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Christen und Christinnen ....

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3. Dez 2011, 19:33

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 Christen und Christinnen ....
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Christen und Christinnen ....

Ja, es geht hier auch um Sprache ....

In manchen kirchlichen Mitteilungen wird gerne von "Christen und Christinnen" geredet.

Ich finde das unnötig und überkorrekt.

Die pööööööööse pöööööööööööse "männliche" Silbe -er ist bei "Christen" doch gar nicht verhanden!

Oder denkt ihr bei "die Christen" nur an Männer?

Wozu muss man die Christenheit nun noch künstlich in Männlein und Weiblein trennen?

So wie in Weiße und Neger ... oder so ....

Ich halte das für eine Art von Sexismus, der langsam ähnlich schlimm wie der Rassismus wird - sprachlich gesehen ....

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3. Dez 2011, 19:56

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 Re: Christen und Christinnen ....
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@ waldbaum

Nun, wenn es heisst:
"Liebe Christen,...!"
sind für mich alle (!) angesprochen-Männer und Frauen!


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3. Dez 2011, 20:00

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Eben, eben, sag ich doch! :nick

Warum muss man dann künstlich trennen und sagen:

"Liebe Christen und Christinnen!" .... oder: "Liebe Christinnen und Christen!" ... oder: "Liebe ChristInnen!"

:weißnix

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3. Dez 2011, 21:44

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Die Doppelnennung der Frauen ist allgemein eine häßliche Marotte, mit der die Geschlechterdiskriminierung überhaupt erst in die Sprache eingeführt wird.

Daß Genus und Sexus zwei verschiedene Dinge sind, sollte sich auch linguistischen Laien erschließen, sei es, weil sie bei jenem drei, bei diesem nur zwei Geschlechter zählen, sei es, weil sie bemerken, daß der Himmel oder der Kerker keine Ähnlichkeiten mit einem Mann haben.

Am Artikel läßt sich das biologische Geschlecht nicht festmachen. Weder ist alles auf dieser Welt biologisch weiblich, obwohl der Artikel aller Substantive im Plural die lautet, noch bezeichnet das generische Maskulinum Männer oder das generische Feminimum Frauen – selbstredend tut es das nicht, deswegen ist es generisch.

Die Lehrer sind eines: Menschen, die lehren. Hier muß man keine Diskriminierung einführen, nach Mann und Frau kategorisieren. Wer das doch tut, muß sich die Frage gefallen lassen, warum er nicht auch nach anderen Kriterien einteilt, nach Gesundheit, Alter, Aussehen, Herkunft. Der Sprache die Möglichkeit zu rauben, den Menschen an sich zu bezeichnen, ist verachtenswert.

Und was sagt die Endung -er über das biologische Geschlecht aus? Nichts, sie benennt lediglich eine Tätigkeit. Wer lehrt, wird zum Lehrer; wer fährt, wird zum Fahrer; wer trägt, wird zum Träger. Daran erkennt man schon, daß -er keine Endung ist, die etwas über Männer aussagt, auch nicht über Frauen, nicht einmal über Menschen, denn Stahlträger, Scheibenwischer, Tintenstrahldrucker sind Gegenstände.

Christen und Christinnen führt diese Sprachidiotie, die Verachtung des Menschen und die Diskriminierung noch einen Schritt weiter. Schade, daß wir nicht fragen können, ob sich dahinter nachgeäffte Floskel oder wohlüberlegte Absicht verbirgt.


