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Welcher Religion fühlst du dich verbunden?

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 308 Beiträge ] 

Welcher Religion fühlst du dich verbunden?
evangelisch-landeskirchlich 11% 11% [ 17 ]
evangelisch-freikirchlich 5% 5% [ 7 ]
sonstwie evangelisch 3% 3% [ 4 ]
römisch-katholisch 20% 20% [ 31 ]
altkatholisch 1% 1% [ 1 ]
anglikanisch 1% 1% [ 2 ]
orthodox (christliche Ostkirchen) 1% 1% [ 1 ]
sonstwie christlich 5% 5% [ 8 ]
islamisch 1% 1% [ 2 ]
jüdisch 1% 1% [ 1 ]
buddhistisch 5% 5% [ 8 ]
hinduistisch 1% 1% [ 2 ]
heidnisch, natur-religiös ... usw .... 17% 17% [ 26 ]
sonstwie religiös oder sonstwie gläubig 7% 7% [ 10 ]
nicht gläubig 21% 21% [ 32 ]
Abstimmungen insgesamt : 152

12. Dez 2008, 23:48

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 Welcher Religion fühlst du dich verbunden?
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Nun werde ich versuchen, möglichst viele Richtungen zu nennen. :)

Wer seine Richtung nicht findet, nennt sie einfach im Forum. :)

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13. Dez 2008, 00:01

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He, das war aber schnell!

Ich bin der erste, der sich eingetragen hat. Und ausgerechnet jemand ohne Religion.
Aber diese Aussage stimmt nur bedingt, denn für mich ist alles auch Spirit. Aber das allein ist wohl keine Relgion. Insbesondere, wenn man die allgemein gültige Definition anwendet.

Vielleicht ein andere Mal mehr darüber. Bin jetzt gerade etwas in Eile, weil ich in meine Kirche gehen will (an den Strand).

Schöne Grüße
Werner

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13. Dez 2008, 00:58

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Werner hat geschrieben:
Bin jetzt gerade etwas in Eile, weil ich in meine Kirche gehen will (an den Strand).


Dann bist du aber doch eher natur-religiös als a-religiös, oder? :wink:

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13. Dez 2008, 01:23

 
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Ich wuerde mich auch als natur-religoes einstufen.


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13. Dez 2008, 01:38

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Eine Mischung aus evangelisch-lk und heidnisch- natur-religiös.
Geht das überhaupt? :oops:

Geklickt habe ich bei ev. !


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13. Dez 2008, 02:03

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Holle hat geschrieben:
Geht das überhaupt? :oops:


Alles geht!
Un wenn's nit glei geht ....
geht's a bissl später ...
oba's geht! :thumbsup

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13. Dez 2008, 02:55

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Ich folge meiner eigenen...

weil sie immer paßt (je nach Bedürfnis)... :wink:


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13. Dez 2008, 08:08

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Da rackert man sich ab wie blöööööd, um an alles zu denken. :???:

Und dann vergisst man doch eine Option: :???:

Die Cyparis-Religion! :weia

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13. Dez 2008, 10:44

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Hallo Yggdrasil

Mach dir nichts draus, es gibt ohnehin zu viele Religionen. Alle kannst du nicht aufführen.

Hallo Waldbaum

In gewisser Weise bin ich natur.... (verbunden, ein Teil der Natur etc....)
aber nicht religiös.

Religion wird in der westlichen Welt zwar auch nicht immer ganz gleich definiert, aber folgende Punkte sollten da sein, um von Religion zu sprechen:

1. Es muss sich um eine Lehre handeln.
2. weil Religion eine Lehre ist, braucht es jemand, der dies festgelegt hat (z.B. ein Relgionsgründer oder auch ein Gruppe von Menschen) und dieser/diese Religionsstifter hat/haben dies entweder aufgeschrieben oder die Lehre wird mündlich weitergegeben. Aber immer als Lehre, was auch Dogmen enthält.
Diese Dogmen (Glaubensätze) können zwar etwas locker gehandhabt werden, aber ein Glaube gehört dazu, ob nun festgeschrieben oder nur mündlich überliefert.
Der 3. Punkt ist also der Glaube.
4. Der Glaubensinhalt ist ein Gott oder Götter. Oder zumindest ein Wesen, das über der Materie steht. Dieses Wesen kann man auch als Energie oder dergleichen benennen. Aber bei allen Religionen ist dieses Wesen oder wie immer man dies bezeichnet, eine höhere Macht und unveränderlich ewig. Manche nennen es auch das wahre Selbst oder ähnlich. Auch dier Glaube an ein Leben nach dem Tode ist ein wesentlicher Teil des Glaubens und somit ein wichtiger Religionsinhalt.
5 Regeln und Riten, ebenso die Befolgung von Vorschriften oder Übungen gehören zu Religionen, sind ein wichtiger Bestandteil.
6. Das Gebet ist ferner ein wichtiger Bestandteil einer Religion. Das Gebet kann Bitte um Hilfe sein, oder auch eine Lobpreisung des Göttlichen. Dies setzt voraus, dass man dieses Göttliche für höher hält, denn anstonsten würde man weder bitten noch eine Lobpreisung aussprechen.
6. Bei den meisten Religionen geht es auch darum, etwas zu erreichen (höher zu kommen, besser zu werden, das "wahre" ewige Leben zu erlangen, zum Göttlichen zu kommen und so weiter...), wozu die Religion eine Hilfe oder bei manchen sogar der einzige Weg ist oder so dargestellt wird.

Nun gibt es noch sogenannte Naturreligionen, welche diese Kriterien nicht immer alle beinhalten. Ob eine solche Relgigion dann noch als Religion zu benennen ist, kann unterschiedlich betrachtet werden. Wenn man obige Kriterien und diese Definition streng anwendet, dann eigentlich nicht.
Jedoch gibt es auch Naturreligionen, welche die obigen Kriterien beinhalten und dann handelt es sich zweifellos um eine Religion.

Um nun auf meine Situation zu kommen, kann ich sagen, dass ich keinen der obigen Punkte auf mich anwenden kann.

Ich sprach zwar davon, dass ich davon ausgehe, dass alles auch Spirit ist, aber das ist kein Glaube, sondern meine Annahme. Niemand muss dies glauben oder als einzige Wahrheit anerkennen.

Das, was ich Spirit nenne, ist kein Gott oder keine Götter. Es ist lediglich ein nicht-materieller Teil von mir und von allem, das existiert. Aber dieser Spirit, diese zweite Seite von aller Materie, tut nichts, ist nicht höher, nicht allmächtig und dergleichen mehr und hat somit keine der Eigenschaften, die man einer Gottheit zuschreibt. Spirit erschafft somit nicht. Besser gesagt, nicht mehr als das, was der materielle Teil auch tut, denn beies gehört zusammen und somit tut immer dieses Gesamte alles gemeinsam. Wir erschaffen schließlich ständig irgend etwas, ohne es zu wollen. Manches erschaffen wir allerdings auch bewußt und willentlich. Und weil Spirit und Materie zusammen gehören und nur zusammen existieren können, tun sie zusammen all das. Aber nichts tut Spirit alleine. Spirit alleine kann es gar nicht geben, so wie es den Tag ohne die Nacht nicht geben kann. Und Materie allein kann es auch nicht geben, denn auch die Nacht kann es ohen den Tag nicht geben.

Nun kann man freilich sagen, dies sei auch ein Glaube. Denn ich behaupte dies so fest, dass es wie ein Glaube aussieht. Und wer will, der kann das einen Glauben nennen. Jedoch sind alle anderen Kriterien von oben nicht erfüllt und deshalb habe ich sicherlich keine Religion. Ich glaube auch nicht an ein Leben nach dem Tode als Individuum. Dass trotzdem alles weitergeht und sich alles verändert, dass aus dem Moder eines Baumens wieder irgend etwas entsteht (aber nicht wieder ein Baum, bzw. nicht NUR ein Baum) das ist kein Glaube, sondern Beobachtung. Und dies läßt sich sogar wissenschaftich nachprüfen und beweisen, falls man bei so einer einfachen Beobachtung überhaupt einen Beweis braucht.
Auch kann jeder feststellen, dass es ohne Tag keine Nacht gibt oder ohne Geburt keinen Tod. Die Polarität ist also kein Glaube, sondern eine Tatsache, die man nur zu sehen braucht, falls man die Augen aufmacht. Somit habe ich tatsächlich keinen Glauben, sondern beobachte. Es gibt nicths, das auf ein ewiges Leben eines Individuums hinweist. Es gibt jedoch täglich und stündlich Beweise, dass gestorben wird und ein Individuum aufhört zu existieren. So etwas muss ich also nicht glauben, sondern kann es beobachten.
Höchstens meine Behauptung, dass es überhaupt so etwas wie Spirit gibt, könnte man als Glaube bezeichnen. Aber dies allein macht sicherlich keine Religion aus.

