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Massenaussterben in der Urzeit

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29. Dez 2013, 03:46

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 Massenaussterben in der Urzeit
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In der Erd-Vorgeschichte gab es mehrere Massenaussterben:

Zitat:
Von einem Massenaussterben (auch Massenextinktion) spricht man, wenn in geologisch relativ kurzen Zeitabschnitten (das können durchaus Zeiträume von einigen hunderttausend Jahren sein) ein überproportional großes Aussterben stattfindet, so dass man die nachfolgenden geologischen Schichten durch das Fehlen bestimmter Organismen klassifizieren kann. Die Erdgeschichte wird unter anderem durch genau diese Aussterbeereignisse in Erdzeitalter gegliedert. Seit Entstehung der Erde sind mehrere größere und kleinere Massenaussterben geologisch anhand der Fossilien erkennbar.


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U. a. das Ordovizische Massenaussterben (im nächsten Beitrag nochmal ausfühlicher darüber) vor etwa 450 Mio. Jahren infolge eines Gammastrahls, das die Erde traf; sowie das größte Massenaussterben vor etwa 250 Mio. Jahren wohl wegen eines Ausbruchs eines Super-Vulkans; und natürlich bekanntlicherweise das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Mio. Jahren durch einen Asteroiden-Einschlag!


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29. Dez 2013, 03:47

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 Re: Massenaussterben in der Urzeit
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Nun detaillierter zum Ordovizischen Massenaussterben durch einen Gammastrahl, der damals auf die Erde traf, vor etwa 450 000 000 Jahren:

Zitat:
Das ordovizische Massenaussterben war bezogen auf den Prozentsatz der ausgelöschten Gattungen wie auch bezogen auf den Gesamtverlust an Individuen das zweitgrößte der fünf großen Massenaussterben der Erdgeschichte. In der Zeit zwischen 450 bis 440 Millionen Jahren vor heute traten wahrscheinlich zwei Aussterbewellen auf, die sich im Abstand von einer Million Jahren ereigneten.[1] In Bezug auf das Leben im Meer war es nach dem Aussterbeereignis an der Perm-Trias-Grenze das zweitgrößte Massenaussterben. Zu dieser Zeit war der Lebensraum aller bekannten Lebensformen auf die Meere und Seen begrenzt.[2] Etwa 85% der Arten, 60% der Gattungen und 26% der Familien aller meeresbewohnenden Arten starb aus[3], darunter zwei Drittel aller Armfüßer und Moostierchen.[2] Besonders betroffen waren auch Muscheln, Stachelhäuter und Korallen.[1] Die direkte Ursache des Massenaussterbens scheint die Bewegung von Gondwana gewesen zu sein, das sich in die Region des Südpols bewegte. Dies führte zu einer globalen Abkühlung und Vereisung und einem daraus resultierenden Meeresspiegelabfall. Der fallende Meeresspiegel unterbrach oder eliminierte Lebensräume entlang der Flachseebezirke entlang der Kontinentalsockel.[1] In Ablagerungen, die in der Sahara entdeckt wurden, fand man Hinweise auf diese Vereisung. Eine Kombination aus dem Absinken des Meeresspiegels und einer durch die Vereisung verursachte Abkühlung sind die wahrscheinlichen Gründe für das Massenaussterben des Ordoviziums.


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30. Jul 2017, 20:13

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 Re: Massenaussterben in der Urzeit
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Dazu gibt es auch andere Erklärungen:

Zitat:
Vor ca. 444 Millionen Jahren im oberen Ordovizium: Im ordovizischen Massenaussterben starben 50 % aller Arten aus, u. a. viele Brachiopoden. Die Trilobiten überlebten, doch ihre immense Vielfalt verringerte sich erheblich. Möglicherweise war das in dieser Zeit stattfindende Erscheinen von Landpflanzen dafür verantwortlich. Diese entzogen dem Boden Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen und ermöglichten damit eine chemische Verwitterung des Bodens, wodurch der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen wurde. Dies wiederum kühlte das globale Klima um ca. 5 Grad ab.[4] Anderen Autoren zufolge wird dieses Aussterbeereignis mit einer erdnahen Supernova in Verbindung gebracht.[5] Einige Forscher vermuten, dass Spuren einer vergangenen erdnahen Supernova noch durch Spuren bestimmter Metall-Isotope in Gesteinslagen nachweisbar sind. Anreicherungen des Isotops 60Fe wurden beispielsweise in Tiefseesedimenten des Pazifischen Ozeans festgestellt.


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Habt ihr von diesen, und auch von den anderen, die ich weiter oben genannt habe, Massenaussterben schonmal was gehört? Und, wenn ja: Von welchen? :wiwi


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22. Apr 2018, 23:48

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 Re: Massenaussterben in der Urzeit
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Nun zum Massenaussterben von vor rund 250 Millionen Jahren:

Zitat:
An der Perm-Trias-Grenze (auch PT-Grenze oder Perm-Trias-Ereignis genannt) vor rund 252 Millionen Jahren[1], an der Wende vom Perm zur Trias (zugleich die Grenze zwischen Paläozoikum und Mesozoikum), ereignete sich das größte bekannte Massenaussterben der Erdgeschichte.[2]

Es ist das einzige bekannte Massensterben, das auch Insekten betraf[3] und darüber hinaus große Teile der Fauna.[4] Etwa 75 % der an Land lebenden Arten sowie etwa 95 % der marinen Invertebraten starben aus (Großforaminiferen, paläozoische Korallen, Trilobiten, Eurypteriden und weitere); stark dezimiert wurden Bryozoen, Brachiopoden, Crinoiden und Ammonoideen. Mollusken waren von dem Artensterben weniger betroffen. Eine Zeit lang scheint es hauptsächlich Pilze an Land und in den Flachwasserzonen gegeben zu haben. Eine andere Deutung dieser fossilen Befunde ist jedoch, dass sich die Hyphen der Pilze besser für eine Fossilisation eigneten, zumal sie bereits im sedimentären Substrat lebten. Ablauf und Ursache des PT-Ereignisses sind aber noch immer unklar.[5] Studien gehen von einer[1] bis drei[6] verschiedenen Ursachen aus. Die Dauer der Perm-Trias-Krise konnte lange Zeit nur grob geschätzt werden, aktuellen Forschungsergebnissen zufolge geschah das Massenaussterben in zwei Etappen von jeweils 60.000 Jahren und wurde mit Hilfe neuer Datierungsmethoden der untersten Trias vor 251,9 Millionen Jahren zugeordnet.


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