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Welches sind die besten der sieben Todsünden?

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Welches sind die besten der sieben Todsünden?
Wollust 39% 39% [ 9 ]
Völlerei 30% 30% [ 7 ]
Hochmut 4% 4% [ 1 ]
Neid 4% 4% [ 1 ]
Trägheit 9% 9% [ 2 ]
Habsucht 9% 9% [ 2 ]
Zorn 4% 4% [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 23

6. Dez 2010, 10:50

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Ich bin Christ und in diesem Sinne auch so erzogen worden. Fallweise und zu besonderen Anlässen praktiziere ich meine Religion.

Kritiklos alles hinzunehmen was ausserhalb meines Tellerrandes passiert, ist jedoch für mich undenkbar.

Diverse Geschehnisse gottergeben und ohne zu handern zu akzeptieren, ist die bequemste Form einer Lebensart - wenn nicht sogar lethargisch.

Übrigens, Essstörungen und Sexomanie sind Krankheiten und keine Sünden.

:wiwi :kuss


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6. Dez 2010, 11:04

 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Aureole hat geschrieben:
Ich bin Christ und in diesem Sinne auch so erzogen worden. Fallweise und zu besonderen Anlässen praktiziere ich meine Religion.

Kritiklos alles hinzunehmen was ausserhalb meines Tellerrandes passiert, ist jedoch für mich undenkbar.

Diverse Geschehnisse gottergeben und ohne zu handern zu akzeptieren, ist die bequemste Form einer Lebensart - wenn nicht sogar lethargisch.

Übrigens, Essstörungen und Sexomanie sind Krankheiten und keine Sünden.

:wiwi :kuss
Sind nicht alle Extreme im weitesten Sinne Krankheiten? Dazu zähle ich nicht nur die exzessiv ausgelebten, sogenannten "Todsünden", sondern auch das, was sich Religion nennt und das, was Du Gottergebenheit nennst.


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6. Dez 2010, 11:16

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Aureole hat geschrieben:
Diverse Geschehnisse gottergeben und ohne zu handern zu akzeptieren, ist die bequemste Form einer Lebensart - wenn nicht sogar lethargisch.


Sein Schicksal anzunehmen bedeutet nicht, dass es bequem oder lethargisch oder einfach wäre.
Ein schwerer Schicksalsschlag schmerzt genau so stark, aber nur anfangs - dann findet man seinen Frieden. Und das ist auch im ganz realen Leben gesünder, als jahrelang zu hadern, zu kritisieren, zu verzweifeln,...
Sein Schicksal annehmen zu können, bedeutet stark zu sein.

Christin bin ich auch, eigentlich jeden Tag des Jahres. Es war mir immer zu wenig und deshalb habe ich stets nach mehr gesucht und erst später fand ich die Antworten auf all meine Fragen.

Zitat:
Übrigens, Essstörungen und Sexomanie sind Krankheiten und keine Sünden.


Sie sind beides: Krankheiten und Sünden.

Im Christentum sind Völlerei und Wollust Todsünden.
Auch in anderen Religionen und in der Spiritualität und Magie sind Völlerei und Wollust nicht erwünscht.

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26. Dez 2011, 14:20

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Völlerei ist zu Weihnachten doch sicher mal erlaubt! :torte

Zumindest bei Rudi Völler! :thumbsup

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26. Dez 2011, 18:14

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Waldveilchen hat geschrieben:
Im Christentum sind Völlerei und Wollust Todsünden.


Und wer hat´s erfunden ääh geschrieben?

Völlerei = Fresssucht, Maßlosigkeit, okay wer darunter leidet sollte sich unbedingt helfen
lassen. Aber in dem, wenn bei einem Festessen mal über die Stränge geschlagen wird,
kann ich keine Sünde entdecken wo zur Beherrschung gemahnt werden müsste.

Zur Wollust nehme ich mal WiKi zur Hilfe.
Zitat:
Wollust (lateinisch voluptas) ist eine sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität und der Befriedigung erlebt wird. Wollust schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein.

