein bewußt und gewollt Straftäter durch ihre Gesetze schützen, um daraus Profit zu schlagen.

Mit Betrug und Korruption hat dies schon tatbestandsmäßig gar nichts zu tun.

Der Staat hat sich in keinster Weise auf die Seite der Täter gestellt. Unterstellen wir mal, dass in Thailand der sexuelle Verkehr mit 8 jährigen gestattet ist. Was ist, wenn jemand trotzdem eine Liste Deutscher an die deutsche Staatsanwaltschaft weitergibt, die - obwohl hier unter Strafe gestellt - dort die Rechtslage nutzen.
Müssten wir hier Pädophile in Ruhe lassen, wenn Sex mit 8jährigen in Thailand erlaubt wäre?

Was die Steuerhöhe angeht, so gibt es in Europa genügend Länder mit höheren Steuern. Ich empfinde es in erster Linie als dumme Ausrede.


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24. Jan 2009, 20:33

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Dass ein viel zu hoher Steuerfuss eine Ausrede ist, kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Wenn ich die Hälfte meines Lohnes an den Staat abliefern muss, ist das alles andere als gerecht.

Andere Staaten mit gleich hohem Steuerfuss sind ja auch bekannt und dort ist die Steuerflucht genauso wie in Deutschland. Italien, Holland und Frankreich nehmen sich da genauso viel vom Bürger wie das in Deutschland auch der Fall ist.

Und dass die Daten illegal beschafft wurden und man dazu noch Millionenbeträge dafür bezahlte, ist auch bekannt. Auch mit diesen Millionen hätte man was besseres tun können.

Diese Art von Datenbeschaffung war sehr umstritten und wurde massiv kritisiert. Lichtenstein hat andere Gesetze, welche nicht mit denen von Deutschland zu vergleichen sind. Das hat aber mit Pädophilie gar nichts zu tun. Uebrigens die Lichtensteiner bezahlen gar keine Steuern im Ländle, die leben Steuerfrei.

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24. Jan 2009, 20:46

 
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nur mal so angedacht als kleine, unwürdige Halbtagsputze :mrgreen: (aber immerhin im öffentlichen Dienst)
:cool:

Warum nicht gleiches Recht für alle und damit gleicher Steuersatz? Ich jedenfalls könnte nur gewinnen :devil

Also jeder so max. 25 Prozent und Finger weg vom Weihnachts- und Urlaubsgeld, dann würde es auch bei den Kleinen wieder klappen mit Geld ausgeben :badgrin


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24. Jan 2009, 21:03

 
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Livia hat geschrieben:
Dass ein viel zu hoher Steuerfuss eine Ausrede ist, kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Wenn ich die Hälfte meines Lohnes an den Staat abliefern muss, ist das alles andere als gerecht.

Andere Staaten mit gleich hohem Steuerfuss sind ja auch bekannt und dort ist die Steuerflucht genauso wie in Deutschland. Italien, Holland und Frankreich nehmen sich da genauso viel vom Bürger wie das in Deutschland auch der Fall ist.


Wer hier die Hälfte seiner Einnahmen an den Staat zahlen muss, hat zwei Probleme

1.) er hat einen schlechten Steuerberater
2.) er verdient so viel Geld, dass er es allein gar nicht ausgeben kann

Wo liegt die Ungerechtigkeit, dass Bestverdienende progressiv zur Kasse gebeten werden? Schau doch bitte auf die Nettowerte.
Es gibt so viele Möglichkeiten dem Staat die Gelder aus seinem Säckchen zu ziehen, da ist das allgemeine Gejammer für mich nur Makulatur.

Schlimm genug, dass Länder wie Liechtenstein aus dieser Steuerflucht gezielt Profit schlagen. Du hast übrigens die Skandinavischen Staaten vergessen.

Livia hat geschrieben:
Und dass die Daten illegal beschafft wurden und man dazu noch Millionenbeträge dafür bezahlte, ist auch bekannt. Auch mit diesen Millionen hätte man was besseres tun können.


Die Daten wurden aus Sicht des Fürsten illegal beschafft, nicht aus Sicht der deutschen Justiz. Wären die Daten tatsächlich illegal - und nicht nur von einem eingeschnappten, weltfremden und unterklassigen Fürsten behauptet – beschafft, dürften sie nicht in ein Strafverfahren eingeführt werden. Selbst wenn die deutsche Justiz sich darüber hinwegsetzen würde, gäbe es Möglichkeiten international dagegen vorzugehen. Auch weil dies nicht geschehen ist, bleibt nur die unverschämte Behauptung eines Verbrechers, der von Beruf Fürst ist.

Die Millionen waren übrigens gut angelegt, ihr folgten nämlich Steuernachzahlungen über den „Kaufpreis“ hinaus. Was das Kaufen angeht, so ist es durchaus legitim, dass für bestimmte Informationen auch Belohnungen gezahlt werden.

