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Wüstensand im Küchenschrank / Shibin El Kom

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 437 Beiträge ] 

8. Feb 2010, 23:41

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Ja Evanesca, in heißen Ländern ist das halt so mit dem Ungeziefer. Und ganz besonders auch im Nildelta, wo die Luftfeuchtigkeit höher ist und es auch sehr grün ist.
In der Wüste wo ich später gelebt habe, gab es keine Kakerlaken.

Meine Schwiema war wirklich eine liebe Frau. Aber Ausländer kannte sie nur aus der Zahnpastareklame.


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9. Feb 2010, 07:00

 
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Es war für deine Schwiegermutter wohl auch schwer. Wenn sie noch nie mit Ausländern zu tun hatte, konnte sie sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass es auch noch andere Sprachen als Arabisch gab und so hat sie halt geglaubt, du hättest ein Ohrenproblem. Konntest du dich dann später besser mit ihr verständigen, als du mehr Arabisch konntest?


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9. Feb 2010, 12:47

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Ja, das Problem war nur, dass die Mama Dialekt sprach und ich Schwierigkeiten hatte, den zu verstehen.


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9. Feb 2010, 12:51

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Probleme machten mir auch die vielen Besucher die unsere Wohnung stürmten. Ich wurde vorgeführt wie ein neues Möbelstück. Bei jedem neuen Besucher wurde ich aus dem Zimmer geholt auf das Sofa platziert und man unterhielt sich offensichtlich über mich. Kam Said nach Haus und ich klagte ihm mein Leid, so schimpfte er mit seiner Mutter, was mir eigentlich auch nicht recht war - aber alles ohne Erfolg. Es änderte sich nichts.

Einmal wurde ich krank, litt unter einer Magenverstimmung und es ging mir so schlecht, dass ich im Bett bleiben musste. In Deutschland lässt man Kranke in Ruhe. Hier nicht so. Said wies die Mutter auch jeden Morgen vor seinem Aufbruch darauf hin, dass möglichst kein Besuch kommen sollte. Aber kaum war er aus dem Haus, kamen die ersten Frauen und im Laufe des Tages fielen sie wie ein Hornissenschwarm über mich her.

Alle waren sehr lieb und nett ohne Frage aber es war trotzdem sehr anstrengend. Ich versuchte mich stets schlafend zu stellen.
Einmal besuchte mich auch eine sehr nette Verwandte, eine junge Frau, islamisch mit Schleier gekleidet mit ihrem Sohn. Ich wusste von ihr, dass sie eigentlich Christin von Geburt war und in die moslemische Familie meines Mannes aus Liebe eingeheiratet hatte. Daraufhin wurde sie von ihrer Familie verstoßen und die hatte nun jeden Kontakt zu ihr abgebrochen.

In diesem Moment bedauerte ich sehr, noch nicht besser arabisch zu sprechen, denn ich hätte mich allzu gern mit ihr unterhalten. Mutter und Kind blieben noch geraume Zeit an meinem Bett sitzen und schälten Apfelsinen, die mir dann in den Mund geschoben wurden. Huda wie die Frau hieß, war mir ausgesprochen sympathisch, schon allein deswegen, weil sie nicht wie alle anderen auf mich einredete, sondern sie sprach ganz langsam und deutlich mit mir.

Kam Said nach der Arbeit nach Hause, freute ich mich natürlich und dachte jetzt könnte ich mich mit ihm unterhalten. Hätte ihn allein für mich. Aber sofern der rote VW Bus unter dem Balkon stand, kam Abdallah zu uns und danach folgte die übrige Familie und alle saßen palavernd bis weit in die Nacht hinein am Esstisch. So ging das fast jeden Abend.

Der ältere Bruder betrat immer mit missmutigem Gesicht die Wohnung. Es gab viel Ärger mit dem entfernten Landbesitz in der Wüste. Der älteste Bruder Mohamed, früher in der Flugzeugkonstruktion tätig, hatte Aufsicht und Kontrolle über dieses Stück Land bekommen. Aber da er nicht vom Fach war und dabei auch noch recht phlegmatisch und lustlos, gab es mittlerweile echte finanzielle Probleme.

