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Ist Religion gefährlich, überflüssig, beeinflussend?

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 98 Beiträge ] 

7. Dez 2008, 01:35

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Tarania hat geschrieben:

Darüber könnte man schlicht endlos diskutieren und ich fürchte, den meisten sind unsere Postings hier zu lang und zu anstrengend.


Nö! :-D
Eure Beiträge regen zum Nachdenken an!
Auch wenn von anderen wenig dazu geschrieben wird, bedeutet es nicht daß
sie nicht doch gelesen werden.


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7. Dez 2008, 04:27

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... diskutiere mal mit Physikern und du stanunst, wie schnell du mit denen im Gespraech an den Grenzen landest, wo du nicht weisst, was noch nachweisbare Phyisik ist und wo Gott moeglicherweise beginnt.

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7. Dez 2008, 08:27

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Hallo Mohnblume

Kein Physiker kann Gott oder Spirit oder irgend etwas, das nicht Materie ist, beweisen oder etwas darüber herausfinden.
Aber nicht nur Physiker können das nicht, das kann auch sonst niemand.

Also bleibt alles beim Glauben. Und darüber läßt sich bekanntlich nicht streiten. Weil es nämlich ein Glaube ist und kein Wissen.

Für mich werden diese Dinge dann lächerlich, wenn jemand sagt, er oder sie wisse ganz bestimmt, dass es einen Gott gibt. Denn dieses sogenannte Wissen ist und bleibt ein Glaube und ist kein Wissen.

Hallo Holle

Ich freue mich, dass auch noch andere hier mitlesen. Dachte ebenfalls, wie Tarania, dass wir hier an vielen vorbeireden und dass hier niemand wirklich Interesse dran hat. Aber ich verstehe schon, dass Viele aus verschiedensten Gründen nicht mit diskutieren wollen.

Hallo Tarania

Du hast vollkommen Recht, dass wir hier viele weitere Themen mit gestreift haben und dass wir hier noch viele interessante Dinge diskutieren können. Sicher werde ich irgendwann einmal das eine oder andere Thema aufgreifen und einen eigenen Thread aufmachen. Die Zeit ist zum Beispiel ein solches Thema.

Die Sache mit der Polarität und dem Dualismus ist überhaupt nicht kompliziert, wenn man einmal den Knoten gelöst hat. Dann wird alles sogar unglaublich einfach.
Sicher werde ich auch über dieses Thema noch mehr schreiben. Es ist ja mein "Lebensthema", wenn ich mal so sagen kann. Auf jeden Fall für mich sehr wichtig und die Erkenntnisse diesbezüglich haben mein Leben sehr beeinflußt und mich sehr glücklich und zufrieden werden lassen. Ich möchte mich mal als einen einen heiteren alten Mann bezeichnen, der eigentlich keine wirklichen Probleme hat. Und bewirkt hat das die Erkenntnis der Polarität als das Grundprinzip allen Seins.
Wie gesagt, ein anderes Mal mehr darüber, falls Interesse besteht. Wenn nicht, dann werde ich euch nicht mit meinen Erfahrungen langweilen. Wenn niemand reagiert, dann merke ich schon, dass kein Interesse vorhanden ist.

Schöne Grüße und habt noch einen schönen Sonntag. Bei uns ist er fast vorbei. Aber der Montag ist auch ein schöner Tag! Jeder Tag ist schön! Solange man nicht Zahnschmerzen oder sonst was Unangenehmes hat. Aber auch diese Dinge gehen vorüber!

Werner

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7. Dez 2008, 11:44

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Kein Physiker weiss was bestimmt, aber er erkennt Grenzen, wo er nicht weiter kommt. Ich kenne einige, die nicht an Gott glauben, und auch jene erkennen diese Grenzen ... wo eben weder Beweise, sondern nur noch Vermutungen, oder letztendlich der Glaube beginnt.

PS: Auf dein Thread Dualismus bin ich gespannt :)

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7. Dez 2008, 13:06

 
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Zitat:
Warum wollen wir eigentlich ewig weiter leben? Das ist mal eien andere Frage. Die Römer kannten so etwas nicht. Und viele indigene Völker auch nicht. Jedenfalls nicth in der Weise, wie wir das meinen, Nämlich dass unser Ich (oder Seele oder wie auch immer wir das nennen) als Individuum weiter existiert.


WAS kannten die Römer nicht? Eine Existenz der Seele nach dem Tode?

Die Römer glaubten an ein Weiterleben der Seele; diese Seelen nannten sie "manes", Totengeister. Für die Manes wurden Rituale gefeiert und Speisen geopfert; das größte Fest zu ihren Ehren waren die Parentalia im Februar. Zur Besänftigung der Totenseelen (placandis manibus) wurden kleine Opfergaben an den Wegen und bei den Gräbern dargebracht: Kränze, Früchte, Salzkörner, weingetränktes Brot und Veilchenblüten; dazu sprach man Gebete.


