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Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?

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13. Okt 2010, 17:12

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 Über Himmel und Hölle
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Moin,

Den Post habe ich bereits im CPF veröffentlicht. Mal sehen, wie ihr ihn aufnehmt.

Der Himmel beziehungsweise die Hölle ist nichts weiter als eine Projektion des Menschen. Er befindet sich bereits im Diesseits gleichzeitig im Himmel und in der Hölle. Doch fangen wir von Anfang an an;

Laut Christentum wird ja jeder Mensch mit der Erbsünde geboren; der Mensch hat also, weil Adam vom Baum der Erkenntnis aß, bereits von Geburt an – ohne, dass ihm die anderen das beigebracht hätten – ein Verständnis von 'gut' und 'böse'. Dem Menschen wäre also laut Christentum nicht möglich, einen 'unverfälschten' Blick auf das Geschehen auf der Erde zu erhaschen; er wäre so oder so stets in seinen Urteilen gefangen und müsste ständig bewerten, wenn er sieht und hört und riecht, ob er das will oder nicht, ist dabei irrelevant.

Nun ist der Weg hinaus aus der Erbsünde die Erlösung durch den Herrn. Die Erlösung durch den Herren sähe so aus, dass der Herr 'alles gut' mache; dass er also den Gegensatz von 'gut' und 'böse' aufheben würde. Der andere Weg hinaus ist die ewige Verdammnis in die Hölle; doch in der Hölle müsste ja weiterhin ein Gegensatz von gut und böse bestehen, ansonsten könnte man ja gar nicht wirklich leiden, weil alles schlecht wäre.

Andererseits: Wenn 'alles gut' wäre, dann würden wir ja gar keinen Unterscheid zwischen 'gut' und 'schlecht' kennen. Wir wüssten gar nicht, wie es anders wäre; und somit wäre 'gut' wiederrum überhaupt nicht 'gut', sondern schlichtweg weder 'gut' noch 'schlecht'. Man kann also gar nicht 'alles gut' machen, weil sich dann die Gegensätzlichkeit aufheben würde; und wie wir schon aus dem Daoismus wissen, bestehen gut und böse lediglich, weil das Gegenteil von jeweiligen besteht.

Himmel und Hölle können also gar nicht qualifiziert werden, wenn wir keine Qualia mehr haben – denn diese entsteht wodurch? Durch das überaus menschliche Bewusstsein, welches daraus entsteht, dass wir ein Gefühl von 'gut' und 'böse' haben. Denn das Bewusstsein hat ja durchaus seine evolutionäre Berechtigung, zur Verbesserung des Kollektivs muss es dem Menschen möglich sein, reflektierend über seine Taten nachzudenken und nachzusinnen; sind wir von der 'Erbsünde' befreit, durch Himmel oder Hölle, sei dahin gestellt, so verlieren wir ebenso unser Bewusstsein, denn es hätte schlichtweg keinen Sinn mehr; wir würden die ewige Verdammnis oder das ewige Paradies schlichtweg nicht mitkriegen. Wir wären wieder wie die anderen Tiere.

Der Satan ist dabei eine Projektion des Menschen. Der Mensch ist aufgebaut wie eine Pyramide: Ganz oben steht die Vernunft, das Bewusstsein. Dieses 'entscheidet', handelt also, je nach Gutdünken. Doch denkt es natürlich nicht selbst; die Gedanken werden 'eingegeben' durch das Gehirn, durch Instanzen. Eine davon ist eine Art 'Satan'; genau die gedankliche Stimme, die einem immer das erzählt, was man gerade nicht hören möchte und die in Stresssituationen interessanterweise unglaublich stark wird; und wird der Stress zu heftig, übernimmt sie ganz und gar die Kontrolle, und der Mensch wird psychotisch, wenn er entsprechende Anlage hat, auf jeden Fall knallt er durch. Jeder hat somit seinen persönlichen Jesus und seinen persönlichen Satan; jeder hat sein Yin und sein Yang, was viel treffender ist, denn eigentlich kann man gar nicht unterscheiden, wer hier der 'Böse' und wer der 'Gute' ist, weil beide nur das beste für die Welt erreichen wollen, dabei allerdings nicht durchblicken können, weil der Mensch selbst das nicht durchblickt, dass gut und böse lediglich Konstrukte des menschlichen Verstandes sind und somit keinen absoluten Wert besitzen.

Ich hoffe, irgendwer kann damit was anfangen. Diskutiert, meine Freunde!

:)

Leo


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13. Okt 2010, 17:47

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 Re: Über Himmel und Hölle
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Für mich gibt es da nicht mehr viel zu diskutieren. Alle Achtung!

