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Tierische und pflanzliche Einwanderer

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18. Jan 2018, 16:55

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Und Wölfe will ich auch nicht hier haben! :nein

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18. Jan 2018, 18:34

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Waldveilchen hat geschrieben:
Zitat:
Wildtiere in der Stadt. Fuchs, du hast die Schuh' gestohlen

Berlin gilt als Wildschwein-Paradies, Kassel ist der Hort der Waschbären und Helsinki leidet unter einer Kaninchenplage.
Wildtiere zieht es immer öfter in die Stadt. Im Würmtal bei München wird das jetzt zum Problem.

Quelle


Und, was meint ihr zu den Wildtieren, die sich zunehmend in den Städten breitmachen? :wiwi


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4. Feb 2018, 13:53

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Holle hat geschrieben:
Wie steht ihr zu Waschbären , schwarzen Schwänen und Grauhörnchen?
Ich finde diese Tiere durchaus nett, aber fände es besser sie würden sich
nicht zum Nachteil unserer heimischen Arten ausbreiten.

Ein aktueller Fall aus der Schweiz dokumentiert daß vielen
"Tierfreunden" einschließlich der Presse die Folgen der
Auswilderung von Neozoen nicht bewußt sind:
Zitat:
Wie gefährlich sind schwarze Schwäne aus Australien? In der Schweiz tobt ein skurriler Streit über die richtige Federfarbe.

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



Bei Vögeln ist das sehr übersichtlich, schwarze Schwäne verhalten sich nciht unbedingt so aggressiv und können ihre Verwandten nicht wirklich vertreiben. Bei der Nilgans sieht es zwar etwas anders aus, da sie sich sehr erfolgreich vermehrt und auch sehr aggressiv andere Wasserbewohner vertreiben, sogar die grösseren Graugänse.

Waschbären, Marderhunde , Nerze sind aber wirklich eine Gefahr für die heimische Fauna, ganze Teichlandschaften vor allem in den östlichen Bundesländer Deutschland wo diese Tiere vorkommen sind inzwischen Wasservogelfrei, da sie regelmässig die Gelegezonen durchschwimmen und plündern. Der europäische Nerz und Fischotter die sicherlich auch mal ein Gelege plündern hatten aber in der Vergangenheit grosse Reviere und deswegen haben sie nie wirklich den Bestand der Wasservogelwelt gefährden können.


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4. Feb 2018, 13:56

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Nestor hat geschrieben:
Waldveilchen hat geschrieben:
Zitat:
Wildtiere in der Stadt. Fuchs, du hast die Schuh' gestohlen

Berlin gilt als Wildschwein-Paradies, Kassel ist der Hort der Waschbären und Helsinki leidet unter einer Kaninchenplage.
Wildtiere zieht es immer öfter in die Stadt. Im Würmtal bei München wird das jetzt zum Problem.

Quelle


Und, was meint ihr zu den Wildtieren, die sich zunehmend in den Städten breitmachen? :wiwi



Die EU Landwirtschaft und die Grüne Energiewende raubt den Wildtieren ihre Lebensgrundlage, in der Agrarsteppe gibt es keine Nahrung mehr, Mais , Raps was nicht in den Nahrungskreislauf gelangt sondern für die Energieerzeugung angebaut wird, darf mit Giften besprüht werden, so das es nur noch tote vergiftete Flächen sind. Die Stadt mit ihren Vorgärten und Parks bietet dagegen den Wildtieren noch Flächen wo sie Nahrung finden und nicht bejagt werden.


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8. Mär 2018, 23:47

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 Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Pat hat geschrieben:
Ich weiss nicht wie es in Deutschland aussieht, aber ich lese inzwischen oft dass man sie vermeiden soll.

Hier ist noch eine Liste mit Pflanzen die man meiden soll.