Livia hat geschrieben:
Diese Art von Datenbeschaffung war sehr umstritten und wurde massiv kritisiert. Lichtenstein hat andere Gesetze, welche nicht mit denen von Deutschland zu vergleichen sind. Das hat aber mit Pädophilie gar nichts zu tun. Uebrigens die Lichtensteiner bezahlen gar keine Steuern im Ländle, die leben Steuerfrei.


Klar war sie bei denen umstritten, die sich äußern, ohne sich vorher informiert zu haben. Auch bei denen, die immer gegen den Staat reden. Vor allem aber beim Fürsten.
Der Vergleich mit den Pädophilen sollte nur verdeutlichen, dass es möglich ist Straftaten zu verfolgen, wenn sie im „Tatortland“ nicht unter Strafe stehen. Selbst wenn die Weitergabe dieser Informationen dort unter Strafe steht, ist dies möglich. Ich habe die Pädos nur gewählt, um es dir dramatisch vor Augen zu führen.

Was die Stierfreiheit der Liechtensteiner angeht, so ist sie unerheblich für die deutsche Strafverfolgung. Diese Steuerfreiheit ist aber durch den Steuerschaden in anderen Ländern erkauft. daher sollte sich Liechtenstein, die Straftätern Beihilfe leisten eher die Frage stellen, ob dies der richtige Weg für internationale Beziehungen ist.


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24. Jan 2009, 21:08

 
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Pet hat geschrieben:
...
Also jeder so max. 25 Prozent und Finger weg vom Weihnachts- und Urlaubsgeld, dann würde es auch bei den Kleinen wieder klappen mit Geld ausgeben


Sorry, aber dein Vorschlag enthält auch eine progressive Komponente. du senkst den Höchstsatz nur von 50 auf 25.

Da du im öD bist, ist der Hinweis auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor dem Hintergrund einer Steuerdiskussion ungerecht gegenüber dem Unselbständigen auf dem freien Markt.

Ich gebe zu, dass das deutsche Stuerrecht kompliziert ist, aber gewisse Abstufungen im Steuersatz schaffen einen gewissen Ausgleich. Gründe sind hier halt der Familienstand, Kinder und das Einkommen.


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24. Jan 2009, 21:25

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Waldschrat, hoffentlich bist du mir nicht böse wenn ich deine Argumente trotzdem als nicht richtig einstufe.

Nehmen wir mal unser Beispiel betreffend dem Steuerfuss. Da kann jeder wirklich noch leben und muss nicht 50% dem Fiskus abliefern. Ich müsste am Hungertuch nagen wenn dem so wäre.

Da ist unser System zwar auch kompliziert aber im Gegensatz zu euch werden wir nicht so ausgenommen. Trotzdem hier viele stöhnen und nörgeln, sie müssten zuviel bezahlen, ist unser Steuersystem recht demokratisch und verleitet nicht unbedingt, sein Geld zu verstecken oder anderswo zu hinterlegen.

Und einen Steuerberater brauche ich auch nicht, die Steuerformulare sind einfach zu verstehen und jeder kann sie selber ausfüllen, ohne noch zusätzliche Auslagen mit einem Steuerberater. Das müssen die Selbstständigerwerbenden machen, weil sie sonst zu hoch eingeschätzt werden.

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24. Jan 2009, 21:44

 
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Livia hat geschrieben:
Waldschrat, hoffentlich bist du mir nicht böse wenn ich deine Argumente trotzdem als nicht richtig einstufe.


Natürlich nicht, wären alle meiner Meinung wäre ich Kaiser, König oder ... :devil

Livia hat geschrieben:
Nehmen wir mal unser Beispiel betreffend dem Steuerfuss. Da kann jeder wirklich noch leben und muss nicht 50% dem Fiskus abliefern. Ich müsste am Hungertuch nagen wenn dem so wäre.


Genau darum geht es. Je mehr du verdienst, um so größer ist der Steueranteil. So wie du es beschreibst, wärest du weit weg von 50% Steuern. Bei uns zahlt ja nicht jeder 50% Steuern.

Livia hat geschrieben:
Da ist unser System zwar auch kompliziert aber im Gegensatz zu euch werden wir nicht so ausgenommen. Trotzdem hier viele stöhnen und nörgeln, sie müssten zuviel bezahlen, ist unser Steuersystem recht demokratisch und verleitet nicht unbedingt, sein Geld zu verstecken oder anderswo zu hinterlegen.


Ich frage mich immer, wo wir so sehr ausgenommen werden. Auf der anderen Seite wollen wir alles von Vater Staat bezahlt bekommen.

