Hallo Gast! Das Registrieren dauert kaum eine Minute und ist kostenlos! Wir freuen uns auf Dich! ;)

Anmelden |  Registrieren

... und was ist mit den Slawen?

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 42 Beiträge ] 

19. Okt 2008, 00:49

Offline
 ... und was ist mit den Slawen?
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Zitat:
Die Kenntnis der slawischen Glaubenswelt stammt aus vier Hauptgebieten:

* Schriftliche Dokumente, die mit Methoden der Geschichtswissenschaft untersucht werden können, wie Chroniken, Urkunden oder kirchliche Traktate, sind im wesentlichen aus der Spätzeit des 10. bis 12. Jahrhunderts überliefert, auch wenn der älteste Bericht des Prokopios von Caesarea bereits aus dem 6. Jahrhundert stammt. Im 10. Jahrhundert beschrieben arabische Reisende wie Ahmad Ibn Fadlān das slawische Gebiet. Detaillierte Schilderungen der Götter und Kulte der Elb- und Ostseeslawen finden sich in den Chroniken des Thietmar von Merseburg, bei Saxo Grammaticus und in der Chronica Slavorum des Helmold von Bosau. Die vorchristliche Religion der Böhmen beschrieb Cosmas von Prag, die Nestorchronik und das Igorlied legen Zeugnis vom Kult der Kiewer Rus ab.
* Die Archäologie liefert Erkenntnisse über Kultstätten und Begräbnisriten, aber auch andere Bereiche des religiösen Lebens werden beispielsweise durch Funde von Waffen, Masken oder Schmuck erhellt.
* Die Ethnographie hat im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert einen reichen Fundus an Material über Volksbräuche und Glaubensvorstellungen gesammelt, die zum Teil auf vorchristliche Überlieferung zurückgeführt werden konnten.
* Die Sprachwissenschaft beschäftigt sich schließlich mit den überlieferten Bezeichnungen von Göttern und religiösen Begriffen und ermöglicht Vergleiche der lokalen Kulte untereinander und mit anderen Sprachgebieten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Slawische_Mythologie


go to top Nach oben
 Profil  
 

19. Okt 2008, 00:52

Online
 
Forstrat
Forstrat
Benutzeravatar
Titel: Admin-Lärche
Registriert: 09.2008
Beiträge: 76526
Wohnort: Schwarzwald
Geschlecht: männlich
 Profil Besuche Website  
@ ibella

Gibt es noch Reste des Glaubens an die slawischen Götter im heutigen Polen? :)

_________________
Plec'h moc'h hwi, Brokilien, Vivian ha Merzin?
Plec'h moc'h hwi Brokilien, hunvreou pell a gevrin?


go to top Nach oben
 Profil  
 

19. Okt 2008, 11:57

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
Zitat:
Detaillierte Schilderungen der Götter und Kulte der Elb- und Ostseeslawen finden sich in den Chroniken des Thietmar von Merseburg, bei Saxo Grammaticus und in der Chronica Slavorum des Helmold von Bosau.


Die "Chronica Polonorum" aus dem 12. Jh. weist die Polen als Nachkommen der Vandalen aus. Gleiches findet sich im Geschichtswerk des Jan Dlugosz aus dem 15. Jahrhundert: >Vandali, qui nunc Poloni dicuntur<, >Die Vandalen, die nun Polen genannt werden.< Adam von Bremen setzt im 11. Jh. in der Gesta hammaburgensis ecclesia pontificum Wenden und Vandalen gleich: >Sclavi qui olim dicti sunt Vandali< >Die Sklaven, die früher Vandalen genannt wurden<, ebenso tut dies Helmold von Bosau in seiner sogenannten "Chronica Sclavorum" (man beachte, daß sie nicht "Slavorum", sondern "Sclavorum" heißt!) im 12. Jh. In der hochmittelalterlichen Enzyklopädie des Gottfried von Viterbo steht: >Guandali dicuntur Sclavi in Latino, in lingua vero Theotonica vocantur Guinidi.< >Die Vandalen, die man Sklaven im Lateinischen nennt, werden in deutscher Sprache Wenden geheißen.< Die Slaven heißen in den alten Quellen immer "Sclaven", irgendwann ist dann das c weggefallen (wie ja auch im Englischen).

Da also die Polen nachkommen der Vandalen sind, haben sie auch die vandalischen Götter verehrt. Die Vandalen sind ein germanischer Stamm, der ursprünglich aus Skandinavien eingewandert ist. Somit verehrten die alten Polen die germanischen Götter. :)


go to top Nach oben
  
 

19. Okt 2008, 18:47

Offline
 
Förster
Förster
Benutzeravatar
Registriert: 09.2008
Beiträge: 4774
Wohnort: Hessen
Geschlecht: weiblich
 Profil Besuche Website  
Super Beitrag, Hasenfrau! :thumbsup

Einiges davon wußte ich noch gar nicht!
Danke!
:blumen


go to top Nach oben
 Profil  
 

19. Okt 2008, 19:10

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
:oops: :-D


go to top Nach oben
  
 

25. Okt 2008, 23:05

Offline
 ...aus Wikipedia
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Geschichte der Vandalen

Die Frühzeit

Nach Plinius dem Älteren und Tacitus siedelten Vandalen in den ersten Jahrhunderten nach Christus östlich der Oder, aber südlich der Burgunden.

Eine Zugehörigkeit zum Kultverband der Lugier ist möglich. Im 2. Jahrhundert sind unterschiedliche Teilstämme der Vandalen nachweisbar: Die Silingen in Schlesien und die Asdingen oder auch Hasdingen in Ungarn und Rumänien, von wo sie unter Mark Aurel während der Markomannenkriege ins Römische Reich eindrangen. Allerdings ist - wie bei fast allen germanischen gentes der Völkerwanderungszeit - unklar, welche Verbindungen zwischen den Völkern dieses Namens und jenen Verbänden, die dann in der Spätantike in den Quellen erscheinen, bestanden. Unter Konstantin ist jedenfalls eine Ansiedlung der Hasdingen in Pannonien bezeugt.

Vandalen und Völkerwanderung

Siehe auch: Völkerwanderung

Die Vandalen waren eine Völkergruppe, deren Herkunft und Abstammung nicht restlos geklärt ist. Im Gegensatz zur älteren Forschung wird heute versucht, die Prozesse, die zur Bildung ethnischer Identitäten führten, zu verstehen und nicht von wandernden, fertig ausgebildeten Völkern ausgegangen. Von Tacitus, Plinius und Ptolemaios werden die Vandilier im Weichselgebiet als Völkergruppe erwähnt, aber verschieden definiert. Wie bei den Gutonen-Goten erkennen wir zwar eine Namenskontinuität, können aber keine Aussagen über die ethnischen Prozesse hinter diesen Namen machen.

