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Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?

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7. Jan 2011, 13:25

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 Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Kata hat geschrieben:
Waldveilchen hat geschrieben:
Da hast du wohl recht, Kata.

Ich finde es ja viel besser, wenn die alten Leute daheim in ihrer Wohnung und vertrauten Umgebung bleiben könnten. Meine alte Mutter würde es in keinem Heim aushalten.



Meine Großmutter hatte vor ca 3 Jahren einen Schub - sie war vollkommen verwirrt, baute auch körperlich ab. Deswegen kam sie in ein Krankenhaus, was ihr noch mehr zusetzte. Die fremde Umgebung machte sie zusätzlich konfus. Sie war eine sehr schwierige Patientin, litt regelrecht unter Verfolgungswahn und für die behandelnde Ärztin war klar, dass nur ein Pflegeheim für sie in Betracht kam.
Meine Mutter hat dann darauf bestanden, dass sie nach Hause entlassen wird ( meine Großmutter lebte nach dem Tode meines Großvaters alleine im eigenen Haus). Der Hausarzt hat sie sehr gut medikamentös eingestellt, nach ein paar schwierigen Wochen kam meine Großmutter sichtbar wieder zu Kräften - körperlich wie geistig. Ein Jahr später war sie sogar schon wieder in der Lage, alleine Spaziergänge durch den Ort zu unternehmen.
Im Februar letzten Jahres ist meine Großmutter gestorben. An Altersschwäche. Meine Mutter und mein Onkel saßen bei ihr, als nacheinander sozusagen alle Systeme abgestellt wurden. Sie verlor innerhalb weniger Stunden die Fähigkeit zu gehen, zu sprechen, zu sehen. Aber sie starb in ihrem Lieblingssesssel und meine Mutter hielt ihre Hand.

Meine Eltern werden auch nicht in einem Alters- oder Pflegeheim sterben, das habe ich mir geschworen. Ich weiß aber auch, dass das längst nicht immer möglich ist.


Das Thema kommt wohl auf die meisten von uns irgendwann zu, oder wir haben uns
schon damit befassen müssen.
Was geschieht mit unseren pflegebedürftigen Angehörigen/Eltern?
Ein Heim ist für viele unvorstellbar, aber auch die häusliche Pflege kann für alle
Beteiligten zu großen Belastungen führen.

_________________
----Holles Doppelrolle----


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7. Jan 2011, 14:50

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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7. Jan 2011, 15:31

 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Es gibt doch die mobilen Pflegerinnen, wenn man es nicht alleine schafft mit der Pflege und das Pflegegeld wird dann auch entsprechend erhöht, wenn der alte Mensch mehr Pflege benötigt. So kann man nach Bedarf vereinbaren wie oft eine Pflegerin kommen soll. Z.B. einmal in der Woche um beim Baden zu helfen,.... oder täglich, wenn der Patient bettlägrig ist.
Als mein Vater so schwer krank war, vor seinem Tod, da war er auch daheim bei uns und es kamen 3 mal täglich Pflegerinnen um zu helfen.

Meine Mutter ist glücklich, dass sie daheim sein kann und im Sommer unseren Garten genießen kann, unsere Katzen um sich hat, und dass sie in unserer Familie leben kann, auch wenn sie in einem eigenen Haus nebenan wohnt. Sie erlebt mit, wie ihre Enkel groß werden,....

Ich finde so einen Lebensabend schöner, als in irgendein Heim abgeschoben zu werden. Das möchte ich selbst auch nie erleben.

Bei uns geht das so, weil ich daheim bin und mich um meine Mutter sorge, für sie koche, wasche, einkaufe, putze, alles erledige,....

Ich kriege zwar etwas Pflegegeld und auch meine Mutter unterstützt mich, aber so leben wie ich, das wollen andere Frauen nicht. Die wollen einen interessanteren Beruf und unter Menschen sein und viel mehr Geld verdienen. Gut, mir ist das nicht so wichtig, ich verzichte auf sehr viel, was für andere Frauen selbstverständlich ist und ich lebe gern so und ich sehe es nicht als Übel an. Es ist für mich ganz normal. Auch dass ich von anderen Menschen deswegen belächelt werde und gesellschaftlich wohl auf der untersten Stufe stehe, weil man meint, dass ich blöd bin, weil ich so lebe.
Ich finde, da sollte man was ändern, dass Frauen, wie ich, die ihre alten Eltern daheim pflegen, auch anerkannt werden, dass sie auch pensionsversichert werden.