Nun könnte man noch sagen, dass ich die Natur verehre, wenn ich von "meiner" Kirche spreche und damit die Natur, den Wald, das Meer etc. meine. Aber da bin ich anderer Meinung. Denn meine Verehrung ist nicht anders als die Ehre, die ich auch einer schönen Musik entgegenbringe. Ich bete die Natur oder das Meer nicht an. Ich bitte das Meer nicht um eine gute Fügung meiner Arbeit oder so etwas. Jedoch bin ich ergriffen, wenn ich Mozart oder Beethoven höre oder wenn ich am Strand sitze oder im Wald und mich dem hingebe, das ich Spirit nenne. Spirit ist zwar auch in dem Haufen Dreck, aber dieser ergreift mich nicht so sehr wie ein schöner Baum. Aber das ist lediglich unsere ethische Vorstellung, also menschliche Geschmacksache.

Ich hoffe, ich habe dies alles nun einigermassen verständlich erklärt.

Man sollte auch unterscheiden zwischen Religion und Philosophie. Eine Philosophie ist eine Weltsicht ohne die obigen Kriterien zu erfüllen. Was ich über Spirit und das Leben denke, ist also keine Religion, sondern eine Weltsicht.

Schöne Grüße
Werner


.

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13. Dez 2008, 13:02

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Hallo Werner ...... :)

Nun bin ich versucht zu sagen:

"Ich bin, der ich bin ..." :)

Aber sagen wir mal so:

Ich bin Waldbaum, Larix, Dundee, und Yggdrasil! :)

That's enough for a start, isn't it? :wink:

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13. Dez 2008, 13:07

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Werner hat geschrieben:
Hallo Yggdrasil

Mach dir nichts draus, es gibt ohnehin zu viele Religionen. Alle kannst du nicht aufführen.



Wohl wahr! :)

Hier zur Ergänzung noch 2 sogenannte Spaßreligionen:


*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

:-D

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13. Dez 2008, 19:40

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Ich bin heidnisch-naturreligiös.

Ich kenne eine christliche Hexe, die kein Problem damit hat, beides unter einen Hut zu bringen. Und sie ist bestimmt nicht die Einzige.


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13. Dez 2008, 23:53

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Hallo Tarania

Ich kenne ebenfalls Menschen, die zwei so verschiedene Religionen vereinen. Aber wenn ich dann genau hinschaue, dann ist dies nicht wirklich so. Denn wer Christ ist, der ist es, weil er / sie an Christus und demnach auch an diese Lehre glaubt.

Was solche Menschen tun, die sich Christen nennen, dann jedoch total gegen diese Lehre leben, ist eine neue Art von Religion erschaffen. Nämlich: Sich hier und da und dort was herausnehmen und das alles dann zusammenbasteln. Das kann man selbstverständlich tun. Nur ist man dann kein Christ, kein Buddhist, kein Heide. Sondern man ist etwas, das eigentlich eine neue Religion ist.
Ein gläubiger Christ, der wirklich nach dieser Lehre lebt, wird strikt ablehnen, eine Hexe zu sein oder sonstige heidnische Ansichten zu vertreten. Es sei denn, er oder sie kennt ihre eigene Religion überhaupt nicht oder fast nicht. Dies ist allerdings sehr oft der Fall. Aber wer einer Religion anghört, die er/sie gar nicht kennt, ist eigentlich kein Anhänger dieser Religion.

Zwar ist der Begriff "Christ" nicht rechtlich geschützt (soviel ich weiss, kann ich aber irren!), aber ich würde mich nicht als Mercedes-Besitzer ausgeben, wenn ich einen Volkswagen fahre.