Für mich wurde es bei diesen Diskussionen dann richtig spannend. Es ging heiß her und manchmal dachte ich, dass jeden Moment eine Schlägerei losgehen würde aber man fasste sich wieder, nahm sich in die Arme und alle waren sofort wieder friedlich. Nachmittags, wenn mein jüngster Schwager Magdy, der noch bei der Mutter lebte von der Arbeit kam, er war im städtischen Busdepot als Mechaniker beschäftigt, versuchte er stets mir den Tag etwas angenehm zu gestalten.

Wir nahmen den Kinderwagen und gingen gemeinsam spazieren. An jeder Autowerkstatt blieben wir stehen. Ich wurde ausführlich vorgestellt, musste eine Cola trinken und wir zogen weiter zur nächsten Werkstatt.
Magdy war ein einfacher Mann und er hätte so gern geheiratet. Die Familie war dabei etwas Passendes für ihn zu suchen. Inzwischen spielte er für mich den Beschützer.

Er war derjenige von dem ich die ersten arabischen Worte und die Schreibung der Zahlen gelernt hatte und ich machte schon Fortschritte.
Kam mein Mann nicht allzu müde von der Arbeit, machten wir des Abends Besuche bei seinen vielen Freunden und Bekannten. Er war ständig bemüht für mich Leute aufzutreiben die gut englisch sprachen, damit ich vielleicht auch Kontakte knüpfen und Freundschaften zu anderen Frauen schließen konnte. Manchmal gingen wir auch in ein kleines Gartenrestaurant abseits von der großen Straße und ca. zehn Km von Shibin entfernt um Kofta oder Kebab zu essen, was allerdings sehr teuer war.

Das Leben normalisierte sich und trotzdem war es nicht einfach. Meine vollautomatische Waschmaschine, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten, ging entzwei. Mama kam mit der Benutzung meiner Waschmaschine nicht zurecht. Sie wollte daher ihre Bottichmaschine nutzen. Diese war sehr einfach ausgestattet und hatte keine Heizung. Sie wollte, dass ich in meinem Gerät das Wasser aufheizte und in ihre Maschine abpumpte. Durch diese auf die Dauer unsachgemäße Behandlung streikte irgendwann die Automatik und gab den Geist auf.

Said fragte in allen einschlägigen Reparaturwerkstätten nach, ob sie nicht irgendeiner reparieren könne und von nun an gaben sich die Spezialisten bei uns die Klinke in die Hand. Endlich war nichts mehr zu reparieren und wir bekamen für das Gehäuse noch ganze 50 LE. Da eine neue vollautomatische Waschmaschine zu diesem Zeitpunkt für uns finanziell geradezu unerschwinglich war, musste ich mich mit dem gleichen Modell begnügen, wie meine Schwiegermutter und die meisten ägyptischen Haushalte es besaßen.

Magdy kaufte ein Gerät in Selbstbauweise, damals für ganze 45 LE. Das waren in etwa 22 DM. Die Technik war verblüffend. Ein Stecker, Ein- und Ausschalter und im Boden eine Flügelwelle. Man brauchte nur noch heißes Wasser einzuschütten, die Wäsche und Kernseife die ich vorher mit dem Gurkenhobel geraspelt hatte, dazu noch etwas Seifenpulver und los ging es.
Nach und nach wurden die Balkons geleert, und alles fand Platz in der kleinen Wohnung. So auch unser Fernsehgerät. Ich sehe noch heute die enttäuschten Gesichter, als die Familie bei der Premiere feststellte, dass sie sich mitten im ägyptischen Programm befanden. Sie waren der Meinung gewesen mit einem deutschen Fernseher auch deutsche Sendungen empfangen zu können.


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9. Feb 2010, 12:52

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Wann hast du denn richtig arabisch sprechen gelernt.?
Nur so vom Zuhören, oder in eine Schule.
Der kleine Said ist sicher schon zweisprachig aufgewachsen.

Wie geht es nun weiter.. :wiwi sorry. jetzt haben sich unser Beiträge überschnitten.
Das mit dem Fernseher finde ich lustig :-D Hast du auch mal ein deutsches Essen gekocht???(Klöße , Rouladen und Rotkraut) :essen

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Die dauernde Sorge um die Gesundheit ist auch eine Krankheit ... Platin


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9. Feb 2010, 23:04

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Ich habe nie schreiben und lesen gelernt.
Mit dem hocharabisch hätte ich nur die Zeitung lesen können. Die Leute hätte ich nicht verstanden. In Shibin gab es keine Lehrbücher.