Manche meinen, ich sollte doch einfach Pflegerinnen kommen lassen und selbst arbeiten gehen. So einfach ist das nicht. Das Pflegegeld würde derzeit nicht dazu ausreichen. Außerdem ist meine Mutter eine sehr, sehr schwierige Person. Das haben auch die Pflegerinnen, die zu meinem Vater kamen, sofort bemerkt und gesagt. Meine Mutter kommt mit anderen Frauen nicht gut aus. Das geht vielleicht ein paar Mal gut, aber dann nicht mehr, denn sie findet immer einen Grund, um zu streiten und laut herumzubrüllen,..... Auch im Krankenhaus, in das meine Mutter, ein paar Mal musste, beschwerten sich ihre Zimmerkolleginnen sehr über sie und waren froh, als sie endlich ging. Sie ist sehr eigensinnig und macht das was sie will. Sie kann sich nicht anpassen. Psychologen weigern sich meine Mutter zu behandeln. Sie lebt gesund und weigert sich Medikamente einzunehmen. Ich möchte auch gar nicht, dass sie ruhig gestellt wird. Sie soll ganz bewusst leben.


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7. Jan 2011, 16:21

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Vorab, ich habe meine Eltern, mit 2 sich im 14 Tage Turnus abwechselnden Hilfen, bis zu ihrem Tod gepflegt. Ein kooperativer Hausarzt erleichterte die Situation. Somit musste ich meinen Job nicht aufgeben.
Es ist nicht leicht, passende, gut ausgebildete Krankenpfleger für eine Rundumpflege zu bekommen. Und natürlich kostet das Geld. Die Entscheidung meine Eltern in ein Heim zu geben, stellte sich bei mir nie. Waren sie seinerzeit für mich da, sah ich es als meine Pflicht und auch als Dank an sie, dass beide Eltern ein würdiges Ableben in entspannter Atmosphäre hatten.

Und nun zur medizinischen Pflicht. Ein gut ausgebildeter Krankenpfleger mit etwas Erfahrung kann sehrwohl mit schwierigen Patienten umgehen. Er sollte krisenresistent, belastbar und empathisch sein. Dass ein Arzt/Psychologe einen Patienten im Akutfall seine Hilfe verweigert, halte ich für ein Gerücht. Weder Arzt noch Pfleger sollten der zu plegenden Person ihre Würde und ihre Gepflogenheiten nehmen. Ärzte und Pfleger sind keine Erziehungsberechtigten, die einen Patienten nach ihrem Schema oder dem Schema ihres Umfeldes umerziehen sollen. Ein bisschen freien Entscheid möchten auch alte, kranke Menschen haben - soferne sie noch die Kraft haben sich manchmal bemerkbar zu machen wenn ihnen etwas widerstrebt.

Für mich persönlich stellt sich die Frage einer Hauspflege einmal nicht. Ich werde, wenn es einmal soweit ist, dass ich meinen Alltag alleine nicht mehr schaffe, in eine Seniorenresidenz umsiedeln. Meine Familie soll mich mit Freuden und ohne Zwang und Belastung besuchen und mit mir meinen Lebensabend fröhlich verbringen. Mit schönen Gesprächen, mit Erinnerungen, mit Handhalten etc. Mehr will ich nicht.


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7. Jan 2011, 18:09

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Als meine Mutter damals völlig überraschend verstorben ist, stand ich auch vor dem Problem.
Mein Vater, der in der Pfaklz zuhause war, musste rund um die Uhr betreut werden, ich wohnte in Franken und hatte einen Vollzeitjob, meine Schwester wohnte auch nicht mehr in der Pfalz und war berufstätig.

