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Meine erste Geschichte

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15. Mai 2014, 10:03

 Meine erste Geschichte
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Schreibfehler bitte überlesen, leider ist die Geschichte, wie alle meine Geschichten auch sehr lang und auch noch nicht komplett.

Nach dem zweiten Eindringen der Qing, kehrte Kronprinz Sohyeon nach Joseon zurück. Er hatte acht Jahre bei Qing als Geisel verbracht und starb mehrere Monate danach an einer unheimliche Krankheit. Sofort nach seinem Tod wurde Kronprinz Kangbin in eine Intrige verwickelt, welche wahrscheinlich zu seinem Tod durch Gift führte. Während zwei seiner Söhne im Exil von Jeju Island an Krankheit starben, war der jüngste Seokgyeon derjenige, der überleben mußte. Bei dem Tod der Kronprinzen vermutete man ebenfalls Gift und ein Funke genügte, um einen blutigen, politischen Machtkampf auszulösen. Die Hälfte der Bevölkerung war bereits in der Sklaverei und zahllose Sklaven versuchten aus einem Leben aus Bestrafung und Mißbrauch zu fliehen. Viele Kopfgeldjäger waren auf ihren Spuren, diese Männer waren bekannt als Sklavenjäger!

Joseon, 1648.

Nahe dem Yalu River ritten drei Männer durch einen Sandsturm. Sie trugen Strohhüte tief über das Stirn gezogen und Tücher vor dem Gesicht. Verschwommen sahen sie in der Ferne ein Gebäude und ritten darauf zu. Es war ein Lokal. In dem Lokal herrschte viel Betrieb, in einer Ecke saß ein Mann und eine ältere Frau mit ihrer jüngeren Tochter. Ein Mann in zerlumpter Kleidung saß am Tisch und fragte dem Mann gegenüber, „warum soviel? Hattest du nicht fünfzig Nyang zugestimmt?“

Der Mann schimpfte, "hehe, denkst du, den Yalu River zu überqueren wäre ein so leichter Spaziergang wie früher über den Han River? Drei um das Qing Gebiet zu durchqueren, soviel kostet bereits fünzig Nyang als Bestechung der Grenzwachen oder denkst du, ich wäre in der Lage der Drahtzieher von all dem allein zu sein? Wir können bei dreißig Nyang für eine Person anfangen darüber zu reden!“

Der andere Mann wiedersprach, „ist dies nicht was du willst, noch mehr Geld? Wir gaben dir alles, was wir haben, bedenke auch unsere Lage!“

Der andere Mann sah ihn ruhig an, „bei dem Irrsinn wegzulaufen, solltet ihr nicht die Zeit dazu haben! Aber ich werde dir drei weitere Tage geben, ob durch Diebstahl oder was auch immer du für paßend hältst! Bringe mir mindestens zwanzig Nyang mehr für jeden!“

Der Mann packte ihm am Handgelenk, „Herr, sie sind uns bereits auf der Spur! In drei Tagen werden sie uns sicher gefangen haben!“

Er blickte zu der Frau mit ihrer Tochter, der Mann bei der älteren Frau mit der Tochter nickte. Der Mann am Tisch stand auf, „dies ist nicht meine Sorge!“

Plötzlich packte der andere Mann ihm an der Schulter, in einer Hand hielt er einen Dolch, „denkst du, du kannst mich so einfach los werden? Ich kann ein Loch in deinen dreckigen Schädel stechen, weißt du?“

Der Mann lächelte, „also möchte der weggelaufene Liebling jetzt Blut sehen?“

Der Mann mit dem Dolch flüsterte, „hast du einmal in Gwandong einen Jäger gesehen? Ich bin unabhängig von jeder Angst, seit den Augenblick als ich begann wilde Tiger zu jagen!“

Doch der andere Mann lachte nur leise, „also denkst du zuerst ans ableben, wenn überleben dort draußen wartet? Ich bezweifel, daß du selbst eine Wildkatze die kratzt mit dieser Leidenschaft erschrecken kannst! Verschwende nicht meine Zeit und schau, ob du nicht beim durchstörbern etwas finden kannst für einen Verkäufer!“ Er blickte zu der Frau mit der Tochter und fuhr fort, „oder willst du sie verkaufen?“ Er klopfte dem Mann lachend auf die Schulter und ging weiter.

Er war kaum einige Schritte gegangen, als die Tür aufging. Sonnenlicht, ebenso wie Sand strömten in das Lokal, als drei Männer erschienen. Alle drei waren groß und muskulös, hatten braune Augen und schwarzes, langes Haar, daß sie zusammengebunden hatte. Zwei von ihnen hatten einen Bart, der dritte war noch sehr jung. Der Mann in der Mitte trug sein Haar offen, auch sein Hemd war offen und man konnte eine lange Narbe auf der rechten Seite seiner Brust erkennen. Auch an der linken Seite seiner Nase hatte er eine Narbe, eine weitere zog ich über sein rechter Auge hinab.

Alle waren stehengeblieben und rührten sich nicht. Sie sahen die Männer nur erschrocken an. Die ältere Frau nahm ihre Tochter schnell in den Arm und hielt sie fest. Der Mann in der Mitte, wandte sich an den jungen Mann, „hole es heraus!“

Der junge Mann reichte ihm ein zusammengerolltes Stück Papier, während der Mann in der Mitte es aufrollte und vorlas, "jemand mit runden Wangen, dicken Augenbrauen, ein Blick in seine Fresse und es ist offensichtlich, daß er es nicht hören möchte!“

Er blickte zu dem Mann, der mehr Geld verlangt hatte, welcher ihn wütend ansah, „du Sohn von einem Schwein...“

Schweigend entstand. Während der junge Mann dem Mann in der Mitte ein weiteres zusammengerolltes Stück Papier reichte und dieser fortfuhr, "ein weiterer mit breiten Schultern und dem Dialekt aus der Gangwon Provinz! Ebenso eine ältere Frau mit ihrer jungen Tochter!“ Er stützte sich auf die Balustrade und sah zu den Leuten in dem Lokal hinab, „ kein Grund nervös zu werden, Leute! Ich bin nur hier um entlaufene Sklaven zu fangen! Es ist nicht nötig sich unbehaglich zu fühlen, alle andere Kunden können weiter trinken! Laßt uns anfangen!“

Sofort fielen die Menschen aus ihrer Erstarrung und versuchten wegzulaufen. Der junge Mann rollte mit den Augen, als er auch schon über die Balustrade hinab sprang. Die anderen beiden Männer folgten ihm. Während auch schon ein Kampf in dem Lokal ausbrach. Der junge Mann fing sogleich den Mann der mehr Geld haben wollte und rief, „ich habe einen!“

Der andere Mann kämpfte inzwischen gegen den Mann aus Gangwon. Als der junge Mann den anderen fesseln wollte, riß sich dieser los. Während der Mann aus Gangwon zu Boden fiel und den Jungen mit dem Dolch ins Bein stach. Der zuvor in der Mitte gestanden hatte, schlug den Mann nieder.

Während die Männer noch kämpften, griff die ältere Frau nach einem Messer und zog ihre Tochter noch fester an sich, „laß uns sterben! Wenn die Sklaverei alles ist, daß uns erwartet, ist es besser frei zu sterben!“

Das Mädchen hielt schnell die Hand ihrer Mutter fest und weinte, „ich möchte nicht sterben, Mutter! Tu es nicht...“

Ihre Mutter zog sie noch enger an sich, „in deinem nächsten Leben, wirst du mit guten Eltern gesegnet sein! Alles essen können, was du möchtest! Einen netten Bräutigam finden und heiraten!“

Ihre Hand zitterte als sie das Messer hob, gerade als der Mann mit den vielen Narben sich umwandte. Er warf rasch einen Becher nach ihrer Hand, welcher zerbrach und das Messer fiel ihr aus der Hand. Die Frau sah ihn ängstlich an, während er sie kopfschüttelnd ansah, „hör zu, du solltest diesen wertvollen Körper nicht Schaden! Nicht das es mir auf das Essen auf meinem Teller ankommt! Wenn nicht, bringe ich all eure Leichen zurück, wenn du es wißen willst!“ Die Frau fing laut an zu schreien.

Man hatte die Leute vor das Lokal gebracht, nachdem sich der Sandsturm gelegt hatte, nur der jüngste von den drei Männern war noch im Lokal. Der Mann mit den vielen Narben riß einem der Männer das Hemd auf, auf seiner Brust war das Zeichen für einen männlichen Sklaven eintätowiert. Auch die anderen trugen Tätowierungen. Der Mann wandte sich wieder an die Leute, diesmal zog er selbst ein zusammengerolltes Stück Papier heraus. Darauf war eine Frau gezeichnet, sie hatte ein leicht rundlich Gesicht, schwarzes, hochgestecktes Haar und braune Augen.

Als der Mann fragte, „hat zuvor jemand diese Frau gesehen? Solltet ihr das Versteck von ihr verraten, werde ich euch nicht nur frei lassen, sondern auch dafür sicherstellen, daß ihr euch in Frieden niederlassen könnt! Seht gut her!“

Der Mann welcher ihn am Anfang beschimpft hatte war der erste, "ich denke, ich habe sie in einem Lokal in der Hauptstadt gesehen! Wenn du mich für einige Tage frei laßen kannst, werde ich gehen und herausfinden...“

Der Sklavenjäger unterbrach ihn, „du schamloser kleiner Mistkerl, hast du es immer noch nicht begriffen? Wie ich sagte...“

Er wurde unterbrohen, als der Jüngste von ihnen, herauskam gehumpelt kam und auf den Mann aus Gangwon zeigte, „du, komm her! Und sie sagen ein tollwütiger Hund kann verrückt genug sein einen Tiger anzubellen! Wie kannst du es wagen, auf mich einzustechen, du...“

Der Mann mit den Narben unterbrach ihn, „Wangson!“

Der Junge wandte sich zu ihm um, „Ältester, vergiß den Jäger und laß mich mit dieser Ratte abrechnen!“

Er hob sein Schwert, als der Sklavenjäger ruhig sagte, „töte ihn!“

Der Junge sah ihn überrascht an, während der Sklavenjäger erwiderte, „aber dann sind dies fünfzig Nyang für das Vergnügen! Tue es!“ Er nickte ihm zu.

Der Junge schüttelte verärgert den Kopf. Der Mann, welcher sie am Anfang beschimpfte grinste. Wangsong trat ihn wütend zu Boden, „du kleine Ratte!“

Sie hatten die Sklaven aneinander gefesselt, auch wenn sie sich inzwischen etwas von der Wüste entfernt hatten, konnten sie doch den Wüstensturm, der wieder begonnen hatten doch noch spüren. Alle waren erschöpft. Der Mann mit den Narben ritt voraus, Wangson und der andere Sklavenjäger ritten hinter ihnen. Sie waren schon lange unterwegs. Einer von ihnen stürzte einen kleinen Hügel hinab und zog die anderen dabei mit sich.

In Hanyang der Hauptstadt herrschte reger Betrieb auf den Straßen. Zwei ältere Männer gingen zu einem Lokal. Einer der Männer rief erfreut, „Jumo, hier bin ich wieder! Komm heraus!“

Er lief zum Haus, während der andere Mann die Wirtin in den Arm nahm. Diese riß sich verärgert los, „vergiß es!“

Der ältere Mann meinte, "du kannst ein Auge auf mich werfen, als Vorspeise!"

Die Wirtin schimpfte, "alles was ich brauche ist ein alter Ziegenbock, der hier herum sabbert!“

Der ältere Mann widersprach, „eh eh, Wein mit dem Alter besser! Ich mag alt sein, aber ich bin immer noch ein guter Fang! Setz dich!“

Jumo kam mit dem anderen Mann heraus und setzte sich zu ihnen. Der ältere Mann erkundigte sich sogleich, „ist Daegil immer noch nicht von der Sklavenjagd zurück?“

Der andere Mann grinste, „ahjee, Seong, warum suchst du nach diesem Schurken; es sei denn du willst mir die Laune verderben! Hab ich recht?“

Er grinste Jumo an, die ihn empört ansah, „oh Mann, was grapschst du an mir herum?“

Der Mann verzog das Gesicht, "ah! Grapschen! Wer grapscht? Bestenfalls habe ich unabsichtlich gestreichelt!“

Die Wirtin lächelte, „ wenn dies all deine Energie ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie sich die glorreichen Tage fühlten!“

Sofort ergriff der alte Mann das Wort, „Energie? Ich bin immer noch in meinen glorreichen Tagen! Gib mir einen Versuch! Also, wie ist es? Ein ganzes Löwe, mm?“

Die Wirtin verzog das Gesicht, „Löwe? Du fühlst dich für mich mehr eine kleine faltige Katze an!“

Sie sahen auf, als jemand hinter ihnen laut sagte, „ähem! Es ist Lust und Lüsternheit überall in der Stadt, ganz recht!“

Eilig standen alle vier auf und verneigten sich. Die Wirtin lächelte gezwungen, „was bringt dich so früh am Morgen hierher?“

Der Offizier trat zu ihnen und prahlte, „ein beschäftiger Offizier wie ich, muß wißen, was Tag und Nacht vor sich geht! Was stimmt mit euren Freßen nicht? Schmiedet ihr hier Ränke?“

Der jüngere Mann sah ihn mit offenen Mund an, „ahh! Ränke? Wo anders als hier, würdest du solch besondere Exemplare finden? Hab ich nicht recht?“

Er stieß dem älteren Mann an, welcher schnell nickte, „in der Tat! In der Tat, wenn nur alle so wären wie wir! Du würdest endlich Tag und Nacht unterscheiden können!“

Der Offizier schimpfte, „sicher, sicher! Der alte Leopard kann seinen Fang verlieren, aber nicht seine Flecken! Ich habe ein Auge auf dich! Also tänzel nicht herum wie dumme Shenanigans!“

Dann wndte er sich lächelnd an die Wirtin, „ah! Wo ist mein Tisch?“ Er kniff ihr in den Hintern und sie huschte davon. Während er wieder die beiden Männer ansah, „der ist stramm!“

Zwischen Felsen machten die Sklaven über Nacht Rast. Wangson machte ein Feuer und kochte, während er sich beschwerte, „Ältester, unwichtig, wie du es nennst, ist dies eine Arbeit für einen Mann? Sollten wir nicht ein Hausmädchen haben, die dies für uns tut? Autsch!“ Er griff sich nach seinem verletzten Bein, der andere Sklavenjäger lachte leise. Der Mann mit den vielen Narben saß etwas abseits. Wangson wurde nun wirklich ärgerlich, „und dies sogar, obwohl ich angestochen wurde? Du hast es selbst zuvor gesehen! Ich wurde angestochen und du läßt mich kochen! Wieso kann hier keine Kameradschaft sein? Immer bin ich es!“

Während Wangson schimpfte, beobachtete der Mann mit den Narben die anderen. Ihm entging nicht, daß der Mann aus Gangwon heimlich nach einen Stein griff. Wangson schimpfte weiter, „wenn ich nur Fleisch schneiden kann und ich selbst wildes Gemüse essen kann? Was bin ich? Ein Kalb oder so etwas!“

Der Mann mit den Narben sah ins Feuer, sein blick verdunkelte sich. Er sah einen Mann und eine Frau, während er im Feuer stand. Die Frau sah entsetzt zu ihm. Ein brennender Balken fiel herab. Dann verschwand das Bild. Er sprang auf und hielt sein Schwert auch schon an die Kehle der älteren Frau, welche zu ihm gegangen war, „was ist es?“

Der andere Sklavenjäger sah sich unbemerkt um, Wangson sah in ihre Richtung. Die alte Frau bat ängstlich, „Herr, kann ich dich mit einem Gefallen belästigen?“

Der Mann senkte das Schwert, „kein Grund sentimental zu werden!“

Die Frau faßt wieder Mut, „es ist nicht wichtig, wenn ich sterbe, aber kannst du nicht meine Tochter frei laßen? Das arme, junge Ding wird gezwungen die Bettgefährtin von einem sechzig Jahre alten Mann zu werden! Was hat sie getan, um eine Mutter wie mich zu verdienen und solche ein ruchloses Leben? Wenn du etwas Mitleid hast, nur einmal! Gewähre ihr deine Hilfe, nur dieses eine Mal! Ich bitte dich! Ich flehe dich an, sie zu retten!“

Wangson und der andere Skalvenjäger sahen sich unauffällig um, auch sie bemerkten, daß der Mann mit dem Stein angreifen wollte. Während der Mann fragte, „hast du schon einmal von dem Sklavenjäger Lee Daegil gehört?“

Die Frau nickte, „ja! Sicher habe ich es!“ Wangson lächelte leicht. Die Frau fuhr fort, während der Mann vesuchte sich anzuschleichen, „seine Augen sind dunkelrot, seine Zähne schwarz wie eine Bestie! Er sieht aus wie eine Dohle, welche zehn Tage hungerte! Und von der Art, die in der Nacht in Schluchten jagen, am gleichen Tag als seine Eltern starben! Aber Herr, du kannst dich unmöglich mit solch einer vulgären Bestie vergleichen! Ich bitte dich...“

Der Mann hatte bemerkt, daß der Sklave sich näher angeschlichen hatte und unterbrach sie kalt, „das bin ich!“

Alle sahen entsetzt aus. Die Frau fragte faßungslos, „was?“

Daegil erwiderte, „die vulgäre Bestie über die du gehört hast!“

Der Sklave und auch alle anderen Sklaven verloren endgültig den Mut, während Wangson verächtlich lächelte.

Am Stadtrand traf sich der Offizier mit den Sklavenjäger und begrüßte ihn sogleich, „ajee, Deagil, sicher und gesund!“

Daegil sah auf einer Mauer während die gefangenen Sklaven an der Seite standen. Als Daegil erwiderte, „und du Herr?“

Dieser rief erfreut, „alles friedlich und reich!“ Er lachte und sah dann zu den Sklaven, „warum sehen sie bei dir immer so aus, als hättest du sie den ganzen Weg hierher ausgepeitscht?“

Daegil erwiderte ruhig, was bei ihm selten war „es sind Sklaven, die um ihr Leben laufen, denkst du, sie wünschten freiwillig hier zu sein? Ich fand eine Handvoll auf dem Weg, also zähmte ich sie!“

Der Offizier schimpfte, „aber ich will sie unversehrt! Ich vertaue dir! Wenn sie auch nur ein oder zwei gebrochene Knochen haben, würde dies dem Preis ziemlich schmerzen!“

Der Sklavenjäger lachte, „ich bin Daegil, weißt du!“

Der Offizier lachte, „sicher, Joseons bester Sklavenjäger würde nie solch einen Fehler machen! Ich lobe deine Mühe! Fünfzig Nyang für deine Mühe!“

Daegil sah einen Moment stumm auf die Münzen, „meinst du damit, mir meinen guten Willen zurückzuzahlen? Genug mit der Spielerei und weitere dreißig Nyang auf die Hand!“

Der Offizier sah ihn von oben bis unten an, „ohoh, hör dir das an! Ist Sklavenjagd eine Art von behördlicher Stellung? Du kannst mich nerven solang du willst, dies ist das Grundgehalt dafür! Sei zufrieden damit und genieße eine wohlverdiente Pause!“

Daegil warf ihm das Geld zurück, „hier!“

Nun krempelte der Offizier die Ärmel hoch, „he Daegil, muß ich mir die Hände schmutzig machen, hä?“

Kaum hatte er ausgesprochen hatte Daegil seinen Dolch in der Hand, während er noch immer ruhig dasaß, „was bevorzugst du?“ Er zeigte erst auf seine Brust, dann etwas tiefer, „ein kleines Loch dort oder gibst du mir mein Geld? Du kannst es sagen!“

Der Offizier sah ihn hochmütig an, "ah, du bist wirklich...“ Er schwieg kurz und meinte dann, „willst du all diese Heiterkeit wegen ein paar lumpigen Sklaven verderben?“

Daegil fuhr sich leicht mit der Hand über die Nase, „denkst du armselige Sklaven zu fangen ist unser ganzer Handel? Aber die großen Intrigen die man plant nicht? Wir helfen die öffentliche Ordnung und Disziplin wieder herzustellen! Beide, du und wir, dienen wir nicht alle aus dem gleichen Grund? Aber sieh dir dies an, ist es nicht ein wenig übertrieben über kaum mehr als dreißig Nyang zu streiten? Was meinst du?“

Der Offizier rief verärgert, „denkst du, du bist der einzige Sklavenjäger, der nach Arbeit fragt? Da sind ganze Reihen von Leute, welche dich für diese Arbeit töten würden!“

Nun wurde Daegils Stimme ein klein wenig lauter, wenn auch nicht gerade auf normale Lautstärke, "wie du der einzige Offizier bist, der nach Sklaven schaut? Es gibt ganze Reihen von Offizieren und Yangban dort draußen, die nach uns fragen! Jetzt laß mich das Geld sehen!“

Er hielt seine Hand auf, während der Offizier murmelte, „verdammt sei der Tag an dem du geboren wurdest!“ Er warf Daegil das Geld zu und fauchte, "jetzt glücklich!“

Daegil lachte laut. Der Mann aus Gangwon sprang plötzlich auf ihn zu, „du Sohn einer Hure, du verkaufst Menschen für ein paar Dutzend Nyang? Eines Tages schieße ich der ein Loch in deinen dreckigen Schädel!“

Daegil sprang von der Mauer herab, ging auf den Mann zu und hielt ihm den Dolch entgehen, „geh und versuche es!“

Der Mann sah ihn sprachlos an. Daegil hielt den Dolch näher an ihn, „ich warte!“ Der Mann wich ein Stück zurück, als Daegil ihm den dolch an die Kehle hielt, „und dies ist, warum wir Sklaven wie dich so behandeln, schlimmer als Bestien!“

Daegil lachte leise, während der Offizier den Sklaven wegstieß, „setz dich, du Narr!“

Der Mann, mit dem er in dem Lokal verhandelt hatte murmelte ihm zu, „mache ein richtiges Spektakel daraus, ja?“

Der Offizier wandte sich plötzlich um, „ah richtig, du suchst nach Eonnyeon!“

Plötzlich wurde Daegil ernst, er sah den Offizier einige Zeit schweigend an. In seinen Augen lag Trauer und Haß. Dann fagte er mit ungewohnt ruhiger Stimme, „hast du sie gefunden?“

Der Offizier schüttelte den Kopf, „ich habe es nicht! Aber der Vorgesetzte von mir wurde befördert und auf den Weg in die Provinz nach Gyeongsang! Soll ich ihn bitten, dir zu helfen?“

Daegil fragte mit leiser Stimme, „würdest du das für mich tun?“

Der Offizier stammelte, „sicher, würde ich es... Aber ich würde auch... Ich denke, es könnte funktionieren... Du weißt schon...“

Er hustete, Daegil hielt einen Schein hoch, „wie ist es mit dreißig Nyang?“

Der Offizier nickte, „da du es bist, gut, laß es uns einfach tun! Dreißig Nyang...“

Er hustete wieder und Daegil fragte, „würden es fünfzig Nyang leichter machen?“

Der Offizier rief, „ah, ich helfe dir wegen unserer tiefen und langen Freundschaft! Ist Geld da wirklich ein Problem?“

Daegil sah ihn immer noch an, „also schätze ich, du möchtest hundert Nyang!“

Er hielt einen andere Schein hoch, der Offizier hob die Hand, „oh oh, du meinst es ernst! Ich werde es annehmen! Wenn nicht aus Höflichkeit so doch für deinen ernsthaften Eifer!“ Er wollte noch dem Schein greifen, doch Daegil riß ihn entzwei, der Offizier rief, „he!“

Daegil sah ihn immer noch ernst an, „fünfzig im voraus! Der Rest, wenn das Geschäft abgeschloßen ist! Dir bleibt ein Monat Zeit! Halte dich an die Marktregeln!“

Dann ging er, während der Offizier schon wieder schimpfte, „du würdest noch nicht einmal pißen, wenn es brennt!“

Man trieb die gefesselten Sklaven durch die Stadt. Daegils größter Konkurrent, Ji Ho Cheon, sah ihnen mit verschränkten Armen nach. Der Mann neben ihm zeigte verblüfft auf die Sklaven, „wieviel sind sechs entlaufene Sklaven wert? Ältester, ist Sklavenjagd nicht unser Handel? Aber jetzt hat Daegil ihn übernommen!“

Sein Konkurrent sagte gelassen, „ich säuberte ein Jahr lang die Straße und der verrückte Hund verdarb es an einem Tag!“

Einer seiner Männer fragte, „sollten wir nicht eine Feier oder so etwas für sie machen?“

Der Mann seufzte, „wir müßen ihn austrocknen und zeigen, wer das Schiff steuert! Dann wird der Hund aufhören hierher zu kommen!“

Außerhalb des königlichen Hofs tranierte eine Gruppe Soldaten, zwei Sklaven hielten die Perde der Generäle. Während einer der Generäle erklärte, „heute trainieren wir mit Waffen wie Waldo und Langspeer! Dies ist heute der Hauptpunkt! Seht gut her und lernt!“

Er und ein weiterer General fingen an mit einem Langspeer zu kämpfen. Einer der beiden Sklaven sah sie an, plötzlich änderte sich das Bild. Er sah sich, als er General war. Er und der jetzige General känpften Seite an Seite. Sobald der Kampf vorbei war, war auch das Bild verschwunden. Der Sklave neben ihn stieß ihn an und flüsterte, „was zur Hölle starrst du sie an?“

Die Generälen gingen schließlich zu den Pferden. Der General, der die Leute trainierte hatte und der Blick des Sklaven trafen sich. Der Sklave humpelte mit dem Pferd vor. Wieder trafen sich ihre Blicke, als sich der sklave schließlich niederkniete und der General auf seinen Rücken trat, um sich auf das Pferd zu setzen.

Sobald die Sklaven allein in den Stallungen waren, schlug der Sklave dem anderen die Faust ins Gesicht. Dieser fiel stöhnend zu Boden. Der Sklave zeigte wütend mit dem Finger auf ihn und schrie, „du Sohn einer Göre, wirst du es nie lernen? Willst du uns alle bestraft sehen, weil du einen General anstarrst?“

Der Sklave auf dem Boden hielt sich sein Bein, „ich entschuldige mich!“

Der andere Sklave sah wütend, „entschuldigen?“ Dann zog er ihn hoch und schlug ihm wieder die Faust ins Gesicht. Während er verägert zischte, „du kleiner Wichser! Erspare mir deine Entschuldigungen, du Narr! Du! Mache das noch einmal und ich werde dafür sorgen, daß es dir wirklich Leid tut! Verstanden?“

Der Sklave kniete sich mühvoll vor ihm nieder, „verzeih mir...“

Als der andere Sklave ihn auch schon in den Bauch trat und dieser wieer auf dem Boden lag. Der Sklave zeigte auf die Pfede, „miste die Perdeställe aus und sorge dafür das diese Sättel glänzend, anstatt auf deinen Hintern zu fallen! Verstanden?“

Daegil brachte sein Pferd zu Hwa Baek Bang, dem alten Mann, welcher mit der Wirtin geflirtet hatte, „hier bist du?“

Der Mann nahm die Zügel und streichelte es sanft, „ajee, der Sattel ist auch schon zu alt! Wie kannst du darauf reiten? Du kannst einen neuen für einen Nyang bekommen!“

Daegil ging einige Schritte, „füttere nur das Pferd!“

Der ältere Mann fragte, „braucht es keine neue Hufeisen? Ich werde dir Rabatt geben!“

Daegil stemmte die Hände in die Seite und wandte sich um, „kämme es, wenn du schon dabei bist, es hübsch zu machen!“

Daegil ging und der alte Mann schimpte wütend, „du mutterloser Geizkragen! Komm mir mir, Dummkopf!“ Damit zog er das Pferd hinter sich her.

Daegil war zu dem Lokal zurück gekehrt. Er ging durch den Hof und sah wie Jumo durch ein Loch im Holz sah. Er kniete sich neben sie und sah ebenfalls durch eines der Löcher, wo Wangson die Wäsche wusch, während der andere Sklavenjäger sich wusch. Während die Jumo sich an dem Anblick erfreute. Daegil sah sie einen Augenblick an, dann blies er ihr sanft ins Ohr. Jumo fiel vor Schreck auf den Boden. Der Korb mit den Eiern fiel neben sie, während sie hastig die Eier aufhob, „ajee, was ist mit dir? Kommst du immer wie ein Dieb?“

Daegil nahm ein Ei und schlug es auf, „hast du die für mich gekocht, Jumo?“

Jumo schlug wütend nach ihm, „ajee, du hoffnungsloser kleiner Narr! Du hast mich zu Tode erschreckt!“

Daegil blieb draußen sitzen und aß das Ei.

Drinnen schimpfte Wangson wütend, „ich koche, wasche und nähe sogar! Was habe ich getan, um dies zu verdienen? Ach, vergiß es!“ Er hörte auf Wäsche zu waschen und stand auf. Dann wandte er sich an den anderen Sklavenjäger, „Ältester, warum können wir nicht eine Näherin wie alle anderen haben?“

Der andere Mann hielt inne und sah ihn an, „warum fragst du nicht ihn?“

Wangson wandte ein, „Daegil wird nicht auf mich hören! Aber wenn du es ihm sagst, könnte er es!“

Der andere Mann sah ihn gereizt an, „ist ja gut, wasche die Wäsche zu Ende!“

Wangson wandte sich wütend wieder der Wäsche zu, „ajee, wirklich! Dies ist der letzte Tag an dem ich dies mache! Von da an, werden wir beginnen die Aufgaben zu teilen!“

Er schlug wütend auf die Wäsche ein, als Daegil rief, „ich bin wieder da!“

Wangson sah auf und rannte ihm dann entgegen, „Ältester! Und der Handel? Wie lief es?“

Daegil ging an ihm vorbei, „mies! Wie geht es deiner Wunde?“

Wangson humpelte verärgert hinter ihm her und setzte sich, „wieder mies?“

Daegil setzte sich neben ihn und legte die Münzen zwischen sie, „hier! Fünfzig Nyang!“

Wangson sah die Münzen in seiner Hand an, dann Daegil, „fü... fünzig? Wir hatten einen neunzig Nyang Auftrag ausgemacht und am Ende haben sie uns vierzig weniger bezahlt?“

Daegil blieb ruhig, „die Offiziere sind alle gleich! Wenn es darum geht einen Gewinn zu machen, sind sie schlimmer als die Verkäufer von Songdo!“

Wangson sah ihn ernst an, „dennoch, du hättest zumindest siebzig mit nach Hause bringen sollen! Sie bekommen alle ihren Verdienst und wir machen alle Drecksarbeit!“


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15. Mai 2014, 10:16

 Re: Meine erste Geschichte
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Daegil grinste, „iß zuviel und du bist raus, du Narr! Wir sind nicht die einzigen Sklavenjäger hier draußen Hier, noch zehn Nyang pro Stapel und den Rest überlaß den Wuchern!“

Daegil legte drei Stapel, einen Stapel für jeden, auf den Boden. Wangson grinste, „noch ein klein bißchen mehr!“

Daegil sah ihn wütend an, „du willst es wirklich nicht hören, oder was? Wenn du alt wirst und deine Beine klapprig werden, glaubst du dann wirst du in der Lage sein dies weiter zu tun? Du solltest etwas Geld sparen, solang du noch jung bist! Kauf dir ein Haus und etwas Land, du Narr!“

Wangson schrie, „ist dies das erste Mal, daß ich angestochen wurde? Wir wißen noch nicht einmal, ob wir unseren nächsten Auftrag schaffen! Und du willst, daß ich über Häuser und Land nachdenke? Es gibt nicht viel zum leben, du hast zumindest Spaß bis zuletzt und dann wirst du alt und klappig!“

Der andere Sklavenjäger, der lächelnd zugehört hatte, meinte nun, „laß uns tun, was er sagt! Wir hatten eine lange Reise und er wurde sogar angestochen!“

Wangson sah auf sein Bein, „jetzt wo du es sagst! Warum sparen wir das Geld, wenn nicht um es auszugeben? Wir haben es durch, also laßt und entspannen und etwas Spaß haben!“

Während Daegil mit offenen Mund dasaß, meinte der andere Sklavenjäger grinsend, „gib jedem zusätzliche fünf Nyang!“

Daegil fauchte, „also gut, in Ordnung! Ein Nyang mehr für jeden, aber nur einen!“

Wangson sah zu Boden, „vergiß es! Zumindest drei!“

Daegil widersprach, „zwei Nyang!“ Er legte sie zu den anderen Münzen. Wangson stellte sich taub. Daegil erlärte, „wenn du es nicht willst, vergiß es!“

Hastig ergriff Wangson sein Geld und schimpfte, „Ältester, du bist wirklich...“ Daegil runzelte die Stirn und Wangson fuhr schnell fort, du „sorge dich lieber um dich! Wir verlaßen uns auf dein Vertrauen! Ich bin mir sicher, du weißt, wie ich mich fühle, richtig?“

Daegil sah ihn immer noch stirnrnzelnd an, „bist du sicher? Ich weiß noch nicht einmal, was ich fühle!“

Wangson nahm eine Münze in die Hand und sah sie an, „warum mache ich mir überhaupt die Mühe! Was ist falsch daran?“

Inzwischen prügelten die Sklaven auf den Mann ein, welcher Daegil angreifen wollte. Ihr Besitzer stand auf der Veranda und sah ruhig zu. Die Frauen sahen voller Angst weg. Seine Stirn war aufgeplatzt und Blut strömte über sein Gesicht. An anderen Stellen im Gesicht und am Körper hatte er inzwischen blaue Flecke, während die Männer noch immer mit Holzstöcken auf ihn einschlugen. Der Besitzer rief nun wütend, „wie kannst du es wagen, deiner Bestimmung zu entfliehen? Dich desem entsetzlichen Dilemma unterziehen gegen die Hand die dich füttert!“

Die Männer hatten aufgehört auf ihn einzuschlagen, während er kaum noch sprechen konnte, „verschone mich, Herr!“

Eine Sklavin eilte in die Küche und stellte rasch einige Heilkräuter her. Ein weiterer Sklave ging zu seinem Herr und zog ihn die Schuhe an, als dieser die Treppe hinabsteigen wollte. Er lächelte unterwürfig. Der Besitzer trat zu dem Sklaven, „du hast deinen Besitzer während seiner Abwesenheit verlaßen! Gestehe dein verräterisches Verbrechen! Dann wirst du nur die Handschrift deines schmachvollem Verbrechen im Gesicht tragen!“

Einer der Männer zog den Sklaven hoch und hielt dessen Gesicht fest, während er selbst den Kopf abwandte. Der Besitzer schrieb mit schwarzer Tinte auf sein Gesicht das Sklavenzeichen, während er leise lachte. Ein Mann trat zu ihm und tätowiert das Schriftzeichen ein, während der Mann die Zähne zusammen biß und schließlich doch laut aufschrie. Dem Mädchen mit einer Schüssel Kräuter liefen bei dem Anblick die Tränen über die Wangen. Sie konnte seinen Schmerz nur zu gut nachempfinden, da sie selbst das Sklavenzeichen im Gesicht trug. Man hätte sie tatsächlich auch als schön bezeichnen können, wären da nicht die zerlumpte Kleidung und das dreckige Gesicht gewesen. Schließlich hielt Cho Bok Yi es nicht mehr länger aus und rannte zurück in die Küche.

Die ältere Frau hatte man inzwischen mit den Kopf nach unten den Füße festgebunden. Auch ihr Gesicht war blutig geschlagen, ihr Lippen aus Durst aufgesprungen. Ihre Tochter kniete weinend vor ihr und rief immer wieder, „Mutter!“

Ein Mann trat auf die Veranda und rief, „bist du da?“

Hastig eilte eine Sklavin herbei und verneigte sich, "habt ihr nach mir gesucht?“

Der Mann sah zu dem jungen Mädchen bei seiner Mutter und befahl, „solang es keine anderen Anweisungen gibt, gebt ihr dieser Schlampe keinen Tropfen Wasser und mach ihre Tochter bereit!“

Die Sklavin verneigte sich wieder, „ja, Herr!“

Dann eilte sie zu dem Mädchen und packte es am Arm. Das Mädchen wollte sich losreißen, während sie immer wieder „Mutter!“ rief. Doch die Sklavin zog sie mit sich, während ihre Mutter ihr mit Tränen in den Augen nachsah.

Inzwischen war der Offizier bei Ji Ho Cheon, welcher sich in aller Ruhe seinen großen Zeh schnitt. Der Offizier sah auf einen Zettel und meinte, „ajee, wer sonst? Die Schwiegertochter von Minister Choi brannte mit einem Diener nach einigen Liebesnächten durch! Die Belohnung für diesen einen Fall sind zwanzig Seom! Aber du klingst nicht besonders begeistert!“

Ji Ho Cheon bearbeitete immer noch seinen Fußnagel, „ich? Nein! Ich bin nicht wie einige dieser klammen Bettwanzen, welche von einer Scheune zur anderen rennen! Ich denke, das muß ziemlich hektisch sein!“

Der Offizier sah ihm empört an, "du kleiner Mistkerl! Wer bist du, zu denken einen wertvollen Offizier so zu behandeln?“

Bevor er noch mehr sagen konnte, meinte Ji Ho Cheon, „ich bin mir sicher, daß du auch Daegil die gute Neuigkeit berichtet hast!“

Der Offiziier schrie ihn wütend an, „ah, tat ich! In meiner Stellung kann man sich nicht immer auf einer Seite vom Boot halten oder es wird untergehen!“

Ji Ho Cheon lächelte leicht, „also zuerst den Hund fangen, dessen Hase den Knochen hält! Ist es nicht so?“

Er sah den Offizier an, welcher die Faust ballte, „unnötig zu fragen! Ob aus Gewohnheit oder Schwäche, wer mir die erste gute Neuigkeit bringt, bekommt die Belohnung!“

Ji Ho Cheon lachte laut, „ich bin mir nicht sicher, wie böse ein tollwütiger Hund sein kann...“

Der Offizier unterbrach ihn, „du hast einen Monat Zeit! Falls du Daegil nicht wieder schlagen kannst, vergißt du besser, daß du ein Sklavenjäger bist! Dann kannst du zu mit deinem Schlafanzug deine Wäsche waschen!“ Er stand auf. Die anderen wollten auch aufstehen, doch der Offizier winkte ab, „bleibt hier sitzen, ihr seit doch nur nutzlose Bengel!“

Kaum war der Offizier weg, rannte einer der Männer zu Ji Ho Cheon „Ältester, vergiß Daegil“ Sollten wir uns nicht zuerst darum kümmern? Er läßt mein Blut kochen!“

Ji Ho Cheon sah ihn an, „nicht heute! Er wird uns schon noch zwanzig Seom Reis auf einem Silbertablett bringen!“

Daegil war mit Wangson und dem anderen Sklavenjäger, General Choi im dem Lokal. Inzwischen war es draußen dunkel gewiorden. Als Jumo erschien und sich an den Choi wandte, „ajee, es muß anstrengend gewesen sein, du siehst müde und hungrig aus. Du kannst nicht bis zum Morgengrauen laufen, obwohl ich glaube, daß diese eure Arbeit mit sich bringt!“ Sie stellte eine volle Schüssel Reis auf den Tisch und setzte sich neben ihn, „ sag mir nicht, daß du eine Mahlzeit auslaßen willst?“

Daegil zeigte auf sie, „warum? Willst du mitkommen und uns helfen?“

Jumo verzog das Gesicht, „ah, meine Brust würde den ganzen Tag nur pochen und zittern bei dem Anblick!“

Wangson nuschelte mit vollem Mund, „sicher kannst du das! Sie sehen nicht größer aus als meine!“

Alle drei lachten laut. Jumo lachte gezwungen und kniff Wangson in die Wange, „würdest du gerne wissen, wie sie aussehen? Tut mir leid, kleines Püppchen!“

Wangson hielt sich seine Wange, während Jumo sich an wieder an Choi wandte, „wenn du mehr möchtest, mach nur und sag es mir!“

Choi lief rot an, Jumo sah Wangson wieder boshaft an. Choi begann seinen Reis zu essen und fand darin ein Ei. Sofort durchwühlten auch Daegil und Wangson ihren Teller nach einem Ei, während Choi verlegen hustete. Schließlich ging Jumo. Wangson neigte sich zu Choi, „Ältester, was ist dein Geheimnis?“

Choi hustete nur wieder verlegen, während Daegil Wangson ansah, "die ruhigste Katze ist am schnellsten auf dem Ofen!“

Choi sah ihn an, „ich sagte dir, daß es nicht wahr ist!“

Langsam fing Daegil wie oft an laut zu werden, „es ist nicht wahr? Dann bitte! Jeder kann sehen, das was ist!“ Wangson aß schnell noch einen Löffel Reis dann zog er ein anderes Hemd an. Daegil zeigte auf ihn, „eh, wohin gehst du um diese Zeit?“

Wangson band sein Hemd zu und erklärte, „es ist Dämmerung, Zeit die Segel zu setzen! Ist dies nicht genau die richtig Zeit, um ein paar Mädels zu fangen?“

Choi sah ihn besorgt an, „deine Wunde ist noch frisch, also albern nicht so wie immer herum!“

Wangson neigte sich zu ihm, „wenn du einen Fang machen willst, mußt du herumalbern! Sitz die ganze Nacht hier und schau, ob eine direkt auf deinen Schoß kommt! Du weißt schon wem, bis bald!“ Er nahm seine Schuhe und ging hinaus.

Choi sah ihm lächelnd nach, während Daegil wie meist nun endlich schrie, „du Bengel, bleib nicht die ganze Nacht weg!“

Wangson hatte sich dennoch die ganze Nacht mit einer Frau vernügt. Er band gerade wieder sein Hemd zu, als die Frau ihn ansah, „du kamst wie eine nächtliche Brise und gehst wie eine düstere Wolke! Ist es wahr, daß wir uns trennnen müßen?“

Wangson sah zur Decke und seufzte, „welch ein grausames Schicksal wir teilen!“

Die Frau sah ihn ernst an, „du kannst mich nicht auf diese Art verlaßen, Seobangnim!“

Wangson versuchte wie ein echter Mann auszusehen, „oho, Seobang! Bist nicht du auf seinem Weg zurück in die Stadt, nach deinen Handel?“

Die Frau nickte, „er mag noch immer mein Partner sein, aber im Inneren meines Herzens, bist du der erste und einzige! Männer können sich eine Geliebte, aber warum dürfen sich Frauen nur einem Mann hingeben?“

Wangson hielt ihr den Finger an die Lippen und sagte tragisch, „Konfuzius sagte...“

Die Frau unterbrach ihn, „Seobangnim!“ Dann packte sie ihn und warf sich auf ihn.

Wangson stampelte vergeblich um sich und brachte nur noch eine, „warte!“ heraus.

Die ältere Frau hing immer noch mit dem Kopf nach unten, während man oben trank und sich mit Frauen vergnügte. Die Sklavin, welche ihre Tochter geholt hatte, wusch sie. Während das Mädchen traurig fragte, „was geschieht mit meiner Mutter?“

Die Sklavin wuschihren Rücken, „wenn du um sie besorgt bist, dann mache nur, was dein Besitzer dir sagte und bitte ihn dannn, sie frei zu laßen!“

Das Mädchen sah besorgt aus, „wird er sie dann gehen lassen? Wird er ihr Essen und Wasser geben?“

Die Sklavin fragte, "nur das?“ Das Mädchen nickte und die Sklavin fuhr fort, „je mehr du ihn bittest, desto weniger werden deine drei Mahlzeiten! Als nur noch jünger war, trieb ich es einmal zu weit!“

Daegil betrat gerade wieder das Lokal, als ein Gegenstand neben ihm die Tür traf. Ji Ho Cheon zeigte auf einen Stuhl am Tisch und setzte sich, „Daegil, wo waren wir? Ach ja, gieß mir etwas ein!“ Er hielt Daegil den Becher entgegen. Daegil goß ihm den Becher ein. Ji Ho Cheon fortfuhr, „ich hörte, ihr Racker verbringt in diesen Tagen Wunder!“

Daegil grinste, „oh gut, nenne mich nicht nach meinen Meister, Ältester!“

Ji Ho Cheon sah ihn ernst an, „richtig! Aber du hast immer noch die Eier unter meiner Nase zu handeln! Wenn du die Hand beißt, die dich füttert, wird jede noch so leichte Straße zu einer Sackgasse!“

Daegil fuhr sich über die Stirn, „hat Konfuzius das gesagt? Ich werde es mir merken!“

Ji Ho Cheon sah ihn an, „laß mich ausreden, solang wir noch reden...“

Daegil unterbrach ihn, „eh, ich bin kein Mann vieler Worte, wie du weißt!“

Ji Ho Cheon lachte laut und verpaßte Daegil eine Ohrfeige. Daegil hielt sich die Wange, während der Mann selbst überrascht und traurig darüber war. Als Daegil plötzlich anfing laut zu lachen, seufzte Ji Ho Cheon, „mein Daegil ist jetzt wirklich erwachsen! Er unterbricht immer die Älteren! Paß gut auf dich auf! Du bist immer noch mein Haustier! Die Zeit wird keinen Drachen aus einem durchweichten Laich machen! Daegil, komm zurück unter meinen Flügeln!“

Daegil sah ihn nachdenklich an, „wie kann ein Tiger unter einer Promenadenmischung gehen?“

Er lachte. Ji Ho Cheon fragte, „ Promenadenmischung?“

Beide fingen laut an zu lachen, schließlich meinte Daegil „ich denke, es ist Zeit zu gehen, lebe ein langes Leben und in Wohlstand!“

Er stand auf, während Ji Ho Cheon seufzte, „Jungs, verprügelt ihn!“

Doch kaum hatten sie angegriffen, hatte Daegil sie bewußtlos geschlagen. Er sah Ji Ho Cheon an und fragte, „willst du Blut sehen?“

Ji Ho Cheon sagte stattdessen, „auf deine Knie!“

Daegil nickte, „dann ist es Blut!“ Kaum hatte er ausgesprochen, als ein weiterer ihn an angriff. Daegil schlug ihm mit einem Stock auf das rechte, dann das linke Auge schlug und die Nase und zuletzt auf seinen Kopf. Als auch dieser benommen zu Boden fiel. Der Mann saß lächeln da. Daegil setzte sich wieder, „für niedrig geborene ist das Alter dein Rang! Ich werde dich auch weiterhin als meinen Ältester behandeln! Jumo, setze die Getränke des Ältesten auf meine Rechnung!“ Dann stand er auf und verließ das Lokal.

Die Sklavin vor der Tür rief, „Herr!“ Ein alter Mann saß am Tisch und befahl, „lasse ich sie herein!“ Das junge Mädchen hatte neue Kleidung und war sauber, man sah ihr die Angst jedoch an.

Der alte Mann sagte, „ setz dich!“ Das junge Mädchen zögerte, während ihr Besitzer wiederholte, „ich sagte setz dich! Schau mich an!“ Das Mädchen zitterte vor Angst, als ihr Besitzer fortfuhr, „komm schon, tu es!“ Langsam drehte sie sich zu ihm um, hielt aber den Kopf gesenkt. Ihr Besitzer lächelt leicht, „gut! Hier, komm näher!“ Langsam rutschte das Mädchen näher zu ihm. Ihr Besitzer lachte, „gutes Mädchen, komm noch etwas näher!“

Er war dabei ihr Oberteil zu öffnen, als das Mädchen ihren ganzen Mut zusammennahm, „Herr, läßt du meine Mutter frei?“

Ihr Besitzer nickte, „natürlich!“

Das Mädchen fragte wieder ängstlich, „gibst du ihr auch Wasser und Essen?“

Ihr Besitzer nickte, „ich doch doch, daß ich es werde!“

Das Mädchen fing wieder an zu weinen und bat, „läßt du sie auch gehen und gibst ihr Wasser, Herr?“

Ihr Besitzer sah kurz auf, „du Dirne, ich sagte doch, daß ich mich darum kümmern werde!“

Ein Mann mit einem Tuch vor dem Gesicht sprang über die Mauer und schlug eine Wache vor der Tür nieder. Dann schlug er leicht gegen die Halsschlagader des alten Mannes und schickte diesen ins Reich der Träume. Schenll eilte er zu einer Kommode und durchsuchte sie. Er hörte das Mädchen weinen, drehte sich um und hielt seinen Finger an die Lippen vor dem Tuch. Er fand ein Truhe und packte schnell alle Goldstücke und Silberstücke in einen Stoffbeutel. Dann trt er zu dem Mädchen und streckte die Hand nach ihr aus. Nach kurzen zögern griff das Mädchen nach seiner Hand und sie schlichen sich durch den Hof.

