Es hat ihn wohl wirklich gegeben.
Wenn auch nicht so:
Zitat:
Seine letzten Stunden mochte Doktor Faust nicht allein verbringen. Nachdem er mit befreundeten Studenten ausgiebig gefrühstückt hatte und spazieren war, lud er sie für den Abend ins Gasthaus "Zum Löwen" ein. Er habe ihnen dort eine wichtige Mitteilung zu machen.
Und so beichtete Faust den Studenten sein dunkles Lebensgeheimnis: Wie er den Wonnen von Wein und Weib zugetan war, welche unglaublichen Abenteuer zu Erde, Wasser und Luft er bestanden hatte, wie die Welt ihm schier zu gehorchen schien - und welchen Preis er dafür jetzt zahlen muss.
Denn seine Seele, ach, habe er an den Teufel verkauft, und diese Nacht wolle der kommen und den Wechsel einlösen.
Sein grausliges Ende solle den Studenten Mahnung sein, sich nicht von eitlem Schein und giftigen Reizen verlocken zu lassen, sondern brav und gottesfürchtig ihr Leben zu führen.
Nach Mitternacht geschah es: Ein gewaltiger Sturm raste ums Haus, dazu "ein grewliches Pfeiffen und Zischen, als ob das Hauß voller Schlangen, Natern unnd anderer schädlicher Würme were", wie ein Chronist es später notierte.
Als der Morgen anbrach, bot sich den verschreckten Studenten ein fürchterliches Bild: "Sie sahen keinen Faustum mehr und nichts, dann die Stuben voller Blut gesprützet. Das Hirn klebte an der Wandt, weil jn der Teuffel von einer Wandt zur andern geschlagen hatte. Es lagen auch seine Augen und etliche Zäen allda - ein greulich und erschrecklich Spectackel."
Die sterblichen Überreste des Doktors fanden sich draußen auf einem Misthaufen, sein Gesicht war auf den Rücken gedreht.
All dies geschah in Staufen im Breisgau am 5. April anno 1540.
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***Und in Staufen in der Faust-Stube habe ich auch schon einen guten Wein getrunken ....