Um 400 n. Chr. kann man nördlich der unteren und mittleren Donau große Wanderungen und Umwälzungen feststellen, wahrscheinlich ausgelöst durch das Eindringen der Hunnen. Die Alanen, ein skythisch-sarmatischer Stammesverband, die Sueben und eben die Vandalen zogen gemeinsam westwärts, nach Gallien.

Die römische Politik versuchte seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. durch Föderatenverträge, die Anwerbung von Soldaten und den Handel mit Gewerbe- und Luxusgütern auf zumeist friedlichem Weg eine Hegemonie auch außerhalb der Reichsgrenze zu erreichen. Das Imperium Romanum war ein wirtschaftlich und politisch stabiler Raum mit einer enormen Sogwirkung auf "barbarische" Gesellschaften. Langsam entstanden spezialisierte Krieger, soziale Unterschiede und innere Konflikte, Stämme zerfielen und neue Einheiten, wie eben die historisch (also in Texten erwähnten) greifbaren Völker der Vandalen und Sueben, bildeten sich. Nicht Flucht vor Hunger und Kälte (häufige Idee spätantiker Literatur) war der Grund für die Aufgabe alter und den Aufbau neuer Identitäten, sondern der Aufbruch zu neuen Möglichkeiten in der mediterranen Städtelandschaft.

Eindringen ins römische Reich

In der Silvesternacht 406 überschritt ein vandalischer Verband gemeinsam mit einer großen Gruppe von Alanen und Sueben den Rhein und fiel in die römische Provinz Gallien ein (siehe Rheinübergang von 406); Grund war vermutlich Flucht vor den weiter vordrängenden Hunnen. Fränkische foederati, die sich ihnen entgegenstellten, wurden schließlich geschlagen. Die Geschichte des 5. Jahrhunderts ist eine Folge von Machtkämpfen, und jedes Mal wurden barbarische Truppen gegeneinander aufgeboten. Die unabhängig operierenden Gruppen der Goten unter Alarich I. in Italien und der Vandalen, Alanen und Sueben stellten nun einen eigenen Machtfaktor dar. Bei ihrem Zug nach Süden wurden einige Landstriche teils gründlich verwüstet.

409 zog der alanisch-vandalisch-suebische Verband weiter nach Spanien und begründete dort verschiedene kurzlebige Staatswesen. Ein suebisches Königreich in Galicien hatte bis ins späte 6. Jahrhundert Bestand. Dass der arabische Name für Spanien, Al-Andalus, der sich bis heute in der Autonomen Region Andalusien erhalten hat, eine arabische Bezeichnung für das 'Land der Vandalen' sei, wie in der Vergangenheit vermutet, ist heute eher umstritten. Nach einem römischen Feldzug, in dessen Verlauf auch westgotische Heere eingesetzt worden waren, brachen diese politischen Gebilde in Spanien zusammen; die silingischen Vandalen wurden in der Baetica fast restlos vernichtet, die asdingischen Vandalen vereinigten sich mit den Alanen. Gemeinsam setzten diese Gruppen im Mai 429 nach Africa über.

Das vandalische Königreich in Afrika und die Erringung der Seeherrschaft im westlichen Mittelmeer

Der junge König Geiserich führte die Vandalen (rund 15.000 bis 20.000 Krieger und ihre Familien - Prokopios spricht von insgesamt 80.000 Menschen) nach Afrika. Nach Prokop hatte der römische General Bonifatius die Vandalen "eingeladen", um sich so im Streit gegen das Kaiserhaus zu behaupten; dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, zumal Bonifatius die Vandalen nach ihrer Landung bekämpfte. Wahrscheinlich waren die Vandalen nur auf die Reichtümer der römischen Provinz Africa aus, des Herzstücks des westlichen Restreiches, welches Italien mit Getreide versorgte. Die Vandalen marschierten durch das heutige Marokko und Algerien und belagerten bzw. plünderten mehrere Städte. Einige Berber- und Maurenstämme schlossen sich ihnen an. Auch Vertreter der christlichen Glaubensströmung des Donatismus unterstützten die Vandalen, da sie sich unter deren Herrschaft Schutz vor der Verfolgung durch die römische Staatskirche versprachen. Bonifatius, der sich mit dem Kaiserhaus arrangiert hatte, bekämpfte sie nun, wurde aber aufgrund von Problemen in Italien abberufen, um gegen Aëtius zu kämpfen. Dort fand er den Tod.

Nach erfolgreicher Eroberung größerer Gebiete durch Geiserich schloss die Reichsregierung 435 einen Vertrag mit den Eroberern, der diesen Gebiete in Mauretanien und Numidien zugestand. 439 wurde aber unter Bruch des Vertrags Karthago erobert, die größte Stadt des Westens nach Rom, wobei den Vandalen auch die dort stationierte römische Flotte in die Hände fiel. Die Vandalen und Alanen errichteten ein Königreich in den reichen afrikanischen Provinzen Byzacena und Proconsularis (etwa im Gebiet des heutigen Tunesien), das 442 auch von Valentinian III. anerkannt wurde. Mit Hilfe der erbeuteten Flotte (die Vandalen unterhielten als einziger germanischer Nachfolgestaat eine nennenswerte Flotte) gelang ihnen die Eroberung von Sardinien, Korsika und den Balearen. In Nordafrika übernahm Geiserich die Kaisergüter als eigenen Besitz, tastete römische Privateigentum jedoch kaum an. Schnell übernahmen die Vandalen den römischen Lebensstil, schotteten sich jedoch durch ihren arianischen Glauben von der Oberschicht der Region ab.
Fantasiedarstellung aus dem 19. Jh. von der Plünderung Roms durch die Vandalen 455
Fantasiedarstellung aus dem 19. Jh. von der Plünderung Roms durch die Vandalen 455

