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Jüdische Friedhöfe

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 38 Beiträge ] 

12. Nov 2008, 11:23

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Gute Idee! :-D Vielleicht klappt das ja!


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12. Nov 2008, 11:55

 
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Ich war früher sehr häufig auf dem alten jüdischen Friedhofsteil im Zentralfriedhof Wien.


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12. Nov 2008, 16:53

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Ruschka hat geschrieben:
Als wir vor 2 Jahren einen Kurzurlaub in Budapest machten, las ich im Reiseführer dass man unbedingt den jüdischen Friedhof besuchen sollte.

Nun, nach einer abenteuerlichen Fahrt mit der Strassenbahn , gelangten wir zum Ausgangspunkt.

...
So liefen wir eine nicht enden wollende Landstr, hatten mittlerweile Durst und wollten schon aufgeben. ( war nicht ungefährlich dieser Weg)

Doch dann sah ich ihn und wir betraten eine ganz andere Art von Friedhof.
Mein Mann musste sich die Kopfbedeckung nehmen, sonst hätte er nicht mitgehen können.
Fotografieren war streng verboten..................leider.
Kaum ein Friedhof hat mich mehr beeindruckt als dieser in Budapest.
Viele der riesigen Grabsteine hatten deutsche Inschriften, welche so voller Liebe ausgewählt waren.
Ich bereute sehr, kein Blatt oder einen Stift in der Tasche zu haben und versuchte verzweifelt mir einige einzuprägen.
Gelang mir leider nicht.
Keine einzige Blume war auf den Gräbern, dafür wunderschöne Steine.

Dieser Friedhof wurde überwacht und da ich mich von mancher der Grabstätten nicht losreißen konnte, näherte sich uns ein Mann. Er sprach gut deutsch und fragte mich warum wir diesen weiten Weg auf uns genommen hätten um hier diesen Friedhof zu besuchen.
Er sagte sofort, wir wären keine Juden, aber er freute sich dass sich gerade unsere Generation dafür interessierte.

Ich fragte ihn was es mit den Steinen auf sich hätte.
Seine Erklärung lautete, es sei ein Brauch, dass auf jüdischen Friedhöfen deshalb keine Blumen kämen, denn sie symbolisierten das Leben.
Blumen oder Pflanzen sind vergänglich, aber Steine dagegen nicht.

Dann führte er uns zu den großen Gedenktafeln.
Dort waren alle Juden in den Stein gemeißelt, die damals in den Konzentrationslagern umgekommen waren.
Auch hier lagen sehr viele Steine.

Sollte ich nocheinmal nach Budapest kommen, ich würde diesen Friedhof erneut besuchen, denn obwohl ich sonst Friedhöfe meide, hatte dieser eine ganz beruhigende Atmosphäre welche ich noch nie erlebt hatte.

Liebe Grüsse
Ruschka


Auf diesem Friedhof sollen Szenen aus dem Film Evita mit Madonna gedreht worden sein.

Leider hat uns die Zeit nicht gereicht, als wir für 3 Tage dort waren. Aber ich will diesen Friedhof auch unbedingt mal sehen, er sei einer der schönsten in Europa habe ich gehört.

Schade, dass man keine Fotos machen darf. Unter den Grabsteinen sollen ein paar grrossartige Kunstwerke sein.


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13. Nov 2008, 09:15

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Ja, Wildkatze da hast Du völlig Recht.
Auf dem jüdischen Friedhof in Budapest befinden sich großartige , dennoch in einer unaufdringlichen Weise, großartige Grabsteine.

Wir waren ganz allein auf diesem Friedhof, denn leider liegt dieser sehr weit außerhalb der Stadt und ist schlecht zu erreichen.