Wollust beschreibt das Kultivieren einer Empfindung, die als drängend und lustvoll gilt, früher auch als ruchlos und frevelhaft. Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien starke Triebkräfte und Verlockungen. In diesem Sinne ist ein Gegenbegriff die Frigidität.
wikipedia.org


Zitat:
Wollust im Christentum
Wollust gilt im Christentum als eines der sieben Hauptlaster.

In der Lehre der katholischen Kirche ist Wollust eine der sieben schlechten Charaktereigenschaften, aus der andere Sünden entstehen. Der Vorwurf der Wollust gehörte auch zu den typischen Anklagepunkten, die im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit kirchlicherseits gegen Ketzer und vermeintliche Hexen vorgebracht wurden (siehe auch Inquisition bzw. Hexenverfolgung). So wurde häretischen Gruppen zum Beispiel sehr oft pauschal ein sittenloser, unmoralischer Lebenswandel oder freie Liebe unterstellt, obgleich solche Praktiken zwar bei einzelnen Sekten vorkamen, meist aber eher genau das Gegenteil der Fall war und sich die Mehrzahl der von der Lehre der Kirche abweichenden Gruppen durch eine besonders rigide Moral und zum Teil sogar (Katharer) durch eine explizit körper- und sexualfeindliche Einstellung auszeichneten. Später warf man sogenannten Hexen häufig vor, dass sie aufgrund ihrer übergroßen Wollust Geschlechtsverkehr mit dem Teufel trieben (Teufelsbuhlschaft) oder auf ihren Hexensabbaten Orgien feierten.
wikipedia.org


Unter Frigidität leide ich G. s. D. nicht und wenn das, was bei Wiki als Wollust bezeichnet
wird, Sünde, ja gar Todsünde sein soll, dann bin ich aus vollem Herzen ein Sünder.
Ich bin mir sicher, Petrus hört mir, wenn ich einmal an der Himmelforte meinen Bericht
erstatten muss, mit hochrotem Kopf gespannt zu und lässt mich augenzwinkernd auf die
Engelchen los. :nick

Es ist doch total bescheuert, Menschen mit vorsindflutartige Hirngespinsten missionieren
zu wollen. Das sind Ansichten aus Zeiten der Hexenverfolgungen…. :weia

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26. Dez 2011, 18:43

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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SmileyDevil hat geschrieben:
Ich bin mir sicher, Petrus hört mir, wenn ich einmal an der Himmelforte meinen Bericht
erstatten muss, mit hochrotem Kopf gespannt zu und lässt mich augenzwinkernd auf die
Engelchen los. :nick


Im Jenseits gibt's keine Sexualität. Wir haben dort ja auch keinen Körper.
Es gibt telepatische, geistige Liebe.

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26. Dez 2011, 19:01

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Ich genieße immer mit allen mir zur Verfügung stehenden Sinne, im diesseitigen Leben so,
im Jenseits halt anders und auf telepatisch wird das ganz sicher auch geil werden... :nick

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29. Dez 2011, 02:15

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Das sind alles keine Suenden sondern Laster und Charaktereigenschaften.

Von den aufgezaehlten waehle ich Wollust und Voellerei, also Laster. Die Woerter an sich sind altbacken und geschwollen.

Was ist Wollust? Spass am Sex und nicht nur einmal im Monat und immer mit derselben Person in der selben Position? Was ist Voellerei? Essen und Trinken geniessen und nicht immer enthaltsam?
Wenn ja dann froene ich diesen Lastern. Und ich wiege nicht 200 kg sonder 76 kg, bin fit, treibe aktiv Sport und fuehle mich sauwohl! Ein Sexmolch bin ich nicht aber mit Sicherheit kein Sexmuffel und I like it a lot! :mrgreen:

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29. Dez 2011, 07:22

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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TheManFromDownUnder hat geschrieben:
Das sind alles keine Suenden sondern Laster und Charaktereigenschaften.



Zu diesem Thema musst du mal im Vatikan vorstellig werden. :)

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29. Dez 2011, 07:50

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Lieber TheManFromDownUnder,

ich kann dich sehr gut verstehen, gerade in diesen zwei Punkten.
Genießen ist auch in der röm./kath. Kirche erlaubt, und sie hat mit diesen zwei Todsünden durchaus recht.