Mein Sohn hat mit mir deutsch gesprochen, im Umfeld arabisch und in der Schule dann englisch.


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9. Feb 2010, 23:08

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Auf Said kamen wieder neue Laufereien hinzu. In Ägypten gab es gesonderte KFZ - Zeichen für Privatwagen und Taxis. Bis jetzt fuhren wir immer noch mit dem Zollkennzeichen und der Berliner Nummer. Nun sollte das geändert werden und das hieß, er musste nach Kairo um Stunden oder Tage im KFZ - Amt zuzubringen. Da ich ganz dankbar für etwas Abwechslung war, fuhr ich mit.

Abseits der großen Straße zwischen Alexandria und Kairo gab es einen schönen Weg entlang eines Nil-Seitenarms der an kleinen Dörfern und wunderschönen grünen Landschaften vorbeiführte. Ich genoss die Fahrten der Gegend wegen und dann war das so ziemlich die einzige Möglichkeit meinen Mann mal für mich zu haben.

Wir konnten ungestört miteinander reden, was sonst nicht möglich war. Da natürlich immer wenigstens einer der Familie mitkommen wollte, so versuchte ich das immer abzubiegen und meist gelang es mir auch. Ab und zu nahmen wir ein Kind Abdullahs mit, was mich auch nicht störte, denn die Kinder waren gut erzogen und der kleine Said war natürlich stets auch bei uns. Den ließ ich bei niemandem.

Mein Mann hatte auch Verständnis für meinen Wunsch, allein zu fahren, nur bei Abdallah war es unmöglich abzulehnen wenn er mitkommen wollte. Er war das Familienoberhaupt, obwohl darauf angesprochen, sah mein Mann seine Stellung nicht so. Aber das hätte er mir gegenüber auch nicht zugeben können.

Diesmal nahmen wir die Schnellstraße in die damals vierzehn Millionen Hauptstadt. Vorbei an größeren Städten, wie Queisna, Banha und Shubra al Cheima. Zur linken Seite des Weges lag die Eisenbahnlinie Alex - Kairo. Da die Züge zumeist überfüllt waren, saßen die Fahrgäste, oftmals Soldaten oben auf den Dächern der Waggons und auch auf den Puffern was sehr gefährlich aussah und höchstwahrscheinlich auch war.

Wandte man den Blick nach rechts, so reihten sich dort die Obst - und Gemüseplantagen und Geflügelfarmen aneinander. Fellachen und Händler saßen am Rand der Strasse und verkauften ihre Ware an die vorbeifahrenden Autofahrer. Je näher man Kairo kam, je mehr traf man auf Fabriken und Ziegeleien.

Restaurants gab es nicht, ab und zu mal eine Imbissbude für Lkw- Fahrer aber kaum Tankstellen. Der Verkehr wurde dichter und dicker die Luft. In Kairo war Dauersmog angesagt. Die Autos waren alt, oftmals Vorkriegsmodelle und stanken dementsprechend. Kurz vor der Stadt gab es einen Verkehrsknotenpunkt von dem aus Taxis in alle Gegenden Ägyptens fuhren. Es handelte sich zumeist um Kleinbusse, die oft weit über die Kapazität hin mit Fahrgästen beladen wurden. Aber bei den verhältnismäßig niedrigen Fahrpreisen war das nicht weiter verwunderlich.

An Stadttaxis die in der Hauptstadt die Farben schwarz weiß führten, herrschte absoluter Mangel, obwohl auf den ersten Blick, soviel davon unterwegs waren. Man musste schon eine Menge Straßenstaub schlucken um ein leeres Taxi zu ertappen. In der Stadt angekommen, erwartete uns ein unbeschreibliches Chaos. Als Fußgänger eine Straße zu überqueren grenzte an Überlebenstraining. Nichts für ängstliche Menschen. Ich habe Jahre später als ich oft allein in Kairo unterwegs war, schon eine halbe Stunde am Tahrir Platz zugebracht, weil niemand da war der mich hätte hinüber auf die andere Straßenseite begleiten können.