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7. Dez 2008, 13:56

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... ich gehoere auch zu den Menschen, die annehmen, dass die Seele irgend in einer Form weiter leben kann ... wieso soll sie lediglich an irdisches Tierdasein gebunden sein? Waere allein als solches eine etwa niedrige Lebensform. Kann doch sein, dass Seele verschiedenste "Lebensformen" hat. Und so ist mir egal, wie lange ich hier auf Erden lebe, ob meine Seele sich einen anderen Traeger aussucht, ob es eine Katze oder ein anderer Mensch sein wird, ob das moegliche Weiterbestehen dieser Seele ueberhaupt noch auf einem Planeten sein wird. Seele ist doch so wenig fassbar wie Elektrizitaet. Und doch wissen wir, dass letztere existiert, wenn wir die Finger in die Steckdose halten.

Eigentlich freue ich mich auf das Ende meiner derzeitigen irdischen Existenz. Schon alleine aus Neugier.

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7. Dez 2008, 23:56

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Hallo Hasenfrau

Ich habe mich etwas ungenau ausgedrückt wegen der Römer.
Sie glaubten nicht an ein Weiterleben, so wie wir das glauben.
Für sie gab es den Hades, einen düsteren Ort. Und soviel ich weiss, glaubten sie nicht, dass man dort für ewig sein würde. Aber da bin ich nun etwas überfragt. Vielleicht weiss jemand anderer mehr darüber.

Soviel ich von den Manes weiss, waren das Geister, die nicht zur Ruhe kamen. Deshalb trieben sie ihr Unwesen. Also auch dies ist nicht zu vergleichen mit dem in unserer Kultur vorhandenen Glauben an ein ewiges Leben ohne Sorge, Leid, Schmerz, Krankheit und Tod.

Hallo Miohnblumbe

Wenn du von der Unsterblichkeit der Seele sprichst, dann mußt du erst mal an eine die Existenz einer Seele glauben.
Was ist Seele?
Das ist nun wieder je nach Religion etwas verschieden. Im Christentum wird die Seele von Gott gegeben oder erschaffen bei der Geburt. Manche sagen auch schon bei der Zeugung. Da ist man sich offensichtlich nicht so ganz sicher. Andere Religionen oder Sekten meinen, dass die Seele schon vorher oder sogar schon immer da war. Und bei dieser Ansicht kann man dann wieder verschiedene Meinungen hören. Ist sie der Kern unserer Persönlichkeit und somit eine Individualität? Oder ändert sie sich ständig, je nachdem, wie sie sich inkarniert? In diesem letzteren Falle wäre die Seele also nicht eine Individualität, also es wäre nicht ICH. Sondern etwas wie ein Lebensfunke oder eine allgemeine Lebensenergie. In etwa das, was die Chinesen mit Chi bezeichnen. Diese Energie ist jedoch überall. Auch in Dingen. Und somit wäre dies dann ungefähr das, was ich mit Spirit bezeichne. Eine offene Frage ist jedoch noch, ob sich diese Lebens- oder Seinsenergie ständig ändert oder immer gleich bleibt. In meiner Weltsicht ändert sich Spirit auch ständig. Denn das ständige Ändern sehe ich überall und ich sehe, dass nichts so bleibt, wie es ist.

Dann gibt es noch weitere Definitionen von dem Wort Seele. Zum Beispiel Gemüt oder Emotion. Man spricht von einem seelenvollen Mensch. Das ist dann wieder ganz was anderes. Also diese Dinge sind sehr verwirrend. Und wenn man darüber diskutiert, sollte man, um Mißverständnisse zu vermeiden, immer dazu sagen, was man mit Seele eigentlich meint.