455 plünderten die Vandalen und Alanen unter ihrem König Geiserich Rom. Der im 18. Jahrhundert aus dieser Begebenheit hergeleitete Begriff Vandalismus als Bezeichnung für "fanatisches Zerstören um seiner selbst willen" ist dabei historisch sowie sachlich nicht korrekt. Die Vandalen plünderten die Stadt Rom zwar gründlich und nicht ohne Brutalität (wobei die Bewohner aber auf Bitten des Papstes weitgehend geschont wurden), doch ohne blinde Zerstörungswut; vielmehr wurden systematisch Wertgegenstände geraubt. Das war auch kein reiner Beutezug, sondern auch ein Eingreifen in die höchste Ebene der Reichspolitik: Kaiser Valentinian III. hatte seine Tochter Eudocia als Braut für den vandalisch-alanischen Thronfolger Hunerich versprochen, und auch um diese vorteilhafte dynastische Verbindung nach der Ermordung Valentinians zu sichern, wurde die Hauptstadt angegriffen. Die Vandalen brachten wertvolle Beute nach Hause, ebenso wurden zahlreiche Menschen entführt, darunter die Witwe Valentinians, aber vor allem Handwerker, die im vandalischen Königreich benötigt wurden. Gleichzeitig wurden Sardinien, Korsika, die Balearen und schließlich auch Sizilien (wenn auch nur kurzfristig) in den vandalischen Herrschaftsraum einbezogen. Wichtiger war aber, dass die Vandalen nun endgültig die Getreideversorgung des Westreiches kontrollierten. Während der Plünderung von Rom kam auch Kaiser Petronius Maximus zu Tode. Dies geschah jedoch nicht, wie oft behauptet, durch die Hand der Vandalen (beispielsweise gibt es ein Bild aus dem 19. Jahrhundert, auf welchem seine Enthauptung gezeigt wird). Petronius Maximus wurde in Wirklichkeit auf der Flucht aus Rom von burgundischen Hilfstruppen gesteinigt.

Das vandalische Königreich wurde 468 Ziel einer großangelegten Militäroperation des Westreiches und des Oströmischen Reiches, die jedoch grandios scheiterte, vielleicht auch aufgrund der Taktik des Magister militum des Westens, Rikimer, dem nicht an einer Intervention des Ostreiches im Westen gelegen war. 474 wurde den Vandalen in einem Vertrag zwischen dem oströmischen Kaiser und Geiserich der Besitz der Inseln garantiert, doch waren die Vandalen wohl schon bald nicht mehr in der Lage, diese Regionen immer effektiv zu kontrollieren. Auch im Inneren kam es unter Geiserichs Nachfolgern zu Problemen, da die Vandalen Arianer waren, die Mehrheit der römischen Bevölkerung jedoch katholisch blieb; es kam zu mehreren Verfolgungen, wobei eine wichtige Quelle das (freilich tendenziöse) Werk des Victor von Vita ist. Vor allem aber mussten sich die Vandalen der immer heftigeren Angriffe der Mauren erwehren, die rasch die Kontrolle über das Bergland erlangten. Zudem kam es zu dynastischen Auseinandersetzungen um die Herrschaftsnachfolge. Ob der von spätantiken Quellen erhobene Vorwurf der Dekadenz zutrifft, darf allerdings bezweifelt werden.

Das Ende kam, als Ostrom Thronstreitigkeiten innerhalb des Vandalenreiches zum Anlass für eine erneute Militärexpedition nahm. 533/34 eroberten oströmische Truppen unter Belisar, einem Feldherren des Kaisers Justinian I., das vandalische Königreich. Der letzte König, Gelimer, wurde nach Konstantinopel gebracht, verbrachte seinen Lebensabend aber komfortabel auf einem Landgut. Nordafrika wurde wieder in das Imperium integriert. Der letzte bewaffnete Widerstand erlosch 546. In den Quellen gibt es von da an keine Vandalen mehr. Die Reste der germanischen Bevölkerung wurden wohl größtenteils nach Osten deportiert, während mehrere Vandalen in der kaiserlichen Armee dienten.

Geschichte der Vandalen im Überblick

* um 375: Die vor den Hunnen ausweichenden Goten drängen die Vandalen nach Westen
* Rheinübergang von 406: die Vandalen setzen mit den nicht-germanischen Alanen und den Sueben über den Rhein und plündern Gallien.
* 409 Zug nach Spanien. Der Name Andalusien erinnert, nach einer These, noch heute an die Herrschaft der Vandalen in diesem Gebiet.
* 429 dringen die hasdingischen Vandalen zusammen mit Silingen und Alanen unter König Geiserich von Südspanien aus nach Nordafrika vor und erobern die dortigen römischen Provinzen. Von 430 bis 439 ist Hippo Regius die vandalische Hauptstadt. Während der vandalischen Belagerung von Hippo Regius stirbt in der Stadt deren Bischof Augustinus von Hippo.
* 439 erobern die Vandalen die reiche Provinz Africa Proconsularis, das heutige nördliche Tunesien, und machen Karthago zur Hauptstadt des Vandalenreiches.
* 455 Besetzung und Plünderung Roms. Die Balearen, Korsika, Sardinien und Sizilien kommen zum Vandalenreich.
* ebenfalls 455 Konfiszierung katholischer liturgischer Gegenstände, und Kirchenschließungen.
* 474 erkennt der oströmische Kaiser Zenon die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika an.
* 477 Geiserich stirbt und sein Sohn Hunerich wird König.
* 483- 484 Große Katholikenverfolgungen unter Hunerich
* 24. Februar 484: Ein Dekret verlangt den Übertritt aller Katholiken zum Arianismus bis zum 1. Juni.
* 484 Gunthamund wird König.
* 496 König Gunthamund wird durch Thrasamund abgelöst.
* 523 König Hilderich erlaubt den Katholizismus.
* 530 Gelimer stürzt Hilderich und wird König. Erneute Repressalien gegenüber den Katholiken
* 534 endet die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika mit der Eroberung des Gebiets durch den oströmischen Kaiser Justinian I..
* 553 König Gelimer, der letzte König der Vandalen, stirbt im Exil (im Oströmischen Reich).

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


go to top Nach oben
 Profil  
 

25. Okt 2008, 23:27

Offline
 Alexander Gieysztor
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Professor an den Universitäten Breslau und Warschau

Die slawische Mythologie beschreibt die Mythologie der Slawen, also die Mythen und die religiösen Vorstellungen der slawischen Völker vor ihrer Christianisierung und ihr Fortdauern in Form „heidnischer“ Bräuche in christlicher Zeit. Überliefert ist ein polytheistisches System mit einer Vielzahl von Gottheiten, Naturgeistern und Naturkulten, das Übereinstimmungen mit der ursprünglichen indogermanischen Religion aufweist und Einflüsse benachbarter Kulturen erkennen lässt.
Die Kenntnis der slawischen Glaubenswelt stammt aus vier Hauptgebieten:

* Schriftliche Dokumente, die mit Methoden der Geschichtswissenschaft untersucht werden können, wie Chroniken, Urkunden oder kirchliche Traktate, sind im wesentlichen aus der Spätzeit des 10. bis 12. Jahrhunderts überliefert, auch wenn der älteste Bericht des Prokopios von Caesarea bereits aus dem 6. Jahrhundert stammt. Im 10. Jahrhundert beschrieben arabische Reisende wie Ahmad Ibn Fadlān das slawische Gebiet. Detaillierte Schilderungen der Götter und Kulte der Elb- und Ostseeslawen finden sich in den Chroniken des Thietmar von Merseburg, bei Saxo Grammaticus und in der Chronica Slavorum des Helmold von Bosau. Die vorchristliche Religion der Böhmen beschrieb Cosmas von Prag, die Nestorchronik und das Igorlied legen Zeugnis vom Kult der Kiewer Rus ab.
* Die Archäologie liefert Erkenntnisse über Kultstätten und Begräbnisriten, aber auch andere Bereiche des religiösen Lebens werden beispielsweise durch Funde von Waffen, Masken oder Schmuck erhellt.
* Die Ethnographie hat im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert einen reichen Fundus an Material über Volksbräuche und Glaubensvorstellungen gesammelt, die zum Teil auf vorchristliche Überlieferung zurückgeführt werden konnten.
* Die Sprachwissenschaft beschäftigt sich schließlich mit den überlieferten Bezeichnungen von Göttern und religiösen Begriffen und ermöglicht Vergleiche der lokalen Kulte untereinander und mit anderen Sprachgebieten.