Der Bezirk Nasr City in dem das Zollamt lag war allerdings ein neu entstandener Stadtteil, lag etwas außerhalb des Zentrums und war nicht ganz so überfüllt. Auf jeden Fall scheiterte Said wieder an der Bürokratie die in Ägypten erfunden zu sein schien. Am ersten Vormittag konnte er hinsichtlich seiner Zulassung nichts erreichen, und damit ich mit dem Kleinen nicht den ganzen Tag in großer Hitze im Auto sitzen musste, fuhr mich Said zwischendurch mal wieder zum Onkel Ismail wo ich nun wieder zu warten hatte.

Ich übertreibe bestimmt nicht, wenn ich behaupte, dass ich von fünf Jahren Ägypten, bestimmt ein ganzes Jahr wartend irgendwo verbrachte. Meist vor irgendwelchen Ämtern. Das Auto wurde mir fast zu einem zweiten Zuhause. Said konnte daran nichts ändern. Es war einfach so, dass wir immer noch zu sehr auf deutsche Verhältnisse fixiert waren. Und mein Mann schien die dreißig Jahre Ägypten vor der Zeit mit mir geradezu aus seinem Leben gelöscht zu haben. Das Wort "Boukrah" was "morgen" bedeutete, nahm er allzu wörtlich. Eigentlich hatte es keinerlei Bedeutung.

Aber wenn ich auch beim Onkel warten musste, so war ich doch immer noch besser dran, als zu Haus in Shibin zu sitzen. Hier gab es wieder Samy und der kümmerte sich rührend um mich und das Baby und wenn es auch immer noch mit der sprachlichen Verständigung nicht so einfach war, so wusste er doch was wir gerade in diesem Moment brauchten. Wurde der kleine Said nörgelig, so nahm er ihn auf den Arm und besuchte mit ihm alle Kinder in der Nachbarschaft und versorgte ihn mit Keksen und Säften.

Ich hatte mir ein neues Hobby zugelegt. Ich strickte wie verrückt Zwar hatte ich schon früher mal einen Schal oder etwas anderes Einfaches zustande gebracht, aber aus Mangel an anderen Zeitvertreiben und da Baumwolle unglaublich billig war, zum Beispiel 100 Gr. für umgerechnet 25 Pfennige, so konnte ich mich hier so richtig austoben.

Das Material gab es in allen Farben in den staatlichen Kaufhäusern. Die Frauen hier strickten eher selten. Man häkelte. Übrigens auch die Männer. Die Fellachen häkelten sich ihre Schweißmützen in der heißen Mittagshitze während sie im Schatten unter einer Dattelpalme saßen. Es war sehr dünnes Garn und dazu wurde ein ganz feiner Häkelhaken benutzt.

Es sah aus, als wären die Kopfbedeckungen mit einer Maschine gefertigt worden.
Wir mussten jedenfalls wieder ein paar Tage und Nächte beim Onkel zubringen, bis wir nun endlich das endgültige KFZ- Kennzeichen an unserem VW Bus hatten.

Mittlerweile hatten wir Juni und die Nächte wurden warm. Viele Hausbewohner verbrachten die Stunden bis zum frühen Morgen bis es etwas kühler wurde, draußen vor der Tür oder auf den Balkons. Wenn endlich alle zur Ruhe gekommen waren bereitete ich mich darauf vor, dass bald von den Moscheen zum Morgengebet gerufen wurde.

Bald hatte ich eine innere Uhr die mich rechtzeitig vor dem Gebetsruf weckte und ich stand dann auf und schloss Fensterläden und Scheiben um wenigstens nicht senkrecht im Bett zu stehen.
Für diese allnächtliche Störung musste man wirklich Moslem sein. Ich hätte auch nichts gegen einen Ruf des Muezzins vom Minarett einzuwenden gehabt, aber zu Zeiten des Propheten Mohammeds gab es auch noch keinen Kassettenrecorder und keine Lautsprecher.

Manchmal schlief der Betreiber unten in der Moschee ein und merkte nicht einmal dass das Band stehen geblieben war und immer weiter dudelte. Mich machte das ausgesprochen aggressiv und wenn man mich fragte wie ich denn den Islam als Religion fände so konnte ich nur mit "sehr laut" antworten.