Eine gesunde Ernährung in Massen ist gut um den Körper gesund zu erhalten und um Freude beim Essen zu haben.

Ein ausgewogenes Liebesleben mit einer Partnerin im Rahmen einer Ehe ist auch was Gutes.

Sich völlig zu überfressen, so dass der Körper darunter leidet und krank wird, das ist schlecht. Auch das Seelenleben leidet darunter, wenn man fress-süchtig wird. Jede Art von Sucht soll vermieden werden.

Dir erscheint es sicher als langweilig das Liebesleben nur mit der Ehefrau zu führen. Aber es ist tatsächlich die gesündere Variante. Abgesehen davon, dass man sich bei ständigem Wechsel des Sexualpartners körperliche Krankheiten einfangen kann, ist es auch nicht gut für deine Seele.
Du kannst dich einmal oder ein paar Mal mit einer fremden Frau vergnügen, aber du stellst jedesmal auch eine seelische Bindung her und die bleibt ewig bestehen, die kannst du nicht leicht trennen. Du bindest dich geistig an jede dieser Frauen und das kann in deinem Unterbewusstsein, in deiner geistigen Sphäre schon zu Problemen führen.

Das ist die hermetische Sicht dazu:

Die sexuelle Gier, wenn ein Mensch wie ein Getriebener ist, umringt von Larven und Schemen (Larven und Schemen werden durch unsere Gedanken und Gefühle gebildet und befinden sich in unserer Aura) - wenn es schon fast zu einer Suchtkrankheit ausartet. Es gibt ja Leute, die kriegen nie genug und sind stets auf der Suche nach einem neuen, noch aufregenderen Liebesobjekt und sobald sie es haben, wird es fallen gelassen und die Jagd geht weiter.

Die starken, animalischen Lebenskräfte von zwei Menschen verbinden und vermischen sich beim Sex und man sollte nicht vergessen, dass so mancher Sexualpartner ein enormes Heer an Schemen, Larven, vampirhaften Wesen in seiner Sexualsphäre mit sich herumschleppt.

Verbindet sich in gedankenloser Gier, in verhängnisvoller Verführung, ein Sexualpartner mit solch einem Menschen - ist anzunehmen, dass sich dessen Heer von Wesen auf den ahnungslosen Partner stürzt und ihn ebenfalls vampirisiert und ihn wahrscheinlich in ihren Kreis und Kräftestrom hineinzieht.

Manchmal enden solche Getriebenen früher oder später tragisch, frühzeitig von Krankheit gezeichnet und aus Mangel an Lebenskraft vorzeitig dem Verfall preisgegeben -
und in der nächsten Inkarnation stürzen sich solche blinden Kräfte wieder aufeinander und sind oft Ursache für viel Leid und so manche Probleme.

Es ist ein gefährliches Vergnügen und ein leidenschaftlicher Mensch läuft leicht Gefahr, ein ganzes Heer verschiedenster Larven zu bilden oder anzuziehen.

Wir bilden zwar alle durch Fühlen und intensives Denken Larven und Schemen.
Aber ein glückliches, ruhiges und ausgeglichenes Seelen- und Gedankenleben und -Liebesleben wäre am vorteilhaftesten. Wichtig ist auch, all diesen Kräften in unserem Mikrokosmos, sozusagen, als Herr im Hause, eine nützliche Richtung zu geben.

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29. Dez 2011, 15:51

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Im pubertierenden Alter hörte ich oft, das einem der zu oft „Wichst“ Haare zwischen den
Fingern wachsen würde, oder das man davon blind werden würde, oder- oder- oder….
Wie durch ein Wunder blieb ich G. s. D. von all diesen Nebenwirkungen und
Folgeschäden verschont. :denk

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29. Dez 2011, 16:01

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 Re: Welches sind die besten der sieben Todsünden?
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Auf diesem Trip „wider der Natur“ scheinen heute immer noch manche zu sein. :weia

Zitat:
"Im antiken Griechenland galt die Masturbation als vollständig akzeptierte (aber selten thematisierte) Spielart gesunder Sexualität.

