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Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren

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9. Okt 2011, 14:21

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 Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ein Beispiel:

Zitat:
"Wenn im Haus eines bekannten Professors an der University of California in Berkeley das Telefon läutet, weiß seine Frau, schon bevor sie abnimmt, ob ihr Mann am anderen Ende der Leitung ist. Wieso? Whiskins, der hellgrau getigerte Kater der Familie, springt zum Telefon und greift mit der Pfote nach dem Hörer. ‘Viele Male gelingt es ihm, ihn von der Gabel zu heben, und dann hört mein Mann am anderen Ende deutlich ein freudiges Miauen’, erzählt sie. ‘Wenn jemand anderes anruft, kümmert sich Whiskins gar nicht darum.’"


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Erstaunlich, nicht wahr?

Kennt ihr ähnliche Fälle?

Und - habt ihr eine Erklärung dafür? :wiwi

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9. Okt 2011, 14:38

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ruft der Mann vielleicht immer zur gleichen Zeit an?

Tiere haben ein viel feineres Gespür wie Menschen. Ich habe bei einem unserer Kater beobachtet, dass auch sein Zeitempfinden sehr ausgeprägt war, auch täglich verschiedene Zeiten konnte er richtig einordnen.
Unser Sohn hatte in der Primarschule einen sehr unregelmässigen Stundenplan. Trotzdem holte ihn der Kater fas immer pünktlich von der Schule ab.

Einmal rettete er ihn Nachts vor dem Ersticken in den Leintüchern.
Ich schätze, der Kater hat durch die geschlossenen Türe gehört, dass der Bub anders atmete als sonst. Der Kater liess nicht locker, unternahm alles, um mich wach zu bekommen und endlich in das Zimmer des Kindes zu gehen.
Ich konnte gerade noch rechtzeitig das Leintuch vom Hals unseres Sohnes wickeln. Eine Drehung mehr und er hätte sich damit erwürgt!


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9. Okt 2011, 14:46

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Wildkatze hat geschrieben:
Ruft der Mann vielleicht immer zur gleichen Zeit an?



Ganz sicher NICHT! :nein

Sonst wäre das ja kaum erwähnenswert.

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9. Okt 2011, 14:52

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ich finde es trotzdem erwähnenswert.

Aber dazu kommt auch noch, dass Tiere eine sehr feine Verbindung haben zu anderen Lebewesen, die sie mögen.
Dass da eine gewisse Dosis Telepathie dabei ist, kann ich mir vorstellen.


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9. Okt 2011, 19:08

 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ja, natürlich hab ich eine Erklärung für übersinnliche und außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren.

Bei Tieren sind manche Sinne viel stärker ausgeprägt als wie bei uns Menschen. Gerade solche übersinnlichen Sachen können sie viel leichter wahrnehmen.


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9. Okt 2011, 21:06

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ich kann as auch von meinen Tieren sagen, dass sie alles erspüren. Aber auch nur, wenn sie eine äußerst enge Beziehung zur Bezugsperson aufgebaut haben.

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Gruß Karin
aus Duisburg, der Stadt an Rhein und Ruhr
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9. Okt 2011, 21:14

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Also doch auch eine Art Telepathie.

Wenn sie, was ich auch glaube, viel stärker ausgeprägte Sinne haben, ist es eben auch nicht mehr übersinnlich -- feinsinnlich ja. :nick


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9. Okt 2011, 21:27

 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ich habe bemerkt, dass Tiere auch Übersinnliches viel besser wahrnehmen.


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9. Okt 2011, 21:44

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Ich habe mal einen Bericht über einen Kater in einem Altenheim (oder Pflegeheim? Weiß nicht mehr so genau) gesehen. Immer, wenn der Kater sich zu einem der Insassen aufs Bett legte, starb diese Person in den nächsten Tagen! Das war ein wahrer Bericht!

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"Was ist der Sinn des Lebens"?
Ich weiß nicht. Ich glaube aber, dafür gibt es eine App.


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9. Okt 2011, 22:13

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Wildkatze hat geschrieben:

Wenn sie, was ich auch glaube, viel stärker ausgeprägte Sinne haben, ist es eben auch nicht mehr übersinnlich -- feinsinnlich ja. :nick



Oder eben außersinnlich. Will sagen, sie haben noch einen 6. oder 7. Sinn.

