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Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war

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19. Okt 2011, 20:44

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 Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Ihn habe ich schon in der Schule gern gelesen. :nick

Ich war ja auch ein Bauernbub. :)

Kein Waldbauernbub zwar, aber ein Weinbauernbub. :zumwohl

Zitat:
Peter Rosegger wurde in Alpl als Sohn des Waldbauern Lorenz Roßegger und seiner Ehefrau Maria geboren. Da in Alpl kein Schulzwang bestand, gab es viele Analphabeten. Auch sein Vater war Analphabet, so lernte er viel von seiner Mutter. Auch Rosegger hatte nur einen beschränkten Schulunterricht genossen. Ein Lehrer, der auf Grund seiner Sympathien zur Märzrevolution durch den konservativen Pfarrer von der Schule verwiesen wurde, wurde von den armen Bauern aufgenommen und unterrichtete einige Bauernkinder, darunter auch Rosegger.

Die Eltern wollten den Sohn zwar Pfarrer werden lassen, doch das Studium erschien als zu kostspielig. Weil er körperlich zu schwach war, Bauer zu werden, begann er als 17-jähriger bei einem Wanderschneider in Sankt Kathrein am Hauenstein die Lehre. Er zog auf seiner Stör von Hof zu Hof und lernte dabei Leute und Bräuche kennen. Rosegger hatte nur ein schmales Einkommen, mit dem er Bücher zu kaufen begann, die anfangs hauptsächlich Dorfgeschichten waren. Bald darauf begann Rosegger selbst zu schreiben.


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23. Okt 2011, 03:14

 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Das ist ein sehr gutes und schönes Buch. :-D

Ich war schon einige Male in dem uralten Bauernhaus auf dem Alpl, in dem Peter Rosegger lebte.
Und meine Verwandten leben im Tal darunter.


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23. Okt 2011, 04:39

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Waldveilchen hat geschrieben:
Ich war schon einige Male in dem uralten Bauernhaus auf dem Alpl, in dem Peter Rosegger lebte.


Dieses Haus muss ich auch mal besuchen. :nick

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20. Dez 2011, 11:22

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Ein sehr schönes Buch - hatten wir auch in der Schule gelesen :)


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25. Jan 2012, 17:56

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Einer meiner Lieblingsautoren.
Ich war schon sehr oft im Alpl in seinem Geburtshaus.
Ich liebe zb. Roseggers Weihnachtsgeschichten.
Ich habe alles an Literatur von ihm.

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25. Jan 2012, 18:05

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Arven hat geschrieben:
Ich war schon sehr oft im Alpl in seinem Geburtshaus.


Dann hättest du ja Waldveilchen mal dort treffen können. :nick

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25. Jan 2012, 20:25

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Stimmt eigentlich!!

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25. Jan 2012, 22:34

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Ich mag ihn auch den Rosegger und hier in Berlin - Neukölln gibt es eine Strasse die nach ihm benannt ist.


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26. Jan 2012, 04:40

 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Das ist schön! Dass der Peter Rosegger sogar in Berlin eine Straße hat. :-D


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26. Jan 2012, 08:01

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Jetzt lass ich den Rosegger Peter mal selber sprechen:

Zitat:
Vom Urgroßvater, der auf der Tanne saß

An die Felder meines Vaters grenzte der Ebenwald, der sich über Höhen weithin gegen Mitternacht erstreckte und dort mit den Hochwaldungen des Heugrabens und des Teufelssteins zusammenhing. Zu meiner Kindeszeit ragte über die Fichten- und Föhrenwipfel dieses Waldes das Gerippe einer Tanne empor, auf welcher der Sage nach vor mehreren hundert Jahren, als der Türke im Land war, der Halbmond geprangt haben und unter welcher viel Christenblut geflossen sein soll.

Mich überkam immer ein Schauern, wenn ich von den Feldern und Weiden aus dieses Tannengerippe sah; es ragte so hoch über den Wald und streckte seine langen, kahlen, wild verworrenen Äste so wüst gespensterhaft aus, daß es ein unheimlicher Anblick war. Nur an einem einzigen Aste wucherten noch einige dunkelgrüne Nadelballen, und über diese ragte ein scharfkantiger Strunk, auf dem einst der Wipfel gesessen. Den Wipfel mußte der Sturm oder ein Blitzstrahl geknickt haben – die ältesten Leute der Gegend erinnerten sich nicht, ihn auf dem Baum gesehen zu haben.