Keiner der Leute sich oben betranken und feierten bemerkten sie. Er eilte mit dem Mädchen zu der älteren Frau und band sie los. Das Mädchen sah sich hastig um, während der Mann die ältere Frau über seine Schulter legtte und mit ihr wegrannte. Sobald sie einigermaßen in Sicherheit waren, lehnte er die ältere Frau an eine Mauer. Das Mädchen gab ihr auf einem Blatt etwas Wasser, „Mutter, geht es dir besser?“ Die ältere Frau stöhnte leicht, während das Mädchen zu dem Mann sah, der neben ihnen stand und sagte, „er war derjenige, der uns rettete!“

Der Mann zog das Tuch vom Gesicht, es war Daegil. Seine stimme klang ungerührt, „verschwendet keine Zeit! Versucht die Grenze zu überqueren und geht nach Mount Worak! Dort werdet ihr einen Mann namens Jjakgwi finden! Er wird euch helfen, euch dort niederzulaßen!“ Die ältere Frau sah ihn immer noch verwirrt an, als Daegil ihr den Beutel mit den Geld zuwarf, „kauft euch einen Ochsen und einen Pflug!“

Dann wandte er sich ab, die ältere Frau flüsterte schwach, „Herr...“

Daegil ging einfach weiter, als das junge Mädchen rief, „Ajeosshi, ich werde dir dies nie vergeßen! Ich werde mich ganz sicher an dich erinnern!“

Daegil eilte schnell um die nächste Ecke und ging weiter. Vor sich sah er auf einmal wieder eine schöne Frau. Draußen schneite es und sie wusch in der Kälte Wäsche, während sie versuchte ihre Hände zu wärmen. Er sah sich, wie er Steine in ein kleines Feuer legte, während die Frau die Wasserkrüge auffüllte. Er ging lächelnd zu ihr, „Eonnyeon!“

Die Frau sah ihn ebenfalls lächelnd an. Dann sah sie sich hastig um und flüsterte, „wie kannst du in die Küche kommen? Was wenn der Herr dich sieht?“

Daegil lachte und hielt ihr den heißen Stein entgegen, „hier, nimm dies!“

Die Frau rief hastig, „beeil dich und geh jetzt!“

Daegil wurde ernst, „es ist alles in Ordnung! Mein Vater ging weg!“

Er nahm ihre Hände und drückte ihr den Stein in die Hand, „halte ihn fest und er wird deine Hände wärmen!“ Er hielt ihre Hände fest und rieb sie. Plötzlich stieß Un Nyun ihn schnell hinter eine Wand. Sie trat vor und verneigte sich, dann stöhnte sie erleichtert auf, als sie sah, daß Daegils Vater an ihr vorbei ging ohne sie anzusehen. Sie sah Daegil an, welcher wieder lächelte und auch sie mußte plötzlich lächeln.

Als Daegil wieder nach ihrer Hand griff und den warmen Stein hineinnlegte. Während es draußen wieder schneite, legte Daegil wieder Steine ins Feuer und murmelte, „brenne! Brenne! Wärme Eonnyeons Hände! Brenne! Brenne!“ Er legte einen Stein auf ein Buch und schob ihn aus dem Fenster. Draußen kniete Un Nyun im Schnee und wärmte lächelnd ihre kalten Hände an dem Stein. Daegil machte inzwischen weiter und den nächsten Stein wärmte und fast sein Zimmer in Brand setzte, während er immer wieder den gleichen Spruch vor sich hinmurmelte. Als der Stein kalt war, legte Un Nyun ihn wieder vor Daegils Fenster. Dieser öffnete das Fenster und nahm den Stein, während er Un Nyun lächelnd ansah. Diese trug einen Eimer Wasser und drehte sich im Schneegstöber lächelnd zu ihm um. Das Bild verblaßt, während Daegil mit langsamen aber festen Schritten weiterging. Wieder erschien in seinem Blick Trauer und Haß.

Im Sklavenlager der Offiziere rannte ein Sklave schnell in die Unterkünfte, „sie kommen, schnell!“ Alle stellten sich hastig in einer Reihe auf und senkten den Kopf. Der General von gestern trat ein und fragte, „wer ist der verantwortliche Sklave hier?“

Der Mann der gestern mit dem humpelnden Sklaven gestritten hatte, trat mit geneigten Kopf vor. „ich, eure Exzellenz! Habt ihr mich gesucht?“ Wortlos schlug der General ihm den Schwertgriff ins Gesicht und der Mann fiel mit einem leisen stöhnen zu Boden. Hastig rappelte er sich wieder hoch und jammerte fast, ich verdiene es zu sterben, eure Exzellenz!“

Der General fragte kalt, „für was!“

Der Sklave wußte es selbst nicht und stammelte nun wirklich, „was? Da... das...“ Der Sklave der humpelte warf ihm heimlich einen Blick zu und der Sklave fuhr hastig fort, „mögt ihr mich für alle Verbrechen die ih beging bestrafen!“

Der General sah ihn immer noch kalt an, „ich hörte, eines der Pferde war letzte Nacht krank! Was hast du ihn gefüttert?“

Wieder warfen die beiden Sklaven sich unbemerkt einen Blick zu, als der Sklave meinte, „ja, ich fütterte es! Nichts anderes wie immer!“ Der General schlug den Sklaven wieder mit dem Schwertgriff zu Boden. Dieser blieb diesmal gleich auf dem Boden und verneigte sich, „ich verdiene es zu sterben! Aber ich bitte euch mein Leben zu verschonen!“

Der General rief, „diese Pferde gehören der Regierung! Ein einziges von ihnen ist mehr wert als alle eure Leben zusammen! Wie konntest du so nachlässig sein und auch noch versuchen es vor mir zu verheimlichen?“

Der Sklave sagte wieder hastig und fast panisch, „ich verdiene es zu sterben! Ja...“

Der General unterbrach ihn, „wenn das Pferd sich bis Morgen nicht wieder erholt hat, werdet ihr alle zur Verantwortung gezogen!“

Der Sklave stammelte wieder „j... ja! Euer Wunsch ist unser Befehl!“

Der General warf einen Blick auf den Sklaven der humpelte, wieder trafen sich ihre Blicke für einige Zeit. In seinem Blick lag Haß auf den Sklaven, doch dann ging er wortlos. Die anderen eilten schnell zu dem Sklaven auf dem Boden, „bist du in Ordnung?“

Dieser stand auf und riß sich wütend von ihnen frei, „laßt mich los!“ Dann ging er auf den Sklaven der humpelte zu und schlug ihm die Faust ins Gesicht.

Der Sklave humpelte mit dem Pferd in den Ort zu dem alten Mann, zu dem auch Daegil sein Pferd gebracht hatte. Er blieb vor dem Haus stehen und rief, „ist hier der Tierarzt?“

Der ältere Mann, Hwa Baek Bang, welcher ebensfalls immer mit der Wirtin flirtete, war in dem Lokal gegenüber und rief, „ja! Ich komme!“ Choi und Wangson, welche draußen dort am Essen waren sahen sich um. Als der alte Mann sah, daß es ein Sklave war, verflog sein Lächelnd, „was bringt dich hierher?“

Der humpelnde Sklave neigte den Kopf, als er sprach, „ich weiß nicht, was falsch ist! Aber es war die ganze Nacht krank und schwach!“

Hwa Baek Bang fragte, "was in aller Welt gabt ihr ihm zu freßen?“

Der Sklave sagte, „ das übliche, gewöhnliche Kräuter und Hafer, nicht mehr!“

Daegil kam aus dem Lokal und trat zu den anderen beiden, „macht euch fertig!“

Wangson aß weiter, während er nuschelte, „das sieht aus wie ein Pferd aus dem Westen!“

Daegil sah in die Richtung des Sklaven, „wer ist das?“

Hwa Baek Bang sagte inzwischen, „in Ordnung, binde es hier fest!“

Der Sklave humpelte in die Richtung und band das Pferd fest, Choi meinte, „scheint ein Regierungssklave zu sein!“

Daegil sah den Sklaven nachdenklich an, „ist er bei den Pferdeställen? Mit dem zustand von seinem Bein!“

Auch Choi sah nun wieder zu dem Sklaven, „Regierungssklaven sind die meist bestraften Sklaven! Sie zu verkrüppeln ist schon Tagesordnung!“

Daegil schüttelte den Kopf, „dennoch, etwas an seiner Haltung sieht ein wenig seltsam aus!“

Der Sklave verneigte sich und ging. Daegil trank seine Schüssel Wasser aus, stand auf und folgte ihm. Der Slave humpelte durch die Straße, vor einem vornehmen Mann blieb er stehen und verneigte sich. Er ging einige Schritte weiter und sah sich dann unauffälig um. Daegils und sein Blick trafen sich für einen Augenblick, dann humpelte der Sklave weiter. Daegil war stehengeblieben. Er sah, wie der Sklave gegen einen vornehmen Mann stieß, welcher diesen schnell einen Zettel zuschob, während er zu Boden fiel. Der vornehme Mann blieb stehen und schimpfte , „du niedriges Ungeziefer! Du wagst es einem Gelehrten im Weg zu stehen?“

Der Sklave blieb auf dem Boden knien und heuchelte, „ich verdiene deinen Vorwurf, Herr!“

Der vornehme Mann schimpfte weiter, „du verwerflicher Abschaum!“ Dann ging er.

Der Sklave stand unbeholfen auf und griff sich dabei wie zufällig an die Brust. Während Daegil noch immer dastand und nachdenklich aussah.

Daegil ging gerade zu Ma-Ui, als dort ein Adliger herauskam. Er sah ihn nachdenklich an und wandte sich dann an den Mann, „wer war das?“

Ma-Ui zischte, „sei still, das ist ein Geheimnis!“

Daegil ließ nicht locker, „was ist es?“

Ma-Ui sah ihn verärgert an, „ich sagte, „daß es ein Geheimnis ist!“

Daegil hielt ihm eine zsammengerolltes Stück Papier entgegen, „vergiß es und mache davon ein paar Kopien!“

Ma-Ui flüsterte, „neugierig auf das Geheimnis?“

Daegil hielt ihn wieder die Schriftrolle entgegen, „beeile dich nur!“

Ma-Ui flüsterte, “ich bin bereit es dir zu verraten, weil du es bist! Dies bleibt nur zwischen dir und mir, ist das klar?“ Er holte rasch eine Karte und breitete sie aus, „sieh dir das an! Im Momemt ist Jeju Island die Pest ausgebrochen und befällt Mensch wie Tier. Siehst du das Kind dort oben auf der Ecke? Ich wurde beauftragt es dorthin zu zeichnen!“

Daegil fragte, „von wem?“

Ma-Ui zeigte zur Tür, „was denkst du denn? Dieser Adlige, der gerade ging! Im Jahr davor, hatte der verstorbene Kronprinz Sohyeon drei Söhne, sie wurden nach Jeju Island ins Exil geschickt! Schon vergeßen!“

Daegil schüttelte den Kopf, „ach, vergiß es, mache nur dies!“

Ma-Ui schüttelte ebenfalls den Kopf, „das ist kaum wichtg, du Narr! Der Hof versucht Jeju...“

Daegil unterbrach ihn und schrie in seiner normalen Lautstärke, soll heißen für Taube, „ah wirklich! Was haben wir mit dem Hof und der Politik zu tun?“

Ma-Ui schimpfte, „bist du dir gar nicht bewußt, wie ernst dies ist?“

Daegil winkte mit der Hand ab, „mache nur dies!“

Er rollte das Bild mit Un Nyun auf, Ma-Ui seufzte, „ajee, das ist der Grund, warum du sie nicht finden kannst! Das Gesicht einer Frau kann sich ein Dutzend Mal ändern!“ Er griff nach weiteren Zeichnungen, welche Un Nyun älter darstellten, „sieh dir die an! Du kommst alle drei Monate hierher und bittest mich, dies zu zeichnen! Und es ist seit zehn Jahren immer das gleiche Gesicht! Willst du sie wirklich finden oder nicht?“ Er blätterte die Zeichnung durch, „schau, sie sehen sich alle ähnlich!“

Daegil sah ihn nahdenklich an, „könnte sie sich verändert haben?“

Ma-Ui rollte mit den Augen, „natürlich hat sie das! Das Gesicht einer Frau blüht bis achtzehn und mit dreiundzwanzig beginnt es zu welken! Wie alt ist sie inzwischen? Ist sie nicht fünfundzwanzig? Wenn sie Kinder bekam, denke dir Augenfalten und ein breites Gesicht hinzu, von einem Doppelkinn ganz zu schweigen! Wenn sie fünf Kinder hat, sind ihre Zähne weg, da wette ich drauf Wer weiß, vielleicht ist sie eine zweitklassig Gisang oder so etwas!“

Daegil sah wieder auf die Zeichnung. Vor seinem Augen sah er Un Nyun, wie sie ihn angesehen hatte, während es draußen schneite, „mache ihre Lippen etwas voller, als würde sie lächeln!“

Ma-Ui setzte sich, „ich will verdammt sein, sie wird bestimmt hundert Jahre mit diesem Lächeln verbringen, um Männer anzuziehen!“

Daegil drückte ihm die Zeichnung in die Hand, „genug geredet, geh an die Arbeit, mache sie nur ein kleines bißchen älter! Schnell!“

Ma-Ui stand auf, „nein, ich weigere mich! Du wirst on mir keine drittklassige Arbeit bekommen!“

Daegil warf einen Stapel Münzen auf den Tisch. Ma-Ui sah ihn verärgert an, „du denkst wirklich, ich würde mich von Geld regierten laßen! Mal sehen, fügen wir hier ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht!“

Ji Ho Cheon besah sich sein Messer, als einer seiner Leute fragte, „Ältester, können wir uns nach dieser Peinlichkeit noch auf dem Markt sehen laßen?“

Ein anderer rief, „laß es uns einfach vergeßen und hinter uns bringen!“

Ji Ho Cheon meinte, „ich denke, wenn wir ihn los sind, werden wir alle tief im Herzen traurig sein!“

Der andere Mann schimpfte, „und was sonst können wir tun? Wir Narren zogen ihn groß und fütterten di kleine Katze ohne zu wißen, daß er sich ion einen brüllenden Tiger verwandeln würde!“

Ji Ho Cheon sah ihn stirnrunzelnd an, „weißt du, warum Daegil Sklavenjäger wurde? Es war alles wegn der Sklavendirne namens Un Nyun, weißt du das?“ Er begann zu erzählen, „es war im Byeongja Jahr! Es war ein chaos, daß sich selbst der verrücktest Narr nicht vorstellen kann! Die Barbaren drangen wie tollwütige Tiere iin seinem Wonsitz ein und nahmen die Eonnyeon mit! Daegil war wie verrückt sie wieder zu bekommen! Er folgte ihr den ganzen Weg mit einer Sichel in der Hand! Sie kamen nur knapp mit dem Leben davon! Aber dies war erst der Anfang vom Ende für sie, zu denke, ein Besitzer würde zulaßen, daß eine junge Dirne seinen Sohn verführt, gehen zu laßen! Am nächsten Tag schlug er ihr jeden Zoll aus dem Leib und wollte sie danach verkaufen! Der Bruder des Weibsbild, Keunnom, erschien. Und mit flammenden Augen setzte er den ganzen Wohnsitz in Brand und sie flohen! Daegil hatte es fast geschafft, als er sie sah!“ Er kehrte wieder in die Wirklichkeit zurük und sagte, „Seitdem ist er die letzten zehn Jahre hinter ihnen her! Seine Augen sind voller Wut und Eifer sie tot zu sehen!“

Er schwieg und der Mann fragte, „hast du dir die Zunge abgebißen? Was dann?“

Ji Ho Cheon schrie ihn an, „ich sage es dir! Weißt du, wie man eine wilde Dohle fängt? Du steckst ein Huhn auf einen Pfahl und verbreitest sein Blut! Die Dohle riecht das und spielt verrückt! Sie leckt an der Spitze, so wie hier!“ Er leckte über die Messerklinge und fuhr fort, „genau so, es wird noch nicht einmal merken, daß seine Zunge aufgespießt ist! Es wird weiterlecken und nicht merken, daß es sein eigenes Blut ist, daß er leckt! Und danach hast du endlich zumindest unsere Dohle, die krächzt!“

Alle bis auf den Mann schwiegen, der flüsterte, „zur Hölle, daß bedeutet...“

Ji Ho Cheon unterbrach ihn, „hör zu, sie gaben dir über diesem Fleisch Augen, um zu denken, nicht um deinen Haarknoten zusammenzubinden!“


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15. Mai 2014, 10:20

 Re: Meine erste Geschichte
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Ein Gruppe Künstler war in der Stadt und gab eine Vorstellung. Wangson, ohne darauf zu achten, daß er das Oberteil einer Frau trug, rannte so schnell er konnte durch die Straßen. Er stürmte in das Lokal, „Ältester!“

Er war sich atemlos neben ihm auf den Boden. Choi stand daneben. Daegil sah ihn ruhig an, „hol erst mal tief Atem! Wir werden uns um sie kümmern! Was für eine Aufregung! Wieviel sind hinter dir her?“

Wangson winkte nur atemlos mit der Hand ab, während Choi seine Hand auf den Schwertgriff legte und zum Eingang ging. Schließlich setzte Wangson sich langsam auf, als er immer noch keuchte, „ich fand sie! Sie ist hier!“

Daegil fragte verwirrt, „wem gefunden?“

Wangson rief nun, als wäre Daegil auf den Kopf gefallen, „Un Nyun, die Sklavin!“

Daegil schwieg einige Zeit, dann wandte er sich zu Wangson um und hielt ihn an der Schultern fest, „ist es wahr, was du da sagst? Wo hast du sie gesehen? Wann?“

Er schüttelte Wangson leicht, der sich hastig losriß, „ah, laß mich erst los! Ich habe es nur von der Frau des Hausierers Ji gehört! Sie sagte, sie hätte sie vor drei Tagen auf den Rückweg von Jungnyangcheon gesehen, sie ...“

Weiter kam er nicht, da Daegil auch schon losrannte. Ma-Ui sah ihm verblüfft nach, „was ist denn mit den elenden Trotteln schon wieder los?“

Inzwischen kleidete man Un Nyun in ihre Hochzeitskleid. Und führte sie zu ihren Bräutigam. Eine der Frau meinte begeistert, „so eine Schönheit! Sie ist so hübsch!“

Die Frau neben ihr meinte, „aber ich hörte, sie wäre älter als sie aussieht!“

Die andere Frau wandte ein, „ajee, es ist das zweite Mal, daß er heiratet! Was macht da das Alter schon aus?“

Wangson war Daegil ein Stück nachgerannt, gab es dann aber auf und kehrte zu Choi zurück. Choi stand nachdenklich da, während Wangson stammelte, „aber... sollten wir ihm nicht folgen?“

Choi sah ihn kurz an, „wie wäre es, wenn es erst einmal falscher Alarm ist? Wenn zehn Jahre vergingen, muß sie bereits mit jemand anderen verheiratet sein!“

Wangson sah nachdenklich aus und schüttelte den Kopf, „ah, ich bin sich, sie sagte Un Nyun!“

Choi sah ihn von oben bis unten an, "also wirklich, diese Kleidung!“

Wangson bemerkte erst jetzt, daß er das Oberteil einer Frau trug. Schnell hielt er sich die Hände über die Brust, als könnte man ihm etwas abschauen und grinste dumm.

Inzwischen kam auch der Bräutigam und sofort tuschelten die beiden Frauen wieder, „der Bräutigam lacht gar nicht! Ist er nicht schon längst verwitwet?“

Die Frau neben ihr stimmte zu, „seine Frau starb vor drei Jahren! Er hat also lang genug gewartet! Ein Mann in seinem Alter kann seine Leidenschaft nicht mit Einsamkeit verschwenden!“ Baek Ho hörte das Gerede und ihr Lachen und blickte traurig zu Un Nyun.

Daegil hatte inzwischen die Flußbank erreicht, wo man überall Stoffe aufgehängt hatte. Er ging durch einige Stoffe, als er eine Gestalt mit dem Rücken zu ihm sah. Plötzliche erinnerte er sich wieder zurück. Wie Un Nyun sich hinter der Wäsche versteckt hatte und er sie lachend gesucht hatte.Wie sie sich lachend immer wieder gegenseitig versteckt hatten, während sie glücklich lachten. Langsam ging er näher zu der Gestalt. Kurz hinter ihr blieb er stehen. Er hob zögern die Hand, als er sie der Gestalt schließlich leicht auf die Schulter legte. Es war einer von Ji Ho Cheon Leuten, welcher sich als Frau verkleidert hatte und nun laut lachte, „ist er endlich gekommen, mein lieber Daegil Seobangnim?“ Der Mann lachte noch immer.

Ji Ho Cheons treuster Anhänger zog ein Tuch beseite, seine Stimme war ernst, „hier ist er, unser! Ausgezeichneter Daegil!“

Ji Ho Cheon war hinter ihm Mann erschienen, während die anderen ihn umstellten und seufzte, „du Narr! Ich habe dir gesagt, herumalbern mit Schwachköpfen dir Ärger bringt, oder nicht? Warum kannst du nie auf mich hören? Ahjee, du enttäuschst mich!"

Der Mann, der sich als Frau verkleidet hatte schlug Daegil mit einem Stock an den Kopf. Daegil blieb kurz ruhig stehen, dann fuhr er sich mit der Hand über sie Stelle. Blut war an seiner Hand und floß nun auch an seinem Gesicht herab.

Wangson hatte sich inzwischen umgezogen. Er setzte sich neben Choi und zog seine Schuhe an, als dieser fragte, „dann hat der Hausierer Ji, hat sie gesehen?“

Wangson sah ihn an, „ich habe es dir gesagt! Er war sicher, er sah Un Nyun!“

Choi überlegte, „wenn es Ji war, ging er nicht vor ein paar Tagen nach Anseong? Doch liegt dies nicht genau in die entgegengesetzte Richtung von Jungnyangcheon?“ Beide sahen sich an und rannten dann los.

Daegil sah Ji Ho Cheon wütend an, als er leise sagte, „Du Witzbold, du hast die Grenze überschritten, weißt du das? Du wirst mit deinem Blut dafür bezahlen!“

Ji Ho Cheon lachte traurig, „zehn Jahre in diesem Geschäft und nur deine Zunge wurde schärfer!“

Daegil schlug zwei der Männer nieder. Er wich dem schwert des Mannes, der sich als Frau verkleidet hatte, aus. Dann warf er sich schnell zu Boden, drehte sich zur Seite. Er hielt sich an einem Holzbalken, der für für die Wäsche gedacht war fest und trat den nächsten Angreifer zu Boden. Einer der Männer schlug ihm eine Holzstange in den Rücken. Daegil wandte sich um und trat ihm die Beine weg. Ein weiterer Schlag traf Daegils Bein, doch snhon hatte Daegil ihm ins Gesicht getreten. Er wich mehren Schlägen aus. Dann sprang er zu einer der Holzstangen hoch und trat zwei Angreifer gleichzeitig dabei zu Boden, während er sich auch schon halb herum rollte und über einige Stangen rannten. Als er dem letzten Angreifer herunter sprang, dessen Arm blockierte und ihn bewußtlos schlug.

Ji Ho Cheon zog rasch sein Messer, „ein paar naße Stiefmütterchen können sich nie mit wilden Ginseng vergleichen. Daegil wich seinem ersten Schlag aus. Beim zweiten Schlag, packte er dessen Handgelenk und Oberarm und drehte sein Handgelenk um. Ji Ho Cheon fiel das Messer aus de Hand. Daegil schlug ihn gegen die Brust und Ji Ho Cheon ging zu Boden.

Während dieser sich noch die Brust hielt, hob Daegil dessen Messer auf und hielt es an seine Kehle. Ji Ho Cheon sah ihn an, „Daegil, ich bin es! Es bin ich!“ Er lachte, als er sagte, „Daegil, es ist Un Nyun!“ Daegil hob das Messer und stieß einen Schrei aus. Als Choi seinen Speer warf und Daegil am Handgelenk traf, so daß ihm daß Messer aus der Hand fiel. Wangson sprang noch bei reiten vom Pferd und rannte auf ihn zu, gleich darauf folgte ihm auch Choi.

Ji Ho Cheon rannte schnell weg. Daegil hob den Speer von Choi auf und wollte ihn nach ihm werfen, doch Wangson warf ihn zu Boden. Während er Daegil anschrie, „Ältester, bist du verrückt? Willst du wegen Mord beschuldigt werden?“

Daegil riß sich von ihm los, als Choi wütend rief, „Daegil, beruhige dich!“

Daegil hob den Speer und sagte ruhig, „ greif an!“

Choi packte die Speerspitze und schrie, „nimm dich zusammen!“

In Daegils Blick erschien Haß, als er wiederholte, „greif an!“

Im gleichen Moment ließ Daegil den Speer los, zog sein und griff an. Choi war überrascht davon, er konnte nur mit Mühe ausweichen und den ersten Schlag blockieren. Wangson lag noch immer auf dem Boden und schrie, „Warum gehst du auf einander los?“

Daegil gelang es, den Speer von Choi mt der Hand fest zu halten bis Choi ihn schließlich hochriß. Wangson noch immer dort wo er war, während Choi und daegil inzwischen im Fluß weiterkämpften und schrie, „ach, gebt euch doch den Rest!“

Choi blockierte einen schrägen Schlag mit einem geraden Schlag ab. Wangson schrie immer, „ ajee, wirklich! Hört auf, ihr werdet euch verletzten! Ich gehe! Wenn du nicht aufhörst, werde ich sofort gehen!“

Während Daegil sich umwandte und einen Schlag von links unten nach recht oben von Choi abblockte. Der schließlich den Speer in dem Boden rammte, „fühlst du dich jetzt besser?“

Daegil hatte sein Schwert immer noch auf Choi gerichtet hielt. Wangson kam zu ihnen und erklärte, „wenn es das ist, was auf uns zukommt, dann laßt uns das Geld aufteilen und getrennte Wege gehen, hä! Kann ich euch wirklich ohne Vorbehalte vertrauen, nach dieser Sache?“

Choi sah ihn an, seine Stimme klang ruhig, „Wangson, geh und hole Wasser!“

Wangson seufzte, „ah, wir brauchen eine Dirne für diese Dinge! Imer schickt ihr mich! Ihr steht doch im Wasser!“

Dann winkt er mit der Hand und ging, während Choi sich an Daegil wandte, „es ist Zeit Un Nyun gehen zu laßen! Selbst wenn du sie treffen würdest, ihr beide seit irgendwie nicht füreinander bestimmt! Hör auf gegen das Schicksal anzukämpfen! Dies ist nicht etwas, daß wir kontrollieren können!“

Daegil lachte freudlos, „warum? Willst du mich jetzt wie den Ältesten behandeln? Weil du wie ein Mann gekämpft hast, hä?“ Als Choi nichts sagte, fiel Daegil wieder in seine Lautstärke für Taube und schrie, „hä?“ Choi ging auf ihn zu und wollte etwas sagen, doch dann schwieg er.

Un Nyun saß in der Nacht im Brautkleid im Zimmer und erinnerte sich wieder zurück. Sie sah sich wieder draußen im Schnee arbeiten und Daegil sagte, „du bist den ganzen Tag draußen n der Kälte, deshalb sind deine Hände in solch einem Zustand! Ich haße all dies! Ich haße, daß du friest! Ich haße es, daß man deine Gefühle beleidig und du solch ein schweres Leben hast!“

Wie sie ihn fragte, „Daegil, machst dies aus Mitleid? Was ich mir wünsche ist nicht dein Mitgefühl!“

Sie kehrte in die Wirklichkeit zurück, als jemand von draußen ihr Fenster öffnete. Es war ihr Bruder. Er setzte sich draußen vor das Fenster und fragte, „hast du schon etwas gegessen?“

Un Nyun Stimme war ausdruckslos und leise, „ja, Orabeoni!“

Ihr Bruder meinte, „du heiratest sehr spät, also geh und lerne, den Weg zu ertragen! Diene deinem Ehemann mit aller Hingabe, segne ihn mit vielen Kindern und sei glücklich! Ist jetzt alles Vergangenheit?“

Wieder erinnerte sich Un Nyun zurück. Daegil war bei seinem Vater, sie stand hinter einer Tür und hörte, wie sein Vater sagte, „ich habe eine Heirat für dich arrangiert, also merke dir das!“

Daegil hatte widersprochen „aber ich habe noch nicht die Absicht zu heiraten!“

Un Nyun hatte überascht ausgesehen, während sein Vater fragte, „warum ist das so? Bei der Gelegenheit, gibt es jemand den du anziehend findest?“

Daegil sagte, „ es gibt...“ Er schwieg kurz, dann fuhr er hastig fort, „...kein solche Person!“

Sein Vater nickte, „gut, so soll es auch sein. Ich werde deine Hochzeit rechtzeitig vereinbaren!“

Un Nyun war zurück in die Küche gegangen und saß vor dem kleinen Feuer beim Herd, als Daegil eintrat. Er kniete neben ihr nieder und schob ihren Rock leicht hoch. Dann zog er ihr die abgelaufenen Schuhe aus und zog ihr neue an. Einige Zeit saßen sie so stumm beieinander, Daegil sagte, „du weißt, daß ich mein ganzes Leben mit dir verbringen werde! Geimsam mit dir!“

Er stand auf und ging hinaus. Un Nyun unterdrückte ihre Tränen. Dann rannte sie hinaus und umarmte ihn, aus der Umarmung wurde ein Kuß. Langsam ließ Un Nyun ihn los, während Daegil und sie sich stumm ansahen. Als dieser ihr zärtlich mit der Hand über das Gesicht strich und sie sich leidenhaftlich küßten.

Un Nyun kehrte wieder in die Wirklihkeit zurück. Als hätte ihr Bruder ihr Gedanken gelesen, sagte er, „vergiß ihn! Erinnerungen können deine Seele nur mit Traurigkeit überschatten!“

Un Nyun fragte leise, „willst du damit sagen, daß du deine Erinnerungen auch ausgelöscht hast?“

Ihr Bruder rief verärgert, „du verstehst es immer noch nicht, oder? Du hast jemand angesehen, den du nie hättest ansehen sollen!“

Un Nyun sah ihn an, als ihr die Tränen über das Gesicht liefen, „wegen mir hast du einen Mord begangen!“

Ihr Bruder sah sie ebenfalls traurig an, „ich hätte um noch viel mehr Blut vergoßen!“

Un Nyun weinte noch immer, „wegen mir starb der junge Herr!“

Keunnom rief, „und das ist der Grund, warum du und ich überlebten! Und ich kann jetzt wie ein menschliches Wesen leben!“ Er öffnete sein Hemd, auf der Brust war die Narbe des wegtätowierten Sklavenzeichen, „sieh her! Erinnere dich an den Tag, an dem sie die Sklaverei von unserem brennenden Fleicsh herausschnitten! An dem Tag weinte ich Tränen der Freude und nicht des Schmerzes! Für dich und mich war es eine Neugeburt! Diesmal sind wir endlich menschliche Wesen! Es mag sein zweite Ehe sein, aber er ist immer noch ein Yangban! Keine Trauer mehr!“

Draußen rief eine Stimme, „der neue Bräutigam kommt!“

Keunnom stand auf, er schwieg kurz, dann sagte er mit leiser Stimme, „möget du glücklich Leben, dies ist mein letzter Wunsch! Kannst du es mir versprechen?“

Un Nyun Stimme klang traurig, „versprich du es mir zuerst, Orabeoni! Ich werde es tun! Egal wie, ich werde glücklich leben! Du mußt dir also keine Sorgen um mich zu machen!“

Ihr Bruder nickte mit Tränen in den Augen, „gut! Ich verspreche es dir! Du mußt dir keine Sorgen um mich machen! Du hast mein Wort!“ Er schloß das Fenster und ging, während Un Nyun einen Stein herausnahm, den ihr ein Daegil gab.

Es war schon spät in der Nacht, als Daegil noch an einem Stand vorbei, wo es Schuhe zu kaufen gab. Er blieb stehen und sah auf ein paar Schuhe, die aussahen wie jene, die er einst Un Nyun anzog. Er lächelte traurig. Choi sah inzwischen auf der Veranda und las, als Jumo nur im Nachthemd sich neben ihn setzte, „es ist schon spät! Kannst du nicht schlafen?“

Choi lief rot an, als etwas zur Seite rückte, „Daegil ist noch immer nicht zurück!“ Jumo rückte näher zu ihm, „daß jemand so bemerkenswert wie du Umgang mit einem solchen Schurken hast, kann ich immer noch nicht verstehen! Warum? Du solltest dich niederlaßen, bevor es zu spt ist, General Choi! Ich denke nicht, daß es schon zu spät dafür ist!“ Choi wandte sich wieder seinem Buch zu. Jumo zog ihr Nachthemd etwas höher und seufzte, „ah, wie das Mondlicht leuchtet!“ Choi hustete und sah wieder auf das Buch. Jumo rückte noch näher und zog ihr Nachthemd noch höher, als sie meinte, „was mit eurem Clan geschah ist sehr bedauerlich, aber ist dies jetzt nicht alles Vergangenheit? Jemand sagte, die erste Liebe ist die größte Romanze! Und das die nächtliche Brise der beruhigende Wind ist!“

Choi sah sie an, als hätte sie den Verstand verloren, während er nun knallrot anliefund sich dann wieder dem Buch zuwandte.

In dem Moment kam Daegil zurück, „Jumo!“ Jumo hielt sich die Hände über die Brüste, während Daegil sich niederkniete und meinte, „ich kann sehen, was du unter deinem Rock anhast!“ Diesmal war es Jumo die knallrot anlief und stand hastig auf. Daegil stand auf und lachte laut, „woah, unsere Jumo weiß ganz sicher, wie man einen Verehrer erfreut! Wir bekommen sogar angenehme Sehenswürdigkeiten, um uns zu sonnen!“

Jumo drehte sich noch einmal schnell um und schimpfte, „du verdorbener, elender Kriecher! Er kennte noch nicht einmal den Unterschied zu Mitgefühl, gute Nacht!“ Dann suchte sie schnell das Weite.

Daegil setzte sich neben Choi, „zuviel Mitgefühl und du wirst die Schwiegereltern in der ganzen Nachbarschaft haben!“

Choi legte das Buch weg, „du bist betrunken, nicht wahr?“

Daegil fragte, „und Wangson!“

Choi sah zur Seite, „ich weiß nicht, ob er besorgt über dich oder etwas anderes ist! Aber er ganz einfach nach der Sperrstunde zu einen Spaziergang!“

Daegil runzelte die Stirn, „einen Spaziergang? Wohin?“

Wangson hatte sich wieder mit seiner Geliebten vergnügte, welche diesmal niedergeschlagen aussah, „wirst du mich wieder besuchen kommen?“

Wangson seufzte dramatisch, „ich wünsche dir Glück!“

Seine Geliebte neigte sich vor, „ich kann alles aufgeben und mit dir kommen!“

Wangson seufzte wieder, „was für ein trauriges Schicksal wir teilen!“

Seine Geliebte griff nach dem Dolch auf dem Bett und drückte diesen Wangson in die Hand, während sie jammerte, „ich gebe dir meinen silbernen Dolch, aber selbst in der Unterwelt werd ich meine Bestimmung nicht vergeßen! Laß uns die Liebe erfüllen! Dieses grausame Schicksal die uns in diesem Leben gestohen wurde! Laß uns zusammen in die Unterwelt gehen, selbst im Tod werde ich dich nie vergeßen!“

Seine Geliebte stürzte sich auf ihn, "Seobangnim!"

Wangson kam wieder nur bis, "Konf... Konfuzius sagt..." Dann lag sie auch schon wieder auf ihm.

Daegil wandte sich an Choi, „wenn er weiter auf dem Weg eines Schürzenjägers bleibt, wird er eines Tages in Schwierigkeiten geraten!“

Choi sah immer noch zur Seite, „er wird sich nur ändern, wenn er seßhaft wird!“

Daegil lachte leise, aber freudlos, „Menschen wie wir... Seßhaft? Sei froh, wenn wir nicht gewaltsam auf der Straße krepieren! Eh, General Choi, du bist wieviel, fünf oder sechs Jahre älter?“

Choi sah ihn betrübt an, „was machen sechs oder sieben Jahre schon aus?“

Daegil neigte sich vor, „also irgendwie schon, wenn ich so weitermache, was dann?“

Choi sah zum Sternenhimmel auf, „gibt es im Leben nicht noch etwas mehr Spaß? Doch wer lebt schon aus Spaß? Sie leben alle in der Hoffnung, was der morgige Tag bringen wird!“

Daegil sah ebenfalls zum Himmel, als er zustimmte, „richtig!“ Dann schrie er laut, „es gibt nicht viel zum Leben!“ Er lachte laut, auch Choi lächelte. Daegil legte sich zurück, er schwieg kurz, als er schließlich nachdenklich sagte, „der Morgen wird uns nur einen weiteren Sonnenaufgang bringen!“

Inzwischen ging Un Nyun Bräutigam in ihr Zimmer, er fand ihre Brautkleidung und warf es wütend weg. Un Nyun hatte sich in der Zeit als Mann verkleidet und verließ den Ort, während man nun überall nach ihr zu suchen begann. Auf einem Hügel in der Ferne wandte sie sich noch einmal zu dem Dorf um und sagte leise, „Orabeoni, verzeihen mir! Mach dir keine Sorgen, ich werde ein glückliches Leben leben! Ich wünsche Ihnen Gesundheit und Reichtum!“

Keunnom erschien gefolgt von Baek Ho bei ihrem Bräutigam und verneigte sich, „ich bitte um Vergebung!“

Ihr sitzengelaßener Bräutigam fuhr ihn an, „du hast meinen Namen entehrt!“

Keunnom erwiderte, „verzeih mir! Ich werde sie sofort suche gehen!“

Ihr Bräutigam schlug ihm ins Gesicht, „es ist nicht nötg, daß du dies tust! Wir haben bereits die Ehe beschloßen, so verschone oder töte sie, sie ist jetzt nicht mehr mein Besitz! Ich werde mic selbst darum kümmern!“

Es war bereits Tag. Un Nyun saß draußen zwischen einigen Männern beim Essen und sah sich unbehaglich um. Baek Ho kniete vor Un Nyuns Bräutigam und erklärte, „wie konnte sie weggelaufen? Wir durchsuchten das ganze Gebiet im Umkreis von deißig ri, aber es gibt keine Spur von ihr!“

Ihr Bruder sah entsetzt aus, „was machst du, um sie zu finden?“

Baek Ho wandte sich nicht zu ihm um, als er sagte, „wir sammeln Jäger und setzten ein Kopfgeld, für jeden der sie lebend zurückbringt, aus!"

Einer der Männer ihres Bräutigam ließ die Leute draußen versammeln und erklärte, „ich werde jeden genügend Land gewährend, um sich ein Leben lang in Hülle und Fülle sonnen! Und selbst wenn ihr nur ihre Leiche zurückbringt, erhaltet ihr fünfhundert Nyang!“

Ihr Bruder hat dies gehört und schüttelte verzweifelt den Kopf, während Baek Ho erklärte, „wenn es ihnen gelingt sie zu finden, bevor wir es tun, wird es schwer sein, sie in Sicherheit zu bringen! Hast du irgendeinen bestimmten Ort im Sinn?“

Ihr Bruder zögerte kurz, „da ist ein buddhistischer Tempel in den Bergen, namens Yeounam! Wenn sie nicht dort ist...“

Baek Ho unterbrach ihn, „wo in aller Welt kann sie sein? Selbst wenn ich alle acht Provinzen durchkämmen muß, werde ich sie finden!“

Keunnom sah ihn wieder verzweifelt an, „sie ist meine einzige Schwester, verletze nicht ein einziges Haar von ihr! Wenn du sie findest, werde ich dir alles geben, was ich habe!“

Baek Ho sah wieder traurig aus, „nur dem Mitgefühl der Herrin verdanke ich es, daß ich wie ein anständiger Mensch leben kann! Was sonst könnte ich begehren! Ich werde sie um jeden Preis finden und sie zurück begleiten!“

Die Jagd nach Un Nyun begann. Baek Ho befahl seinen Männern, „du, finde eine Kutsche! Ihr anderen werdet mir nach Yeounam folgen!“

Sie bemerkten sich die Frau mit dem Umhang. Kaum waren sie vorbei, schob sie den Umhang zurück und trat ein. Sie war eine wirklich Schönheit und dies war auch ihre beste Waffe. Sie legte sich auf das Sofa von Un Nuns Bräutigam und meinte, „scheint, als könnte sie in der Einsiedelei namens Yeounam sein!“

Der Bräutigam trank einen Schluck Wein und nickte, „kannst du sie finden?“

Die Frau seufzte, „warum die ganze Aufregung wegen nichts weiteren als einer niedrigen Magd?“

Un Nyuns Bräutigam lachte und warf ihr einen Geldbeutel zu, „zweihundert Nyang für dich, scheue keine Kosten, und finde sie! Wer sonst außer dir, könnte sie finden! Ich zähle auf dich!“

Die Frau nahm einen Becher Wein und lehnte sich wieder zurück, „sie zu finden dürfte nicht schwer sein! Aber ich gebe keine Gerantie, daß ich sie auch lebendig zurück bringen werde!“

Jumo brachte Choi und Wangson, die draußen an einem Tisch saßen, etwas zu Essen und setzte sich zu ihnen, „wo ist Daegil?“

Wangson schüttelte den Kopf, „ah, ich frage mich, Jumo, warum du so an uns interessiert bist?“

Jumo säuselte, „ajee, für einen mickrigen Jungen, der kaum ein paar Muskeln hat!“ Sie kniff ihn in den Arm. Wangson sah sie frech an, „der Älteste behandelt dich sicher freundlicher!“

Wangson verzog das Gesicht, „ah, das! Es ist nur so, daß meine Zunge bei meiner Geburt etwas abgeschnitten wurde, Sieh es dir an!“

Er streckte ihr die Zunge heraus und Jumo schlug ihn wieder gegen die Arme, „also wirklich!“

Choi sah sie ernst an, „Jumo!“

Sofort wandte sie sich lächend zu ihm, „ja, Herr!“

Chois Stimme war ernst, „Daegil schien letzte Nacht ziemlich betrunken, bringe ihm spätere eine warme haejangguk, ja?“

Sogleich nickte Jumo, „ja, mache dir keine Sorgen! Eßt schon mal! Wenn du mehr willst, sag es nur!“

Sie war schon am gehen, als Wangson rief, „einen Moment!“ Er durchsuchte seinen Teller fand aber nichts ungewöhnliches, dann suchte er in Chois Teller und fand ein gekochtes Ei. Er wantde sich lachend zu ihr um, „Jumo!“ Dies rannte schnell zurück ins Lokal, während Wangson sich an Choi wandte, der verlegen hustete, „Ältester, komm schon und gesteh es!“

Choi lief wieder rot an und murmelte, „was gestehen?“

Wangson beharrte, „was in aller Welt ist dein Geheimnis?“

In dem Moment kam Jumos Schwester angerannt, „Herr, die Beilagen sind so geschmacklos, also erlaube mir zumindest ...“ Sie wurde rot und rannte schnell weg, nachdem sie das Essen auf den Tisch gestellt hatte.

Choi lief ebenfalls wieder rot an und hustete verlegen. Wangson sah ihn an und seufzte, „Ältester, du hast gewonnen, du bist der bessere!“

Draußen arbeitete Eop Bok in den Wäldern. Cho Bok Yi beobachtete ihn, als er inne hielt und sich mit der Hand über das Sklavenzeichen fuhr. Er arbeitete weiter, als Cho Bok Yi rief, „hier! Da bin ich! Kannst du dich bereits wieder so bewegen?“

Eop Bok sah in ihre Richtung, „es sind nicht mehr als Kratzer, irgendwie!“

Cho Bok Yi lächelte, „hast du schon gegeßen?“

Eop Bok sah verägert aus, „würden sie jemand zu essen geben, der nicht arbeitet? Und sei vorsichtig, wenn du Kräuter pflückst, hier laufen überall Wildschweine herum!“

Cho Bok Yi nickte, "in Ordnung!“

Als sie stehenblieb schimpfte Eop Bok besorgt, „verschwenden nicht deine Zeit mit schwätzen und geh!“

Cho Bok Yi lächelte wieder, „bei der Gelegenheit, du kennst den Aufenthaltsort des Sklavenoberhaupt Kim Chang Bong, nicht wahr?“

Eop Bok sah sie verwirrt an, „Gaenom Ajeosshi?“

Cho Bok Yi nickte, „ja! Wenn du es bis zwei Uhr zur zweiten Wache schaffst, sie gehen zu Ggeubang Ajeosshi in die alte Scheune!“

Eop Bok seufzte, „und sie sagen für Sklaven gibt es keine Nacht!“ Sie sahen sich einen Augenblick schweigend an, dann fragte Eop Bok, „warum gehst du nicht zurück?“

Cho Bok Yi lachte leise, „hast du nicht gesagt, daß es hier überall Wildschweine gibt? Gehen wir zusammen, wenn du hier fertig bist!“ Während Eop Bok sich wieder an die Arbeit machte, kniete Cho Bok Yi sich nieder und sammelte Kräuter.

Bei den Regierungssklaven fütterte der verantwortliche Sklave die Pferde, während er schimpfte, „kostbar Regierungspferde sollt ihr also auch noch sein! Also geh und iß!“

Ein anderer Sklave rief, „es ist Zeit, sie sind alle weg!“

Sofort ließ der Sklave das Futter fallen und eilte zu den anderen, „sie sind weg? Hier, kommt alle her!“ Der humpelnde Sklave war ebenfalls nicht da, während der Sklave leise flüsterte, „hört gut zu, alle führende Offiziere werden bei einem Prüfungstrainung sein! Sogar die Wache sind nur zur Hälfte da, selbst ein Schamane könnte uns keinen besseren Tag nennen, um aufzustehen und zu fliehen!“

Ein Sklave wandte ein, „aber da sind immer noch die gewöhnlichen Soldaten! Können wir an ihnen vorbei kommen?“

Der Sklave packte den Mann verärgert am Hemd, „ajee, diese kleinen Püppchen! Ich kann es mit fünf von ihnen auf einmal mit meinen bloßen Händen aufnehmen! Das ist alles und wir sind raus! Du hast es immer noch mit jemand zu tun, der früher einmal über den Hafen Ganghwa regierte, wie kein anderer Arbeiter in der Stadt! Ich mußte nur einen Finger heben und der ganze Ort zitterte vor Angst!“

Nun spottet der andere Sklave, „warum nicht zurück in diese ruhmreichen Tage? Sollen wir alle Angst vor den mächtigen Augen des Königs haben?“ Der andere Sklave packte ihm wieder am Hemd und hob die Faust, doch der Sklave ließ sich nicht beirren„ich sage, es ist wahr! Warum? Früher war ich der beste Freunde des obersten Minister!“

Der Sklave sah ihn überrascht an, ein weiterer Sklave lachte laut, „richtig! Und ich war nahe daran Gouverneur von Pyeongyang zu werden! Wir könnten sogar Bettgefährten sein!“

Der Sklave fuhr ihn wütend an, „gib mir doch einen Schlag mit deinen Becher! Genug mit dem Geschwätz! Was sollen wir tun? Möchten wir hier in der Sklaverei verrotten oder werdet ihr euch mir anschließen? Einmal wurdet ihr als Menschen geboren, zeigt, daß ihr Männer seit!“

Der Sklave der zuerst dagen war, meinte, „wirklich? Bist du sicher, daß du ihnen gewachsen bist?“

Der Sklave packte ihn wieder am Hemd, „ajee, fahr zur Hölle! Was bin ich, ein dummer Trottel, der versucht ohne einen Plan zu fliehen?“ Er klopfte sich mit der Hand gegen den Kopf, „hier, mit meinem Schädel, das Leben hier ist am Tag keine Frage mehr! Aber der Ganghwa Hafen ist mein Gebiet! Wir werden da hingehen und unseren Lebensunterhalt stehlen! Sobald wir ein Handelsboot finden und es in unseren Händen haben, leben wir für den Rest unserer Lebens in Seide und feiern Tag und Nacht mit Schlampen! Das Geld wird nur so auf uns herabregnen und...“ Er schwieg hastig, als der humpelnde Sklave mit einem Eimer Wasser eintrat. Er gab ihm ein Zeichen, daß er verschwinden sollte. Der Sklave humpelte in nach hinten, während der andere Sklave noch leiser fortfuhr, „ah Mist,was wollte ich sagen!“ Dann eilte er zu dem humpelnden Sklaven und trat ihn zu Boden. Der Slave hielt sich die Brust, während der andere sich umwandte, „seht ihr!“

Der Adlige war wieder bei Ma-Ui, welcher das Kind und die Karten zeichnete, „wieviel kannst du an einem Tag davon zeichnen?“

Ma-Ui lachte, „wie du sehen kannst, mache ich meine Arbeit sehr genau! Nun, wenn ich wirklich mein Bestes gebe, ich schätze ein Dutzend oder so!“ Der Adlige warf ihm einen Beutel Münzen zu, Ma-Ui erklärte, „solang ich mir nicht das Handgelenk breche, würden ein es paar hundert tun?“

Der Adlige sah ihn ernst an, „laß es mich dir noch einmal sagen, dies muß unter größter Geheimhaltung bleiben!“

Ma-Ui sah ihn gekränkt an, „Herr , ich kann alles sein, doch auch wenn ich alt bin, habe ich noch nie jemand in der Lage gesehen, der ein Geheimnis besser für sich behalten kann als ich! Aber sag mir, ist Jeju Island wirklich von einer solch abscheulichen P...“ Er schwieg, als er das Gesicht des Mannes sah.

Dieser sah ihn ruhig an, „wenn du überleben willst möchten, um zu überleben, halte deine Fresse besser in Schach!“

Ma-Ui sah ihn entsetzt an und stammelte, „ja... ich..“ Er seufzte erleichtert auf, als der Mann ging.

Am Hof hatten sich inzwischen die Minister versammelt. Ein Minister wandte sich an den König, „von der dreckigen Pest im schwülen Jeju Island sind nicht nur die Einbewohner betroffen, sondern auch zwei der königlichen Nachfolger starben! Jetzt ist nur noch einer am Leben, aber wir können nicht mehr für seine Sicherheit garantieren! Wir bitten hiermit den Hof, köngliche Heiler als Hile zu schicken! Und ihr nennt dies verantwortbare Anregung? Wie kann Ihre Exzellenz so arglistig die öffentliche Meinung ignorieren?“

Ein anderer Minister entgegnet „hört auf mit den Ausflüchten der Gelehrten die Öffentlichkeit in die Irre zu führen!“

Der Minister hielt die Zeichnung hoch, „wir führen niemand in die Irre! Hast du nicht Zeichnungen wie diese auf dem Markt gesehen? Mein König, ich flehe euch an unserer beherzigten Gefühle der Menschen ernst zu nehmen! Schickt Heiler als Zeichen der Treue!“ Der Minister ging zum König und übergab ihm die Zeichnung.