Livia hat geschrieben:
Und einen Steuerberater brauche ich auch nicht, die Steuerformulare sind einfach zu verstehen und jeder kann sie selber ausfüllen, ohne noch zusätzliche Auslagen mit einem Steuerberater. Das müssen die Selbstständigerwerbenden machen, weil sie sonst zu hoch eingeschätzt werden.


Ich sagte auch nicht, dass du einen Steuerberater brauchst. Ich sagte, wer hier so viel bezahlt, dass er wegen 50% Steuern auf sein Eikommen nciht mehr leben kann, der hat einen schlechten Steuerberater.

Es ging auch gar nicht um unser Steuersystem. Auch nicht darum, ob wir hier ausgenommenwerden oder nicht.
Die Betrachtung der Steuer allein reicht eh nicht aus. Ich glaube schon, dass unser gesamtes Steuer- und Leistungssystem schlecht ist.
Das rechtfertigt aber nicht, dass man Gelder illegal ins Ausland bringt um Steuern zu sparen. Dies geschieht ja in der Regel mit Scharzgeldern, die eh illegal erwirtschaftet worden sind und der Gesellschaft bereits dadurch Schaden zugeführt haben.
Vor allem werden erst dann Gelder ins Ausland geschafft, wenn man alle Register gezogen hat, sich noch an der Gemeinschaft zu berreichern.

So schlagen die Uhren in Deutschland. Damit hat der Staat nur sekundär zu tun. Es sind die Geldsäcke, die es tun und provozieren.
Vielleicht ist es in der Schweiz besser.


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25. Jan 2009, 09:22

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Jetzt verstehe ich deine Argumentation etwas besser. Trotzdem muss ich noch einen Einwand erheben. Du hast über die Fürstenfamilie geschumpfen, warum denn? Jedes Familiemitglied verdient seinen Unterhalt selbst und sie fallen nicht dem Volk zur Last.

Die Einwohner von Lichtenstein müssen nicht für eine aufgeblasene politische Blase bezahlen wie das bei uns und bei euch der Fall ist.

Zumwinkel hat sein Geld (ob es Schwarzgeld war oder nicht, kann ich nicht beurteilen) nach Lichtenstein gebracht. Was kann Lichtenstein dafür, dass bei euch ein ungerechtes (wenn ich mal so schreiben darf) Steuergesetz existiert? Er hat sicher seinen Scherfel betreffend der Steuern an den Staat bezahlen müssen, wie das ja auch alle anderen tun. Dass dann aber noch vom Ersparten wiederum (ich weiss jetzt nicht ob meine Angaben stimmen) 30% an den Staat abgeht, finde ich schon etwas viel.

Vielleicht hätte ich auch so gehandelt. Hier bei uns bezahlen wir durchschnittlich einen Montastslohn an den Staat, Gemeinde- Kirchen- Kantons- und direkte Bundessteuern alles inklusive. Kann ich mir einen Batzen auf die Seite legen muss ich dem Staat nochmals eins pro Mille abgeben. Die Banken müssen auf alle Ersparnisse 35% abzweigen und dem Kanton überweisen. Deklariere ich meine Ersparnisse, schreibt mir der Kanton die 35% wieder innert 10 Tagen auf mein Konto gut. So verhindert der Staat, dass Steuergelder schwarz angelegt oder ausser Land gebracht werden. Alle zehn Jahre etwa wird noch zusätzlich eine Steueramnestie gestartet, wo man Schwarzgeld deklarieren kann, ohne bestraft zu werden. Das betrifft dann wiederum nur die ganz egoistischen Sparer, die glauben dass sie ein zweites Mal auf die Welt kommen und dann davon leben können.

Die Banken überweisen aber die 35% ohne Angaben von Daten, das heisst keine Namen und Kontonummern. Das nennt man bei uns Bankgeheimnis, was ja auch sehr umstritten ist gerade von Deutschland und Amerika.

Dass dieser Datenklau wie er bei euch geschehen ist, rechtlich nicht mal bewiesen werden konnte, ist für sich eine grosse Frechheit.

Oesterreich befindet sich ja im gleichen Boot. Warum werden denn die Bürger bestraft, wenn sie das Beste aus ihrem Ersparten herausholen? Hier ist der Staat gefragt und müsste einiges ändern, dann würden die Italiener, Deutschen und Franzosen ihr Geld nicht anderswo deponieren wollen.

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25. Jan 2009, 09:28

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Pet hat geschrieben:
Warum nicht gleiches Recht für alle und damit gleicher Steuersatz?


Das wäre eben gerade NICHT gleiches Recht ....

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25. Jan 2009, 11:27

 
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Livia hat geschrieben:
Jetzt verstehe ich deine Argumentation etwas besser. Trotzdem muss ich noch einen Einwand erheben. Du hast über die Fürstenfamilie geschumpfen, warum denn? Jedes Familiemitglied verdient seinen Unterhalt selbst und sie fallen nicht dem Volk zur Last.