Beziehungen zu anderen Kulturen [Bearbeiten]

Der augenfälligste Hinweis auf die Verbindung der slawischen zur indogermanischen Mythologie ist der Kult des Donnergottes, der bei den Slawen Perun genannt wurde. Zahlreiche andere Parallelen bestehen auch zur Mythologie der Iraner, Balten, Germanen, Kelten und den antiken Kulturen der Griechen und Römer. Beispiele dafür sind Orakelkulte, die Totenverbrennung oder die Vielköpfigkeit der Götterbilder. Die Sprachwissenschaft hat auch gemeinsame Wurzeln von Götternamen und anderen religiösen Bezeichnungen herausgearbeitet. Es ist aber nicht immer zweifelsfrei erkennbar, ob die Übereinstimmungen der gemeinsamen indogermanischen Basis entstammen oder aus späteren Kulturkontakten herrühren.

Kosmogonie und Kosmologie [Bearbeiten]

Der Schöpfungsmythos der Slawen ist ausgeprägt dualistisch. Eine gute und eine böse Macht heben die Erde aus dem Meer empor und lassen sie wachsen, wobei die gute Macht für die fruchtbaren Landstriche, die böse für Ödland und Sümpfe verantwortlich ist. Die beiden Mächte treten als Gott und Teufel auf, aber auch das Bild zweier Vögel ist überliefert, die Sand vom Meeresgrund picken und herauftragen. Auch an der Erschaffung des Menschen sind das Gute und das Böse gleichermaßen beteiligt: Göttlichen Ursprungs ist die Seele, der Teufel schafft den Körper und damit die Grundlage für alle Schwächen und Krankheiten bis hin zum Tod.

Die Vorstellung der Welt ist personifiziert. Der Himmel, die Erde und die Himmelskörper werden als übernatürliche Wesen vorgestellt. Der Erde ist die Göttin Mokosch, dem Himmel der Gott Svarog zugeordnet. Unter den Himmelskörpern genoss neben Sonne und Mond besonders die Venus kultische Verehrung.

Götter [Bearbeiten]

Hauptgötter [Bearbeiten]

Dass die lokalen Götterkulte einen gemeinsamen Ursprung haben, belegt unter anderem das Wort bog für Gott, das sich in allen slawischen Sprachen findet. Aus dem ursprünglichen slawischen Pantheon sind vier Hauptgötter bekannt:

* Svarog, Schöpfer allen Lebens, Gott des Lichtes und des himmlischen Feuers, Himmelsschmied
* Svarožić, auch Dažbog, der Sohn von Svarog, Sonnengott, Vermittler des göttlichen Lebens auf der Erde, Spender des Guten
* Perun, Gott des Gewitters, des Donners und der Blitze, Kriegsgott und oberster Gott der Slawen, sowie
* Veles, ursprünglich Beschützer der Toten, Gott des Viehs, der Fruchtbarkeit, des Reichtums, später auch Gott des Rechts

Svarog erscheint als Gott-Vater, der nach der Erschaffung der Welt untätig bleibt und die Macht an die jüngere Göttergeneration abgibt. Der oberste aktive Gott und Weltenherrscher ist Perun, der von Prokopius sogar als einziger Gott der Slawen angeführt wird. Neben ihm stehen der Sonnengott Svarožić und der Fruchtbarkeitsgott Veles. Diese Aufteilung entspricht der funktionalen Dreiteilung indogermanischer Gottheiten nach der Theorie von Georges Dumézil.

Götter der Ostslawen [Bearbeiten]

Neben den Hauptgöttern wurden in allen slawischen Gebieten regionale und lokale Gottheiten verehrt. Für die Kiewer Rus berichtet die Nestorchronik, Fürst Vladimir I. habe 980 sechs Idole aufgestellt. Neben Perun und Dažbog handelt es sich um:

* Stribog, mutmaßlich ein Windgott
* Chors, wahrscheinlich eine Mondgottheit
* Simargl, ein Gott in Tiergestalt, dessen Zuständigkeit unklar bleibt, und
* Mokosch als einzige Göttin im Kiewer Pantheon, die „feuchte Mutter Erde“, Göttin der Fruchtbarkeit und der Weiblichkeit, Beschützerin der Schafe und des Spinnens und Webens

Ob der mehrfach in russischen Quellen erwähnte Trojan als ein Gott, ein mythischer Held oder ein Dämon anzusehen ist, bleibt unklar. Oft wird er mit dem römischen Kaiser Trajan in Verbindung gebracht, der auch bei den Sarmaten und Alanen vergöttlicht wurde. In serbischen Sagen erscheint Zar Trojan als dreiköpfiger Dämon, der Mensch, Vieh, und Fische verschlingt.

Götter der Elb- und Ostseeslawen [Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den anderen slawischen Stämmen haben die Elb- und Ostseeslawen unter dem Druck christlicher Missionare einen organisierten Tempelkult mit einer eigenen Priesterkaste entwickelt. Die ursprünglichen Naturgottheiten wurden bei ihnen zu Stammesgöttern, oft bekamen sie auch neue Funktionen zugewiesen. In ihren Tempeln fanden Orakelriten statt, die über den Ausgang von Kriegen oder zukünftige Ernten Auskunft gaben. Die Hauptgötter der drei mächtigsten Stämme waren:

* Svarožić oder Radegast. Der ursprüngliche Sonnengott wurde zum Stammes- und Kriegsgott der Redarier, später bekam er im gesamten Stammesverband der Liutizen und auch bei den Obodriten eine führende Rolle.
* Svantovit, der Gott der Ranen. Sein Kult verbreitete sich im 12. Jahrhundert aus Rügen auch auf das Festland, sein Tempel in der Jaromarsburg wurde zum religiösen Hauptzentrum aller noch nicht unterworfenen Stämme.
* Triglaw, ein Gott der Pomoranen, wurde ursprünglich nur in Wollin, Vineta und Stettin verehrt, später auch in Brandenburg.