Der König sah sie sich lange schweigend an, als er schließlich sagte, „was für eine bemitleidenwerte Kind!“

Ma-Ui war in der Nacht wieder im Lokal und saß bei Jumos Schwester, „dies muß zwischen dir und mir bleiben! Aber was sie da über Jeju Island verbreiten ist nicht die Pest!“

Sein alter Freund, Hwa Baek Bang, der bei ihnen saß rief, „ajee, fängt das schon wieder an!“

Ma-Ui flüsterte, „ich sage das nur, weil du es bist! Aber der Hof verbreitet absichtlich Gerüche übr die Krankheit, um jede Spur Kronprinz Sohyeons Nachkomme zu beseitigen, zu verwischen! Sie können ihn nicht so offen abschlachten, wie sie es bei seinen beiden anderen Söhne taten!“

Jumo rief nach ihr und ihre Schwester rief erleichtert, "ich komme!“

Sie wollte aufstehen, doch Ma-Ui hielt ihn zurück, „laß Sie mich ausreden, bevor du gehst! Du kennst den Kronzprinz, nicht wahr?“

Jumos Schwester riß sich los, „Kronprinz Sohyeon? Wenn er nicht gerade kam, um etwas zu trinken, wie sollte ich ihn da kennen?“

Ma-Ui wiedersprach, „laß den Unsinn die Unwißende zu spielen! Denke daran wie gesund er aussah, als er aus dem Exil der Qing zurückkam. Doch zwei Monate später war er plötzlich krank und ein paar Tage später schon tot! Er wurde vegiftet!“

Hwa Baek Bang sah sich hastig um und flüsterte dann, „ was redest du da?“

Ma-Ui hob seine Pinsel hoch, „wenn du diese Pinsel nehmen würdest, was würde dabei herauskommen, hm? Ein Bild natürlich! Er vergiftete seinen Sohn und seine Schwiegertochter! Wer wird als nächster dran kommen? Sein Enkel natürlich! Dies ist, warum sie sie begannen, Gerüchte über die Pest in Jeju Island zu verbreiten!“

Hwa Baek Bang schimpfte, „ah, was für eine Reihe von Blödsinn! Seine Majestät ist ein Mensch wie alle von uns, würde er seinem eigenen Fleisch und Blut so etws antun?“

Ma-Ui seufzte, „ich schätze einmal, du hast heute den ganzen Tag die Pferdemist verbracht! Du wirst niemals erkennen, wie grausam Macht sein kann!“

Hwa Baek Bang zog ihn über den Tisch und rief, „ was, Pferdemist?“

Ma-Ui schrie, „was sonst? Kuhmist?“

Jumos Schwester rief, „was ist denn mit euch beiden los?“


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15. Mai 2014, 10:30

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 Re: Meine erste Geschichte
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Eine echte Fantasy-Geschichte! :thumbsup

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15. Mai 2014, 10:40

 Re: Meine erste Geschichte
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Danke, ich habe sie fast fertig, nur der letzte Teil fehlt noch, aber ich hoffe, daß ich diesen auch bald mal zu Ende schreiben werde. Allerdings ist die Geschichte nur zum Teil Fantasy,

König Injo lebte wirklich und ließ den Kronprinz und seine Familie ermorden und dessen jüngsten Sohn ins Exil nach Jeju Island schicken, wo man versuchte ihn zu ermorden. Zu dieser Zeit blühte auch der Sklavenhandel und de Kronprinz lebte auch wirklich etliche Jahre bei den Qing.
Falls ich diese Geschichte fertig habe, habe ich eine angefangen zu schreiben, welche auf wahren Ereignissen beruht, leider habe ich da nur bisher einen Bruchteil geschafft zu schreiben. Es wird die Geschichte von Lü Zhi und Yun Xi, auch bekannt als Dou Yi Fang, sein.


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15. Mai 2014, 10:42

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 Re: Meine erste Geschichte
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15. Mai 2014, 10:46

 Re: Meine erste Geschichte
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Inzwischen hatten sich die Meinungen der Minister geteilt. Der Adlige und die Minister hatten sich versammelt und sahen auf die Zeihnungen. Ihr Anführer sagte, "diese Zeichungen gehen auf dem Markt herum, sie sind die Stimme des Volkes! Das Volk wird hinter uns stehen! Wir werden Morgen einen Gedenktag für Seiner Majestät veranstalten und diesem ein Ende setzen!“

Eine Gruppe Soldaten drang ein und verhafteten diese unter dem Befehl von Hwang Chul Woong. Man brachte sie in ein Verließ und folterte sie. Im Hintergrund waren Schreie zu hören. Hwang Chul Woong sah sich die Zeichnung an und fragte, „wie konntest du solch verlogene Zeichnungen verbreiten, um die Macht Seiner Majestät mit Gewalt niederschlagen?“

Der Minister, den man auf einen Stuhl gefesselt hatte stöhnte, „sie waren schon auf dem Markt im Umlauf! Geh und ignoriere die öffentliche Meinung!“

Hwang Chul Woong schrie, „denkst du wir durchschauen eure gemeinen und hinterlistigen Machenschaften nicht?“

Der Minister stöhnte, „ich werde mit mich Seiner Majestät treffen! Ich werde ihm schreiben und auf seine Antwort warten, aber ich werde nie auf deine tückischen Ausflüchte hereinfallen!“

Unerwartet trat der König ein, „also wartest du auf den König?“

Der Minister sah überrascht auf, „Eure Exzellenz! Wir haben keinen Verrat begangen! Wir wollten Seine Majestät mit unserer unnachgiebigen Treue warnen!“

Der König lächelte leicht, „das wußte ich bereits! Aber er erklärt, du wärst Verräter?“

Der Minister schüttelte den Kopf und schrie, „unmöglich! Es gibt keine Möglichkeit, daß er dies sagte!“

Der König lächelte wieder leicht, „warum kümmert sich jemand so hartnäckig um die öffentliche Meinung, daß er die Gefühle seines eigenen Herrschers ignoriert? Leb Wohl!“

Es war Nacht, als der humpelnde Sklave aufstand, sich in eine Ecke schlich und die Nachricht hervor holte, auf der sich Blutflecken befanden. Er begann zu lesen. "Es ist unter größter Benommenheit und Angst, daß ich dir diese Worte schreibe. Sollte der Brief dich erreichen, befürchte ich, daß es bereits zu spät für mich ist. Du warst schon immer mein treuster und stolzer Mentor und mein Freund bei den Qing.“ Der humpelnde Sklave dachte daran zurück, wie er gegen die Qing gekämpft hatte. Dann sah er sich neben dem Kronprinz gehen, der fragte, „wie denkst du über einen friedlichen Waffenstillstand?“

Song Taeha antwortete, „als Soldat geboren, auf dem Schlachtfeld geopfert! Ich habe nie viel darüber nachgedacht, mich hinter der Maske für den Waffenstillstand zu ergeben!“

Der Kronprinz fragte, „gibt es nicht so etwas wie einen strategischer Rückzug?“

Song Taeha erwiderte, „ich lernte den Rückzug um des Sieges Willen, aber ich weiß nicht, ob man einen Rückzug als Niederlage anzuerkennen soll?“

Der Kronprinz lächelte leicht, „ich muß für dich also wie ein feiger Schwächling aussehen!“

Song Taeha blieb stehen, „verzeih mir!“

Der Kronprinz sah ihn an, „wenn wir den Krieg verlieren, werde ich Geisel in die Qing Hauptstadt gehen! Wirst du mir folgen? Ich möchte lernen, was sie können, möglicherweise stärken sie sich zu sehr! Und wie wir sie ohne Vergeltung entwaffnen können!“

Song Taeha sah zu Boden, „ich würde den Untergang als Preis für eine bittere Niederlage zu zahlen akzeptieren, aber ich werde niemals zulassen, mich zu ihrem Gefangenen zu machen!“ Dann ging er. Der Kronprinz ging als Geisel mit den Qing. Song Taeha stand auf einer Schlucht und sah voller Trauer zu.

Schließlich las er weiter. „Nun erst sage ich es dir. Aber für eine solche beschwerliche Reise zu gehen, ohne daß du bei mir bist, hat mich vielleicht eingeschüchtert. Ich ertrug lange und anstrengende Härten und machte mich auf die Rückkehr. Noch ist Hoffnung, aber nur ein schwaches Licht in der Dunkelheit und Verzweiflung. Das Gewicht der Verwüstung belastet meine Seele. Kann ich alle meine unerfüllten Hoffnungen auf dich setzen? Ich übertrage dir dieses schwere Gewichts und nehme Abschied von dir, mein Freund...“ Bevor er den Brief zu Ende geschrieben hatte war er tot.

Der humpelnde Sklave unterdrückte seine Tränen. Er sah verzweifelt auf den Brief und den großen Blutfleck darauf. Er wandte den Brief um und sah darauf ebenfalls das Bild mit dem Kind. Dann knüllte er den Brief schließlich zusammen und aß das Papier. Danach stand er auf und griff auf einen Balken, wo er ein Schwert versteckt hatte. Aus dem humpelnden Sklaven wurde nun einer der besten Kämpfer, General Song Taeha, der beste und engste Vertraute des Kronprinz. Seine Aufgabe war es nun nach Jeju Island zu gelangen und den letzten Sohn des verstorbenen Kronprinz aus dem Exil zu retten, egal um welchen Preis.

Er sah die anderen Sklaven und versteckte sich schnell in einer Ecke. Der Sklave der sie überredet hatte zu fliehen, flüsterte, „habt ihr alles vorbereitet? Von jetzt an bin ich euer Führer, sprecht mich mit Respekt an!“ Er griff nach einer Mistgabel und befahl, „nehmt alles, was ihr als Waffe benutzen könnt und folgt mir!“ Song Taeha wartete noch einen Moment, während die anderen Sklaven gegangen waren.

Die Sklaven versteckten sich hinter einer Ecke, als zwei Wachen verbei kamen. Sie wollten gerade wieder um die Ecke gehen, als zwei weitere Wachen erschienen. Der Sklave schmipfte leise, „diese Schurken...“

Er wollte gerade wieder um die Ecke, als ein anderer Sklave ihn zurückzog. Er gab ihm durch Handzeichen zu verstehen, „falls wir ihn erstechen, wird er schreien und alle würde es hören und herstürmen! Dann sind wir alle so gut wie tot!“

Der Sklave antwortete ihm ebenfalls mit Handzeichen, „gut, dann überlaßt dies mir!“

Er schlich um die Ecke voraus und die anderen folgten ihm. Plötzlich standen sie vor drei Soldaten, „wer ist da!“

Der respektvolle Anführer drehte sich hastig um und murmelte, „mein verdammtes Glück!“ Er wandte sich it einem Schrei um und hielt die Mistgabel mit beiden Händen hoch. Einer seiner angeblichen Puppensoldaten schlug sie mit seinem Schwert mit einem Schlag durch. Als wäre die nicht schon genug aufsehen, rief er auch noch laut genug für alle, „lauft!“

Nun kamen von allen Seiten seinen Puppensoldaten mit denen er mit einer Hand fertig werden würde angerannt und umstellten sie. Ein Sklave fauchte, „unternimm endlich etwas!“

Ihrem Anführer fiel nur eines ein, „wir werden alle auf diese Weise sterben! Laßt sie kommen! Ob wir jetzt sterben oder Morgen zu Tode gepeitscht werden, ist nun egal! Laßt uns nur zusammen bleiben!“

Der Hauptmann befahl, „entwaffnet sie!“

In dem Augenblick kam der Sklave mit dem Schwert angehumpelt, „Hauptmann, hör zu, ich wollte nur einfach meinen eigenen Weg gehen, aber ich denke, ich werde sie aus Kameradschaft mit mir nehmen! Ich hoffe du verstehst!“

Der Hauptmann zeigte auf ihn, „du Schelm, mißverstehst du dich immer noch selbst als Mitglied der Streitmacht?“

Song Taeha sagte ruhig, „mache uns nur den Weg frei!“

Der Hauptmann rief, „auf was wartet ihr, schlagt ihn zusammen!“

Song Taeha humpelte zwei Schritte weiter, dann trat er den ersten Angreifer nieder. Während ein anderer Angreifer das Schwert hob, nutzte er die Lücke für einen schrägen Schlag, danach folgte ein linker und rechter Schlag gegen zwei Angreifer von der Seite und ein gerader Schlag gegen einen weiteren Angreifer or ihm. Der Anführer der Sklaven sah ihn ungläubig an und sagte nur, „sein Bein!“

Drei weitere schräge Schläge folgten und nur noch der Hauptmann war übrig. Dieser griff mit einem geraden Schlag an, Song Taeha stach seitlich mit seinem Schwert zu. Der Sklavenanführer sah ihn mit offenem Mund an und sagte wieder, „dein Bein!“

Song Taeha sah ihn einen Moment an, dann ging er, während der Anführer rief, „laßt uns laufen!“

Inzwischen suchten die Soldaten das ganze Gebiet ab, „sie können noch nicht weit sein!"

Song Taeha und die anderen versteckten sich im hohen Gras unter einer der vielen Brücken. Ihr Anführer seufzte erleichtert auf, als sie vorbei waren ohne sie zu bemerken. Dann wandte er sich an Song Taeha, „wir müßen noch einmal von hier entkommen! Laß uns gehen!“

Song Taeha sagte ruhig, „wenn wir jetzt gehen, werden uns die Prüfeinheiten erwischen! Bleibt einfach hier!“

Der Anführer beschwerte sich, „ich bin hier der Anführer!“

Song Taeha warf ihm einen Blick zu und dieser schwieg, während er fortfuhr, „mit dieser Kleidung, dies wäre wie eine Ratte aus einen Kanal geht! Wir dringen in ein Dorf ein und stehlen einige Kleidung, verlaßen dann die Hauptstadt, bevor die Sonne aufgeht!“ Ihr Anführer nickte nur noch sprachlos.

Am nächsten Tag berichtete einer der Minister dem König, „wir haben eben erfahren, daß Song Taeha geflohen ist! Ich bin mir sicher! Und er humpelte nicht! Könnte er die ganze Zeit so getan haben, weil er einen Hintergdanken hatte?“

Der König seufzte, „die örtlichen Offiziere werden Sklavenjäger auf seine Spur setzen, aber es nicht der entlaufene Sklave, was uns Sorgen machen sollte!“

Der Minister sah ihn fragend an, „warum seit ihr so nonchalant darüber, Eure Exzellenz?“

Der König lächelte leicht, „laß dich davon nicht beeinflußen! Wenn du in der Politik überleben willst, muß deine Haltung so ruhig wie tiefes Wasser sein, selbst wenn die Flammen der Angst in dir wüten!“

Daegil ging gerade nach draußen. Es war noch früh am morgen, als der Offizier angerannt und auch schon keuchte, „Daegil, draußen herrscht Chaos! Das ist ernst!“

Daegil übersah ihn einfach, „hol erst mal Luft! Man könnte meinen du hast einen fliegenden Spatz an deinem Hintern auf dem Weg hierher! Du mach immer gleich einen ganzen Aufstand und das so früh am morgen!“

Der Offizier keuchte hastig, „während der Nacht floh eine Gruppe Regierungssklaven, während das Militärtraining war! Beide Militärgruppen in der Hauptstadt sind bewaffnet! Sie suchen bereits den ganzen Morgen, können sie aber nicht finden!“

Daegil wandte sich zu ihm um, „woah, das muß ja dann eine ganze Herde sein, wenn sie es geschafft haben den führenden Offizieren von Joseon zu entkommen!“

Der Offizier rief aufgeregt, „hilf mir! Wenn du sie fangen kannst, wirst du nicht nur mit einem Geun Silber belohnt, man wird dir auch Land gewähren! Ist die Sache abgemacht?“

Er klopfte Daegil lachend auf seine nackten Schultern, welcher ihn angrinste, „ajee, hast du mir nicht gesagt, daß sie von hier fliehen konnten? Wenn sie es geschafft haben von hier zu entkommen, wird mit ihnen nicht zu spaßen sein! Ich möchte nicht, daß jemand verletzt wird!“

Er wandte sich ab, doch der Offizier hielt ihn fest, „was ist mit dir los? Und was, wenn ich dir zusätzlich drei Geun für die Mühe gebe?“

Daegil übersah ihn einfach wieder, „vergiß es! Wenn ihnen die Flucht so mühelos gelang, hatten sich sicher bereits schon lang ein Versteck! Hm, wo sollen wir sie finden? Dui kannst es nicht!“

Der Offizier sah zu Boden, „gut, dann fünf Geun mehr! Laß uns einen großen Handel machen, wenn wir schon dabei sind!“

Der Offizier lachte laut, während Daegil grinste, „also überläßt du mir jetzt die dreckige Wäsche für einen Hungerlohn! Gib mir zehn Geun und vergiß es!“

Der Offizier schrie nun, „ajee Daegil, in all der Zeit da du Sklaven jagst, hast du fast immer ein Chaos verursacht! Und wer war es, der die Offiziere jedes Mal aufhielt dich zu bestrafen? Das war ich! Willst du meine Freundlichkeit vergessen und sehen, wie sie den Stock schhwingen?“

Daegil schüttelte lächelnd den Kopf, „alles was du tun kannst ist nur reden! In Ordnung, wer ist der Sklavenanführer?“

Diesmal wurde die Stimme des Offiziers so leise, daß man meinen konnte er hätte ein Geheimnis, „er ist ein Bootsmann aus Ganghwa, welche verhaftet wurde. Ach egal, geh ihn fangen und bringe ihn zu mir!“

Beide lachten nun, als Daegil meinte, „natürlich, wenn wir schon einen großen Handel machen, sollten wir es auch zusammen tun!“ Der Offizier lachte wieder, "das werden wir ganz sicher!“

Daegil neigte sich zu ihm vor, "gut, dann laß uns sieben Geun daraus machen, weil du es bist! Denke daran, wie weit wir weg müßen!“

Er wandte sich wieder um, während der Offiziere schimpfte, „dieser kleine Mistkerl!“

Song Taeha rannte noch immer durch das hohe Gras, während die anderen ihm bereits nach Luft ringend folgten. Schließlich rief ihr genialer Anführer, "warte!“

Sie sanken erschöpft zu Boden. Song Taeha kniete sich, kein bißchen erschöpft, nieder, „wir werden jetzt weitergehen!“

Ihr Anführer rief keuchend, „warte! Wir schafften den ganzen Weg hierher, wohin sonst sollen wir gehen?“

Song Taeha Stimme blieb wie immer ruhig, „wir müßen weiter nach Norden und nach der Flucht aus der Hauptstadt nach Süden gehen! Wir müßen unsere Spuren verwischen, wenn wir vermeiden wollen, daß sie uns fangen!“

Der Sklave schimpfte, "ajee, ich will verdammt sein! Nachdem wir die ganze Zeit nach Süden liefen, warum kehren wir nicht gleich wieder zurück? Laß uns Zeit schinden! Wir stehlen uns ein Boot und spazieren hier weg!“

Song Taeha erwiderte gelassen, „sie wißen bereits in welche Richtung wir gehen!“

Der Sklave sah ihn an, als wäre er verrückt geworden, „von wem? Einem Gespenst? Wir sind die einzigen, die es wissen!“

Song Taeha sah ihn an, „in dem Moment als wir flohen, hatten sie dich als Anführer im Sinn! Sie wißen, daß du aus Ganghwa bist, sie werden ganz sicher dieser Spur folgen!“

Der Sklave raufte sich das Haar, „ajee, vergiß es! Norden, Süden, Osten oder wo auch immer, mache was du willst! Wir werden uns keinen Zoll von hier entfernt!“ Sofort stimmten die anderen erschöpft zu. Der Sklave nickte, „siehst du, sie werden es nicht!“

Noch während sie dasaßen, waren Daegil und seine beiden Freunde bereits schon in ihrer Nähe. Daegil ritt neben Choi durch das hohe Gras, als dieser sein Pferd anhielt, „so ist der Sklavenanführer also aus Ganghwa!“

Daegil sah über das hohe Gras, „scheint als würden sie zurückgehen und hätten es schmerzlich vermißt!“

Choi war vorsichtiger, „die Strecke ist so deutlich, als würden sie gar nicht darauf achten!“

Daegil sah sich leicht um, „je eiliger sie es haben, desto flacher wird es!“

Choi stimmte zu, „es wird nicht einfach sein, sie hier zu finden!“

Daegil richtete sich leicht auf dem Pferd auf, „müßen wir sie finden? Wenn wir uns hhier nur ausruhen und warten, werden sie uns die Antwort servieren! Der verdorbene Apfel ist der erste, welcher vom Baum fällt!“

Song Taeha wandte sich an den Sklaven, welcher sich gemütlich ins hohe Gras gelegt hatte, „planst du wirklich hier zu bleiben?“

Der Sklave setzte sich auf und seufzte, „schau, als wir kämpften, haben wir uns genug Gedanken gemacht! Wir sind dir Dankbar für deine Unterstützung! Aber sollten Männer nicht wißen, wenn es Zeit ist getrennte Wege zu gehen?“

Song Taeha stimmte zu, „ganz richtig, ich kann mir vorstellen wie du dein Leben verbringst, aber behindere nicht meines!“

Der Sklave seufzte wieder, „ah, hör zu, handeln wir nicht alle seltsam, wenn wir Sklaven sind?“

Song Taeha sah ihn kurz kalt an, "ich habe die gleichen mageren Mahlzeiten wir ihr gegessen, aber unsere Wurzeln sind deutlich unterschiedlich! Wie kannst du es wagen anderen etwas zu unterstellen! Ich führte euch aus Mitgefühl an zu entkommen, aber wenn du dies herabsetzt, wirst du diese Beleidigung mit Blut bezahlen! Selbst wenn sie es schaffen euch fangen, erwähnt nicht meinen Namen! Erwähnt meinen Namen auch nur und euer Schädel wird brummen!“ Dann stand er auf.

Er sah sogleich Daegil und Choi. Daegil und Song Taeha sahen sich einige Momente schweigend an. Dann grinste Daegil, „mache eine Ruhepause und die Beute wird zu dir kommen!“ Dann ritten sie auf ihn zu. Die anderen Sklaven hatten sie ebenfalls gehört und begannen wegzulaufen.

Nur Song Taeha blieb ruhig stehen und wartete.Während Daegil sein Schwert zog und von unten nach oben schlug, blockierte Song Taeha sie sogleich mit seinem Schwert und trat Daegil zu Boden. Nachdem Daegil aufgestanden war sahen sie sich einige Zeit schweigend an, als Daegil sein Schwert hob, erst dann hob auch Song Taeha sein Schwert. Beide rannten gleichzeitig aufeinander zu, während Song Taeha jedoch dem Schwert ausweichen konnte, traf sein Schwert Daegil in die linke Seite. Verursachte, wenn auch tief, jedoch nur eine Schnittwunde. Daegil sah ihn überrascht an. Als Song Taeha auch schon einen geraden Schlag machte, welchen daegil mit einem schrägen Schlag abblockte.

Dannach konnte Daegil nur noch ausweichen bis sie genügend Abstand hatten. Er rammte sein Schwert in den Boden und meinte, „ich dachte du wärst der Sklave, welcher humpelt!“

Song Taeha sah ihn ruhig an, „ich glaube du bist dir gut bewußt, daß ich es nicht tue! Ist dies nicht der Grund, warum du auf meiner Spur bist?“

Daegil zog inzwischen sein Hemd aus und band es sich um den Arm, „du bist schon etwas!“

Dann nahm er sein Schwert wieder in die Hand, während Song Taeha erwiderte, „ich habe keine Zeit zum plaudern zu verschwenden!“

Sie begannen auch schon wieder zu kämpfen. Choi und Wangson verfolgten inzwischen die anderen Sklaven, welche sich schnell ergaben. Song Taeha fiel das Schwert aus der Hand, Daegil machte einen geraden Schlag, als Song Taeha sich bückte und schnell das Schwert wieder aufhob. Wodurch ihn Daegils Schlag verfehlte. Gerade als sie ihre Kingen gekreuzt hatten hören sie Bogenschützen, sie blickten in die Richtung und trennten sich schnell, während die ersten Pfeile flogen. Ji Ho Cheon schimpfte „zielt auf ihre Köpfe bevor ihr schießt!“

Wangson und Choi rollten sich schnell ab, als eine weitere Reihe von Pfeilen geflogen kam und Ji Ho Cheon wieder schimpfte, "wohin in der Hölle schießt ihr? Zielt richtig!“

Daegil und Song Taeha nutzen die Zeit und entfernten sich weiter voneinander. Einer von Ji Ho Cheons Leute rief, „was wenn wir Daegil töten?“

Ji Ho Cheon sah ihn wütend an, „sind wir hier, um sie zu töten oder haben wir ihm gesagt, daß er zwischen den Pfeilen herum tanzen soll. Du Kleiner...“

Der Mann unterbrach ihn, „dennoch gehörte er zu uns!“

Daegil konnte einen weiteren Pfeilhagel ausweichen. Song Taeha traf ein Pfeil in die linke Schulter. Choi trat inzwischen hinter Ji Ho Cheon und hielt ihm seinen Speer an den Hals, dieser ließ den Bogen sinken und wandte sich um, „willst du ein Igel werden?“

Choi antwortete mit einer Gegenfrage, „willst du ein aufgespießtes Hähnchen werden?“

Ji Ho Cheon seufzte, „ajee, willst du Blut sehen?“

Choi lächelte, aus einer kleinen Wunde aus Ji Ho Cheons Hals floß etwas Blut herab, „ich befürchte, ich sehe bereits welches! Laß uns nicht gegenseitig auf die Zehen treten!“

Ji Ho Cheon seufzte wieder, „paß nur auf, wohin deine Zehen dich heute Nacht führen werden! Ah, ich haße es! Ich haße ihn!“

Dann wandte er sich wütend ab und ging, seine Leute folgten ihm. Choi sah sich nachdenklich um, dann warf er seinen Speer und rief, „Daegil?“ Daegil stand bereits etwas entfernt von dem Speer wieder auf, verlor dann jedoch das Bewußtsein.

Choi saß neben Daegil und versorgte dessen Wunde, welcher flüsterte, „in all meinen Jahren des Kampfes habe ich habe noch nie jemanden wie ihn gesehen!“

Auch Choi war der Kampf dennoch nicht entgangen, „scheint als würde er wißen, daß man Kampfkunst lieben muß!“

Daegil setzte sich langsam stöhnend auf und hielt sich die Seite, „mein Herz, mein Hintern! Es sah aus wie ein Meister, welcher gut noch einige Tricks beherrscht!“

Choi sah ihn nachdenklich an, „wie kam es zu diesem knappen Kampf?“

Wie in alten Zeiten schrie Daegil auch schon wieder los, „wie knapp? Du plapperst solch...“ Er stöhnte auf, hielt sich die wunde und flüsterte vorsichtighalber wieder, „es war kein knapper Kampf! Ich hatte ihn praktisch schon, aber diese Pfeile ruinierten alles! Auf jeden Fall, Eonni oder nicht, ich werde diesem Schwein den Rest geben! Er wird ernten, was er gesät hat!“

Choi blieb zwar ruhig, sah jedoch wütend aus, „er hat bereits mehr geerntet, du liegst schließlich hier! Suche nach einem Kampf und du wirst an jeder Ecke einen Knüppel finden!“

Daegil sah ihn boshaft an, „wer erzählt solch einen Mist?“ Er verzog das Gesicht vor Schmerz und legte sich langam wieder nieder, während er stöhnte, „vergiß es!“

Wangson kam in den Raum gestürmt, „Ältester!“ Er sah Daegil auf dem Boden liegen und warf sich weinend über ihn, „Ältester, was ist paßiert? Wie soll ich ohne dich leben? Ältester!“

Daegil warf ihn wütend von sich, ballte seine Faust und schrie diesmal wieder in seiner gewohnten Lautstärke, „das tut weh, es sticht...“

Wangson sah ihn tränenüberströmt an, „du bist noch am Leben, danke, Ältester!“ Er wolte ihn wieder weinend umarmen, doch Daegil stieß ihn, wenn auch eher kraftlos zurück. Wangson weinte noch immer, „ paß gut auf dich auf, Ältester Daegil, hörst du?“

Choi schimpfte, „geh wieder hinaus!“

Wangson nickte weinend, „oh stimmt, ich habe noch einige Dinge zu erledigen! Ich muß los!“ Er stand auf und ging zur Tür, wo er sich wieder umdrehte und schluchzte, „bleib am Leben, Ältester!“

Daegil seufzte als er Choi ansah, „du kannst einen Narren retten, wenn er ins Wasser fällt, aber nicht, wenn er kopfüber vor die Füße eines Mädchen fällt!“

Choi sah wieder ruhig aus, „es ist nur der Eifer der Jugend! Soge dich nicht darum, er wird sich bessern!“

Daegil sah ihn nachdenklich an, „wohin gehst du?“

Diesmal sah Choi wieder ernst aus, „er ist kein gewöhnlicher Mann, befürchte ich! Wir müßen mehr über ihn herausfinden!“ Daegil nickte zustimmend und Choi ging.

Un Nyun war inzwischen auf den Weg durch die Berge. Daegil ging es besser. Er saß im Zimmer und sah liebvoll ihr Bild an. Der Offizier von draußen unterbrach ihn und rief, „Daegil!“ Daegil rollte das Bild zusammen und legte es neben sich, währen der Offizier sich neben ihn kniete, „ich hörte du bekamst einen kleinen Stich in die Seite!“

Daegil runzelte die Stirn, „plappern sie darüber herum?“

Der Offizier nickte, „auf dem ganzen Markt spricht man nur darüber, daß der glorreiche Daegil kurz vor dem Ende von einem Sklaven angestochen wurde und er den Morgen nicht mehr sehen wird!“

Daegil sah verärgert aus, „du hast wirklich eine wilde Phantasie! Welcher Sohn von einem Schwein sagt so etwas?“

Ji Ho Cheon schrie inzwischen auf dem ganzen Marktplatz einer Menge zu, „verdammt, ich sage es euch!“

Hwa Baek Bang rieb sich das Kinn, Ma-Ui stieß ihn an und schimpfte, „hat dich ein Floh in den Hintern gebißen?“

Ji Ho Cheon fuchtelte inzwischen mit den Händen herum und fuhr fort, „jedenfalls nahm dieser Sklavenmensch eine Klinge wie diese und stach auf Daegil ein. Blut! Das überall nur noch Blut!“ Die Menge seufzte erschrocken und Ji Ho Cheon erzählte weiter, „so begann Daegil sich in die Hosen zu machen und rannte weg, aber der Sklave sprang nur in die Luft und trat ihn nieder! Und dann traf er ihn mit seiner Klinge! Es sah aus wie ein Ehrenschwert aus den ruhreichen Tagen!“

Ma-Ui fragte, „dann muß Daegil gefallen sein?“

Hwa Baek Bang fuchelte nun auch mit den Händen herum, „natürlich, platt wie ein Esel auf seinen Hintern!“

Ji Ho Cheon fuhr nun wieder fort, „also dieser Sklavenmensch sprang hinter Daegil und zog sein Schwert heraus! Ahjee, dieser Sklavenmensch war ganz sicher jemand, wenn er in den glorreichen Zeiten geboren wäre, wäre er ein perfekter General!“ Die Menge seufzte wieder und Ji Ho Cheon erzählte weiter, „dieser Mensch, wenn er Daegil so in Scheiben hätte schneiden wollen, wäre er jetzt in zwei Hälften!“

Ma-Ui fragte, „aber was taten sie?“

Ji Ho Cheon schimpfte, „halt einfach die Klappe und hör zu! Der Abstand zwischen mir und Daegil betrug etwa dreihunert Schritte! Ah, dies ist zu weit zu gehen und ihn zu retten, dachte ich, aber ich hatte zuviel Mitleid ihn dort zu laßen!“

Ma-Ui nickte, „Junge, dies ist, was Cao Cao fühlte, als er sah, daß Guan Yu fiel!“

Ji Ho Cheon nickte stolz, „deshalb nahm ich den Bogen!"

Ma-Ui nickte weder, „genau wie Zhuge Liang versuchte Liu Beis Sohn zu retten!“

Ji Ho Cheon hielt die Hände noch immer so, als hätte er den Bogen gespannt, „die Alten sind mit Weisheit gesagnet, ganz richtig! Gerade als er Daegil durchschneiden wollte... genau in dem Augenblick kam ein Wind aus Südosten auf, mein Pfeil flog durch die Luft! Daegil, dieser Schurke, wenn ich nicht gewesen wäre, wäre er krepiert! Er wäre ganz sicher krepiert!“ Ji Ho Cheon lache stolz.

Daegil schimpfte, „hör auf Unsinn zu pappern und gib mir mein Geld!“

Diesmal schimpfte auch der Offizier, „was redest du da, hah? Hast du nicht einen von ihnen verloren?“

Nun sah Daegil ihn doch wütend an, „also, was? Sehe ich jetzt kein Geld?“

Der Offizier stimmte zu, „natürlich nicht! Du hast denjenigen verloren der es wert war und die andere sind nur Mist!“

Daegil fuchtelte mit seinen Schwert vor ihm herum, „dann vergiß denjenigen mit Wert und bezahle mir all den Mist!“

Der Offizier widersprach, "ich soll öffentliche Mittel ohne Grund verschwenden? Hör auf Zeit zu verschwenden und geh den verlorenen Mensch finden!“

Daegil steckte sein Schwert weg, „vergiß es! Er macht mehr Arbeit als er wert ist! Ihn zu finden wird nicht so leicht sein!“

Der Offizier sein ihn nachdenklich an, „warum? Weil du einen kleinen Vorgeschmack von seiner Klinge bekamst und es nur schwer verdauen kannst?“

Daegil fauchte ihn wütend an, „ich bekam keinen Vorgeschmack von seiner Klinge, es ist kaum mehr als ein Kratzer!“

Der Offizier ließ nicht locker, „dann geh ihn finden! Laß uns endgültig eine große Sache machen, ich werde warten!“

Song Taeha war am Ende seiner Kräfte, als er schließlich zusammenbrach. Er griff sich an die Schulter, wo der Pfeil steckte und verlor schließlich das Bewußtsein. Er erinnerte sich zurück.

Eine Frau hielt ein kleines Kind im Arm, „warum umarmst du es nicht?“

Song Taeha erwiderte, „sie sagen, wenn ein Kind zuviel Zeit im Arm seines Vater verbringt, wird ihn das verderben!“

Die Frau sah lachend zu dem Kind in ihrem Arm, „Dummkopf, du kannst ihn wenigstens einmal umarmen! Sohn, wann wird dein Vater dich endlich mal umarmen?“

Song Taeha kam wieder zu sich, während er den Arm zum Himmel streckte, als wollte er das Bild festhalten. Wieder nahm er alle Kraft zusammen und brach den Pfeil ab.

Die gefangenen Sklaven wurden gefoltert, Hwang Chul Woong stand ausdruckslos in der Nähe des angeblichen Anführers. Schließlich hob er die Hand, „das genügt! Wohin ging Song Taeha?“

Der Anführer stöhnte vor Schmerz, Blut rann an seiner Stirn herab, „nachdem er nach Norden ging, sagte er, er würde wieder zurück nach Süden gehen!“

Hwang Chul Woong sah ihn immer noch ausdrucklos an, „ist es wahr, daß er all dies plante?“

Der Anführer nickte heftig, „ja! Er war es ganz sicher! Wir haben nie geplant, ihm zu folgen! Aber er drohte uns alle zu töten, wenn wir es nicht tun würden! Wer hätte es sonst jemals auch nur gewagt? Herr, ich flehe dich an, verschone unser Leben!“

Hwang Chul Woong fragte, "bist du sicher, daß er nicht hinkte?“

Der Sklave hatte nun zu weinen begonnen, „ja! Er hat uns alle zum Narren gehalten! Ja, Herr, ich flehe dich an, nach unserer Hilfsbreitschaft verschone unser Leben!“

Hwang Chul Woong befahl, „schickt Zeichnungen des Verbrechers in alle Verwaltungen! Als eurer General steht mein Ruf auf dem Spiel, ich werd keine Flecken akzeptieren! Und nehmt jedem von ihnen ein Auge, als Beispiel dafür, wie Ungehormsamkeit bestraft wird!“

Wangson lag im Zimmer, Daegil beugte sich über eine Karte. Choi berichtete, „der Mann den wir gestern verloren, wird Song Taeha genannt! Er war in der Vergangenheit ein hoher General! Er wurde dafür ausgebildet! Es war also ganz normal, daß du gegen ihn verloren hast!“

Daegil sah von der Karte auf, „ Willst du weiterhin solchen Unsinn faseln? Verloren? Wer sagt, ich hätte verloren?“

Choi blieb ernst, „aus dem einen oder anderen Grund, wurde er vor zwei Jahren eine Regierungssklave...“

Daegil unterbrach ihn, „das reicht! Woher kommt er?“

Choi fragte, „du willst ihn fangen?“

Daegil sah ihn wieder an, „wir müßen! Ich werde ihn am Haarknoten packen und um den ganzen Markt herumführen!“

Choi war wie immer ernst, aber nun auch noch besorgt, „es gibt Gerüchte, daß in Joseon niemand so gut mit dem Schwert kämpfen kann wie er! Laß es uns vergeßen! Es könnte zu gefährlich werden!“

Daegil widersprach, „war nicht alles was wir bisher taten mehr oder weniger gefährlich? Wo kommt er her?“

Choi seufzte resigniert, „von dem was ich erfuhr, verbrachte er acht Jahre bei den Qing und kehrte mit dem verstorbenen Kronprinzen zurück! Ich habe ein ungutes Gefühl dabei! Erinnere dich an die Säuberungaktion nach dem Tod Seiner Hoheit! Er war sicherlich mit den Höflingen beteiligt! So könnte dies viel riskanter sein, als du dir es jemals vorstellen kannst!“

Daegil wandte sich um, „was ich gehört habe ist, Palast ist Palast und hat nichts mit dem Markt zu tun! Sie sprechen über ihre Hingabe und Sorge für die Bevölkerung, sind aber zu besorgt um ihre eigene Vorherrschaft im Kampf gegeneinander! Sind sie nicht alle völlig gleichgültig gegenüber unseren Sorgen?“

Choi widersprach, „nehme die Politiker nicht so leicht, ihre Pinsel können schärfer sein als ein Dolch!“

Daegil grinste leicht, „aber nicht so gefährlich wie Gewehre! Jedenfalls habe ich Vorbereitungen getroffen! Laßt uns bei Dämmerung aufbrechen!“

Wangson sprang schnell auf, "dann werde ich mal schnell gehen, sprecht nur weiter!“

Choi sah ihn fragend an, „wohin gehst du wieder?“

Wangson zog seine Schuhe an, „ich weiß nicht, wann ich in der Lage sein werde, sie wieder zu sehen, ich muß mich verabschieden! Von allen!“

Daegil zu seiner alten Lautstärke zurückgefunden schrie wie üblich, „du Mistkerl, hör auf hinter jeden Rock herzurennen, den du auf einer Meile riechst und finde eine Ehefrau!“

Wangson setzte sich wieder und verzog das Gesicht, „diese Kreaturen sind als Frauen bekannt, weißt du? Du kannst leicht unter ihren Röcken spielen, aber mit ihnen zu leben, daß ist nicht zum lachen! Nun, so in etwa! Aber du hast keine Ahnung! Ich gehe!“

Er grinste und war weg. Auch Choi lachte diesmal, als er sich an Daegil wandte, „von wo aus willst du beginnen?“

Daegil sah wieder auf die Karte, „er kann nur zwei mögliche Ziele haben!“

Choi grinste noch immer, „hier oder dort?“

Daegil schüttelte den Kopf und sah ihn ebenfalls grinsend an, "naürlich nicht! Wenn er nicht dort ist, ist er da in der Nähe!“ Er zeigte mit dem Finger auf der Karte auf Goyang. Chois Gefühl ihn nicht betrogen hatte, ein Kampf auf Leben und Tod nahm seinen Anfang, aber auch ein Kampf gegen die Zeit für Daegil.

Song Taeha hatte es wirklich nach Goyang geschafft, er hatte sich ein Stirnband umgebunden, um das Sklavenzeichen zu verbergen. Nun kniete er weinend am Grabmal des Kronprinz und sagte zu sich selbst, „Eure Hoheit, hier ist deine letzte Ruhestätte! Dein Diener kniet endlich vor ihr!“ Plötzlich erinnerte er sich wieder zurück.

Er stand am Rand der Schlucht und sah wie die Qing den Kronprinz mitnahmen. Er sah seine Gefolgsleute an, „selbst wenn unsere Seelen hier begraben werden, laßt uns ihnen Joseons unsterbliche Entschloßenheit zeigen, bevor sie uns die Klauen des Untergangs bringen, verzeiht mir!“

Han Seom Kwak einer seiner treuen Untertanen rief, „wenn du mir die Unverschämtheit verzeihst, aber deine Rede ist unnötig lange!“

Song Taeha sah ihn kurz an, als die Qing die Schlucht erreichten und sagte entschloßen, „ich werde zuerst gehen!“

Han Seom Kwak rief, „ich werde wie immer die Front nehmen!“ Er hob sein Schwert hoch und schrie laut, „laßt uns gehen, um unser Schicksal zu erfüllen!“

Er sprang die Schlucht hinab, die anderen folgten ihm. Song Taeha stand noch einen Moment da, dann folgte auch er ihnen, nur Hwang Chul Woong blieb oben auf der Schlucht zurück. Er stand da und sah dem Kampf zu. Noch bevor sie auf dem Boden ankamen, warfen sie die ersten Soldaten von den Pferden und töteten sie. Song Taeha wollte den Botschafter der Qing töten, als sich der Kronprinz vor ihn stellte und er aus versehen fast ihn traf. Sie blickte sich einen Moment schweigend an, dann sagte der Kronprinz leise, „werft die Waffen weg!“

Song Taeha sah ihn wütend an, „Hoheit, warum tut ihr das?“

Der Kronprinz sah ihn noch einmal kurz an, dann wandte er sich um und rief, „dies ist ein Befehl! Werft die Waffen weg!“

Han Seom Kwak hatte seine Waffe noch erhoben und sah zu Song Taeha, welcher auch noch, wie die anderen sein Schwert in der Hand hielt. Hwang Chul Woong wandte sich oben auf der Schlucht ab und ging. Die anderen wurden inzwichen von den Qing Soldaten umstellt, während sich der Kronprinz an Song Taeha wandte, „erkennst du es immer noch nicht, dies könnte einmal mehr die Straßen von Joseon in ein Blutbad ertränken!“

Song Taeha sagte voller Haß, „ich bin nicht als ein Soldat, sondern als ein Mann von Joseon hier, um diese verräterischen Schädel, welche uns diese Tragödie brachte zu enthaupten!“

Der Kronprinz rief, „wenn es deine Absicht ist, alle deine Landsleute in Gefahr zu bringen, dann töte mich an ihrer Stelle!“ Schließlich ließ Song Taeha das Schwert fallen, ebenso wie die anderen.

Eine neue Erinnerung kam an dieser Stelle.

Han Seom Kwak und Song Taeha schützten den Kronprinz, während dieser bei den Qing war. Voller Haß sah er zu dem Tisch an dem der Kronprinz saß, alle lachten. Ein Missionar erklärte, „dies ist die Mutter Gottes, welche Jesus zur Welt brachte!“

Als sie allein waren, hielt der Kronprinz im einen Becher entgegen, „gieß mit etwas ein!“

Song Taeha saß reglos da, „am Tag, unterhalten euch die Qing Schergen und westlichen Barbaren mit sinnlosen Dummheiten und ihr ertränkt die Nacht mit diesem Nektar! Wann werdet ihr euch selbst für die Zukunft vorbereiten?"

Schließlich goß sich der Kronprinz selbst den Becher ein, „auf welche Zukunft beziehst du dich?“

Song Taeha fragte leise, „müßen wir die Beleidigung der Qing rächen und und unsere Würde wieder herstellen?“

Der Kronprinz lachte freundlos, „wieder diese Kriege? Ich fürchte den Krieg, wie ich die Qing fürchte! Und was ich noch mehr fürchte, ist der Mann, der auf Joseon Thron sitzt und die Raufbolde, welchen seinen Hof bevölkern!“

Er trank seinen Becher leer, während Song Taeha leise sagte, „senkt eure Stimme!“

Der Kronprinz sah ihn an, „wenn die Qing wie ein Pferd in der Wüste galoppieren, ist Joseon ist nichts außer einer Kröte in einem gutem Gefängnis! Wir müssen Abgesandten senden und diese neue Zivilisationen umarmen! Alle Soldaten nutzen die Fähigkeit, ihre Nation zu schützen. Aber eine Zivilisation muß sich so weit verbreiten wie die Augen sehen können!“

Song Taeha fragte, „dann unterstützt ihr die Vision der Qing?“

Der Kronprinz schüttelte den Kopf, „ich habe noch nicht einmal angefangen zu lernen! Das Wissen über ihre Vision ist der einzige Weg um die Qing zu besiegen!“

Song Taeha blickte auf das Grab, als er nun leise sagte, „eure Hoheit, verzeih deinem Diener seinen Mangel an Treue deinen Durst während meiner irrsinnigen Flucht nicht stillen zu können!“ Dann riß er das Unkraut von dem Grabhügel während er weinte.

Ji Ho Cheon und seine Leute jagten wieder Sklaven. Während der Offizier mit ihm um den Preis verhandeln wollte, bot ihn Ji Ho Cheon an, den Gewinn zu teilen. Dieser fiel ihm glatt vor Freude um den Hals. Nun wären sie Partner und Daegil wäre aus dem Geschäft. Während Mandeuk, den Eingang bewachte, ging Ji Ho Cheon seiner Lieblingsbeschäftigung, seinen Zehen nach, während ein ängstlicher Ma-Ui vor ihn stand und er diesen fragte, "willst du einen Geschmack davon?“

Ma-Ui jammerte, „was ist los mit dir? Du kennst mich! Was habe ich falsch gemacht?“

Ji Ho Cheon lächelte leicht, „bleibst du in der Falle von der wackelnden Dirne und ich werde ich werde dir dies in deine Nasenlöcher stopfen, daß dir die Kopfhaut juckt!“

Ma-Ui klagte, „komm schon, ich sagte dir, es tut mir leid!“

Ji Ho Cheon seufzte, „ich werde dies noch einmal klären! Aber das nächste Mal, wenn Daegil kommt, um dich um eine Zeichung von Eonnyeon bittet, schinde bis zum Abend Zeit! Und schicke jemand der mir Bescheid gibt, sind wir uns einige?“

Ma-Ui fragte noch immer ängstlich, „sonst noch was?“

Ji Ho Cheon grinste leicht, „ja, mache es auch den Mist von Daegils Pferden klar! Ich hörte, du bist gut mit ihm befreundet!“

Ma-Ui stotterte, „er sollte... wahrscheinlich...“

In dem Moment rief Hwa Baek Bang, „ich bin es, komm und laß uns etwas rumhängen!“ Er sah Ji Ho Cheon und grinste dumm, „scheint als wäre ich gerade während einem Mißverständnis gekommen, wenn du mich entschuldigen würdest!“

Ji Ho Cheon sreckte die Hand in seine Richtung, „komm! Komm hierher! Komm schon!“

Schließlich standen die beiden Freunde wie Trauerweiden da. Während Ji Hi Cheon, Hwa Baek Bang einen Beutel zuwarf, welcher ihn geschickt auffing, „was ist das?“

Ji Ho Cheon meinte, du kennst Daegils Pferde, wenn du sie fütterst und dich um sie kümmerst!“

Hwa Baek Bang seufzte, „ajee, ich muß wißen, was es ist, um es zu mischen oder...“

Sein Freund gab Hwa Baek Bang einen Stoß gegen die Rippen, „ich will verdammt sein, wenn du weißt, was du ihnen fütterst! Was denkst du ist ein Elixier?“

Ji Ho Cheon sah sie an, „laßt mich dies klar machen, wenn ich sehe wie diese Perde herumtänzeln, als wäre nichts geschehen, wird jede Straße für euch eine Sackgasse werden! Ihr kennt mich, nicht wahr?“

Hwa Baek Bang rief, „was denkst du denn? Du bist wirklich...“

Sein Freund beendete den Satz, „...ein Held für jedes Alter, alles in Ordnung?“

Jumo und ihre Schwester saßen draußen in ihrem Lokal, während sich Hwa Baek Bang um die Pferde kümmert und sie einfach übersah. Ihre Schwester wedelte mit dem Fächer herum, „wie kann man sich in seinem Alter so benehmen! Warum zur Hölle starrt er so? Seongnim, sollen wir den alten Knacker rauswerfen?“

Jumo wedelte gelassenen weiter mit ihrem Fächer, „wenn du etwas aus diesem Platz machen willst, brauchst du einen Stall in der Nähe! Es ist nicht so, daß wir ihm einen Lohn dafür bezahlen oder so etwas! Laß ihn einfach die Pferdeställe ausmisten!“

Ihre Schwester sah wieder in seine Richtung, „ich meine...“ Sie schwieg, dann fuhr sie fort, „ich mag nur nicht die Art wie er mich anstarrt! Es ist, als ob er versucht mich mit den Augen auszuziehen!“

Hwa Baek Bang sah sich wieder um, als er unauffällig etwas in das Futter der Pferde schüttete, als Jumos Schwester auch schon sagte, „sieh nur, er tut es wieder! Ajee, ich haße es! Wenn du wirklich richtig hinsiehst, wirst du es auch sehen!“

Jumo seufzte, „laß dich nicht davon aufregen, es starrt nicht dich an, sondern mich!“

Ihre Schwester sah auf einmal verträumt aus, „dann, umso besser! Da alles was ich brauche, ist wie mein General Choi mich anblickt!“

Jumo verzog das Gesicht, „und was ist so toll an ihm?“

Schon fing ihre Schwester an, „wenn er mich mit diesen starken Muskeln umarmen würde, würde ich um nichts mehr im Leben auf dieser Welt bitten!“

Ihre Schwester knallte den Fächer auf den Tisch und schimpfte plötzlich, „ajee, warum läuft das Geschäft heute so schlecht?“

Ihre Schwester sah sie erstaunt an, dann grinste sie, „es ist eine Tanzgruppe unten auf der Straße! Laß uns das Geschäft für heute einfach vergeßen!“ Plötzlich knallte sie ihren Fächer auf den Tisch, „aber General Choi wird sich die Vorstellung doch nicht ansehen?“

Jumo seufzte genervt, „er packt drinnen seine Sachen, wohin sie jetzt auch wieder gehen werden...“
Sie schwieg, während ihre Schwester wieder lächelte, „ das ist eine Erleichterung!“ Als sie Jumo auf einmal ansah, „aber Seongnim, woher weißt du das? Warst du wie früher im Hinterhof?“

Jumo lief knallrot an und stotterte, „was... Im Hinterhof? Ich war nur... Ich sah ihn nur auf dem Weg zur Latrine! Ah... es ist so heiß!“

Daegil sah Choi an, während sie die Schwerter reinigten, „wo ist Wangson?“

Choi reinigte weiter sein Schwert ohne aufzusehen, „frag mich nicht! Wo soll er schon sein?“

Sie hörten plötzlich den Lärm der Tanztruppe. Wangson war dort und hünpfte herum, als wäre er auf eiem Rockkonzert. Besonders eine Tänzerin fiel ihm ins Auge, welche für jeden den Rock hob, der ihr eine Münze gab. Sie war fast im gleichen Alter wie Wangson, groß und schlank mit einem runden hübschen Gesicht und braune Augen. Ihr langes schwarzes Haar hatte sie hochgesteckt. Schließlich kam sie bei Wangson an. Er nahm eine Münze zwischen die Lippen. Inzwischen erschienen Daegil und Choi und sahen sich in der Menge um. Sie entdecken Wangson, der immer noch die Münze zwischen den Lippen hatte bis es der Tänzern gelang sie ihm abzunehmen.