"Laut Christentum" - eine sehr wichtige und grundlegende Bemerkung.
Ich würde sie noch einengen: Laut Kirche...

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13. Okt 2010, 17:54

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 Re: Über Himmel und Hölle
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Zitat:
Laut Christentum wird ja jeder Mensch mit der Erbsünde geboren ...


Diese Idee einer Sippenhaft habe ich als Kind schon app-gelehnt! :nene

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13. Okt 2010, 18:31

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 Re: Über Himmel und Hölle
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... interessante Ansatzpunkte, ganz klar sehr aus der Perspektive des Christentums geschrieben. Waere interessant, dasselbe Thema aus jener des Islams, Des Buddhismus, des Atheismus nebenan zu stellen.

Ueber Himmel und Hoelle wissen wir so wenig, wie ueber den Tod, oder die Elektrizitaet. Wir wissen, dass es letztere gibt, aber was es genau ist, eigentlich nicht. Wir wissen dass man stirbt, dass das Nichtfunktionieren des Koerpers der Tod ist, mehr aber nicht.

PS: Was ist CPF?

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26. Jul 2011, 16:29

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 Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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"Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?"

So las ich im Vorübergehn auf dem Flugblatt eines evangelischen Missionswerks.

Ich schaute noch mal hin und sah, dass dieses Missionswerk seeeeeehr für den Erhalt der Hölle war.

"Oooooh, die Hölle! Oooooh, die Hölle! Wemm-mer DIE nit hätten!" So war etwa der Stil.

Nun geb ich die Frage mal an euch weiter:

Glaubt ihr an die Hölle im christlichen Sinne.

Und falls ja, wie sieht sie aus?

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Gnädigster und durchlauchtigster aller Lords der Highlands and Islands, Bezwinger des Loch-Ness-Monsters,
Freund der Stewarts, Herrscher über Caithness, Orkney and Shetland,
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26. Jul 2011, 16:50

 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Die Hölle an die ich glaube, ist nicht unbedingt im christlichen Sinne.

Die Hölle gibt es bereits auf Erden, aber auch im Jenseits.

Auf Erden kann es ein grausamer Krieg sein oder z.B. so ein Massaker wie in Norwegen, bestialische Greueltaten.
Wenn wir gestorben sind, ist die Hölle aber kein materieller Ort, sondern immer nur mental in unserer eigenen Gedankenwelt.

Das kann man sich ungefähr so vorstellen:

Ein Mensch hier auf Erden ist ganz besonders geizig und häuft Geld und Gut an, bewacht es und will nichts hergeben davon. Sein Besitz das Allerwichtigste für ihn.

Dann stirbt er und muss als Geistwesen zusehen, wie seine Erben seinen Besitz verschleudern, leichtfertig ausgeben, alles Geld anbringen.

Was glaubst du, wie der dabei seelisch leiden wird? Das ist dann seine Hölle.
Und vielleicht kommt er dann irgendwann drauf, dass es das doch gar nicht wert ist, dass andere Werte viel wichtiger sind, als dieser materielle Reichtum, der so schnell weg sein kann.


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26. Jul 2011, 17:22

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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das ist eine interessante Auslegung, Waldveilchen :nick

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Ich weiß nicht. Ich glaube aber, dafür gibt es eine App.


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26. Jul 2011, 18:02

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Vielleicht ist die Hölle ja auch leer?! :nick

Zitat:
Demnach gibt es zwar die Hölle als „reale Möglichkeit“ (Karl Rahner), aber sie könnte "am Ende leer" sein, denn niemals wurde die ewige Verdammung eines bestimmten Menschen verbindlich gelehrt.


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26. Jul 2011, 18:54

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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In diesem Zusammenhang möchte ich einmal die Frage stellen: Wer von Euch war schon einmal fast tot und wie sind Eure Erinnerungen daran?
Die meisten Menschen, die schon einmal im Koma lagen, erzählen immer die gleichen Erlebnisse. Tunnel am anderen Ende, ein helles Licht welches immer größer wird, oder dass das Leben in aller Kürze an einem vorüber rauscht.


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26. Jul 2011, 19:04

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Dundee hat geschrieben:
"Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?"

So las ich im Vorübergehn auf dem Flugblatt eines evangelischen Missionswerks.

Ich schaute noch mal hin und sah, dass dieses Missionswerk seeeeeehr für den Erhalt der Hölle war.
...
Glaubt ihr an die Hölle im christlichen Sinne.

Und falls ja, wie sieht sie aus?


Ja, ich glaube daran, aber erstmal z Dir- wie siehst Du es, gibt es die Hölle?