In meiner Definition ist Seele nicht das, was ewig weiter lebt. Denn ein Individuum lebt nach meienr Meinung nicht ewig weiter. Jedoch geht alles ständig weiter. Aber das ist mit der Materie ebenso wie mit Spirit. Denn nach meiner Meinung ist beides so miteinander verbunden, dass man es nicht trennen kann. Deshalb glaube ich auch nicht an eine Re-Inkarnation und auch nicth an eine Inkarnation. Denn wenn sich etwas inkarniert (das bedeutet, sich einen Körper sucht - wörtlich: ins Fleisch kommen, also in die Materie eintreten). Spirit und Materie gehören untrennbar zusammen und beeinflussen sich ständig gegenseitig. Das eine ist das Abbild vom anderen. So ähnlich sehen es auch die Buddhisten. Jedoch einseitig. Sie sagen, die Materie ist das Spiegelbild von Geist. Bei mir jedoch ist gewissermassen beides das Spiegelbild vom anderen. Als Vergleich hinkt das zwar ein wenig, weil sich zwei Spiegelbilder nicht gegenseitig spiegeln können. Höchstens zwei Spiegel könnten sich gegenseitig spiegeln. Für die Buddhisten ist somit der Geist höher oder sogar das einzig Wirkliche (das Selbst). Materie betrachten sie als vorübergehend und sogar als eine Art Illusion. Nur der Geist ist bei ihnen die Wirklichkeit. Während bei mir sowohl Spirit wie auch Materie absolute Wirklichkeit sind. Überigens kommt das Wort "Wirklichkeit" von wirken. Die Wirklichkeit ist das, was wirkt. Und alles wirkt ständig zusammen. Und dies ist das Leben, das Verändern, das Wachsen und Sterben. Das Wirken ist die Ewigkeit. Aber nicht statisch, sondern in ständiger Veränderung.

Schöne Grüße
Werner

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8. Dez 2008, 03:44

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Lieber Werner ...

da haben wir nur ein kleines Problemchen ... was ist Zeit und wie lange dauert sie. Was ist ewig, und wo sind die Grenzen. Wir kennen sie nicht ... und so lange bleibt alles offen. Es gibt den Absolatismus nicht. Du aus deiner Perspektive, ich aus meiner, alle anderen haben wieder eine andere ...

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8. Dez 2008, 12:26

 
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Hallo Werner,

Zitat:
Ich habe mich etwas ungenau ausgedrückt wegen der Römer.
Sie glaubten nicht an ein Weiterleben, so wie wir das glauben.
Für sie gab es den Hades, einen düsteren Ort.


Das mit dem Hades waren die Griechen. Die kannten außerdem noch das Elysium.

Zitat:
Also auch dies ist nicht zu vergleichen mit dem in unserer Kultur vorhandenen Glauben an ein ewiges Leben ohne Sorge, Leid, Schmerz, Krankheit und Tod.


In unserer deutschen Mythologie gibt es verschiedene Totenreiche, sowohl dunkle als auch lichte Orte, sowie den Glauben an die Wiedergeburt.


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8. Dez 2008, 15:04

 
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Zu der hier aufgeworfenen Frage, ob Religionen (bzw. religiöse Institutionen) zu Abhängigkeit, Intoleranz oder Fanatismus führen. - So darf man nicht fragen, das vereinfacht zu sehr. Man sagt ja auch nicht pauschal, daß das Essen von Pflanzen giftig ist - es kommt ja doch darauf an, welche Pflanzen man ißt.

So kommt es auch darauf an, um welche Religion es geht. Nehmen wir den Islam ("Friede"): er hat sich in zahlreiche Länder der Erde ausgebreitet, und in keinem davon herrschte in den letzten Jahrzehnten immer nur Frieden. Es gibt kein mehrheitlich islamisches Land, wo nicht in den letzten Jahrzehnten Krieg oder Bürgerkrieg herrschte. Diese Religion ist also von ihrer Grundanlage her unfriedlich. Das ist auch kein Wunder, Mohammed hat von Anfang an die Abgrenzung vom Judentum und Christentum, aber auch vom Heidentum gewollt und in seinen Koran hineingeschrieben. Diese Religion ist also bewußt als Gegenreligion geschaffen worden. Das trifft teilweise auch auf das Christentum zu, aber nicht in dem Maße. Hier waren es die "Heiden", von denen man sich von Anfang an abgrenzte, doch hat man vom römischen Heidentum so viel übernommen, daß es nicht ganz so fanatisch wurde, wie beim Islam.

Das "Böse" an oder in einer Religion kommt dann zum Ausdruck, wenn ihre Vertreter andere missionieren wollen. Dabei werden nicht nur uralte (und viel wertvollere) Kulturen zerstört, da verlieren Naturvölker auch ihre Seelen. Man fragt sich: Warum können Christen oder Moslems ihre Religion nicht für sich praktizieren, warum soll das nur gehen, wenn sie alle andern auch bekehrt haben? Warum ist es ihnen nicht egal, was andere glauben und ob sie vielleicht einmal in die Hölle kommen werden? Warum spielen sie sich als verbindliche Wegweiser für andere auf, anstatt still und leise ihren eigenen Weg zu gehen? Alle Antworten, die ich dazu finden kann, finde ich bedenklich. Z. B. geht es ihnen vielleicht nur um Macht ihrer Kirche? Oder um aufgezwungene "Nächstenliebe", nämlich um uns vor der Verdammnis zu retten? Das beinhaltet doch die Aussage, daß das, was wir glauben, zur Verdammnis führt, mithin daß unsere (heidnische) Religion schlecht, böse ist. Ist das nicht ein Angriff? Und Bevormundung auch noch, zusätzlich zu der Tatsache, daß sie also von ihrer zusammengestückelten Religion voll überzeugt sind?