Aus einigen Regionen sind außerdem Nebengötter bekannt. Die Ranen verehrten Rugievit, Porevit und Porenutius, in Wolgast und Havelberg ist der Kult des Jarovit belegt, die Wagrier ehrten Prove und Podaga, die Polaben Siwa. Auf dem Gebiet der Lausitzer Sorben liegen zwei Hügel, deren Namen den von Helmold beschriebenen Gottheiten Bieleboh und Czorneboh entsprechen. Diese geographischen Bezeichnungen stammen jedoch aus späterer Zeit.

Naturgeister und Dämonen [Bearbeiten]
Moderne Statue des Rübezahl im Riesengebirge
Moderne Statue des Rübezahl im Riesengebirge

Die Dämonolatrie, also der Kult der Naturgeister und Dämonen, nahm in der vor- und außerchristlichen slawischen Religion einen breiten Raum ein. Während die Götterkulte bald nach der Christianisierung verschwanden, hielt sich der Glaube an die niederen Wesen, die die Naturkräfte verkörpern, bis in die Neuzeit. Viele der ursprünglichen Naturgeister wurden dabei im Volksglauben zu Gespenstern.

Elementargeister [Bearbeiten]

Die Verehrung der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer findet sich im gesamten slawischen Gebiet. Bezeichnend ist dabei die Personifizierung: Es wurden meist nicht die Elemente selbst, sondern die in ihnen wohnenden Wesen verehrt.

Als Erdgeister galten Wesen, die Felsen, Grotten, Steine und Berge bewohnten. „Heilige“ Berge waren zum Beispiel Sobótka in Schlesien, Říp und Milešovka in Böhmen, Radhošť in Mähren und Bieleboh und Czorneboh in der Lausitz. Berggeister traten als Gruppen in Gestalt von Nymphen auf – Kosmas nennt sie Oreaden – oder als Einzelwesen. Oft waren es Riesen wie der tschechische Rübezahl oder der russische Svjatogor, oder Zwerge wie die Permoniki, die von den Bergleuten verehrt und gefürchtet wurden. Ein materielles Zeugnis der Steinkulte sind die Schalensteine, die in Weißrussland bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu rituellen Handlungen verwendet wurden.

Wassergeister fanden sich in Seen, Brunnen, Quellen und Flüssen. Zauberkräftige Seen, die als Orakel fungierten, erwähnt Thietmar von Merseburg aus dem Gebiet der Daleminzier und Redarier, Opfer für Quellen und Brunnen werden aus Böhmen im 11. Jahrhundert, aus Russland noch im 13. Jahrhundert bezeugt. Die Wassergeister, als Vilen oder Rusalken bekannt, waren ebenso wie die Bergnymphen weibliche Gruppenwesen, der männliche Wassermann war dagegen ein Einzelgänger.

Zu den Luftgeistern zählen die Winddämonen und ihr Bruder Djed Moros, der winterliches Wetter bringt. Die Mutter oder Frau des Windes, Meluzína, warnte vor Unglücken und Naturkatastrophen. Ein sehr böses, im ganzen slawischen Gebiet bekanntes Luftwesen war die Baba Jaga, die auf einer Feuerwalze durch die Luft flog und sich von Menschenfleisch ernährte.

Im Feuerkult wurde dem Herdfeuer besondere Achtung entgegengebracht, rituelle Feuer gehörten zum Fest der Sommer- und Wintersonnenwende. Unter den Feuerdämonen finden sich Drachen und kleinere fliegende Wesen, die oft aus einem Ei ausgebrütet werden konnten. Im Zusammenhang mit dem Ahnenkult stehen die Irrlichter, Seelen von Verstorbenen, die lebende Menschen in die Irre führen.

Vegetationsdämonen, Zeitgeister und Schicksalsdämonen [Bearbeiten]

Vegetationsdämonen bewachten das Getreide auf dem Feld und das Wild in den Wäldern. Sie führten Wanderer in die Irre oder verursachten, wie Hejkal, Lärm im Wald. Vielfach sind „heilige“ Bäume bezeugt, die nicht gefällt werden durften, weil sie von einem Geistwesen bewohnt waren. In enger Beziehung zu den Vegetationsdämonen stehen Zeitgeister, die bestimmte Zeitabschnitte schützten. Allen Slawen war die Mittagsfrau bekannt, ähnliche Geister waren auch dem Abend und der Mitternacht zugeordnet.

Die Ostslawen kannten den Kult des Rod, der die Menschenseelen zur Geburt auf die Erde schickt. Die weiblichen Schicksalsdämonen, die meist zu dritt auftreten und das Los eines Neugeborenen bestimmen, sind dagegen in ganz Europa bekannt, zum Beispiel als Nornen bei den Germanen. Auch die Personifizierung von Krankheiten und Tod trat in vielen Variationen auf.

Hausgeister [Bearbeiten]

Der Kult der Hausgeister ist seit dem 11. Jahrhundert belegt und reicht bis in die heutige Zeit. Hausgeister als Beschützer eines jeden Hauses waren manchmal die Seelen der Vorfahren, manchmal Zwerge oder Tiergestalten, besonders Schlangen. Das Verbot, eine Schlange im Haus zu töten, damit kein Unglück über die Bewohner komme, war allgemein verbreitet. Archäologisch bezeugt sind Nahrungs-, Tier- und Menschenopfer in Fundamenten, die ebenfalls den Schutz neuerbauter Häuser sicherstellen sollten.

Totenkult und Jenseitsvorstellungen [Bearbeiten]

Im Augenblick des Todes verließ nach Auffassung der Slawen die Seele den Körper und entwich aus dem Haus durch ein Fenster, das deswegen geöffnet sein musste, oder durch ein Loch in der Wand. Sie verblieb anschließend entweder dauerhaft am Ort, oder ging nach einer Weile ins Jenseits ein. Sowohl der Fährmann, der die Toten gegen Entgelt in die Unterwelt überführt, als auch die Brücke, die zu überschreiten ist, waren bekannt.

Der tote Körper wurde verbrannt. Viele Quellen bezeugen, dass die Slawen die Witwenverbrennung praktizierten. Ab dem 8. bis 9. Jahrhundert setzte sich unter Einfluss des Christentums die Körperbestattung durch. Dieses war eine Voraussetzung für den später weit verbreiteten Glauben an Vampire, Nachtalbe, Werwölfe und andere menschliche Dämonen; allerdings wurden auch lebende Menschen verdächtigt, sich im Schlaf zu verwandeln.