Klar kann man aus jeder Religion etwas herausziehen, das einem paßt. Jede Relgion vertritt einige Weisheiten. Aber wer ein paar Sätze herausnimmt, sollte sich dann nicht dieser Relgion zughehörig fühlen. Das finde ich sehr unfair gegenüber den wirklichen Religionsanhängern, die ernsthaft der Lehre in der Gesamtheit folgen.

Es ist auch die Frage, ob sich deine Bekannte wirklich als Christin bezeichnet und sich auch als Christin fühlt. Vielleicht sollte man sie diesbezüglich mal fragen.

Schöne Grüße
Werner

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14. Dez 2008, 00:48

 
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Warum sollte eine Hexe nicht christlich sein? Hexe zu sein hat erst mal nichts mit Religion zu tun. Ich wuerde sie/ihn eher als Heiler, jemand mit Naturheilwissen, sehen. Sie koennen einer Religion angehoeren oder auch nicht. Hexen die zb einer Priesterschaft angehoeren nennt man dann auch Wicca.


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14. Dez 2008, 02:21

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Ich bin katholisch getauft, und bin immer wieder davon fasziniert, wenn in einer Kirche das Credo nach der Weise des Gregorianischen Chorals gesungen wird.

So wie es von Millionen und Millionen von Menschen in aller Welt jahrhundertelang in den gleichen Worten und nach der gleichen Melodie gesungen worden ist.

Ich finde, das hat was.

Ich mag solche Traditionen.

Und in dieser und zu dieser Tradition stehe ich.

Ja, hier stehe ich.
Ich kann nicht anders.
Gott und die Heilige Jungfrau und alle Heiligen helfen mir.
Amen.

:wink:

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14. Dez 2008, 08:33

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Zitat:
Die Church of Scotland ist die Nationalkirche in Schottland. Im allgemeinen, informellen Sprachgebrauch wird sie „the Kirk“ genannt. Sie ist nicht, wie die Church of England, die etablierte Staatskirche, hat aber eine besondere Stellung in der Hierarchie des schottischen Staates. Sie ist eine presbyterianische (reformierte) Kirche, keine anglikanische


*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Als echter Schotte wäre ich wohl wahrscheinlich Mitglied dieser recht streng protestantischen Kirche.

Schottland ist nämlich keineswegs ein katholisches Land, wie viele Leute meinen, die dabei an Maria Stuart denken.

Die Church of Scotland war dafür verantwortlich, dass noch bis vor kurzem am Sonntag alle Theater, Kinos, Gaststätten usw. geschlossen bleiben mussten.

Am Sonntag soll man nämlich nur beten und sonst gar nichts.

Noch früher wurden an diesem Tag sogar den Kindern die Spielsachen weggeschlossen.

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Gnädigster und durchlauchtigster aller Lords der Highlands and Islands, Bezwinger des Loch-Ness-Monsters,
Freund der Stewarts, Herrscher über Caithness, Orkney and Shetland,
Fürst der Fair Isle und der nördlichen Nordsee, Lord of Inverness,
gefürsteter Herzog von Drumnadrochit, Blairgowrie and Dunkeld


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14. Dez 2008, 11:11

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Werner hat geschrieben:
Denn wer Christ ist, der ist es, weil er / sie an Christus und demnach auch an diese Lehre glaubt.



Tja, und welche Lehre wäre das? Offensichtlich lässt der christliche Grundgedanke
unzählige Varianten zu und nur einige sind in eine feste Lehre oder in Dogmen
zementiert!
Wenn ich Gott und das Phänomen eines Christus als meinen kulturell geprägten
Ausdruck von einer spirituellen Lebenskraft begreife, dann bin ich offen darin
auch die "Götter" der Vergangenheit und anderer Kulturen zu achten.


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14. Dez 2008, 11:19

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Holle hat geschrieben:

Wenn ich Gott und das Phänomen eines Christus als meinen kulturell geprägten
Ausdruck von einer spirituellen Lebenskraft begreife, dann bin ich offen darin
auch die "Götter" der Vergangenheit und anderer Kulturen zu achten.