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9. Okt 2011, 22:16

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Noch ein Beispiel aus dem Link:

Zitat:
Jaytee weiß immer, wann Pam kommt

Immer, wenn Pam Smart sich ins Auto setzt, um nach Hause zu fahren, bezieht ihr Hund Jaytee seinen Aussichtsposten am Fenster. Ob sie nach 10 Minuten und erst in einer Stunde kommt, ob sie mit dem Fahrrad oder mit dem Taxi kommt - Jaytee weiß immer, wann sie heimkommt. Jaytees Fähigkeiten wurden über längere Zeit unter systematischer Bedingungsvariation überprüft. Das Ergebnis ließ keine andere Erklärung zu: Der Hund wusste vom Eintreffen von Pam durch Telepathie.



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9. Okt 2011, 22:58

 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Gartenratte hat geschrieben:
Ich habe mal einen Bericht über einen Kater in einem Altenheim (oder Pflegeheim? Weiß nicht mehr so genau) gesehen. Immer, wenn der Kater sich zu einem der Insassen aufs Bett legte, starb diese Person in den nächsten Tagen! Das war ein wahrer Bericht!

Ich sah eine TV-Reportage zu diesem Thema, aber mit einem Hund. Ich glaube, dieser stammte aus GB


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9. Okt 2011, 23:00

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Tiere haben andere Sinne aber durchaus keine Übersinne!
Die meisten solcher Geschichten kann man sowieso beruhigt als reine Ammenmärchen abtun.


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9. Okt 2011, 23:03

 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Das sind keine Ammenmärchen. Ich habe das selbst schon bei Tieren erlebt.


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10. Okt 2011, 01:05

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Waldbaum hat geschrieben:

Oder eben außersinnlich. Will sagen, sie haben noch einen 6. oder 7. Sinn.



Ich weiss nicht.

Aber ich glaube eher ,dass unsere menschlichen Sinne nicht sehr ausgeprägt sind.

Tiere haben wahrscheinlich keine weiteren Sinne, eher besser ausgeprägte wie wir.
Sie spüren feinste Schwingungen, die wir höchstens erahnen.

Lukrez hat geschrieben:
Tiere haben andere Sinne aber durchaus keine Übersinne!
Die meisten solcher Geschichten kann man sowieso beruhigt als reine Ammenmärchen abtun.


Das sind sie keinesfalls. WEIL sie feinere Wahrnehmungen haben, merken sie auch schneller, wenn was nicht stimmt.
Ammenmärchen sind die meisten absolut nicht.

Die Geschichte mit den sterbenden Patienten stimmt.
Keiner stirbt absolut unerwartet. Vielleicht hat man kurz vorher einen schwach veränderten Geruch an sich, oder man atmet anders und die Katze kann diese Veränderungen wahr nehmen.
Sie ist natürlich kein Todesengel, wie ich es in einem Bericht auch schon gelesen habe. Sicher will sie nur diese Patienten trösten.


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10. Okt 2011, 06:08

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Lukrez hat geschrieben:
Die meisten solcher Geschichten kann man sowieso beruhigt als reine Ammenmärchen abtun.


Wer sagt, dass Ammen nicht auch mal die Wahrheit sprechen! :nein

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Büsi oder Katzebussi außersinnliche Fähigkeiten hat - nach allem, was man hört und liest. :thumbsup

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10. Okt 2011, 20:10

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Wildkatze hat geschrieben:
Die Geschichte mit den sterbenden Patienten stimmt.
Keiner stirbt absolut unerwartet. Vielleicht hat man kurz vorher einen schwach veränderten Geruch an sich, oder man atmet anders und die Katze kann diese Veränderungen wahr nehmen.
Sie ist natürlich kein Todesengel, wie ich es in einem Bericht auch schon gelesen habe. Sicher will sie nur diese Patienten trösten.


So habe ich das auch aufgefaßt, der Kater tat den Sterbenden gut - gab ihnen Wärme und Trost.

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10. Okt 2011, 21:48

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Es heißt ja nicht ganz umsonst "die Ratten verlassen das Schiff" und da ist etwas Wahres dran. Auch vor der großen Tsunamikatastrophe in Thailand vor einigen Jahren wurde beobachten, dass viele Tiere noch vor den Menschen vor der großen Flutwelle die Hänge hinauf geflüchtet sind.


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10. Okt 2011, 22:28

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Bei Menschen gibt es solche telepathischen Phänomene doch auch, wieso also nicht auch bei Tieren? Halte ich für durchaus möglich.
Bei meiner Tochter hatte ich den Eindruck, dass sie als Baby und sehr kleines Kind deutlich Dinge wahrnahm, die ich und andere nicht sahen. Das wurde aber mit dem Erwerb der Sprache zunehmend weniger. Meine Theorie: Baby orientiert sich an Hinweisreizen, wie "Aura" oder ähnlichem, wenn es aber die menschliche Kommunikation zu verstehen lernt, benötigt es diese zusätzlichen Informationen immer weniger und sie verschwinden. (Meine Gedanken kann sie allerdings immer noch lesen.)
Vielleicht ist es eine Art urtümliche Fähigkeit, die Tiere im Gegensatz zu Menschen niemals verlernen.


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10. Okt 2011, 22:52

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 Re: Übersinnliche oder außersinnliche Fähigkeiten bei Tieren
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Kennt ihr das "Bettelweib" von Heinrich von Kleist? :shock:

Ich zitiere:

Zitat:
Heinrich von Kleist

Das Bettelweib von Locarno


Am Fuße der Alpen bei Locarno im oberen Italien befand sich ein altes, einem Marchese gehöriges Schloß, das man jetzt, wenn man vom St. Gotthard kommt, in Schutt und Trümmern liegen sieht: ein Schloß mit hohen und weitläufigen Zimmern, in deren einem einst auf Stroh, das man ihr unterschüttete, eine alte kranke Frau, die sich bettelnd vor der Tür eingefunden hatte, von der Hausfrau aus Mitleiden gebettet worden war. Der Marchese, der bei der Rückkehr von der Jagd zufällig in das Zimmer trat, wo er seine Büchse abzusetzen pflegte, befahl der Frau unwillig, aus dem Winkel, in welchem sie lag, aufzustehn und sich hinter den Ofen zu verfügen. Die Frau, da sie sich erhob, glitschte mit der Krücke auf dem glatten Boden aus und beschädigte sich auf eine gefährliche Weise das Kreuz; dergestalt, daß sie zwar noch mit unsäglicher Mühe aufstand und quer, wie es ihr vorgeschrieben war, über das Zimmer ging, hinter dem Ofen aber unter Stöhnen und Ächzen niedersank und verschied.

Mehrere Jahre nachher, da der Marchese durch Krieg und Mißwachs in bedenkliche Vermögensumstände geraten war, fand sich ein florentinischer Ritter bei ihm ein, der das Schloß seiner schönen Lage wegen von ihm kaufen wollte. Der Marchese, dem viel an dem Handel gelegen war, gab seiner Frau auf, den Fremden in dem obenerwähnten leerstehenden Zimmer, das sehr schön und prächtig eingerichtet war, unterzubringen. Aber wie betreten war das Ehepaar, als der Ritter mitten in der Nacht verstört und bleich zu ihnen herunterkam, hoch und teuer versichernd, daß es in dem Zimmer spuke, indem etwas, das dem Blick unsichtbar gewesen, mit einem Geräusch, als ob es auf Stroh gelegen, im Zimmerwinkel aufgestanden mit vernehmlichen Schritten langsam und gebrechlich quer über drei Zimmer gegangen und hinter dem Ofen unter Stöhnen und Ächzen niedergesunken sei.

Der Marchese, erschrocken, er wußte selbst nicht recht warum, lachte den Ritter mit erkünstelter Heiterkeit aus und sagte, er wolle sogleich aufstehen und die Nacht zu seiner Beruhigung mit ihm in dem Zimmer zubringen. Doch der Ritter bat um die Gefälligkeit, ihm zu erlauben, daß er auf einem Lehnstuhl in seinem Schlafzimmer übernachte; und als der Morgen kam, ließ er anspannen, empfahl sich und reiste ab.

Dieser Vorfall, der außerordentliches Aufsehen machte, schreckte auf eine dem Marchese höchst unangenehme Weise mehrere Käufer ab; dergestalt, daß, da sich unter seinem eignen Hausgesinde, befremdend und unbegreiflich, das Gerücht erhob, daß es in dem Zimmer zur Mitternachtstunde umgehe, er, um es mit einem entscheidenden Verfahren niederzuschlagen, beschloß, die Sache in der nächsten Nacht selbst zu untersuchen. Demnach ließ er beim Einbruch der Dämmerung sein Bett in dem besagten Zimmer aufschlagen und erharrte, ohne zu schlafen, die Mitternacht. Aber wie erschüttert war er, als er in der Tat mit dem Schlage der Geisterstunde das unbegreifliche Geräusch wahrnahm; es war, als ob ein Mensch sich von Stroh, das unter ihm knisterte, erhob, quer über das Zimmer ging, und hinter dem Ofen unter Geseufz und Geröchel niedersank. Die Marquise, am andern Morgen, da er herunterkam, fragte ihn, wie die Untersuchung abgelaufen; und da er sich mit scheuen und ungewissen Blicken umsah und, nachdem er die Tür verriegelt, versicherte, daß es mit dem Spuk seine Richtigkeit habe: so erschrak sie, wie sie in ihrem Leben nicht getan und bat ihn, bevor er die Sache verlauten ließe, sie noch einmal in ihrer Gesellschaft einer kaltblütigen Prüfung zu unterwerfen. Sie hörten aber samt einem treuen Bedienten, den sie mitgenommen hatten, in der Tat in der nächsten Nacht dasselbe unbegreifliche, gespensterartige Geräusch; und nur der dringende Wunsch, das Schloß, es koste was es wolle, loszuwerden, vermochte sie, das Entsetzen, das sie ergriff, in Gegenwart ihres Dieners zu unterdrücken und dem Vorfall irgendeine gleichgültige und zufällige Ursache, die sich entdecken lassen müsse, unterzuschieben. Am Abend des dritten Tages, da beide, um der Sache auf den Grund zu kommen, mit Herzklopfen wieder die Treppe zu dem Fremdenzimmer bestiegen, fand sich zufällig der Haushund, den man von der Kette losgelassen hatte, vor der Tür desselben ein; dergestalt daß beide, ohne sich bestimmt zu erklären, vielleicht in der unwillkürlichen Absicht, außer sich selbst noch etwas Drittes, Lebendiges, bei sich zu haben, den Hund mit sich in das Zimmer nahmen. Das Ehepaar, zwei Lichter auf dem Tisch, die Marquise unausgezogen, der Marchese Degen und Pistolen, die er aus dem Schrank genommen, neben sich, setzen sich gegen elf Uhr jeder auf sein Bett; und während sie sich mit Gesprächen, so gut sie vermögen, zu unterhalten suchen, legt sich der Hund, Kopf und Beine zusammengekauert, in der Mitte des Zimmers nieder und schläft ein, Drauf, in dem Augenblick der Mitternacht, läßt sich das entsetzliche Geräusch wieder hören; jemand, den kein Mensch mit Augen sehen kann, hebt sich auf Krücken im Zimmerwinkel empor; man hört das Stroh, das unter ihm rauscht; und mit dem ersten Schritt: tapp! tapp! erwacht der Hund, hebt sich plötzlich, die Ohren spitzend, vom Boden empor, und knurrend und bellend, grad' als ob ein Mensch auf ihn eingeschritten käme, rückwärts gegen den Ofen weicht er aus. Bei diesem Anblick stürzt die Marquise mit sträubenden Haaren aus dem Zimmer; und während der Marchese, der den Degen ergriffen: »Wer da?« ruft, und, da ihm niemand antwortet, gleich einem Rasenden nach allen Richtungen die Luft durchhaut, läßt sie anspannen, entschlossen, augenblicklich nach der Stadt abzufahren. Aber ehe sie noch nach Zusammenraffung einiger Sachen aus dem Tore herausgerasselt, sieht sie schon das Schloß ringsum in Flammen aufgehen. Der Marchese, von Entsetzen überreizt, hatte eine Kerze genommen und dasselbe, überall mit Holz getäfelt wie es war, an allen vier Ecken, müde seines Lebens, angesteckt. Vergebens schickte sie Leute hinein, den Unglücklichen zu retten; er war auf die elendiglichste Weise bereits umgekommen; und noch jetzt liegen, von den Landleuten zusammengetragen, seine weißen Gebeine in dem Winkel des Zimmers, von welchem er das Bettelweib von Locarno hatte aufstehen heißen.


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