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Kritik an einem Theaterstück

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22. Jan 2012, 20:10

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 Kritik an einem Theaterstück
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Kritik an einem Theaterstück

Zitat:
Auf einem Picknickplatz voller aufgetürmter Hamburger-Brötchen - dem Schlachtfeld des Konsums - zeigt das Stück ein bizarres letztes Abendmahl in drastischen Bildern: Wunder, Dämonen, Tote und mittendrin ein nackt am Flügel sitzender Musiker, der Haydns "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" spielt.


Die Leitung des Thalia-Theaters wurde nach eigenen Angaben "auf Initiative radikalkonservativ-fundamentalistischer Kreise" mit Aufforderungen nach einer Absetzung des Gastspiels überschwimmt. "Der Vorwurf lautet, die Aufführung erfülle den Tatbestand der Volksverhetzung, betreibe Blasphemie und Pornographie", berichtete das Theater auf seiner Internetseite. "Teilweise erfüllen die Protestnoten den Tatbestand der versuchten Nötigung"

Bei "Gólgota Picnic" handele es sich "fraglos um eine drastische und auch verstörende Aufführung", hieß es in der Mitteilung weiter. "Es ist nicht auszuschließen, dass die Aufführung bei manchen die Grenze der Wahrnehmungsbereitschaft überschreitet", Man müsse jedoch respektieren, dass Kunst seit jeher auch zu radikalen und verstörenden Gesten finde.


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Einerseits - die Pius-Brüder sind nicht gerade die Sympathen.

Andererseits: Was soll dieses imho doofe Theaterstück?

Was meint ihr?

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22. Jan 2012, 22:25

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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So ein Theaterstück aufzuführen, ist eine Schande.

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22. Jan 2012, 22:27

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Ich kenne solche Art Stücke. Die wollen immer einen "Denk-Anstoß" geben.

Als ob sie alles besser wüssten - und wir hier alle nicht auch selber denken könnten.

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23. Jan 2012, 00:47

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Geschmackvoll finde ich die Idee nicht, aber ein Theaterstueck verbieten wollen ist versuchte Zensur. Weder Broetchen noch Nacktheit sind in Deutschland verboten. Da kann ja jeder kommen und die freie Meinungsaeusserung verbieten wollen, weil ihm die Meinung nicht passt oder er sie fuer geschmacklos haelt. Ausserdem kann man in Deutschland gefahrlos jeglicher Konfession/Religion angehoeren, Agnostiker, Deist, Atheist sein, sich fuer oder gegen Religion aussprechen.

Muss sich keiner das Stueck angucken. Wer trotzdem hingeht, kann mitten in der Vorstellung wieder rausgehen. Kann darueber schimpfen. Aber gerichtlich verbieten wollen? Wenigstens fordern die Pius-Brueder nicht dazu auf, den Autor, den Regisseur und die Schauspieler zu ermorden. Das passiert, wenn sich Islamisten angegriffen fuehlen.


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23. Jan 2012, 01:26

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Lee hat geschrieben:
Wenigstens fordern die Pius-Brueder nicht dazu auf, den Autor, den Regisseur und die Schauspieler zu ermorden. Das passiert, wenn sich Islamisten angegriffen fuehlen.


Dafür fordert im Brigitte-Forum dann ein unbedarftes Dummchen dazu auf, den Papst zu ermorden. Und die anderen unbedarften Dummchen um sie herum merken nicht, dass das eine etwas fragwürdige Forderung ist ....

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23. Jan 2012, 01:38

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Das war im Forum der Zeitschrift Brigitte? Uebel, uebel!


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23. Jan 2012, 01:40

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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So ist es ....

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23. Jan 2012, 01:54

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Wenn der Administrator vestaendnislos reagiert, wuerde ich die Chefredaktion anschreiben. Irgendwo sind doch auch die Namen der verantwortlichen Ressortchefs aufgefuehrt. Aber es wurde entfernt, hast du geschrieben.


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23. Jan 2012, 06:52

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Ja, es wurde entfernt. Wofür dann jene unbedarften Dummchen kein Verständnis hatten.

Sinngemäß wurde gesagt, der Papst sei doch bei vielen so unbeliebt, da sei es doch ganz normal, dass man halt zu seiner Ermordung aufrufe ....

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23. Jan 2012, 06:55

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Ich finde, dass es mit der Kunst bergab geht, wenn solche Theaterstücke aufgeführt werden.

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23. Jan 2012, 18:43

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Freiheit der Kunst ist eine Sache, aber auch die künsterlerische Freiheit hat ihre Grenzen-spätestens dort, wo die Gefühle anderer Menschen mit Füssen getreten werden.
Übrigens ist es so, daß dieses in einem öffentlichen Theater aufgeführte Stück durch ihre Steuern auch diejenigen mitfinanzieren müssen, die es - wie ich finde zu Recht - nicht sehen möchten.


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23. Jan 2012, 19:00

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Ich denke da wie Frodo. Wenn solche Stückchen auf einer privaten Bühne aufgeführt werden, dann sollen sie das machen, sofern es nicht gegen gute Sitten verstößt.
Handelt es sich aber um ein vom Staat subventioniertes Theater, dann sollte man die Subventionen streichen, wenn es nur darum geht das EGO des Intendanten zu befriedigen.
Hier in Berlin gibt es ja auch des öfteren irgendwelche Inszenierungen wo im Saal dann 12 Zuschauer sitzen.