Die eingemeißelten Worte, meistens in deutscher Sprache, waren so beeindruckend, dass wir uns kaum losreißen konnten.
Auch die riesigen Tafeln mit all den Juden die in den Konzentrationslagern starben, waren schlicht gehalten und manche Namen waren wohl erst viel später dort hinzugefügt worden.
Hinter jedem dieser Namen war das Lager eingefügt, indem diese Menschen starben.

Insgesamt standen dort 3 riesige Tafeln und während wir davor standen, fühlte ich mich sehr schuldig. :???:
Wir wohnten damals im Judenviertel, wußten dies allerdings nicht.
Gerne hätte ich mich dort mit den Menschen unterhalten, doch sie mieden uns sehr.
Außer dem jüdischen Friedhof, faszienierte mich die größte Synagoge dort.
Ich fand es aber erschreckend, wie wenig Deutsche sich dafür interessierten.

Liebe Grüsse
Ruschka

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L.Armstrong


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14. Nov 2008, 14:34

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Ruschka hat geschrieben:
...

Wir wohnten damals im Judenviertel, wußten dies allerdings nicht.
Gerne hätte ich mich dort mit den Menschen unterhalten, doch sie mieden uns sehr.
Außer dem jüdischen Friedhof, faszienierte mich die größte Synagoge dort.
Ich fand es aber erschreckend, wie wenig Deutsche sich dafür interessierten.

Liebe Grüsse
Ruschka


Schade, dass Ihr nicht gemerkt habt, wo Ihr einquartiert wart. Ich nehme an Du meinst den 7. Bezirk, "Erzsébetvàros"

Habt Ihr auch das schöne Denkmal gesehen auf dem Hof der Synagoge? (es ist ein Baum mit den Namen der während des 2. Weltkriegs getöteten und vermissten Bewohner des Viertels).?

Dass die Deutschen dort gemieden werden, ist mir gar nicht aufgefallen. Wir haben absichtlich in diesem Viertel ein Hotel gesucht. Allerdings kann ich ja Ungarisch, doch mit meiner Tochter habe ich immer Deutsch gesprochen, auch dann wurde ich nicht gemieden. Aufgefallen ist mir aber, dass sich nur wenige Deutsche in die Elisabethenstadt gewagt hatten.

gegenwärtig herrscht leider wieder eine grosse Hasswelle gegen die Juden, ich weiss gar nicht warum. Dabei wäre Budapest ohne die Jüdischen Architekten und Top-Mathematiker und Politiker nicht zu dem Ruhm gekommen, den sie bis heute noch hat :mrgreen: So etwas wird offenbar gerne und schnell vergessen.


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14. Nov 2008, 14:58

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Ja, dieses Denkmal im Hofe der Synagoge hat mich völlig fasziniert.

Für jeden getöteten Juden ein Blatt, welch wunderbarer Einfall.
Als wir in Budapest an dieser Synagoge standen, konnte man, egal in welcher Sprache, eine Führung bekommen.
Während sich große Gruppen aller Nationalitäten bildeten, bestand die deutsche Gruppe aus 8 Menschen :???:

In dem Judenviertel in dem wir wohnten, befanden sich auch mehere jüdische Lokale.Klar, nur wir wußten es ja damals nicht.
Wir gingen dort oft essen, bis mir auffiel, dass andere Gäste eine andere Speisekarte bekamen.
Am Tisch neben uns saß ein älteres Ehepaar und der Mann hatte wohl meinen fragenden Blick gesehen.
Er meinte sofort, wir seien keine Juden und deshalb bekämen wir eine andere Karte.
Dies Ehepaar war sehr nett und wir kamen ins Gespräch.
Mein Blick fiel auf seinen Arm und ich traute meinen Augen kaum.
Er hatte dort eine Nummer eintätoviert :???: und wieder erhaschte er meinen fragenden Blick, und erzählte er sei lange im Konzentrationslager gewesen.
Er war uns gegenüber sehr aufgeschlossen, meinte allerdings so schnell würden wir die Vergangenheit nicht los.
Dieser Satz beschäftigte mich noch lange.................doch einige Tage später auf dem jüdischen Friedhof, verstand ich.