Kultobjekte und Rituale [Bearbeiten]
rekonstruierte Tempelanlage im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden
rekonstruierte Tempelanlage im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden

Ort der Verehrung waren im allgemeinen heilige Haine, einfache Opferstätten unter freiem Himmel oder Opfersteine. Tempel existierten nur im elb- und ostseeslawischen Raum sowie in der späten Kiewer Rus. Überregional bedeutende Tempel waren Rethra, das Hauptheiligtum der Liutizen, das archäologisch noch nicht nachgewiesen werden konnte, und das Heiligtum des Svantovit in der Jaromarsburg auf Rügen. In den Hafenstädten der Pomoranen, besonders in Wollin und Stettin, gab es mehrere Tempel, die verschiedenen Göttern geweiht waren. Ein nicht in schriftlichen Quellen nachgewiesenes Heiligtum wurde im mecklenburgischen Groß Raden aufgedeckt. Die archäologischen Befunde stützen jedoch die Beschreibungen der Tempel anderorts.

Die Götter und Geister wurden seit der Frühzeit bildlich dargestellt. Die Götzenbilder waren aus Holz oder Stein, die Hauptgötter erhielten nach schriftlichen Quellen auch Idole aus Gold und Silber. Obwohl bis zu 3 Meter hohe Statuen gefunden wurden, sind die häufigsten Funde kleine Figuren, die sogenannten Taschengötter. Den Stammesgöttern waren Insignien zugeordnet, die ihre Macht unterstrichen und oft im Krieg mitgeführt wurden: Fahnen, Lanzen, Schwerter und andere magische Waffen. Ein Charakteristikum slawischer Idole ist die Vielköpfigkeit. Viele Götter wurden mit zwei, drei, vier oder sieben Köpfen dargestellt.

Die Kulte waren mit Ausnahme der unter dem Druck der christlichen Nachbarn stehenden Elb- und Ostseeslawen kaum organisiert. Ein eigener Priesterstand hat sich nur dort nachweislich herausgebildet, vor allem bei den Stämen der Liutizen, Obodriten und Ranen, die bis zu ihrer politischen Unterwerfung nicht zum Christentum übertraten. Dagegen sind in allen slawischen Gebieten Zauberer, Hexen und Wahrsager bekannt, die als Einzelpersonen die Kulte und magischen Rituale ausübten.

Als Elemente der Götterverehrung sind vor allem Opfer, Orakel und rituelle Festmahle belegt. Die wichtigsten öffentlichen Riten waren mit der Agrarmagie verknüpft, so das Fest der Sommer- und Wintersonnenwende oder des Frühlingsanfangs. Sie haben sich zum Teil in Form von Volksbräuchen wie der Verbrennung der Morena oder dem Iwan-Kupala-Tag bis in die Neuzeit erhalten.

Dynastische Mythen und Heldensagen [Bearbeiten]
Die drei Bogatyr. Gemälde von Wiktor Michailowitsch Wasnezow, 1898
Die drei Bogatyr. Gemälde von Wiktor Michailowitsch Wasnezow, 1898

Mythische Erzählungen über die Herkunft des Stammes und der herrschenden Dynastie haben sich aus Polen, Böhmen und der Kiewer Rus erhalten. Die tschechischen Sagen erzählen über den Urvater Čech und seine Nachfolger, die legendären Vorfahren der Přemysliden-Dynastie. Der polnische Fürst Krak, Gründer der Stadt Krakau und Drachentöter, und der ebenso legendäre Herzog Lech galten in Polen als Begründer des geordneten Staatswesens. Die Entstehung von Kiew wird drei Brüdern zugeschrieben, deren ältester, Kyj, ebenfalls als Drachenbekämpfer auftrat.

Jüngeren Datums sind die russischen Bylinen und die südslawischen Heldenlieder. Die Bylinen schildern die Kämpfe gegen die Tataren. Die sagenhaften russischen Helden, der Bogatyri, als deren bekanntester Ilja Muromez gilt, kämpfen dabei gegen menschliche Feinde, Drachen und andere böse Machte. Der größte Held der bulgarischen, serbischen und makedonischen Heldenlieder ist Fürst Marko, Teilnehmer an der Schlacht auf dem Amselfeld 1389. Die ost- und südslawischen Heldenlieder beziehen sich zwar meist auf historische Begebenheiten, verarbeiten aber zahlreiche ältere mythologische Motive.

Beitrag aus: Wikipedia *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 00:17

Offline
 
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Keine Version gesichtet.
Wechseln zu: Navigation, Suche

* Die Silingen oder auch Silinger waren ein ostgermanischer Teilstamm der Vandalen, der auf dem Gebiet des heutigen Schlesien siedelte. Möglicherweise leitet sich der Name Schlesien (poln. Śląsk) von den Silingen ab. Gemeinsam mit den vandalischen Asdingen fielen die Silingen 406 in Gallien ein. Sie zogen weiter nach Spanien und ließen sich dort in der Provinz Baetica (etwa das heutige Andalusien) nieder. Nach entscheidenden Niederlagen in Kämpfen mit den Westgoten unterstellten sich die verbliebenen Reste der Silingen den Königen der Asdingen. Unter Führung Geiserichs zogen sie gemeinsam mit Asdingen und Alanen nach Afrika und errichteten dort das bis 533 bestehende Reich der Vandalen. Rom wurde im Jahr 450 durch die Vandalen geplündert."Vandalismus").
* Als Silingen werden die Angehörigen des Corps Silingia Breslau zu Köln genannt, einer elitären schlagenden Studentenverbindung, welche ihren Sitz an der Universität Köln hat.

Asdingen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Keine Version gesichtet.
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Asdingen waren ein Teilstamm der Wandalen, der im 2. Jahrhundert n. Chr. im Gebiet des heutigen Rumänien und Ungarn nachweisbar ist. Während der Markomannenkriege unter Marcus Aurelius waren die Asdingen in Kämpfe mit dem Imperium verwickelt. Ende des 3. Jahrhunderts vereinigten sie sich mit dem zweiten wandalischen Teilstamm, den Silingen, und fielen um 401 erneut ins Reichsgebiet ein. 406 nahmen sie am allgemeinen Vorstoß nach Gallien teil und fielen 409 in Spanien ein. Unter Führung des asdingischen Königs Geiserich setzte 429 ein Verband aus asdingischen und silingischen Wandalen gemeinsam mit Alanen nach Afrika über und etablierte dort ein bis 533 bestehendes Wandalenreich unter der Führung asdingischer Könige.