* Alianthus altissima / Götterbaum
* Ambrosia bartemisiifolia / Ragweed / Traubenkraut
* Buddleja davidii / Schmetterlingsflieder
* Heracleum mantegazzianum / Riesenbärenklau
* Impatiens glandulifera / Drüsiges Springkraut
* Lonicera japonica / Geissblatt / Honeysuckle
* Reynoutria japonica / Staudenknöterich
* Robinia pseudoacacia / Robinie / Falsche Akazie
* Rubus armeniacus / Armenen oder Gartenbrommbeere
* Solidago canadensis s.l. / Kanadische Goldrute
* Solidago gigantea / Riesengoldrute
* Forsythia x intermedia / Forsythie

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Von Honeysuckle gibt es inzwischen eine Art die sich weniger ausbreiten soll. Wenn ich Zeit habe suche ich mal. Ich wuerde mir schon auch gerne noch eine pflanzen. Ich liebe diesen Geruch.


Was ist wohl falsch am Schmetterlingsflieder, der Forsythie, und dem Geißblatt?

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9. Mär 2018, 13:05

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Die Kurzsichtigkeit und der akademische Scheuklappenblick mancher "Naturschützer" darf sich nicht als allgemeiner Werte-Maßstab durchsetzen. Immerhin tragen die meisten botanischen "Invasoren" u.a. zur Bereicherung und zum Erhalt der heimischen Insektenfauna bei - was wiederum auch das Nahrungsangebot zahlreicher Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Reptilien sichert.

Nach traditionell darwinianischem Denkmuster hat man bei pflanzlichen und tierischen Neuankömmlingen freilich ihre mögliche "feindliche Übernahme" fremden Territoriums im Auge, und eine eingreifende Regulierung kann in vielen Fällen sicherlich nötig werden. Nur muss man sich auch fragen, nach welchen Kriterien unsere Bio-Spezialisten die Bewohner eines Biotops als dort lebensberechtigt oder nicht beurteilen. Es gibt allein hier in Deutschland hunderte von Wildblühern, die wir als selbstverständlich einheimisch betrachten, obschon sie vor einigen hunderten Jahren hier noch gar keiner kannte, bevor sie von Handelsreisenden bewusst oder ungewollt "eingeschleppt" und von Botanikern aus fremden Landen mitgebracht wurden. Die Nachtkerze, Oenothera biennis, z.B., eine beliebte Wild- und Zierpflanze, ist eine Ureinwohnerin Nordamerikas. Das scheinen die Fachleute wohl auch nicht mehr zu wissen, sonst würde sie mit auf obiger Liste stehen. Ihre großen leuchtend schwefelgelben Blütenkerzen bieten reichlich Nektar für viele heimische streng geschützte(!) Nachtschmetterlinge, welche ohne sie vielleicht längst verschwunden wären. Oder nehmen wir die Robinie oder auch Falsche Akazie genannt, Robinia pseudo-akacia: Auch sie, ein Schmetterlingsblütler aus Nordamerika, ist als höchst wertvolle Bienenweide in unseren Breiten nicht mehr wegzudenken. Europaweit wird sie mittlerweile so intensiv kultiviert, dass tausende Bienenvölker von ihr abhängig sind und die einen hundertprozentigen hochwertigen "Akazienhonig" aus ihr produzieren. - Weshalb gerade Robinia auf der "Gefährlichkeitsskala" steht, ist zumindest von diesem Standpunkt aus unbegreiflich. Ja, und von unseren "heimischen" zahllosen Obst- und Gemüsesorten aus aller Herren Länder, die wir hier erfolgreich angesiedelt haben, ganz zu schweigen! Woran etwa denkt man bei der Tomate? - an IItalien; bei der Paprika? - An Ungarn und Spanien; bei der Kartoffel? - An Deutschland; aber alle drei Nachtschatten-Gemüse sind waschechte Amerikanerinnen. - Natürlich kann man von diesen sagen, dass sie gezielt eingeführt wurden und kontrolliert angebaut werden und ohne die menschliche Hilfe kaum lebens- und über-lebensfähig wären. Damit möchte ich nur andeuten, dass wir Menschen weder fähig noch berechtigt sind zu entscheiden, was der heimischen Natur nutzt oder schadet, angesichts der völlig geist- und leblosen Anschauungsweise unserer heutigen Natur-Wissenschaft.

