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Hexen aller Arten

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23. Nov 2008, 14:49

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 Hexen aller Arten
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Ich wurde gebeten, mal etwas mehr über Hexen zu erzählen. Ich kann allerdings hier nur von mir persönlich sprechen, denn es gibt soviel verschiedene Strömungen, Traditionen und Ansichten, dass ich nicht verallgemeinern kann. Die anderen Hexen hier können ja ergänzend dazu schreiben.

Hexe sein ist für mich eine Lebenseinstellung. Das beinhaltet den Glauben an die alten Götter, die letztendlich verschiedene Erscheinungsformen des Großen Ganzen sind. Der Glaube an die Beseeltheit der Natur, der Glaube an die Wiedergeburt, an die Existenz von Geistern und Naturwesen und dann gehört natürlich noch die Magie dazu. Magie heißt aber nicht Hokuspukus sondern es ist die Beeinflussung der Realität durch den Geist und den Willen. Magie kann man zum eigenen Wohl durchaus anwenden, solange man niemand anderem schadet. Ich meine, dass man nur anderen helfen kann, wenn es einem selbst einigermaßen gut geht. Deshalb nutze ich die Magie auch für mich selbst. Allerdings bin ich sehr vorsichtig mit den Dingen, ich nutze sie nur in Ausnahmefällen, denn ich mag das nicht überstrapazieren und ich möchte auch nicht abhängig werden.

Ich versuche zu lernen, meine Fähigkeiten und meine Wahrnehmung zu entwickeln. Ich feiere mit meinen Freundinnen die Jahresfeste, was auch dazu führt, dass man wieder näher mit der Natur in Kontakt kommt. Einem Stadtkind kommt das doch sehr abhanden.
Heilmethoden, Edelsteine in ihrer Heil- wie in ihrer magischen Wirkung wie auch Kräuter spielen eine große Rolle. Meditation, Visualisieren, schamanische Reisen usw gehören auch dazu, aber es ist ein so weites Feld, ich kann gar nicht alles aufzählen. Es gibt viel zu lernen und meine eigene spirituelle Entwicklung steht im Vordergrund. Damit habe ich reichlich zu tun aber wenn ich gefragt werde und jemandem schon raten oder helfen kann, dann tue ich das.

Oft steht aber meinem Lernen der Alltag im Wege und ich komme nicht so vorwärts wie ich möchte. Vor allem an der praktischen Umsetzung hapert es, aber ich hoffe, dass es bald besser wird.

Zu diesem Glauben bin ich gekommen, weil ich 20 Jahre nach meinem Urlaub in Irland endlich erforschen wollte, warum ich vor den keltischen Kreuzen keinerlei Angst hatte, jedoch als Kind fast panische Angst vor dem christlichen Kreuz hatte. Ich besorgte mir Literatur über die Kelten und landete dann zwangsläufig bei den Hexen, bei Priesterinnen, bei Avalon. Und ich gebe zu, dass mich auch "Die Nebel von Avalon" beeinflusst haben. Daher bin ich vermutlich auch eher keltisch orientiert, wobei indianische und germanische Einflüsse durchaus willkommen sind.
Ich habe dann angefangen Hexenbücher zu lesen, z.B. von Starhawk und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, dass es das ist, was ich schon immer gesucht hatte.

Meine Göttin ist Hekate, die mich als gütige Mutter begleitet und beschützt und mir aus der Klemme hilft, wenn es eng wird. Ich habe sie mir nicht ausgesucht, sie kam zu mir. Ich träumte vor Jahren und morgens war der Satz "Hekate bringt die Lösung" in meinem Kopf. Ich wußte damals nicht, wer oder was Hekate ist, was das zu bedeuten hatte. Ich machte mich schlau und als ich wirklich einige Monate später existenziell bedroht war, fiel mir ein Buch in die Hände, in dem ein Zauber stand, bei dem man Hekate um Hilfe bitten kann. Zauber heißt in diesem Falle, eine kleine Handlung verbunden mit einem Gebet (Zauberspruch). Es hat geholfen!

Zu meiner christlichen Zeit habe ich nie Antworten oder Reaktionen erhalten. Vielleicht habe ich es auch einfach nicht verstanden. Aber als ich mich den Hexen zuwandte, bekam ich Reaktionen und Antworten. Sei es, dass ein bestimmtes Lied im Radio gespielt wurde, dass mir ein entsprechendes Buch in die Hände fiel, dass ich etwas träumte, ich mit jemandem in Kontakt kam, ich irgendwo einen Spruch las, egal wie, es fügte sich alles zusammen und deshalb sage ich, dass es jetzt das richtige für mich ist. Dabei bleibt offen, dass ich in 10 oder 20 Jahren vielleicht andere Erfahrungen mache und andere Dinge erkenne. Eine druidische Weisheit besagt, dass es so viele Wahrheiten gibt, wie es Individuen gibt.