Dem Bezug Slavische Fölker = Sklaven, kann ich leider nicht finden

Slave = Sklave ist mir nur im anderen zusammenhang bekannt
:mrgreen:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 00:39

Offline
 
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
wert zu lesen würde auch folgendes_
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 00:53

Offline
 
Förster
Förster
Benutzeravatar
Titel: Fraya
Registriert: 09.2008
Beiträge: 2490
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Uiiiii Ibella ! Wenn man das alles gelesen hat, ist es nur noch
ein kleiner Schritt bis zum Doktor in slawischer Geschichte!
:mrgreen:


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 01:02

Offline
 
Blättchen
Blättchen
Benutzeravatar
Registriert: 09.2008
Beiträge: 22
Wohnort: hessen
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil Besuche Website  
wenn man das buch im regal hat-Alexander Gieysztor
:lesen

_________________
Willst Du gelten....mach Dich selten
Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten :-))


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 01:13

Offline
 
Blatt
Blatt
Benutzeravatar
Titel: Widu
Registriert: 09.2008
Beiträge: 60
Geschlecht: weiblich
 Profil  
"Wissen ist Macht
nicht Wissen, macht nichts"
:devil


go to top Nach oben
 Profil  
 

26. Okt 2008, 11:19

Offline
 
Baum
Baum
Benutzeravatar
Registriert: 09.2008
Beiträge: 158
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil  
Interessant! Aber ein bißchen viel zu lesen! :wink:

Bist Du Polin, Ibella?

Bild

_________________
Je mehr man sich vergisst, desto besser erinnern sich die anderen!


go to top Nach oben
 Profil  
 

29. Okt 2008, 15:42

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
Hallo Ibella,

Du schriebst:

Zitat:
Um 400 n. Chr. kann man nördlich der unteren und mittleren Donau große Wanderungen und Umwälzungen feststellen, wahrscheinlich ausgelöst durch das Eindringen der Hunnen. Die Alanen, ein skythisch-sarmatischer Stammesverband, die Sueben und eben die Vandalen zogen gemeinsam westwärts, nach Gallien.


Das ist die bekannte Theorie, wonach die Vandalen weggezogen sind, bis nach Nordafrika, wo sie dann irgendwann untergingen. Diese Theorie ist widerlegt. Denn es gibt Quellen (ich glaube, es ist Ammianus Marcellinus), wonach die zurückgebliebenen Vandalen eine Delegation nach Nordafrika schickten und die dortigen Vandalen baten, auf ihre angestammten Höfe und Ländereien in der Heimat zu verzichten, da mittlerweile so viele Kinder geboren waren, daß die in der Heimat gebliebenen Vandalen den Raum für sich benötigten.

Zum Begriff "Slaven": In den Quellen steht überall "Sclaveni", deswegen sind alle Ableitungen, die dieses "c" nicht haben, fromme Wunschvorstellungen, etwa von "Slava" = "Ruhm" (eigenmtlich das deutsche "Lob") oder "slovo" = "das Wort" (übrigens auch nordisch, "lov" = "Wort, Gesetz"). Nein, eine Schreibweise ohne "c" ist vor dem 15. Jh. nicht überliefert und also schlichtweg falsch. "Sclaveni" aber bedeutet "Sklaven, Unfreie". Nun wurde eingewendet, daß die Römer doch ihre Sklaven immer "Servantes" nannten. Mag stimmen. Es ist also zu klären, woher diese neue Bezeichnung (zuerst im 6. Jh. bei Jordanes) stammt. Sie ist mittellateinisch (500-1500) von griechisch skyleuo, skylaO "ich mache Kriegsbeute". Warum ist nun das "c" weggefallen? Ganz einfach, es wurde ja wie ein "k" gesprochen. So, wie das "k" im Wort "Franken". Doch irgendwann fing man an, das "c" weich zu sprechen, wie ein "z". Das passsierte den "Franken" übrigens auch, denn heute sagen wir zwar noch "Frankreich", aber nennn die "Franken" darin "Franzosen" und sie selbst nennen ihr Land "La France". Im Osten war es nun also genauso, "Sklaveni" wurde "Szlaveni" ausgesprochen. Und wer das einmal ausprobiert, der merkt, daß man das "c" nun nicht mehr hört. Deswegen konnte es wegfallen, z. B. im Englischen ("Slaves" = "Sklaven") oder im Niederdeutschen ("Slaav" = "Sklave"). Eine der Handschriften des Helmold hat daher die Schreibweise "Slawenchronik", doch ist mittlerweile bewiesen, daß diese Chronik (in drei Handschriften erhalten) leider nicht in der Fassung von Helmold voliegt, sondern bis ins 15. Jh. erweitert und umgeschrieben wurde. Die Handschrift ohne das "c" ist eine niederdeutsche Fassung. Der richtige Titel von Helmolds Werk lautete übrigens "Wendenchronik"; so wird die Chronik auch im "Universal-Lexikon" (16. Jh.) zitiert.
Fazit: Es gibt kein "Volk der Slawen" und hat es auch nie gegeben. Es sind Ostgermanen, Wenden = Vandalen, Goten, Gepiden usw. Entsprechend können wir auch von der Verehrung der germanischen Götter ausgehen, die dann allerdings in den späteren Quellen (die von Missionaren des Oströmischen Reiches stammen) oft in griechischer Sprache benannt wurden. Dazu kommen fremde Einflüsse (durch Hunnen und andere Völker). So geht der angeblich slavische Gott "Chors" auf den persischen Mondgott "Khordad" zurück usw.

Leider hat ein übergroßer polnischer Nationalismus verbunden mit dem Feindbild Deutsch-Germane bislang verhindert, daß sich diese Erkenntnisse auch in Polen verbreiten. Deswegen gibt es "slavische" Heiden dort und in Rußland. Für jemanden, der die Geschichte kennt, ist das recht kurios, aber immer noch besser, als wenn sie alle Christen bleiben würden.

Lichtgruß, Geza


go to top Nach oben
  
 

29. Okt 2008, 19:07

Offline
 
Förster
Förster
Benutzeravatar
Titel: Fraya
Registriert: 09.2008
Beiträge: 2490
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Geza hat geschrieben:
Fazit: Es gibt kein "Volk der Slawen" und hat es auch nie gegeben. Es sind Ostgermanen, Wenden = Vandalen, Goten, Gepiden usw.


Einerseits klingt das nicht schlecht, daß unsere östlichen Nachbarn zur
großen Germanenfamilie gehören könnten...Indogermanen sind sie wohl
ohnehin...dennoch scheint mir diese Erkenntnis nicht sehr erhellend!
Denn ist es nicht so?: die Germanen waren keine homogene Völkergruppe
und setzten sich aus den unterschiedlichsten Stämmen zusammen!
Mag sein, daß einige davon versklavt wurden. Aber das muss sie ja nicht
einer eigenen ethnischen Herkunft, einer eigenen Religion beraubt haben!
Einflüsse sind von beiden Seiten, sowohl genetisch wie auch kulturell, sicher
vermischt!
Ich denke, daß der Begriff des Germanen einfach etwas zu schwammig ist als
daß man von ihm aus andere Volksgruppen differenzieren könnte! Möglich
daß dies "Germane" und "Slave" gemeinsam haben!


go to top Nach oben
 Profil  
 

30. Okt 2008, 02:18

Online
 
Forstrat
Forstrat
Benutzeravatar
Titel: Admin-Lärche
Registriert: 09.2008
Beiträge: 76526
Wohnort: Schwarzwald
Geschlecht: männlich
 Profil Besuche Website  
Sprachlich sind Germanen und Slawen aber doch etwas auseinander.