Im Übrigen erinnere ich als Paracelsiker auch an die Weisheit der Natur, die uns Menschen - wodurch und unter welchen Umständen auch immer - zur rechten Zeit die rechten Heilpflanzen liefert. Nur ein einziges Beispiel: Im Zuge der zur Zeit zunehmend intensiven Sonneneinstrahlung über Mittel- und Westeuropa mehren sich dort auch vermehrt schwere Hauterkrankungen, vom akuten Sonnenbrand bis hin zum lebensbedrohlichen Schwarzen Melanom. Gesteigert wird diese Gefahr auch durch die immer häufiger unsachgemäße Anwendung künstlichen Sonnenlichts in sogenannten "Sonnen-Studios" bzw. Solarien. Merkwürdig nun, dass zeitlich parallel sich hierzulande ausgerechnet ein im Kaukasus ansässiger Doldenblütler breit macht, der just gerade den genannten Hautkrankheiten regelrecht auf den Pelz zu rücken und sie wirklich zu bekämpfen vermag: Die Riesen-Bärenklau, Heracleum mantegazzianum. - Merkt Ihr was? - Genau: Die Riesen-Bärenklau steht auf der Invasoren-Liste unter den gefährlichen Gefährdern der heimischen Flora. - Und hieraus ergibt sich schließlich folgendes: Weil die spirituelle Weisheit, die zwischen Mensch und Natur waltet, von der toten Wissenschaft weder erkannt noch durchschaut und verstanden wird, muss ihr auch der tiefere Sinn für das invasive Auftreten der Riesen-Bärenklau verborgen bleiben und diese als bedrohlichen "Eindringling" in unser "gesundes", "natürliches" Ökosystem missdeuten. Fatal, wenn sie den augenscheinlichen Wink der Natur weiterhin nicht wahrnimmt und das böse Un-Kraut als segensreiche Heil-Pflanze gegen ein modernes westliches Krankheitsgeschehen zu entdecken und anzunehmen versäumt...


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9. Mär 2018, 13:23

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Danke, Corylus - du hast schon recht damit! :thumbsup

Leider befassen sich die Wissenschaftler nicht damit und sie können die Zusammenhänge nicht erkennen.

Die Wissenschaft steckt halt noch in den Kinderschuhen und ist keinesfalls weise.


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11. Mär 2018, 06:53

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Für sowas ist kein Geld da. Die Industrie bestimmt mit ihren Zuwendungen, was erforscht werden soll. Selbstverständlich sollen die Ergebnisse in ihrem Sinn ausfallen.

Ohne Ehrenamtliche und engagierte Amateure gäbe es kaum unabhängige biologische Feldforschung.

Eine Schande für eine reiche Kulturnation!


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11. Mär 2018, 07:03

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Dass die Kartoffel aus Amerika kommt, sollte aber schon Allgemeinwissen sein.

Btw: Wenn jemand darauf besteht, dass in seinem Garten keine Exoten wachsen dürfen, dann sage ich auch gerne: Dann dürfen wir in Deutschland auch keine Kartoffeln und keine Tomaten pflanzen!

Btw: Ich habe einen sehr einheimischen Garten, aber mit schönen Hanfpalmen aufgemotzt, die ich aus dem Tessin mitgebracht habe, wo sie wild wachsen.

Und hier im sonnigen Baden wachsen sie auch im Freien!

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11. Mär 2018, 07:54

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Hoffentlich haben die den Kälteeinbruch gut überlebt. :)

Angeblich kann man aus den Samen gesundheitlich Wertvolles machen.


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11. Mär 2018, 08:06

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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würmeling hat geschrieben:
Hoffentlich haben die den Kälteeinbruch gut überlebt. :)


Bisher - ja! :nick
Meine Palmen sind winterhart bis zu minus 16 Grad. :thumbsup

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11. Mär 2018, 11:40

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Corylus hat geschrieben:
Die Kurzsichtigkeit und der akademische Scheuklappenblick mancher "Naturschützer" darf sich nicht als allgemeiner Werte-Maßstab durchsetzen. Immerhin tragen die meisten botanischen "Invasoren" u.a. zur Bereicherung und zum Erhalt der heimischen Insektenfauna bei - was wiederum auch das Nahrungsangebot zahlreicher Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Reptilien sichert...............

versäumt...


