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Auflösung eines Haushalts

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29. Apr 2017, 08:41

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 Auflösung eines Haushalts
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Titel: Larix decidua
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Frage: Habt ihr schon mal mit der Auflösung eines Haushalts zu tun gehabt?
Und falls ja - was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Anlass der Frage: Am 2. Februar (Mariä Lichtmess) ist meine älteste Schwester gestorben.

Und wir sind nun dabei, nach und nach ihren Haushalt aufzulösen.

Etwas, das wir nun zum ersten Mal im Leben machen.

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Waldbaum = Dundee = Larix = die Lärche in allen 4 Jahreszeiten

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29. Apr 2017, 10:29

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Titel: Widu
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Diese Erfahrung habe ich schon ein paar Mal machen können.

Die Gefühle fahren dabei oft Achterbahn.

Ich habe mich manchmal als Eindringling gefühlt, man wühlt schließlich in den privaten Dingen herum von denen man bisher keine Ahnung hatte. Dabei lernt man die Verstorbenen oft erst richtig kennen.

Die aufbewarten Dinge, oft Kleinigkeiten, die ihr/ihm offenbar sehr am Herzen lagen, werden nun entsorgt.
Das tut manchmal weh.

Dann, was macht man mit der Kleidung, den Möbeln und andere Gegenstände. :denk
Was wir nicht brauchen konnten haben wir gespendet.

In jeder größeren Stadt gibt es Einrichtungen, die gut erhaltene Sachen an Bedürftige verschenken oder günstig verkaufen. Sie holen auch kostenlos ab.


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29. Apr 2017, 12:31

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Titel: Larix decidua
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Nachtigall hat geschrieben:
Die Gefühle fahren dabei oft Achterbahn.


Das kann ich mir gut vorstellen!

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29. Apr 2017, 16:20

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Ich hatte in relativer Weise damit zu tun, als meine Oma ins altenheim gezogen war.
Da musste die Wohnung auch aufgelöst werden. Zuerst nahmen mein Vater und seine Brüder alles, was meine Oma nicht mitnehmen konnte und noch gut erhalten war, zu sich.
Als ich bei meinem Vater war, begannen wir auszusortieren. Also Kleidung kam an karitative Einrichtungen oder in die Ukraine, wo mein Vater Kontakte hin hatte. Bilder wurden verkauft oder behalten und Tonfiguren meist verschenkt.
Traurig finde ich es, wenn Dinge, die einem Menschen mal von hohem Wert waren, von den Angehörigen weggeworfen werden.

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Ich gehe über meine Gefühle hinaus und finde tiefen Frieden.


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29. Apr 2017, 16:52

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Titel: Widu
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Felicitas hat geschrieben:

Traurig finde ich es, wenn Dinge, die einem Menschen mal von hohem Wert waren, von den Angehörigen weggeworfen werden.


Ich finde das auch traurig, aber wo soll man diese Dinge alle aufbewaren?

Kürzlich verstarb die Mutter einer Freundin. Ich half ihr bei der Räumung das Hauses.

Die Frau war eine leidenschaftliche Sammlerin. Z.B. sammelte sie Engel.
2 Umzugskisten hatten wir mit dieser Sammlung gefüllt. Was macht man damit? :denk
Wertvoll waren sie auch nicht - ein Verkauf ist also nicht möglich.


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29. Apr 2017, 19:52

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Felicitas hat geschrieben:
Traurig finde ich es, wenn Dinge, die einem Menschen mal von hohem Wert waren, von den Angehörigen weggeworfen werden.


Nun, das ist der Lauf der Dinge ...
... und sollte vielleicht als Anlass gesehen werden, über den Sinn und Unsinn seines eigenen Besitzes einmal nachzudenken. Es gibt Leute, die sich von nichts, aber auch gar nichts trennen können, ob das nun Sinn ergibt, oder nicht. Realistisch betrachtet, leben sie in verstaubten Trödelläden - und oft genug auch in ihrer Vergangenheit.