Wir Heiden waren immer tolerant, und das hat dazu geführt, daß wir unterlegen waren. Noch heute sind weltweit die Naturreligionen auf dem Rückzug, es ist also noch nicht zu Ende. Wir können daher nicht länger so tolerant bleiben, wie wir es bisher waren. Wir müssen uns nun auch einmal verbal verteidigen, indem wir deren Mißstände aufzählen und ihre Vorstellungen als falsch entlarven. Anders können wir unsere Kulturen und Werte nicht erhalten.

Das Christentum ist eine Eingottreligion. Das haben sie vom Judentum übernommen, doch war es dort auch nicht ursprünglich, sondern ein bestimmter Gott von vielen, den man als Schützer seines Stammes betrachtet hatte (vergleichbar etwa mit Baldr/Phol als Schutzgott des Stammes der Phalen/Westphalen), wurde irgendwann durch die Willkür von Pharisäern, Massoreten und Schriftgelehrten zum Allgott nach dem Vorbild des Ra oder Zeus hochstilisiert, ohne daß eine Offenbarung vorgelegen hätte.
Was sich Theologen also ausgedacht haben, ist natürlich nicht die Realität, ist schlichtweg falsch. Die heidnischen Naturreligionen hingegen haben ihre Visionen und Offenbarungen von den Göttern und sind daher richtig. Das ist der Unterschied.

Wer nun aber meint, Religionen seien eh alle nur von Menschen ersonnen, höhere Wesen gibt es nicht und nach dem Tode ist alles aus, der wird meine Aussagen nicht nachvollziehen können. Wenn die Religionen nur ausgedacht sind, dann können sie weder falsch (unwahr), noch richtig (wahr) sein, dann sind sie alle gleichwertige Produkte menschlicher Phantasie.

Allerdings könnte ich dann immerhin noch kontern, daß die Religionen eben auch Folgen haben, daß Anhänger sich danach richten und somit die Religionen auch dafür verantwortlich sind, wenn Menschen Untaten begehen, wie die Islamisten. Eingottreligionen sind immer so angelegt, daß dieser Gott sich über andere erhebt und diese daher als "schlecht" oder "böse" hinstellt. Anhänger von Eingottreligionen versuchen diese "Weisung" ihres Gottes umzusetzen und morden die Anhänger anderer Religionen. Die Götterreligionen hingegen sind nie intolerant, denn die Götter Selbst sind ja schon unterschiedlich und oft auch anderer Meinung, so daß Sie miteinander diskutieren und abweichende Meinungen berücksichtigen. Das tun nun die Anhänger der Götterreligionen auf der Erde auch und sind nun leider auch zu den Vertretern der Intoleranz tolerant.

Noch etwas zur Frage von Geist und Materie: Nein, sie sind nicht gleichberechtigt, sondern Geist und Materie sind identisch: Materie ist verdichteter Geiststoff (Energie, Od). Wasserdampf und ein Eisklumpen sind auch beides Wasser, aber eben doch in unterschiedlichem Zustande. Unsere Aufgabe muß es sein, durch unser Leben, Tun und Wirken die Verdichtung aufzulösen und zum Geist zu transformieren. Das ist die wahre Erlösung, nämlich die Selbsterlösung oder Selbsterfüllung.

Lichtgruß, Geza


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8. Dez 2008, 23:04

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Hm, die Naturreligionen sind immer richtig? Nein, das sehe ich nicht so. Sie sind für bestimmte Menschen richtig. Da niemand die Existenz der Götter beweisen kann, kann auch niemand beweisen, dass die Visionen göttlich sind. Ich bin der Meinung, es gibt hier kein richtig oder falsch. Gibt es auch eine absolute Wahrheit? Vielleicht, dass alles, was man hochwirft, wieder in Richtung Erdmittelpunkt zurück kommt, aber viel mehr fällt mir dazu schon nicht ein. Vielleicht gibt es ein paar unumstößliche Naturgesetze, aber vielleicht können wir auch einfach noch nicht etwas anderes beweisen?

Mir hat letztens mal jemand gesagt, er denke, dass manche Heiden am liebsten Christen verbrennen würden, wenn sie könnten und das befürchte ich auch. Die Toleranz, die viele Heiden für sich einfordern, bringen sie selbst anderen gegenüber nicht auf. Keine Religion ist von Grund auf friedlich oder böse, richtig oder falsch. Die Wahrheit liegt da wohl immer im Auge des Betrachters.