Der Arzt hatte meinem Vater eine Lebenserwartung von ca.1 /4 Jahr vorhergesagt.
Deshalb wollte ich meinen Job nicht aufgeben, weil ich so schnell dann nicht mehr reingekommen wäre und das mein einziges Einkommen war. Mein Vater lebte dann noch 3 1/2 Jahre :-D mit sehr guter Lebensqualität. :-D

Ich habe es so gelöst, dass ich Leute gesucht habe, die für ein oder mehrere Tage bei meinem Vater in seinem Haus wohnten. Es waren meist keine Fachkräfte. Dadurch, dass es mehrere waren, kontrollierten sie sich gegenseitig (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser), meistens jedenfalls. Alle, die davon hörten, meinten, das gehe nicht gut, manche lachten mich aus.
Aber es ging 3 1/2 Jahre mal mehr, mal weniger gut. Es war wahnsinnig viel Stress, denn am Wochenende war ich oft dort, um Geld zu sparen und/oder nach dem Rechten zu sehen, die Fahrerei, usw.
Trotzdem möchte ich keine Sekunde missen. Wir hatten so viel Freude und Spaß. Manche brachten Tiere oder Kinder mit. Unser Vater wurde sehr verwöhnt, aber musste manchmal auch viel "aushalten" :wink: .
Ärger gabs auch, geklaut wurde auch :ähh . Mein Vater meinte aber, er brauche den ganzen Kram sowieso nicht.
Er war ein sehr lieber Mensch und nach Jahren riefen mich noch "Pfleger" an und sagten, wie schön die Zeit für sie war.

Es gibt sicher Fälle, in denen das Heim unumgänglich ist. Es wird aber sehr häufig als die einzige Alternative gesehen. Das ist es nicht.
Es gibt mittlerweile auch 24-Stunden-Pfleger, die seit diesem Jahr auch offiziell pflegen dürfen (nicht nur Hausarbeiten erledigen) und häufig bezahlbar wären.


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7. Jan 2011, 18:43

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Waldveilchen, das ist schön, dass deine Mutter so leben kann. Hoffentlich weiß sie das auch zu schätzen.

Ich glaube nicht, dass du belächelt wirst oder gesellschaftlich auf der "untersten Stufe" stehst. Ganz im Gegenteil.
In der neuen Generation (bei den Töchtern meiner Freundinnen), erkenne ich auch einen Trend, der dahin geht, dass man lieber auf manches verzichtet und sich dafür zuhause um die Famile kümmert. Das war sicher lange anders.

Dass solche Zeiten der Pflege anerkannt und pensionsversichert werden sollen, finde ich auch.

Es erschwert die Pflege sicher erheblich, wenn jemand sehr "schwierig" ist. Man bekommt nicht so viel zurück und muss aufpassen, dass man nicht ausbrennt.
Ich hatte das Glück, dass mein Vater ein sehr warmherziger, humorvoller und "pflegeleichter" Mensch war, der es uns oft, nicht immer, einfach machte.


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7. Jan 2011, 18:50

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Aureole, es ist in der Tat schwierig, gute Pfleger für die Rundumpflege zu bekommen.
Vor allem merkt man es ja erst, was "Sache" ist, wenn derjeinige schon da ist.

Umso schöner ist es, dass du es, aller Schwierigkeiten zum Trotz, geschafft hast, die Pflege so zu organisieren.


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7. Jan 2011, 19:26

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Sommerwind hat geschrieben:
Aureole, es ist in der Tat schwierig, gute Pfleger für die Rundumpflege zu bekommen.
Vor allem merkt man es ja erst, was "Sache" ist, wenn derjeinige schon da ist.

Umso schöner ist es, dass du es, aller Schwierigkeiten zum Trotz, geschafft hast, die Pflege so zu organisieren.



Dein Posting ist, trotz der schwierigen Lage, in der du dich befunden hast, so herzlich und lebensnah abgefasst. Hier merkt man richtig die zuneigung und Liebe.

Ja klar, gab es auch bei uns Probleme mit den Pflegern. Aber wie du erwähntest, Sommerwind, sie haben sich selbst kontrolliert. Doch das Positive überwiegte bei uns. Auch ich bin mit den Pflegern meiner Eltern noch in Kontakt. Es waren slowakische Pfleger mit eigener Lizenz, die im Haus meiner Eltern wohnten. Auch bei uns kamen oft Angehörige zu Besuch und blieben einige Tage. Mein Vater hat das immer sehr genossen. Es brachte frischen Wind in das Haus - wie er zu sagen pflegte. Bei uns waren die Pfleger immerhin 6 ganze Jahre. Da kann sich schon sowas wie Freundschaft aufbauen. Und auch das Teamworking klappte meist super.