Wie wäre das zu erklären, wenn die Slawen nur eine spezielle Art von Germanen wären?

_________________
Plec'h moc'h hwi, Brokilien, Vivian ha Merzin?
Plec'h moc'h hwi Brokilien, hunvreou pell a gevrin?


go to top Nach oben
 Profil  
 

30. Okt 2008, 11:54

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
Hallo Waldbaum,

die Sprachen sind ja unabhängig von der ethnischen Verwandtschaft. So sprechen die Franzosen heute ein weiterentwickeltes Latein, nur wegen der römischen Besatzung, obwohl sie ja mehrheitlich Gallier, also Celten sind.
Umgekehrt sprechen heute die verschiedenen germ. Stämme andere Sprachen (etwa Schweden und Deutsche), obwohl sie unbestreitbar zusammengehören.

Bei den Ostgermanen ("Slaven") gibt es zwei Theorien: Einmal die Theorie, daß die slavischen Sprachen letztendlich nur eine Weiterentwicklung von ostgermanischen Sprachen sind, und die andere Theorie, daß mit der Missionierung auch eine neue Sprache eingeführt wurde, die sich vom Griechischen ableitet und deswegen auch "Kirchenslavisch" und "Glagolitisch" genannt wurde.

Die Mönche Cyrill und Metod waren byzantinische Mönche. Sie brachten den Russen z. B. das "cyrillische Alphabet" was letztendlich 16 griechische Zeichen unverändert enthält. In den Quellen wird daher auch überall die griechische Mythologie bemüht, um heidnische Gottheiten zu beschreiben.

So etwa beim Gott "Dabog Swayxtix". "Bog" kommt von indogerm. "bharga" (Strahlen) und bedeutet nur "Gottheit". "Da" ist verkürzt, wird auch "Dasch" gesagt und ursprünglich "Dac" geschrieben. Sprechen wir das "c" also als "k", und berücksichtigen, daß c und g einst identisch waren (ein G ist ein C mit Beistrich), dann wird klar, daß der "slavische" Gott Dacbog in Wahrheit der germanische Dag (Tag), in der Edda "Dagr" oder "Svipdagr" genannt, ist. Und "Swayxtix"? Ein byzantinischer Text belegt, daß es lediglich eine Form des gr. Namens "Hephaistos" ist. Ein griechischer Mönch wollte also den germanischen Dagr erklären, und wählte den in seiner Mythologie bekannten Namen Hephaistos, denn dieser gilt als Feuerbringer (und Dagaz geht auf indogerm. dheguos = Brennen zurück).

Die Hauptgöttin, die drei verschiedene Aspekte hat (Jungfrau, Mutter, Alte) nannten die Missionare "Triglaf" (Triglav), das ist kein slavischer Name, sondern ein griechischer Beiname der Hecate, "Tricephalos" = "die Dreiköpfige". Wahrscheinlich ist hier Frigg gemeint. Später deuteten Mythologen Triglav um als männlichen Gott.

Man hat dann die "slavischen" Sprachen in die Centum-Gruppe eingeordnet, die germanischen aber in die "Hundred"-Gruppe, um zu zeigen, daß sie nicht viel miteinander zu tun haben. Das aber war willkürlich, denn den Begriff für "Hundert" haben die "Slaven" von den Griechen übernommen. Unsere Sprache wird ja auch nicht nur wegen der Übernahme einiger englischer Wörter zu einer englischen Sprache.
Hätte man z. B. das Wort für "10" als Maßstab genommen, hätte man die "slavischen" Sprachen zu den der Germanen rechnen müssen.

Lichtgruß, Geza


go to top Nach oben
  
 

30. Okt 2008, 11:55

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
Es handelt sich um eine künstlich geschaffene Verkehrssprache des 9. Jahrhunderts (vergleichbar dem Urdu des Kaisers Akbar im 16. Jh.). An der Wahl des Vokabulars im Altkirchenslawisch wird dies deutlich: die Begriffe der religiösen Sphäre wie Gott, heilig, Paradies usw. entstammen dem Sarmatoskythischen; Wörter aus dem kulturellen Bereich wie Brot, Haus, Stall usw. entsprechen dem Gotischen; andere Wörter stehen den baltischen Sprachen so nahe, daß man auch von einer slawisch-baltischen Sprache spricht. Das "Gotische" des Wulfila (4. Jh.) erscheint in seiner nächsten Formstufe als Altkirchenslawisch (10. Jh.), Grundlage aller heutigen slawischen Sprachen. Das Gotische ist eine ostgermanische Sprache.
Kyrill erschuf die glagolithische Schrift im 9. Jh. und damit auch eine normierte Sprache. Die Glagolika, die älteste Form des Kyrillischen, ist die Schrift, die Method und Kyrill bei ihrer Mission in Mähren zum ersten Mal verwendeten.
Die Syntax der altkirchenslawischen Texte folgt wortwörtlich dem griechischen Vorbild (Ostkirche), eine Eigenart, die bis heute erhalten blieb.


go to top Nach oben
  
 

30. Okt 2008, 12:25

Online
 
Forstrat
Forstrat
Benutzeravatar
Titel: Admin-Lärche
Registriert: 09.2008
Beiträge: 76526
Wohnort: Schwarzwald
Geschlecht: männlich
 Profil Besuche Website  
Da wir gerade von den Ostgermanen reden: Wisst ihr auch etwas über die Burgunder?

Mich würde da eine Sache interessieren: Jedes Jahr komme ich einmal nach Burgund. Und ich versuche immer, in den Ortsnamen Reste der germanisch-burgundischen Sprache zu erkennen.

Würde mich auch interessieren, ob es da in lokalen Mundarten noch Reste des Germanischen gibt.

Wisst ihr da etwas darüber?

_________________
Plec'h moc'h hwi, Brokilien, Vivian ha Merzin?
Plec'h moc'h hwi Brokilien, hunvreou pell a gevrin?


go to top Nach oben
 Profil  
 

30. Okt 2008, 12:40

 
Benutzeravatar
Highscores: 2
  
Hier gibt es eine informative Seite zu Burgund und den Burgundern:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


go to top Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 42 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Nestor und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  



Follow widuforum on Twitter
© phpBBtema foruz.net • phpBB3 Forum von phpBB8.de Archiv | Kontakt & Rechtliches free forum hosting Smartphones und Handys Topliste GermanTop

web tracker