Ich finde es prima, wenn man andere Religionen oder geistigen Wege kennenlernt und über die Dinge redet, Vor- und Nachteile abwägt und dann für sich das herauszieht, was einem persönlich zusagt und richtig erscheint. Das kann sich alles auch im Laufe der Jahre verändern. Ich war auch mal der Meinung, das einzig wahre Christentum entdeckt zu haben und jetzt denke ich völlig anders.


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9. Dez 2008, 20:15

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Religion ist.. tja, meine distanzierte Erklärung ist in etwa die, dass es immer wieder Persönlichkeiten gab, die die Menschen aus den ein oder anderen Gründen beeindruckt haben. So entstand ein bestimmtes Bild einer Haltung, wie der Mensch zu sein oder zu leben hat, in den Köpfen der Leute, aus bestimmten Persönlichkeiten und deren Eindruck auf die Menschen und aus vielen anderen Faktoren, aus der Zeitqualität ...
Das weitere Aussehen dieser Haltung, ihre Anwendung entwickelt dann ihre eigene Dynamik aus dem Ur-Impuls in Zusammenwirkung mit und weitergetragen von den Menschen, die diese Stimmung, Haltung oder "Religion", wie wir heute sagen, annehmen, wie die Wassermoleküle eines Ozeans Teile der Welle sind, die darüber geht.

Ahorn


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9. Dez 2008, 23:25

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Hallo Gaza

Eingies, was du über die Eingottreligionen sagst, kann ich nachvollziehen und dir zustimmen.
Aber einige Dinge sagst du, denen ich absolut nicht zustimmen kann.

Zitat:
Die heidnischen Naturreligionen hingegen haben ihre Visionen und Offenbarungen von den Göttern und sind daher richtig. Das ist der Unterschied.


Wenn die einen sagen, sie hätten ihre Anweisungen oder Offenbarungen von Gott und die Heiden sagen, sie hätten sie von den Göttern, dann ist das doch kein Unterschied. Beides sind Behauptungen.
Damit bist du und dein Heidentum nicht anders als die Eingottreligionen. Nur mit dem Unterschied, dass es statt einem Gott nun mehrere Götter sind. Aber die Überheblichkeit, von einer Offenbarung zu sprechen, ist doch eindeutig dieselbe!



Zitat:
Noch etwas zur Frage von Geist und Materie: Nein, sie sind nicht gleichberechtigt, sondern Geist und Materie sind identisch: Materie ist verdichteter Geiststoff (Energie, Od). Wasserdampf und ein Eisklumpen sind auch beides Wasser, aber eben doch in unterschiedlichem Zustande. Unsere Aufgabe muß es sein, durch unser Leben, Tun und Wirken die Verdichtung aufzulösen und zum Geist zu transformieren. Das ist die wahre Erlösung, nämlich die Selbsterlösung oder Selbsterfüllung.


Du widersprichst dich. Wenn du von der Materie zum Geist kommen willst bzw. etwas auflösen willst, dann ist eben Geist und Materie doch nicth dasselbe. Das sist dann reiner Dualismus.
Und wovon willst du dich erlösen? Selbsterfüllung bedeutet doch in diesem Zusammenhang, dass du von der Materie weg willst und zum Licht oder zum Geist kommen willst. Wer bist du denn, der Geist und Materie ändern könnte? Wovon willst du erlöst werden? Und mas geschieht mit den Tieren, den Bäumen und anderen Pflanzen? Wer erlöst diese von ihrem Erden- bzw. ihrem materiellen Dasein? Und warum muss alles erlöst werden? Insbesondere: wovor oder wovon?

Wo ist der Unterschied zur monotheistischen Religion? Dort geht es doch auch um Erlösung und dies ist ein Gedankenkonstrukt ebenso wie deine Ansicht.

Gut, niemand wird dir vorwerfen, dass du diese Meinung und diese Religion hast. Nur solltest du nicht anderen das vorwerfen, was du selbst tust. Nämlich in überheblicher Weise davon zu sprechen, dass die Heiden das alles von den Göttern wissen, die anderen Religion aber nicht.
Es ist nicht verkehrt, auf Mißstände hinzuweisen und Unklarheiten aufzudecken oder Unwahrheiten bloszulegen. Das tue ich auch und ich finde, das darf und kann jeder. Aber ein Gedankenkonstrukt bei anderen zu verurteilen, das man dann selbst auch hat, das finde ich sehr eigenartig.

Schöne Grüße
Werner

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9. Dez 2008, 23:32

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Genau! Niemand kann von sich behaupten im Besitz der alleinigen und uunumstößlichen Wahrheit zu sein. Die gibt es nicht.