Lieber Corylos,

Ich muss dir zum Teil widersprechen, natürlich gibt es unter den Naturschützern welche die die Ansicht haben, nur heimische Gehölze und Tiere zu dulden, was ich auch für richtig bzw für übertrieben halte.
Es sind Biologen Wissenschaftler die sich ihr ganzes Leben lang mit der Tierwelt und Pflanzenwelt beschaffen und Erkenntnisse haben die wir nie über die öffentliche Medien erfahren. Ich selber habe mal an so einem Projekt mitgearbeitet.

Tatsach ist das Neozoen bereits schon Tierarten ausgerottet haben, wie den europäischen Nerz, den man versucht auf abgelegenden baltischen Inseln wieder anzusiedeln. Auch die kaukasische Bärenklaue vermehrt sich entlang von Flüssen und Feuchtgebiete und unterdrückt heimische Pflanzen.

Hier sollte man aber auch jede Art speziell sehen, ich selber verbreite ja auch nicht heimische Pflanzen, vor allem Frühjahrsblüher in den Wäldern, überall wo ich spaziere stecke ich Blumenzwiebeln und inzwischen gibt es in vielen Bereichen wo ich lebe verwilderte Schneeglöckchen, Osterglocken Wildtulpen usw Bestände.


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11. Mär 2018, 15:20

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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In meinem Vorgarten gibt es Echte Schlüsselblumen schon vom Vorbesitzer her. Da Wildbienen als Bestäuber jede Gelegenheit wahrnehmen und sich um Blütenfarben keinen Kopf machen, entstand auch eine Kreuzung mit dem Habitus von Primula veris und zinnoberroten Blüten, vermutlich unter Mitwirkung des Pollens roter Kulturprimeln aus einem benachbarten Garten.
Das kommt in den besten Pflanzenfamilien vor, ist aber bei Puristen nicht gern gesehen. "Solche Bastarde sind zu vernichten", las ich in einer diesbezüglichen Schrift. So schlimm wird es mit der Überfremdung schon nicht sein. Bei mir darf diese Kreuzung, die sich unterdessen vermehrt hat, auch leben.


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11. Mär 2018, 16:00

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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Lieber Kolibri, wo ist der Wiederspruch? -

Dass menschengemachte Artenverbreitung wie auch -ausrottung mitunter verheerend wirkt, ist ja selbstverständlich und hinlänglich unübersehbar erwiesen - jetzt mal von den gegenteilig positiven Folgen solcher Aktionen, die ja glücklicherweise weit häufiger eintreffen, abgesehen.

Aber vielleicht hast Du mich missverstanden darin, wo ich von der "Weisheit der Natur" spreche; denn damit ist gemeint, dass Neozoen bzw. Neophyten sich sehr wohl dort ansiedeln, wo sie von der Schicksalsfügung her momentan oder künftighin gewollt sind und dass sie in dieser Hinsicht an ihrem neu eroberten Platz durchaus ihren guten Sinn erfüllen - den allerdings unsere verhältnismäßig beschränkte Menschen-Klugheit nicht immer als richtig befinden kann und zumal die Natur allein Zeit und Stunde bestimmt, wann die Sinnhaftigkeit unserem Verstand einleuchtet und sich uns augenscheinlich offenbaren soll.