Morgens stand ich in der Regel ziemlich früh auf. Mit der Jahreszeit nahm die Wärme zu und es war fast unmöglich sich in der Mittagszeit mit Hausarbeit zu beschäftigen. Andererseits musste ich zu sehen, dass ich genau in der mittäglichen Hitze meine Wäsche wusch. Wenn so wenige Leute wie möglich auf der Strasse waren, war es die günstigste Zeit auf den Balkon zu gehen und die Wäsche aufzuhängen.

Sahen nämlich Passanten zufällig nach oben und erblickten mich, blieben sie wenigstens erstaunt stehen, blickten zu mir nach oben und stießen laute Bewunderungsrufe aus. Manche grüßten auch freundlich und einmal habe ich es allerdings auch erlebt, dass Kinder die auf dem gegenüberliegenden Sportplatz Fußball spielten, mit Steinen nach mir warfen.


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10. Feb 2010, 04:46

 
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Sehr interessant dein Alltagsleben in Ägypten! Dort konnte man Geduld lernen beim Warten bei den Behörden.

Die vielen Verwandten die kamen, als du krank warst, das muss sehr lästig gewesen sein. Wenn ich krank bin, will ich mich nur daheim im Bett verkriechen und möglichst keinen sehen. Wenn da alle meine Verwandten kämen, ich glaub ich würde durchdrehen und alle hinauswerfen oder besser mich gleich vorher einschließen.

Auch die Großfamilie beim Abendessen jeden Tag bis Mitternacht, würde mich nerven.

Toll, dass du so viel gestrickt hast und dass sogar die Männer häkelten!


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10. Feb 2010, 12:54

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Da geht es mir wie Waldveilchen, ich brauche auch mal Zeit für mich.

Aber erzähle nur weiter. :wiwi


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10. Feb 2010, 15:16

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Wenn ich mal in unserem Zimmer mit einem Buch gesessen habe, dann war die Mama immer der Meinung, ich wäre jetzt furchtbar traurig, würde deshalb in der Bibel lesen und sie nahm mich dann in den Arm und zog mich in den Saal oder den Salon.
Da konnte ich ihr ja auch nicht böse sein. Sie meinte es halt gut mit mir. :-D


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10. Feb 2010, 15:20

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Hin und wieder besuchten wir auch die staatlichen Kaufhäuser wie OMAR EFFENDI und SEDNAOUI. Das Angebot war bescheiden und der Staub lag zentimeterdick auf den Waren. Kam ich also mit meinem Mann in eines der beiden Häuser um Wolle, Unterwäsche für die Kinder oder Kleiderstoff zu kaufen, so stockte der Betrieb.

Kein Kunde interessierte sich mehr für seine Einkäufe. Zumindest was die Frauen anging. Männer waren stets zurückhaltender. Weibliche Wesen waren neugierig und kicherten. Ich wurde gefragt warum ich hier wäre und wie es mir gefiel und ob ich Muslime wäre und warum nicht und weshalb hätten wir nur ein Kind und so weiter.

Die Verkäuferinnen bewunderten scheinbar meinen Mann, wie war er nur zu solch einem exotischen Geschöpf gekommen?
Diese Popularität genoss ich aber nur kurze Zeit. Ich war dessen bald überdrüssig. Und Said war genervt von diesen Kaufhausbesuchen.
In Shibin gab es eine Hauptstrasse mit vielen Geschäften, die ebenfalls alles anboten was der Markt so hergab. Auch andere Einkaufsstrassen gab es noch. Sie waren meist nach Branchen aufgeteilt.

Es gab eine Gasse in der sich nur Seiler befanden, und eine andere in der sich viele Goldschmiede nebeneinander niedergelassen hatten. Dann waren da noch die Strassen der Autoersatzteilläden und der Stoffhändler und die der Armaturen für Bad und Küche. Die Läden selbst waren sehr winzig und so hatten ihre Besitzer noch zusätzlich den Rest ihrer Waren draußen vor dem Geschäft ausgestellt.