Doch Wangson hielt schon die nächste Münze hoch, „hier!“

Er begann gerade sich wieder zu amüsieren, als Choi und Daegil ihn rechts und links am Ohr packten und mit sich zogen. Wangson schrie die ganze Zeit nur „au!“ Als sie im Zimmer ankam und er schimpfte, „laßt mich gehen und etwas Spaß mit der Tanzgruppe haben! Wir gehen schließlich morgen weg!“

Daegil schrie wie üblich, „warum verschwendest du dein Geld auf diese Art, du dummer Bastard? Morgen werden es alle wißen, also beeil dich und pack deine Sachen!“

Wangson schlug wütend auf den Boden und schrie, „ajee, wirklich! Da ist eine Tanzgruppe hier und wir sind gezwungen, am Abend zu gehen! Also laßt uns bis zum Morgengrauen warten!“

Daegil neigte sich zu ihm vor, „Wangson!“

Schon rief Wangson laut und wieder lachend, „ja, Ältester!“

Als Daegil sagte, „mach das Abendessen!“

Wangson sah ihm mit offenen Mund nach, dann sah er Choi an und schimpfte, „also wirklich, Ältester!“

Choi unterdrückte ein Lachen, während er sagte, „und koche etwas mehr und knusprig!“

Dann ging auch er, während Wangson am verzweiflen war und wieder schimpfte, „was auch immer! Vergeßt es! Ihr Menschen! Ich werde nichts von all dem! Ah, die Tanzgruppe war so großartig und wer weiß, wann sie wiederkommt!“

In der Nacht verkauft die Gruppenführerin die Mädchen, an Männer die sich kurz vergnügen wollten. Einer der Männer fragte nach Seol-Hwa, „sag mir, wo ist das frische, kleine Mädchen, welche auf dem Markt tanzte und sang?“

Er reichte ihr einen Beutel Geld und die Frau zeigte in die Richtung, „diesen Weg! Seol-Hwa, ein Gast kommt und mach es schnell!“

Der Mann ging zu dem Raum zu dem sie gezeigt hatte und sah sich um. Dann stürmte er wütend hinaus, „wer bin ich, daß ich für einen leeren Raum bezahle?“

Der Mann neben der Frau schob ihn weg, während die Frau zu dem Raum ging und schimpfte, „die Schlampe ist schon wieder geflohen, findet sie!“

Daegil und die anderen wollten gerade aufbrechen. Wangson schimpfte, „Ältester, laß uns noch ein wenig darüber nachdenken!“

Daegil trat zu ihm, „hör auf mit dem Geschätz und paß auf, wo du hingehst!“

Wangson schimpfte schon wieder, „ajee, wie immer!“

Sie hörten einen Hund in der Ferne bellen und blieben stehen, gerade als Seol-Hwa über die Mauer sprang und auf sie zueilte, „du sagst ganz einfach du hast mich vorbei kommen gesehen oder du bist tot! Verstanden!“ Sie eilte an ihnen vorbei, während Daegil und Choi ihr verblüfft nachsahen, als Daegil sich an Wangson wandte, „was zum Teufel...“

Choi hustete laut, Wangson zeigte auf sich und schüttelte heftig den Kopf, „ich habe nicht damit zu tun!“

Seol-Hwa sah grinsend um die Ecke, „wenn du mir hilfst mich zu verstecken, werde ich mich später für dich ausziehen!“

Daegil sah von ihr zu Wangson und sagte wieder, „du warst das, habe ich recht? Du...“

Wangson holte tief Luft, doch bevor er etwas sagen konnte, tauchte die Anführerin der Tanzgruppe mit ein paar Männern auf und rief, „bei der Gelegenheit, kam ein junges Mädchen von der Tanzgruppe hier vorbei?“

Wangson sah sie mit offenem Mund an, dann stammelte er, „ich... ich glaube nicht!“

Die Frau sah ihn an, „bist du sicher?“ Wangson sah die anderen an, dann nickte er, „wir sind sicher!“

Choi wurde knallrot, nickte aber ebenfalls, während er stammelte, „oh... äh... ja, sind wir!“

Daegil sah Choi an und meinte, „was stimmt nicht mit dir? Sieh sie dir an, wie sehr sie sich bemühen sie zu finden! Warum versucht ihr sie zu täuschen? Haben wir nicht erst eine hier vorbei kommen gesehen?“

Die Frau ging lächelnd auf Daegil zu, „ich verstehe! Nett zu sehen, daß einige gleich auf den Beinen sind! Wo ist sie?“

Daegil stecke die Hand aus, „fünfzehn Nyang!“

Das Lächeln der Frau verschwand, „was sagst du?“

Daegil lachte leise, „wir haben die Informationen in unseren Händen, aber sie sind nicht umsonst! Fünfzehn Nyang und ich werde sie in einer Sekunde finden!“

Die Frau lächelte nun auch wieder, „ajee, als wenn ich Zeit mit solchen Bastarden zu verschwenden hätte! Sie helfen der Schlampe bei ihrer Flucht sich zu verstecken und wollen sogar noch Geld dafür haben!“

Daegil nickte grinsend, „ganz richtig! In Ordnung, dann werde sie ganz einfach für dich finden!“ Er holte die Zeichnung von Un Nyun hervor und zeigte sie ihr, „hast du diese Frau zuvor schon wo gesehen? Ich glaube, weitgereiste Schurken wie du müßen überall auf der Insel gewesen sein!“

Die Frau sah ih boshaft an, „als wenn ich mich über alle weggelaufene Gören Sorgen würde! Durchsucht die Umgebung!“

Sofort kam es zu einer Schlägerei. Wangson übernahm den gemütlichen Teil und hielt die Frau lachend fest, während er ihr ihr einen Klaps auf den Hintern gab. Als die Frau ihn angriff, hielt Wangson sie wieder fest und seufzte , „ah, ja... nett!“ Die Frau zog ihn an den Haaren und Wangson schrie auch schon laut, „aauuu!“

Während Daegil den letzten ihrer Männer zu Boden trat. Die Frau wandte sich wütend zu ihnen um, „ihr Bastarde, betet darum, daß wir uns nie wieder auf der Straße begegnen, sonst werdet ihr es bedauern!“

Einer der Männer schimpfte, „ihr nutzlosen Landstreicher!“

Daegil winkte ihnen zu und rief, „machts gut!“

Wieder bellte ein Hund in der Ferne. Seol-Hwa sah vorsichtig um die Ecke und flüsterte, „sind sie weg?“

Sie gingen zurück in den Raum. Seol-Hwa setzte sich zu ihnen, als wäre sie bereits schon immer bei ihnen gewesen. Während Wangson sie fast mit den Augen auszog, fragte Seol-Hwa, „was starrst du mich so an? Hast du noch nie eine Tänzerin gesehen?“

Wangson neigte sich grinsend vor, „wirst du dein Versprechen halten?“

Seol-Hwa stellte sich auf Kurzzeitgedächtnis um, „welches Versprechen?“

Wangson half ihrem Gedächtnis wieder auf die Sprünge, „du hast gesagt, du würdest dich vor uns ausziehen!“

Seol-Hwa war dies wieder entfallen, „habe ich das?“

Wangson schimpfte, „sieht euch diese Göre an!“

Seol-Hwa seufzte, „du redest wie jemand, der Einfluß auf den Markt hat! Wir kannst du es wagen, umsonst etwas zu sehen?“

Wangson schimpfte nun lautstark, „also wirklich, hör zu... Ich will verdammt sein!“

Choi saß mit verschränkten Armen da und sah sie mißtrauisch an, als Daegil fragte, „also, wer bist du?“

Seol-Hwa sagte, „Seol-Hwa! Ich bin siebzehn! Ich kenne weder meinen wahren Name noch weiß ich woher ich herkomme! Also mache dir nicht die Mühe zu fragen!“

Daegil sah sie boshaft an, „haben sie dir die andere Hälfte der Zunge abgeschnitten? Wer glaubst du, daß du bist, so zu sprechen, du Göre?“

Seol-Hwa sah ihn schmollend an, „dies ist, wie ich gelehrt wurde, zu sprechen! Als ob ich nicht bereits schon eine niedrige Göre wäre! Wenn ich ehrfürchtig zu sprechen beginnen würde, würden die Männer mich wie ein Tier zu behandeln!“

Zum ersten Mal wandte Choi sich ein, „warum bist du weggelaufen? Wenn sie dich erwischen, wird dies ernste Folgen haben!“

Sofort lächelte Seol-Hwa wieder, „es ist in Ordnung! Ich glaube, ich habe mich versichert, daß man mich nicht findet!“

Daegil nickte, „gut, verschinde!“

Diesmal schimpfte Seol-Hwa, „Orabeoni, du machst wohl Witze! Ich habe mich gerade erst vor einem Moment versteckt und du willst, daß ich gehe? Was stimmt nicht mit dir?“

Daegil nickte, „sag es?“

Seol-Hwa sagte sofort, „ich sage was auch immer du willst!“

Daegil sah sie ernst an, „du übernimmst die Verantwortung!“

Seol-Hwa fragte, „für was? Wenn du solch ein Chaos machst, sollte es dich nicht kümmern?“

Daegil sah sie wieder boshaft an, "hört euch diese Göre an!“

Wangson klatschte in die Hand, „laßt sie uns mitnehmen!“

Daegil sah nun ihn an, „was zur Hölle plapperst du da? Wir tun nicht aus Hilfsbereitsschaft! Verschwinde!“

Er zeigte zur Tür. Seol-Hwa blieb sitzen, „vergiß es!“

Diesmal schimpfte wieder Daegil, „du sitzt noch immer hier, du Göre! Du bist sturer als ein Esel! Genug mit dem Unsinn und raus hier! Sofort!“

Diesmal drückte Seol-Hwa auf die Tränendrüse und Wangson rief, „ajee, Ältester, jetzt hast du sie zum weinen gebracht!“

Seol-Hwa schluchzte nun, „Orabeoni, es gibt einen guten Grund, daß ich mich der Tanzgruppe anschloß! Mein Familie lebte an einer entsetzlichen Meerenge! Meine Mutter wurde verkauft, als ich noch sehr klein war und ich wuchs bei meinem Vater auf! Als ich sechs war, starb auch meine Vater bei der Fronarbeit und ich dachte, daß ich vielleicht meine Mutter finden könnte! Also begann ich mit der Tanzgruppe herum zu ziehen! Ich dachte, wenn ich auf der ganzen Halbinsel herum reisen würde, würde ich eines Tages meine Mutter finden!“

Nun drückte auch Wangson schnell auf die Tränendrüse, „Ältester, wie kannst du so herzlos sein? Hast du überhaupt keinen Funken Mitgefühl?“

Auch Choi wandte sich nun ein, „laß sie hier! Wenn wir sie jetzt gehen laßen, ist es offensichtlich, daß sie sie fangen werden!“

Daegil seufzte und wandte sich dann wieder zu ihr, „wenn das, was du sagst, die Wahrheit ist, dann nehme ich dich mit!“

Sogleich rief Seol-Hwa, „es ist die Wahrheit!“

Daegil sah sie mißtrauisch an, „ist das so? Wer war dein Vater?“

Seol-Hwa sagte, „ich weiß es nicht!“

Daegil fuhr auch schon fort, „wer ist deine Mutter?“

Seol-Hwa sagte wieder, „ich weiß es nicht!“

Daegil ließ nicht locker und fragte weiter, „in welchem Dorf hast du gelebt?“

Seol-Hwa wurde es zuviel und sie kürzte es ab, „ wie soll ich mich daran erinnern, ich war sech Jahre alt, als ich das Dorf verließ!“

Daegil seufzte wieder, „wenn du dich an nicht erinnern kannst, was können wir dann tun? Es gibt keine Möglichkeit, etwas zu finden, warum sollte man da anfangen?“ Er schlug mit der Hand auf den Tisch und schrie in seiner normalen Lautstärke, „du Göre, denkst du, wir würden auf solchen Unfug reinfallen? Wenn du nicht gehen willst, werde ich dich mit eigener Faust rauswerferfen! Laß uns gehen!“

Er stand auf und packte ihre Hand. Seol-Hwa sah kurz zu Wangson und sagte hastig, „warte, da war ein Fleck auf ihrer Brust! Ganz in der Nähe ihrer Brustwarze!“

Wangson verzog das Gesicht und seufzte, „ajee, das muß es sein!“

Daegil sah sie mißtrauisch an, „ist das wahr?“

Seol-Hwa fing schnell wieder an zu schluchzen, „ich vermiße sie! Ich vermiße sie so sehr!“ Daegil ließ sie los und stand auf. Choi hatte das Gesicht verzog und stand ebenfalls auf, beide verließen den Raum. Wangson zwinkere ihr kurz zu und nickte leicht, als er den anderen nach draußen folgte und Seol-Hwa lächelte auch schon wieder.

Daegil ließ sie los und stand auf. Choi hatte das Gesicht verzog und stand ebenfalls auf, beide verließen den Raum. Wangson zwinkere ihr kurz zu und nickte leicht, als er den anderen nach draußen folgte und Seol-Hwa lächelte wieder. Draußen stand Wangson und jammerte, „ajee, warum bist du so verärgert darüber? Mit einer Göre zusammen kann man nur Spaß haben! Und wenn sie für uns kochen, waschen, nähen und und Ordnung macht, wäre das ganz nett!“

Choi sah ihn mit verschränkten Armen an, „wenn wir jetzt gehen, werden sie überall nach ihr zu suchen!“

Daegil meinte, „wir müßen in den frühen Morgenstunden gehen!“

Choi wandte ein, „dann brauchen wir ein weiteres Zimmer!“

Daegil schimpfte, „zur Hölle mit diesem Geschwätz! Warum sind hier die ganzen Zimmer leer? Haben wir nicht genug Geld, um etwas aus Nächstenliebe zu tun?“

Die Tür ging auf und Seol-Hwa sah hinaus, „Zeit zum schlafen! Kommt rein und laßt uns alle zusammen schlafen! Es ist nicht nötig schüchtern zu sein! Es ist in Ordnung, also kommt rein!“

Sie verschwand wieder ins Zimmer. Wangson gähnte auf einmal laut, „ich fühlen sich plötzlich müde! Es ist Zeit zum schlafen, Leute!“ Er wollte an Choi und Daegil vorbei, doch diese hielten ihn auf einmal an den Ohren fest und Wangson rief einmal mehr laut, „aauu!“

Die Sklaven trafen sich dort, wo Cho Bok Yi gesagt hatte. Ein Sklaven erklärte, „wenn du bereits einen Entschluß gefaßt hast, dann laß es uns hören!“

Ein andere Sklave erklärte, „was gibt es da zu sagen? Laßt sie uns töten!“

Der andere Sklave fragte, „wann?“

Der Sklave erwiderte, „wir müßen jemand wählen mit dem wir beginnen! Den ersten Yangban den wir finden, ist gut genug, dann werden wir den Ort ausrauben!“

Ein anderer Sklave fragte überrascht, „ausrauben?“

Der Sklave meinte, „da sie ihr Glück durch Diebstahl machen und uns ausbeuten! Also ist es ganz natürlich, daß alles uns gehört!“

Der andere Sklave fragte, „willst du jetzt wie ein Räuber handeln?“

Der Sklave schimpfte, "also wirklich, hör zu, du hast gesagt, wir werden die Dinge umdrehen! Yangban werden Bürger und Bürger werden Yangban! Und wir sind, eins, zwei, drei, vier, fünf! Und vielleicht ein sechster von uns!“

Ein andere Sklave erwiderte, „was können wir ohne einen Wen tun? Wir müßen mehr Menschen sammeln und wir brauchen eine anständige Klinge für jeden von uns! Sollten wir also nicht etwas Geld brauchen?“

Ein anderer Sklave fragte, „was wenn wir also jedem von ihnen ein Schwert bieten?“

Der Sklave meinte, „dann werden wir all diese Yangban abschlachten!“

Der Sklave fragte weiter, „und dann?“

Der Sklave überlegte kurz, „dann gehen wir zu der Sklavenhauptstelle und verbrennen alle Unterlagen!“

Nun fragte auch ein anderer Sklave, „und dann?“

Diesmal überlegte der Sklave länger, doch ihm fiel nichts mehr ein, „und dann... Was können wir tun?“

Ein andere Sklave erwiderte, „der Palast! Der einzige hinter allen Yangban ist der König!“

Diesmal stotterte der Sklave, „aber... Der König... Angenommen wir ihn töten … Dann aber erst später, alles der Reihe nach!“

Draußen rief eine Stimme, „Gaenom Ajeosshi! Ich bin es, Eop Bok!“

Er trat ein. Die anderen rückten ein wenig zur Seite, damit er sich setzen konnte. Einer der Sklaven fragte, „wie fühlst du dich?“

Eop Bok blieb gelaßen, „nun, nicht schlecht, denke ich!“

Einer der Sklaven meinte, „laß uns von deinen Erfahrungen als Jäger hören! Wie ist es, wenn du Tiger jagst?“

Eop Bok sagte ruhig, „ich könnte mühelos Spatz mitten im Flug töten! Glaubt ihr, ich wäre nicht in der Lage, einen Tiger zu schlagen?“

Der Sklave riß die Augen auf, „bist du so ein guter Scharfschütze?“

Eop Bok lachte freudlos, „ich bin trotz allem noch ein Gwandong Jäger! Mit meiner drei Stufen Waffe ist dies viel einfacher!“

Ein weitere Sklave fragte, „drei Stufen Waffe?“

Eop Bok sah ihn an, „ah, das! Neugierig geworden?“ Eop Bok tat als würde er eine Waffe halten, während er erklärte, „man hält sie so und zielt gut! Man schüttet Schießpulver hinein, legt eine Kugel ein und zündet die Lunte an! Drei Bewegungen und die Beute befindet sich auf dem Boden, daher der Name!“

Der Sklave sah ihn ungläubig an, „wie könnte dies mit drei Bewegugen sein?“

Eop Bok sah ihn an, „ich sage es dir, ansonsten würde der Tiger nur weglaufen!“

Der andere Sklave seufzte, „es ist eine Schande! All diese Talent zu verschwenden, nur Eßen auf dem Tisch zu haben!“

Eop Boks Gesicht wurde traurig, „ich wurde wegen Schulden verkauft und landete in der Sklaverei! Mit einer Schußwaffe in meinen Händen würde ich ein Loch in alle dreckigen Yangbanschädel schießen!“

Der Sklave flüsterte leise, „warum schließt du dich uns dann nicht an?“

Eop Bok sah ihn verständlos an, „euch anschließen?“

Der andere Sklave wühlte im Stroh und holte in ein Tuch gewickelte Schußwaffe hervor. Eop Bok war überrascht, „was ist das?“

Der Sklave sah ihn an, „was denkst du denn?“

Eop Bok griff kurz nach der Waffe und sah ihn wieder an, „gehst du auf die Jagd?“

Auch der Sklave flüsterte nun, „sicher! Aber wir jagen Yangban! Wir werden jede Nacht ein Loch in den Schädel eines Yangban schießen!“

Eop Bok rief erschrocken, „was?“

Draußen lauschte inzwischen Cho Bok Yi. Während der Sklave in dem Stall sagte, „wir schlachten alle diese Bastarde ab und werden die Bürger die Welt regieren laßen! Dies ist, wofür wir verantwortlich sind!“

Cho Bok Yi hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund, dann lauschte sie wieder, als ein anderer Sklave sagte, „wir werden alle nackt geboren, nur ist einer ein Besitzer und der andere ein Sklave! Wenn dies wirklich unsere Welt verändern kann, dann ist nichs falsch daran! Macht das vielleicht keinen Sinn?“

Eop Bok sagte noch immer überrascht, „dann müßt ihr viele sein?“

Der Sklave flüsterte, „wir haben alle einen Anführer, der uns bechützt!“

Eop Bok fragte, „und wer ist dies?“

Der andere Sklave sagte nun lauter, „was denkst du denn? Ein bemerkenswerter Mensch!“

Eop Bok überlegte kurz, er flüsterte immer noch, „wenn wir also alle diese Yangban geötet haben, wird diese Welt uns gehören!“

Der andere Sklave neigte sich vor und flüsterte nun auch wieder, „sie wäre nicht nur uns, er sagte, wir würden sie auch regieren! Was ist? Willst du dein kostbares Talent für eine gerechte Sache nutzen?“

Eop Bok meinte, „also ich...“

Einer der Sklaven legte seinen Finger an die Lippen und eilte schnell und lautlos zur Tür. Als er sie aufstieß, fiel Cho Bok Yi mit einem Aufschrei zu Boden. Der Sklave zerrte sie herein, „sie hat uns von Anfang an belauscht!"

Der andere Sklave zeigte auf sie, „ist das nicht Cho Bok Yi?“

Diese sah ihn ängstlich an und sagte, „Halbae!“

Der Sklave der sie festhielt sah sie an, „sag es noch einmal, wieviel hast du gehört?“

Cho Bok Yi schluchzte, „wir schlachten die Bastarde ab und laßen die Bürger die Welt regieren! Laßt uns in den Palast gehen und auch den König töten!“

Der Sklave, der sie festhielt, flüsterte, „wenn wir entdeckt werden, ist es für uns vorbei! Laßt uns damit beginnen, daß Weib zu töten!“

Cho Bok Yi rief, „wartet einen Moment, laßt mich euch anschließen!“

Der Sklave, den sie Halbae genannt hatte, wandte ein, „und was willst möglicherweise tun?“

Cho Bok Yi rief, „Halbae, ich werde alles tun, was du willst, laß mich euch nur anschließen!“

Der Sklave der sie festhiet widersprach, „dies ist nichts, was eine Frau tun könnte!“

Cho Bok Yi rief diesmal eher wütend, „ wenn es etwas ist, daß Menschen können, warum kann ich es dann als Frau nicht auch tun? Sag mir, warum Frauen nicht auch Menschen sind?“

Haelbae nickte mit dem Kopf und befahl, „bring sie raus! Begrab sie irgendwo, wo daß Gras schnell wächst!“

Cho Bok Yi schrie, „Halbae!“

Der Sklave der sie festhielt, hielt ihr den Mund zu. Die anderen standen schnell auf. Eop Bok der sie die ganze Zeit angesehen hatte, wandte sich nun um, „nehmt sie auf! Sie ist nur eine Sklavin! Wieso soll sie anders sein? Wenn ihr sie nicht aufnehmt, werde ich auch nicht bleiben!“

Halbae sah ihn erschocken an, „Eop Bok!“

Dieser wandte sich zu ihm, „ich werde mich um alle die Gat Träger Bestien kümmern, wie du es willst, also erlaubt ihr beizutreten!“ Alle schwiegen. Eop Bok griff nach der Waffe und fragte, „wer ist der erste auf der Liste?“

Cho Bok Yi und Eop Bok gingen in der Nacht nebeneinander zurük. Cho Bok Yi lächelte, als sie schließlich sagte, „danke!“

Eop Bok griff sich wieder an das Sklavenzeichen, dann sah er sie an, „hast du vor überhaupt nichts Angst?“

Cho Bok Yi seufzte, „wenn ich in Angst lebe und meine Schritte beobachte, wird mich dies aus der Sklaverei bringen?“

Eop Bok sah sie ernst an, „laß sie sich um die Dinge kümmern, dies ist nichts, daß eine Frau tun sollte!“

Diesmal sah Cho Bok Yi ihn an, „würde jemand mich als Frau ansehen, mit diesem Kennzeichen in meinem Gesicht! Sie starren mich alle an, als wenn ich ein wildes Tier wäre! Auf der anderen Seite wieder, warum sollte sich jemand die Mühe machen, nach einer Sklavin zu sehen?“

Eop Bok wollte nach ihrer Hand greifen, ließ es dann aber. Während Cho Bok Yi langsam weiterging, blieb Eop Bok stehen und dachte wie der Sklave gesagt hatte, „an wem denkst du da? Laß uns jemand finden, um uns einen Vorgeschmack zu geben!“

Eop Bok hatte die Waffe gesenkt, „da ist dieser Lee Daegil! Diese Ziege lebt davon Menschen wie uns zu fangen! Er verdient ein Loch in seinen schmutzigen Schädel!“

Halbae hatte gefragt, „Daegil? Du meinst diesen widerlichen Sklavenjäger? Das wird nicht einfach sein“ Schließlich riß er sich aus den Gedanken los und folgte Cho Bok Yi.


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15. Mai 2014, 10:49

 Re: Meine erste Geschichte
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Danke, ich kopiere mal die Geschichte soweit wie ich sie geschrieben habe, naja, wenn ich es heute noch schaffe, da es nicht gerade wenig ist und werde dann versuchen den letzten Teil auf die Reihe zu bringen. Meist zeichne ich auch noch die Bilder zu den Geschichten, leider stehen die bei window8 alle quer und ich habe keine Ahnung wie ich das ändern kann.


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15. Mai 2014, 10:53

 Re: Meine erste Geschichte
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Un Nyun verbrachte die Nacht inzwischen als Mann verkleidet unter den Männern und versuchte zu schlafen. Während die Männer sich die Zeit mit spielen vertrieben. Doch war sie zwei Mänern aufgefallen. Einer der Männer rief zu ihr, „es ist nicht nötig, wenn du etwas Spaß haben willst! Willst du allein schlafen? Wir bezahlen schließlich die Getränke und ein paar gebratene Hühner!“

Ein anderer Mann lachte laut, „je mehr desto besser, laß mich für ein Hühnchenbein bezahlen!“

Ein weiterer Mann rief, „laßt uns heute feiern, wenn wir bis morgen warten, ist mein Geld vielleicht nichts mehr wert!“ Alle lachten laut, während der Mann fort fuhr, „wir verbringen bereits diese lange und mühsame Nacht ohne Weiber, also laßt uns zusammen trinken!“

Einer der Männer schüttelte Un Nyun, welche sich aufsetzte und krächzte, „ich bin erkälte, trinken würde mir...“ Sie tat als müßte sie husten.

Seol-Hwa schlief in der Nacht etwas abseits von Choi und Daegil. Wangson lag außen neben Daegil. Sobald er dachte, daß alle schlafen würden, grinste er und stand leise auf. Sofort richteten sich Daegil und Choi auf. Wangson verdrehte die Augen und legte sich wieder nieder.

Jumo versuchte ebenfalls zu schlafen. Ihre Schwester drehte sich hin und her, als sie endlich sagte, „bei der Gelegenheit, es ist wirklich seltsam, daß kein einziges Huhn ein Ei legt!“

Jumo nuschelte verlegen, „ist das so?“

Jumos Shwester sagte, „ich wollte eines für General Choi kochen, aber ich konnte keines finden! Es ist ja nicht so, daß eine Katze sie gefreßen hätte!“

Jumo hob leicht den Kopf, „warum willst du für General Choi ein Ei kochen?“

Ihre Schwester gab Jumo lachend einen einen Stoß, „du weißt schon, diese starken Muskeln!“ Sie setzte sich mit einem Schlag auf und rief wütend, „ich wünschte mir nur, er würde mich umarmen und...“

Jumo fuhr hoch und säuselte,“hast du nicht gesehen, daß der Zeichner ein Auge auf dich geworfen hat?“

Jumos Schwester schimpfte, „dieser alte Papagei!“

Jumo meinte hastig, „er sieht immer noch wie ein ganz guter Fang aus! Bevor es zu spät ist, gib ihm eine Gelegenheit!“

Jumos Schwester schimpfte wieder, „warum nimmst du ihn dann nicht? Was mich betrifft, ich habe nur Augen für meinen General Choi!“ Schließlich seufzte Jumo und legte sich wieder schlafen.

Un Nyun saß noch immer da, während die Männer noch am Tisch saßen und einer sagte, „wie ihre Unterwäsche, einfach runterziehen!“ Und einem der Männer schnell die Hosen runterzog. Alle lachten laut. Schließlich flüsterte der Mann leise, „wollt ihr wißen wie ich die Nacht mit ihr verbrachte?“

Je ausgelaßener die Männer wurden, desto ängstlicher wurde Un Nyun. Ein Mann hielt ihr plötzlich einen Becher Wein entgegen. Un Nyun, flüsterte, „nein, danke!“

Der Mann sagte, „vergiß es! Ein Schluck kann nicht schaden! Mach dir keine Sorgen!“ Un Nyun nahm den Becher und trank einen Schluck, während einer der Männer den Mann neben sich anstieß und in ihre Richtung nickte.

Song Taeha war etwas außer Atem, als er über eine Mauer sprang. Er schlich sich leise zu einem Nebengebäude, wo als Lager diente. Er nahm einen Krug und fühlte ihn mit Wasser auf einem Faß. Während er hastig trank, hielt er seinen Hand an die Wunde. Schließlich aß er schnell noch einige Reisbällchen.
Die Männer hatten sich endlich schlafen gelegt. Einer von ihnen ließ zufällig wie im Schlaf immer seine Hand auf Un Nyun fallen. Schließlich gab Un Nyun es auf. Sie nahm ihren Beutel, stand leise auf und ging. Dem anderen Mann war dies jedoch nicht entgangen, während er seinen Freund anstieß und in Richtung Tür nickte.

Seol-Hwa saß beim Früstück zwischen Daegil und Choi, als Jumo erschien. Beide sahen sich überrascht an, als Jumo endlich fragte, „und wer bist du?“

Seol-Hwa legte die Eßstäbchen auf den Tische und stotterte, „ja... Ajumeoni! ich konnte das Leben in der Truppe nicht ertragen und rannte weg! Doch diese netten Menschen kamen mich retten!“

Jumo verzog das Gesicht, „du sieht aus, wie eine Schlampe aus dieser Tanzgruppe, hat der Meister dich herein gelaßen?“

Choi hustete laut, Seol-Hwa zeigte lachend auf Wangson „Ajumeoni, er war derjenige, der mich rettete!“ Dann zeigte sie auf Choi, „er versuchte sogar ihn vom Gegenteil zu überzeugen!“

Jumo sah noch immer etwas verägert aus, als sie sagte, „dann ist es in Ordnung!“ Sie setzte sich lächelnd neben Choi und hielt ihm einen Teller hin, „iß ruhig und sag mir, wenn du mehr willst!“ Choi lief wieder einmal mehr rot an und nickte nur gezwungen.

Seol-Hwa, welche dies bemerkt hatte, sah ihn lachend an, „Orabeoni, hast du eine Liebschaft mit ihr?“ Choi spuckte vor Schreck wieder sein Essen aus. Wangson lachte lauthals und Daegil grinste, während Seol-Hwa meinte, „du hast! Ich wußte es bei dem ersten Blick auf sie!“

Choi sah sie wütend an, „paß auf, was eine Göre wie du sagt!“

Nun wurde auch Seol-Hwa ernst, „was ist mit dir? Ich mag jung sein, aber ich habe auf der Straße viele Erfahrungen gemacht!“

Choi schimpfte wieder, „es ist nicht nötig, sich stolz zu fühlen Männer zu verführen! Paß auf, was du sagst!“

Seol-Hwa lachte schon wieder, „dann vergiß es! Ich denke, ich einen Nerv getroffen!“

Gerade in dem Moment kam Jumos Schwester und sah sie überrascht an, „und wer bist du? Du siehst aus wie eine Flittchen aus dieser Tanzgruppe! Warum sitzt du neben meinem General Choi?" Choi verzog das Gesicht und unterdrückte einem Seufzter. Seol-Hwa rutschte neben Daegil, während sich jetzt Jumos Schwester neben Choi setzte und säuselte, „General Choi, unsere Welt ist so verrottet! Alle Arten von Schlampen versuchen sich zu vergnügen! Du mußt vorsichtig sein!“

Daegil klopfte mit den Eßstäbchen auf den Tisch, damit sie endlich das Essen abstellte. Während Jumos Schwester rot anlief und ging, verzog Choi wieder das Gesicht und alle anderen lachten laut.

Song Taeha ging inzwischen einen Berghang hinab, wo einige Soldaten waren. Diesmal war sein humpeln echt und er stützte sich auf sein Schwert. Er ging zu den Soldaten und sagte mit ruhiger Stimme, „ich bin leider gezwungen, mir eines eurer Pferde zu leihen! Ihr sollt nicht wegen mir leiden, deshalb bitte ich im voraus um Entschuldigung!“ Er trat zwei Soldaten gleichzeitig die Füße weg, während er sich schnell umdrehte und den dritten niederschlug. Dann hielt er sich schon wieder atemlos fest bis er sich schließlich mit Mühe auf eines der Pferde zog.

Un Nyun ging einen Pfad entlang. Als sie sich umsah, bemerkte sie, daß die beiden Männer ihr gefolgt waren. Sie rannte schnell von dem Pfad eine kleine Anhöhe zwischen Bäumen hinab. Immer wieder sah sie sich schnell kurz um. Schließlich versteckte sie sich hinter einem der Bäume. Nach einiger Zeit stand sie auf und wollte weitergehen, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie sah den Mann erschrocken an, welcher lachend sagte, „sieh mal, wer da ist?“

Er legte sein Gepäck ab, während sein Freund sie zu sich zog und Un Nyun ängstlich fragte, „was machst du da?“

Der Mann lachte wieder, „was denkst du denn? Wir verbrachten die ganze Zeit mit dir in dem Lokal!“ Er gab ihr einen Klaps auf den Hintern und sagte lachend zu seinem Freund, „woah, sieh dir ihren Hintern an! Wie stramm!“

Un Nyun versuchte verzweifelt sich zu befreien, während sie bat, „laßt mich gehen!“

Während der andere Mann sie immer noch festhielt, machte sein Freund schon sein Hemd auf, „wir hatten einen harten Tag, also laß uns zur Abwechslung etwas Spaß haben!“

Un Nyun wehrte sich wieder, während sie sagte, „ich werde euch alles geben was ich habe! Aber ich bitte dich ...“

Der Mann unterbrach sie, „wir kümmern uns darum dieses Angebot nutzen, also mach dir keine Sorgen!“ Er zog ihr die Jacke aus, während er sagte, „woah, so siehst noch besser, als zuvor!“

Er öffnete ihr Hemd. Un Nyun begann zu schreien. Der Mann der sie festhielt hielt ihr den Mund zu und warf sie zu Boden. Der andere Mann wollte ihr Unterhemd ausziehen. Doch Un Nyun trat ihn mit dem Fuß weg und biß den anderen zu gleichen Zeit in die Hand. Während der andere Mann zu Boden fiel, ließ sein Freund sie los und schlug ihr ins Gesicht. Un Nyun fing wieder an laut zu schreien. Song Taeha befand sich inzwischen auf dem Pfad und hörte die Schreie. Der Mann, der auf den Boden gefallen war, riß ihr das untere Hemd auf, als er einen Schlag bekam und schrie, „was für ein verrückter Sohn eines...“

Song Taeha trat nach ihm. Sofort knieten beide vor ihm nieder und flehten ihn an, während Un Nyun wieder ihr Hemd anzog. Den Männern fiel plötzlich auf, daß Song Taeha schwankte und verletzt war. Der erste mann sprang auf, doch Song Taeha tat ihm ins Gesicht. Während er dem zweiten mit fast letzter Kraft den Ellbogen ins Gesicht rammte, so daß dieser ebenfalls zu Boden fiel. Song Taeha ließ sich auf ihn fallen, während er ihm noch einmal den Ellbogen ins Gesicht rammte und dann aufstand.

Die beiden Männer rannten schnell weg, als Song Taeha aufstand. Doch nun war seine Kraft endgültig verbrauchte, er schwankt und fiel bewußtlos zu Boden. Un Nyun kroch zu ihm und schüttelte ihn verzweifelt, während sie immer wieder rief „Herr!“ Als sie auf ihre Hand sah, bemerkte sie, daß diese voller Blut war. Song Taeha stöhnte. Un Nyun zog sein Hemd etwa zur Seite und erschak, als sie seine Pfeilwunde sah. Sie neigte sich über ihn und rief wieder, „Herr! Wach auf! Herr!“ Sie sah sich verzweifelt nach Hilfe um. Auf dem Pfad sah sie einige Soldaten entlang laufen und rief laut, „hierher, helft uns! Hier!“ Song Taeha öffnete die Augen und griff nach ihr. Un Nyun sah ihn besorgt an, als sie hastig erwiderte, „es sind Soldaten! Wir müßen gehen und sie warnen!“

Sie wollte zu ihnen laufen, doch Song Taeha hielt sie am Arm fest. Un Nyun sah ihn überrascht an, daß er noch soviel Kraft hatte, während Song Taeha flüsterte, „n... nicht!“ Dann verlor er völlig das Bewußtsein.

Daegil saß draußen und richtete das Gepäck für ihre Abreise. Seol-Hwa stand vor ihm und fragte, „Orabeoni, wohin gehen wir?“ Wangson schwieg und Seol-Hwa fest, „ihr gebt mir kein Pferd! Mit wem werde ich dann reiten?“

Daegil sah nicht auf, als er meinte, „dies ist keine Arbeit für eine Frau!"

Wangson stellte einen Beutel ab, „was sagst du da? Wenn wir sie mitnehmen kann sie für uns kochen!“

Daegil schrie wie meist, „halt die Freße!" Wangson ging und Daegil fuhr ohne aufzusehen fort, „die Truppe ist bereits seit einer Weile weg, also kannst du jetzt gehen!“

Seol-Hwa lächelte ihn dennoch an, „ ich werde mein Bestes tun, Orabeoni!“

Wangson trat hinter sie und sah sie von der Seite an, „was tun? Was willst du tun?“

Seol-Hwa neigte sich zu ihm, „was? Nach was suchst du?“

Wangson rollte mit den Augen und seufzte grinsend, „mal überlegen? Ich brauche immer Hilfe beim baden, da wo die Sonne nicht scheint!“

Daegil war hinter ihm getreten und schlug ihm die Faust auf den Kopf. Wangson hielt sich den Kopf und verschwand murmelnd. Daegil stellte sich vor Seol-Hwa, als Choi aus dem Stall trat und sagte, „dies ist ernst! Alle Pferde haben die Ruhr!“

Daegil sah ihn überrascht an, „was?“

Choi blieb immer noch am Stall stehen, „sie sahen letzte Nacht schon seltsam aus! Ich glaube nicht, daß sie diesem Zustand auch nur zehn ri reiten können!“

Wangson klatschte in die Hand und rief laut, „dann laßt es uns zu verschieben!“

Daegil überging dies und fragte stattdessen, „wo ist Hwa Baek Bang?“

Choi schüttelte den Kopf, „ich weiß es wirklich nicht!“

Er wandte sich ab, doch Daegil erklärte, „laßt uns gehen und falls es wirklich nicht funktioniert mieten wir uns neue! Holt eure Sachen!“

Seol-Hwa machte sich an ihrem Beutel zu schaffen. Daegil setzte sich und zeigte auf sie, „und packe die Dinge richtig ein!“

Cho Bok Yi hatte sie von einer Hausecke aus beobachtet, nun trat sie auf die Straße und winkte mit einem Tuch. Eop Bok erschien hinter einem Hausdach und zielte nun auf Daegil. Während er wieder dachte, „es ist dieser Lee Daegil! Diese Ziege lebt davon Menschen wie uns zu fangen! Er verdient ein Loch in seinen schmutzigen Schädel!"

Daegil befestigte seinen Strohhut am Sattel, Seol-Hwa stand neben ihm und sah ihn ungläubig an, „laßt uns zusammen gehen! Wenn sie mich erwischen, werden sie mich töten!“

Daegil tat als würde er nichts hören und kkümmerte sich weiter um sein Gepäck. Wangson sah ihn an und war diesmal ausnahmsweise ernst, „ajee Ältester, laß sie uns einfach mitnehmen!“

Seol-Hwa sah Daegil wieder an und jammerte, „ich muß meine Mutter finden!“

Choi saß sie kurz an, sagte aber nichts. Daegil stieg inzwischen auf sein Pferd und nahm seinen Strohnhut in die Hand. Seol-Hwa stellte sich mit ausgebreiteten Armen vor sein Pferd, „du wirst nicht gehen!“

Wangson sah überrascht zu Daegil und lächelte ungläubig, während er von einem zu anderen sah. Choi seufzte laut. Daegil sah sie ernst an, „genug mit den Shenanigans und beweg dich!“

Seol-Hwa schüttelte nur den Kopf, Eop Boks Lunte brannte, als Daegil in normaler Sprache für Taube schrie, „aus dem Weg!“

Seol-Hwa blieb immer noch stehen, „nur über meine Leiche!“

Wangson lächelte begeistert. Choi sah eher verärgert aus. Daegil sah sie wieder an, „gut, dann werden wir eben die andere Richtung nehmen!“

Daegil sah in die andere Richtung, genau als Eop Bok die Kugel abfeuerte und ließ sich schnell vom Pferd fallen; dennoch hatte die Kugel seine Stirn gestreift. Choi sah erschrocken zu ihm, während er rief, „Daegil!“

Wangson rief zur gleichen Zeit „Ältester!“

Beide rannten zu ihm, während Daegil wie tot dalag und nicht mehr zu atmen schien. Plötzlich holte er tief Luft und keuchte, „hundert Schritte nach Norden auf dem Dach einer Hütte!“ Choi sah schnell in die Richtung, bevor er wieder zu Daegil sah, der flüsterte, „General Choi, du nimmst die linke Flanke! Wangson, du gehst nach rechts und kreist ihn ein! Geht schon!“

Sofort rannten beide los. Sie rannten an Cho Bok Yi vorbei, welche ihnen nachsah und sofort merkte, daß etwas schief gelaufen war. Choi hielt schließlich an und zeigte in eine Richtung, „diesen Weg!“

Während Wangson sofort losrannte, rannte Choi in die andere Richtung. Choi rannte durch einen schmalen Weg und sprang über einen Stand. Wangson nahm inzwischen einen Feldweg und spang über das Geländer von einem Pavillion. Er sah sich kurz um, dann rannte er weiter über ein Hausdach und sprang herab. Doch stand sogleich wieder auf. Er rannte durch einen Hof und sprang über eine Mauer. Cho Bok Yi die genau bei einem Stand um die Ecke stand, gab Eop Bok wieder ein Zeichen mit dem Tuch. Daegil rang nach Luft, als Seol-Hwa sich besorgt neben ihn kniete, „Orabeoni, ist alles in Ordnung!“

Bevor Daegil antworten konnte, verlor er wieder das Bewußtsein. Cho Bok Yi stand noch immer da und winkte aufgeregt mit dem Tuch. Eop Bok sah sie und lächelte, dann zog er sich zurück. Choi rannte inzwischen weiter die Straße entlang, während Wangson auf der anderen Seite über die Hausdächer rannte. Er sprang geschickt auf ein weiteres Hausdach, während Choi um eine Ecke bog und weiter an einer Holzwand entlang rannte. Eop Bok stieg eine Leiter hinab und reichte die Schußwaffe einem anderen Sklaven. Wangson sprang wieder von einem Hausdach, sprang über einen Stand und von dort aus auf ein weiteres Hausdach. Inzwischen befestigte Eop Bok ein Bündel Reisig auf seinem Rücken, während der andere Sklave die Waffe unter dem Reisig versteckte. Choi rannte von der Hauswand weg, sprang über einen Stand und rannte weiter auf der Straße. Cho Bok Yi saß ihn an einer Hausecke, als er an ihr vorbei war, trat sie wieder auf die Straße und sah ihm lächelnd nach. Eop Bok ging inzwischen mit seinem Büdel Reisig und einem Stock in der Hand durch eine Seitenstraße und sang vor sich hin, „mit einem Seidenband geschmückt, verließ sie Mount Shingo!“

Wangson kam bei ihm an. Er blieb stehen und sah ihn an. Eop Bok ging ruhig weiter, während er sang, "eine Handvoll Blumen haltend, ging sie weg, ein zartes Lächeln auf ihrem Gesicht!“ Wangson wandte sich wieder ab und rannte weiter, während Eop Bok sich schnell nach ihm umsah. Er sah das Wangson weg war, sang aber dennoch weiter, „wer könnte sie finden, wer könnte...“

Wangson bog um die Ecke und traf auf Choi, welcher zur gleichen Zeit dort ankam. Wangson schnaufte, „ was ist das? Er ist nicht hier?“

Choi sah sich wütend um, „er ist es nicht!“

Wangson riß ebenso wütend seinen Umhang runter. Eop Bok traf inzwischen Cho Bok Yi, welcher ihn anlächelte. Als Eop Bok fragte, „schon gesehen? Ich bin sicher, daß ich ein Loch durch seinen dreckigen Schädel schoß!“ Er hob den Stock kurz wie eine Schußwaffe, als er fortfuhr, „ nur so und schon weg!“

Cho Bok Yi sah ihn lächelnd an, „gute Arbeit!“

Eop Bok sah sie ungläubig an, „willst du dich über mich lustig machen?“

Cho Bok Yi ging lächelnd weiter, „ich! Wer hat gesagt, daß ich versuchen würde?“ Eop Bok lächelte nun ebenfalls und beide gingen weiter.

Hwa Baek Bang saß neben Daegil, während die anderen in einer Reihe saßen und seufzte, „ajee, es ist eine Erleichterung, alles in Ordnung?“

Er zeigte mit dem Finger auf Daegils Stirn, „nur ein wenig näher und man müßte eine weiteres Loch sorgen!“

Er nahm ein Stück Watte und hielt sie gegen Daegil Wunde. Dieser rief laut, „aaah, bist du sicher, daß du weißt, was du tust?“

Er sah Hwa Baek Bang an, welcher beleidigt rief „ah, Pferdeköpfe und deiner, sie sind alle gleich! Wenn du angestochen zu wirst, hast du einen Schnitt, bekommst du einem Schuß und du hast ein Loch!“

Er hielt die Watte fester, um die Wunde zu verbinden und Daegil jammerte auch sofort, „sanfter! Mach es sanfter! Auu! Wirklich, ich sagte, du sollst es sanfter machen!“

Hwa Baek Bang hielt kurz inne, „dann wird es nicht wirken!“

Daegil griff nach dem Verband und jaulte schon wieder, „aaau, ah, laß es! Laß es sein!“

Hwa Baek Bang schrie, „halte einfach nur einmal still! Es wirkt immer gut bei Pferdeköpfen!“

Daegil rief schon wieder, „auu! Wirst du es endlich etwas sanfter machen!“

Hwa Baek Bang schimpfte, „entspanne dich nur ein wenig!“

Daegil rief bereits wieder laut „aauuu!“

Während Hwa Baek Bang lachend in die Hände klatsche und meinte, „ jetzt haben wir es geschafft! Das sind zweieinmal pun!“

Daegil sah verblüfft an, „für war?“

Hwa Baek Bang fragte, „was denkst du denn? Wenn dich jemand behandelt, mußt du da nicht dafür bezahlen?“

Daegil fragte, „muß ich das wirklich?“

Hwa Baek Bang sagte, „sicher mußt du das! Spielgeld und Gebühren für Behandlung müßen sofort beglichen werden!“

Daegil antwortete ruhig, „ein Tierarzt sollte verwundeten Pferde behandeln! Du brichst das Gesetz, wenn du Menschen behandelst! Heiler in jedem Bezirk würden dich für deine Arbeit wegen Diebstahl anklagen!“

Hwa Baek Bang rief, „du Elender, schlägst die Hand die dich füttert!“

Daegil sah ihn an, „hast du ein Problem mit ihnen, dann gehe dich beschweren und sie werden dir dafür eine echte Ohrfeige geben!“

Hwa Baek Bang fluchte, “du elender Sohn eines Schwein und deine Shenanigans...“

Daegil schrie in seiner gewohnten Lautstärke, „halt den Mund! Vergiß es und kümmere dich um die Pferde, welche die Ruhr haben! Wenn du es nicht tust, werde ich gehen und allen im Bezirk erzählen, daß du mich behandelst hast!“

Hwa Baek Bang stand wütend auf, „geh Sklaven jagen bis du krepierst, du nutzloser Kerl!“

Hwa Baek Bang kam gerade heraus, als Jumos Schwester auch schon zu ihm stürmte und aufgeregt fragte, „es geht ihm doch gut, oder?“ Auch Jumo war schnell aufgestanden und eilte schnell zu ihm.