Ich habe nun viele Dinge angsprochen und ihr könnt mich gerne fragen und auch eure Meinung schreiben. Man kann über alles diskutieren.


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23. Nov 2008, 16:11

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... ich bin von Hexen umgeben. Einige Meine Freundinnen zaehlen sich zu ihnen und so halte ich Einblick in deine/eure Welt. Dennoch ist da eine unsichtbare Barriere, die mich nicht weiter zu euerer Welt vorstossen laesst. Ich versuche sie zu ergruenden, hab da irgend eine Ahnung, dass diese Blockade mit meinem frueheren Leben zu tun haben koennte.

Das Keltische spielt dabei eine maechtige Rolle. Gut, wir Schweizer haben ja von den Helvetiern her auch Keltenblut in uns ... aber in meinem Fall ist da viel mehr. Da gibt es auch starke Erinnerungen an den Nordwesten Englands, als ob ich in diesem Raum schon mal gelebt haette.

Mit 14 Jahren, das war in den fuenfziger Jahren, reiste ich das erste Mal nach London ... kannte die Sprache nicht. Aber ich erinnere mich, dass mir damals der dortige Lebensstil, alles rund um mich so bekannt vorkam, als ob ich dort schon immer gelebt haette. In der Folge war ich denn auch oefters in England, lebte dann auch mal drei Jahre dort. War spaeter dann auch einige Male in Irland.

Es ist lange her, dass ich diesen Zipfel Europa's besuchte. Kann sein, dass es mich wieder mal dorthin verschlaegt, ganz bestimmt wieder nach Irland, von wo so eine eigenartige Stimmung und Ruhe ausgeht. Erst bleibt die grosse Sehnsucht ...

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23. Nov 2008, 23:59

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Das kenne ich. Hätte mir früher irgendwann jemand erzählt, dass ich ne Hexe werde, dem hätte ich einen Vogel gezeigt. Ich habe mich langsam rangetastet. Die erste Zeit habe ich alles alleine gemacht, gelesen, nachgedacht usw. Dadurch wusste ich immer, was ich wollte und was nicht. In einem Hexenzirkel (Coven) käme ich wohl nicht klar.

Mir ist Englisch immer sehr leicht gefallen und in Irland war ich damals, als ich 18 war, weil meine Lieblingsgruppe von da kam. Ich habe mich dort aber gleich zu Hause gefühlt und habe vor einigen Jahren auch geträumt, dass ich in einem blauen Mittelalterkleid an einem Kieselstrand in Irland langlaufe. Ich war rothaarig und schlank (schöne Vorstellung). Ich denke, ich habe dort wohl auch mal gelebt.

Vielleicht hast du irgendwann schlechte Erfahrungen mit Hexen gemacht oder du warst eine und wurdest verfolgt. Wer weiß das schon. Vielleicht ist es auch einfach nicht dein Weg.

Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne löchern.


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2. Dez 2008, 14:45

 
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Nach dem Glauben in meiner Gegend sind Hexen Frauen mit bestimmten angeborenen Fähigkeiten. Ein alter Bauer beschrieb sie so: Es gibt solche, die können schaden. Es gibt solche, die können heilen und helfen. Und es gibt solche, die können beides, schaden und helfen.

Diese Ansicht vertrete auch ich.


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2. Dez 2008, 17:52

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Ich glaube, dass wir alle diese angeborenen Fähigkeiten haben. Manche können sie über die Erziehung hinweg retten oder sie werden sogar gefördert, andere müssen sich später alles mühsam wieder erarbeiten (wie ich) und andere wollen sie gar nicht entdecken.

Ich glaube auch, dass jeder alles zum Postiven wie zum Negativen verwenden kann. Es liegt immer an jedem selbst, ob er anderen schaden oder helfen will. Der Erfolg bei der jeweiligen Handlung mag von der persönlichen Dispositon abhängen.


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2. Dez 2008, 19:19

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In uns Menschen schlummert das Gute wie das weniger Gute. Manche fuehlen es mehr und koennen es besser ausdruecken, als andere. Das ist vielleicht der einzige Unterschied.

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2. Dez 2008, 21:31

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bei mir (auf dem Land!) gab es anderthalbe Deutungen:
eine "alte Hex" war eine sowohl alte, schrumplige Frau, die überdies Unfrieden brachte ( durch üble Nachrede, Lügen, Gerüchte).
Wer weiß, welches Schicksal sie so werden ließ.
Aber wirklich "hexen" konnten sie nicht.