Und auch wenn die Götter und die Drachen usw z.B. für mich persönlich sehr real sind, so muss das für andere Menschen noch lange nicht so sein. Das muss ich akzeptieren und ich sehe da auch kein Problem. Jedenfalls nicht, solange mich niemand in die Geschlossene stecken will. :mrgreen:


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12. Dez 2008, 12:29

 
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Werner hat geschrieben:
Wenn die einen sagen, sie hätten ihre Anweisungen oder Offenbarungen von Gott und die Heiden sagen, sie hätten sie von den Göttern, dann ist das doch kein Unterschied. Beides sind Behauptungen.


Jeder Religion geht eine Offenbarung voraus. Wer das nicht für möglich hält, der kann hier nicht mitreden. Nun - wie Du schon sagtest - kann keiner sagen, die eine Offenbarung ist richtig, die andere falsch. Das würde ich auch nicht machen.

Was ich aber machen kann, ist die geschichtliche Entwicklung studieren: Wie entwickelte sich die Überlieferung von der Anfangsoffenbarung, wie wurde sie verändert und möglicherweise verfälscht. Bei den biblischen Religionen ist es eben gut nachvollziehbar: Wir haben uralte Offenbarungen von mehreren Göttern (Elohim), und nur durch willkürliche Änderungen durch Schriftgelehrte, Theologen usw. wurden diese Offenbarungen auf nur einen einzigen Gott "geändert" (eigentlich: "gefälscht"). Grund dieser Änderungen waren nicht neue Offenbarungen einer Gottheit, sondern allein machtpolitische Ziele. Deswegen kann ich sagen: Diese Änderungen sind keine Offenbarungen und sind willkürliches Menschenwerk, also falsch.

Wenn ich ein Teich mit 10 Fischen darin habe, dann ist das Realität. Ein Taucher hat diese 10 Fische mal gesehen und gezählt (das war sozusagen die Offenbarung). Wenn nun jemand kommt und sagt: Da ist nur ein Fisch drin, dann ist das falsch, denn nach wie vor sind die 10 Fische darin. Es muß mir nun erlaubt sein, zu sagen: Was Du da behauptest, ist falsch. Das kann ich sagen, weil ich den Bericht des Tauchers habe und weil ich weiß, daß der andere, der nur von einem Fisch ausgeht, nie in dem Teich getaucht ist.

So ist es auch mit dem Monotheismus der biblischen Religionen: Er ist falsch.

Das alles hat mit Toleranz nichts zu tun, denn natürlich tolerieren wir auch Vorstellungen, die wir für falsch halten. Jeder Mensch muß das Recht haben, an das zu glauben, was er will, so falsch es auch immer sein mag. Auch diejenigen, die an die Erde als flache Scheibe glauben wollen, müssen das dürfen und ich muß sie tolerieren.

Zitat:
Wenn du von der Materie zum Geist kommen willst bzw. etwas auflösen willst, dann ist eben Geist und Materie doch nicht dasselbe. Das ist dann reiner Dualismus.

Ich kann doch vom Eiszustand des Wassers versuchen, zum flüssigen oder gasförmigen Zustand zu kommen. Das Wasser also aus seiner Erstarrung erlösen und befreien, daß es als Dampf sich in höchste Höhen hin bewegen kann. Dennoch bleibt es immer Wasser (H2O)

Zitat:
Und wovon willst du dich erlösen? Selbsterfüllung bedeutet doch in diesem Zusammenhang, dass du von der Materie weg willst und zum Licht oder zum Geist kommen willst. Wer bist du denn, der Geist und Materie ändern könnte?
Die Materie will ich entdichten, zum Zustand der unverdichteten Materie (= Geist) kommen. Man kann auch sagen: Die Schwingung heben.

Zitat:
Wovon willst du erlöst werden?

Von der Verdichtung, von den Fesseln der Materie.

Zitat:
Und mas geschieht mit den Tieren, den Bäumen und anderen Pflanzen? Wer erlöst diese von ihrem Erden- bzw. ihrem materiellen Dasein? Und warum muss alles erlöst werden? Insbesondere: wovor oder wovon?

Auch die Pflanzen und Tiere gehen ihren Weg, machen neue Erfahrungen und ändern ihren Zustand.
Aber letztendlich ist das nicht meine Sache, ich bin für mich verantwortlich, ich muß kein Universalrezept für die ganze Schöpfung liefern.

Zitat:
Wo ist der Unterschied zur monotheistischen Religion? Dort geht es doch auch um Erlösung und dies ist ein Gedankenkonstrukt ebenso wie deine Ansicht.

In ihrem Kern haben auch die monotheistischen Religionen noch das Ziel, was auch die heidnischen Naturreligionen haben, keine Frage. Obwohl der christliche Glaube an eine Auferstehung des Fleisches (Körpers) sicher falsch ist, zumal viele Körper ja längst zerfallen sind. Das ist aber ein Problem der Christen, nicht meines.