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7. Jan 2011, 20:25

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Aureole hat geschrieben:
Ja klar, gab es auch bei uns Probleme mit den Pflegern. Aber wie du erwähntest, Sommerwind, sie haben sich selbst kontrolliert. Doch das Positive überwiegte bei uns. Auch ich bin mit den Pflegern meiner Eltern noch in Kontakt. Es waren slowakische Pfleger mit eigener Lizenz, die im Haus meiner Eltern wohnten. Auch bei uns kamen oft Angehörige zu Besuch und blieben einige Tage. Mein Vater hat das immer sehr genossen. Es brachte frischen Wind in das Haus - wie er zu sagen pflegte. Bei uns waren die Pfleger immerhin 6 ganze Jahre. Da kann sich schon sowas wie Freundschaft aufbauen. Und auch das Teamworking klappte meist super.


Dieser "frische Wind" ist soo wichtig. Er lässt nicht dieses bedrückende Gefühl aufkommen, das mit Pflegebedürftigkeit oft einher geht.

Ich erinnere mich noch, als ich freitags zur Ablösung kam und es war weder ein Pfleger noch mein Vater da. :shock: Kein Zettel irgendwo, nichts. :shock:
Nach Stunden kamen sie dann, wie sich herausstellte, vom Oktoberfest. Mein Vater strahlte, konnte aber noch weniger gut stehen, als vorher :wink:
Ich hatte furchtbare Angst, dass sich der Alkohol nicht mit seinen Tabletten verträgt.
Der junge Pfleger sah das offensichtlich nicht so "eng" und hat ihm einen wunderschönen Tag beschert.
In solchen Momenten war ich manchmal froh, die Pflege nicht ganz alleine übernommen zu haben. Die Unbekümmertheit und den Leichtsinn, wie sie oft, vor allem den jungen Pfleger/-innen eigen war, hätte ich nicht aufbringen können. Dadurch wären ihm viele Erlebnisse entgangen.


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7. Jan 2011, 22:25

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 Re: Angehörige-Heim oder häusliche Pflege?
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Meine Mutter pflege ich seit sie nach einem Schlaganfall jetzt auch noch einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hat seit einigen Jahren in ihrer Wohnung zu Hause. Ich unternehme viel mit ihr, sofern sie es kann und wenn ich selbst mal nicht kann, dann nehme ich auch den ambulanten Pflegedienst in Anspruch. Zudem nach seinem Feierbabend auch mein Bruder teilweise einspringt. Meine Mutter wurde vorgestern 87 und ich hoffe das sie noch lange ihren Lebenswillen behält und das ich ihr eine vernünftige Lebensqualität ermöglichen kann. Mir ist egal was andere über mich denken und sagen. Für mich ist gar keine Frage, dass ich es so lange mache, so lange ich es körperlich und psychisch kann und sie es zuläßt. Aber wenn es absolut nicht mehr geht, wurde mit ihr auch in aller Ruhe darüber gesprochen, in welches Pflegeheim sie möchte und auch seniorengerechte Wohnungen konnte sie besichtigen.
So traurig und hart es ist, aber man sollte wirklich beizeiten den Mut aufbringen und das Thema durchsprechen. Ganz wichtig sind auch die Vollmachten die man sich beizeiten geben lassen sollte, damit man in Kranken- und Pflegehäusern ein Mitsprecherecht behält.
Ich verurteile aber auch keinen der sagt, ich kann es nicht und das Heim vorzieht. In der heutigen Zeit ist es leider immer häufiger notwendig das die Kinder vollzeitig arbeiten und sich nicht um ihre Eltern kümmern können. Und es ist keineswegs immer leicht seine Eltern plötzlich als pubertierendes Kind vor sich zu haben.
In meinen sozialen Ehrenämtern habe ich die Möglichkeit in viele Familien reinzuschnuppern und bin teilweise wirklich auch erschüttert.

Kurz umschrieben: Ich pflege meine Mutter zu Hause und sie ist glücklich darüber.

LG Karin

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Gruß Karin
aus Duisburg, der Stadt an Rhein und Ruhr
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9. Nov 2014, 12:30

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?

*mal wieder nachfrage*

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Gnädigster und durchlauchtigster aller Lords der Highlands and Islands, Bezwinger des Loch-Ness-Monsters,
Freund der Stewarts, Herrscher über Caithness, Orkney and Shetland,
Fürst der Fair Isle und der nördlichen Nordsee, Lord of Inverness,
gefürsteter Herzog von Drumnadrochit, Blairgowrie and Dunkeld


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9. Nov 2014, 13:20

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Ich pflege meine Mutter daheim. Sie ist 88.