Die Handwerker arbeiteten hauptsächlich auf der Strasse, wie zum Beispiel die Möbeltischler. War es ein gutes Stück geworden so war es die beste Reklame für die kleinen Werkstätten. Die Ägypter liebten Möbel die reich verziert mit Rosetten und vielen kunsthandwerklichen Schnitzereien waren. Das Schmuckstück jeder Wohnung jedoch war der Salon.

Er stand eigentlich nur Gästen oder der Familie an Feiertagen zur Verfügung. Die Stoffmuster der Bezüge waren mit großblumigen Ornamenten versehen und das Holz der riesigen Sessel und Tische mit Gold überzogen. Da das Ganze doch recht unpraktisch war, wurde alles mit Schonbezügen meist in weiß versehen.

Was man über die gesamte Stadt reichlich verteilt sah, waren die Fruchtsaftläden. Da wurden Säfte aus frisch gepresstem Obst je nach Saison angeboten. Herrlich gekühlt schmeckten sie wunderbar und es standen immer Leute davor. Der billigste und mir liebste von allen war der Zuckerrohrsaft. Die Zuckerrohrstangen wurden von einem Arbeiter in eine Presse geschoben und am anderen Ende kam das Getränk heraus. Diese Läden hatten einen enormen Verbrauch an Blockeis.

Fahrradfahrer transportierten auf ihren Schultern die Blöcke, während ihnen während der Fahrt das eiskalte Wasser den Nacken herunter lief. Wahre Akrobaten waren auch die Männer die für die Bäckereien das Brot zu den Imbissbuden fuhren. Sie jonglierten auf einem riesigen Holzgitter Berge von Fladenbrot auf dem Kopf. Kreuz und quer fuhren sie durch die Strassen zwischen den Autos hin und her.

Und was für die Deutschen die Wurst am Stand, sind die in Öl gebackenen, aus Kichererbsenteig bestehenden Bällchen, die in Alexandria Falafel und im übrigen Ägypten Tameya genannt werden, für den Ägypter. Sie wurden heiß in eine Tüte aus Zeitungspapier gefüllt und der Kunde nahm sie mit nach Hause.

Dann gab es da noch die Koscheriwagen. Die Holzwagen, bunt bemalt, boten ein Nudel- und Reisgericht an, welches sehr einfach und schmackhaft war. Was das Gericht ausmachte, war die sehr scharfe Tomatensauce die über die Nudeln, die mit ein paar Linsen und gerösteten Zwiebeln angerichtet waren, gegossen wurde. Meistens handelte es sich um Bauarbeiter die sich zu ihrer Mittagspause einen Teller davon holten und ihn auf der Strasse verzehrten.

Auch Foul wurde von der Strasse gegessen. Das Bohnengericht, das stundenlang in einem urnenförmigen Topf köchelte und auf den Magen eine ähnliche Wirkung wie Zement hatte. Dieses Gericht wurde während des Fastenmonats Ramadan bevorzugt. Kleine Wagen boten alle Arten von Nüssen Mandeln und Kichererbsen an. Gezuckert und gesalzen. An einer Straßenecke sah ich stets eine Familie sitzen, die Assaleya verkaufte.

Dabei handelte es sich um Karamelstangen, ähnlich unserer rot-weißen Pfefferminzstangen, die ich noch aus meiner Kindheit kannte. Den Zähnen waren sie nicht sehr zuträglich, da sie äußerst hart waren, aber in der ersten Zeit meines Aufenthaltes in Ägypten aß ich so ziemlich alles an Süßigkeiten was nicht allzu widerlich süß war. Obst wurde überall reichlich angeboten. Es war sehr preiswert und man schleppte es nicht unter fünf kg nach Hause.

Weintrauben hatten es mir angetan und es gab sie in ganz vielen Sorten und im Geschmack unterschiedlich auf dem Markt. Bringt man hier der Gastgeberin Blumen mit, so folgt man dort einer Einladung mit einer Tüte Obst.
Gemüse, ebenso günstig und in großer Auswahl, war überall vorhanden. Ich war froh zu diesem Zeitpunkt noch nicht kochen zu müssen, denn mit vielen Sorten hätte ich nichts anzufangen gewusst. Damals kannte man hier in Deutschland noch kaum Okraschoten und die Spinatart Molochea ist hier heute noch ziemlich unbekannt.