Hwa Baek Bang immer noch wütend sagte, „sie wißen nicht, wer es war, aber er kann nicht einmal jemand in den Kopf schießen! Ist es so schwer, solch einen Gauner zu treffen? Alles was sie tun müßen ist ein Schuß und es ist getan!“

Jumos Schwester rief aufgeregt, „also ist mein General Choi sicher und gesund, nicht wahr?“

Hwa Baek Bang schimpfte weiter, „selbst wenn derjenige, auf dem geschoßen wurde, jemand anderes wäre, wäre es es nicht anders!“ Dann wandte er sich noch einmal um und rief laut, „selbst ein verhungernder Tiger würden solche Geizkragen nicht kauen, wenn sie dazu gezwungen wären!“ Schließlich ging er wütend.

Jumo und ihre Schwester hatten ihm erschrocken zugehört, nun wandte sich Jumos Schwester empört um, „dies würde er nicht tun! Ich muß General Choi überzeugen, daß er damit wegen seinem Ruf aufhört! Ich meine...“ Sie sah Jumo an und fuhr dann fort, „...ich denke nicht, daß ich in der Lage sein werde ihn zu unterstützen! Selbst mit einem Lokal ist dies nicht genug, um zu überleben!“

Nun schimpfte Jumo, „hör dir das an! Nur quatschen, aber nicht handeln!“

Jumos Schwester jammerte nun, „ich wünsche mir nur, daß es aufhört zu schmerzen!“ Sie hielt ihre Hände an die Brust, als sie fortfuhr, "diese pochende Brust von mir!"

Jumo seufzte, „je mehr sich der Mann bemüht, desto gelaßener sollte die Frau auf ihn warten! Wenn du herum kläffst und ihn bittest, wird es jedes Mal so enden! Wenn er nicht bereits genug Probleme hat, würde er bestimmt schon wollen!“

Jumos Schwester lächelte sofort, „ist das so? Dann denke ich, ich sollte es nicht tun!“

Diesmal flüsterte Jumo, „diese Tiere, die sich Männer nennen bevorzugen immer Frauen die ihnen mit Verstand folgen! Geh ein Huhn holen! General Choi muß sehr erschrocken gewesen sein!“

Jumos Schwester nickte strahlend und wandte sich um, "in Ordnung, Seongnim!“ Jumo rannte gerade weg, als sich ihre Schwester noch einmal umdrehte und rief, „Seongnim!“ Jumo wandte sich erschrocken zu ihr um, doch ihre Schwester meinte nur, „danke! Fast hätte ich mich wie eine Schlampe benommen!“

Jumo seufzte erleichtert und lächelte gezwungen, „oh, sicher!“ Sie zupfte an ihrem Haar herum und ging dann schließlich. Alle saßen schweigend da und starrten vor sich hin. Jumo setzte sich an den Rand neben Choi, als sie fragte, „nichts ernstes, hoffe ich?“

Choi sagte leise, „es ist nichts, worüber du dir Sorgen machen müßtest!“

Jumo sah ihn an, „aber...“ Sie stieß einen Seufzer aus, als sie endlich aufraffte, „warum hörst du nicht auf, solch ein gefährliches Leben zu führen? Selbst mit dem Lokal wäre es mehr als genug, um zu überleben!“ Choi hustete wieder verlegen und Jumo griff sich wieder an die Brust, „hör auf, diese pochende Brust von mir leiden zu laßen!“

Wangson schnaufte, „warum? Ist dieser sogenannte Busen nicht groß genug? Sieht aus, als wenn du zwei gekochte Eier darin versteckten könntest!“

Jumo sah verlegen den Boden an, „es muß der beunruhigende Anblick gewesen sein! Laß mich ein Huhn für dich kochen!“

Choi brachte nur ein, „mh“ zustande und Jumo eilte sogleich los.

Daegil schüttelte den Kopf und beschwerte sich, „ich bin derjenige, auf dem geschoßen wurde! Warum ist General Choi immer derjenige, der daß Huhn bekommt?“

Seol-Hwa zeigte in die Richtung, in die Jumo gegangen war, „wie gesagt, es muß eine Liebschaft sein!“

Daegil sah zu Wangson, welcher ebenfalls stumm auf den Boden starrte und fragte, „warum ist hier eine Atmosphäre wie bei einem Begräbnis?“ Dann sah er zu Choi, „ich wurde unzählige Male angestochen, doch jetzt, fügt mir eine Schußwaffe, kaum mehr als einen Kratzer zu und ihr seht aus...“

Wangson unterbrach ihn, „eine Schußwaffe und eine Klinge ist das gleiche!“

Daegil grinste ihn an, „wie auch immer, du Dummkopf! Du krepierst, wenn sie einen wie dich treffen!“

Sogleich wandte sich Seol-Hwa lachend an ihn, „betrachte dich selbst als glücklich, daß ich da war! Wenn du nicht von mir aufgehalten worden wärst, hätte der Schuß dich nicht verfehlt!“

Choi überging dies und fragte, „Ji Ho Cheon kann es nicht gewesen sein, oder?“

Daegil stimmte zu, „er wäre nicht so schlau!“

Choi sah ihn fragend an, „hast du jemand im Sinn?“

Daegil gestand, „ich habe eine vage Ahnung!“

Seol-Hwa zeigte auf Choi und rief, „ich auch!“ Dann wurde sie auf einmal ernst, „ich sehe es so, daß wirklich schlechte Menschen auf dich geschoßen haben!“

Choi seufzte und schüttelte den Kopf. Während Daegil wieder Choi ansah, „ich hörte es einige Mal zuvor! Es scheint, als würde jemand beim Schmied Schußwaffen bestellen!“

Choi wandte ein, „Schmiede tun alles, solange der Preis stimmt!“

Wangson starrte noch immer auf den Boden, als er fragte, „darf ich sprechen?“

Daegil sah ihn überrscht an, „was ist es?“

Diesmal wandte Wangson sich zu ihm, „all das Geld, daß wir bisher gespart haben, laß es uns gerecht aufteilen! Du hast dich bisher immer um unser ganzes Geld gekümmert, aber wenn der nächste Unfall dich zu einer toten Ente macht, werden wir alle am Ende mit leeren Händen dastehen!“

Choi sagte ruhig, „Wangson!“

Doch Wangson fuhr fort, „was ich sagen will, ist nicht, daß ich ihm nicht vertraue, aber man kann nie wißen, wann er sterben könnte! Ich schlage nicht vor, daß er bald sterben soll, aber wir haben trotzdem keine Garantie! Du auch nicht! Sei doch ehrlich! Wem kann man wirklich noch vertrauen? Schau dir doch an, was draußen mit den Brüdern und Verwandten paßiert! Du weißt es! Du weißt schon, wovon ich rede, nicht wahr?“

Daegil sah ihn gelaßen an, „nein, ich habe keine Ahnung von deinem dummen Geschwätz!“

Wangson schimpfte, „sprechen wir nicht alle die gleiche Sprache? Warum solltest du es nicht wißen?“

Seol-Hwa rief lachend, „die Art und Weise, wie ich es sehe...“

Daegil unterbrach sie, „du siehst überhaupt nichts!“

Wangson fuhr fort, „was ich sagen will...“

Daegil unterbrach auch ihn, „daß die Falle zuschnappt!“ Wangson wandte sich wütend um. Daegil sprach jedoch bereits weiter, „hör gut zu, in diesem Geschäft krepiert in diesem Tagen nirgends jemand auf einen Befehl hin! Also hör auf herum zu wackel wie ein Mädchen, daß ein Kind bekommt!“

Choi wandte ein, „das ist unwichtig, so zu handeln ist nach dem Gesetz der Straße Betrug!“

Diesmal seufzte Daegil, „ich denke, die Welt hat sich verändert! Was hält eine Klinge auf, einen Schützen zu erstechen?“

Choi widersprach, „dies bedeutet, daß er immer noch ein Auge auf uns hat!“

Daegil fragte, „also was? Was willst du damit versuchen sagen?“

Choi antwortete, „Song Taeha! In dem Moment, als wir ihm folgten, geschahen diese Dinge!“

Daegil grinste, ohne zu wißen, wie sehr ihr Schicksal voneinander abhing und wie nahe er der Wahrheit kam, als er fragte, „also was jetzt? Meinst du jetzt eine politische Verschwörung?“

Choi sah ihn verärgert an, „ zuerst einmal müßen wir heraus finden, wer geschoßen hat, um weiteren Ärger zu vermeiden!“

Daegil stimmte nachdenklich zu, „ich glaube, das werden wir wohl müßen! Wir werden nicht weiterkommen, wenn es uns ständig juckt!“

Wangson wandte ein, „sollten wir nicht zuerst unser Geld aufteilen?“

Choi sagte wieder nur, „Wangson!“ Er war der einzige, der Wangson aufhalten konnte, welcher nun seufzte und sich die Hand an den Kopf legt. Choi sah Daegil inzwischen besorgt aus, „Daegil, ruh dich ein wenig aus!“ Dann nickte er zu Wangson, „du gehst inzwischen zu dem Schmied und kostest das Wasser! Ich habe selbst nach etwas zu suchen!“

Wangson rief nun wütend, „ajee, wie du wünschst! Wir tun dies drei, vier Jahre und hören dann auf! Gibt es hier eine Kameradschaft, he?“

Er stand verärgert auf und verließ den Raum. Seol-Hwa neigte sich zu Daegil vor, „bei der Gelegenheit, Orabeoni, bist du nicht hungrig?"

Wangson ging immer noch verärgert durch die Straße. Der Besitzer eines Standes sah ihn und rief im zu, „ich hörte Daegil wurde erschßsen! Was ist paßiert? Lebt er noch?“

Wangson blieb stehen und nahm den Strohhalm an dem er geknabbert hatte heraus, „hör mit den Fragen wie ein eiliger Affe auf!“ Während der Besitzer ihn noch verblüfft ansah, knabberte Wangson wieder an dem Strohhalm und ging weiter.

Die Sklaven waren wieder bei der Arbeit. Die Stimmung war bedrückt, als sie sich unbeobachtet fühlten, meinte Ki Yun Won, „scheint als wäre er wirklich nicht krepiert! Ich glaube, dafür wird eine Rudel Narren hinter uns her sein!“

Eop Bok fühlte sich niedergeschlagen, „es tut mir leid! Ich war mir sicher, ich hätte ein Loch in den Schädel dieses...“

Halbae kniete auf dem Boden, „mach dir keine Sorgen! Je ärgerlicher, umso länger werden sie überleben!“

Eop Bok zeigte mit dem Finger auf seine Stirn, „aber ich zielte direkt hierher und...“

Yi Kun Won unterbrach ihn, „ajee, vergiß es! Es war eh nur ein Vorgeschmack von den Dingen die kommen werden!“ Eop Bok senkte die Hand, während Yi Kun Won fortfuhr, „wir können den Narren das nächste Mal fangen und töten! Mache dir deswegen keine Sorgen! Ernsthaft...“

In dem Moment stand Cho Bok Yi auf, deutete hinter sich und flüsterte, „Halbae! Dort drüben sind Schlangen!“

Sofort machten sich die Männer wieder an die Arbeit, während ein Mann vorbei kam. Einer der Männer rief freundlich, „oh, ist das nicht Gaenobi Ajeosshi!“

Der Mann nickte ihnen zu und rief lachend, „das ist richtig!“

Yi Kun Won winkte dem Mann lachend zu, während dieser weiterging. Halbae flüsterte überrascht, „Cho Bok Yi, dieses Kind! Sie ist nicht schlecht!“

Yi Kun Won zeigte auf sie und flüsterte ebenfalls, „sie mag jung sein, aber sie ist sehr klug!“ Er lachte leise, als er fortfuhr, „und sie hat zumindest genug Verstand für zwei!“ Beide lachten leise und machten sich wieder an die Arbeit.

Un Nyun kümmerte sich in einer Höhle um Song Taehas Verletzung und reinigte seine Wunde. Song Taeha war bewußtlos und wieder in der Vergangenheit.

Er sah, wie er zurückkam und seine Frau und seinen kleinen Sohn tot auf der Veranda liegen sah, während überall Soldaten waren. Er trat den ersten Soldaten weg. Den zweiten traf er mit einem schrägen Schlag über den Bauch, während er sich umdrehte und den nächsten Soldaten mit einem geraden Schlag tötete. Während er gleichzeitig dessen Schwert nahm und die beiden Angreifer von links und recht mit zwei Schwertern tötete. Als alle tot waren, eilte er zu seiner Frau, die noch ihren Sohn im Arm hielt, daß Blut an ihrem Mundwinkel war getrocknet, ihr Kleidung aufgerißen. Song Taeha zog ihr Oberteil über ihre Schulter und schlug wütend mit der Faust auf den Boden.

Un Nyun sah ihn seufzend an, während sie einige Heilkräuter auf seine Wunde legte. Sie sah, daß er sein Schwert noch immer festhielt. Sie wollte es ihm aus der Hand nehmen, doch es gelang ihr nicht. Song Taeha befand sich weiter in der Vergangenheit.

Er sah, wie er sich weinend zu dem Säugling neigte. Als er plötzlich lächelte und das Kind in seinen Arm nahm. Dann band er sich den Säugling auf den Rücken und zog sein Schwert, als neue Soldaten erschienen. Den ersten tötete er wieder mit einem schrägen Schlag, ebenso den zweiten, welcher gegen den Soldat dicht hinter ihm fiel und mit zu Boden riß, Während Song Taeha auf den nächsten Soldaten zurannte und diesen mit einem geraden Schlag tötete. Gerade als er den nächsten Soldaten tötete, durchschnitt ein weiterer Soldat das Bündel mit dem umgehängten Säugling. Song Taeha nahm es schnell in den freien Arm. Gerade als er sich umwandte traf ihn ein weiter Schlag in den Rücken und Song Taeha schrie auf, während er den Soldat vor sich tötete. Als keiner mehr übrig war, stützte er sich kurz auf das Schwert, dann nahm er das Bündel und sah lächelnd zu dem Säugling. Während auf einmal sein Lächeln verschwand und wieder durch Tränen ersetzt wurde, stieß er einen lauten, schmerzerfüllten Schrei aus.

Song Taeha griff in dem Moment mit der Hand nach oben, als wollte er das Bild festhalten und rang wieder mit den Tränen. Un Nyun sah ihn verwundert an, dann griff sie langsam nach seiner Hand. Song Taeha öffnete plötzlich die Augen. Er packte Un Nyun am Hals und drückte zu. Un Nyun rang verzweifelt nach Luft, während Song Taeha immer fester zudrückte. Sein Blick veränderte sich auf einmal und er sah Un Nyun ungläubig an, als er sie schließlich losließ. Un Nyun hielt sich den Hals und setzte sich auf, während sie keuchend nah Luft rang. Auch Song Taeha hatte sich aufgesetzt, „verzeih mir meine Grobheit! In einem Augenblick des Irrsinns habe ich aus Versehen..."

Un Nyun unterbrach ihn krächzend, „ich bin nur erschrocken!“

Song Taeha, dem das sprechen immer noch schwer fiel, erwiderte ebenfalls keuchend, „ich entschuldige mich!“ Er sah sich verwirrt um, als er schließlich fagte, „was ist dies für ein Ort?“

Un Nyun antwortete mit schwacher Stimme, „es ist eine Einsiedelei, welche den Seelen meiner Familie Trost erteilt! Du kamst mir schwer verwundet vor, deshalb brachte ich dich hierher!“

Song Taeha fragte sofort, „wie lange bin ich bewußtlos gewesen?“

Un Nyun sah verlegen zur Seite und stammelte, „zuerst... Deine Kleidung...“ Erst jetzt bemerkte Song Taeha, daß er nichts anhatte.

Ein Monk betrat die Höhle und sah ihn überrascht an, „du bist aufgewacht! Das ist eine Erleichterung!“

Song Taeha richtete sofort sein Schwert auf ihn, „wer bist du?“

Der Monk antwortete ruhig, „ich bin Monk Myeongan!“

Er kniete sich nieder und stellte etwas zu Eßen und Trinken auf den Boden, „hier, nimm etwas!“

Song Taeha ließ verwirrt sein Schwert sinken, „gibt es hier noch jemand anderen als dich?“

Der Monk schüttelte den Kopf, „es ist nur eine kleiner Tempel mitten in den Bergen! Ich bin der einzige buddhistische Schüler und mein einziger Gast ist hier bei dir!“

Song Taeha sah ihn einen Moment lang an, dann wandte er zu Un Nyun auf der anderen Seite um, „hat dich jemand auf dem Weg hierher gesehen?“

Un Nyun antwortete spontan, „niemand!“ Dann sagte sie, „warte! Ein paar Bauern haben mich gesehen!“

Sofort fragte Song Taeha, „wann? Wo war es?“

Un Nyun erklärte, „es war nicht weit entfernt von dort, wo du mich gerettet hast!“

Der Monk wandte ein, „deiner Kleidung nach scheinst du ein Mann der Armee zu sein! Wurdest du in einer Schlacht verletzt?“

Song Taeha schüttelte den Kopf, „nein, es war nichts! Nur ein Unfall während des Trainings!“ Er sah wieder zu Un Nyun, „ich bin dir dankbar! Ich werde nicht vergeßen, was du für mich getan hast!“

Er wolte aufstehen und gehen, fiel aber kraftlos wieder zu Boden. Der Monk sah ihn besorgt an, „ruhe ein paar Tage länger! Deine Verletzung ist zu ernst für eine lange Rückreise!“

Un Nyun stimmte ebenfalls besorgt zu, „mache was er sagt! Ich schulde dir ebenfalls meine Dankbarkeit! Wenn du hier einem weiteren Tag ausruhen könntest, würde mich diese große Last sehr erleichtern!“ Song Taeha sah sie wieder verwirrt an, schwieg jedoch.

Die Sonne war am untergehen. Un Nyun ging neben dem Monk zu dem Tempel, „ich hörte, du warst kurz davor mit jemand ein ehelichen Beziehungen einzugehen, was ...“

Un Nyun unterbrach ihn, „was soll ich dir darauf antworten?“

Der Monk fragte, „wie kam es dann dazu, daß du hier wohnst?“

Un Nyun blieb stehen und sagte leise, „du brauchst dir keine Sorgen zu machen! Ich kam nur hierher, um Buddha meinen Respekt zu erweisen!“

Der Monk sah sie fragend an, „gehst du dich die ganze Nacht vor Buddha verneigen?“

Un Nyun überlegte kurz, „wäre dies eine zu große Last? Ich ehre die verstorbene Seele dieses Mannes und...“

Sie schwieg und der Monk nickte, „dann geh und mach es! Du kannst immer noch an einem anderen Tag über die Zukunft nachdenken!“

Un Nyun Blick war voller Trauer, „ich konnte noch nicht einmal eine Bestattung für ihn vorbereiten!“

Der Monk erwiderte ebenfalls voller Trauer, „hättest du den Ort mit vielen Schmuckstücken ihm zu Ehren geschmückt, wäre dies gewesen, als wenn du ihm ein Stück von deinem Herz gegeben hättest!“

Un Nyun schüttelte leicht den Kopf, „trotzdem ehre ich sein Erinnerung auf diese Weise!“ Sie seufzte bedrückt, dann gingen sie schweigend weiter.

Song Taeha saß in der Höhle. Er legte sein Schwert zur Seite und griff nach der Schüssel Suppe, welche er mit einem Schluck leer trank.

Es war Nacht, als Hwang Chul Woong den Wohnsitz betrat, die Sklaven verneigten sich respektvoll vor ihm. Vor dem Wohnsitz blieb er stehen und sah ihn etliche Zeit an. Sein Blick wurde kalt. In seinem Wohnsitz brannten noch Kerzen im Zimmer seiner Ehefrau. Sie war an Spastik erkrankt. Die linke Seite ihres Gesichtes war gelähmt und sie konnte ihre Bewegungen nicht kontrollieren. Sie saß an einem Schreibtisch, wo sie oft jeden Tag schrieb, da ihr das sprechen große Mühe bereitete. Hwang Chul Woong betrat den den Raum und ging vorbei ohne sie anzusehen. Während seine Frau ihn ansah und mit Mühe nuschelte, „du bist zurück!“

Hwang Chul Woong blieb stehen und blickte zu ihr, er zögerte kurz, dann verließ er wortlos wieder den Wohnsitz. Draußen blieb er stehen und holte tief Luft. Der Kanzler trat langsam zu ihm, er hatte die Hände auf dem Rücken verschänkt, „was verschulden wir nicht alles der Angst!“

Hwang Chul Woong wandte sich zu ihm um und verneigte sich tief, „du bist zurück, Vater?“

Der Kanzler nickte und sah zu dem Wohnsitz, „kein Tag ist vergangen, ohne daß du so spät kamst! Ist es, weil dich hier keine Leidenschaft einlädt?“

Hwang Chul Woong verneigte sich wieder, „nein, ich bin nur mit meinen Pflichten beschäftigt!“

Die Stimme des Kanzlers wurde heiser, „das Anvertrauen meiner beeinträchtigten Tochter, sollte dich kümmern! Ich verdiene keine Entschuldigung! Wirst du einen Schluck Wein mit mir teilen?“ Sie saßen zusammen im Pavillion und tranken Wein. Der Kanzler fragte, „wie wirst du mit dem entlaufenen Sklaven verfahren?“

Hwang Chul Woong antwortete, "wir schickten überall auf der Halbinsel Zeichnungen von dem Verbrecher! Und ich stellte getrennt weitere Offizieren ein, ihn zu verfolgen!“

Der Kanzler fragte, „also humpelt er wirklich nicht?“

Hwang Chul Woong antwortete sachlich, „er muß es getan haben, um harte Arbeit zu meiden und die Vorbereitungen für seine Flucht zu vertuschen!“

Der Kanzler schüttelte den Kopf, „nein! Er wartete nur auf den richtigen Moment! Er wird sicherlich nach Im Young Ho in Chungju und Lee Seokgyeon in Jeju Island suchen! Kann ich dich mit einer intriganten Aufgabe betrauen?“

Hwang Chul Woong sagte ausdruckslos wie immer, „dein Wunsch ist mir Befehl!“

Der Kanzler erklärte, „was Song Taeha eifrigste Träume ausfüllt, ist der Wunsch Im Young Ho und Lee Seokgyeon zu finden! Aber was, wenn sie bereits das Elend schon hinter sich haben? Wie klingt das? Wäre dies nicht interessant?“

Der Kanzler lächelte. Während Hwang Chul Woong zum ersten Mal Gefühle zeigte, wenn es auch nur Überraschung war, während er fragte, „du willst mich, um diese Leute zu töten?“

Der Kanzler schüttelte leicht den Kopf, als er meinte, „die beiden haben lange genug gelebt!“

Hwang Chul Woong hatte sich inzwischen wieder gefaßt und sagte wie gewohnt ohne Gefühle, „ich verstehe! Ich werde diskrete Männer schicken, um dies zu erledigen!“

Der Kanzler widerprach, „für etwas von dieser großen Bedeutung, solltest du selbst gehen!“

Hwang Chul Woong erklärte, „das Training unbeaufsichtig zu verlaßen verbietet mir meine Stellung! Auch können wir uns nicht unseren Krieg vor unseren anderen Pflichten widmen!“

Der Kanzler fragte, „also erlaubt es dir deine Pflicht nicht es zu tun! Ist es das?“

Hwang Chul Woong senkte den Kopf, „ich entschuldige mich!“

Der Kanzler stand auf, „du mußt deiner Stellung gegenüber sehr verbunden sein! Nimm noch einen Becher, es ist bereits sehr spät!“ Der Kanzler ging und Hwang Chul Woong dachte wieder zurück.

Wie er damals unter Song Taeha als Hauptmann gekämpft hatte. Ein Soldat griff ihn an und verwundete ihn. Hwang Chul Woong flog gegen eine Wand, als Song Taeha zwischen sie sprang und den Soldat tötete. Ohne sich umzuwenden fragte er, „kannst du noch gehen?“

Hwang Chul Woong sagte, „ich schulde dir mein Leben!“

Song Taeha sah sich schnell um, während die anderen weiter kämpften. Dann zog er Hwang Chul Woong von der Wand hoch und stützte ihn, während sie durch die kämpfenden Soldaten gingen und sagte, „halte noch ein klein wenig länger durch! Sobald wir an ihnen vorbei sind, werden wir in der Lage sein in die Festung zu fliehen!“

Hwang Chul Woong widersprach, „ich bin nur eine Last für dich!“

Song Taeha hatte geschimpft, „sag so etwas nicht noch einmal!“

Hwang Chul Woong entgegnete, „ich werde diese Schuld mit meinem Leben bezahlen!“

Schließlich verblaßte die Erinnerung und er ging zu einem entlegenen, einfachen Haus in dem seine Mutter lebte. Er setzte sich zu ihr. Sie gab ihm seine Schale mit Reis, „hier!“

Hwang Chul Woong blickte sie an, als würde er sie gerade zum ersten Mal sehen, „hast du selbst genug zu Eßen?“

Seine Mutter nickte lächelnd, „iß nur! Aber mit dir muß etwas geschehen sein! Du siehst nicht gut aus!“

Hwang Chul Woong sah kurz auf, „es ist nichts!“

Seine Mutter fragte, „geht es dem Kanzler gut?“

Hwang Chul Woong sah kurz auf und sagte nur, „ja!“

Seine Mutter sah ihn immer noch besorgt an, „hör zu, die Leute reden über diese Krankheit! Darüber, daß sie mit dieser Krankheit, keine Kinder bekommen kann!“

Sie schwieg. Auch Hwang Chul Woong schwieg lange. Nach etlicher Zeit holte er einen Beutel mit Geld heraus und legte es auf den Tisch, als er seufzte, „es ist Zeit, daß du aufhörst zu arbeiten und dich ausruhst!“

Seine Mutter lächelte leicht, „als ob du so viel Gehalt bekommst! Du bringst jedes Mal, wenn du nach Hause kommt, dein ganzes Geld mit!“

Nun lächelte auch Hwang Chul Woong, „warte nur ein wenig länger!“ Seine Mutter sah bedrückt auf den Tisch, während Hwang Chul Woong fortfuhr, „ich werde dir ein viel schöneres Haus suchen!“

Seine Mutter schüttelte energisch den Kopf, „ich brauche nichts für mich! Alles, was ich möchte ist, daß es dir gut geht!“

Hwang Chul Woong lächelte für ihn unüblich wieder, „mache dir keine Sorgen um mich!“

Seine Mutter widersprach, „nur wegen ein wenig Eßen auf dem Tisch! Sie sagen, du bittest deinen Schwiegervater darum! Vergiß die Hilfe, die sie uns gegeben haben, sondern denke über deine Nachkommen nach!“

Hwang Chul Woong wurde ernst, als er diesmal den Tisch ansah, „wir werden bald wegziehen und du wirst bei uns leben!“

Seine Mutter schüttelte seufzend den Kopf, „alles, was ich will ist, daß ihr beide ein schönes Leben habt!“

Der Kanzler saß bei einem Minister und fragte, „also, wie viele Sklaven lief aus der Trainingskommandatur weg?“

Der Minister überlegte kurz, „insgesamt sieben, einschließlich Song Taeha und sie waren alle aus den königlichen Pferdeställen! Scheint als nutzten sie die Gelegenheit zu fliehen, während man die Wachen für die Vorbereitungen für die jährliche königliche Feier halbierte!“

Der Kanzler nickte nachdenklich, „du willst also sagen, daß die Wache vernachläßigt wurde!“

Der Minister meinte, „nun, man kann nicht sagen, daß es nicht...“

Der Kanzler unterbrach ihn, „entzieht dem militärischen Trainingsbefehlshaber Hwang Chul Woong seine Stellung und bringt ihn ins Gefängnis!“

Der Minister riß ungläubig die Augen auf, „er steht auf unserer Seite und selbst dann ist er noch dein eigener Schwiegersohn!“

Der Kanzler sah ihn ruhig an, „bei einer Beleidigung gegen unsere nationale Ehre, ist er nicht nur ein Schwiegersohn! Selbst dein eigener Sohn müßte für solch eine Untat bezahlen!“

Der Minister sah ihn immer noch ungläubig an und bat, „nehme deine Worte zurück!“

Der Kanzler sah ihn fragend an, „dann willst also du die Verantwortung an seiner Stelle übernehmen?“ Sofort schwieg der Minister.


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15. Mai 2014, 10:58

 Re: Meine erste Geschichte
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Es war früh am morgen, als sich die Offiziere versammelt hatten und ein Offizier mit einem Erlaß verkündete, „der Grund für die Flucht der Regierungssklaven aus den Räumlichkeiten, wurde als eine Vernachlässigkeit befunden! Nicht zu erwähnen, die unzureichende Maßnahme nach der Tatsache dafür die Verantwortung zu tragen! Es erfordert eine sofortige und entschlossene Bestrafung! Daher wird dem Befehlshaber Hwang Chul Woong seine Stellung entzogen und für sein Vergehen verhaftet werden!“

Zwei Offiziere griffen nach Hwang Chul Woong, doch dieser riß sich wütend los und sah den Offizier an, „laßt mich los! Auf wessen Befehl handelst du?“

Der Offizier eilte zu ihm und flüsterte, „geh einfach mit ihnen! Wenn die Dinge sich beruhigen, wird alles wieder wie üblich verlaufen!“

Hwang Chul Woong sagte mit gewohnter Stimme, „Regierungssklaven auf der Flucht sind eine alltägliche Sache, wieso werde ich dafür so hart bestraft?“

Der Offizier flüsterte noch immer, „ein königliches Erlaß wurde bereits vergeben, also kann ich nichts für dich tun!“

Hwang Chul Woong sah wie selten wieder einmal überrascht aus „ein Erlaß? Kann ein hoher Offizier wegen solch einem kleinem Fehler wirklich entlaßen werden?“

Der Offizier flüsterte wieder, „er steckt dahinter!“

Hwang Chul Woong sah ihn fragend an, „wem meinst du?“

Der Offizier seufzte, „der Kanzler! Also gehe einfach ruhig mit ihnen!“ Hwang Chul Woong sah einmal mehr überrascht aus, doch dann zeigt sich auf seinem Gesicht Wut, dennoch ging er nun mit den Offizieren, welche ihn ins Gefängnis brachten.

Hwang Chul Woong trug Sträflingskleidung. Ein Gefangener sagte gerade, „wir könnten ein Bad nehmen, zum Beispiel!“

Die Wache schloß die Zellentür auf und Hwang Chul Woong trat, wie immer gefühlslos, ein. Ein Junge stand auf, „Meister, scheint als hätten wir einen neuen Gast!“

Der Gefangene zu dem er sprach lag mit dem Rücken zu ihnen und meinte, „ dann sollten wir ihn einweihen! Auf die Knien mit ihm!“

Hwang Chul Woong stand immer noch auf der gleichen Stelle. Ein anderer Mann stand auf, als der Junge sagte, „auf deinen Knien, sagte er!“

Der Gefangene neben ihm zerrte an ihm, dann trat er nach ihm, doch Hwang Chul Woong stand immer noch reglos da. Schließlich blickte er zu dem Jungen, „bist du Bube ihr Anführer?“

Erst jetzt wandte sich ihr Anführer in seiner Ecke zu ihm um und stottete verblüfft, „B...Bube?“ Dann spuckte er wütend den Strohhalm an dem er geknabbert hatte aus und zeigte auf ihn, „bestraft ihn!“

Sofort wiederholte der Junge, „er will, daß wir ihn zu bestrafen!“

Im gleichen Augenblick packte Hwang Chul Woong den Mann neben sich auch schon am Haar, zerrte ihn herab und trat ihm das Knie ins Gesicht. Dem nächsten schlug er die Faus ins Gesicht. Die Faust eines weiteren Angreifers blockierte er, indem er den Arm schräg hochhielt, während er ihm mit der freien Hand gegen die Kehle schlug. Er zog sich an dem Gitter über der Zelle hoch und trat zwei weitere Angreifer mit den Füßen zu Boden. Er sah sie gelassen an, während die anderen stöhnend auf dem Boden lag und der Anführer ihn mit großen Augen überrascht ansah. Schließlich wandte sich Hwang Chul Woong zu ihm um, um seine Mundwinkel zuckte ein kleines Lächeln. Der Anführer spuckte hastig den Strohhalm aus, an dem er wieder geknabbert hatte und legte den Arm um den Jungen. Als er verlegen lachte, „wie lange ist es her, seit wir zuletzt solche Dummkköpfe sahen, um sie zu begrüßen?“ Er ließ den Jungen los und ging auf Hwang Chul Woong zu, während er meinte, „ich werde dir einen Vorgeschmack von der salzigen Gefängniskost geben!“ Im gleichen Augenblick schlug er zu, doch Hwang Chul Woong drehte nur das Gesicht und die Schulter ein wenig zur Seite, der Schlag verfehlt ihn und Hwang Chul Woong schlug ihm die Faust ins Gesicht. Der Anführer lachte den Jungen verlegen an, als er meinte, „wie hat er mich genannt?“

Der Junge lachte, „ajee, nicht wirklich dich!“

Der Anführer lachte wieder, „heute kannst du mal schnell herumalbern!“ Er wollte wie Hwang Chul Woong es getan hatte, sich an den Gitter der Decke hochziehen und ihn zu Boden treten, schaukelte aber stattdessen nur wie ein Affe hin und her. Er gab es schließlich auf und legte wieder den Arm um den Jungen, wärend er bereits schon etwas außer Atem keuchte, „wo Engel nicht handeln, wie sie sagen, bist du tot!“ Er sprang auf Hwang Chul Woong zu, welcher ihm einfach die Faust ins Gesicht schlug ohne sich zu bewegen. Der Anführer war noch nicht einmal wirklich in seine Nähe gekommen, als er auch schon auf dem Boden lag und fragte, „hat er mich gerade geschlagen? Hast du es gesehen?“ Er stand auf und griff wieder an, diesmal schlug Hwang Chul Woong ihm die Faust in den Bauch. Der Anführer hüpfte wieder wie ein Affe herum und hielt sich den Bauch, „er hat mich getroffen!“ Dann warf er sich selbst der Länge nach auf den Boden und rief, „Hyungnim, töte mich, ich bitte dich darum!“

Ein anderer Gefangener jammerte mit noch immer schwacher Simme, „verschone unser Leben!“

Der Kanzler war im Palast, der Offizier der den Erlaß verlesen hatte trat zu ihm. Er sah ihn verärgert an, „ich verstehe wirklich nicht, was du damit erreichen willst!“

Der Kanzler verschränkte die Arme vor der Brust, während er meinte, „was denkst du denn? Ich habe lediglich jemanden für seine Verbrechen bestraft!“

Der Offizier sah sich schnell um, dann flüsterte er, „du hast doch keinen Hintergedanken, oder?“

Der Kanzler lächelte leicht, „mach dir keine Sorgen und fahr fort wie es das Gesetz befiehlt! Schau auch nach Sklavenjäger rund um die Stadt aus, welche uns bei dem Anlaß helfen könnten!“

Der Offizier sah ihn entsetzt an, „sagtest du Sklavenjäger?"

Daegil breitete eine Reihe Karten nebeneinander aus. Seol-Hwa lag daneben auf dem Boden und meinte gelangweilt, „ajee, ich wüßte nicht, wo ich anfangen soll! Fühle dich wie ein Wurm, der herum tänzelt!“

Daegil besaß sich weiter die Karten, während er schimpfte, „hör auf herumzualbern und wenn du nichts anderes zu tun hast, dann nimm das und nähe einiges!“

Er holte eine Nadel und eine Rolle Fäden hervor und warf sie ihr zu. Seol-Hwa setzte sich sofort auf und rief, „ich weiß nicht wie man näht!“

Daegil schrie wieder einmal, „dann wische zumindest den Boden, du Weibsbild!“

Er neigte sich wieder über die Karten, als Seol-Hwa auch schon wieder sagte, „ich habe noch nie zuvor einen Boden gewischt!“ Sie bemerkte ein zusammengerollte Rolle Papier und griff hastig danach, „oh, was ist das?“

Daegil streckte seine Hand aus, diesmal klang seine Stimme ruhig, dafür aber gefährlich, „gib es mir!“

Seol-Hwa grinste ihn an, „was, was, was?“

Daegil wedelte mit der Hand, seine Stimme noch immer gefährlich ruhig, „gib es mir einfach!“

Seol-Hwa sprang schnell auf und rannte in eine Ecke. Daegil rannte weniger schnell, dafür lauter schimpfend hinter ihr her, „du kleine...“

Seol-Hwa hatte die Rolle inzwischen augerollt und sah das Bild, „woah, schön! Wer ist das? Deine Geliebte?“

Daegil packte sie an der Hand und warf sie zu Boden, wobei er gleich mit auf sie lief. Seol-Hwa die nicht mit so etwas gerechnet hatte, schrie erschrocken auf. Daegil riß ihr grob die Rolle aus der Hand und sah sie wütend an. Gerade in dem Moment erschien der Offizier, „he, Daegil!“ Er hielt sich schnell die Hand vor das Gesicht, als er Daegil auf Seol-Hwa liegen sah, „ajee, Daegil! Scheint als würdest du dich gerade amüsieren! Vergib mir!“ Daegil rutschte von Seol-Hwa herrunter, während der Offizier sich setzte und meinte, „ denk nicht an mich und beende einfach, was du angefangen hast!“

Seol-Hwa setzte sich nun ebenfalls empört auf, während Daegil seufzte, „was ist der Grund?“

Der Offizier sah ihn an, „ich hörte man schoß auf dich und du wurdest verkrüppelt, also kam ich, um nach dir zu sehen!“

Daegil lachte, „welcher Sohn einer leichtfertigen Schlampe plappert die ganze Zeit diesen Unsinn? Es streifte mich kaum!“

Der Offizier erwiderte beleidigt, „ob Mistwasser oder du hinein fällst, der Geruch ist der gleiche! Was ist los mit dir?“

Diesmal sah ihn Daegil ernst an, „jedenfalls, bis ich diesen Narr in meine Hände bekomme, Sklave oder nicht, fang sie alle! Ich hatte dich gewarnt!“

Der Offizier sah ihn nachdenklich an, „wird es funktionieren? Jemand sucht nach dir! Von sehr hoch oben!“

Er hob seinen Finger, als wollte er es zeigen. Daegil wedelt mit der Rolle herum, „vergiß es! Ich habe keinen Grund jemanden von hoch oben zu treffen!"

Der Offizier schimpfte, „willst du so weitermachen? Ich war derjenige, der dich überall lobte, denke nicht nur über an dich selbst! Ein kurzer Blick auf, wie Ji Ho Cheon und seine Schurken es treiben und ich habe stattdessen dich empfohlen! Also werden wir fünfzig zu fünzig machen, verstanden?“ Dann ging er und traf sich mit dem Adilgen vom Hof, welcher schon die Zeichnungen fälschen ließ.

Dies war der Beginn für Daegil von einer politischen Intrige, aus der es für keinen der daran beteiligt war zurück mehr geben sollte. Die Jagd auf Leben und Tod nach Song Taeha und dem Kronprinz auf Jeju Island begann, aber auch ungewollt die Jagd auf die Frau, die Daegil einst geliebt hatte und sich nun an ihr rächen wollte.

Der Adlige der die Zeichnungen gefälscht hatte und zwei weitere Männer brachten Daegil zu einem Strand. Auf einem höher gelegenen Pavillion war der König und seine Geliebte. Der Adlige schrie wütend, „auf was wartest du noch, erkläre seiner Majestät deinen Respekt!“

Daegil der etwas abseits von ihnen stand, sah ihn kurz an und nuschelte dann, „sei gegrüßt!“ Die beiden Männer sahen den Adligen an, welcher ihnen zunickte. Sie gingen zu Daegil und schlugen ihm mit ihrem Schwert die Beine weg. Daegil kniete da, seufzte und wiederholte wieder, „sei gegrüßt!“

Der König sah ihn von oben aus an, wo er mit den Rücken verschränkten Händen stand, „kannst du erraten, warum du hierher gebracht wurdest?“

Daegil sagte gelangweilt, „nun, es ist ein Sklavenjäger den ihr sucht!“

Der König fragte, „irgendeinen Vorstellung, mein Angebot anzunehmen?“ Die Geliebte des Königs saß weiter hinten und lächelte, während sie zuhörte.

Daegil fragte, „was ist der Grund?“

Der König antwortete, „es handelt sich um einen entlaufenen Sklaven, der aus der Trainingskommandantur flüchtete, ein ganz bestimmter, Song Taeha!“ Bereits bei dem Namen klingelten bei Daegil die Alarmglocken, als der König fragte, „kannst du ihn lebend zurück bringen oder auch nur seine Leiche? Solltest du den Auftrag erfüllen, werde ich dich großzügig belohnen!“

Daegil sah zu ihm hoch, „ihr müßt mir vergeben, aber ich hatte immer eine schwere Zeit! Ich glaube den Zugeständnissen von euch und den Adligen nicht!“

Der König lachte, „du schlauer Fuchs möchtest im voraus bezahlt werden!“

Daegil meinte, „wie könnte ich es wagen, euch darum zu bitten! Es sind nur die Gesetze der Straße, die vorschreiben, die Hälfte davon im voraus und die andere Hälfte, wenn der Auftrag erfüllt ist!“

Der König nickte, „ein ziemlich gewagter, kleiner Diener! Würden fünfhundert Nyang ausreichen?“

Daegil überlegte kurz, dann hob er wieder den Kopf und schob sein Haar zur Seite, so daß man den Verband sehen konnte, „ich wurde genau hier von einer Schußwaffe verletzt! Ich frage mich, wer dafür verantwortlich ist, daß ich fast an dem Sensenmann übergeben wurde! Sollte ich nicht zuerst den Schuldigen ausfindig machen?“

Der König lächelte, „wie wäre es mit eintausend? Wirst du dich noch immer weigern?“

Daegil schüttelte den Kopf, „ich kann es wirklich nicht!“

Der König sagte, „zweitausend Nyang! Dies ist so viel Geld, um daß Dasein eines Menschen zu ändern, aber du wirst dich immer noch weigern!“

Daegil gestand, „ich glaube, keine Belohnung kann jemals mehr wert sein als das Leben!“

Der König schnaufte verächtlich, „ein magere Markt! Bengel wie du werden sicher wißen, wie man verhandelt! Gut! Wie kostbar ist dir dein Leben?“

Daegil leierte ohne Unverschämheit herunter, „verzeiht die gewagte Unverschämtheit, aber nach den allgemeinen Markteinschätzungen, scheint mein Skalp sich nicht weniger als fünftausend Nyang zum lohnen! Natürlich ist es nichts! Aber einige betrunkene Marktbengel quatschen!Ich würde also nicht viel auf diese Überlegung geben!“

Der König trat an das Gelände und warf einen Beutel hinunter, „hier sind deine fünftausend Nyang!“

Daegil öffnete den Beutel und sah hinein, während er den König im Auge behielt, „meinen Dank, eure Majestät! Ich werde keine Mühen scheuen, eure Wünsche zu erfüllen!“

Doch auch der König gab nicht so leicht auf, „du hast einen Monat Zeit! Überschreitest du das Datum wird der Preis mit deinem wertvollen Skalp bezahlt werden! Und solltest du versagen, wird es dich das Leben kosten!“

Daegil lächelte leicht, „ihr müßt euch keine Sorgen machen! Eine kluge Hexe kann auch ohne einen Besenstiel fliegen!“

Sie saßen wieder alle zusammen, während Wangson ein Blatt Papier auf den Boden legte, „dies ist die Liste Personen, die Schußwaffen aus dem Schmiede bestellten! Räuber und Diebe, wie erwartet, aber es gibt auch alle Arten von Jägern! Ich denke also, daß wir ihn finden könnten!“

Daegil hatte nur in Gedanken versunken dageseßen und sagte nun, „laßt uns gehen!“

Wangson fragte überrascht, „wer?“

Daegil starrte noch immer nachdenklich nach draußen, „Song Taeha fangen!“

Wangson zeigte auf die Liste und schimpfte wieder, „und du läßt diesen Narren einfach gehen? Wer bist du? Läßt die Hornisse fliegen, um eine lausige Biene zu fangen!“

Choi wie immer ruhig, sah ihn an, „hör auf, auf die Weise zu schimpfen!“

Wangson zeigte jedoch nur wieder wütend auf Daegil, „wenn du gehen willst, laß uns zuerst unser Geld aufteilen! Du wirst nie wißen, wann der nächste Schuß dich in dein Königreich schickt!"

Daegil neigte sich ruhig vor, „hör zu, weißt du, wieviel dieser Handel wert ist? Nicht weniger als dies, sieh her!“

Daegil streckte seine Hand aus und wackelte damit vor Wangsons Augen mit den Fingern. Wangson drehte den Kopf nun doch zu ihm um und stotterte, „fün... fünfhundert? Das kann nicht sein... Du kannst mir nicht erzählen, daß es fünfhundert Nyang sind!"