Lichtgruß, Geza


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12. Dez 2008, 14:47

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Gute Argumentation, Geza, aber bei den heidnischen Religionen fehlt es an Überlieferungen. Soweit ich weiß, stammen alle schriftlichen Aufzeichnungen von römischen Geschichtsschreibern oder christlichen Mönchen. Es gibt wohl den Bericht nicht von dem Taucher, der tatsächlich in dem See getaucht war und die Fische zählen konnte. Leider! Auch bei den Germanen gibt es wohl nicht viel mehr Aufzeichnungen wie bei den Kelten, oder?

Trotz allem halte ich die heidnischen Religionen auch für wesentlich authentischer als die anderen, vom Buddhismus mal abgesehen. Es scheint mir auch schlüssiger und ehrlicher zu sein und weitaus weniger verfälscht. Aber das kann auch mein Wunschdenken sein, weil die heidnischen Vorstellungen mir persönlich lieber sind und mir mehr geben.

Vielleicht haben wir ja das Glück und erleben es noch, dass der Vatikan seine Geheimarchive öffnet und ein Stück der Wahrheit über die Kirche und Jesus ans Licht kommt.


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13. Dez 2008, 11:45

 
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Tarania hat geschrieben:
bei den heidnischen Religionen fehlt es an Überlieferungen. Soweit ich weiß, stammen alle schriftlichen Aufzeichnungen von römischen Geschichtsschreibern oder christlichen Mönchen. Es gibt wohl den Bericht nicht von dem Taucher, der tatsächlich in dem See getaucht war und die Fische zählen konnte. Leider! Auch bei den Germanen gibt es wohl nicht viel mehr Aufzeichnungen wie bei den Kelten, oder?


Ich halte die Götterlieder der Älteren Edda für Offenbarungen von Gottheiten. Es gibt Hinweise auf weitere Offenbarungen, und zwar in den Geschichtsquellen. Unbestritten hatten die Germanen (wie andere heidnische Völker auch) ihre Offenbarungen. Die Frage, welche erhalten sind und in welcher Form oder durch wen (Christen z. B.) ist eine andere Frage. Wenn aber ein Eddalied "Völuspá" ("Schau einer Seherin"), ein anderes "Grimnismál" ("Merklied von Grimnir, d. i. Odinn") heißt, dann weiß ich nicht, warum man dann so tun sollte, als hätte sich das irgendein anonymer Dicher erdacht.
Genauso konnte noch keiner die Frage beantworten, warum Christen derartige Götterlieder hätten dichten oder weitererzählen sollen und warum - wenn man denn davon ausgehen will - ein christlicher Einfluß so gering gewesen ist, daß wir noch heute darüber diskutieren, ob er überhaupt vorhanden ist.

Zum Vergleich: Die Lieder des finnischen Kalevala wurden erst im 18. Jh. gesammelt und aufgeschrieben, von einem Christen umgeformt (Lönrot). Dennoch gelten sie als zuverlässige Zeugnisse der finnischen Mythologie.
Und die ältesten erhaltenen Bibelhandschriften des Neuen Testaments stammen aus dem 4 Jh. u. Zt., also entstanden sie zu einer Zeit, wo das Christentum sich längst voll etabliert hatte und Jesus bereits 4 Jh. tot war. Dennoch zweifelt niemand daran, daß die drei kanonischen Evangelien eigentlich aus dem 1. Jh. stammen, auch wenn keine so alte Handschrift mehr erhalten ist.

Lichtgruß, Geza


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13. Dez 2008, 18:23

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Ach so, dann ist es bei den nordischen Mythen etwas anders als bei den Kelten. Danke für die Info.


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19. Dez 2008, 21:29

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Hallo Geza


Zitat:
Jeder Religion geht eine Offenbarung voraus. Wer das nicht für möglich hält, der kann hier nicht mitreden. Nun - wie Du schon sagtest - kann keiner sagen, die eine Offenbarung ist richtig, die andere falsch. Das würde ich auch nicht machen.


Du widersprichst dich in dieser Aussage. Denn du bist alles andere als tolerant, wenn du dann weiter folgendes schreibst:

Zitat:
So ist es auch mit dem Monotheismus der biblischen Religionen: Er ist falsch.

Das alles hat mit Toleranz nichts zu tun, denn natürlich tolerieren wir auch Vorstellungen, die wir für falsch halten. Jeder Mensch muß das Recht haben, an das zu glauben, was er will, so falsch es auch immer sein mag. Auch diejenigen, die an die Erde als flache Scheibe glauben wollen, müssen das dürfen und ich muß sie tolerieren.