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2. Dez 2008, 21:53

 
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"Manche Menschen können mehr als nur Brot essen", sagte einst ein Ahn von mir und meinte damit die Hexen.


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2. Dez 2008, 22:39

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Was heißt denn "hexen konnte sie nicht"? Was stellen sich die Leute denn unter "hexen" vor? Mit dem Zauberstab wedeln und Krötenbeine kochen? :weia

Dass alte, runzelige Frauen oft als Hexen verschrien waren, haben wir wahrscheinlich auch der Kirche zu verdanken. Die wollten die alten Frauen loswerden und sich ihren Besitz aneignen oder sich der Verantwortung für mittellose Witwen entziehen. Und allein lebende Frauen waren den Menschen früher wohl ohnehin sehr suspekt.

Hat jemand schon mal den "Hexenhammer" gelesen? Ich kenne nur Auszüge von einer Hexenausstellung, die mal hier in Berlin gezeigt wurde.


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2. Dez 2008, 23:26

 
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Zitat:
Was stellen sich die Leute denn unter "hexen" vor?


Zum Beispiel das Beschreien von Menschen. Die Hexe lobt einen und "beschreit" ihn damit, so daß er kurze Zeit später krank wird oder ein Unglück erleidet.


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3. Dez 2008, 00:33

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Hasenfrau hat geschrieben:
Nach dem Glauben in meiner Gegend sind Hexen Frauen mit bestimmten angeborenen Fähigkeiten. Ein alter Bauer beschrieb sie so: Es gibt solche, die können schaden. Es gibt solche, die können heilen und helfen. Und es gibt solche, die können beides, schaden und helfen.

Diese Ansicht vertrete auch ich.


Das erinnert mich jetzt an die Geistheiler im Schwarzwald.

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Urzeit war es, da Ymir hauste. Nicht war Sand noch See noch Salzwogen.
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3. Dez 2008, 01:44

 
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Was die Geistheiler anbelangt, so gibt es bei uns den Glauben, daß sich die Gabe vom Vater auf den Sohn vererbt.

Dann kenne ich noch den alten Glauben, daß der 7. Sohn eines 7. Sohnes ein Böter (Heiler) wird, der Krankheiten besprechen kann.


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3. Dez 2008, 14:25

 Der 7. Sohn / Hexen
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Bei mir auf dem Land bedeutete "hexen", daß eben die Hexen (wo blieben die Hexer?) z.B. die Milch der Kühe sauerwerden lassen konnten, wenn sie bös wollten. Welch üble Nacchrede und Ausrede!
Die Kräuterfrauen waren, ob alt und häßlich oder nicht, sehr beliebt.

Wenn der 7. Sohn eines 7. Sohnes ein Böter wird, wird es keinen mehr geben.
Wer hat denn noch sieben Söhne und von denen einen siebten Enkel?

Der "Hexenhammer" der beiden üblen Autoren ist das gräßlichste Machwerk, das die Inquisition hervorgebracht hat!
Ich schäme mich immer noch dafür.

Lieben Gruß in die Runde
von
cyparis


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3. Dez 2008, 16:22

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Tarania hat geschrieben:
Das kenne ich ... Vielleicht hast du irgendwann schlechte Erfahrungen mit Hexen gemacht oder du warst eine und wurdest verfolgt. Wer weiß das schon. Vielleicht ist es auch einfach nicht dein Weg.

Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne löchern.


... es kommen, auch aufgrund einiger Postings, schlimme "Erinnerungen" auf. Immer und immer wieder. Hab mal versucht durch Rueckfuehrung diesen naeher zu kommen.

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3. Dez 2008, 21:45

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Also war es mal wieder die Reduzierung der Hexen auf Schadenzauber. Da hat die Kirche wirklich gründliche Arbeit geleistet.

Mohnblume, magst du etwas Genaueres dazu erzählen? Was für Erinnerungen? Wie war das mit der Rückführung? Ich überlege auch, ob ich mal eine Rückführung machen soll. Deshalb interessiert mich das besonders.

Wenn du es nicht öffentlich machen möchtest, kannst du mir auch gerne eine PN oder Mail schicken.

Keine Angst, ich will nicht missionieren, ich finde nur, dass man Ängsten auf den Grund gehen muss um sie loswerden zu können. Ich hatte Panik-Attacken und kenne mich mit dem Thema Angst ganz gut aus.


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3. Dez 2008, 22:03

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... Angst hab ich keine, Furcht und Ehrfurcht ja! Da gab es zweimal Feuer in meinen "Erinnerungen". Einmal in der Gegend von Birmingham/Manchester, das andere Mal in der Gegend von Frankfurt ...

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3. Dez 2008, 22:41

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Feuer? Meinst du Scheiterhaufen?

