@mohnblume
Ich bin jetzt schon daran, Ideen zu suchen für den virtuellen Adventskalender.
Da ist mir in den Sinn gekommen, dass ich ja ein tolles Buch habe, geschrieben von einem Basler Stadtarchivar:
Das süsse Basel von Eugen A. Meier
Er hat dort 2222 in Basel aufgeschriebene Rezepte gesammelt und dazu die Jahreszahl der Aufzeichnung angegeben. Viele Rezepte hat er mit erfahrenen und renommierten Konfiseuren aus probiert und deren Kommentare angefügt, damit die Rezepte auch heute ausführbar werden)
Hier das Rezept:
Zitat:
Zuckerkonfekt (1577)
0.1 dl Tragant
0.5 dl Rosenwasser
100 g Staubzucker
5 g Macis
5 g Sandel
Nimm Gummitragacant, so vil du wilt. Lege es in Rosenwasser, biss es weich wirt, und rüre es, wie ein Teyg. Nim davon ein Haselnuss gross, stosse es in einem Mörsel, sprenge darauf gestossen Zucker, so vil gnug ist, und Bysern (= Moschus) in Rosenwasser zertrieben und grän. Misch es durch einand, mach darauss ein Teyg und schneide in nach Deim Gefallen. So Du sie besser haben wilt, thu mehr Zucker und Bysern dazu und ein wenig Muscatblust und Ammelmeel oder roten Sandel- Mische es wol durch einander, biss es gleich einem Teyg wirt. Danach zerschneidin, wie Du wilt, und dörre sie an dem Schatten.
Kommentar: Tragant und Rosenwasser mischen und mindestens eine Stunde ziehen lassen. Gewürze beigeben. Staubzucker darunterrühren. WEnn der Teig nicht fest wird, noch etwas Staubzucker zugeben. Zwischen zwei Backpapieren etwa 5 mm dick auswalle und bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Der Aromatisierung sind keine Grenzen gesetzt.
Xander Klein, Läckerli-Huus.