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10. Nov 2014, 13:38

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Ich habe meine Schwiegermutter zu Haus gepflegt, sie wurde 93. Allerdings mit grosser Unterstützung von Kräften der Heimpflege was bei uns kostenlos ist. Allerdings meine ich dass es besser ist in einem Heim versorgt zu werden als von Angehörigen die mit der Pflege überfordert sind.

_________________
CARPE DIEM


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10. Okt 2017, 08:43

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Pfleger Jorde erhält für Merkel-Attacke tosenden Applaus

Alexander Jorde diskutierte mit Frank Plasberg und anderen Gästen über den deutschen Pflegenotstand. Ein Thema, das im Wahlkampf vernachlässigt wurde. Der junge Krankenpfleger brachte die Kanzlerin bereits vis-a-vis in die Bredouille.

Scheiße, das ist seiner Meinung nach der Pflegenotstand und die Haltung der Politik: "Ich finde es traurig, nach zwölf Jahren Kanzlerschaft zu sagen, man mache das jetzt zur Chefsache. Das Problem besteht ja nicht seit gestern" – ein Frontalangriff auf Angela Merkel, für den er tosenden Applaus erhält.

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Da hat dieser Pfleger recht! :thumbsup


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10. Okt 2017, 09:27

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Man darf nicht vergessen, dass sich im Allgemeinen doch die häusliche Situation maßgeblich verändert hat. Früher war der Mann Alleinverdiener , verdiente auch gut. Zumindest im Westen. Wohnungen waren bezahlbar, so dass man auch gut in der größeren Wohnung bleiben konnte. Mieten waren bezahlbar. Die Frau blieb im Haus und versorgte Haus und Kinder. War von den Regierungen auch so gedacht. Kindergartenplätze gab es sowieso nur für Alleinerziehende. Da gab es auch noch ein Plätzchen für die pflegebedürftige Mutter oder den Vater.

Auch ich habe das eine gewisse Zeit gemacht. Heute ist das geradezu unmöglich. Die Mieten fressen inzwischen fast die Hälfte beider Einkommen. Und steigen weiter immens. Eine große Wohnung kann man kaum noch halten. Zumindest nicht in den Ballungszentren. Selbst wenn man also wollte, könnte man die Mutter nicht aufnehmen, da tagsüber niemand zu Haus ist. Und gerade bei dementen Angehörigen geht das nicht.

Bei uns ist das heute so, dass die Kinder arbeiten gehen und wir uns um die Enkel kümmern. Ich weiß also genau, dass ich, wenn mein Lebenspartner selbst nicht mehr in der Lage sein sollte mich zu pflegen oder umgekehrt , ich in ein Heim müßte.


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10. Okt 2017, 13:28

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Bei uns ist es so, dass nach jahrelanger, haeuslicher Pflege meine Grossmutter vor 3 Jahren ins Heim kam. Sie ist jetzt 91 und braucht wegen ihrer Alzheimererkrankung rund um die Uhr Pflege. Das kann keiner zu Hause gewaehrleisten, zumal alle ihre Kinder berufstaetig sind und auch jeden Pfennig Lohn brauchen.

Meine Grossmutter selber ist im Heim nicht besonders gluecklich. Sie waere viel lieber 'zu Hause' und aeussert dass auch bei jedem Besuch. Manchmal zerreist es einem echt das Herz, wenn sie fragt, wann sie endlich nach Hause darf.

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10. Okt 2017, 18:24

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Bei meiner Schwester, die in diesem Frühjahr gestorben ist, war es eine gute Entscheidung, als sie in ein Heim hier in Karlsruhe kam.

Es war allerdings ein sehr gutes Heim.

Nicht alle Heime sind nicht so, leider.

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12. Okt 2017, 18:48

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Ich finde das Heim meiner Grossmutter auch sehr gut, aber sie selber mag es nicht. Sie will zu Hause sein. Das Problem ist, sie hat Alzheimer - das 'zu Hause' was sie kennt und will, gibt es de facto nicht mehr. :heul

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12. Okt 2017, 19:38

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 Re: Angehörige: Ins Heim oder in häusliche Pflege?
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Aurian hat geschrieben:
Das Problem ist, sie hat Alzheimer - das 'zu Hause' was sie kennt und will, gibt es de facto nicht mehr. :heul


:ähh :cry:

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