Ich spreche kein ungarisch und viele dort, die zwar die deutsche Sprache beherrschen, antworten nur in englisch.
Sehr zu schaffen machte mir diese große Armut in dieser Stadt. Es war kaum zu ertragen.

Mein Mann möchte nicht mehr nach Budapest.................ich dagegen schon.

Liebe Grüsse
Ruschka

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14. Nov 2008, 20:57

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Ruschka hat geschrieben:
Wir waren ganz allein auf diesem Friedhof, denn leider liegt dieser sehr weit außerhalb der Stadt und ist schlecht zu erreichen.


:mrgreen: :mrgreen:
da muss ich Dir widersprechen. auch wenn es Dir so vorkam; dieser Friedhof -- falls wir von der gleichen sprechen, dem mit den prächtigen Mausoleen, wie zum Beispiel das türkisblau glasierte für Sandor Schmidl an der Kozma Strasse --, der ist noch in der Stadt

:mrgreen:

Zitat:
Nun, nach einer abenteuerlichen Fahrt mit der Strassenbahn , gelangten wir zum Ausgangspunkt.

Der vor uns liegende Friedhof war, wie sich schnell herausstellte nicht der jüdische Friedhof.




auch da ist es so. wenn Ihr den Kerepeser Friedhof meint (?) hat Euch jemand ganz schön in die Irre geführt :cry:Ihr hättet Euch mit der richtigen Beratung die Irrfahrt ersparen können: Ubahn M2 bis zum Ostbahnhof, dann Strassenbahn Nr 24 oder 37. Wenn Man dann von dort aus nach dem Kerepeser Friedhof fragt, wird man automatisch in den christlichen Teil dirigiert :cry: Der jüdische Friedhof liegt am anderen Ende. Der ist nicht so schön ,wie der von der Kozma Strasse, aber auch nicht zu verachten.

Auch zur Kozma Strasse, dem wichtigsten jüdischen Friedhof von Budapest, hättet Ihr es einfacher haben können. Dieser Friedhof ist an einem Ende ebenfalls christlich. Der jüdische Teil liegt an der nordwestlichen Ecke davon.

Mit der Strassenbahn Nr 37 fährt man bis zur Endstation, nachher ist der Eingang nur noch in erreichbarer Nähe, ohne Blasen an den Füssen :mrgreen:

Es gibt aber in Budapest noch ein Dutzend weitere jüdische Friedhöfe, die einmal in Dörfern -- jetzt in Budapest -- liegen-


Zitat:
Sehr zu schaffen machte mir diese große Armut in dieser Stadt. Es war kaum zu ertragen.
Mein Mann möchte nicht mehr nach Budapest.................ich dagegen schon.


Du sagst es! Ich habe Budapest noch in der kommunistischen Ära erlebt. Da hatten sie wenigstens noch einen Scheinwohlstand. Seit Ungarn "frei" ist, versuchen alle dem Westen nach zu eifern, vor allem seit sie den Wunsch hatten, der EU bei zu treten. Viele nehmen hohe Kredite auf, um dem westlichen Standart nacheifern zu können -- die Armut wird immer grösser. Ich kann Dir darüber noch viel erzählen, das würde hier aber diesen schönen Beitrag über Friedhöfe versenken. Wenn Du willst, schreibe ich im PN oder in einem extra-Thread. (wenn es auch ander wollen)

Übrigens: Dass Euch viele, die Deutsch verstehen, auf Englisch geantwortet hatten, liegt wohl eher daran, dass diese Sprache in den Schulen ausserordentlich gefördert wird.


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15. Nov 2008, 10:25

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Hallo Wildkatze,

ja es wäre schön, wenn Du einen neuen Thread darüber eröffnen würdest.