Ab dem späten Mittelalter wurde sie genauso wie alle anderen Formen der Sexualität, die nicht ausschließlich der Fortpflanzung dienten, von der römisch-katholischen Kirche als Sünde betrachtet. Über den späteren französischen König Ludwig XIII. ist dagegen bekannt, dass dessen Leibarzt schrieb, Kindermädchen sollten zur „abendlichen Beruhigung“ Jungen im „Kitzeln des Penis“ unterweisen.

In der Aufklärung erfuhr sie eine Brandmarkung als „soziale Gefahr“ und „unnatürliches Verhalten“ jenseits der rein religiösen Verurteilung.

Im Jahr 1712 erschien in England das vermutlich von dem geschäftstüchtigen Quacksalber und Schriftsteller John Marten geschriebene und anonym veröffentlichte Pamphlet Onania, das nach und nach in alle europäischen Sprachen übersetzt wurde und große Verbreitung erfuhr. Darin wurde behauptet, dass exzessive Masturbation vielfältige Krankheiten wie Pocken und Tuberkulose verursachen könne. Bezeichnend ist, dass John Marten gleichzeitig zahlreiche kleinere softpornografische Schriften veröffentlichte und in Onania eine von ihm erfundene „Medizin“ gegen die angeblich aus der Masturbation resultierenden Krankheiten anbot. Selbst die großen Aufklärer der Zeit glaubten dem anonym veröffentlichten Werk. Denis Diderot nahm die fragwürdigen Thesen sogar in seine Encyclopédie auf.

Im 18. und 19. Jahrhundert fand in der Folge in ganz Europa geradezu ein „Feldzug gegen die Masturbation“ statt. Es erschienen unzählige wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen, die die angeblichen Gefahren der Masturbation anprangerten und Methoden zu ihrer Verhinderung anboten. Gleichsam als Bibel kann die ab 1760 in unzähligen Auflagen verbreitete Schrift L'Onanisme des Lausanner Arztes Simon-Auguste Tissot gelten.

Erst von jener Zeit an wurde die betreffende Bibelstelle über Onan nicht mehr als Coitus interruptus begriffen.

Falsche Vorstellungen kursierten über Jahrhunderte, dass „Selbstbefleckung” die gesunde geschlechtliche Entwicklung eines Knaben behindere und zur Gehirnerweichung und zum Rückenmarksschwund führe. Auch Krebs, Wahnsinn oder Lepra sollten angeblich die Folge der Masturbation sein. Erst nachdem Robert Koch 1882 den Tuberkelbazillus entdeckte, behaupten die Mediziner nicht mehr, dass Masturbieren Tuberkulose hervorrufe.

Neben gesundheitlichen Gefahren wurden auch moralische Argumente gegen die Masturbation vorgebracht: sie sei egoistisch, verleite zur Disziplinlosigkeit und stelle ein „nutzloses Vergnügen“ dar. Die Masturbation fördere die Abkapselung des Masturbators von der Gesellschaft, da er zu seiner sexuellen Befriedigung keinen Partner benötigt.

Sigmund Freud befasste sich eingehend mit der Masturbation und führte die Gegenthese, Masturbation sei in der Jugend natürlich und für Kinder förderlich, um die eigene Sexualität zu entdecken. Exzessive Masturbation sah er jedoch als mögliche Ursache für Neurasthenie an.

Bis weit ins 20. Jhd. hinein war der Glaube weit verbreitet, dass Akne durch Masturbation hervorgerufen werde. Die Hypothese konnte sich wohl deshalb so lange halten, weil Jugendliche in der Pubertät fast immer unter Akne leiden und gleichzeitig in der Pubertät auch häufig masturbieren... Bis in die 1980er Jahre wurde Masturbation auch in medizinischen Kreisen gelegentlich als unreife, im Erwachsenenalter pathologische Form der Sexualität betrachtet.