Ich litt allerdings fast an Entzugserscheinungen, wenn es um Schokolade ging. Ich, die ich so naschhaft war, rührte mir nun Schokoladenersatzpulver mit Zucker und Wasser zusammen um etwas einigermaßen Ähnliches im Geschmack wie Schokolade essen zu können. In den Sommermonaten gab es eigentlich überhaupt nichts an Schokolade und dann nur in Täfelchen a´ 25 Gr. Die erste Zeit schmeckten sie mir gar nicht, später habe ich mich darauf gestürzt. Es gab nichts Besseres als Corona-Schokolade.

In den Lebensmittelgeschäften wurden hauptsächlich Konserven angeboten. Sardinen, Makrelen und Thunfisch. Corned Beef und Frühstücksfleisch.
Marmeladensorten wie Karotten, Feigen und Datteln ebenfalls in Dosen schmeckten einfach nur widerlich süß. Ein ganz großer Hit waren Maggi-Hühnerbrühwürfel. Einige, wenige Sorten Käse, wie Feta, ein harter Schnittkäse und noch zwei andere Weichkäse aus Frankreich. Sowie Mortadella. Im Geschmack allerdings nicht identisch mit unserer Sorte. Aus Rinderfilet gab es einen Schinken der ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig war, Basterma war luftgetrocknet und eigenartig gewürzt. Hatte man sich an den Geschmack gewöhnt, schmeckte er prima.

Mehrere Male hatte Said für mich dänische Lurpak-Butter besorgt, da ich Brotaufstrich sehr vermisste, aber sie war durch den häufigen Stromausfall immer ranzig gewesen und so hatte ich auch darauf verzichten müssen.


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10. Feb 2010, 18:12

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Hallo MB Du schriebst: Deshalb versäumte sie nie eine Nachrichtensendung des ägyptischen Fernsehens in der Hoffnung ihren Sohn im politischen Teil der Meldungen zu sehen.
Ich muss da irgend etwas nicht mitgekriegt haben. Warum hoffte sie das?

Es muss wirklich fuer eine Deutsche sehr schwer sein sich an das Leben in Aegypten, und vor allem auf dem Land, anzupassen. Es stimmt, dass die Leute dort sehr nett sind aber das kann auch manchmal auf die Nerven gehen. In den Staedten sind die leute schon bedeutend aufgeklaerter und kennen Fremde, waren auch teilweise im Ausland. In den laendlichen Gebieten jedoch koennen die Leute nicht begreifen wie jemand nicht die Sprache spricht, die sonst jeder spricht.

Gutes Benehmen eines Gastes schliesst mit ein, dass er Mahlzeiten von sich weist, waehrend der Gastgeber ihm das Essen regelrecht aufdringen muss. Das kann sehr nervig werden vor allem wenn man schon vollgestopft ist.

Orientalische Kueche in Deutschland ist von Leuten hergerichtet die den deutschen Geschmack und vor allem die erforderliche Hygiene kennen.


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10. Feb 2010, 18:14

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Mehrere Male hatte Said für mich dänische Lurpak-Butter besorgt

Die esse ich auch taeglich. Z.B. jetzt gleich :wiwi


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10. Feb 2010, 20:09

 
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Jaaa, irgendwie schien sich dein Alltag ums Warten bzw. um das Vermeiden viel zu süßen Essens zu drehen :). Gab es in Shibin etwas wie einen Kindergarten? Wenn ja - war Said dort? Wie lief eure Hühnerfarm an?


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10. Feb 2010, 20:54

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@Ruven.
Mein Schwager Abdallah war der Bürgermeister von Queisna, einer Kleinstadt im Nildelta und manchmal sah man ihn im Fernsehen bei irgendwelchen Empfängen neben Anwar El Sadat zu sehen.

Du hast wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen mit Deiner Aussage, dass sie sich nicht vorstellen können, dass es Menschen gibt, die eine andere Sprache außer arabisch sprechen.

Allenfalls noch englisch. Und wer englisch spricht kommt aus Amerika und mein jüngster Schwager dachte auch, dass Deutschland in den Staaten liegt.
Und das trotz Schulbildung.