Leider klappte es dort mit der Verständigung ja nicht gut
:weia auf welchem jüdischen Friedhof waren wir bloß??

Ich schau nochmal in meinem Reiseführer nach :???:

Liebe Grüsse
Ruschka

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15. Nov 2008, 11:42

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Ruschka hat geschrieben:
Hallo Wildkatze,

ja es wäre schön, wenn Du einen neuen Thread darüber eröffnen würdest.

Leider klappte es dort mit der Verständigung ja nicht gut
:weia auf welchem jüdischen Friedhof waren wir bloß??

Ich schau nochmal in meinem Reiseführer nach :???:

Liebe Grüsse
Ruschka


Also der Friedhof in der Kozma utca ist der wichtigste und wahrscheinlich auch "schönste". (In Anführungszeichen, weil das Geschmackssache ist. Dort hat es auch viele grosse Mausoleen -- was ich auf Bildern gesehen habe, gefällt auch mir).

Da Du vom Holocaust-Denkmal schreibst, nehme ich an, dass Ihr dort wart, denn dieses ist in der Kozma utca. (

Auch im Kerepeser Friedhof (in der Nähe vom Ostbahnhof) gibt es Mausoleen und einfachere Grabsteine. Dieser Teil ist aber verlassen und wird darum für Touristen "normalerweise" gar nicht empfohlen. Will man sich durchfragen, heisst es, da sei man falsch -- es sei denn, man will in den christlichen Teil. Dieser ist toll ausgestattet, wird gepflegt und da sind viele Berühmtheiten begraben. Darum zeigen die Ungarn lieber diesen Teil des Friedhofs. Ungarn neigen zu Pompösität; dass man sich für etwas Einfaches begeistern kann, ist vielen unverständlich :mrgreen:

Ich würde Euch trotzdem empfehlen diesen Friedhof zu besuchen, wenn Ihr mal wieder geht. In der Verlassenheit liegt eine wilde Romantik. Die mit Efeu überwachsenen, zum Teil schon verwitterten Mausoleen und Grabsteine strahlen etwas Uriges, Heimeliges und Vertrautes aus.

irgendwie ist es, als würden diese Steine "atmen". Aber das ist meine persönliche Empfindung. Ich liebe sowieso alte verlassenen Friedhöfe. (wenn ich ein Bild hier aufladen kann, zeige ich Dir an einem Beispiel, was ich meine :mrgreen: )


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15. Feb 2009, 17:35

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Wildkatze hat geschrieben:

In der Verlassenheit liegt eine wilde Romantik. Die mit Efeu überwachsenen, zum Teil schon verwitterten Mausoleen und Grabsteine strahlen etwas Uriges, Heimeliges und Vertrautes aus.

irgendwie ist es, als würden diese Steine "atmen". Aber das ist meine persönliche Empfindung. Ich liebe sowieso alte verlassenen Friedhöfe.


Ja, genauso habe ich jüdische Friedhöfe auch in Erinnerung. :torte

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4. Mär 2009, 14:54

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In unserer Stadt gibt es einen kleinen jüdischen Friedhof der sehr gepflegt ist.
Er ist seit seiner entstehung von einer Mauer umgeben. Die Türe ist leider immer verschlossen und man darf nur auf Anfrage bei der hiesigen Friedhofsverwaltung hinein, um Vandalismus und Grabschändung zu vermeiden.

Meinen herzlichsten Dank an gewisse ..., na, ihr wißt schon, was. :devil

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17. Nov 2009, 16:08

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Hier ein Bild vom jüdischen Friedhof in Aurich (Quelle: Wikipedia)

Bild

Ich wurde mal von einem dänischen Ehepaar nach diesem Friedhof gefragt. Wir haben ihn zwar gefunden, aber er war leider verschlossen.

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Lieben Gruß vom Eichhörnchen

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19. Nov 2009, 18:56

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Eichhörnchen hat geschrieben:

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Ein schönes Bild.