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3. Dez 2011, 23:11

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Komisch, in anderen Sprachen wird das ganz anders gesehen. Im Übrigen kann man ja auch schreiben "Liebe christliche Gemeinde" und schon ist die Klippe überwunden :wink:

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4. Dez 2011, 00:08

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Wieso ist eigentlich die sprachlich gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau fast nur
auf die positiv besetzten Gruppen / Opfergruppen gemünzt?
:denk

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4. Dez 2011, 00:25

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Kannst Du das bitte mal erläutern? Ich verstehe nicht, was Du meinst

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4. Dez 2011, 00:59

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Ich lasse das mal WIKI erläutern:
Zitat:
Bei der Bezeichnung diskriminierter Personengruppen kollidieren aus Sicht der Kritiker die Ansprüche der „Politischen Korrektheit“ bisweilen mit sich selbst: Zum Beispiel werde die weibliche Form fast ausschließlich bei positiv besetzten Gruppen ausdrücklich genannt; trotz der Existenz von Terroristinnen werde zum Beispiel bei „Terroristen“ oft ohne Widerspruch auf das Binnen-I verzichtet. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen würden bei Nachrichten dagegen Frauen oft extra hervorgehoben, in Tätergruppen jedoch nicht erwähnt.[38]
wikipedia


Zitat:
Ute Scheub: Der lange Marsch des großen I durch die Institutionen Abgerufen am 27. Dezember 2010. "Das große I verführt zu inkonsequenter ideologischer Anwendung. „Mörder“, „Täter“, „Verbrecher“ und „Aggressoren“ gibt es fast nie mit großem I. Oder hat schon mal jemand den Spruch „SoldatInnen sind MörderInnen“ gelesen?"
wikipedia

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4. Dez 2011, 01:03

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Alles klar, aber es liegt mit Sicherheit auch daran, dass viele Leute sich grundsätzlich nicht die Arbeit machen, diese Unterschiede sprachl. darzustellen

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4. Dez 2011, 01:09

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Beim positiven wird sich scheinbar aber diese Mühe gemacht... :denk

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4. Dez 2011, 01:13

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Igeline hat geschrieben:
Komisch, in anderen Sprachen wird das ganz anders gesehen. Im Übrigen kann man ja auch schreiben "Liebe christliche Gemeinde" und schon ist die Klippe überwunden :wink:
Andere Sprachen haben andere Mittel, so gibt es in der englischen Sprache keine Endung, um den Sexus auszudrücken, indes die polnische Sprache zwei, für das männliche und einen für das weiblichen Geschlecht, kennt. In der deutschen Sprache gibt es lediglich eine Endung für das weibliche Geschlecht, aber keine für das männliche.

Der Innenwahnsinn ist oftmals grammatisch nicht handhabbar, die Sprache wird mißbraucht und verdreht (Studierende), die lächerlichsten Kostrukte werden gebildet (Merkel ist die erste weibliche Bundeskanzlerin). Daß sich davon sogar die feministische Linguistik zurückzieht, verwundert da nicht.


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4. Dez 2011, 12:16

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 Re: Christen und Christinnen ....
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"weibl. Bundeskanzlerin" ist Pleonasmus und auf jeden Fall falsch. Bundeskanzlerin reicht doch, oder? :mrgreen:

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10. Jan 2012, 21:25

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Eine Frage.

Reicht es nicht, von "Christen" zu sprechen?

Gibt es wirklich Frauen, die meinen, sie seien dann ausgeschlossen?

-----------------

Ich werde da am besten mal eine klickbare Umfrage dazu machen. :-D :cool:

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11. Jan 2012, 14:56

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 Re: Christen und Christinnen ....
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Ich habe diese Frage gerade unter "Umfragen" beantwortet:
Tut es denn weh, wenn man auch die Frauen sprachlich berücksichtigt? Ich finde: soviel Zeit und Respekt muss sein. Es gibt Zusammenhänge zwischen der Positionierung der Frauen in der Gesellschaft und der sprachl. Nichtwahrnehmung/Unterdrückung der Frauen. Sind sie denn nicht wichtig genug, dass man ihnen die "Ehre" antun kann, sie auch zu "erwähnen"?
Dass in der Kirche Frauen ein "Nichts" waren, weil sie angebl. keine Seele haben, nicht legal Päpstin werden können und auch sonst nicht alle Aemter bekleiden können wäre allein schon ein Grund, mich zumindest von der kath. Kirche fernzuhalten - aber ich halte mich ja bekanntlich bei Allen Kirchen aussen vor

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