Einer meiner Freunde ist so einer, darunter auch ein Haufen defekter Geräte, "die man noch reparieren kann" - was er leider aber nie tut, deshalb befinden sich mittlerweile z.T. mehrere Gerätegenerationen aufgestapelt irgendwo. Und manche spielen längst keine Rolle mehr, da sie technologisch längst ihre Bedeutung verloren haben.
(Einmal versuchte ich, ihm dabei zu helfen, "endlich einmal aufzuräumen". Das war eine Zerreißprobe, die mich fast in die Nervenheilanstalt brachte. Selbst von dem letzten Schrott konnte er sich nicht trennen: "Das kann ich der und der schenken, wenn sie vorbeikommt" (seit Jahren nicht gesehen), "das repariere ich noch" (die Teile gibt es gar nicht mehr), "die Zigarrenschachtel gehört dem und dem" (seit Jahren nicht mehr aufgelaufen, wahrscheinlich schon verstorben)).
Und als wenn das nicht alles schlimm genug wäre, kommt immer wieder mal einer vorbei, der ihm neuen Schrott vorbei bringt.

Vor Jahren ergab sich für mich eine Situation, meinen Besitz auf vielleicht zwei Koffer zu minimieren. Am Ende kam es nicht dazu, zumindest aber habe ich mir überlegt, was ich wirklich brauche, und was nicht. Zumindest habe ich mich von vielen Dingen - manches hatte ich seit Jahren nicht einmal mehr angefasst - getrennt (und manches neu in Umlauf gebracht, vieles aber auch einfach weg geworfen).

Besonders schwierig fand ich es, mich von Büchern zu trennen. Andererseits: Kühl betrachtet fand ich für mich heraus, dass ich viele von ihnen nicht mehr brauchen würde. Manche hatte ich mehr als einmal gelesen, wusste aber, ich würde sie nicht noch einmal lesen. Und wenn, so war das doch auch eher ein Armutszeugnis: Denn sicher wäre es besser und interessanter, bislang unbekannte Bücher zu lesen.
Andererseits geht es bei einem Bücherregal nicht nur darum, ob man die Bücher darin braucht. Oder ob so manches darin inhaltlich nicht längst so verstaubt ist wie der Einband. Für so manchen sind sie eher eine Art persönliche Visitenkarte: Sie her, was für ein gebildeter Mensch ich bin und mit was für Themen ich mich beschäftige!

Kleiderschränke von Frauen können etwas Pathologisches haben. Für gefühlt ca. 85 % des Bestandes gilt: Die Besitzerin wird lieber sterben, als das noch einmal zu tragen - eher ist sie der geäußerten Meinung, sie habe nichts anzuziehen.
Das bedeutet aber nicht, sie könne sich davon trennen. Möglicherweise kann das in eine Kleiderspende ... oder auch nicht. Es kann auch eine Form der Demütigung sein, Menschen altmodischen Kram aufzudrängen, selbst wenn der noch gut in Schuss ist. Man sollte auch den Schneid haben, aus den einst so guten Stücken Lappen reißen zu können.


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29. Apr 2017, 20:53

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Titel: Dryade
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Ich habe letztes Jahr mit meinem Papa, die Wohnung meines Opas aufgeloest. Mein Opa war relativ unvorhersehbar und schnell gestorben und wir waren alle in relativer Schockstarre.

Das Ausmisten der Wohnung war nicht einfach - teilweise haben mein Bruder und ich heulend zwischen den Kisten gesessen aber irgendwie war das auch sehr heilsam. Wir haben durch die alten Fotos geschmoekert und das alte Geschirr wiedererkannt etc. etc. Nachdem wir uns genommen hatten, was uns am Herzen lag, haben wir die restlichen Sachen bei der erweiterten Verwandtschaft loszuwerden versucht und als die dann alle versorgt waren, haben wir den Rest bei einer lokalen Facebookgruppe angeboten. Und was dann noch uebrig war, haben wir von einem 'Gebrauchtwarenhof' kostenlos abholen lassen.

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“Style is knowing who you are, what you want to say, and not giving a damn.”


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29. Apr 2017, 21:41

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 Re: Auflösung eines Haushalts
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Titel: Katze der Tierfarm
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Ich behalte auch nicht alles. Aber, alles, was noch gut ist und ich brauch s nicht mehr, gebe ich weiter.
Es gibt hier ja genug. Kleidertausch, Bücherschrank, Integra.

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Ich gehe über meine Gefühle hinaus und finde tiefen Frieden.


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