Ja, wer ist Gott anders - als auch Zeus und Wodan und Jupiter und Allah .... und ... und ... und ....

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14. Dez 2008, 23:05

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Hallo Holle und Larix

Wenn man in einer Religion nur von der Existenz eines Gottes ausgeht - oder von einer göttlichen Kraft, egal welcher Art und in wievielen Formen, Gestalten, Ausprägungen etc. - dann müsste man von einer Gott-Religion sprechen. Dann wäre es tatsächlich so, dass Wotan oder Zeus gleichbedeutend mit Gott sind. Obwohl man auch hier schon einen deutlichen Unterschied erkennen kann zwischen dem Glauben an EINEN Gott und den Glabuen an mehr Götter. Die Anhänger eines Mehrgottglaubens sind wahrscheinlich toleranter als die Anhänger einer Eingottlehre. Das ist nicht nur aus der Praxis dieser Religionen und somit aus dem tatsächlichen Leben abzulesen, sondern ist auch logisch. Denn wer nur an einen Gott glaubt, kann nicht gleichzeitig an mehrere Götter glauben. Wer jedoch an mehrere Götter glaubt, der kann diesen einen Gott (z.B. den christlichen Gott oder Allah, Jehova) mit einbeziehen.

Somit ist es nicht nur schwierig, sondern wahrscheinlich sogar unmöglich, zu einer allumfassenden vereinfachten Religion zu kommen. Denn zumindest werden sich die Anhänger einer Eingottreligion nicht mit den anderen Religionen mischen lassen.

Zitat:
Tja, und welche Lehre wäre das? Offensichtlich lässt der christliche Grundgedanke unzählige Varianten zu und nur einige sind in eine feste Lehre oder in Dogmen zementiert!
Wenn ich Gott und das Phänomen eines Christus als meinen kulturell geprägten
Ausdruck von einer spirituellen Lebenskraft begreife, dann bin ich offen darin
auch die "Götter" der Vergangenheit und anderer Kulturen zu achten.


Welche Religion wäre das? Wie ich soeben versucht habe, wird es eben nicht möglich sein, den christlichen Grundgedanken in andere Religionen zu integrieren.
Bevor wir jedoch weiter reden, sollten wir uns fragen, was denn der sogenannte "christliche Grundgedanke" ist.
Viele meinen, es sei die Liebe. Aber da bin ich anderer Meinung. Denn der Grundgedanke des Christentums ist Christus. Sonst würde man diese Lehre nicht christlich nennen!
Eine Religion, deren Grundgedanke die Liebe wäre, könnte ich mir vorstellen. Allerdings muss man dann nicht unbedingt eine neue Religion gründen oder suchen, denn es gibt den Humanismus und dieser hat den Grundgedanken der Liebe. Denn was ist Liebe anderes, als sich auch um andere Menschen zu kümmern und die egozentrischen Bedürfnisse zurück zu stellen. Allerdings ist der Humanismus ikeine Religion, sondern eine Weltanschauung und eine ethnische Lehre. Denn die Grundkriterien der Relgion fehlen. Insofern muss ich meine vorige Aussage, dass ich mir eine solche Religion vorstellen könnte, etwas revidieren, denn eine Religion wird dies dann sehr wahrschinlich niemals werden können. Allerdings ist es eiine offene Frage, ob wir eine Religion brauchen.
Zurück zu den vorigen Gedanken. Zu diesen dort angesprochenen Grundkriterien einer Religion gehört vordringlich der Glaube an eine göttliche Kraft - egal ob in einem Gott oder in mehreren Göttern ausgedrückt oder auch nur in einer Seinsform, wie z.B. im Buddhismus, der von dem Selbst spricht. Deshalb wird oft davon gesprochen, dass es im Buddhismus keinen Gott gibt, was nur bedingt richtig ist. Das Göttliche hat nur einen anderen Namen und ist nicht personifiziert.
Im Humanismus gibt es all das nicht. Und deshalb meine ich, dass der Humanismus viel mehr Chancen hat, zu einer wirklich weltweiten Bewegung zu werden. Insbesondere dann, wenn die Menschen endlich mal einsehen würden, dass der Egoismus und die egozentrische Sichtsweise und folglich die egozentrische Vorgehensweise nicht weiter führt und die Menschheit zur Katastrophe führen wird. Wir sind ja bereits auf dem Wege dorthin und die Religionen haben dies nicht aufgehalten und werden es auch nicht aufhalten. Es sei denn, sie mausern sich zum Humanismus. Aber das ist schwierig, so lange es Eingott-Leheren und Mehrgottlehren gibt, wie ich oben versucht habe zu erklären. Also sehe ich in den Relgionen keinen wirklich Ausweg aus der jetzigen ernsten Lage der Menschheit.

