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Samhain - ein altes keltisches Jahresfest

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 24 Beiträge ] 

4. Nov 2008, 00:27

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 Samhain - ein altes keltisches Jahresfest
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Ich habe hier ein paar Fotos, die ich heute Abend während und nach unserem Ritual im Wald am See gemacht habe. Was haltet ihr davon?

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Alles ok, soweit. Mein Sohn Jan fühlte sich zunehmend unwohl und beobachtet und uns drei Frauen wurde auch komisch, aber wir konnten im Schein der Taschenlampe einfach nichts erkennen. Wir fühlten uns nur alle massiv beobachtet. Ich hab dann in die Richtung fotografiert und dann kam dieses dabei raus. Was sagt ihr dazu, erkennt ihr da was?

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Ich war total geschockt und habe gleich noch ein Foto gemacht, ungefähr in die gleiche Richtung. Es liegen nur Sekunden zwischen beiden Bildern und die Perspektive kann höchstens leicht anders sein.

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Die Stimmung kippte in dem Moment, als ich den Schutzkreis aufgehoben hatte. Vorher war alles ok.

Dreck auf der Linse kann es übrigens nicht sein, das konnten wir schon mehrfach bei solchen Fotos ausschließen.


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11. Nov 2008, 13:42

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*heul* Warum sagt denn hier keiner was?


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11. Nov 2008, 14:08

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Sorry! Ich hatte die Bilder noch gar nicht gesehen! :oops:

Hmmm...was sehe ich!
Erstmal so weißliche Punkte auf der Linse bzw im Bild! Hätte ich jetzt
für Wassertröpfchen gehalten!
Tja, und dann ist da am Waldrand in der Mitte etwas! Eine Gestalt ,ein
Baumstumpf? Warst Du bei Tageslicht nochmal da?
Wo kam dieser dichte Nebel her?


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11. Nov 2008, 16:12

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Ja, das sind Bäume, aber keine Wassertropfen auf der Linse und auch keine Staubkörner. Wir hatten solche "Orbs" schon an der gleichen Stelle von unterschiedlichen Kameras aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Fotos. Letztes Jahr zu Samhain waren keine auf den Fotos, es war der selbe Platz, aber je öfter wir da sind, umso mehr Orbs sind zu sehen.

Woher dieser Nebel kam, wissen wir ja eben nicht. Mein Sohn fühlte sich plötzlich ganz unwohl, meinte, da wäre was an dem Baum, meine Freundin meinte auch, wir würden beobachtet (war aber weit und breit kein Mensch). Im Schein der Taschenlampe war gar nichts zu sehen, nur auf dem Foto und im nächsten Moment war alles weg. Nur das unwohle Gefühl blieb. Wir haben dann auch unsere Sachen gepackt und sind schnell zum Auto gegangen.

Wir waren auch schon oft im hellen da, werden an einem der nächsten Sonntage nochmal hinfahren. Das ist eine freie Badestelle im Wald mit Strand, Wiese, Bäumen, Wildschweingehege und freilaufendem Wild.


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11. Nov 2008, 16:53

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 Re: Verspätetes Samhain
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Tarania hat geschrieben:

Mein Sohn Jan fühlte sich zunehmend unwohl und beobachtet und uns drei Frauen wurde auch komisch, aber wir konnten im Schein der Taschenlampe einfach nichts erkennen. Wir fühlten uns nur alle massiv beobachtet. Ich hab dann in die Richtung fotografiert und dann kam dieses dabei raus. Was sagt ihr dazu, erkennt ihr da was?



Da wäre mir auch unheimlich geworden! :shock:

Und was für eine Erklärung habt ihr für das, was ihr fotografiert habt?

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11. Nov 2008, 17:12

 
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Um diese Zeit sind die Totengeister unterwegs und erscheinen oft als Nebel. Wenn man Samhain-Rituale macht, zieht man sie damit an, denn sie wollen sich an den Opfergaben stärken. Dafür macht man ja auch solche Rituale.

Ist also alles ganz normal und nicht zum Fürchten. :wink:

Ich feiere das Fest übrigens morgen, da ist Vollmond. :-D


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11. Nov 2008, 17:50

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Wir haben diverse Erklärungen:

1. Die Bäume trauern, weil einer der Bäume wohl bald gefällt wird. Dieser Baum hat sehr große Angst, er ist ganz kalt und als ich ihn umarmt habe, kamen mir sofort die Tränen, ohne dass ich darauf vorbereitet war oder es hätte kontrollieren können. Meine Freundin hatte Herzrasen, nachdem sie den Baum berührt hatte. Unmittelbar nach Auflösen des Kreises und der Berührung des Baumes kippte die Stimmung und mein Sohn bemerkte was in dem hinteren Baum.

2. Irgendwas wollte uns schnell da weg haben, weil Gefahr drohte.

3. Dort müssen schon Menschen ertrunken sein, vielleicht kamen sie.

4. Die Wesen der Gegend haben sich an uns gewöhnt und zeigen sich nun langsam. Da wir das nicht gewohnt sind, haben wir uns gegruselt.

5. Irgendwelche Wesen sind auf uns aufmerksam geworden und haben sich bemerkbar gemacht.

6. Ein gewöhnliches Phänomen zu Samhain.

Wir haben keine Ahnung, was das war. Bisher war es dort immer ruhig, gemütlich und wir haben uns wohl gefühlt. Außer den Tieren haben wir keine Anwesenheit bemerkt. Auch nicht letztes Jahr am 31.10.

Richtig Panik hatten wir nicht und das merkwürdige war, dass wir mit bloße Auge den Nebel nicht sehen konnten. Im Schein der Taschenlampe hätten wir doch was sehen müssen.

Wir werden uns wohl an solche Phänomene gewöhnen müssen.

Als wir gingen, meinte mein Sohn, dass irgendwas an seiner linken Seite wäre. Ich bin dann links neben ihm gegangen und etwas hing mir an den Schultern und auf dem Rücken. Es war sehr unangenehm, aber nicht beängstigend. Was auch immer das nun wieder war, oder war es das gleiche? Wir haben nichts gesehen. Mir haben nur sozusagen die Haare zu Berge gestanden und es hat am ganzen Körper gekribbelt. Ich habe "ihm" befohlen, dort zu bleiben und das hat wohl auch geklappt. Es hat mich nach ein paar Schritten losgelassen. Zu Hause habe ich dann erstmal eine Räucherung gemacht.

Solche Erlebnisse hatte bisher erst einmal. Ich kann damit nicht umgehen, kann es nicht erklären und es ängstigt mich etwas. Die Kommunikation mit solchen Erscheinungen klappt vor lauter Schreck auch nicht.

Ich habe allerdings nachts, kurz vorm einschlafen, schon öfter mal solche nebelartigen Gebilde "gesehen". Ich "sehe" allerdings meist nur schwarz/weiß.

Der ganze Abend war irgendwie besonders. Als wir ankamen, kam ein Reh recht dicht an uns heran und hat sich einen Apfel geholt, den wir ihm zugeworfen hatten. Es hat sich weder durch uns noch durch unsere Taschenlampe stören lassen.
Die Kerzen brannten nicht gut außer der schwarzen (nur außen schwarz), die ich zum Schutz angemacht hatte. Der Kreis hat offenbar gut funktioniert, obwohl es das erste Mal war, dass ich das selbst gemacht habe.
Eine Ente hat uns regelrecht ausgelacht.
Unsere Schiffchen (Holzbrettchen) mit den Teelichtern, die wir aufs Wasser gesetzt hatten, kamen nicht vom Ufer weg. Sie trugen das, was wir loswerden wollten. Der Wind war zu stark und die Lichter waren sofort wieder aus. Als wir jeder eine Orakelkarte ziehen wollten und meine Freundin die Karten aufnahm, fiel die Herrscherin heraus.

Alles Grübeln hat bisher nur erbracht, dass wir wohl in eine neue Phase eingetreten sind, unsere Wahrnehmung scheint sich verbessert zu haben, wir haben uns von äußeren Einflüssen befreit, mussten zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen bei einem Ritual und scheinen so einen Schritt weitergekommen zu sein.

Vielleicht finden wir mehr heraus, wenn wir übernächstes Wochenende nachmittags nochmal hinfahren. Vielleicht nehme ich auch den großen Hund mit, der reagiert eigentlich auf "Übersinnliches".

Manchmal dauert es ziemlich lange, bis man irgendwelche Zeichen versteht. So habe ich im Februar einige Symbole "gesehen", die ich mir nicht erklären konnte. Eine Freundin, 400km entfernt, hat unabhängig davon ungefähr zur gleichen Zeit die gleichen Symbole gesehen. Vorgestern habe ich diese Symbole vereint in einem Talisman bei Alterras als Anhänger gefunden. Ein Astro-Navigations-Talisman.

Ich dachte nur, dass ihr vielleicht auf diesen Bildern was entdeckt, was ich übersehen habe.


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8. Okt 2009, 04:02

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Und wieder geht es auf Samhaim zu. :torte

Nicht auf Sam-hain, sondern auf Sa-mhain. Also auf *sa-win* :)

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13. Okt 2009, 15:26

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Ja, bald ist es wieder so weit. Wir planen gerade unsere Feier, die recht bescheiden ausfallen wird, da wir nur zwei oder drei Leute sein werden.

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Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere.


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13. Okt 2009, 16:17

 
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Wir werden zu Vollmond im November feiern. :)


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14. Okt 2009, 07:08

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Was ist denn die germanische Entsprechung zu Samhain? :wiwi

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14. Okt 2009, 09:19

 
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Winternacht, der Verläufer von Allerheiligen/Allerseelen.


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10. Nov 2009, 03:13

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Hallo Tarania!
Bitte entschuldige meine Neugier, aber ich wollte fragen, wie euer Ritual in diesem Jahr gelaufen ist.
Die Geschehnisse vom letzten Jahr haben mir beim lesen eine Gänsehaut verursacht. Leider konnte ich mir die Fotos nicht mehr ansehen, da nicht mehr vorhanden.

Ich hoffe, du hattest ein schönes Samhain! :nick

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"I do not have the talent of conversing easily with people I have never met before."
Mr. Darcy


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16. Okt 2010, 20:30

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 Samhain
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*schubs*

Und wieder geht es auf Samhain zu! :nick :wiwi

Feiert das sonst noch jemand hier? :wiwi

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17. Okt 2010, 13:59

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 Re: Samhain
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Habe euch mal einen interessanten Artikel zum Thema Samhain kopiert.

Samhain - Allerheiligen - Halloween

Samhain ist der Vorabend zu Allerheiligen. Allerheiligen kommt in der Übersetzung Halloween gleich (All Hallows Eve). Samhain ist das Fest vom 31. Oktober auf den 1. November.Die Kirche feiert Allerheiligen am 1.11 und Allerseelen am 2.11.

Auch ein weiteres "katholisches" Fest liegt in dieser Zeit: St. Leonhard am 6.11. Da es so zeitnah liegt, muß man es zu diesem Jahreskreisfest mit hinzuziehen, so wie Weihnachten zur Wintersonnwende.St. Leonhard war ganz stark damit verbunden, den neuen König zu inthronisieren mit einem Gottes-Ordal, dem Heben und Werfen des St. Leonhards-Nagels (vielfach in Phallusform). Begleitet war das ganze von einem großen Fest und Pferdeumzügen. Aber dazu später.

Samhain war das keltische Silvester Für die Kelten ist das Jahr wie ein großer Tag mit Morgen, Mittag (=Sommersonnwende), Abend und Nacht (=Wintersonnwende).Samhain ist der Beginn der sogenannten "Jahresnacht". Die Kelten hatten nur zwei Jahreshälften, das Sommer-Halbjahr = der Jahrestag, und das Winter-Halbjahr = die Jahresnacht. Und Samahin war das Silvester der Kelten! Es war die Nacht, die den Übergang vom alten ins neue Jahr symbolisierte. Und genau diese Nacht stellt wieder so einen freien Raum dar zwischen dem Alten und dem Neuen. In solchen Zwischenräumen ist alles möglich. Die Wände zwischen den Welten werden besonders dünn oder lösen sich auch auf. Diese Übergänge von einem Zwischenraum zum anderen gleichen einem Niemandsland, wo weder Ordnung noch Gesetz herrschen. Man könnte sie auch als "wirbelndes Chaos" bezeichnen, in denen die Jenseitigen die Menschenwelt besuchen und andererseits die Menschen mit Hilfe von Rausch, Trance oder Ekstase leichter mit der sogenannten "Anderswelt" verkehren können.

Tod des Jahreskreiskönigs
Mythologisch gesehen bezeichnete Samhain auch den Zeitpunkt, wo der Jahreskreiskönig (=Sonne) stirbt. Der "Jäger" erlegt den Sonnenhirsch, raubt dessen Gattin, die Vegetationsgöttin, und verschleppt sie in die Unterwelt. Dort herrscht sie nun als Totengöttin (vgl. auch Demeter-Mythos) Den Hellsichtigen erscheint sie als altes Weib. Ein ganz berühmter Mythos ist König Artus, der von der alten Morgana, die in dem Fall die Morrigain verkörpert, mit der Totenbahre nach Avalon geschifft wird. Der alte König stirbt und zur Wintersonnwende wird der neue König

Ahnen-Kult
Der Kontakt zu den Ahnen, die Durchlässigkeit zur Totenwelt, ist ein Kernthema von Samhain. Man glaubte, daß die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Und da es sich auf Grund dessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit gemischten Gefühlen gegenüber: mit Achtung und mit Scheu. Der Ahnenkult hatte einen ganz besonders hohen Stellenwert in allen alten Kulturen. Die Verbindung zu den Ahnen, die hinter einem standen, war eine der größten Kraftquellen früherer Kulturen. Diese Kulturen erlebten sich nicht als getrennt von ihren verstorbenen Ahnen, sondern spürten ihre allgegenwärtige Präsenz im Leben. Sie baten sie um Rat und Beistand in allen wichtigen Angelegenheiten, sie verehrten sie und achteten sie. Und die Kraft und Hilfe, die von den Ahnen kam und auch noch heute kommen könnte, war unglaublich. Und gerade in dieser Nacht schenkte man ihnen besondere Aufmerksamkeit in Form von einer Mahlzeit zum Beispiel, die man für sie bereitstellte.

Namensdeutung für "Samhain"
Für Samhain gibt es zwei Namensdeutungen. Vordergründig bedeutet es einfach nur "Sommerende" (SAM-FIN). In einem tieferen Sinne und zweiten Aspekt weist es auf Vermählung hin im Sinne von "Vereinigung". Da der Herrscher für die Fruchtbarkeit des Landes direkt verantwortlich war, bedeutete seine Einsetzung vorrangig seine Vermählung mit der heiligen Erde des ihm anvertrauten Reiches. Denn die eigentliche Königin des Landes, die Gestalterin des Geschickes des Landes, war die Große Erdmutter selber, die Personifizierung des Landes. Durch die Vereinigung mit ihr erhielt der Herrscher (König, Fürst usw.) erst seine Weihe. Die uralte Erdgöttin erwählte einen Jahreskönig als irdischen Gemahl, dessen Los es war, am Ende einer Regierungsperiode für das Wohl des Stammes sein Leben zu opfern, um seinem Nachfolger, dem jungen, starken König Platz zu machen. Dieser "rituelle Königsmord" wurde vor Jahrtausenden tatsächlich ausgeübt und fand um die Zeit von Samhain statt, wo der neue König dann inthronisiert werden sollte. Die Heilige Hochzeit, unter welcher ursprünglich wohl die Befruchtung der Erde durch die Sonne verstanden worden ist, damit neues Leben daraus erwächst, wurde in einem Analogieakt nachvollzogen, später immer mehr variiert und mit fortschreitender Zeit immer mehr abstrahiert.

Sankt Leonhard
Wir haben einen Heiligen, der ganz stark mit diesem Samhain-Vereinignungsvorgang in Verbindung gebracht werden kann, auch wenn das die katholische Kirche heute nicht mehr so sieht. St. Leonhard, am 6.11. gefeiert, ist ein Heiliger, dessen Symbol außer dem Leonhardsnagel (=Penissymbol) vor allem die KETTE ist. Dieses Wort "KETTE" wurde in neuerer Zeit mißbräuchlich wörtlich genommen, als Kette um die Kirche oder Ketten in der Kirche. Das Wort "KETTE" weist aber auf ein altenglisches Wort hin "KETT" und "KETTE", das "Grab, Grabhügel, Erdhügel" bedeutet. Mit weichem G wie "GAT/GATE" auch vorkommend bedeutet es im altsächsichen, altnordischen und mittelhochdeutschen "Höhle, unterirdischer Gang, Erdinneres". Dieses Mißverständnis führte z.B. auch zu Unmengen von Sagen über Ketten in Bergen oder unter der Erde. Viele berühmte Tote im Berge sind mit einer Kette umschlungen (z.B. Kaiser Barbarossa, in der versunkenen Heidelburg) Es ist anzunehmen, daß diese Ketten-Geschichte von St. Leonhard auf den Vollzug der Heiligen Hochzeit in einer Erdhöhle hinweist - also unter der Erde. Die uralte Erdgöttin erwählte einen Jahreskönig als irdischen Gemahl. Ursprünglich war diese Heilige Hochzeit, wie schon erwähnt, die Befruchtung der Erde durch die Sonne. In Irland gibt es solche Kulthöhlen mit einer Öffnung, die genau zu diesem Zeitpunkt einen Lichtstrahl einließen wie eine Lichtpenetration des großen Bauchs der Erdgöttin.Wir wissen nicht mehr, in welcher Form bei den Festlandkelten diese Heilige Hochzeit vollzogen wurde. Aus der Sprache und dem Kettenbrauch läßt sich aber ableiten, daß wohl im Erdinneren die Zeremonie in Form eines Sexualrituals ihre Fortsetzung nahm, damit in Analogie die Fruchtbarkeit der Erde, Tiere und Menschen im kommenden Jahr gewährleistet war. Vielleicht wird deshalb Leonhard auch fallweise "Erdmann" genannt. Erst viel später, als dieses Ritual schon lange nicht mehr durchgeführt wurde, entstand die Umkettung der Kirche an solchen Orten. Weil sich der Geist oder die Energie eines solchen Ur-Mythos einfach immer hält, auch wenn es eine neue Form annimmt, die oft ganz anders verstanden wird oder sogar wie das Gegenteil aussieht. Und doch scheint immer etwas von diesem uralten mächtigen Geist hindurch. Noch kurz zum Namen LEONHARD selber. Er wird genauso mißverständlich meist nur noch als "löwenstark" interpretiert. Im Alt- bzw. Mittelhochdeuteschen bedeutet aber LEO Hügel oder Grabhügel und HART wird auch als Wald übersetzt (siehe heute noch Hardthöhe usw.).Es wäre somit ein Hinweis auf einen markanten Hügel im Wald, vielleicht den Ahnen-Grabhügel, der bevorzugt auch Rechtsort war. Er könnte im Innernen auch Kulthöhlen bergen. Viele Leonhard-Kirchen stehen auf solchen Hügeln!

Frau Holle und Holunder
Eine Pflanze oder besser Frucht ist besonders geeignet, Samhain zu verkörpern. Und das ist der HOLUNDER mit seinen schwarzen Holunderbeeren, aus denen man einen wunderbar schmeckenden Holunderlikör machen kann, oder aber auch einen sehr heilsamen Saft für die dunkle Jahreszeit. Der Holunder ist der Frau Holle heilig, der großen Göttin des Lebens und des Todes. Bekanntlich wurden ja die Verstorbenen in der Anderswelt von Frau Holle empfangen. Und es gab Beerdigungs-Riten, wo die Toten auf Holunder-Reisig gebettet wurden, usw. Auch beerdigte man unter Hollunderbäumen, auch Ellhorn genannt. Der Vorname "Ellen" kommt daher. Der Holunderbaum, der als Sippenbaum neben dem Haus wächst, ist ein Schwellenbaum, ein Zugang zu den vertorbenen Ahnen. Und an Sahmhain wurde diesen Sippenangehörigen noch Milch, Brei, Brot und Bier unter den Holder gestellt. Frau Holle ist auch die Herrin der Geister, Elfen und Elementarwesen. Das sind ja auch besonders die Wesen, die an Samhain in den sogenannten "Feenhügeln" wahrgenommen werden können.

Im Allgäu nennt man die Frau Holle auch "Percht". Bekannt ist sie wegen der vielerorts wieder auflebenden "Perchtenläufe" an Nikolaus. Die Percht ist eine der dunkelsten Göttinnen, die Mutter der Nacht. Jedes Volk verehrt sie unter einem anderen Namen. Der Holunder blüht weiß im Frühjahr, aber die Beeren reifen schwarz und sind ungekocht giftig wie der Stachel des Skorpions. Alles ganz nah beieinander: heilend aber auch giftig, lichthaft aber auch dunkel. Der Baum selber ist "schwer", er zieht hinab. Aber das Holz ist ganz leicht und luftig. Wie die dreifache Göttin selber, die alle Gegensätze in sich vereint. Die kulturelle Symbolik dieses Baumes umspannt die Polaritäten: Geburt, das Ins-Leben-Treten und Tod, das Aus-dem-Leben-Gehen. Auch die Liebe, die Erotik, die eine Leben und Tod verbindende Stelle einnimmt, ist in der Symbolik des Holunders enthalten. Da haben wir wieder das Thema Erotik und Sexualität wie ja auch schon beim Skorpion. Auch das Märchen der Frau Holle bringt genau diese verschiedenen Themen zum Ausdruck.

Dieser Text ist von der Seite

http://www.jahreskreis.info/index.html

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17. Okt 2010, 14:02

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 Re: Samhain
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Vidhai hat geschrieben:

Frau Holle und Holunder
Eine Pflanze oder besser Frucht ist besonders geeignet, Samhain zu verkörpern. Und das ist der HOLUNDER mit seinen schwarzen Holunderbeeren, aus denen man einen wunderbar schmeckenden Holunderlikör machen kann, oder aber auch einen sehr heilsamen Saft für die dunkle Jahreszeit. Der Holunder ist der Frau Holle heilig, der großen Göttin des Lebens und des Todes. Bekanntlich wurden ja die Verstorbenen in der Anderswelt von Frau Holle empfangen. Und es gab Beerdigungs-Riten, wo die Toten auf Holunder-Reisig gebettet wurden, usw. Auch beerdigte man unter Hollunderbäumen, auch Ellhorn genannt. Der Vorname "Ellen" kommt daher. Der Holunderbaum, der als Sippenbaum neben dem Haus wächst, ist ein Schwellenbaum, ein Zugang zu den vertorbenen Ahnen. Und an Sahmhain wurde diesen Sippenangehörigen noch Milch, Brei, Brot und Bier unter den Holder gestellt. Frau Holle ist auch die Herrin der Geister, Elfen und Elementarwesen. Das sind ja auch besonders die Wesen, die an Samhain in den sogenannten "Feenhügeln" wahrgenommen werden können.

Im Allgäu nennt man die Frau Holle auch "Percht". Bekannt ist sie wegen der vielerorts wieder auflebenden "Perchtenläufe" an Nikolaus. Die Percht ist eine der dunkelsten Göttinnen, die Mutter der Nacht. Jedes Volk verehrt sie unter einem anderen Namen. Der Holunder blüht weiß im Frühjahr, aber die Beeren reifen schwarz und sind ungekocht giftig wie der Stachel des Skorpions. Alles ganz nah beieinander: heilend aber auch giftig, lichthaft aber auch dunkel. Der Baum selber ist "schwer", er zieht hinab. Aber das Holz ist ganz leicht und luftig. Wie die dreifache Göttin selber, die alle Gegensätze in sich vereint. Die kulturelle Symbolik dieses Baumes umspannt die Polaritäten: Geburt, das Ins-Leben-Treten und Tod, das Aus-dem-Leben-Gehen. Auch die Liebe, die Erotik, die eine Leben und Tod verbindende Stelle einnimmt, ist in der Symbolik des Holunders enthalten. Da haben wir wieder das Thema Erotik und Sexualität wie ja auch schon beim Skorpion. Auch das Märchen der Frau Holle bringt genau diese verschiedenen Themen zum Ausdruck.

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Und ihr wisst, dass Frau Holle auch hier schreibt - als Fraya! :nick

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10. Nov 2011, 22:20

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 Re: Samhain
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11. Nov 2011, 13:23

 Re: Samhain
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Tarania hat geschrieben:
Ich habe hier ein paar Fotos, die ich heute Abend während und nach unserem Ritual im Wald am See gemacht habe. Was haltet ihr davon?





Ich sehe da gar nichts oder besser gesagt das hier:


Kritischer Fehler

Could't find file in Database !!

Line:24
Datei:/home/siteimg/docs/show.php
SQL:870159


Das weiß ich nicht, was das heißen soll.


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11. Nov 2011, 13:38

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 Re: Samhain
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Samhain :shock: ohje...noch nie von gehört... :oops:


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12. Nov 2011, 07:19

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 Re: Samhain
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Samhain ist verwandt mit Halloween. :torte

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