Die letzten Worte schrie Wangson fast. Daegil nickte grinste und sagte mit einem Hintergedanken, „besser ein Fest an einem Tag, als einhundert Stück Land zu bekommen! Sobald wir dies getan haben, bekommt jeder über hundert Nyang!“

Sogleich rief nun auch Seol-Hwa, „und was ist mit mir? Bekomme ich auch einen Anteil daran?“

Wangson umarmte Daegil lachend, „ich liebe dich!“

Seol-Hwa schüttelte Daegil am Arm und rief lachend, „aber ich habe dein Leben gerettet!“

Daegil stieß wortlos ihren Arm zur Seite. Choi war als einziger ernst geblieben und sah besorgt als, während er nun sagte, „scheint als würde eine viel zu große Summe gerade einen treffen!“

Wangson, der vor Freunde aufgesprungen war, setzte sich wieder und schimpfte auch schon gleich wieder, „warum machst du dir darüber Sorgen? Du bist immer so besorgt!“

Choi schien wie so oft, der Wahrheit immer näher zu kommen, als gedacht, als er einwandte, „weil viel Geld immer den Samen von Ärger sät!“ Wangson winkte energisch mit den Händen ab und Choi sah Daegil besorgt an, „bei der Gelegenheit, hast du dich mit einem Höfling getroffen?“

Daegil starrte plötzlich die Decke an, „habe ich nicht!“

Seol-Hwa zeigte in Richtung Tür, „aber ich sah dich, wie du einen Gat Träger gefolgt bist!“

Choi runzelte nun die Stirn und sah Daegil an. Daegil warf Seol-Hwa einen bösen Blick zu und nuschelte hastig, „nun, er sah aus wie ein Yangban vom Hof, das ist richtig!“

Sofort fragte Choi, „und er sagte, er würde dich mit fünhundert Nyang belohnen?“

Daegil antwortete kleinlaut, „sicher!“

Chois Stimme wurde hart, „ich hoffe, daß du nicht mit ihm um einen höheren Preis verhandelt hast?“

Diesmal sah Daegil Choi doch an, „deiner Ansicht nach, verhandel ich mit Menschen und riskiere meinen Hals!“

Wangson winkte wieder mit der Hand ab, „ajee, was soll uns das kümmern?“ Er klaschte in die Hände und richtete sich auf, „hier, laßt uns gehen, bevor es zu spät ist!“ Diesmal hob Wangson seine Hand und fügte hinzu, „es sind nicht weniger als fünfhundert Nyang!“

Choi sah Daegil halb besorgt, halb verärgert an, „egal, was er dir versprochen hat, vertraue diesen Höflingen nie!“

Daegil schwieg und nickte nur. Choi verließ kurz den Raum, als er wieder eintrat, warf er einen Gegenstand zu Daegil auf den Boden. Daegil sah zu ihm auf, „was ist das nun schon wieder?“

Choi setzte sich wieder, während er sagte, „Eure Rüstung! Ich fügte Hanji hinzu, um sie stärker zu machen! Sie ist so stark wie Gußeisen und so leicht wie Seide!“

Wangson nahm einen Teil der Rüstung und sah sie mit strahlenden Augen an. Daegil hielt ebenfalls ein Stück der Rüstung in der Hand, er klopfte dagegen und sah Choi alles andere als strahlend an, „muß ich das tragen?“

Choi erwiderte, „denk einfach daran, es wäre ein Zeichen der Gefälligkeit! Trag sie einfach!“

Wangson hielt sich das Vorderteil an die Brust, er klopfte ebenfalls, wenn auch lachend dagegen und rief, „in Ordnung! Danke dir, Ältester!“ Seol-Hwa sah Choi an und fragte, „und ich? Was ist mit meiner?“ Choi blickte sie nur stumm an und Seol-Hwa senkte den Kopf und beantwortete ihre Frage selbst, „es gibt keine für...“

Daegil unterbrach sie, „General Choi, hast du kein Vertrauen in meine Fähigkeiten?“

Choi seufzte, „wir machen da keine Scherze mit Räubern! Er schärfte die Klinge auf dem Schlachtfeld!“

Daegil widersprach, „der Markt ist auch ein Schlachtfeld! Er wird von Geld beherrscht!“

Jumos Schwester kümmerte sich um die Hühner. Jumo kümmerte sich um den Mais und sah bedrückt und müde aus. Ihre Schwester ging an ihr vorbei und dann zu den Ställen nebenan. Ma-Ui kam um die Ecke und rief schon von Weitem, „Jumo!“

Jumo warf den Mais lustlos auf den Boden, „du bist es!“

Ma-Ui reckte en Hals, „ich meinte nicht dich, sondern meine kleine Jumo!“ Schließlich entdeckte Mai-Ui sie und ging lachend auf sie zu, „Liebling! Ich frage mich, ob du schon zu Mittag gegeßen hast!“

Jumos Schwester sah ebenso lustlos und müde aus, während sie sich um ein Pferd kümmert und sagte ohne sich umzudrehen, „schon mal jemand gesehen, der in unserem Geschäft um diese Zeit ißt? Was bringt dich her? Willst du was zu trinken?“

Ma-Ui sah sie wütend an, „denkst du, ich kam um diese Tageszeit, um mich zu betrinken, du Dummkopf!“ Er lächelte sogleich wieder, als er säuselte, „ich kam, um dich zu sehen!“ Schließlich ging sie mit ihn zu dem Lokal, draußen legte Ma-Ui ein Stofftuch auf den Tisch und wickelte es auf. In dem Stofftuch befand sich ein Stoffballen, Ma-Ui fuhr stolz über den Stoff, „das bekommt man nicht in gewöhnlichen Geschäften zu kaufen! Es ist wirkliche, echte wertvolle Qing Seide! Ich erhielt von einem Traumdeuter! Nur damit kannst du dir die schönsten Kleider machen!“

Jumos Schwester sah ihn überrascht an, „für mich? Warum?“

Ma-Ui sah sie beleidigt an, „wenn du zwischen Mann und Frau nach dem warum fragst, verletzt du meine Gefühle! Behalte es einfach als aufrichtige Hingabe in meinem Namen!“

Jumo sah zu ihrer Schwester und strich über den Stoff, „schön für dich, Dongsaeng! Bei dieser Farbe...“

Ma-Ui schlug ihr auf die Hand, „wie kannst du es wagen, es zu berühren!“

Während Jumo ihn halb erschrocken halb verärgert ansah, grinste Ma-Ui auch schon wieder wie ein Trottel ihre Schwester an. Diese sah den Stoff nachdenklich an, „ich habe wirklich nicht die Absicht dies anzunehmen!“

Jumo sieß sie an und zischte, „ajee, nimm es einfach!“

Ihre Schwester erwiderte, „ich sagte, ich will es nicht! Seide wäre nur eine Last! Warum sollte ich also?“

Ma-Ui himmelte sie immer noch wie ein Gockel an, während er säuselte, „dies ist nicht nur Seide! Ich gab dir mein Herz!“

Er legte seine Hand auf sein Herz, Jumos Schwester verzog das Gesicht, „und damit wäre es eine noch größere Last!“

Ma-Ui grinste wieder, „ich habe das nur so daher gesagt, da ich glaube, daß es dies bedeutet!“

Er griff nach ihrer Hand und strich mit ihrer Hand über die meergrüne Seide hin und her, „wie ist es? Fühlst du den Unterschied?“

Jumo saß auf einmal mit offenem Mund da, als sie Daegil und die anderen mit ihrem Gepäck heraus kommen sah und stöhnte, „ajee!“

Dann stand sie schnell auf und eilte zu ihnen. Jumos Schwester sah verwirrt in die Richtung, während Ma-Ui ihre Hand hochhielt und rief, „he Daegi!!“

Als sie Choi sah riß sie entsetzt ihre Hand weg und rief, „oh nein! Was jetzt!“

Dann rannte sie eilig weg. Jumo ging zu Choi und meinte, mißversteh dies nicht!“ Solbald sie sicher war, daß ihre Schwester weg war, neigte sie sich zu Choi und flüsterte, „sie und Ma-Ui scheinen einander zu mögen!“

Choi lief wie üblich rot an, als er nickte und stammelte, "ah... ja!“

Jumo griff sich wieder an die Brust, „paß auf dieser langen Reise gut auf dich auf! Ich werde auf dich warten!“ Wangson lachte leise, Choi hustete einmal mehr, Seol-Hwa grinste, nur Daegil blieb ernst, während sie zu den Pferden gingen. Sie ritten hintereinander durch die enge Straße der Stadt. Seol-Hwa ritt auf Wangsons Pferd mit, während Jumo ihnen noch ein Stück folgte.

Song Taeha setzte sich leicht auf und stöhnte, bevor er kurz auf die Wunde sah und versuchte seinen Arm zu bewegen. Un Nyun war im Tempel wie sie es dem Monk gesagt hatte. Song Taeha hatte sich inzwischen angezogen und kam zu dem Tempel. Er stand lange Zeit da und beobachtete Un Nyun, sein Gesicht war von Trauer überschattet.

Inzwischen hatten Daegil und die anderen die Grabstätte des Kronprinz erreicht. Wangson ging ein Stück, Seol-Hwa blieb bei den Pferden stehen, Daegil saß nur da und schien vor sich hin zu träumen. Choi zeigte in eine Richtung und erklärte, „daß Gras dort ist bereits getrocknet! Er muß es vor mindestens eineinhalb Tagen verlaßen haben!“

Wangson trat zu Daegil und seufzte, „bei der Gelegenheit, es gibt hier niemanden zum herumalbern! Wie willst du wißen, daß es hierher kommt!“

Er grinste wie meist, während Daegil nun aufstand, „versuche ab und zu einmal deinen Verstand zu gebrauchen! Er verbrachte acht Jahre mit Kronprinz Sohyeon bei den Qing! Kann solch ein Band so leicht verschwinden?“

Wangson rieb sich das Kinn, "ajee, dennoch! Warum sollte er zuerst hier gehen und soviel riskieren?“

Daegil runzelte die Stirn, „diejenigen mit edlen Blut werden zuerst nach einem gerechten Grund für sich suchen, selbst wenn sie dabei getötet werden! Ahnungsloser Narr! Laß uns hier umsehen!“

Während Seol-Hwa immer noch bei den Pferden stand, sahen sich die anderen um, als Daegil rief, „General Choi!“ Choi kniete sich neben ihm nieder, Daegil hob etwas Erde vom Boden auf und reichte es ihm. Choi nahm es in den Mund und spuckte es sogleich wieder aus. Daegil fragte, bereits wißend, „Gusuibu, nicht wahr?“

Choi nickte zustimmend, „mit Sicherheit! Scheint als wäre er ernsthaft verwundet!“

Daegil hatte ihn die ganze Zeit mit gerunzelter Stirn angesehen, „ich sagte, ich würde heute gewinnen! Er kann noch nicht weit gekommen sein!“ Choi lächelte leicht und nickte. Daegil breitete eine Karte auf dem Boden auf und zeigte auf eine Stelle, „hier!“

Choi sah ihn fragend an, „dort?“

Daegil sah ihn immer noch mit gerunzelter Stirn an, „wenn es eineinhalb Tage her ist, wird er den Han River benutzen um dorthin zu gelangen! Und zu sehen, daß er gusuibu verwendet, wird er kaum in der Lage sein zu stehen!“ Choi nickte zustimmend und Daegil fuhr fort, „er wird also nicht weit gegangen sein! Also wird er sich helfen laßen oder ist aus dem Weg nach draußen! Er wird sicherlich dort vorbei kommen!“ Choi nickte wieder mit ernstem Gesicht, während Daegil mit seinem Schwert in die Richtung hinter ihm zeigte, „nicht zu erwähnen, diesen steinigen Pfad!“ Auch Choi sah in die Richtung und gab ihm einmal recht.

Wangson ging inzwischen zu Seol-Hwa und kam gleich zur Sache, „Seol-Hwa, ich bin mir vielleicht nicht der Lehren des großen Weisen bewußt, aber ich kenne die Gesetze der Natur wie kein anderer! Wie wäre es mit heute Abend?“

Während Wangson oft spitzbübig grinste, lächelte Seol-Hwa oft verschmitzt, so wie auch jetzt, „heute Abend?“

Wangson nickte heftig, „ja!“

Seol-Hwa sah ihn von der Seite an und fragte, „was?“

Wangson fuchtelte mit den Händen herum wie ein kleiner Affe, „was denkst du denn? Laß uns etwas Spaß zusammen haben und unter dem Mondschein üben!“

Seol-Hwa sah ihn an, als hätte er den Verstand verloren, „ich habe es begriffen, hör auf zu sabbern!“

Wangson schnippte mit dem Finger, dann flüsterte er ihr leise zu, „sobald sie schlafen, werde ich dich wecken kommen, so...“

Seol-Hwa sah ihn auf einmal erschrocken an, „oh, ich befürchte, dies ist in dem Monat meine Zeit!“

Wangson ließ seinen Hand sinken und stieß einen lauten Seufzer aus. Daegil kam, ohne auf sie zu achten und befahl, „Wangson, laß uns gehen!“

Seol-Hwa ging sofort zu Daegils Pferd und versuchte vergeblich aufzusteigen. Während Daegil sein Schwert vor sie hielt und meinte, „ist dir deine Menstruation in den Kopf gestiegen? Wer denkst du, daß du bist, mit wem du reitest?“ Er zeigte auf Wangson, „reite mit ihm!“

Wangson grinste etwas schadenfroh, während Seol-Hwa ihn verwirrt ansah, „das ist alles ganz seltsam, Orabeoni! Jedes Mal, wenn ich mit ihm reite, beginnt er mich hier und dort zu berühren!“

Wangson riß nicht nur ungläubig die Augen auf, ihm fiel auch gleich die Kinnlade herunter. Daegil sah ihn verärgert an und zog sein Schwert bereits halb heraus, „du kleiner, geiler Bengel!“

Choi schloß die Augen, während Wangson auf Seol-Hwa zeigte und so laut schrie, daß sein Gesicht rot anlief, „eh, wann denn? Du bist wirklich eine! Wer hat dich jemals berührt?“

Daegil steckte die Klinge zurück und warf das Schwert Wangson zu, der es schnell geschickt auffing. Dann erklärte Daegil, „nimm die Last von dem Pferd auf deines, du dummer Bengel!“

Choi, welcher Seol-Hwa bereits von Anfang an nur als Lügnerin und Schlampe angesehen hatte, stieß einen Seufzer der Erleichtung aus und wandte sich ab. Wangson hielt noch immer das Schwert in der Hand und schrie noch immer wütend, „ajee, Ältester! Ich habe sie nicht berührt!“ Dann machte er sich wütend an die Arbeit.

Song Taeha ging dem steinigen Felspfad hinab, Un Nyun und der Monk folgten ihm. Schließlich blieb Song Taeha stehen und wandte sich zu ihnen um, „ich schulde euch alles, was ihr für mich getan habt! Ich werde eines Tages diese Schuld der Dankbarkeit zurückzuzahlen!“

Der Monk nahm die Gebetskette zwischen die Daumen und faltete die Hände, als er sagte, „Göttin der Gnade!“

Dann neigte er leicht den Kopf. Un Nyun sah ihn besorgt an, „deine Wunde ist noch frisch, also sei vorsichtig!“

Song Taeha sah sie lange schweigend an, dann verneigte er sich schließlich. Er wollte noch etwas sagen, schwieg jedoch. Er drehte sich um und ging weiter den steilen, felsigen Pfad hinab. Der Monk folgte ihm langsam noch einige Schritte, blieb dann jedoch stehen. Song Taeha wandte sich schließlich noch einmal um, wieder blickte er Un Nyun lange Zeit an, als er den Monk schließlich fragte, „wie war doch noch dein Name?“

Der Monk sah ihn ruhig an, „meine Name Name ist Monk Myeongan!“

Song Taeha nickte und sagte, „ich...“ Er schwieg wieder und sah Un Nyun an, welche schließlich den Kopf senkte, als er fortfuhr, „ich bin von Hanyang. Mein Name ist Song Taeha!“

Der Monk sah in an, „ nach deinem Gesichtsausdruck zu urteilen, erwarten dich große Dinge in der Zukunft! Sei jedoch trotzdem achtsam! Mit großem Ehrgeiz kommen auch große Herausforderungen!“

Wieder sah Song Taeha Un Nyun einige Zeit an, wieder wollte er etwas sagen, ließ es jedoch. Un Nyun verneigte sich schließlich vor ihm und Song Taeha wandte sich um und ging. Song Taeha kam ein einer einsam gelegenen Hütte vorbei. Er blieb stehen und zögerte kurz. Dann sprang er über die niedrig Mauer und stahl die Kleidung, da diese weniger auffällig war. Er kam in einen kleinen Ort. Als er um eine Ecke ging, wo er plötzlich auf Baek Ho und vier seiner Soldaten traf. Baek Ho verstellte ihm den Weg und hielt ihm eine Zeichnung von Un Nyun entgegen, „bei der Gelegenheit, hast du diese Frau gesehen?“

Song Taeha sah die Zeichnung gerade so lange an, um sie nicht mißtrauisch werden zu laßen, „kann ich nicht sagen! Ich glaube nicht, daß ich jemals zuvor gesehen habe!“

Baek Ho sah ihn noch einmal mißtrauisch an, doch dann senkte er die Zeichung und sagte, „gut!“

Song Taeha ging weiter, während Baek Ho sich noch einmal nach ihm umsah. Song Taeha ging absichtlich sehr langsam, so hörte er wie einer der Soldaten fragte, „sollten wir nicht direkt zu dem Oberhaupt von der Einsiedelei gehen?“

Baek Ho schüttelte den Kopf, „wir dürfen nichts unversucht laßen! Wir werden uns aufteilen! Ihr folgt mir!“ Er nickte den anderen Soldaten zu und fuhr fort, „ihr werdet inzwischen diesen Weg nehmen!“

Der Soldat stimmt zu, „ja, wir werden uns in der Einsiedelei treffen!“ Song Taeha hatte dem Gespräch nachdenklich und besorgt zugehört.

Die beiden Soldaten, welche den anderen Weg genommen hatten, trafen leider auf Yunji. Sie hatte ihr Haar aufgesteckt und lächelte. Einer der Soldaten hielt die Zeichnung hoch, „hast du diese Frau gesehen?“ Y

unji drehte sich verführerisch, „nein, nie! Wem sucht ihr denn? Sieht aus wie eine Frau, welche vor einiger Zeit in unsere Wohnung kam!“

Der Soldat fragte aufgeregt, „vor einiger Zeit, wann meist du war das?“

Yunji strich sich über ihr Haar und tat als würde sie überlegen, „mm, gestern am frühen Morgen!“

Der andere Soldat fragte, „kannst du uns zu ihr bringen?“

Yunji lächelte, „wenn ich das tue, was gibst du mir dafür?“

Der Soldat rief wütend, „hör mit dem Geschwätz auf und zeig uns den Weg!“

Yunji lachte, „sieh dir diese Heftigkeit an! Folgt mir!“

Sie ging einige Schritte, wo sie niemand sah, dann wandte sie sich zu ihnen um. Sie öffnete langsam ihr Oberteil und ließ den Umhang achtlos auf den Boden fallen!“

Einer der Soldaten rief wütend, „was machst du da, du Dirne! Versuchst du spiele mit uns zu treiben!“

Yunji lächelte, dann griff sie langsam mit den Händen in ihr aufgestecktes Haar und sagte fast zärtlich, „das Spiel hat gerade begonnen!“ Zur gleichen Zeit sprang sie zu den Soldaten, zog ihre Haarnadeln heraus und schnitt ihnen die Kehle durch. Danach steckte sie ruhig ihr Haar wieder hoch.

Daegil und die anderen stiegen am Aufgang zu dem Berg von den Pferden ab und sahen auf ihren Kompaß. Daegil befahl, „General Choi, du kommst vom Norden aus! Wangson, nimm den Süden! Ich werde aus dem Osten kommen! Er kennt seine Art mit dem Schwert umzugehen, also versucht keine Narrheiten! Verstanden!“

Sie schlugen die Hände gegeneinander zum Abschied und rannten soll. Seol-Hwa hielt Daegil schnell fest, „und ich?“

Daegil wandte sich überrascht zu ihr um, „du?“ Dann nickte er zu den Pferden, „behalte die Pferde im Auge!“

Er wollte wieder gehen, als Seol-Hwa auch schon fragte, „wieviel zahlst du mir?“

Daegil wandte sich wieder um und sagte, „ich werde deine Mutter finden!“

Seol-Hwa sah ihn verblüfft an, „meine Mutter?“ Daegil war allerdings nun wirklich los geeilt und Seol-Hwa rief hinter ihm her, „wie willst du sie finden?“ Dann blieb sie schmollend bei den Pferden.

Un Nyun sah bei dem Monk im Zimmer und zog einen kleinen silbernen Dolch. Sie griff nach ihrem zusammengebundenen Haar, schnitt über die Hälfte ab und legte es auf ein weißes Tuch zwischen ihr und dem Monk. Ihre Stimme klang ruhig doch voller Schmerz, als sie leise sagte, „gestern war seines Todestag!“ Sie sah den Monk an und lächelte leicht. Daegil rannte über den grasige, aber mit Steinen belegte Hügel hinauf. Un Nyun traten die Tränen in die Augen, als sie sagte, „ jedes Jahr! Ich vergeße nicht seinen Tod zu ehren!“ Daegil hatte inzwischen die Hügelspitze erreicht, er sah auf seinen Kompaß und rannte weiter, diesmal den Hügel auf der anderen Seite hinab. Un Nyun sprach weiter, „die Früchte, die Kuchen, achte darauf, daß sein Angebot nicht vernachläßigt wird!“ Daegil rannte nun über flacheres Gebiet. Un Nyun lächelte mit Tränen in den Augen, "dDies ist alles, was ich dir geben kann!“

Wangson und Choi näherten sich langsam von den beiden anderen Richtung. Un Nyun stand am Eingang des Zimmer und verneigte sich vor dem Monk, „ich wünsche dir Erleuchtung!“

Auch der Monk verneigte sich vor ihr und sagte, „Göttin der Gnade!“

In diesem Moment kam Baek Ho mit seinen zwei Soldaten angerannt und rief etwas atemlos, „Herrin!“

Un Nyun wandte sich erschrocken zu ihm um, "was machst du hier?“

Baek Ho verneigte sich lächelnd vor ihr, „laß uns gehen, Herrin! Dein Bräutigam wartet mit angehaltenen Atem auf dich!“

Un Nyuns Gesicht wurde auf einmal gefühlslos, „geht zurück!“

Baek Ho sagte besorgt, „der Lord schickte Jäger auf deine Spur! Selbst wenn es gegen deinen Willen ist, werde ich dich zu deiner eigenen Sicherheit zwingen und zurück begleiten!“

Er trat einen Schritt auf Un Nyun zu, die Soldaten folgten ihm. Doch Un Nyun sagte nur ruhig, „wenn du Hand an mich legst, werde ich mir mein Leben hier zu nehmen!“

Einige Zeit sahen sie sich schweigend dann, dann befahl Baek Ho, „begleitet sie!" Sie beiden Soldaten gingen zu ihr und ergriffen sie am Arm. Un Nyun versuchte sich zu befreien, während sie dennoch mit ruhig Stimme sagte, „laßt mich los! Wie könnt ihr es wagen mich anzufaßen? Ich sagte, laß mich los!“

Baek Ho wandte sich um und wollte gehen, als plötzlich Song Taeha vor ihm stand. Un Nyun und Baek Ho sahen ihn beide überrascht an, als Baek Ho sagte, „geh aus dem Weg!“

Song Taeha blieb ruhig stehen, "eine Frau gegen ihren Willen zu etwas zwingen, ist nicht etwas, daß einem Mann würdig ist!“

Un Nyun wollte auf ihn zugehen, doch die beiden Soldaten hielten sie fest, während Baek Ho antwortet, „dies hat nichts mit dir zu tun! Dies ist eine Clan Angelegenheit! Laßt uns gehen, Herrin!“

Die Soldaten zerrten Un Nyun an Song Taeha vorbei, welcher sich schnell umdrehte, den einen Soldaten von hinten packte und die Faust in den Bauch rammte, während er dem zweiten, der ihn angreifen wollte den Ellbogen ins Gesicht rammte. Baek Ho wollte sein Schwert ziehen, doch Song Taeha trat es zurück und Baek Ho taumelte einen Schritt rückwärts. Zur gleichen Zeit zog er sein Schwert, Song Taeha ging nur einen Schritt zur Seite, daß Schwert verfehlte ihn und Baek Ho taumelte wieder. Song Taeha rammte ihm zur gleichen Zeit den Ellbogen in den Rücken ohne sich umzudrehen, Baek Ho fiel zu Boden und direkt vor Un Nyun. Er hob leicht den Kopf und flüsterte benommen, „Herrin!“

Dann verlor er das Bewußtsein. Un Nyun sah zu Song Taeha, welcher sich zu ihr umwandte und fragte, „ist alles in Ordnung?“

Un Nyun senkte verlegen den Kopf, „ich stehe einmal mehr in deiner Schuld!“

Der Monk trat einen Schritt vor und stellte fest, „du hast Militärkleidung getragen, als du von hier weggingst, aber jetzt sehe ich dich gekleidet wie ein Bauer?“

Er lächelte leicht, als auch Song Taeha lächelte, „ich konnte mir nicht anders helfen!“

Der Monk wurde wieder ernst, als er fragte, „wohin willst du gehen?“

Song Taeha sah Un Nyun an und schwieg. Inzwischen kam Daegil immer näher, während auch von den beiden anderen Seiten Choi und Wangson immer näher kamen. Song Taeha überlegte noch einmal kurz und sagte dann, „ich gehe nach Chungju!“

Der Monk nickte, „wenn du über die westlichen Klippe gehst, wirst du einen Nebenpfad finden, welcher zum Hafen führt! Es ist ein mühsamer Weg, aber es gibt keine Abkürzungen dorthin! Er ist nur sicherer! Nachdem du den Fluß überquert hast, kannst du den Bergpfad nach Chungju nehmen!“

Song Taeha wandte sich um und ging, nach einigen Schritten wandte er sich jedoch wieder um und sah Un Nyun an, „viele Menschen erkundigen sich nach dir!"

Un Nyun sah ihn gelassen an, „ich hatte bereits solch einen Verdacht!“

Song Taeha nickte und zögerte kurz, dann meinte er, „wenn du mich entschuldigst!“

Er wandte sich wieder um und wollte gehen, doch wieder blieb er stehen und wandte sich zu Un Nyun um, „willst du mir folgen?“


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15. Mai 2014, 11:02

 Re: Meine erste Geschichte
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Daegil, Choi und Wangson trafen sich schließlich aufeinander. Daegil fragte, „ihn gefunden?“

Choi schüttelte den Kopf, „nichts!“

Daegil winkte ihnen zu und sie folgten ihm hastig. Sie rannten den Steilhang hinauf, den zuvor Un Nyun und Song Taeha gegangen waren und sich inzwischen auf dm Nebenpfad befanden. An einer Kreuzung teilen sie sich, Choi und Wangson rannten in die eine Richtung, Daegil in die andere. Daegil erschien als erster beim Tempel. Der Monk saß dort und betete, an der Seite lagen Baek Ho und zwei seiner Soldaten bewußtlos. Daegil streckte seinen Kopf durch die Tür und sah sich schnell um, während Song Taeha und Un Nyun, weiter den Irrpfad folgten. Daegil stützte sich auf sein Schwert, „du Scharlatan, lange nicht gesehen!“

Der Monk grinste, sprang plötzlich auf und schlug mit der Gebetskette nach Daegil. Dieser war so überrascht, daß er diese einschließlich der Faust des Monks an den Kopf bekam und zurück taumelte. Während er hastig schrie, „genug! Ajee, wirklich!"

Er hielt sich mit einer Hand den Kopf, während er mit der anderen das Schwert zurücksteckte und vorsichtshalber einige Schritt auf Abstand ging. Der Monk sah ihn breit lächelnd an, „ist dir die Kost gut bekommen?“

Daegil stand mit in Händen an den Hüften da, „schon mal jemand in der heiligen Welt gute Kost gehabt? Es ist ein Hexenkessel!“

Der Monk lachte, „ihr seit alle voller Sehnsucht, wie könntet ihr da nicht die Hölle auf Erden haben?“

Daegil grinste, „scheint du hast Erleuchtung erhalten! Ich habe keine Zeit, um mit dir zu plaudern, also lasst uns zur Sache kommen!“ Er wickelte eine Zeichnung von Song Taeha auf, „hast du ihn gesehen?“

Der Monk lachte leise, „er ging bereits schon vor einer ganzen Weile!“

Daegil rollte die Zeichnung wieder zusammen, während er den Monk nicht aus den Augen ließ, „wenn du lügst, werde ich den gesamten Platz in Brand stecken!“

Der Monk nickte grinsend, „wie du wünschst!“

Song Taeha und Un Nyun hatten inzwischen einen besonders steilen Abhang erreicht. Un Nyun stolperte, sofort wandte sich Song Taeha um und hielt ihr die Hand entgegen um ihr zu helfen. Er hielt immer noch ihre Hand als er weiterging. Un Nyun plötzlich stehenblieben. Erst jetzt bemerkte Song Taeha, daß er immer noch ihre Hand hielt und ließ sie schnell los. Beide sahen sich wieder einen Moment stumm an. Dann eilte Un Nyun schnell an ihm vorbei und Song Taeha folgte ihr.

Wangson kam mit Choi und im Schlepptau Seol-Hwa um die Ecke gerannt, Seol-Hwa folgte zuletzt, bereits etwas atemlos. Choi sagte sofort, „niemand da!“

Während er zu dem Monk sah. Seol-Hwa schrie fast so laut wie normalerweise Daegil, „was ist das? Ihr habt ihn verloren? Ihr konntet ihn nicht fangen?“

Wangson warf ihr einen wütenden Blick zu und schimpfte, „die Pferde? Wir haben dir gesagt du sollst sie im Auge behalten!“

Seol-Hwa nörgelte, „ajee, wie auch immer! Es war so langweilig ganz allein zu warten!“

Daegil wandte sich wieder an den Monk, „welchen Weg sind sie gegangen?“

Der Monk seufzte, „wer weiß! Wohin ihn sein Pfad führt, glaube ich!“

Daegil nickte nachdenklich, „wer sind die da drinnen?“

Der Monk meinte, „manchmal findet man Vögel die sich auf ihren Weg entlang verloren haben!“

Daegil sah ihn gehäßig an, „ich verstehe! Ein paar Jahre vor Buddha thronen hat dich weise gemacht! Aber vergiß nicht die gute alte Zeit, als du dich den ganzen Tag mit Fleisch vollgefreßen und mit Wein betrunken hast!“

Seol-Hwa sah den Monk lächelnd an, „Orabeoni, du bist ein Scharlatan, nicht wahr?“

Der Monk lachte laut, „oho, diese kleine Göttin der Barmherzigkeit!“

Daegil stimmte ihr ausnahmsweise einmal zu und lächelte, „er ist es ganz sicher! Er mag nicht, daß jemand andere ihn findet! Wie hast du das herausgefunden?“

Seol-Hwa grinste, „ich rieche den Geruch einer Frau an ihm!“

Sogleich erlosch Daegil lächeln, „was? Der Tempel riecht nach Parfüm!“ Daegil sah den Monk von der Seite an, „war er zusammen mit einer Frau?“

Der Monk sah leicht zu Boden und lachte leise, „es war nur ein seltener Gast in diesen bescheidenen Räumlichkeiten!“

Daegil widersprach, „wenn sie roch ihren Duft, kann sie noch nicht lange weg sein! Warum trafen sie sie auf dem Weg hierher nicht? Besonders wenn man bedenkt, daß wir von Norden, Süden und Osten kamen!“

Nun wurde der Monk doch ein Mensch und schrie, „ajee, Mist, also verdammt was? Wer bist du schon, zu denken, du könntest versuchen mich ärgern?“ Er trat wütend einige Schritte au Daegil zu, „willst du wißen, wie eine wütende Sungrye Gate baekjeong Faust sich anfühlt?“

Daegil grinste wieder und Seol-Hwa lachte leise, „oh Mann, sieh ihn dir an! Er ist ein hilfsbereiter Randalierer!“

Der Monk sah sie wütend an, „wenn ihr nicht gleich zur Hölle geht, wird heute Buddha oder wer auch immer Blut sehen! Ich bin gezwungen hier Ordnung zu schaffen, verstanden!“

Daegil ging auf ihn zu und grinste, „sie gingen nach Westen, nicht wahr?“ Song Taeha ging wieder vor Un Nyun, blieb an besonders steilen Stellen immer wieder stehen, um ihr zu Not zu helfen. Daegil meinte nun, „es gibt einen Nebenpfad dort unten!“

Der Monk seufzte laut, „Göttin der Gnade! Da ist nichts, dessen bin ich mir bewußt bin!“

Daegil fragte, „wie könnte es anders sein! Laßt uns gehen!“

Er wandte sich ab und winkte dem Monk zu. Wangson schimpfte inzwischen mit Seol-Hwa, „wenn die Pferde nicht da sind, werde ich nur...“ Den Rest hörte man nicht mehr.

Doch Daegil ging noch einmal zu dem Monk und rollte eine weitere Zeichnung auf, „hast du diese Frau gesehen?“

Song Taeha blieb wieder an einer steilen Stelle stehen und wartete bis Un Nyun daran vorbei war. Der Monk erwiderte, „du suchst immer noch nach ihr?“

Daegils Gesicht war ernst geworden, „antworte nur, hast du sie gesehen oder nicht?“

Auch der Monk war ernst geworden, „ich bin besorgt darüber, was die Zukunft für dich bereit hält! Ruhe hier ein paar Tage aus und bezeuge mit etwas Salpuri, daß deine Seele gereinigt ist!“

Daegil rollte die Zeichnung wieder zusammen, während er sagte, „sorge dich um dich selbst! Und falls du zufällig Jjakgwi von Mount Worak treffen solltest, grüße ihn von mir!“

Daegil folgte schnell den anderen und sie eilten zurück zu den Pferden. Inzwischen ging der Steilhang nicht nach unten, sondern führte nach oben, Un Nyun hielt sich an den Felsen fest. Song Taeha sah sie besorgt an, da man ihr die Erschöpfung ansah. Die anderen sprangen schon auf die Pferde und ritten los, Daegil sprang ebenfalls auf sein Pferd, „komm schon!“

Doch Seol-Hwa streckte nur die Hand aus, Daegil verzog das Gesicht und zog sie schließlich hoch. Inzwischen führte der Steilhang wieder hinab, Un Nyun fiel immer weiter zurück. Song Taeha kehrte zu ihr um und reichte ihr den Schwertgriff, damit sie besser Halt finden konnte. Der Fluß war inzwischen schon sichtbar. Daegil und die anderen ritten so schnell sie konnten. Seol-Hwa schlang grinsend ihre Arme um Daegil und hatte ihre Freude daran.

Un Nyun und Song Taeha befanden sich endlich auf einem Boot. Während Un Nyun erschöpft dasaß, beobachtete Song Taeha immer wieder das Ufer. Da Daegil und die anderen Pferde hatten, konnten sie nicht den Steilhang nehmen und ritten über eine flache Ebene. Schließlich hatten sie das Ufer erreicht auf dem sich das Boot befand. Daegil sprang noch im reiten ab. Wangson warf ihm schnell Pfeil und Bogen zu, während sie ihre Pferde anhielten. Daegil kniete am Ufer und spannte den Bogen. Sofort stand Song Taeha auf und zog sein Schwert, Un Nyun sah ihn besorgt an. Song Taeha stellte sich sich schützend vor sie, während der Bootsmann ebenso schnell in Deckung ging. Daegil ließ den Pfeil frei, Song Taeha wehrte ihn in eine andere Richtung ab und der Pfeil blieb im Boot stecken. Un Nyun hielt sich erschrocken die Hände ans Gesicht. Während Daegil einen zweiten Pfeil einlegte Song Taeha griff kurz beruhigend mit einer Hand nach ihr. Daegil ließ den Pfeil frei, wieder lenkte Song Taeha den Pfeil in eine andere Richtung. Dieser steckte knapp über dem Bootsmann ein, der nun seinen Kopf hob und rief, „ajee, was zur Hölle soll das?“

Un Nyun zitterte vor Angst. Song Taehas Stimme klang ruhig und sanft, „es wird gleich vorbei sein! Lehne dich für einen Moment an mich!“

Während er Daegil nicht aus den Augen ließ. Daegil stand diesmal auf und spannte den Bogen so weit er konnte. Er ließ den Pfeil los. Song Taeha hob schnell sein Schwert und der Pfeil prallte an seiner Klinge ab. Beide sahen sich an. Daegil lächelte leicht und senkte den Bogen. Choi fragte, „fast hätten wir ihn lebend gefangen, warum schießt du nicht?“

Daegil sah lächelnd zu Song Taeha, als er antwortete, „hast du jemals einen Drache mit einem Fischnetz gefangen? Er würde nicht darauf herein fallen!“

Wangson seufzte, „aber was nun? Müßen wir warten bis das Boot kommt zurück?“

Daegil meinte, „wenn die Boot segelt, dann segelte es, du Dummkopf! Wangson, bring die Pfeile zurück!“

Daegil wandte sich lächelnd vom Ufer ab. Wangson seufzte schon wieder, „ajee, wir hatten ihn praktisch schon!“

Dann machte Wangson sich daran die Pfeile vom Boden aufzuheben. Song Taeha stand noch immer im Boot und sah zum Ufer. Der Bootsmann stand vorsichtig auf und fragte, „sind sie alle weg, Herr?“

Statt seine Frage zu beantworten, fragte Song Taeha, „kannst du zufällig schwimmen?“

Der Bootsmann rief, „sicher! Ich habe mein halbes Leben umgeben von Wasser verbracht!“

Song Taeha sagte, „dann spring!“

Un Nyun sah ihn überrascht an. Der Bootsmann zeigte auf das Wasser, „von hier aus?“

Song Taeha meinte, „meine Entschuldigung, aber ich kann dich das Boot nicht zurück bringen laßen!“

Der Bootsmann schimpfte, doch dann sprang er in den Fluß. Daegil nahm seinen Platz am Ruder ein. Un Nyun strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah ihn fragend an, „du kannst rudern?“

Song Taeha sah nachdenklich aus, „ich werde es versuchen!“

Un Nyun griff nach dem Ruder, „laß mich dir helfen!“

Diesmal fragte Song Taeha, „du kannst rudern?“

Un Nyun gestand, „nein, aber sagen sie nicht immer, viele Hände machen die Arbeit leichter?“

Song Taeha sah sie lächelnd an, „setzt dich nieder und ruhe dich aus! Zu viele Hände können ein Boot auch zu einem Berg rudern!“ Diesmal lächelte auch Un Nyun und setze sich nieder.

Die anderen standen am Ufer. Daegil ging zu seinem Pferd und holte eine Karte und bereitete sie auf dem sandigen Boden aus. Er kniete sich nieder und Choi und Wangson knieten sich ebenfalls nieder, nur Seol-Hwa blieb hinter Daegil stehen. Daegil seufzte laut, „sie nahmen den Strom hier, so ist es entweder der Ggalddak Pass oder Mount Seomuri!“

Wangson nickte zustimmend, Choi gab zu bedenken, „mit einer Frau an seiner Seite, wäre der Ggalddak Pass zu mühsam zu überqueren! Sie werden den anderen Weg über Mount Seomuri gehen!“

Seol-Hwa kniete sich plötzlich lachend zwischen Daegil und Choi, „dann glaube ich es nicht, daß sie schaffen werden!“

Daegil schlug ihr leicht mit der Hand auf den Kopf, „laßt uns einfach zum Ggalddak Pass gehen!“

Seol-Hwa hielt sich beleidigt den Kopf, Choi sah besorgt und nachdenklich aus, „werden wir genug Zeit haben? Falls sie den Pass sicher überqueren, dann sind die Pfade in alle Richtungen offen!“ Er sah Wangson an, während er hinzufügt, „dies wäre wie einen Fisch in einen Fluß zu werfen!“

Daegil zeigte auf die Karte, „sie werden in dem Lokal unten am Pass bleiben! Also müßten wir sie in den nächsten zwei Tage gefangen haben!“ Er schlug Seol-Hwa wieder auf dem Kopf, als er fortfuhr, „laßt uns den oberen Strom überqueren!“

Diesmal sah Wangson nachdenklich aus, „aber werden wir in der Lage sein einen Platz zu finden, um den Strom zu überqueren?“

Seol-Hwa streckte lachend die Hand aus, „sicher! Wenn du zu Fuß einen Tag in diese Richtung gehst, gibt es da eine Untiefe!“

Wangson sah sie ernst an, „woher zur Hölle weißt du das?“

Seol-Hwa sah ihn beleidigt an, „was ist los mit dir? Diese Göre war überall auf der Halbinsel, zu deiner Information! Es gibt hier oder da einen Fluß oder Pass zu überqueren!“

Daegil schüttelte den Kopf, „in Ordnung, genug mit dem Geschwätz! Folgt mir!“

Er stand auf und die anderen folgten ihm und stiegen wieder auf ihre Pferde. Seol-Hwa eilte zu Daegils Pferd, „Orabeoni!“

Daegil gab auf, als er die Hand nach ihr ausstreckte und sie auf das Pferd zog. Wangson verzog das Gesicht und äffte Seol-Hwa nach, „Orabeoni!“

Daegil verzog ebenfalls das Gesicht als sie den Fluß entlang losritten. Yunji erschien plötzlich und sah ihnen nach, während sie zu sich selbst sagte, „also jagen die Hunde wirklich ihrer Spur nach!“

Sie stand da und wartete bis der Bootsmann fluchend ans Ufer kam, „ich hab es geschafft! Es ist vorbei!“

Yunji trug ihr Haar offen und hatte ihre Haarnadeln in der Hand. Sie spielte mit den Haarnadeln während sie den Bootsmann anlächelte, „wann wirst du das Boot zurück haben?“

Der Bootsmann schien ein wenig verwirrt zu sein und meinte nur, „was? Ajee!“Dann sprang er rasch wieder in den Fluß.

Un Nyun und Song Song Taeha rannten nun durch hohes Gras, doch die Fläche war eben, in der Ferne waren Bäume und ein Hügel zu sehen. Un Nyun war am Ende ihrer Kräfte, sie lag auf dem Boden und stöhnte. Selbst Song Taeha, war ebenfalls atmenlos und atmete auch er schwer. Un Nyun saß nach Luft ringend da. Song Taeha rollte den Stoff über seinem Schwert ab und reichte ihn ihr wortlos. Un Nyun zog sich mühsam daran hoch. Daegil und die anderen ritten nun durch eine niedrige Stelle im Fluß. Danach ritten sie auf einem Pfad weiter. Song Taeha rannte weitere über die Ebene. Un Nyun hielt sich an dem Stoff fest und stolperte mehr als das sie noch ging. Inzwischen stieg die Ebene langsam an. Die Sonne wurde bereits etwas schwächer, als Un Nyun schließlich wieder zu Boden fiel. Auch Song Taeha war nun atemlos und keuchte, „bist du in Ordnung?“

Un Nyun hielt sich eine Hand gegen die Brust und keuchte schwach, „ich kann nicht mehr atmen!“

Song Taehas Stimme wurde fester, „schließe den Mund und atme durch die Nase! Du kannst nicht richtig durch den Mund atmen! Dadurch wirst du es nur noch schlimmer machen!“

Un Nyun versuchte es, doch es gelang ihr kau. Sie schüttelte den Kopf und keuchte, „ich kann nicht mehr laufen! Geh voraus!“

Song Taeha sah sich rasch um, dann erklärte er, „laß uns hier einen Moment ausruhen!“

Daegil und die anderen ritten inzwischen durch einen weiteren seichten Fluß. Song Taeha saß in einigem Abstand neben ihr. Un Nyun konnte nun wieder etwas leichter atmen, als Song Taeha das Schweigen brach, „sieht aus, als wären sie dir wegen der Clan-Angelegenheit auf der Spur!“

Un Nyun konnte nun wieder fast normal sprechen und sagte, „und was ist dein Grund? Als wir uns das erste Mal trafen, trugst du militärische Kleidung und warst schwer verletzt! Doch als die Soldaten erschienen, sagtest du mir, ich solle sie nicht rufen! Bin ich wirklich die Einzige, die wegläuft? Oder sind wir in der gleichen Lage?“

Song Taeha sah kurz auf den Boden, dann blieb er dabei, „es war eine Verletzung während des Trainings!“

Un Nyun sah ihn immer noch an, „warum bist du dann weggelaufen? Hast du deine Stellung verlaßen oder begingst du einen verbrecherischen Verrat?“

Song Taeha saß einen Moment schweigend da und rang mit sich selbst, schließlich stand er auf, „du solltest aufstehen! Sie können ihre Pferde nicht im Stich lassen, deshalb werden sie den Berg und den Fluß überqueren! Wir gewinnen etwa einen Tag dadurch! Aber wir werden sie bald am Hals haben!“

Un Nyun blieb sitzen, nun klang auch ihr Stimme etwas fester, „wer bist du, Herr?“

Song Taeha sah sie an, „wem meist du damit?“

Un Nyun erwiderte, „die Menschen auf unserer Spur sind, sind sie auch dir auf der Spur? Oder nicht?“

Song Taeha sah zur Seite, „sie sind hinter dir her! Ich verließ weder meine Stellung noch beging ich ein Verbrechen!“

Un Nyun stand schließlich auf, sie sah ihn einen Moment schweigend an, dann meinte sie, „sie sind wirklich auf deiner Spur!“

Diesmal sah Song Taeha sie an, „nein! Die Menschen sind nicht auf meiner Spur, vor ihnen laufe ich nicht davon! Ich bin es kaum Wert, daß mich jemand sucht!"

Baek Ho erwachte als erster mit einem Brummschädel und setzte sich benommen auf. Die Sonne war nun bereits am untergehen. Er weckte eilig die andere, als sie auf dem Monk trafen „ihr seit aufgewacht!“

Baek Ho sah ihn wütend an, als er fragte, „haben wir die ganze Zeit dagelegen?“

Der Monk lächelte, „du bekamst einen Schlag auf den Hinterkopf, deine Untertanen einen in den Magen! Diese gehören zu den wichtigsten Teilen zum überleben!Ihr werden euch also in den nächsten paar Tagen etwas unbehaglich fühlen!“

Baek Ho sagte energisch, „wer war der Mann mit dem die Herrin ging?“

Der Monk lachte leise, dann wurde er ernst, „ich kann es nicht sagen! Entweder ein Schüler, der seinen Weg verloren oder einer der danach sucht, nehme ich an!“

Baek Ho fuhr ihn an, „ich habe keine Zeit mit deinen Predigten zu verschwenden, ist sie ihm gefolgt?“

Der Monk seufzte, „sie überquerten wahrscheinlich den Fluß!“

Baek Ho rief, „ überquert wohin?“

Der Monk runzelte die Stirn und nickte nur schweigend, Baek Ho sagte verzweifelt, „sieh her, Monk, die Herrin floh vor ihrem Bräutigam direkt vor der Heirat! Wir können nicht eine einzige Sekunde verschwenden, also sag uns wohin sie ging!“

Der Monk sah ihn immer noch mit gerunzelter Stirn an, „um einen Weg zu finden, auf dem sie gehen kann, sagte sie!“

Baek Ho sah ihn verärgert an, „gut! Ich werde für heute gehen, doch sollte ihr etwas zustoßen, werde ich wieder kommen und dich für deine Fahrlässigkeit bezahlen laßen!"

Doch der Monk lachte nur, „und auch das ist Karma!“ Er verneigte sich und Baek Ho und seine beiden noch lebenden Soldaten ging. Kaum waren sie außer Sicht schimpfte der Monk, „ajee, Mist, um des Willens für ein paar betrunkene Nonnen! Diese mutterlosen Trottel versuchen es mir absichtlich zu erschweren? Uff, es ist wegen der Bengel wie dir, daß die Türen zum Nirvana sind immer geschlossen sind! Ajee, wirklich oh Göttin der Gnade!“

Baek Ho und seine beiden Soldaten gingen wieder in den Ort. Dort hatten sich die Leute um seine zwei anderen toten Soldaten versammelt. Er blieb stehen und sah zu ihnen. Ein alter Mann fragte, „bist du sicher?“

Der jüngere Mann rief, „ich sagte dir, ich sah es! Sie folgten dieser Gisaeng zu einer Gasse und dann...“

Der alte Mann unterbrach ihn, „Gisaeng?“

Einer von Baek Hos Männer flüsterte, „Hyungnim, sollten wir nicht überall in diesem gibang Gebiet suchen gehen?“

Baek Ho nickte mit den Kopf zu den beiden toten Soldaten und flüsterte ebenfalls, „schau dir ihre Wunden an! Dies sind die kennzeichne eines Profis, es ist also wahrscheinlich keine Gisaeng, sondern jemand der sich als solche verkleidet!“

Die Kehlen der beiden Soldaten waren mit einem geraden Schitt durchgeschnitten. Der Soldat flüsterte, „könnte es jemand sein, der von dem Lord geschickt wurden?“

Baek Ho flüsterte wütend, „laßt uns gehen!“

Er wollte gehen, doch der Soldat der ihn gefragt hatte hielt ihn schnell fest, „wohin sollen wir gehen?“

Baek Ho flüsterte, „unsere wichtigste Aufgabe ist es jetzt, uns um ihre Familien zu kümmern!“ Schließlich wandten ab und verließen den Ort.

Hwang Chul Woong saß noch immer im Gefängnis. Er saß abseits von den anderen in einer Ecke. Der angeblich Anführer wandte sich an ihn, „Hyungnim? Willst du nicht essen?“ Der Kanzler erschien und trat neben ihm an die Zelle, „ist es erträglich?“ Hwang Chul Woong starrte nun vor sich hin und schwieg, der Kanzler nickte, „mir scheint, die Zeit ist noch nicht reif zu gehen!“ Dann ging er.

Hwang Chul Woong saß ausdruckslos da und dachte zurück. Er war damals beim Kanzler, welcher ihn rufen ließ und dieser sagte, „ich wurde mit der Sorge anzuvertrauen über einen neuen militärischen Oberbefehlshaber nachzudenken! Wie würdest du dich dabei fühlen?“

Schon damals war er ernst und seine Stimme ausdruckslos, als er antwortete, ich würde mich ernsthaft bemühen dir deine Güte zurückzuzahlen!“

Der Kanzler lachte, „das solltest du! Aber sag mir, bist du unverheiratet?“

Auch damals schon hatte er nur ausdruckslos in eine Richtung gesehen, als er antwortete, „leichtgläubige und hartnäckig wie ich es bin, kann ich keine Ehefrau finden!“

Der Kanzler lachte wieder, „eine Schande, solche einen bemerkenswerten Mann einer Ehefrau zu berauben! Darf ich dir zu einem Bündnis raten?“

Hwang Chul Woong hatte einfach gesagt, „es wäre mein größter Ehre und ein Privileg!“

In seiner Stimme waren wirklich keine Gefühle und selbst der Kanzler hatte aufgesehen, als er dann meinte, „ich habe eine Tochter im heiratsfähigem Alter!“ Erst da hatte Hwang Chul Woong ihn angesehen, während er überlegte. Dann erinnerte sich Hwang Chul Woong wieder daran, wie er geheiratet hatte.In der Hochzeitsnacht hatte er einige Zeit seiner Ehefrau gegenübergeseßen und dann schließlich das Zimmer verlaßen. Auch damals war er nach draußen gegangen und der Kanzler war erschienen und hatte gemeint, „der neu verheiratete Gemahl verließ das hochzeitliche Gemach!“

Hwang Chul Woong hatte sich tief verneigte und gefragt, „du bist zurück, Kanzler?“

Der Kanzler sah ihn an, „nenne mich Vater! Schwiegersöhne sind wie eigene Söhne!“

Hwang Chul Woong senkte den Blick, „das würde ich nie wagen, Kanzler!“

Der Kanzler sah ihn überrascht an, „du bist jetzt mein Sohn! Willst du dies leugnen?“

Hwang Chul Woong erwiderte, „dann werde ich dich so ansprechen wie du es wünschst!“ Er schwieg einen Moment und fügte dann „Vater“ hinzu.