Indem du sagst, deine Offenbarung sei echt, die andere Religion jedoch habe die Offenbarung gefälscht und sie sei falsch, dann bist du nicht tolerant. Du sagst zwar, dass du die Menschen tolerierst, die eine "falsche" Religion bzw. einen falschen Glauben haben. Wenn du jedoch gleichzeitig sagst, dass eben dieser Glaube falsch ist, dann ist das alles andere als Toleranz. Sicherlich wirst du den Christen nicht töten wegen seines Glaubens. Aber vor solch schlimmen Maßnahmen stehen leider sehr oft solche Aussagen, die du hier machst. Diese Anfänge sehen erst mal noch harmlos aus, aber das kann sich sehr schnell ändern.

Ich finde, dass man so etwas in einem Forum, das sich als freiheitlich, offen und tolerant gegenüber alle Meinungen und Religionen oder Glaubensinhalte ausgibt, nicht dulden sollte.

Es ist ein feiner, jedoch sehr wichtiger Unterschied zwischen der freien Meinungsäusserung und einer Kritik, die von Falsch und Richtig ausgeht.

Kritik ist nicht verkehrt und kann sogar sehr hilfreich sein. Sie kann Diskussionen anregen und zum Nachdenken führen. Es ist auch nicht schlimm, wenn man sagt, dass man dies oder jenes anders sieht und dies oder jenes nicht teilen kann oder will. Ich würde es sogar noch tolerieren, wenn jemand sagt, er/sie fände die oder jene Glaubensrichtung für falsch. Denn das wäre dann immer noch eine Meinung und gegen die Meinungsfreiheit ist nichts einzuwenden. Jedoch sind wir hier schon haarscharft an der Grenze der Toleranz angekommen. Überschritten wird sie, wenn man die eigene Meinung oder den eigenen Glauben dann als richtig hinstellt. Würde man sagen: Ich finde die oder jene Richtung für falsch, aber meine Meinung kann ebenso falsch sein, dann wäre es wieder ganz was Anderes. Denn dann wird nicht gewertet zwischen Richtigk und Falsch, sondern man akzeptiert, dass alles richtig oder auch falsch sein kann, die eigene Meinung mit eingeschlossen.

Wenn es jedoch nicht bei einer sachlichen Kritik bleibt, sondern zu Wertungen kommt und man die eigene Glaubensrichtung als die richtige, die andere jedoch als falsch hinstellt, dann wird es gefährlich.

Aus diesem Stoff wurden seit Jahrhunderten grausamste Kriege gebastelt. Aus diesem Stoff entsteht Streit, auch im kleinen Rahmen. Und wenn irgend ein Forum an Niveau verliert, dann ist fast immer der Grund in diesem Verhalten zu suchen.
Religionen sind offensichtlich von Natur aus eine sehr fragliche Sache. Denn unweigerlich kommen offensichtlich solche Meinungen, wie sie Geza vertritt. Man meint, die eigene Richtung sei die einzig richtige und somit ist automatisch die andere falsch. Selbst wenn man die andere Richtung nicht einmal als falsch hinstellt, wird sie es automatisch durch die Feststellung, dass die eigene Glaubenssicht richtig ist.

Der Grund zum Streit kann somit also schon im Glauben selbst liegen, indem er zur Institution oder auch nur zur Lehre wird. Eine Lehre ist keine Meinung mehr. Eine Lehre ist eine Festlegung. Und hier beginnen bereits die Probleme und Intoleranz ist dann sehr häufig die Folge. Es genügt eben nicht, dass man sagt, jeder kann seinen Glauben haben. Dies ist so selbstverständlich, dass man darüber gar nicht reden müsste. Es ist ein Teil der menschlichen Freiheit und ein Teil der Menschenrechte. Diese Menschenrechte anzuerkennen ist somit selbstverständlich und kein Zeichen von Toleranz!

Nochmals: Kritik ist in Ordnung. Ich kritisiere auch und das nicht zu wenig. Ich zeige auch auf, wohin eine bestimtme Richtung führen kann. Das ist jedoch lediglich eine Untersuchung von Ursachen und deren Folgen. Wenn man jedoch diesen kleinen, jedoch sehr bedeutenden Schritt weiter geht und wertet und seine eigene Glaubensrichtung als die echte Offenbarung hinstellt, die anderen jedoch abwertet und als falsch bezeichnet, dann ist diese feine Linie eindeutig überschritten und man ist dann nicht mehr tolerant.


Wenn hier weiterhin derartige Aussagen kommen und geduldet werden, will ich hier nicth mehr mitmachen.


Schöne Grüße
Werner

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20. Dez 2008, 00:18

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Werner, bist du da nicht etwas zu rigoros in deiner Forderung?


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