Und die Grenzen zwischen Angst und Ehrfurcht sind fließend. Ist Furcht nicht auch Angst? Ich sehe da keinen Unterschied, ist es nicht nur ein sprachlicher Unterschied wie Brötchen oder Semmel? Oder gibt es in der Psychologie z.B. unterschiedliche Definitionen? Muss ich doch mal nachforschen.

Ich bin bei dieser besagten Hexenausstellung in einen Raum gekommen und gleich am Eingang standen Schaufensterpuppen, bekleidet mit den Gewändern von Inquisitoren. Ich habe mich noch in meinem Leben derartig erschreckt. Ich war dann total verdattert und kann das bis heute nicht einordnen, warum ich mich so erschreckt habe. Vielleicht habe ich "früher" sowas schon leibhaftig gesehen?


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3. Dez 2008, 23:39

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... hast von diesem Museum in Salem, in der Naehe von Boston, schon gehoert oder gelesen? ...
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Und dann gibt es in San Gimignano noch ein Foltermuseum, das ich nicht unbedingt empfehlen moechte. Angesichts so mancher Grausamkeiten der Vergangenheit kommt mir derselbe Zorn hoch, wie ueber manche Aerzte.

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4. Dez 2008, 01:54

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Nee, davon habe ich noch nichts gehört. Ich werde dem Link morgen mal folgen.

Folterinstrumente gab es bei dieser Ausstellung auch. Pervers, was sich manche Menschen so ausdenken um andere zu foltern. Wie krank müssen die sein?

Ich habe mal gehört, dass Ärzte (und nicht nur zur Nazi-Zeit) Menschen ohne deren Wissen oder Zustimmung für Experimente missbrauchen. Da werden Menschen operiert, nur um irgendwelche abstrusen psychologischen Theorien zu bestätigen. Grauselig! Und dann waren da noch die Leute, die meinen, man müsste den Nazi-Ärzten noch dankbar für ihre Experimente sein, weil die die Wissenschaft doch so viel weiter gebracht haben. :wut

Wer hat den Menschen wohl mehr geschadet, Hexen oder Kirche oder Ärzte? Die Ärzte waren ja auch maßgeblich an den Hexenprozessen beteiligt, vor allem durch Denunziation. Die heilkundigen Hexen und Hebammen waren ihnen ja ein Dorn im Auge, wußten sie doch oft mehr als die studierten Männer und sie haben den Ärzten oft das Geschäft kaputt gemacht. Und weise Frauen in einer Männergesellschaft, das durfte ja nicht sein.

Da fällt mir gerade ein, dass damals bei der Kreißsaalbesichtigung gefragt wurde, was denn wäre, wenn keine Hebamme rechtzeitig frei wäre. Die Antwort der Hebamme war: "Dann muss der Arzt eben mal sehen, dass er alleine fertig wird. Die Ärzte schaffen das schon auch mal alleine." :mrgreen:


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4. Dez 2008, 02:14

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Tarania hat geschrieben:
Ich habe mal gehört, dass Ärzte (und nicht nur zur Nazi-Zeit) Menschen ohne deren Wissen oder Zustimmung für Experimente missbrauchen. Da werden Menschen operiert, nur um irgendwelche abstrusen psychologischen Theorien zu bestätigen. Grauselig! ...

... Da fällt mir gerade ein, dass damals bei der Kreißsaalbesichtigung gefragt wurde, was denn wäre, wenn keine Hebamme rechtzeitig frei wäre ...


Ich gehoere zu den intersexuellen Menschen und kann ein Lied singen, wie Aerzte Kinder und auch aeltere Menschen meiner Gattung ohne deren Zustimmung operierten. Selber bin ich auch ein Ueberbleibsel solcher operativer Vergewaltigungen ... einzig mit dem Unterschied zu vielen andeern, dass ich mich psychisch heil daraus herausgebracht habe.

Ach das mit dem Kreissaal ... da verabschiedete sich der Arzt um 20 Uhr von einer Frau und meinte, dass ihr Kind nicht vor morgen frueh geboren werden wuerde. Zehn Minuten spaeter begannen ihre Wehen. Keine Krankenschwester war zugegen ... irgendwo erinnerte ich mich an ... weiss nicht mehr an was, fing einfach an zu handeln ... die Krankenschwester kam fuenf Miunten spaeter und zusammen haben wir dann das Kind zur Welt gebracht. Erst wollte es nicht atmen, denn die Nabelschnur hat sich um seinen Hals gewunden. Sie beatmete das Kind, ich kuemmerte mich um die Frau ... das Kind koennte heute als bald vierzigjaehriger Mann nicht robuster sein! Wollte nur damit sagen, dass die Theorie das eine sind, die Praxis das andere.

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