Es ist wie eine Vernisage wo irgendein "Künstler" Mist ausstellt und alle die "Kunst" bewundern weil sich keiner traut zu den Kunstbanausen zu gehören nur weil man nicht versteht was das Ganze bedeutet.

Immer alles nach dem Motto " Was will uns der Künstler damit sagen"?


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23. Jan 2012, 19:26

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Heute abend ist es also soweit:

Zitat:
„Eine Sicherheitsfirma ist mit Kontrollen am Eingang beauftragt, wir erwarten aber kein Polizeiaufgebot“, erklärte die Sprecherin.

Das religions- und konsumkritische Stück des spanisch-argentinischen Regisseurs Rodrigo García hatte bereits in Frankreich und Österreich Empörung ausgelöst. Es zeigt ein bizarres letztes Abendmahl in drastischen Bildern und thematisiert die Frage, inwieweit die Religion Erlösung vom Bösen verheißen könne und ob sie nicht selbst Teil des sogenannten Bösen sei.


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Wenn ich schon lese: ".....das religions- und konsumkritische Stück ...."

Dann muss ich denken: Gott- wie originell! Wie mutig! *kopfpatsch*

Stücke dieser Art gibt es doch wie Sand am Meer ...... im Dutzend billiger .....

Aber die Burka zu kritisieren - daran wagen sich solche "mutigen" Künstler eher nicht heran ....

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23. Jan 2012, 20:02

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Mauerblümchen hat geschrieben:
...
Immer alles nach dem Motto " Was will uns der Künstler damit sagen"?


...wenn er überhaupt etwas damit sagen möchte. :wink:
Wer diesen "Wir-sind-alle-Kunstexperten!"-Zirkus genial hochgenommen hat, war ja HaPe Kerkeling, ich sage nur "das Reh" und "Hurtz!" :mrgreen:


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23. Jan 2012, 21:37

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Vielleicht gehört in gewissen Weltgegenden noch Mut dazu, das Christentum zu kritisieren.

In Deutschland rennt man damit offene Türen ein.

Das ist Eulen nach Athen getragen.

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24. Jan 2012, 01:34

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Das Neueste:


Zitat:
Thalia-Intendant Joachim Lux warf der Piusbruderschaft im Interview mit Deutschlandradio Kultur vor, mit ihrer Ankündigung von rechtlichen Schritten nur Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Beim Thalia Theater seien zwar bisher rund 400 Protest-E-Mails und -Faxe eingegangen, von der Staatsanwaltschaft habe er aber noch nichts gehört.

Das Gastspiel des Centro Dramático Nacional (Madrid) & Théâtre Garonne (Toulouse), das in spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln aufgeführt wird, geht auf einem Picknickplatz voller aufgetürmter Hamburger-Brötchen – dem Schlachtfeld des Konsums – über die Bühne. García ist bekannt für seine extrem physische und kompromisslose Theatersprache. (dpa/dapd/abendblatt.de)



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Soso .....Thalia-Intendant Joachim Lux warf der Piusbruderschaft also vor, nur Aufmerksamkeit erregen zu wollen.

Was für ein widerlich verheuchelter Idiot.

Und was will der Depp denn selbst erreichen?

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24. Jan 2012, 05:39

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 Re: Kritik an einem Theaterstück
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Der wirksamste Protest wäre, wenn keiner hingehen würde.

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24. Jan 2012, 17:03

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Da hast du recht, Waldveilchen.

Ich bin nach wie vor gegen Zensur. Ich erzaehl euch auch warum

Zensur ist in USA ein leidiges Thema mit Buechern fuer Jugendliche. Bibliothekare werden immer wieder mal damit konfrontiert, dass jemand - meist, aber nicht ausschliesslich eine Kirche - irgendein Buch fuer ungeeignet haelt und es aus der Buecherei entfernt haben moechte. Das moralische Netz der Zensurbefuerworter ist sehr eng gesteckt, so dass auch Werke der Weltliteratur darin haengen bleiben, z.B. Mark Twains Abenteur von Huckleberry Finn.

Ich meine, solange ein Werk nichts Illegales propagiert (Kinderpornografie, Aufforderung zu Mord und Totschlag usw.), sollte es nicht zensiert werden, weil sonst jeder kommen und seinen moralischen Masstab anlegen kann. Wo sind die Grenzen?

Das Argument der oeffentlichen Gelder zieht bei mir auch nicht. Bibliotheken werden auch aus oeffentlichen Geldern finanziert. Die Bibliothekare selbst selektieren Buecher, die sie fuer lesenswert halten, ganz einfach weil die Geldmittel beschraenkt sind und die Flut der Erscheinungen nicht bewaeltigt werden kann. So hat der Intendant des Theaters ein Theaterstueck selektiert, von dem er sich irgendetwas verspricht.

Der Ausloeser hier - dieses Stueck - bleibt in eurem Netz haengen, das sicher sehr weit gesteckt ist, aber es ist immer noch ein Zensurnetz.


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