Von der Ferne, wenn ich auf dem Stoppelfeld die Rinder oder die Schafe weidete, sah ich die Tanne gern an; sie stand in der Sonne rötlich beleuchtet über dem frischgrünen Waldessaum und war so klar und rein in die Bläue des Himmels hineingezeichnet. Dagegen stand sie an bewölkten Tagen, oder wenn ein Gewitter heranzog, starr und dunkel da; und wenn im Walde weit und breit alle Aste fächelten und sich die Wipfel tief neigten im Sturm, so stand sie still, fast ohne alle Regung und Bewegung.

Wenn sich aber ein Rind in den Wald verlief und ich, es zu suchen, an der Tanne vorüber mußte, so schlich ich gar angstvoll dahin und gedachte an den Halbmond, an das Christenblut und an andere entsetzliche Geschichten, die man von diesem Baum erzählte. Ich wunderte mich aber auch über die Riesigkeit des Stammes, der auf der einen Seite kahl und von vielen Spalten durchfurcht, auf der anderen aber mit rauhen, zersprungenen Rinden bedeckt war. Der unterste Teil des Stammes war so dick, daß ihn zwei Männer nicht hätten zu umspannen vermocht. Die ungeheuren Wurzeln, die zum Teil kahl dalagen, waren ebenso ineinander verschlungen und verknöchert wie das Geäst.

Man nannte den Baum die Türkentanne oder auch die graue Tanne. Von einem starrsinnigen oder übermütigen Menschen sagte man in der Gegend: »Der tut, wie wenn er die Türkentanne als Hutsträußl hätt!« Und heute, da der Baum schon längst zusammengebrochen und vermodert ist, sagt man immer noch das Sprüchlein.

In der Kornernte, wenn die Leute meines Vaters, und er voran, der Reihe nach am wogenden Getreide standen und die »Wellen«, die Garben, herausschnitten, mußte ich auf bestimmte Plätze die Garben zusammentragen, wo sie dann zu je zehn in »Deckeln« zum Trocknen aufgeschöbert wurden. Mir war das nach dem steten Viehhüten ein angenehmes Geschäft, um so mehr, als mir der Altknecht oft zurief: »Trag nur, Bub, und sei fleißig, die Garbentrager werden reich!« Ich war sehr behend und lief mit den Garben aus allen Kräften; aber da sagte wieder mein Vater: »Bub, du laufst ja wie närrisch! Du trittst Halme in den Boden und du beutelst die Körner aus. Laß dir Zeit!«

Als es aber gegen Abend und in die Dämmerung hineinging und als sich die Leute immer weiter und weiter in das Feld hineingeschnitten hatten, so daß ich mit meinen Garben weit zurückblieb, begann ich unruhig zu werden. Besonders kam es mir vor, als fingen sich die Äste der Türkentanne dort, die in unsicheren Umrissen in den Abendhimmel hineinstand, zu regen an. Ich redete mir zwar ein, es sei nicht so, und wollte nicht hinsehen – konnte es aber doch nicht ganz lassen.


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23. Dez 2014, 19:03

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Von Peter Rosegger gibt es auch eine schöne Weihnachtsgeschichte. :wnkranz

Mehr dazu in einem eigenen Thread. :wngeschenk

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9. Feb 2017, 17:47

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Dieses Buch muss ich wieder mal nachlesen. :)

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Gnädigster und durchlauchtigster aller Lords der Highlands and Islands, Bezwinger des Loch-Ness-Monsters,
Freund der Stewarts, Herrscher über Caithness, Orkney and Shetland,
Fürst der Fair Isle und der nördlichen Nordsee, Lord of Inverness,
gefürsteter Herzog von Drumnadrochit, Blairgowrie and Dunkeld


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25. Mär 2017, 22:40

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 Re: Peter Rosegger: Als ich noch der Waldbauernbub war
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Peter Rosegger ist wirklich lesenswert! :nick

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