Ja, so sehen auch die jüdischen Friedhöfe aus, die ich kenne.

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Gnädigster und durchlauchtigster aller Lords der Highlands and Islands, Bezwinger des Loch-Ness-Monsters,
Freund der Stewarts, Herrscher über Caithness, Orkney and Shetland,
Fürst der Fair Isle und der nördlichen Nordsee, Lord of Inverness,
gefürsteter Herzog von Drumnadrochit, Blairgowrie and Dunkeld


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3. Mai 2011, 15:22

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 Re: Jüdische Friedhöfe
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Hier in Worms war ich auch mal auf dem Friedhof. Be-eindruckend! :torte

Zitat:
Der Heilige Sand in Worms gilt als ältester jüdischer Friedhof Europas. Er dürfte gleichzeitig mit dem Bau der ersten Synagoge in Worms (1034) angelegt worden sein. Der älteste erhaltene Grabstein, der des Jakob ha-Bachur, stammt aus dem Jahr 1076. Insgesamt umfasst der Friedhof circa zweitausend Gräber. Nachdem 1911 ein neuer jüdischer Friedhof außerhalb der Stadt angelegt wurde, lief die Nutzung des Heiligen Sandes weitgehend aus. Die letzten Bestattungen wurden in den 1930er Jahren durchgeführt.


Link - mit Bildern: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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3. Mai 2011, 15:54

 Re: Jüdische Friedhöfe
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Wildkatze hat geschrieben:
Ruschka hat geschrieben:
...

Wir wohnten damals im Judenviertel, wußten dies allerdings nicht.
Gerne hätte ich mich dort mit den Menschen unterhalten, doch sie mieden uns sehr.
Außer dem jüdischen Friedhof, faszienierte mich die größte Synagoge dort.
Ich fand es aber erschreckend, wie wenig Deutsche sich dafür interessierten.

Liebe Grüsse
Ruschka


Schade, dass Ihr nicht gemerkt habt, wo Ihr einquartiert wart. Ich nehme an Du meinst den 7. Bezirk, "Erzsébetvàros"

Habt Ihr auch das schöne Denkmal gesehen auf dem Hof der Synagoge? (es ist ein Baum mit den Namen der während des 2. Weltkriegs getöteten und vermissten Bewohner des Viertels).?

Dass die Deutschen dort gemieden werden, ist mir gar nicht aufgefallen. Wir haben absichtlich in diesem Viertel ein Hotel gesucht. Allerdings kann ich ja Ungarisch, doch mit meiner Tochter habe ich immer Deutsch gesprochen, auch dann wurde ich nicht gemieden. Aufgefallen ist mir aber, dass sich nur wenige Deutsche in die Elisabethenstadt gewagt hatten.

gegenwärtig herrscht leider wieder eine grosse Hasswelle gegen die Juden, ich weiss gar nicht warum. Dabei wäre Budapest ohne die Jüdischen Architekten und Top-Mathematiker und Politiker nicht zu dem Ruhm gekommen, den sie bis heute noch hat :mrgreen: So etwas wird offenbar gerne und schnell vergessen.

...dann lies mal unter "jobbik" nach


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3. Mai 2011, 15:55

 Re: Jüdische Friedhöfe
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In meiner Stadt gibt es auch einen jüdischen Friedhof, der allerdings seit Anfang der 50-er Jahre geschlossen ist.


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3. Mai 2011, 18:01

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 Re: Jüdische Friedhöfe
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Hier in Karlsruhe gibt es sogar zwei jüdische Friedhöfe: Einen liberalen und einen orthodoxen.

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25. Mär 2016, 18:36

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 Re: Jüdische Friedhöfe
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Jüdische Friedhöfe haben eine sehr eigentümliche Atmosphäre.

Traut euch ruhig einmal hin!

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Plec'h moc'h hwi Brokilien, hunvreou pell a gevrin ?


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