Ich möchte noch auf dien wirklichen Grundgedanken des Christentums zurück
kommen.
Wie ich schon sagte, es ist es die Existenz des Christus. Aber was ist die Notwendigkeit, einen Christus zu erfinden? Warum brauchen die Menschen ihn?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir auf wirkliche Grundlage des Christentums schauen, nämlich auf die Genesis. Diese ist in der Tat die eigentlich Grundlage des Christentums. Dort wird vom Paradies erzählt und was sich dort alles zugetragen hat. Es wird davon erzählt, dass die Menschen dem Gott nicht gefolgt haben und verbotene Dinge taten. Und um die Menschen aus dieser Schuld zu befreien, muss ein Erlöser kommen. Jesus musste sterben, um die Menschen von dieser vermeintliche (erdachten) Schuld zu befreien. Die ganze Geschichte von Jesus wäre nicht notwendig, wenn wir nicht an die Geschichte von der Genesis glauben würden. Wenn wir also nicht glauben würden, dass die Menschen böse sind. Ja, wenn wir an das Vorhandensein von Gut und Böse nicht glauben würden, dann bräuchten wir keinen Jesus, keinen Erlöser.
Man hat also die dualistische Sichtweise erfunden. Und als Folge davon muss es dann notegdrungen einen Messias geben, der das Böse bekämpft und schließlich besiegt. Die Christen halten Jesus für diesen Messias, die Juden warten immer noch darauf. Aber das ist nebensächlich. Wichtig ist, dass man die dualistische Sichtweise von Gut und Böse entwickelt hat.

Alle anderen Inhalte des Christentums sind nicht so unbedingt nur christlich. Sie können in jeder anderen Relgion auch vorhanden sein. Also ist es nicth das, was das Christentum ausmacht.
Und die kulturellen Sitten und Gebräuche haben nur ein christliches Gewand bekommen. Man kann auch ein Winterfest ganz ohne christlichen Gehalt feiern, was wir seit 20 Jahren tun und sehr zufrieden damit sind. Auch unsere Freunde, die wir dazu einladen (wir haben meistens bis zu 30 Leute bei unseren Festen), finden unsere Feste absolut Spitze und ziehen sie den christlchen Festen vor. Denn unsere Feste kommen aus der Natur und haben ihr Vorbild in der Natur und nicht in einer Lehre, die vom Kopf kommt und erfunden ist. Denn was sind denn die wirklich schönen Dinge beim Weihnachtsfest? Ist es nicht die Stille, ist es nicht die Jahreszeit, die Möglichkeit, viel besser nach Innen zu schauen? Ist es wirklich der Jesus, der geboren wurde, den wir feiern? Mal ganz ehrlich, wer feiert an Weihnachten die Geburt von Jesus als Hauptsache???
Übrigens feiern wir an Weihnachten die Sommersonnwende und im Juni das Winterfest, weil die Jahreszeiten umgekehrt sind. Weihnachten hier ist ein Sommerfest und hat nichts mit all den Gefühlen eines deutschen Weihnachten zu tun. Weil dies gar nicht möglich ist, denn es ist vom Prinzip her ein Winterfest und kein Sommerfest. Auch dies beweist, dass es mit den christlichen Werten nicth so weit her ist und dass wir eigentlich die Natur feiern sollten und nicht den christichen Überbau, der uns mehr von der Natur wegführt als uns in die Natur hin bringt. Kein Wunder, dass in der christlichen westlichen Welt die Natur so sträflich behandelt wird und wir dabei sind, uns selbst die Lebensgrundlage zu zerstören. Da hilft auch das Christkindlein nichts!!!