Der Kanzler sah ihn ernst an, „zu gegebener Zeit wird mein ganzer Besitz dein sein! Ist dir dies klar?“

Hwang Chul Woong kehrte wieder aus der Erinnerung zurück. Hwang Chul Woong Mutter traf auf dem weg zum Gefängnis auf dem Kanzler, sie verneigte sich tief. Der Kanzler meinte, „du kamst einen langen Weg, Sadon!“

Hwang Chul Woongs Mutter verneigte sich wieder, „ja, Kanzler!“

Der Kanzler nickte, „geh zu deinem Sohn!“

Er ging, während Hwang Chul Woongs Mutter zu ihrem Sohn ging. Dieser sah noch immer da wie zuvor. Seine Mutter umklammerte die Gitter und flüsterte weinend, „was passiert ist... Was ist mit dir passiert?“

Hwang Chul Woong Mutter weinte immer noch, als dieser schließlich nach einiger Zeit sagte, „weine nicht, Mutter!“

Seine Mutter stellte sofort eine Frage nach der anderen, „hast du genug zu essen? Schläfst du hier? Ist dir nicht kalt?“

Hwang Chul Woong erwiderte, „geh einfach!“

Seine Mutter schwieg kurz, dann fragte sie, „hat der Kanzler nichts gesagt? Er sagte, er hätte dich bald wieder frei!“

Sie schwieg wieder, auch Hwang Chul Woong schwieg einen Moment, als er sagte, „du mußt nicht wieder kommen! Ich werde bald frei sein!“

Seine Mutter nickte hoffnungsvoll, „richtig! Natürlich wirst du das! Sie werden dich bald frei laßen! Der Kanzler würde nie seinen Schwiegersohn verlaßen!“

Hwang Chul Woong schloß die Augen, „Mutter! Die Ausgangssperre wird bald herum sein!“ Sein Mutter lehnte weinend den Kopf gegen die Gitter und seufzte.

Hwang Chul Woongs Ehefrau saß wie so oft an ihrem Schreibtisch und schrieb Briefe, die er nie lesen würde. Auch jetzt saß sie wieder dort und schrieb. Durch ihre unkontrollierbaren Bewegungen rutschte ihr die Feder weg, sie zerknüllte das Papier und warf es zu den anderen auf den Boden. Dann nahm sie ein neues Blatt und fing wieder zu schreiben an, „Seobangnim, mein Vater ist ein gewalttätiger Mensch, versuche nicht, mit ihm zu kämpfen! Selbst wenn du es nur versuchst! Dir dies zu übermitteln, ist sehr anstrengend für mich! Ich kann die Feder tagelang halten und doch kein einziger Wort schreiben, Seobangnim.“

Un Nyun und Song Taeha waren auf einem Bergpfad durch die Wälder, beide waren erschöpft. Song Taeha ging neben Un Nyun, er blieb stehen und sah sie an, „wir müßen eine Unterkunft für die Nacht finden!“

Un Nyun sah sich um, „wird das in Ordnung sein? Wenn sie immer noch auf unsere Spur sind...“

Song Taeha unterbrach, ebenfalls erschöpft, „Männer können vorgeben unempfindlich gegen Müdigkeit sein, aber Pferde nicht! Also werden sie auch gezwungen sein zu schlafen!“

Un Nyun überlegte kurz, „ich verstehe! Dann, wo könnten wir...“

Song Taeha unterbrach sie wieder, „wir werden es hier!“

Un Nyun sah sich verwirrt um und stammelte, „hier..., wo?“

Song Taeha sah sie an, „hast du auf eine seidene Decke gehofft?“ Un Nyun sah zu Boden und schwieg. Song Taeha ging von dem Bergpfad und schnitt Gestrüpp am Wegrand weg, so daß sie schließlich ein kleines Lager hatten.

Daegil und die anderen gingen inzwischen zu Fuß und führten die erschöpften Pferde. Seol-Hwa rannte nach einige Zeit zu Daegil und rief, „Orabeoni, ißt du überhaupt nie? Laß uns etwas zu essen!“

Daegil schimpfte, „als ob Wangson nicht schon genug wäre!“

Daegil ging einfach weiter. Seol-Hwa hielt sich den Bauch und seufzte laut, „Orabeoni, ich bin so hungrig, ich könnte sterben...“

Daegil unterbrach sie in seiner Lautstärke für Taube, „ajee, du Dirne, ist die vielleicht ein Ausflug?“

Seol-Hwa schwieg und sah zu Boden. Wangson der hinter ihr ging schimpfte nun auch, „warum schreist du sie so an? Du bist immer so mürrisch!“

Choi wandte ruhig und mit besseren Argumenten ein, „die Pferde sind ebenso müde, also machen wir mal eine Pause!“

Daegil wandte sich zu ihm um, „einfach ein perfekter Ort für die Räuber, die nach uns kommen! Wangson, laß uns essen!“

Wangson griff nach seinem Strohhut, „nun, das läßt sich schon hören!“ Diesmal war es Wangson der schrie, „Seol-Hwa, laß uns etwas zu essen!“

Seol-Hwa lachte und blieb stehen, „Essen? Sicher! Laßt uns essen!“

Wangson ging an ihr vorbei und sagte grinsend, "etwas schmackhaftes und knuspriges!“

Inzwischen war es Nacht geworden. Song Taeha hatte ein gutes Stück vom Pfad ein kleiner Feuer errichtet und Gras zum schlafen hergerichtet. Er setzte sich ans Feuer und legte sein Schwert daneben. Un Nyun stand noch immer da, während Song Taeha sagte, „vermeide den Tau!“

Un Nyun sah auf den Schlafplatz, „es ist sogar besser, als einem seidenen Bettdecke!“

Song Taeha sah zu ihr auf, „geh schon!“

Un Nyun sah ihn an, „es ist nur eines!“

Song Taeha blieb ruhig, „ich kann auch draußen schlafen!“ Un Nyun zögerte kurz, doch dann ging sie zu dem Schlafplatz.

Auch Daegil und die anderen hatten einen Schlafplatz errichtet, nur ihr Feuer war größer. Choi saß etwas abseits. Seol-Hwa saß neben Wangson, welcher ein Feuer und schimpfte wieder, „ajee, ich bin ein Narr!“

Seol-Hwa wandte sich wieder an Wangson, „Orabeoni, kannst du daraus wirklich etwas davon kochen?“

Wangson sah sie an, „du weißt wirklich nicht, wie man kocht?“

Seol-Hwa nahm wie alles gelassen, „oh, ich habe es nie zuvor versucht!“

Wangson fragte, „nicht einmal einen Nachtisch?“

Seol-Hwa sah ihn an, „wir haben so etwas wirklich nie getan!“

Wangson sah sie an und grinste boshaft, „dann nähen!“

Seol-Hwa grinste ebenfalls, „natürlich hatten wir mit so etwas nie zu tun!“

Wangson lachte verzweifelt, „ajee, ich will verdammt sein!“ Dann fauchte er sie an, „hör zu, mach es einfach! In diesem Alter habe ich mich um andere Dinge zu kümmern!“

Seol-Hwa lächelte ihn auf einmal an und fuhr ihm mit der Hand über den Arm, während sie säuselte, „Orabeoni, was ist ist los?“ Wangson sah auf ihre Hand auf seinem Arm, dann seufzte er und machte weiter. Seol-Hwa schwieg kurz, dann neigte sie sich leicht vor, „wer ist diese Frau, welche Daegil Orabeoni sucht? Seine Geliebte?“

Wangson hielt kurz inne dann machte er weiter, während er sagte, „eine entlaufenen Sklavin!“

Seol-Hwa überlegte kurz, „sie ist hübsch?“

Wangson machte weiter, während er sprach, „wie auch immer, schön oder nicht, er nimmt diese Zeichnungen mit wohin wir auch und...“ Diesmal äffte Wangson Daegil nach, „hat jemand diese Frau gesehen? Ich habe es bereits!“

Seol-Hwas Gesicht war traurig geworden, als sie fragte, „warst du ihr wirklich so nahe?“

Wangson seufzte, „ich sagte es schon, ich weiß es nicht, er sucht die ganzen letzten zehn Jahre nach ihr!“

Seol-Hwa sah überrascht aus, „er suchte die gleiche Frau die ganzen letzten zehn Jahre?“ Seol-Hwa sah zu Daegil der abseits saß und meinte dann, „das ist scharf!“

Wangson seufzte, „scharf? Ich Esel! Die Tiger müßen alle wirklich scharfen Männer gefreßen haben, selbst wenn er scharf ist! Ein Mann so nur von einer Frau so besessen ist!“

Diesmal seufzte Seol-Hwa, „wo würdest du dann jemand wie sie finden? Sie sind alle nur nach einer Nacht von flüchtigen Vergnügungen aus!“

Wangson stöhnte wieder, „flüchtige Vergnügen, da wäre zu schön!“ Plötzlich sah er Seol-Hwa an und grinste, „bei der Gelegenheit, ist die Zeit in deinem Monat vorbei? Wie wäre es mit heute Abend? Wir werden uns zu Abwechslung gesund schwitzen!“

Wangson lächelte wie ein Affe. Seol-Hwa sah ihn einige Zeit an, dann stand sie auf, ging zu daegil und kniete sich neben ihm nieder, „Orabeoni!“

Wangson sah grinsend zu ihnen. Daegil saß mit geschloßenen Augen da und murrte nur, „was?“

Seol-Hwa sagte wieder, „Wangson Orabeoni ist so seltsam! Er berührte mich von hinten!“

Wangson fiel wieder die Kinnlade herunter. Dann zeigte er auf sie und rief lachend, „was? Wann tat ich das? Hör auf so schamlos zu lügen!“

Choi, welcher ebenfalls abseits saß und sie beobachtete, schüttelte nur den Kopf. Seol-Hwa sagte, „ich bin eine Frau wie alle anderen, nur weil ich in einer Tanzgruppe war, muß ich mir dies gefallen laßen!“

Wangson wurde nun wirklich wütend und schrie, „he, willst du Ärger?“

Daegil winkte müde mit der Hand,“komm her!“

Wangson sah ihn an und seufzte, „Ältester, ich habe nichts getan, Hör nicht auf sie!“

Sofort wurde Daegil Stimme einen Ton lauter, „ich sagte, komm her!“ Daegil richtete sich etwas auf, „sitzt du immer noch?“

Wangson stand auf und ging in seine Richtung, während er schimpfte, „ajee, wirklich! Ich sagte, ich habe es nicht getan!“

Choi schnaufte verächtlich, während Wangson vor Daegil stand, welche ihn nun ansah, „du kleiner, geiler Bengel! Du mußt ich an jeden Rock werfen, wie eine Motte um eine Blume!“

Wangson seufzte, „ajee, ich will verdammt sein! Wie oft muß ich es dir noch sagen?“

Daegil erwiderte, "hör auf zu sabbern und wach auf, du Narr! Pflücke keine Blumen aus fremden Gärten, wenn du keine Dornen möchtest!“

Wangson schrie nun nicht mehr, dafür wurde seine Stimme auf einmal ernst, „Ältester, ist es, weil du mir nicht vertraust?“

Daegil sah ihn an und nickte, „dir kann ich vertrauen, es ist nur dein kleiner Freund dort unten, dem ich nicht vertraue!“

Wangson zeigte auf sich und schimpfte, „aber ich vertraue dir von Kopf und Fuß! Also verdienen beide, mein kleiner Freund und ich, dein Vertrauen!“

Wangson war zum ersten Mal den Tränen nah und wandte sich schnell ab und ging. Daegil sah Seol-Hwa an, „was machst du noch hier? Geh ihm helfen!“

Seol-Hwa wandte ein, „aber ich kann nicht kochen!“

Daegil nickte zum Feuer, „dann lerne es! Sind kochen und Baby bekommen nicht die Fähigkeiten einer Frau? Du warst in einer Tanzgruppe, also Zeit etwas dazu zu verdienen! Beweg dich!“ Seol-Hwa zog eine Grimasse und rief wütend, „alle diese Shenanigans für eine armselige Mahlzeit!“ Sie stand wütend auf und ging ihr Musikinstrument holen. Daegil sah sie verblüfft an und meinte, „he, alle Schlangen werden hierher eilen!“

Seol-Hwa ließ ihr Musikinstrument sinken und sah zu ihm, „warum? Wolltest du nicht, daß ich mir meinen Unterhalt für Unterhaltung verdiene? Ich würde das nie nur für eine schäbige Mahlzeit nur, aber heute mache ich eine Ausnahme für euch! Hört gut zu!“ Daegil seufzte und gab den Geist auf. Seol-Hwa lächelte und fragte, „wißt ihr wie ein Floh klingt, der einen Spatzen vermeiden möchte?“ Sie spielte einen zwitschernden Laut, Wangson warf ihr einen verächtlichen Blick zu. Seol-Hwa lachte und sagte, "so klingt es, wenn ein Schwein fünfzehn Ferkel wirft!“ Sie machte einen einen hab grunzenden Laut auf ihrem Instrument, Wangson sah sie wieder an, diesmal überrascht. Daegil sah zu Boden und Choi lächelte ausnahmsweise einmal leicht.

Seol-Hwa fuhr fort, „dies ist, wenn ein armer Hund von einem Metzger gefangen wird!“ Sie machte einen heulend Klang, diesmal lächelten alle drei. Seol-Hwa machte weiter, „und dies ist, wenn eine geile Kuh nach einem Stier heult!“ Wieder machte sie den klang dazu. Wangson lachte diesmal lauthals, Choi grinste einmal wirklich und Daegil lachte leise, dann hielt er sich schnell die Hand vor den Mund hustete leise und machte wieder ein ernstes Gesicht. Als Seol-Hwa plötzlich sagte, „dies ist das pochende Klang des Herzen, daß eines jungen Meister macht, wenn er die Herrin von nebenan sieht!“ Sie spielte ein trauriges Lied und alle lauschten plötzlich, während sich auf ihren Gesichtern ein Schatten von Trauer legte. Wangson stützte seinen Kopf auf die Hand und lauschte. Choi sah nachdenklich in die Ferne und Daegil sah voller Trauer zu Seol-Hwa.

Song Taeha sah sein Schwert an, da es eine besondere Bedeutung hatte. Un Nyun lag am Feuer, schlief aber nicht. Bei Daegil und seinen Leuten hatte sich die Spannung inzwischen etwas gelegt und alle waren am Essen. Daegil warf Seol-Hwa einen kurzen Blick zu und wandte sich dann wieder dem Essen zu, während Seol-Hwa ihn anlächelte.

Ma-Ui und Hwa Baek Bang waren im Lokal bei Jumo und ihrer Schwester. Hwa Baek Bang wedelte mit einem Fächer herum und sagte laut, „ohne die stinkende Bengel wie Daegil und Ji Ho Cheon hier herum sind die Straßen sind alle ruhig und friedlich!“

Ma-Ui meinte, „was all diese Geister in der Nacht tun? Dösen während die Ratten hüpfen?“

Hwa Baek Bang erwiderte, „sie sind noch immer feucht hinter den Ohren, aber sie reden mit dir, als ob du ihr Diener wärst, diese kleinen Bengel!“

Ma-Ui stimmte zu, „sicher tun sie das! Wenn ich ein paar Jahre jünger wäre, hätte ich ihnen den Kopf verdreht und sie sich wie eine Kröte winden laßen!“

Jumo sagte gelangweilt, „sicher!“

Hwa Baek Bang wandte ein, „stelle dir vor, wenn ich einem Kampf in den alten Tagen mit ihnen hätte!Vergiß Wangson, was ist, wenn Daegil es mit mir versuchen würde? Er hätte ganz sicher Schwierigkeiten! Ohne Frage!“

Jumos Schwester langweilte sich ebenso und sagte, „ich bin müde!“

Ma-Ui hielt sich lächelnd am Arm fest, „wohin gehst du? Die Nacht ist noch jung!“

Er schlang den Arm um sie und legte eine Hand auf ihre Brust. Jumos Schwester stieß ihn weg, „hör auf, wo faßt du mich an?“

Ma-Ui hielt sie noch immer fest, „wo ich dich faße? Ich habe dich gerade ungewollt gestreichelt! Bei der Gelegenheit, wann ziehst du die Seidenkleider an?“

Jumos Schwester schimpfte verärgert, „ich koche und serviere Getränke bis spät in der Nacht! Wann sollte ich die Zeit haben, die Kleider zu tragen?“

Ma-Ui widersprach, „geh sie einfach anziehen, wenn du es tust, mache ich ein schönes Porträt!“

Jumo goß Hwa Baek Bang einen weiteren Becher Wein ein und sagte, „ajee, alles was du malst ist unanständig Mist! Porträt, von wegen!“

Ma-Ui wandte sich zu Hwa Baek Bang, „sag was! Was plapperst du da über mich? Du sprichst mit jemand, aus den guten alten Tagen! Ich malte sogar einmal ein Porträt von Seiner Majestät!“

Hwa Baek Bang sagte, „ja richtig, Der Sensenmann hatte wahrscheinlich Durchfall! Du kamst noch nie in die Richtung des königlichen Palast und hast Seiner Majestät gemalt, was?“

Einer der Männer an einem anderen Tisch stand auf und rief wütend, „haltet eure Schnauze, wir diskutieren hier staatliche Angelegenheiten! Und ihr plappert wie gerupfte Hühner über einen kochenden Topf! Hört auf zu saufen wie tollwütige Köter in jedem Ort und haut euch in die Falle!“ Der Offizier setzte sich wieder zu den anderen mit dem Zettel in der Hand an den Tisch und fuhr fort, „also weiter! Oh, auch der zweite Cousin von Yoon ist in der Hauptstadt!“

Ein Offizier fragte, „ein zweiter Cousin in der Hauptstadt...“

Der andere Offizier unterbrach ihn, „mach weiter!“

Der Offizier nickte und fuhr fort, „scheint als wären sieben seiner Sklaven auf einmal weggerannt“

Der Offizier, der immer mit Daegil verhandelt hatte, rief, „großartig! Sieben von ihnen!“ Er lachte laut, schrieb es auf und wandte sich an den anderen Offizier, „wie ist mit dir?“

Der Offizier neigte sich vor und flüsterte, „du weißt, daß der Minister Kim von von Soseomun einen Sohn hat, nicht wahr?“

Der Offizier rief, „den einen bekam er nach all den Töchtern, als er in den Bergen Ginseng aß?“

Der Offizier flüsterte noch immer, „er und dieses Sklavenweib hatten eine Liebesaffaire und flohen in der Nacht! Es gibt einhundert Nyang auf einen Schlag!“

Der Offizier lachte erfreut, „großartig! Wir werden sie innerhalb von einem Monat fangen. Also sag ihnen, sie brauchen sich keine Sorgen zu machen!“

Er lachte wieder und steckte den Zettel ein. Der andere Offizier hob die Hand, „bei der Gelegenheit, ich frage mich, ob du nicht ein wenig zu sehr verdorben bist! Von dem, was ich höre, scheint es, als spaltest du den Bergfried der Sklavenjäger genau in der Mitte!“

Der Offizier schimpfte laut, „hör auf mit diesen Unsinn! Wenn ich dies tun würde, hätte ich mir bereits schon ein Haus und ein Stück Land gekauft!“ Er griff nach seiner Uniform, „warum sollte ich dann gezwungen sein, diese Roben im Sommer zu tragen?“

Der Offizier sah ihn ruhig an, „es ist nur ein Gerücht, nichts mehr...“

Der Offizier stand wütend auf, „vergeßt es! Von nun an könnt ihr mich vergessen, kümmert euch um eure eigene schmutzige Wäsche!“

Die beiden Offizier stürmten sofort auf ihn zu und hielten ihn fest, „es ist nur ein Gerücht, komm schon!“

Der Offizier riß sich wütend von ihnen los und rief, „ich sagte vergeßt es! Ich bin vor allen Dingen darauf treu zu sein! Ich werde nicht mehr auf euer unsinnig geplappert hören!“ Ma-Ui und die anderen lachten laut über ihn, während der Offizier verärgert zu ihnen rief, „ich sagte, ihr sollt eure Schnauze halten!“

Der Sklavenbesitzer stand auf der Veranda, die Sklaven hatte sich vor ihm versammelt, als er fragte, „sind alle gesund?“

Die Sklaven verneigten sich und sagten gleichzeitig, „ja, Herr!“

Der Besitzer fuhr fort,“bevor der Morgen vorbei ist, versichert euch, daß alle Gürtel eingesammelt werden!“

Yi Kun Won sah ihn überrascht an und fragte, „alle von uns?“

Der Sklavenbesitzer sah ihn an, „in der Tat, die Männer in der Reihenfolge der Dienstjahre auf der rechten Seite, während die Dirnen sich auf der linken Seite versammeln!“

Wieder verneigten sich alle und sagten, „ja, Herr!“

Cho Bok Yi, die trotzdem ein fröhliches Naturell hatte, sah diesmal ernst aus, während sie schnell zu Eop Bok blickte, welcher unbemerkt zu ihr sah. Eop Bok stand neben einem Sklaven, "für was braucht er alle diese Gürtel?"

Der Sklave schimpfte, „zur Hölle, wenn ich es wüßte! Vielleicht gehen ihm die Gürtel aus...“

Eop Bok unterbrach ihn und griff nach seinem eignen Gürtel von seiner verschmutzen und zerfetzen Kleidung, „und wir sollen wir ohne Gürtel gehen?“

Diesmal wandte sich der Sklave zu ihm, „ajee, wirklich, du streitest sicher wie ein Mädchen herum! Für den Anfang, hör auf dich wie ein Trottel zu benehmen! Mach einfach, was dir gesagt wird und hör auf zu streiten!“

Eop Bok sah sich um und seufzte, „ich streite nicht, es ist nur, daß ich neugierig bin!“

Diesmal schrie der Sklave wütend, „sei es nicht! Was ist der Sinn? Gehst du, um die nationale Prüfung zu bestehen?“

Eop Bok sagte leise, „es tut mir leid!“

Der Sklave packte ihm wütend am Hemd, „ajee, du Narr! Willst du bei der ersten Gelegenheit weglaufen, hah? Wenn du wegläufst, was ist mit der Baumwolle, für die du zuständig bist? Weißt du nicht, daß wir dann alle die Last an deiner Stelle tragen werden? Denkst du, Sklaverei ist ein Vergnügen?“

Eop Bok blieb ruhig, riß sich jedoch los, „das ist genug!“

Der Sklave sah ihn noch immer verärgert an, „das Leben derer, die weglaufen können mag sich ändern, aber was ist mit denen, die hier bleiben?“

Diesmal schrie auch Eop Bok, „dann sollen sie mir folgen und fliehen!“

Der Sklave schlug ihm die Faust ins Gesicht und schrie, „du kleiner...“

Nun traten einige andere Sklaven zwischen sie und riefen, „das ist genug!“

Eop Bok ging wortlos, während zwei andere den Sklave festhielten, der noch immer schrie, „genug? Hast du nicht gesehen, was geschieht, wenn du wieder wegläufst? Du kleiner Bengel!“

Un Nyun schlief. Auch Song Taeha war eingeschlafen. Inzwischen war es bereits hell geworden. Un Nyun schlief noch, während Song Taeha erwachte, als er Schritte hörte. Seine Hand griff unbemerkt nach seinem Schwert neben ihm. Sobald die Angreifer näher waren sprang er auf und trat die ersten beiden zu Boden, dem dritten schlug er die Handkante an den Hals und auch dieser ging zu Boden. Im gleichen Moment hörte er einen Aufschrei. Er wandte sich um und sah, daß einer der Männer seinen Arm um Un Nyun Hals gelegt hatte, während seine andere Hand ein Messer auf ihre Kehle richtete und rief, „entweder du gibst dein Leben gibst oder deine Waffe!“

Der Mann hinter ihm gab ihm einen leichten Schlag auf den Kopf und wandte sich an Song Taeha, „scheint, als hätten wir hier eine ganz im anständige Klinge!“

Song Taeha wie immer ruhig und gelaßen, fragte, „und wer bist du?“

Der Mann wandte sich an den Mann, welcher Un Nyun festhielt, „sollen wir ihm einen Vorgeschmack und es ihm herausfinden laßen?“

Der Mann grinste. Song Taeha fragte, „Bergräuber?“

Der Mann lachte laut, „du Schelm!“ Dann sah er ihn wütend an, „du wagst es, uns in dieser Weise anzusprechen? Denkst du, du kannst einfach umsonst im Gebiet von anderen schlafen? Entweder ihr bezahlt uns für die Höflichkeit oder gebt euer Leben auf! Wäre dies nicht hilfsbereit von uns?“

Un Nyun, immer noch mit dem Messer an der Kehle, fragte, „gehört dieser Berg nicht allen Verbrechern?“

Der Mann sah sie zum ersten Mal genauer an und lachte, „ajee, diese Göre spricht sicher ausgefallen für jemand, der wie Blödmann gekleidet ist! Ich werde sie wirklich gut zähmen! Also, laß alles hier was du hast und geh!“

Song Taeha fragte, „gibt es weitere Räuber in der Gegend?“

Der Mann lächelte, „warum? Schrumpft der Schwanz bei dem Gedanken? Jede Bergspitze hat seine Bergräuber und jedes Tal seine Gauner und wir sind die entsetzlichsten von ihnen allen!“

Der Mann, welcher Un Nyun hielt, rief, „denke nicht, wie sind nur Geschichten! Zähle nur die königlichen Abgesandten die wir durch haben und es ist ein halbes Dutzend! Jjakgwi Eonni von Mount Worak ist unser Oberhaupt!“

Song Taeha stellte fest, „so gibt es mehr von euch! Seht gut her und überbringt ihm dann meine Worte! Behindert nie wieder meinen Pfad!“

Er warf das Schwert nach ihnen. Der Mann ließ Un Nyun los, während Song Taeha beide zu Boden trat. Dann packte er Un Nyun und drehte sie schnell zur Seite. Der Anführer verneigte sich hastig vor ihm. Während der Anführer sich noch hastig vor ihm verneigt, verlor er einen Zettel, dann rannten sie weg. Un Nyun hatte sich schützend an Song Taeha geklammert und ließ in nun langsam los. Dennoch sollten Un Nyuns und Song Taehas Pfade sich eines Tages noch mit denen von Jjakgwi kreuzen.

Daegil und die anderen hatten ihr Lager bereits aufgeräumt und waren zum Aufbruch bereit, nur Seol-Hwa schlief noch tief und fest. Choi verwischte die Spuren von ihrem Feuer. Daegil sah in die Ferne. Wangson nahm die Töpfe und wandte sich zu ihm um, „laßen wir sie hier!“

Daegil lächelte leicht, trat zu ihr und stieß sie mit dem Schwertknauf an, „Göre!“ Seol-Hwa schlief weiter, Daegil stieß diesmal etwas kräftiger an, „Göre!“ Seol-Hwa schob noch im Schlaf den Schwertknauf weg. Sie setzte sich mit geschloßenen Augen auf, dann steckte sie sich und sagte, „Essen! Ißt du nichts!“

Daegil verkniff sich ein Lächeln, „was?“

Seol-Hwa saß zu ihm hoch, „hast du kein Frühstück?“

Daegil schüttelte leicht den Kopf, dann schob er das Schwert über sie, sie das sie sich wieder legen mußte und meinte, „schlaf weiter!“ Er wandte sich zu den Pferden und rief, „Wangson, wir laßen sie hier!“

Un Nyun neigte sich zu dem Zettel, welcher auf dem Boden lag und hielt ihn Song Taeha entgegen, „sie verloren dies!“

Song Taeha zögerte kurz, dann nahm er den Zettel und faltete ihn auf. Es war die gleiche Karte, die auf der Rückseite von dem Abschiedsbrief des Kronprinzen war, nur war in der Ecke noch ein kleiner Junge gezeichnet. Auf Song Taehas Gesicht legte sich ein Schatten, er kannte den Ort, Jeju Island.

Die Soldaten auf Jeju Island sammelten die Leichen auf, während andere vor Kummer weinten. Drei Soldaten saßen vor einem Haus draußen an einem Tisch. Ein arm aussehendes Kind von ungefähr vier Jahren stand an vor dem Haus und weinte laut. Einer der Soldaten blickte zu ihm. An einem Brunnen holte eine Frau Wasser, sie war nicht mehr ganz jung, aber auch nicht gerade alt, nur ihr Gesicht war von Sorgen und einem hartem Leben gezeichnet. Ihr fest nach hinten aufgestecktes schwarzes Haar gab ihr ein strenges Aussehen. Ein Soldat stand hinter ihr, „ajee, wirklich, schau Liebling, die Blüte deiner Jugend ist am verwelken! Vergiß es und flieh mit mir auf das Festland!“

Der Mann war gelinde ausgedrückt etwas mollig, er hatte ein ebenso rundliches Gesicht, dennoch wirkten seine Züge freundlich. Um seine Augenwinkel hatten sich kleine Falten gebildet, doch seine braunen Augen sahen gutmütig aus. Die Frau hatte unbeirrt weiter den Eimer gefüllt, ohne aufzusehen, sagte sie, „weißt du nicht, daß eine Hofdame zu belästigen dich das Leben kosten kann?“

Der Soldat lachte, „Hanyang ist tausende von ri entfernt und du benimmst dich immer noch wie eine Hofdame!“ Er half der Frau, den Korb auf dem Rücken zu befestigen, welche schimpfte, „genug mit dem Palaver und mach den Weg frei!“

Der Soldat hielt seinen Speer fest, als er meinte,, „ajee wirklich, du kannst nicht mehr in den Palast zurück! Warum handelst du immer noch so! Nicht zu erwähnen, den Tiefsinn der Naturgesetze! Also laß uns einen Tag zum fortzupflanzen wählen!“

Er lachte leise. Die Frau schimpfte, „wenn du nicht aus den Weg gehst, werde, ich dem örtlichen Offizier melden, was du gesagt hast!“

Dann stieß sie ihn zur Seite, band sich ein Tuch vor das Gesicht und an ihm vorbei. Während der Soldat eilig neben ihr herging, „schau, wenn du hier bleibst, weißt du nie, ob die Pest dich treffen könnte! Ich habe in allen acht Provinzen Land!“ Er stolperte und stellte sich dann hastig vor die Frau, „hör mir zu! Der Schuppen in unserer Wohnung, ist bis zum Rand voll!“

Die Frau ging weiter. Der Soldat blieb schließlich stehen und rief ihr nach, „ajee, dann halte an deiner Sturheit fest! Es ist alles wegen dem Püppchen!“

Die Frau blieb stehen und wandte sich zu ihm um. Sie steifte das Tuch von ihrem Gesicht und sah ihn einen Augenblick schweigend an. Dann sagte sie fast mit Tränen in den Augen, „und ich dachte, du wärst sehr viel würdevoller, als du deine Vergangenheit andeutete. Aber tief im Inneren warst du immer ein Tier! Wie kannst du es wagen, den königliche Nachfolger eine Püppchen zu nennen? Nicht zu erwähnen, daß du dem Kronprinz sogar im Qing Gebiet gedient hast! Beschmutze noch einmal seinen Namen und ich werde dich bestrafen, auch wenn wird es das allerletzte, was ich tue!“

Sie wandte sich um und ging. Der Soldat blieb stehen und lachte, „der Inbegriff von Treue, ganz in Ordnung!“ Dann eilte er ihr schnell wieder nach und rief, „warum den Sohn eines Verräters mit solcher Hingabe behandeln, Hofdame? Liebling!“

Die Frau ging weiter ohne ihn anzusehen, „ich bin eine Hofdame und du bist nichts als ein niedriger Offizier! Wie kannst du es wagen dich selbst mit solchen Frechheiten zu erniedrigen?“

Der Soldat lächelte kurz, „ich mag nur ein niedriger Offizier sein, aber ich war ein hoher Offizier bei dem Militärtraining in den alten Tagen!“

Die Frau ging unbeirrt weiter, „ich kenne deine Vergangenheit nur allzu gut! Im Austausch für deinen Verrat an General Song Taeha wurden allen gewährt zu überleben!“

Der Soldat blieb stehen, sie hatte seinen Wunden Punkt getroffen, ohne wirklich die Wahrheit seines Verrat an Song Taeha zu kennen und wieviel es ihm gekostet hatte. Er erinnerte sich wieder an den Teil der Wahrheit zurück, den die Hofdame kannte.


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15. Mai 2014, 11:15

 Re: Meine erste Geschichte
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Er spürte wieder den Schmerz des Brandeisen in seiner Seite und konnte den Geruch von verbrannten Fleisch riechen. Auch Song Taeha hatte man gefesselt und gefoltert. Die Männer versuchten ihre Schmerzen zu unterdrücken. Im Hintergrund war der König, auch Hwang Chul Woong war anwesend, er lächelte leicht. Eine Stimme rief, „halt, dies ist deine letzte Gelegenheit! Falls du gestehst, daß du dir paßend dem Zustand Ernte angeeignet hast, wirst du nur degradiert werden und ordnungsgemäß für dein Verbrechen eingesperrt! Aber wenn du sich weigerst, könntest du damit damit enden zu überleben, um den Morgen zu sehen, aber jeden schmerzhaften Schritt und Tritt bedauern!“

Song Taeha hatte gestöhnt, „ein mageres Gehalt für diese ganze Vorstellung! Aber wir haben unser ganzes Leben gestärkt durch den Stolz, daß Militärtrainung zu vertreten! Ich habe keine Bedenken, auf dem Schlachtfeld geopfert zu werden! Aber gezwungen zu lügen und zu gestehen, ich hätte militärischen Nachschub gestohlen ist sehr viel unehrenhafter als der Tod!“

Der Offizier widersprach, „aber militärischen Nachschub verschwand aus der Staatskasse und wurde in deiner Wohnung gefunden! Gestehe wer dich dazu anstiftete und wer es stahl!“

Einer der Soldaten hatte sich an den König gewandte, „eure Majestät, sehen wir aus, als würden wir Ernte stehlen?“

Ein weiterer Soldat wandte ein, „selbst wenn wir Jahre wie Gefangene bei den Qing verbrachten, mußten wir nie solch eine Schande ertragen!“

Ein Offizier rief, „dies ist Joseon!“

Der Offizier auf der Insel, Han Seom Kwak, hatte gerufen, „tötet uns lieber! Ich werde lieber den Untergang wählen, als eure verlogene Intrige!“

Der König war zu Han Seom Kwak gegangen, „gestehe einfach, daß Song Taeha dich gezwungen hat! Dann werde ich dein Leben verschonen!“

Ein Mann rief, "bereitet das Brandeisen vor!“

Der König hatte leicht gelächelt, „warum solltest du dein Leben verschwenden? Soviel Heiterkeit wimmelt in dieser Welt!“ Einer der Gefangenen hatte ihm zugenickt.Han Seom Kwak biß sich wieder die Zähne zusammen, als er die Glut des Brandeisen fühlte, die sich in seine Haut brannte. Dampf stieß auf und es roch wieder nach verbrannten Fleisch. Als er schließlich laut aufschrie, „ich werde … Ich gestehe!“ Song Taeha blieb ruhig, die anderen Gefangenen sahen ihn an. Han Seom Kwak sah Song Taeha mit Tränen in den Augen an, als er weinte, „eure Majestät, Song Taeha befahl uns die Lieferungen zu stehlen!“

Der König fragte, „wohin sollten sie geliefert werden?“

Han Seom Kwak weinte, „zu seinem Wohnsitz!“

Der König fragte, „wer war daran beteiligt?“

Han Seom Kwak weinte immer noch, „außer mir! Alle von uns!“

Er kehrte in die Wirklichkeit zurück und schüttelte den Kopf. Er wußte, daß ihm die Zeit davonlief und er nicht auf Song Taehas Hilfe hoffen konnte, während er rief, „ajee, Hofdame, ich habe nichts Unrechtes getan!“

Als die Hofdame zurückkehrte, rannte sie sofort zu dem weinenden Kind das auf der Veranda stand und sagte, „vergib mir, Hoheit! Verzeih, daß ich so spät komme!“

Sie nahm es liebevoll in die Arme. Han Seom Kwak hatte sich zu den anderen drei Soldaten gesetzt, wandte sich zu ihr um und rief, „was ist jetzt wieder mit dem Püppchen los, daß es jault?“ Die Hofdame trug das Kind hinein. Han Seom Kwak zeigte in ihre Richtung und sagte zu den anderen, „je früher das Püppchen verreckt, desto schneller kommen wir von hier weg!“

Der andere Soldat meinte gelangweilt, "es gibt Gerüchte, daß ein Staatsgericht kommen soll!“ Der Soldat sah nachdenklich aus, als er fortfuhr, „scheint als würde es nicht mehr lange dauern bis sein Gesicht unter der gleichen Erde wie das seiner Mutter liegt!“

Han Seom Kwak grinste, als er sagte, „weißt du, ich traf einen falschen höhergestellten Offizier und wurde wegen Diebstahl verurteilt und schau, was ich alles zu ertragen habe! Ich sollte...“

Er wurde unterbrochen als ein Soldat angerannt kam und hastig berichtete, „Offziere sind auf dem Weg hierher!“

Hastig standen alle auf und versteckten alles unerlaubt. Sie zogen sich schnell die Tücher über das Gesicht und stellten sie hin, als würden sie aufmerksam Wache halten! Einer der Offiziere zog sein Tuch vom Gesicht und fragte, „gibt es etwas zu berichten!“

Einer der Soldaten die zuvor noch gemütlich draußen saßen antwortete, „nichts!“

Der Offizier nickte und befahl, „vernachlässigt nicht die Wache! Die Lage ist ernst!“

Der Soldat nickte, „ja!“

Kaum waren sie weg, setzten sich die drei Wachen wieder an den Tisch draußen. Han Seom Kwak schlich sich zu der Hofdame, die zugesehen hatte und flüsterte leise, „schau, du mußt nur warten! Ich werde dich mit Luxus eindecken! Bald sind wir frei!“

Die Hofdame sagte ruhig, "übertreibe nur!“

Han Seom Kwak tat als wäre er gekränkt, „oh, du bist viel charmanter, wenn du nicht so tust, Liebling!“

Dann wandte er sich zu den anderen um und rief laut, „seht her, laßt uns die Wache wechseln!“

Einer der Soldaten rief, „nicht nötig, daß du meine übernimmst!“

Daegil und die anderen befanden sich inzwischen in einer ebene, hinter ihnen in der Nähe begann ein Wald. Daegil stand an einem Fels und sah ihn nachdenklich an, dann rief er Seol-Hwa, „Kind, komm her!“ Er sah immer noch nachdenklich auf den kleinen Felsen, als er meinte, „sieh nach, ob du nicht etwas riechen kannst!“

Seol-Hwa sah ihn einen Moment stumm an, dann fragte sie, „bin ich ein Hund?“

Daegil schimpfte schon wieder, „ich gebe dir zweimal am Tag Essen, also mach schon!“

Seol-Hwa kniete sich neben ihm nieder, schnüffelte laut genug, damit Daegil es auch hören konnte und stand dann wieder auf, „ich rieche wirklich nichts!“

Choi rief, „komm und sieh dir dies an!“

Daegil wandte sich um und sagte, „ich nehme es zurück!“

Er ging zu Choi und kniete neben ihm nieder, als Choi berichtete, „es scheint, als hätten sie hier einen Kampf gehabt! Wirf einen Blick darauf!“

Er hielt ein Büschel Gras in der Hand. Daegil fragte, „wie viele hat er bekämpft?“

Choi sah sich um, „ich würde sagen, zumindest mit sieben oder acht Leuten!“ Er zeigte in die Richtungen, „hier! Dort drüben! Es sind drei Richtungen, aber die Fußspuren sind verteilt!“

In dem Moment rief Wangson, „Ältester, ich fand es! Hier!“ Auch er hielt ein Büschel Gras hoch. Daegil ging in seine Richtung, Choi folgte ihm und auch Seol-Hwa kam. Während Wangson sagte, „wirf einen Blick darauf! Ich fand es!“

Daegil nahm das Gras in die Hand, Seol-Hwa neigte sich neugierig vor. Daegil meinte, „handelt wie ein richtiger Gentleman, ebnet den Weg für eine Dirne!“

Seol-Hwa fragte, „was ist das? Was soll das sein?“

Wangson sah sie gehäßig an, „wahre Männer würden den Weg für dich frei machen! So daß die Frau ihnen nur folgen muß!“

Gerade dies machte Song Taeha wieder, während Un Nyun ihm folgte. Daegil sah nachdenklich aus, „sieht aus, als würden sie Spuren hinterlaßen! Es ist ein deutliches Zeichen, daß ihn etwas ablenkt! Es ist nur eine Frage der Zeit!“

Er nickte nachdenklich, während Choi sich weiter umsah und fragte, „aber wer ist diese Frau, welche ihm folgt?“ Er blickte Daegil an, als er fortfuhr, „es gibt Gerüchte, daß seine ganze Familie umkam!“

Daegil lächelte leicht, „wir finden es bald heraus, denke ich! Laßt uns weitergehen!“

Eop Bok arbeitete auf dem Feld, als er keuchend aufstand und sagte, „Ggeutbang, wurde dir auch befohlen den Gürtel abzugeben?“

Ggeutbang sah ihn überrascht an, „Gürtel? Wer?“

Eop Bok erklärte, „der Herr ließ uns versammeln und sagte uns, daß ihm alle unsere Gürtel geben sollen!“

Ggeutbang fragte, „wirklich?“ Dann hob er sein Bein und erklärte, „unserer befahl allen das gleiche mit den Strohsandalen!“

Eop Bok sah wieder überrascht aus, „was zur Hölle geht da vor?“

Ggeutbang stieß ihn leicht an, „ich habe keine Ahnung! Wenn du es weißt, was dann? Mach einfach was sie sagen, und dann...“ Er machte plötzlich eine Bewegung mit seiner Sichel und flüsterte, „wir können alle alle von ihnen abschlachten!“

Eop Bok schwieg kurz und dann fragte auf einmal, „warum ist es so still hier? Haben sie nicht erwähnt, mit wem sie beginnen?“

Ggeutbang flüsterte wieder, „da sind so viele, die sie töten müßen, es wird kompliziert sein! Gib ihnen etwas Zeit!“ Eop Bok seufzte niedergeschlagen und Ggeutbang fuhr fort, „bei der Gelegenheit, kannst du mir beibringen, wie man mit diesen Gewehren schießt?“

Eop Bok sah ihn wieder fragend an, „hast du eines?“

Ggeutbang schüttelte den Kopf, „natürlich nicht!“

Eop Bok erklärte, „ajee, dann vergiß es! Man muß mit seiner eigenen Waffe schießen! Die Art und Weise zu schießen...“ Er hielt kurz inne, als er Cho Bok Yi mit einem Korb aus einem Haus kommen sah und fuhr dann fort, „... hängt davon ab, wer schießt!“

Cho Bok Yi ging mit dem Korb die Mauer entlang, als Ggeutbang nachdenklich meinte, „also, wenn ich mir eine jener Gewehr beschaffe, wie viel würde ich...“ Er schwieg nun ebenfalls und folgte Eop Bok Blick, welcher Cho Bok Yi nachsah und meinte dann, „jedenfalls sind Gewehre immer ein Problem! Worauf wartest du noch?“ Er stieß Eop Bok an, der so vertieft war, daß er durch den leichten Schlag stolperte und umfiel.

Einige Adlige amüsierten sich am Flußufer. Auch Cho Bok Yi war anwesend, ebenso wie Eop Bok, welcher mit einigen anderen im Fluß Fische fing. Ein Adliger rief, „gieß uns noch Wein ein!“

Der andere lachte, „ich konnte es nicht mehr ertragen, also ließ ich alle Gürtel einsammeln!“

Ein andere hielt den Becher in der Hand und fragte überrascht, „ihre Gürtel?“

Der andere Adlige nickte, „ja! Und ich ließ ihre Namen darauf schreiben und hängte sie alle über eine Säule, sie sagen, dann würden die Sklaven nie weglaufen!“

Er lachte laut, während Cho Bok Yi unbemerkt ihr Gespräch mithörte. Während ein anderer Adlige meinte, „nun, ich ließ stattdessen alle Sandalen einsammeln!“

Diesmal sah der andere Adlige überrascht aus, „Sandalen? Also funktioniert es auch mit Sandalen?“

Der andere Adlige lachte leise und erwiderte, „nachdem du sie alle eingesammelt und gekocht hast, wirfst du sie in die Latrine! Sie sagen, diese Gauner würden nicht daran denken, zu entkommen!“

Alle lachten laut, der andere Adlige sagte lachend, „das werde ich auch versuchen!“

Alle lachten wieder laut, als eines der Freudenmädchen sagte lächelnd, „Herr, wenn du die Haare der Sklaven sammelst und sie im Ofen zu Asche verbrennst, sagen sie, daß die Sklaven zurück kommen würden!“

Cho Bok Yi verzog ihr Gesicht bei den Worten, während der Adlige das Mädchen ansah, „und wo hast du diese kostbaren Dinge gehört?“

Das Mädchen antwortete, „der Sohn des Ministers Kim aus Seosomun verliebte sich in eine Sklavendirne und brannte mit ihr durch, aber nachdem sie einen Mudang riefen, war die Sache erledigt! Dies ist was sie sich erzählen!“

Der eine Adlige lachte laut, während der andere verächtlich fragte, „Mudang? Ist das nicht nur Aberglaube?“

Der andere Adlige rief, „ajee, sicher ist sicher! In diesen Tagen und Alter, auf die Worte einer Mudang zu hören! Genug mit dem Geschwätz, laßt uns die Ergebnisse sehen!“

Daegil und die anderen zogen weiter, Seol-Hwa ging neben Daegil und fragte ihn schließlich, „Orabeoni, ist Sklaven zu fangen gewinnbringend?“

Daegil führte sein Pferd am Zügel, während Wangson an seiner Stelle antwortete, „es gibt alle möglichen Arten von Kuriositäten! Zusätzlich zu all dem Aufwand, bleibt dir kaum etwas übrig!“

Seol-Hwa sah dennoch Daegil an, als sie fragte, „warum macht ihr es dann? Aus Spaß?“

Daegil sah nur geradeaus, als er sagte, „leben Menschen aus Spaß? Sie hoffen nur, daß der Morgen einige von ihnen segnen wird!“

Seol-Hwa sah ihn lächelnd an, „hör dir das an! Wenn man heute keinen Spaß hat, denken sie Morgen wird es anders sein! Leben ist jeden Tag zu genießen!“

Daegil verfiel wieder in seine alte Lautstärke, „wenn du das weißt, warum zum Teufel fragst du dann, du Göre? Als ob ein Kind so etwas wißen würde!“

Seol-Hwa wurde auf einmal ernst, „was sagst du? Ich habe meine Straßenklugheit! Ich habe mehr gesehen und erlebt, als jeder andere!“

Daegil rief, „Wangson! Geh dieser erfahrenen Dirne aus dem Weg!“

Wangson seufzte, „ajee, Ältester, vergiß es! Du hättest sie dort zurück laßen sollen, als ich es dir sagte!“

Seol-Hwa wandte sich kurz zu ihm um, „mach nicht solche Scherze darüber! Weißt du überhaupt, wie es sich anfühlt, alles aufgeben zu müßen?“

Daegil wandte ein, „vergiß all die anderen, daß Probleme ist deine Zunge! Das ist das Problem...“

Er brach ab und warf sich schnell zu Boden, die anderen folgten ihm ebenfalls. Während Seol-Hwa noch dastand bis Daegil sie zu Runter zog und in eine Richtung zeigte. Dann rannte er geduckt weiter, Wangson und Choi folgten ihm ebenfalls, kaum waren sie an Seol-Hwa vorbei, folgte auch sie ihnen.

Un Nyun und Song Taeha saßen am Wald unter einem Baum. Song Taeha hatte ein kleines Feuer gemacht und briet eine Schlange. Un Nyun lauschte, als sie plötzlich flüsterte, „hast du nichts gehört?“

Song Taeha hielt inne und lauschte ebenfalls, als er sich zu ihr wandte, „klang wie Menschen!“

Un Nyun war sich nicht so sicher, „wirklich?“

Song Taeha schwieg kurz, dann meinte er, „ich denke, es sind noch mehr Räuber auf dem Weg! Warte ein wenig länger! Ich werde mich darum kümmern!“

Un Nyun schwieg, sah ihn jedoch besorgt an. Daegil und die anderen rannten durch das hohe Gras. Daegil blieb kurz stehen und zog sein Schwert, als das hohe Gras flacher wurde. Sie stießen auf ein kleines erloschenes Feuer. Daegil kniete sich nieder und griff nach der Asche, „es ist bereits abgekühlt! Sie sind uns wahrscheinlich einen halben Tag voraus!“

Daegil sah sich um, während Choi erwiderte, „dennoch, etwas fühlt sich seltsam an! Er ist kein gewöhnlicher Mann! Warum sollte er so offensichtliche Spuren hinterlassen?“

Daegil stand wieder auf und meinte wieder, „er ist abgelenkt! Wenn das so weitergeht, könnten wir ihn vor dem Morgengrauen fangen!“

Wangson nickte zustimmend, dann machten sie sich auf den Rückweg. Seol-Hwa blieb stehen und zu sich selbst sagte, „ich beneide sie so sehr! Sie haben sogar Fleisch zu essen!“ Sie seufzte, dann folgte sie den anderen zurück.

Un Nyun lehnte sich an dem Baum und fragte, „warst du ein Jäger? Es scheint nichts zu geben, was du nicht fangen kannst!“

Song Taeha seufzte, „das Wichtigste während der militärischen Ausbildung ist zu lernen, wie man in der Not überlebt! Es gibt nichts, was ich nicht fangen oder essen kann!“

Un Nyun sah ihn fragend an, „es sind Menschen auf unserer Spur, können wir weiterhin Spuren wie diese hinterlaßen?“

Song Taeha hielt einen Moment inne, „sie werden nicht leicht aufgeben! Es ist viel klüger sie auf diese Weise her zu locken und dann im letzten Moment in die Irre führen!“

Un Nyun sah ihn wieder fragend an, „aber wo willst du in Chungju hin?“

Song Taeha antwortete, „dort lebt ein Meister, dem ich diente! Ich werde gehen, um ihm meinem Respekt zu erweisen und ich habe auch etwas mit ihm zu besprechen!“

Un Nyun nickte, „dann werde ich gehen meinen Weg vorbei an den Bergen gehen! Das Zusammensein mit mir wird nur eine weiter Last für dich sein!“

Song Taeha sah sie einen Moment schweigend an, dann sagte er, „wie du wünschst!“ Er schwieg kurz, auf seinem Gesicht erschien Trauer, dann hielt er Un Nyun die gebratene Schlange entgegen, „iß etwas!“

Un Nyun verzog das Gesicht, „Schlangen sind nicht wirklich mein...“

Song Taeha unterbrach sie, „du mußt etwas Essen, wenn wir weiter kommen wollen!“ Un Nyun nahm widerwillig das Essen, während sie zusah wie Song Taeha aß.