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26. Jul 2011, 23:33

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Falls es eine Hölle gibt - so ist sie sicher nicht so wie auf mittelalterlichen Gemälden dargestellt. :nein

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27. Jul 2011, 07:27

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Glaubt man der Bibel, so ist die Hölle diese Erde. Wie sonst hätte der Teufel Jesu alle Reiche der Welt versprechen können. Allerdings nicht mehr sehr lange: Denn Jesus hat uns gesagt, dass mit ihm das Reich Gottes zu uns gekommen ist.

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Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.

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27. Jul 2011, 11:10

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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der übliche Schwachsinn die Hölle ist eine unabänderliche Wahrheit ob wir das jetzt als zeitgemäß emppfinden oder nicht die Privatmeinung von Hw Rahner ist unerheblich die Kirchliche Lehre dazu wurde ganz klar im
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27. Jul 2011, 11:30

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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... Neben dem Himmel ist anzunehmen, dass es auch die Hoelle gibt. Vorstellen kann ich mir bei beiden nichts. Da gibt's nur eines, nach seinen Vorstellungen ein gutes Leben fuehren. Zu was es fuehrt, werden wir erfahren.

Und damit meine ich, dass es wichtig ist, den Bereich zwischen Geburt und Tod so gut und erfuellend wie moeglich zu leben. Es ist weniger wichtig zu wissen, was uns nach dem Tod erwartet, als hier unter Mitmenschen ein wuerdiges Leben zu fuehren.

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27. Jul 2011, 12:22

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Demokrat hat geschrieben:
In diesem Zusammenhang möchte ich einmal die Frage stellen: Wer von Euch war schon einmal fast tot und wie sind Eure Erinnerungen daran?
Die meisten Menschen, die schon einmal im Koma lagen, erzählen immer die gleichen Erlebnisse. Tunnel am anderen Ende, ein helles Licht welches immer größer wird, oder dass das Leben in aller Kürze an einem vorüber rauscht.


bei mir war es schon einmal sehr, sehr eng. ich bin fast verblutet bei der Geburt meiner Tochter und im Nachhinein sagten man mir, dass man mich "fast verloren" hätte.
Ich erinnere mich aber an kein Tunnel und auch an kein Licht. Nur an das schreckliche Frieren. Ich habe so furchtbar gefroren, wie ich es mit Worten nicht beschreiben kann. Mit diesen Frieren bin ich "eingeschlafen" - und auch wieder aufgewacht, als alles um mich herumwuselte.

Ich möchte nie wieder so frieren müssen, es war schrecklich. Meine ganz persönliche Hölle ist wohl das Frieren.

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27. Jul 2011, 13:00

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Ja, das war dann der Vorhof zur Hölle. Menschen die angenehme Nahtoterlebnisse hatten, wären in den Himmel gekommen. :-D


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27. Jul 2011, 13:55

 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Gartenratte, das war kein schönes Erlebnis bei der Geburt deiner Tochter.
Schön, dass du uns erhalten geblieben bist. :knuddel:


Menschen die auf irgendeine Weise süchtig sind, die erleben ihre persönliche Hölle im Jenseits, in dem sie in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt von dem umgeben sind, wonach sie süchtig sind.

Die Raucher sind dann von Unmengen Zigaretten und Rauch umgeben, die Alkohol-Süchtigen können mental so viel trinken wie sie wollen, die Schokolade-Süchtigen bekommen Unmengen Süßigkeiten, die Internet-Süchtigen sind auch dort in ihrer Gedankenwelt nicht vom PC wegzubekommen,..... :mrgreen:

Darum sagen alle Religionen, dass wir nach Freiheit streben sollen und mit den Genußmitteln vernünftig umgehen oder sie besser ganz meiden sollen.

Haben wir hier liebevolle Gedanken für unsere Mitmenschen und verhalten wir uns liebevoll ihnen gegenüber - dann werden wir nach unserem Tod zu liebevollen Geistern kommen.
Haßen wir hier, verachten wir die Mitmenschen, sind wir unfreundlich, .... so werden wir auf genau solche Geister im Jenseits stoßen. Denn Gleiches zieht Gleiches an und besonders in der jenseitigen Welt.

Daher soll man klug sein und schon beizeiten anfangen seine Gedanken zu kontrollieren, sein Verhalten zu überdenken,...


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27. Jul 2011, 14:21

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Die Hölle erlebt wahrscheinlich jeder in sich selbst, je nach Vorstellung, was für ihn besonders schlimm ist. So ähnlich, wie Waldveilchen es beschreibt (witzig der Vergleich mit dem Geizhals :mrgreen: )
An eine Hölle als Einrichtung glaube ich nicht.