Die populäre Naturwissenschaft sollte es sich endlich abgewöhnen, die Natur mit all ihren hochkomplexen und subtilen Escheinungen pauschal nach ihren nur all zu oft starren und einseitig materialistischen Maßstäben zu beurteilen. Es steht uns nicht zu, sie als "unlogisch", "unvollkommen" oder "grausam" zu verurteilen und uns dem Irrglauben zu ergeben, sie da und dort "korrigieren" oder "verbessern" zu müssen - und es gar noch zu können. Ein passables Beispiel aus dieser Reihe bietet der "fachlich professionelle" Umgang der Wissenschaft mit dem dramatischen akuten Waldsterben im Bayerischen Wald während der 70ger und 80ger Jahre. Plötzlich standen dort die riesigen Fichtenbestände unter der Belagerung des Borkenkäfers, und man machte einstimmig allein ihn für den verheerenden Schaden verantwortlich. Da man den ungeheuren Massen jenes "Schädlings" nicht mehr Herr werden konnte, beschloss man die vollständige Rodung des befallenen Gebietes. Glücklicherweise gab es unter den verantwortlichen Naturschützern enormen Wiederspruch gegen jenes Vorhaben, und es gelang ihnen, die "Experten" zugunsten des Bestandes soweit zu überzeugen, dass sie von ihrem ursprünglichen Plan absahen - wohl auch unter dem Druck der allgemeinen Öffentlichkeit, von deren Obulus sie durchaus mit abhängig sind. - Nun, heute weiß man (die Experten!), dass der Wald vom Kern auf bereits krank war, weit bevor der Borkenkäfer das Feld übernahm, und dass der Borkenkäfer ausschließlich zum Sterben verurteilte Bäume befällt. Ja, und welches Wunder dabei: Das winzige unscheinbare Tierchen "weiß" den Gesundheitszustand eines Baumes bereits zu "erkennen", bevor nur irgendwelche äußeren Anzeichen darauf hinweisen. Und heute bildet die Natur auf dem Grund der umgestürzten toten Bäume einen Ur-Wald, in dem sich zahlreiche andere Pflanzen- und Tierarten wieder oder neu ansiedeln. - Jenes seitens der Wissenschaft tot-gesagte Biotop "Bayerischer Wald" genießt heute den hohen Status und staatlichen Schutz eines Nationalparks. -

Die fatalen Folgen vieler unserer gutgemeinten "Nach-Hilfe"-Operationen ab der Aufklärungsepoche beginnen wir heute betroffen und erschüttert gewahr zu werden, und es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Fehler einzusehen und den guten Willen aufzubringen, daraus lernen zu wollen.

Zuletzt noch ein Wort zur sogenannten "Ansalbung"; damit bezeichnen Botaniker das bewusste Verbreiten/Aussäen heimischer und fremder Pflanzenarten in Gebieten mit fehlender, mangelnder oder artenarmer Vegetation. Ganz sicher ist diese Aktion in der Regel durch allerbeste Vorsätze intendiert und kann z.B. in Städten, deren botanisch organisierte Areale nach dem Umland hin genügend abgegrenzt und deshalb invasive "feindliche Übernahmen" des natürlichen Milieus durch die lokal künstlich eingeführten Arten in der Regel ausgeschlossen sind, durchaus sinnvoll sein. Doch in der freien Natur selbst richten solche Ansalbungen vielfach genau den Schaden an, den die wohlmeinenden Pflanzenfreunde und Naturschützer selber beklagen und eigentlich verhindern wollen: Die Verdrängung einheimischer (nützlicher) Arten durch das gedankenlose Ansiedeln ortsfremder Gewächse.

:wiwi


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11. Mär 2018, 16:36

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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@Corylus:

Man kann auch des Guten zuviel tun und modischem Quark auf den Leim gehen.

Totholz im Wald ist ja gut und schön und notwendig. Doch allzu viel ist ungesund. Das ist die neue Mode, und die Wälder in meiner Umgebung werden derart mit Ästen und Zweigen vom gefällten Holz vollgeknallt, dass man als Pilzgänger nicht mehr durchkommt. Allerdings lohnt es sich auch nicht mehr, denn so viel kann der Wald nicht verarbeiten und erstickt. Dort findet man keine Pilzfruchtkörper mehr. Wo soll das noch enden? Der Mensch sammelt seit Jahrtausenden Totholz zum Heizen, und die Wälder haben sich darauf eingestellt.


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11. Mär 2018, 18:07

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 Re: Tierische und pflanzliche Einwanderer
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...Verstehe jetzt nicht recht, was Du damit sagen willst... :weißnix


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