Historische Bewertungen

Philosophische Bewertung

Der Philosoph der Aufklärung Immanuel Kant sah Selbstbefriedigung als eine sittliche Verfehlung. Für ihn ist der natürliche Zweck des Sexualtriebes, dem nicht zuwider gehandelt werden dürfe, die Fortpflanzung. In seiner Metaphysik der Sitten legt er dar, dass die „wohllüstige Selbstschändung“ (d. h. die Masturbation) eine Verletzung der Pflicht des Menschen gegen sich selbst sei, weil er seine eigene Persönlichkeit aufgebe, indem er sich selbst als reines Mittel zur Befriedigung seiner Triebe gebrauche.

Heutige Bewertungen

Wissenschaftlich geklärt und allgemein bekannt ist, dass Masturbation nicht mit gesundheitlichen Schäden verbunden ist. Beim Mann kann regelmäßiges Masturbieren sogar dem Prostatakrebs vorbeugen. Viele Menschen sind der Auffassung, dass Selbstbefriedigung kein Ersatz für etwas ist, sondern eine eigenständige Form der Sexualität, die dem persönlichen Lustgewinn dient und für die Entwicklung einer gesunden Sexualität hilfreich ist.
...
Masturbation wird dann als störend oder sogar krankhaft gewertet, wenn sie öffentlich bzw. zwanghaft ausgeübt und zur Sucht wird. Vom psychologischen Standpunkt aus ist Suchtverhalten in jedem Lebensbereich mit Risiken und möglichen Gefährdungen ... verbunden, daher auch im Hinblick auf die Selbstbefriedigung. Für Menschen, die ihre Masturbationsgewohnheiten als Sucht einschätzen und von ihnen loszukommen versuchen, gibt es inzwischen Selbsthilfegruppen ähnlich den Anonymen Alkoholikern.

Von zweifelhafter Einschätzung sind in diesem Sinne auch Masturbationsrekorde, wie sie etwa vom Guinness-Buch der Rekorde inzwischen publiziert werden. Dort wird davon berichtet, dass ein Mann innerhalb von 24 Stunden zu 36 Ejakulationen gekommen sei, womit er den früheren Rekord, der bei 27 lag, abgelöst hat. Der neue Rekord wird allerdings noch wegen etwaiger unzulässiger eingesetzter Hilfsmittel von einem Gericht geprüft.

Religiöse Bewertungen

Nach Auffassung der römisch-katholischen Kirche stellt die bewusste und freiwillige Selbstbefriedigung eine „unreife“ und „fehlgeleitete“ Form der Sexualität dar, die die Würde des Menschen als Geschöpf Gottes verletzt.

In einer bestimmten Interpretation der paulinischen Tradition, ..., die jedoch ausdrücklich nicht von römisch-katholischer Seite gelehrt wird, gilt ferner allgemein jedes geschlechtliche Tun, das nicht der Fortpflanzung dient, als schwere Sünde der Unzucht.

Für einige Wissenschaftler ist die Negation des Auslebens der Sexualität gerade in der römisch-katholischen Kirche Ursache von Persönlichkeitsveränderungen bei Angehörigen des Klerus."
aus *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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31. Dez 2011, 00:47

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Im pubertierenden Alter hörte ich oft, das einem der zu oft „Wichst“ Haare zwischen den
Fingern wachsen würde, oder das man davon blind werden würde, oder- oder- oder….
Wie durch ein Wunder blieb ich G. s. D. von all diesen Nebenwirkungen und
Folgeschäden verschont. :denk


Ich nicht! bin Brillentraeger :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Spaetfolgen! :mrgreen:

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22. Feb 2012, 11:08

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Zur Sünde Habgier fällt mir gerade ein, dass mein Mann erzählt hat, dass seine Kollegen bei der Eisenbahn, immer ärger werden. Die stehlen wie die Raben.

Werkzeuge werden ausgeborgt, mit nach Hause genommen, und nicht wieder gebracht. Letztens wurde sogar die Klobürste gestohlen!!!! :mrgreen:

Der Besen um die Werkstatt zusammenzukehren ist weg, die Winterstiefel eines Kollegen verschwanden, .... und noch Vieles andere mehr.

Das ist einfach nicht in Ordnung. Auch in der Firma darf man nicht stehlen.

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