Nahtoderlebnisse hatte ich nicht, aber einige erzählt bekommen und zum Teil "miterlebt" beim Wachen.

Meine Schwester starb beinahe beim Geburt des ersten Kindes. Ihre Empfindungen waren sehr ähnlich wie bei Gartenratte. Sie erzählte mir aber auch, da sei jemand gekommen, der ihr irgendwie bekannt vorgekommen sei, ein schon längst verstorbener Verwandter oder ähnlich. Das Wesen habe sie gebeten, mit ihr in den Gebärsaal zurück zu kehren, es wolle ihr was zeigen. Dort habe sie ihr das Baby gezeigt und gefragt, ob sie es denn wirklich allein lassen wolle. Ihr Körper könne gerettet werden und das Baby brauche sie dringend. Darauf sei sie umgekehrt.
Sie trauerte aber ein halbes Leben lang dem "Frieden" dort drüben nach.

Mein Mann wurde letztes Jahr schon beinahe für tot erklärt, aber man entschloss sich trotzdem zu einer Operation als letzten Hoffnungsschimmer, da noch kein Hirntod eingetreten war.
Während den 10 bis 12 Tagen, als er im Koma und Halbkoma lag, verbrachte ich Stunden bei ihm und "sammelte" seine Zeichen.
Er erzählte nachher auch zuerst von der Kälte, kein Tunnel, kein Licht und keine Engelwesen...Auch eine Lebens-Zusammenfassung habe nicht statt gefunden.
Es sei aber eine ihm sehr nahe stehende verstorbene Person bei ihm gewesen, die ihn betreut habe. Mit dieser habe er auch einige alte Erinnerungen -- und psychischen Verletzungen und Beleidigungen-- aufgearbeitet.
Es sei ein sehr schönes, friedliches Gefühl gewesen und er wäre gerne geblieben. Doch die Person habe erklärt, seine Zeit sei noch nicht abgelaufen, er müsse zurück, werde noch gebraucht.

Nachher meinte mein Mann, die Hölle, das seien wahrscheinlich mitgenommene, unverrichtete Dinge oder Streitereien usw., die man nie richtig verarbeitet habe. Er jedenfalls habe sie nicht gefunden.


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27. Jul 2011, 14:29

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 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Ottaviani hat geschrieben:
der übliche Schwachsinn die Hölle ist eine unabänderliche Wahrheit ob wir das jetzt als zeitgemäß emppfinden oder nicht die Privatmeinung von Hw Rahner ist unerheblich die Kirchliche Lehre dazu wurde ganz klar im
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In diesem Link zitiere ich dies hier:
1036 Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufr uf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn" (Mt 7,13-14).
Zitat ende:

Heisst das etwa, wenn man mal stirbt muss man noch gut zielen koennen um das enge Tor zu erwischen. Falls man halt daneben liegt, landet man in der Hoelle...oder sonst wo aehnlich ?
Und nur die wenigsten Treffen ?
Wie unfair fuer all die bloekenden, dummen Schafe..die ihr Leben lang zur Kirche gerannt sind.
Zum Glueck gibts vermutlich(hoffentlich) keinen Gott.
Und falls es so einen gemeinen Gott gibt. Verdamme ich ihn an den selben Ort, wo sein Bruder schmort.

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Nicht der Diamant an deinem Finger, sondern
der Diamant in deiner Seele macht dich zu dem
"wer" du bist.
Man nennt "ihn" das Kind in dir.
Verlier "es" nicht.



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27. Jul 2011, 14:46

 Re: Ist die Hölle nicht mehr zeitgemäß?
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Family, du willst doch nicht etwa Gott verdammen? :shock: Gott liebt dich trotzdem.
Menschen die zur Kirche gehen sind keine blökenden, dummen Schafe. :nein
Das sind Menschen, die sich ehrlich bemühen nächstenliebend durchs Leben zu gehen.

Zitat:
Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufr uf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn"

Das hat mit Schießen und Treffen gar nichts zu tun.
Gemeint sind die vielen Menschen die den leichten Weg durch das weite Tor gehen. Die sich nicht bemühen gut zu sein, sich nicht geistig weiterentwickeln wollen. Die einfach im Alltagsleben und Vergnügen aufgehen und nicht an weiter denken.
Es sind wenige, die durch das enge Tor gehen, diejenigen, die sich vorbereitet haben.


Wildkatze, das sind schöne Nahtod-Erlebnisse, die du erzählt hast. So stelle ich es mir auch vor. :-D


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