Schöne Grüße
Werner

PS: Wenn ihr wissen wollt, wie unser Sommerfest aussieht, dann könnt ihr dies hier herausfinden: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Dieser Artikel ist allerdings schon einige Jahre alt. Aber im Prinzip feiern wir immer noch so.

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15. Dez 2008, 15:07

 
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Wie geht das mit einer "Religion"?

- Es gibt irgendeine Offenbarung/Mitteilung über die spirituellen Welten (Jenseits, Götter, Geister usw.). Das kann die direkte "Stimme vom Himmel", die eigene innere Vision oder eine schon früher an andere gegebene Offenbarung sein, die mündlich oder schriftlich weitergegeben wurde.

- Diese Offenbarung über eine unsichtbare Welt bedingt nun weitere Aussagen, die sich daraus ergeben. Wenn ich durch Offenbarung weiß, daß meine Seele nach dem Tode weiterlebt, dann hat das Konsequenzen im derzeitigen Leben. Genauso etwa mit dem Wiedergeburts- und Karmaglaube. Oder die Existenz von Göttern und Geistern, die dazu führt, daß ich Sie in mein Leben mit einbeziehe. Es entsteht also eine religiöse Lehre.

- Bestandteil dieser Lehre sind dann auch religiöse Riten. Der Normalsterbliche sieht ihren Sinn und ihre Notwendigkeit vielleicht nicht ein, derjenige aber, der diese religiöse Lehre hat, erkennt die Notwendigkeit. Z. B. die kultische Reinheit (Fasten, Askese) um höheren spirituellen Wesen zu ermöglichen, in unserer Welt eingreifen zu können. Dogmen sind die Folge, wenn es um die Gemeinschaft geht. Bei einem gemeinschaftlichenn Ritual müssen alle, die daran teilnehmen, die Reinheitsvorschriften beachten, denn ein einziger Unreiner würde das Ergebnis gefährden. Hier sind also zwingende Vorschriften sicher im Interesse der Gemeinschaft nötig. Aber im eigenen Privatleben muß jeder immer selbst entscheiden dürfen.

Der Grundgedanke des Christentums ist nicht nur die Verehrung des Jesus als Prophet und Messias, sondern dessen Erlösung. Die Menschheit wurde von der Erbsünde befreit und die Verbindung in den Himmel durch Christus erst ermöglicht. Diese war nach christlicher Lehre zuvor unterbrochen.

Daß die heidnschen Kulturen allerdings schon in vorchristlicher Zeit ein Jenseitsparadies (z. B. das griechische Elysium) kannten, widerspricht dem.
Der Glaube an eine Erbsünde unterscheidet Heiden und Christen. Man kann glauben, daß man als Mensch grundsätzlich schlecht, sündig, schuldbeladen ist. Oder man kann glauben, daß man so "gut" ist, wie die Götter einen geschaffen haben, und alle "Sünde" erst selbst durch eigene Untaten gekommen ist. Einen Dualismus finden wir im Heidentum auch, nur nicht so stark, wie beim Christentum.

Ich plädiere für Toleranz. Ich kann in einen Hindutempel gehen, und dort den indischen Göttern opfern, die ja in etwa den germanischen entsprechen (was ich übrigens auch zuweilen tue), ich kann auch eine Kirche besuchen, und dort zu Gott beten, der natürlich (sogar vom Wortbegriff her, da "Gott" aus "Guod" und "Guodan" = "Wotan" entstanden ist) dem heidnischen Allvater entspricht. Sicher werde ich einzelne Sätze im Glaubensbekenntnis oder andern Meßtexten nicht mitbeten, das ist klar. Aber das sind Details, die in Anbetracht der Bedeutung einer Verbindung zu höheren Mächten unbedeutend sind.

Wenn ich allerdings als Hexe tätig sein will, sollte ich schon eine feste Vorstellung davon haben, ob es einen dreieinigen Gott gibt, oder Götter, ob der Mensch eine Erlösung benötigte, oder nicht, ob ich mich bei meinen Zaubern an Götter oder Heilige oder einen Jesus wende. ohne einen gefestigten Glauben kann man keine Hexe sein.

Lichtgruß, Geza


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