Die Einwohner von Lichtenstein müssen nicht für eine aufgeblasene politische Blase bezahlen wie das bei uns und bei euch der Fall ist.


Heute fallen sie dem Volk nicht mehr zur Last, so sehe ich es leider oder so muss man es sehen. Provokant könnte ich sagen, dass sie dafür europa- und weltweit den Steuerzahlern zur Last fallen, weil sie inkriminiertes Geld, Steuerflüchtige und andere Schädlinge schützen.
Da kann ich mein eigenes Volk natürlich in Ruhe lassen. Was wäre, wenn die Länder einen Weg fänden diese illegale Geldflucht nach Liechtenstein zu unterbinden?

Meine Vorbehalte gegen die Fürstenfamilie bzw. den Fürsten sind Resultat seiner Reaktion und öffentlichen Reden im Zusammenhang mit der Daten-CD. Sie waren überzogen, unverschämt und stellen Tatsachen falsch dar – einfach ausgedrückt ein Haufen Lügen.

Livia hat geschrieben:
Zumwinkel hat sein Geld (ob es Schwarzgeld war oder nicht, kann ich nicht beurteilen) nach Lichtenstein gebracht. Was kann Lichtenstein dafür, dass bei euch ein ungerechtes (wenn ich mal so schreiben darf) Steuergesetz existiert? Er hat sicher seinen Scherfel betreffend der Steuern an den Staat bezahlen müssen, wie das ja auch alle anderen tun. Dass dann aber noch vom Ersparten wiederum (ich weiss jetzt nicht ob meine Angaben stimmen) 30% an den Staat abgeht, finde ich schon etwas viel.



Was Zumwinkel getan hat war illegal. Er kann sein Geld anlegen wo er will, so lange er sich dabei an die Gesetze hält. Zumwinkel arbeitet und lebt in Deutschland.

Wenn er in Liechtenstein leben und arbeiten will, soll er es tun. So lange er hier lebt, muss er sich an die Gesetze halten. Er lebt hier und muss seinen Teil zur Solidargemeinschaft und zum Gemeinwohl beitragen.

Gerade Leute wie Zumwinkel profitieren auch von Deutschland. Hier befinden sich die Quellen ihres Reichtums. Sie schaden jedem der hier lebt und sein mickriges Einkommen mit harter Arbeit erwirtschaftet. Dieser Arbeiter kann seine paar Kröten aber nicht an der Steuer vorbei irgendwo anlegen. Zumwinkel und Co haben keinen anderen rechtlichen Status als diese Arbeiter.

Die Steuern werden hier ja nicht vom Ersparten abgezogen, sondern nur von den daraus erwirtschafteten Erträgen. Das Ersparte bleibt unberührt.
Steueramnestie hatten wir hier auch und sie wird i.d.R. bei Selbstanzeige zu jeder Zeit gewährt.

Livia hat geschrieben:
Die Banken überweisen aber die 35% ohne Angaben von Daten, das heisst keine Namen und Kontonummern. Das nennt man bei uns Bankgeheimnis, was ja auch sehr umstritten ist gerade von Deutschland und Amerika.


In Deutschland gibt es kein Bankgeheimnis. Ganz nebenbei ist das Wort Geheimnis auch irreführend. Es gibt in Deutschland verschiedene Bereiche in denen es „Geheimnisse“ gibt. Diese Geheimnisse sind jedoch keine absolute Institution, wenn es einen gesetzlich festgelegten Grund gibt, bekommen die Ermittlungsbehörden z.B. trotzdem eine Auskunft.

Livia hat geschrieben:

Dass dieser Datenklau wie er bei euch geschehen ist, rechtlich nicht mal bewiesen werden konnte, ist für sich eine grosse Frechheit.


Das verstehe ich nicht. Welchen Datenklau meinst du, der bei uns geschehen sein soll? Was kann rechtlich nicht bewiesen werde?

Livia hat geschrieben:
Oesterreich befindet sich ja im gleichen Boot. Warum werden denn die Bürger bestraft, wenn sie das Beste aus ihrem Ersparten herausholen? Hier ist der Staat gefragt und müsste einiges ändern, dann würden die Italiener, Deutschen und Franzosen ihr Geld nicht anderswo deponieren wollen.


Ich stelle dir die Frage mal an dieser Stelle, ich hätte es an jeder anderen tun können.

So wie du dafür plädierst, dass man das Beste aus seinem Ersparten herausholt und dabei auch die Gesetze umgehen kann – du hast zumindest Verständnis dafür – muss ich dir die Frage stellen, ob du nicht auch für eine General-Amnestie für Diebe und Betrüger bist.
Sicher will jeder das Beste aus seinem Ersparten herausholen. Aber auch dafür gibt es gesetzliche Bestimmungen, an die man sich halten muss.


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