Der Offizier, welcher mit Daegil verhandelt hatte, trat lachend mit einem Hund bei Ji Ho Cheon ein und rief lauf, „wir sind da, Ji Ho Cheon!“

Ji Ho Cheon stand auf und ging lachend auf ihn zu, „ajee, Oberhaupt, wie geht es dir?“

Der Offizier zeigte kurz auf den Hund und rief lauf, „alles ist in Frieden und Wohlstand!“

Ji Ho Cheon zeigte auf den Hund, „bei der Gelegenheit, was hast du denn da?“

Der Offizier hielt die Leine hoch und meinte stolz, „was anderes, als der Hund aller Hunde, ein kleiner Bastard!“ Der Offizier drückte Mandeuk die Leine in die Hand und setzte sich dann zusammen mit Ji Ho Cheon nieder, „als eine Höflichkeit an dich, habe ich einen besonders lecker aussehenden genommen!“

Ji Ho Cheon widersprach, „dennoch, wenn es um dich und mich geht, würde ich eher ein Schwein oder einen Ochsen verstehen, als einen kleinen Bastard!“

Der Offizier zeigte beleidigt auf den Hund, „was redet du da! Jetzt ist er nichts, außer ein kleiner Bastard, aber wenn die Zeit reif ist, wirst du sehen, daß die Ochsen und Schweine in deine Richtung schwimmen werden! Also hör auf dich zu Sorgen!“

Ji Ho Cheon blieb ausnahmsweise einmal ernst, „richtig! Oh, Oberhaupt, nur einen Moment!“

Der Offizier nickte, „sicher!“

Ji Ho Cheon stand auf und öffnete ein Kiste in einer Ecke, dann hielt er ihm einige blaue und rosa Stofftücher entgegen. Der Offizier sah ihn verwundert an, „und was soll das alles?“

Ji Ho Cheon setzte sich wieder lachend, „Seide aus dem Reich der Mitte, du kannst es einer Frau geben!“

Der Offizier sah ihn verwirrt an, „dieses kostbare Seide und du gibst es mir!“

Ji Ho Cheon saß ihn verschlagen an, „wenn du für dein Land dienst, mußt du die Festigkeit einer Familie zu genießen!“

Der Offizier strahlte, „jetzt kann ich sogar für eine Frau sorgen! Hör zu, Ji Ho Cheon, laß uns auf lange Sicht hin zusammen arbeiten!“

Er griff nach Ji Ho Cheons Hand und hielt sie fest, dieser lachte leise, „wenn wir die langfristig zusammen arbeiten, müßen wir uns einander ein wenig öfter sehen! Also mal sehen, einige... Du weißt schon... Ein wenig mehr... Arbeit sollte auf uns zukommen!“

Der Offizier ließ seine Hand los und rief, „ajee, erwähne es nicht! Würde ich einen Helden für die Ewigkeit vernachläßigen und und Suchaufträge an Dritte vertrauen weiter zu geben?“

Ji Ho Cheon sah ihn mißtrauisch an, „aber ich sah Daegil in den vergangenen Tagen nicht hier in der Gegend!“

Der Offizier verzog das Gesicht, „ist das so? Keine Ahnung! Ich habe seit langem dieses Kapitel abgeschlossen!“

Ji Ho Cheon lachte wieder, „ajee, dann wollen wir mal sehen was unter dem Rock ist! Auf wessen Andeutung hin und wohin läuft es heute hinaus?“

Der Offizier nickte heftig, „richtig!“ Er zog seinen Notizzettel heraus, blätterte ein paar Seiten um und rief dann, „oh, der zweite Cousin von Yoon ist in der Hauptstadt! Sieben seiner Sklaven rannten auf einmal weg!“

Ji Ho Cheon überlegte, „sieben wäre einhundertfünf Nyang...“

Der Offizier unterbrach ihn, „auch der Sohn von Minister Kim aus Seosomun, er lief mit einer Sklavendirne weg, aber jetzt...“

Ji Ho Cheon unterbrach ihn, "ajee, den bekam nachdem er Ginseng in den Bergen aß!“

Der Offizier rief erfreut, „richtig!“

Ji Ho Cheon entgegnete, „er bekam nach sechzig Jahren einen Sohn! Wenn er nur nicht so geizig wäre!“

Der Offizier widersprach, „denkst du, du bekommst auf einen Schlag einhundert! Einhundert weniger fünfzig! Warum bittest du nicht um mehr?“

Ji Ho Cheon grinste, „keine Sorge! Ich werde es innerhalb eines Monats getan haben! Wo könnten sie möglicherweise gelaufen sein? Es ist immer das gleiche!“

Der Offizier lachte, dann wurde wurde er auf einmal ernst, „sieh her, Ji Ho Cheon, vergiß diesen Aufgabe, wie wäre es, wenn wir wie Eonni und Dong-Saeng handeln?“ Der Offizier zeigte auf sich und fuhr dann fort, „ich würde Eonni sein und mit dem Jüngsten gehen!“

Ji Ho Cheon sah ihn einen Moment ernst an, dann lachte er leise, „wie konnte ich das tun? Ich bin vier, fünf Jahre älter, wie könnte ich dich da Eonni nennen, Oberhaupt?“

Der Offizier seufzte, „ajee, vergiß es, das ist Unsinn! Das Alters ohnehin egal! Erfahrungen über alle Orte ist, was zählt!“

Ji Ho Cheon widersprach, „es gibt das Gesetz der Straße!“

Der Offizier rief, „die können wir ändern! Ich werde die Eonni sein!“

Der Offizier lachte, Ji Ho Cheon sah nicht begeistert aus und meinte, „in dem Handel von uns ist das Alter dein Rang! Ajee, wenn du mich auf der Straße so nennst, werde ich zum Gespött werden!“

Der Offizier widersprach, „hör auf mich! Also, was du sagst? Ist es, daß du mich nicht wie dein Eonni behandeln willst?“ Ji Ho Cheon schwieg und der Offizier sprang wütend auf, „muß ich mir meine Hände schmutzig machen?“

Der Hund fing an zu bellen und Ji Ho Cheon rief, „ajee, dieser verdammte Bastard soll aufhören zu bellen oder ich werde ihn dir zum Abendessen geben! Hör auf mit deiner schmutzige Fratze! Ich werde dich verdammt noch mal häuten und es hinter uns bringen! Ajee, ich bin Ji Ho Cheon! Ji Ho Cheon!“

Der Offizier zeigte verwirrt auf den Hund, „du redest mit dem Bastard, oder nicht?“

Ji Ho Cheon sah zu ihm auf, „ajee, was soll all das wackeln?“

Der Offizier lachte, „ich habe die Art von Anfall...“ Er schwieg.

Es war bereits Nacht, ein alter Mann saß am Tisch und schrieb. Eine schwarz gekleidete Gestalt erschien und kniete sieh nieder. Der Mann sah auf, „du bist zurück?“

Die Gestalt sagte, „ja, Meister!“

Der alte Mann fragte, „wie ist es gelaufen?“

Der Mann berichtete, „Song Taeha konnte sicher entkommen, aber Jäger sind ihm dicht auf den Fersen! Und nicht nur die Behörden sind daran beteiligt, auch die Trainingskommandantur schickte Männer und der linke Staatsrat Lee Gyeongshik selbst beauftragte Sklavenjäger, ebenso wie der König persönlich!“

Der Mann am Tisch nickte, „ich wette, er tat es! Er war schon immer schnell auf den Beinen!“

Der Mann der vor ihm kniete fragte, „sollten wir nicht einen anderen Weg finden?“

Der alte Mann sah ihn überrascht an, „andere Möglichkeiten?“

Der Mann der vor ihm kniete erwiderte, „er hat bereits ein kampfunfähiges Bein und benutzte seit Jahren seine Fähigkeiten nicht genutzt, wie könnte er die Jäger abschütteln? Er ist nicht der Song Taeha von einst!“

Der alte Mann sah ihn ungläubig an, „und doch ist diese Welt von uns!“

Der Mann der vor ihm kniete nickte zustimmen, „was planst du zu tun?“

Der alte Mann lächelte, „wenn er die Art von Mann ist, wer sonst könnte es schaffen hier zu sein? Dann wäre ich bitter über ihn getäuscht!“ Er griff unter den Tisch, holt einen Stapel Papiere hervor und reichte sie dem Mann, „hier, beeile dich damit! Wir haben nicht mehr viel Zeit!“

Der Mann nahm die Papiere und verneigte sich, „alles, was ich brauche sind drei oder vier Tage!“

Der alte Mann schüttelte den Kopf, „nein! Im besten Fall hast du nur noch zwei Tage! Selbst wenn Taeha etwas geschieht, müßen wir weitermachen! Wenn Taeha kommt, wird er abreisen, eine lange Reise ohne Ruhe!“

Un Nyun und Song Taeha schliefen in einem Zimmer. Song Taeha wachte auf und hob leicht den Kopf. Auch Un Nyun war wach geworden. Sie sahen sich an, dann wandte sie sich beide verlegen wieder den Rücken zu. Schließlich fragte Song Taeha, „wohin willst du gehen?“

Un Nyun lächelte leicht, „überall! Dorthin, wo mein Weg mich führte, nehme ich an!“

Song Taeha fragte, „wenn du unmittelbar vor der Hochzeit geflüchtet bist, willst du deinen Geliebten finden?“

Un Nyuns Stimme klang ruhig und sanfte, „wenn ich treffen könnte, hätte ich es bereits getan!“ Sie verstummte kurz, dann fuhr sie fort, „wenn ich ihn finden könnte, hätte ich ihn bereits gefunden!“

Diesmal schwieg Song Taeha kurz, bevor er fragte, „ist er weit weg?“

Un Nyun sagte leise, „ja, viel zu weit!“ Sie erinnerte sich zurück.

Es war eine regnerische Nacht, ihr Bruder zog sie hinter sich her und rief, „beeil dich!“

Un Nyun wollte sich losreißen und schrie, "laß mich los!“

Ihr Bruder blieb stehen und sah sie an, „wenn wir jetzt nicht gehen, werden wir sterben!“

Un Nyun hatte ihn entsetzt angesehen, „der junge Meister... Was ist mit dem jungen Meister?“

Sie wollte weglaufen, doch ihr Bruder hielt sie fest und sah sie voller Haß an, „hat er dich vergewaltigt?“

Un Nyun riß ungläubig die Augen auf und flüsterte, „Orabeoni...“

Ihr Bruder rief wütend, „ich werde jeden einzelnen dieser Tiere töten!“

Un Nyun schüttelte entsetzt den Kopf und flüsterte wieder, „nein!“

Doch ihr Bruder rannte bereits los, Un Nyun zögerte kurz, dann folgte sie ihrem Bruder. Sie sah erschüttert wie Daegil in dem brennenden Gebäude stand und rief, „Mutter!“

Un Nyun streckte ihre Hand aus, als wollte sie nach ihm greifen und rief, „junger Meister!“ Ein brennender Balken stürzte vor Daegil nieder. Ihr Bruder griff nach einer Sichel, Un Nyun hielt ihn panisch am Arm fest und rief wieder, „nicht! Tu das nicht!“ Daegil sah Un Nyun wortlos an, als ihr Bruder aufschrie und mit der Sichel zuschlug. Daegil hielt sich die Hand an das blutige Auge. Er schrie auf, als ein weiterer Balken herab fiel und Un Nyun sich die Hände vor die Augen hielt. Daegil war hinter den brennenden FLammen verschwunden.

Dann kehrte sie zurück in die Wirklichkeit, eine Träne floß ihr über die Wange, als sie sagte, „er ging an einen zu weit entfernten Ort für mich!“
Daegil kniete auf dem Boden, während er aufsah, „paßt gut auf!“

Choi ging einige Schritte durch den Wald, „der Glut nach, sollten sie nicht weit sein!“

Daegil stand auf, „dort unten gibt es ein Lokal! Wir werden sie vor dem Morgengrauen fangen!“

Wangson der bei seinem Pferd war, wandte sich um, „würden sie da so gelaßen übernachten?“

Seol-Hwa rief, „dies ist, warum du sie nicht fangen kannst! Würdest du im Freien mit einer Frau an deiner Seite schlafen?“

Wangson sah sie wieder einmal wütend an, „zur Hölle, was weißt du schon davon?“

Seol-Hwa seufzte, „was ist los mit dir? Ich sagte, ich habe meine Straßenklugheit!“

Daegil unterbrach ihren Streit, „hört auf zu schwätzen und haltet die Augen offen! Es sind fünfhundert Nyang! Fünfhundert...“ Dann wandte auch er sich seinem Pferd zu.

Diesmal fragte Un Nyun, „hast du Familie? Zu sehen, daß du einen Haarknoten trägst, mußt du zumindest verheiratet sein!"

Diesmal war Song Taeha, welcher wieder an seine tote Frau und seinen toten Sohn dachte. Er schwieg einige Zeit, dann sagte er, „der Pfad von dem Lokal führt nach Chungcheong, auf die Seite der Provinz Gangwon! Vermeide die Berge und schließe dich auf dem Weg Händlern an! Benutze keinen Strohhut mit deiner Kleidung, um zu versuchen die Menschen abzulenken, die würdest damit nur ihre Aufmerksamkeit auf dich ziehen!“

Un Nyun schwieg ebenfalls kurz, „das werde ich! Ich denke dir für alles, was du für mich getan hast! Ich wünsche dir alles gute!“

Song Taeha sagte leise, „ich dir auch!“ Als sie schließlich nach einiger Zeit einschliefen.

Die Sonne war noch nicht ganz am aufgehen, während Daegil mit Seol-Hwa auf seinem Pferd und die anderen einen Pfad entlang ritten. Schließlich stiegen sie in der Nähe von dem Lokal ab. Sie sprangen über eine kleine Steinmauer. Daegil und Wangson stellten sich rechts und link neben die Tür, Choi zielte mit einem Pfeil auf den Eingang. Schließlich rannten sie in den Raum, während Chois Pfeil ihnen folgte. Eine Frau schrie laut, ansonsten war der Raum war leer. Daegil kniete sich an dem Feuer nieder, „immer noch warm!“

Choi kniete neben Daegil und nickte, „er ist ziemlich verschlagen!“

Wangson stand draußen bei der Frau, welche auf dem Boden kniete und immer wieder schrie, „verschone mein Leben!“

Wangson stieß verärgert sein Schwert in den Boden und rief, „ajee, ich sagte dir, wir sind nicht von dieser Art!“

Daegil trat mit Choi hinaus, während die Frau angstvoll rief, „ihr könnt alles haben, was ihr wollt!“

Daegil fuhr sie an, „lhast du diese Freße gesehen! Ich sagte sieh auf!“ Er schrie die letzten wort so laut, daß die Frau vor Schreck selbst aufhörte zu schreien. Er hielt eine Zeichnung von Song Taeha hoch, „ihn gesehen?“

Die Frau keuchte inzwischen mehr vor lauter schreien, „ich hatte nur einen kurzen Blick, aber das Gesicht...“

Daegil unterbrach sie, „war eine Dirne bei ihm?“

Die Frau jammerte, „er hatte sicher eine! Er war mit dieser Herrin, welche Trauerkleidung trug!“

Sofort fragte Daegil, „wann gingen sie?“

Die Frau rasselte hastig herunter, „ich war weg, als sie gingen! Ich weiß von nichts!“

Daegil sah sich um und brüllte wieder wie ein wilder Stier, „Kind!“ Dann wandte er sich an Choi und Wangson, „wir werden uns in drei Richtungen um das Gebiet teilen! Wenn ihr ihn findet, reitet nicht auf ihn zu und schießt eine Leuchtrakete ab!“ Sie gingen zu den Pferden, wo Seol-Hwa inzwischen bereits schon ganz aufgeregt war, als Daegil sagte, „du bleibst hier!“

Seol-Hwa schwieg, während die anderen losritten, allerdings nur, weil sie Pferde entdekt hatte. Bei der ersten Kreuzung bog Choi ab, Wangson folgte Daegil und bog dann bei der nächsten Kreuzung ab. Daegil sah sich kurz um, als er Seol-Hwa neben sich reiten sah und fluchte, „ich sagte dir, daß du in dem Lokal bleiben sollst, du...“

Seol-Hwa ritt neben ihm und rief, „hör zu, denkst du, du könntest mich dort aussetzen? Glaubst du, ich würde darauf reinfallen?“

Daegil schüttelte den Kopf, „tz, kannst du überhaupt reiten?“

Seol-Hwa grinste, „ich kann sogar auf einem Seil tanzen, aber ich bin nicht dumm! Sie hatten Pferde, warum haben sie sie zurück gelaßen und gingen zu Fuß?“

Daegil sah sie an und fluchte diesmal leiser vor sich hin, „ich sollte...“

Er schwieg und wandte schnell sein Pferd. Seol-Hwa sah ihn überrascht nach, „Orabeoni, wo gehst du hin? Wartet auf mich!“ Sie wandte ebenfalls ihr Pferd und ritt ihm nach. Die Wirtin setzte sich auf die Veranda und hielt sich seufzend das Herz, als sie auch schon erschrocken aufsprang, als Song Taeha unter der Veranda hervorkroch. Song Taeha sah sie an, „du kannst hineingehen! Es wird dir nichts passieren!“

Die Frau verneigte sich hastig, „ja!“

Dann eilte sie schnell ins Haus, während Song Taeha Un Nyun hochhalf, welche ihn fragend ansah, „sind sie alle weg?“

Song Taeha kniete sich auf den Boden und lauschte, sein Gesicht war ernst, „sie kommen zurück!“

Er ging zu seinem Pferd, das zweite war verschwunden. Er blickte Un Nyun kurz an, dann wandte er sich hastig um und gab dem Pferd einem Klaps, das sofort losritt. Un Nyun sah ihn überrascht an, „warum hast du das Pferd weggeschickt?“

Song Taeha sah sie wieder an, „zu versuchen hier heraus zu reiten würde es einfacher für sie machen! Folge mir!“ Er griff nach Un Nyun Hand, Un Nyun folgte ihm diesmal ohne weiter darüber nachzudenken. Während Daegil so schnell er konnte zurück ritt, flüchtete Song Taeha mit Un Nyun durch dichten Wald. Schließlich blieb Un Nyun wieder stehen. Song Taeha ließ verlegen ihre Hand los, während Un Nyun wieder nach Atem rang. Doch Song Taeha blieb ruhig, „sie reagieren genau wie ich es erwartet hatte! Wenn sie jetzt unsere Spur verlieren, werden sie uns nicht mehr behindern!“

Un Nyun sah ihn keuchend an, "sie könnten dennoch weiterhin unserer Spur folgen!“

Song Taeha erklärte, „sobald wir hier einmal heraus sind, wird sich der Pfad in drei Richtungen öffnen! Ohne zu wißen, welchen Weg wir nahmen, können sie nicht unsere Reiseroute vorhersagen! Es ist wahrscheinlich, daß sie Zeit mit Plünderer in der Nähe der Bergpfade verschwenden!“

Daegil erreichte das Lokal. Das Pferd war weg, Seol-Hwa kam zu ihm gerannt. Daegil kniete sich ebenfalls auf den Boden und lauschte, „sie sind in Richtung Osten!“

Das Waldgebiet wurde inzwischen felsiger. Song Taeha blieb bei einem Fels stehen und wandte sich zu Un Nyun, „duck dich!“ Sie tat, was er sagte. Song Taeha duckte sich ebenfalls neben ihr nieder, als Daegil und die anderen auch schon auf den Pferden unter ihnen vorbei ritten. Song Taeha sah ihnen vorsichtig nach. Un Nyun kauerte hinter dem Fels, als wäre er ihr letzte Rettung, ohne zu wißen, wie nah der Mann, den sie ihr Leben lang liebte war „kann ich jetzt aufstehen?“

Song Taeha wandte sich zu ihr um, „sie sind weg!“

Un Nyun setzte sich vorsichtig auf, während sie ihn fragend ansah, „ist es jetzt vorbei?“

Song Taeha sah sie ernst an, „sobald sie erkennen, was passiert ist, werden sie wieder kommen, da sie wißen, daß wir in der Nähe sind!“

Un Nyun sah ihn verwirrt und mißtrauisch an, „wir? Hast du nicht gesagt, sie wären nur hinter mir her?“

Song Taeha stimmte zu, „sind sie! Sie sind auf deiner Spur! Aber zur gleichen Zeit auch auf meiner!“

Un Nyun sah ihn noch mißtrauischer an, „aber du hast gesagt, dir wäre keiner auf der Spur!“ Song Taeha sah sie an und schwieg. Er hatte ein schlechtes Gewißen, doch die Wahrheit konnte für sie gefährlicher werden als eine Lüge.

Daegil hielt sein Pferd an, als er im Wald ein verlaßenes Pferd sah. Er zog sein Schwert und stieg ab. Seol-Hwa kam kurz hinter ihm an, während Daegil dem Pferd einen Schlag auf die Flanke gab und laut fluchte, „ich will verdammt sein!“

Seol-Hwa reckte den Kopf und sah ihn fragend an, „was ist es? Sind sie wieder weg?“

Daegil sah wütend zu dem Pferd, während er leicht außer Atem war, „niemand ritt es! Der Sattel ist kalt! Sie narrten uns!“

Daegil ging zu seinem Pferd und schoß eine Leuchtrakete ab. Wangson und Choi wandten sofort ihre Pferde und ritten in die Richtung aus der die Leuchtrakete kam. Song Taeha und Un Nyun welche sich immer noch hinter dem Fels versteckten sahen die Leuchtrakete ebenfalls. Song Taeha seufzte, während Un Nyun ihn fragte, „wenn Sie nicht auf deiner Spur sind, weshalb sind Jäger dann hinter dir her?“

Song Taeha sagte hastig, „laß uns fliehen!“

Un Nyun widersprach, „sag es mir, was ist geschehen?“

Song Taeha überging ihre Frage, „vorerst müßen wir Pfade vermeiden, so können wir sie auf den Bergpfaden abschütteln! Sie werden schon sehr bald diesen Pfad absuchen!“ Er griff nach Un Nyun Hand, diese wollte sie zuerst abschütteln, überlegte es sich dann aber anders.

Daegil und die anderen aßen in dem Lokal an dem Waldrand etwas. Wangson schimpfte wie meist, „wie kannst du dich so friedlich vollstopfen, nachdem wir fünfhundert Nyang verloren?“

Daegil sah ihn an und nuschelten mit vollem Mund, „wer hat gesagt, daß wir es verloren? Wir haben ihn lediglich noch nicht gefangen!“

Seol-Hwa verbesserten ihn, „wir konnten es nicht!“

Daegil runzelte die Stirn, während er sie ansah, „du Göre, wenn ältere reden, hast...“

Seol-Hwa unterbrach ihn, „oh Junge, wenn ich nicht gewesen wäre, würdest du inzwischen immer noch auf den Weg in Richtung Janghowon reiten!“

Daegil sah sie wieder wütend an, doch Choi kam ihm zuvor, „sie hat Recht! Er scheint sehr bewandert in militärische Taktiken zu sein!“

Daegil sah ihn überrascht an, „militärische Taktiken, wenn du um dein Leben rennst?“

Choi sah nachdenklich aus, als er meinte, „Militärstrategie lehrt dich, den Baum zu erst zu schütteln, bevor du dich bedeckst! Deshalb verloren wir ihn heute zweimal!“

Wangson streckte den Arm aus, „vergiß es und laß uns ihm einfach nachgehen! Sie werden Pfade vermeiden, sie gehen völlig klar in die Berge! Und wenn wir ausbreiten und nach ihnen zu suchen, werden wir da keine Spuren?“

Daegil schimpfte wieder, „laß uns annehmen, du findest Spuren, was ist dann dein Plan, hm? Außer mir, wird gesagt, daß keinerin Joseon gegen ihn kämpfen kann! Nach was suchst du? Nach einer ordentlichen Tracht Prüge? Weißt du überhaupt, hinter was er her ist?“

Seol-Hwa neigte sich vor und lächelte, „was ist es?“

Daegil sah sie wieder wütend an und brüllte, „du Dirne, immer am einmischen!“ Dann wandte er sich wieder ruhig an Wangson, „daß wir genau das tun, was er von uns möchte und das ist Zeit verschwenden ihn hier zu suchen, du Narr!“

Choi wandte ein, „was anders können wir tun? Wenn wir sie hier verlieren, wird es nur noch schlimmer!“

Daegil widersprach, „ er hat irgendwie nur zwei mögliche Ziele! Wenn es nicht hier ist, dann ist es hier in der Nähe!“

Wangson fragte, „wo dann?“

Daegil schimpfte bereits wieder, „wir werden es herauszufinden!“ Wangson seufzte gab es auf und stöhnte, Daegil meinte gelaßen, „jedenfalls, geht und eßt! Kein Jäger arbeitet gut mit einem leeren Magen!“

Seol-Hwa trank sofort ihre Suppe leer und rief dann laut, „Wirtin, noch eine weitere Schüssel!“

Daegil blieb das Essen im Hals stecken, als er die Stirn runzelte und auch schon wieder fluchte, „wie kann solche eine Dirne sich selbst mit so viel Zeug vollstopfen?“

Seol-Hwa neigte lächelnd zu ihm vor, „also denkst du an mich als eine Frau? Ich kann die lüsternen Lust hier spüren!“

Daegil aß weiter ohne aufzusehen, „Bastarde verlieren ihre Zähne, aber nicht ihre Laster!“

Diesmal schimpfte Seol-Hwa lautstark, „was bin ich? Ein Bastard!“

Daegil nuschelte wieder einmal mit vollem Mund, „wenn du nicht mit diesen Mätzchen aufhörst, werden dich die Männer noch schlimmer behandeln! Mach weiter dich vollzustopfen, nur halt den Mund!“

Die Wirtin brachte die Suppe, hatte aber nach dem Vorfall am Morgen noch immer Angst vor ihnen, als Daegil sie aufhielt, „Wirtin!“

Die Frau stammelte, „j... ja, Herr!“

Daegil griff unter sein Hemd, Wangson wandte sich seufzend ab und verdrehte die Augen. Daegil sagte, „komm her!“ Er rollte die Zeichnung von Un Nyun auf, „schon mal diese Frau gesehen?“

Die Wirtin wich ängstlich zurück, „ajee, Herr, ich weiß nichts, verschone mich!“

Sie verneigte sich tief. Daegils Blick auf Seol-Hwa fiel und grinste plötzlich schadenfroh als fragte, „kennst du jemand, mit einem Fleck auf ihrer Brust?“

Die Wirtin verneigte sich wieder, „und wie soll ich wissen, was auf anderer rauen auf den Brüsten haben?“

Daegil nickte in Seol-Hwas Richtung als er fortfuhr, „ihre Mutter wurde in die Sklaverei verkauft, als sie noch klein war und ihr Vater starb, während der Fronarbeit auf Daeya Island! Hast du etwas davon gehört?“

Die Frau sah ihn wieder ängstlich an, „ajee, diese Art von Geschichte wird Dutzende Mal auf der Straße erzählt! Ich hörte sie nur einmal, vielleicht kann ich dir weiter helfen!“

Un Nyun ging hinter Song Taeha, inzwischen hatten sie den Wald hinter sich und sagte schließlich, „es ist Zeit, daß du es mir sagst! Warum sind sie auf deiner Spur?“

Song Taeha ging ruhig weiter, „sie können Menschen wie mir auf der Spur sein, aber ich renne nicht vor ihnen weg!“

Un Nyuns Stimme wurde ernst, „wie ist das möglich? Menschen sind dir auf der Spur, aber du wirst nicht verfolgt? Also, wer in aller Welt sind diese Leute?“

Song Taeha antwortete ruhig, „sie sind Sklavenjäger!“ Er blieb schließlich stehen und wandte sich zu ihr um, „aber ich nicht weiß, ob dieselben Leute uns beide verfolgen!“

Un Nyun schluckte und schwieg einen Moment, „Sklavenjäger würden nie auf meiner Spur zu sein! Ich bin kein Sklavin!“

Song Taeha erwiderte, „das gleiche gilt für mich! Ich bin kein Sklave!“

Un Nyun sah ihn verwirrt an, „wenn sie wirklich Sklavenjäger sind, können sie nicht auf meiner Spur sein! Ich kann dir nicht mehr folgen!“ Sie wandte sich um und rannte zurück, Song Taeha sah ihr nach. Er seufzte, dann eilte er ihr nach und griff nach ihrer Hand. Un Nyun wandte sich um, „laß mich gehen!“

Song Taeha sah sie wieder einen Moment an, dann fragte er mit ruhiger Stimme, „hast du dich für ein Ziel entschieden?“

Un Nyun holt tief Luft und fühlte sich in einem Gefühlschaos, „überall wo es ist! Ich werde allein gehen!“

Song Taeha ließ ihre Hand los, „wenn du kein Ziel hast, dann folge mir zumindest bis Chungju!“

Un Nyusn Blick war entschloßen, als sie ihn ansah, „das werde ich nicht!“

Song Taeha nickte, "nein, du kannst es nicht!“

Un Nyun sah ihn schon fast wütend an, „ich schulde dir Dankbarkeit, aber ich habe keinen Grund, dir zu folgen!“

Song Taeha senkte verlegen den Kopf, „ich kann dich nicht jetzt gehen laßen! Du kennst mein Ziel...“

Un Nyun unterbrach ihn, „ist es, weil du befürchtest, ich könnte es ihnen berichten?“

Song Taeha sah sie wieder ernst an, „nein! Wenn du gefangen wirst, würdest du niemals die Meldestelle erreichen! Und dann würden sie dich zwingen zu gestehen, egal, was deine Absichten sind!“

Un Nyun fuhr ihn an, „sei es wie es will, ich würde nie etwas über dich offenbaren! Vertraue mir!“

Song Taeha seufzte wieder, „eine Zunge kann sich immer schlauer erweisen, als man es sich wünscht! Sie würden dich unaufhörlich befragen! Was auch immer deine Absichten sind, die schlaue Zunge wird es mit Leichtigkeit gestehen!“

Un Nyun sah schweigend zu Boden, dann sah sie ihn schließlich wieder an, „dann werde ich noch einmal fragen, bist du ein Sklave auf der Flucht?“

Song Taehas Stimme klang fest, als er sie ansah, „ich bin es nicht!“

Un Nyun sah ihn immer noch mißtrauisch an, „ist das die Wahrheit?“

Song Taeha blieb dabei, „nichts anderes!“

Un Nyun sah nachdenklich aus, „du scheinst mir nicht zu vertrauen, dennoch werde ich dir den ganzen Weg bis Chungju folgen! Doch danach gibt es keine weiteren Ausreden mehr!“

Song Taeha nickte, „in Ordnung, folge mir!“

Daegil und die anderen befanden sich immer noch vor dem Lokal, Seol-Hwa sah hinter Daegil, Wangson hatte sich hingelegt und Choi band sich die Schuhe fest. Daegil goß den übrigen Wein aus seinem Becher wütend aus, „er ist nicht der Typ, den du verfolgen kannst! Als erstes müßen wir sein Ziel erfahren und dann handeln!“

Choi band weiter seinen Schuh zu, „der einzige Weg, um das zu erfahren, ist seine Vergangenheit aufzudecken!“

Daegil wandte ein, „wir könnten die örtliche Verwaltung nach offiziellen Berichten durchsuchen! Er trug Militärkleidung, so daß wir Spuren seiner Vergangenheit finden werden!“

Wangson setzte sich wie üblich schimpfend, sofort auf, „ajee, ich haße lesen!“

Seol-Hwa sah von Wangson zu Daegil und rief, „ich auch! Ich auch!“

Choi hatte sich aufgerichtet, „Amtsberichte bei diesem Hinterwälder finden...“

Daegil unterbrach ihn, „würde nicht zu mindestens eine Landesbibliothek genügen?“

Yunji hatte inzwischen ebenfalls ein Lager gefunden und sah es nachdenklich an. Sie hatte ihr Haar offen und wandte sich schnell um, „was siehst du mich an, wie eine versteckte, schmutzige Ratte? Zeig dich!“

Auf einmal erschienen laut lachend einige Bergräuber, es waren die gleichen, die an Song Taeha geraten waren, der Anführer der Gruppe lachte, „ziemlich schnell auf den Beinen, für eine Dirne in einer solch falschen Kleidung!“

Yunji sah ihn seufzend an, „ganz schmeichelhaft für das erste Treffen!“

Der Anführer fuhr sie an, „du Dirne! Wer denkst du, mit wem du es zu tun hast? Auf uns mit solcher Verachtung herabzusehen!“

Sein Nebenmann rief, „zähle nur die königlichen Abgeordneten und das waren schon ein halbes Dutzend!“

Yunji rieb sich ihre Hände, „soll ich ihre Namen erraten, damit du mir Durchgang gewährst?“

Ihr Anführer meinte, „nun, wir werden sehen, was du zu bieten hast!“

Yunji spielte mit ihrem offenem Haar, „was ist mit eurer Gnade?“

Der Anführer der Gruppe sah sie verwirrt an, „was soll mit unserer Gnade sein! Du bist nur eine freche Schlampe!“ Yunji lächelte einmal mehr verführerisch und der Gruppenführer wandte sich an seinen Nebenmann, „der Wahrsager sagte mir, heute wäre mein Glückstag!“ Dann wandte er ich zu ihm und flüsterte leise, „versichere dich, daß heute Abend mein Bett hübsch geschmückt ist!“

Die beiden Männer lachen und der Mann sagte laut, „mein Bett?“

Ihr Anführer gab ihm einen Stoß in den Rücken und zischte, „mein Bett!“

Sein Nebenmann ging auf sie zu, als er nah genug war, schlug Yunji ihm die Handkante gegen den Hals, dann drehte sie seinen Arm nach hinten und stieß ihn zurück zu den anderen. Der Mann rang nach Luft und krächzte, „fangt sie!“

Ein Mann ging mit einem Stock auf sie los, Yunji neigte sich unten durch, gleichzeitig stieß sie den Männern rechts und links und Faust gegen die Kehle. Sie machte einen Salto vorwärts und wich so einen weiteren Schlag aus, während sie gleichzeitig den Angreifer niederschlug. Als sie auch schon wieder einen Salto rückwärts macht und so hinter die beiden Angreifer kam, während sie ihre Haarnadeln zog. Sie rammte sie den ersten Gegner in die Kehle und trat den zweiten zur gleichen Zeit mit dem Fuß weg. Während sie sich auch schon wieder drehte und den Angreifer von hinten packe und die Kehle durchschnitt.

Der Anführer der Gruppe hatte sie zuerst überrascht, dann wütend angesehen, als er nun schimpfte, „du verdammte Dirne!“

Er wollte sie angreifen, doch Yunji sprang auf und trat ihm den Fuß gegen den Bauch, so daß er zu Boden fiel. Sein Nebenmann zerrte ihn hoch und flüsterte, „laß uns gehen!“

Der Anführer der Gruppe fragte verwirrt, „wohin?“

Beide rannten los, sein Nebenmann rief im laufen, „wohin denkst du denn? Um Jjakgwi Eonni treffen...“

Er brach ab, da Yunji die Haarnadel geworfen hatte und ihn in den Rücken getroffen hatte. Der Anführer blieb kurz stehen und sah auf seinen toten Nebenmann und dann zu Yunji, als er fluchend weiter rannte, „ajee, zur Hölle!“ Er rannte schnell weg. Yunji ging ruhig zu dem toten Mann, zog ihren Dolch auf seinen Rücken und steckte wieder ihr Haar zusammen.

Daegil und die anderen gingen zu einer Amtstube, Daegil trat ein und rief laut, „jemand da?“

Ein Junge stand mühsam von den Unterlagen in denen er geblättert hatte auf, „ajee, ja! Was führt euch hierher?“

Daegil sah sich kurz um, „hast du noch Amtsberichte von den vergangenen Jahren hier?“

Der Junge sah Daegil von der Seite an, „du siehst nicht nach der Art Mann aus, die lesen!“

Daegil sah zu den Regalen, „hast du welche oder nicht?“

Der Junge nickte, „ich habe sie in der Tat! Aber der Preis ist ziemlich anspruchsvoll!“

Daegil blies den Staub von einem Blatt und sah kurz auf, „also, laß sie uns sehen!“

Der Junge winkte mit der Hand ab, „aber wir neigen sie nicht, sie an vorbei kommende Wanderer, zu verleihen! Wir teilen sie nur mit Menschen, die für Gutes kommen, verstehst du?“

Daegil blies sich den Staub von der Hand und trat zu dem Jungen, „hast du gehört, Offizier!“

Wangson verneigte sich und sagte, „ja, Herr!“ Dann trat auch er vor den Jungen, griff unter sein Hemd und hielt ein rotes Siegel hoch, Der Junge riß die Augen au und die Kinnlade fiel ihm herunter, während Wangson sagte, „hier geht es damit? Als Offiziere des Staatsgerichts, forschen wir diskret einer verräterischen Verschwörung nach!“

Der Junge verneigte sich tief und stotterte, „j... ja, Herr!“

Wangson steckte das Siegel wieder unter sein Hemd, „solltest du unsere Bemühungen unterstützen, wird das Amt dich aufwändig für deine Treue belohnen! Aber wenn du es nur eilig hast zu plappern, werden schändlichen Folgen auf dich warten!“

Der Junge stotterte noch immer, „j... ja! Ich werde sie sofort holen!“

Der Junge eilte schnell einige Stufen hoch. Wangson sah Daegil grinsend an. Seol-Hwa schob sich zwischen sie, „du bist einfach...“ Daegil wandte sich nur um und hielt ihr den Mund zu.

Der Junge stand vor einem älteren Mann, welcher ihn beschimpfte, „du bist umgeben von Bücher, aber hast nichts zu verleihen?“

Der Junge hielt ihn fest und sah erbärmlich verzweifelt aus, „ajee, ich bitte um dein Verständnis! Nur dieses eine Mal! Wenn du Morgen wieder kommst, werde ich dir alles was du wünschst umsonst geben!“

Der Mann verzog das Gesicht und sah verärgert aus, „wie kann ein Gelehrter Geld durch seinem Durst nach Gelehrsamkeit machen? Geh aus den Weg!“

Der Junge stellte sich schnell vor ihn und schob ihn zurück, „dringende Angelegenheiten von ganz oben!“

Der Mann sah ihn wütend an und rief, „ich sagte, geh aus dem Weg!“

Der Junge schob ihn schnell wieder zurück, dann holte er tief Luft und flüsterte, „es geht um Verrat!“

Diesmal sah der Mann ihn überrascht an, „was sagst du?“

Der Junge hob seine Hand und flüsterte, „Offiziere vom Staatsgerichts sind hier, um nach einen Fall von Ver...“ Bevor er mehr sagen konnte hatte der Mann sich abgewandt und ging. Der Junge eilte schnell hinein und fragte, „kann ich irgendwie helfen?“

Daegil sah auf, „nein! Geh einfach raus und behalte die Tür im Auge!“

Der Junge verneigte sich und stotterte wieder, „j...ja, Herr!“

Während die anderen damit beschäftigt waren, alle Unterlagen durchzugehen, saß Seol-Hwa gelangweilt da, als sie nun sagte, „warte!“

Alle sahen sie überrascht zu ihr. Der Junge fragte eifrig, „was ist es?“

Seol-Hwa verzog das Gesicht, „unser Bauch ist um knurren, also ob Reis oder Kuchen, es würde unseren Hunger stillen!“

Der Junge sah sie verwirrt an. Choi schüttelte den Kopf ohne aufzusehen und Daegil verschlug es wohl zum ersten Mal die Sprache. Schließlich erklärte er hastig, „sie ist als eine Damo, Teil unseres Gefolge, erfülle ihren Wunsch!“

Seol-Hwa sah zufrieden aus, während der Junge aussah, als würde er gleich in Tränen ausbrechen, als er sich wieder verneigte“ja!“

Kaum war der Junge draußen, schlug Daegil ihr mit der Hand auf den Kopf, „du kleine...“ Den Rest verkniff er sich.

Inzwischen wurde das Gebiet durch das Un Nyun und Song Taeha gingen felsiger und steiler. Wie immer ging Song Taeha voraus. Als sie oben ankamen, war auch Song Taeha etwas atemlos. Sie blickte über weite Teile mit hohen Felsen die in einer Graslandschaft aufragten, „es ist so schön!“

Song Taeha interessiert die Landschaft weniger, als er meinte, „dies scheint nicht der richtige Weg zu sein!“

Un Nyun sah überrascht zu ihm, „was?“

Song Taeha erwiderte, „wir nahmen den falschen Weg! Laß uns umkehren!“

Er ging an Un Nyun vorbei, welche ruhig stehenblieb, als sie meinte, „du warst nicht in der Armee!“

Song Taeha wandte sich zu ihr um, „war ich!“

Un Nyun fragte, „Menschen wie du verlaufen sich?“

Song Taeha sah sie kurz an, „wenn es keine Karte und nur ein vages Ziel hat, kann dies sicherlich passieren! Es ist ein ziemlich alltäglicher Vorfall, wieso?“ Diesmal blickte auch er über die Landschaft, während er lächelte, „Schriften sagen, daß das sehen von Sonne und der Mond keine Erleuchtung bringt, daß hören von Donner nicht...“

Un Nyun unterbrach ihn, „es ist ganz in Ordnung! Du brauchst keine Ausreden dafür!“

Song Taeha sah sie einige Zeit schweigend an, als er schließlich sagte, „ich entschuldige mich!“

Er sah verlegen zur Seite. Un Nyun lachte leise. Song Taeha sah sie überrascht an, als Un Nyun sich leicht verneigte, „ich entschuldige mich ebenfalls!“


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15. Mai 2014, 11:21

 Re: Meine erste Geschichte
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Baek Ho hatte das Lokal in Begleitung seiner beiden Männer erreicht, in dem Un Nyun mit Song Taeha übernachtet hatte und zeigte der Wirtin eine Zeichnung vor ihr. Diesmal hatte sie keine Angst, während Baek Ho fragte, „was soll das bedeuten?“

Die Frau lächelte, „du bist heute der dritte, welcher mich nach ihr fragt!“ Sie verschränkte die Arme und meinte, „als ob wir einen Marktplatz in einer Stadt hier hätten, kommen alle am gleichen Tag hierher!“

Baek Ho war sofort alarmiert, „wer war es?“

Die Frau hob die Hand, als müßte sie es an den Fingern aufzählen, „die Menschen auf den Pferden, welche Ärger machten und dann gingen! Während die zweite Gruppe da drüben sitzt, während wir sprechen!“

Sie zeigte auf zwei Männer in ihrer Nähe. Einer der Männer am Tisch stand auf und ging zu ihnen, „scheint als wären wir aus dem gleichen Geschäft, aber ich rate dir, uns nicht zu folgen!“

Baek Ho sah noch besorgter aus, als er fragte, „ wurdest du auf dem Befehl des Lords geschickt?“

Der Mann lächelte, „woher willst du das wißen?“

Baek Ho überlegte kurz, dann sah er wieder den Mann an, „bist du wegen der Belohnung auf ihrer Spur?“

Der Mann grinste, „fünfhundert Nyang und all das Land ist eine ganz großzügige Belohnung für eine Schlampe! Es sollte mehr als genug sein, was uns betrifft! Aber wir haben nicht die Absicht, noch jemand daran teilhaben zu laßen!“

Im gleichen Augenblick griff er an. Baek Ho trat ihn zurück. Während der Mann zurück taumelte zog er sein Schwert. Baek Ho griff einen der Männer mit einem schrägen Schlag an, dann sprang er auf den Tisch, machte einen Salto über den Mann und schnitt ihm in die Seite. Während seine beiden Männer die anderen beiden Angreifer getötet hatten. Baek Ho stand auf und sah zu dem Mann der sich mit einer Hand stöhnend die Seite hielt, „heute habe ich dich nur gestreift, aber das nächste Mal werde ich nicht so nachsichtig sein!“

Die Wirtin wich wieder ängstlich zurück, als Baek Ho auf sie zuging, „sag mir, was hast du denen die mit den Pferden kamen gesagt?“

Die Wirtin sagte hastig, „ich sagte ihnen die Wahrheit! Daß ich nichts weiß!“

Baek Hos Blick verdüsterte sich, „ist das wirklich die Wahrheit?“

Die Wirtin nickte hastig, „ist es! Ich sagte ihnen, daß ich diese Frau, die Trauerkleidung trug, sah und...“

Baek Ho unterbrach sie, „meinen Dank! Ich wünsche dir alles Gute!“ Dann gingen er und seine beiden Männer hastig.

Es war bereits dunkel geworden, Daegil, Choi und Wangson gingen immer noch die Berichte durch, Seol-Hwa schlief auf dem Boden. Choi sagte gelaßen, „scheint, als hätte ich etwas gefunden!“ Er reichte den Bericht Daegil, als er sagte, „es ist wenige Tage nach dem Tod von Kronprinz Sohyeon!“ Daegil klopfte nachdenklich au die Akte, während er las.

Hwang Chul Woong stand mit den Soldaten in seiner Militärkleidung da, während Song Taeha und seine Männer weiß trugen. Song Taeha sah ihn verärgert an, „wir haben immer noch in Staatstrauer! Wie kannst du es wagen deine Militäruniform zu tragen?“

Hwang Chul Woong sah wie immer gefühlslos aus, „auf Befehl des Ministers für militärische Angelegenheiten ist die Trauerzeit vorbei ist! Also können wir zum Alltag zurückzukehren!“

Song Taeha sah ihn verächtlich an, „Seine Hoheit, der Kronprinz hat sein Ende erreicht, wie kann eine königliche Trauer nur drei Tage dauern?“ Er sah sich um und befahl dann wütend, „worauf wartet ihr noch? Geht zurück und tragt, was ihr tun solltet!“

Hwang Chul Woong befahl nur, „halt!“

Song Taeha sah ihn wieder verächtlich, aber auch wütend an, „wenn du dich meinem Befehl widersetzt, werde ich dies als Befehlsverweigerung betrachten!“

Hwang Chul Woong zog seinen Hut ab, blieb aber stehen, „ich befolge kaum mehr als die königlichen Befehle! Ich folge deinen Wünschen, aber die Gehorsamkeit gegen den Wunsch des Königs geht auf deine Rechnung! Ich werde froh Versprechen, diese Tat nie zu bereuen! Enthaupte mich!“

Alle Offiziere nahmen ihren Hut ab und knieten sich nieder bis auf Hwang Chul Woong, welcher immer noch ruhig dastand. Song Taeha wandte sich an die Soldaten, „hört zu.bevor ihr handelt, überlegt, daß ihr Untergeordnete des Landes seit. Erinnern euch daran daß ihr die Säulen verteidigt! Wie die Kunst des Kriegsbefehls wird es Wege, die wir nie überschreiten sollten! Feinde unserer Schwerter sollten niemals vertraut werden! Dinge sollten niemals bestritten werden und selbst königliche Befehle können wir nicht akzeptieren!“

Daegil hatte diesen Vorfall gelesen und schüttelte den Kopf, „verrückter Narr, er scheint den Wunsch zu haben zu sterben, also gut! Sieh dir das an, er hat sich freiwillig gegen den Befehl des Königs gestellt!“

Choi sah niedergeschlagen aus, als er leise sagte, „das ist Treue!“

Daegil warf ihm einen Blick zu, „Treue, du Esel! Nicht alles, ist wahr, was geredet wird!“

Choi runzelte die Stirn als er ihn ansah, „drei Jahre Trauer ist die Regel bei königlichen Angehörigen! Aber nur drei Tage nach dem Tod des Kronprinzen, macht das Sinn?“

Daegil grinste, „und drei Jahre in weiß herhüpfen tut es?“

Choi starrte den Tisch an, „egal, sei es wie es will, ob dieses oder nicht, aber das ist, was geschah!“ Er reichte Daegil einen weiteren Bericht.

Als Song Taeha und die anderen spät in der Nacht zurückkehrten wartete der Kanzler und Hwang Chul Woong auf sie. Der Kanzler lächelte, „hast du gerade das Amt verlaßen?“

Song Taeha verneigte sich und fragte, „was bringt euch in unsere bescheidenen Unterkünfte?“

Der Kanzler fragte stattdessen, „und was beschäftigt dich so dringend jede Nacht?“

Song Taeha antwortete, „das organisieren unseren Reihen ist durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe!“

Der Kanzler lachte, „ist das so? Ich hörte aber von einem hektischen Reishandel in der Nähe des östlichen Toren! Wer war der Täter?“

Song Taeha sah ihn mißtrauisch an, „was willst du damit sagen?“

Der Kanzler wurde wieder ernst, „ich bin mir sicher, du weißt, dies nur allzu gut!“

Einige Soldaten kamen angeeilt und trugen Säcken mit der Aufschrift Staatseigentum, „wir fanden es!“

Song Taeha war zuerst verwirrt, dann sah er den Kanzler wütend an, „warum wurde diese in meiner Wohnung gefunden?“

Der Kanzler meinte, „das ist genau das, was ich dich fragen wollte! Warum wurde staatliches Eigentum in deinem Keller gefunden? Laß und die Einzelheiten im Amt diskutieren!“

Der Kanzler lächelte und Hwang Chul Woong befahl, „verhaftet die Verbrecher!“ Die Soldaten umstellten sie, