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Latein in Gottesdiensten - pro und contra

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15. Mär 2013, 23:33

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 Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Latein in Gottesdiensten - pro und contra

In den letzten Tagen war aus Rom oft Latein zu hören.

Und wird in den kommenden Tagen sicher noch weiter zu hören sein.

Was meint ihr dazu?

"Latein - versteht doch keiner - also weg damit!"

Oder:

"Latein klingt feierlich - also her damit!"

Oder noch andere Meinungen?

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16. Mär 2013, 00:12

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Ja und nein, denn ich bin nicht unbedingt dafür, wieder die gesamte Liturgie auf Latein zu lesen, aber sehr dafür, zumindest die "Kernstellen" der Messfeier lateinisch zu halten, also Credo,Paternoster usw.
Und ehrlich gesagt halte ich das Argument "Das versteht keiner!" für leicht an den Haaren herbeigezogen.
Übrigens:
Feierlicher klingen tut es auch!


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16. Mär 2013, 00:25

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Ich bin evangelisch, da hört man im Gottesdienst nichts Lateinisches. Etwas griechisch, ja.

Eigentlich wollte Luther das Lateinische nicht ganz aus den Gottesdiensten verbannen. Schade, dass es so weit gekommen ist.
Ihm ging es darum, dass die Menschen verstehen, was gepredigt wird.


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16. Mär 2013, 00:28

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Nun, wenn die Liturgie in der ausserordentlichen Form zelebriert wird, liegt meist der feststehende Text in Deutsch/Latein aus oder man kann sich den Ordo Missae günstig im Buchhandel besorgen.
Ausserdem kennt jemand, wenn er kein "Taufschein-katholik" ist, so oder die festen Texte der Hl. Messe, kann sie also auch verstehen, wenn sie auf Latein gebetet werden.

Waldbaum hat geschrieben:
...
"Latein - versteht doch keiner - also weg damit!"
...


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16. Mär 2013, 00:30

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Tannenzäpfle, geh mal in eine Messe der Altlutheraner, da hörst Du noch Latein,wenn es wirklich konsequente Altlutheraner sind.


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16. Mär 2013, 09:35

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Tannenzäpfle hat geschrieben:
Ihm ging es darum, dass die Menschen verstehen, was gepredigt wird.


Als ich Kind war, da war die Messe eine sogenannte "lateinische Messe".

Aber:

Gepredigt wurde selbstverständlich auf Deutsch.
Die Lieder wurden deutsch gesungen - mit wenigen seltenen Ausnahmen.
Der Pfarrer verkündete alles, was so anlag, selbstverständlich auf Deutsch.

Lateinisch waren nur einie wenige stets wiederholte Formeln, wie etwa: "Dominus vobiscum".

Und jeder mit einem IQ von über 50 wusste ganz selbstverständlich, dass das bedeutet: "Der Herr sei mit euch!"

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16. Mär 2013, 09:36

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Frodo hat geschrieben:

Ausserdem kennt jemand, wenn er kein "Taufschein-katholik" ist, so oder die festen Texte der Hl. Messe, kann sie also auch verstehen, wenn sie auf Latein gebetet werden.



Ja - genauso ist es - oder war es. :nick

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16. Mär 2013, 11:09

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Frodo hat geschrieben:
Tannenzäpfle, geh mal in eine Messe der Altlutheraner, da hörst Du noch Latein,wenn es wirklich konsequente Altlutheraner sind.


In Freiburg gibt es eine Evangelisch-Lutherische Kirche, die Erlöserkirche, ich weiß aber nicht ob es konsequente Altlutheraner sind.

Aber bei Gelegenheit werde ich dort mal einen Gottesdienst besuchen. :nick


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16. Mär 2013, 14:17

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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In Bezug auf die deutschen Ktholiken muss man "dank" der "nachkonziliaren" Theologie wohl leider sagen "Es war so!"
Interessant ist, warum die Communaute von Taize die ersten Jahre die Gesänge bewusst auf Latein schrieb ("Laudate omnes gentes!",Jubilate deo"usw.), weil der Text allgemein verständlich war.

Waldbaum hat geschrieben:
...
Ja - genauso ist es - oder war es. :nick


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16. Mär 2013, 14:21

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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"....et cum spiritum tuam!"

"...und mit Deinem Geiste!" (für die Nichtlateiner unter uns)

In diesem Sinne
Pax et Bonum

Waldbaum hat geschrieben:
....
Lateinisch waren nur einie wenige stets wiederholte Formeln, wie etwa: "Dominus vobiscum".
...


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16. Mär 2013, 14:53

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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im Rahmen,m wie Ihr beide, Waldbaum und Frodo, es seht, bin ich auch einverstanden.

Es gibt aber einige, die würden am liebsten die ganze Messe -- sämtliche Gebete und nach Möglichkeit auch Lieder in Lateinisch halten.
Ich habe nur von diesem Stil gemeint, das ginge am Volk vorbei. (im anderen Thread, "Menschenbilder" "Franziskus" :wiwi


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16. Mär 2013, 17:35

 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Ich meine auch, dass eine Messe, nur in Latein gehalten, am Volk vorbei geht.

Eine Messe soll doch für das Kirchenvolk sein. Es bringt doch nichts, wenn die Leute die Hälfte davon nicht verstehen. Besonders Lesung, Evangelium und Predigt wären dann ja unnötig.


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16. Mär 2013, 18:34

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Waldveilchen,deswegen ist es logisch,wenn in der Landessprache gepredigt wird, was aber vor der Liturgiereform auch der Fall war.
Warum aber manche Priester in der Heiligen Messe die Fürbitten mit Blickrichtung Gemeinde vortragen, leuchtet mir nicht ein.

interessanter und lesenswerter Link: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


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16. Mär 2013, 18:42

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Frodo hat geschrieben:
...
Warum aber manche Priester in der Heiligen Messe die Fürbitten mit Blickrichtung Gemeinde vortragen, leuchtet mir nicht ein.

...



Eine offenen Logik oder Notwendigkeit ist keine dahinter.

Vielleicht zeigen sie damit, dass sie eine Gruppe sind und dass er sich als dazugehörig fühlt? Oder er schaut seine Schäfchen dabei gerne an, deutet gerne Emotionen?
Es scheint einfach deren persönliches Wohlgefühl zu sein.


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16. Mär 2013, 18:43

 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Der Priester bräuchte die Fürbitten nicht in Blickrichtung Gemeinde vortragen, schließlich trägt er sie Gott vor. Aber stören tut's mich auch nicht.


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16. Mär 2013, 18:56

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Es ist nicht,dass es mich sehr stört, weil ich meistens, wenn die Fürbitten vorgetragen werden, die Augen geschlossen habe, aber gerade bei der heutigen Liturgie kann schnell ein Klerikerzentrismus, also eine Zentrierung auf den Priester entstehen.


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16. Mär 2013, 19:00

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Wieso soll man sich nicht auf den Priester konzentrieren während der Messe?

Soll ich mich lieber auf Gott konzentrieren?


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16. Mär 2013, 19:11

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Gut gesagt, ja, so ist es, denn selbst, wenn der Priester in persona christi handelt, also z.B. bei der Eucharistie,steht Christus im Zentrum der Liturgie und nicht der Priester.
Es hört sich also nett an,wenn die Gläubigen sagen, der Priester haben die Messe wieder gut/interessant/jugendgerecht oder wie auch immer gestaltet, aber es zeugt eigentlich von wenig Kenntniss dessen, was bei der Liturgie geschieht.


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16. Mär 2013, 19:22

 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Da hast du recht. :thumbsup


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16. Mär 2013, 22:57

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 Re: Latein in Gottesdiensten - pro und contra
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Waldveilchen hat geschrieben:
Ich meine auch, dass eine Messe, nur in Latein gehalten, am Volk vorbei geht.



Ich kenne keine solche Messe.

Solche Messe hätte nur Sinn bei einer internationalen Tagung von Lateinlehrern.

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