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10. Feb 2010, 21:00

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@ Evanesca
Ja, mit dem Essen das war ein Problem. Ich hatte schon Appetit auf Süßes aber so süß nun auch wieder nicht.

Nein in den Kindergarten ging mein Sohn nicht.
Die ägyptischen Kindergärten sind eine Aufbewahrungsstätte.
Dort wird hauptsächlich Kinderfernsehen geguckt .

Und er war noch viel zu klein dafür.

Unsere Geflügelfarm war noch lange nicht in Betrieb. Wir hatten ja erst das Grundstück erstanden.


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10. Feb 2010, 21:28

 
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Zitat:
Die ägyptischen Kindergärten sind eine Aufbewahrungsstätte.
Oh, das würde ich einem Kind nicht zumuten wollen :(.

Ich kenne ja orientalische Süßigkeiten, weiß nicht, ob dir Halva was sagt? Deswegen weiß ich, dass das Zeug eigentlich zu süß ist :)


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10. Feb 2010, 22:21

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Ja Evanesca, Halwa kenne ich natürlich auch :-D


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11. Feb 2010, 06:38

 
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Mauerblümchen hat geschrieben:
Was man über die gesamte Stadt reichlich verteilt sah, waren die Fruchtsaftläden. Da wurden Säfte aus frisch gepresstem Obst je nach Saison angeboten. Herrlich gekühlt schmeckten sie wunderbar und es standen immer Leute davor. Der billigste und mir liebste von allen war der Zuckerrohrsaft. Die Zuckerrohrstangen wurden von einem Arbeiter in eine Presse geschoben und am anderen Ende kam das Getränk heraus.


Die Früchte, das Obst und auch diese frisch gepressten Säfte stelle ich mir himmlisch vor! :love4 Das ist sehr gesund. Wenn ich in Ägypten wäre, da würde ich wahrscheinlich als Rohköstler leben, nur von Obst und Gemüse. Sonst gibt's dort anscheinend eh nichts Gutes zum Essen, nicht mal gute Schokolade.

Warum hast du deine Popularität nur kurze Zeit genossen und wurdest ihrer bald überdrüssig?? :weißnix Als schöne, junge Blondine mit langen Haaren bewundert zu werden, stelle ich durchaus schön vor.
Was machen die Frauen hier im Westen nicht alles, nur um aufzufallen und ein bisschen Bewunderung zu kriegen? Sie hungern, sie stürzen sich in Unkosten wegen ausgefallener Kleidung, Frisur, Schmuck, Schönheitsoperationen,...
Wenn man natürlich schön ist und in einem fremden Land auffällt, was war daran lästig für dich?


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11. Feb 2010, 19:16

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Mauerblümchen hat geschrieben:
@Ruven.
Allenfalls noch englisch. Und wer englisch spricht kommt aus Amerika und mein jüngster Schwager dachte auch, dass Deutschland in den Staaten liegt.
Und das trotz Schulbildung.


Ach, das ist nichts aussergewoehnliches, ich habe im hochgebildeten Amerika und Europa viel mehr Menschen angetroffen, die nicht die geringste Ahnung ueber irgend etwas hatten.
Ein kanadiches TV team besuchte bekannte amerikanische Unis und fragte bloede Fragen.
Wie: Soll Kanada eine Republik werden oder soll Koenig Witchapopple weiter regieren?
Eine der Antworten: Das Land scheint ja gut dran zu sein, also ist es wohl besser eine Monarchie zu bleiben.

Kanada bekommt jetzt endlich Elektrizitaet. Ist es gerecht, dass die Regierung als erste damit versorgt wird?
A: Ja, sie koennen dann besser dafuer sorgen dass es schnell vorangeht.

Hat es einen Sinn, dass Kanada eine Flotte anlegt? Es grenzt ja an kein Meer.
A: Es koennte US Haefen benutzen.

Das scheint uebertrieben zu sein, aber ich hab unter anderem eine amerikanische Studentin der Geschichte angetroffen, die noch nie von Abraham Lincoln gehoert hatte.
Bei einer Rundfrage des Fernsehens, wussten so manche Deutsche nicht, warum es Weihnachten gibt.
Usw
Also ist Dein kleiner Schwager garnicht so hintendran. Immerhin wusste er, dass es die Staaten gibt.


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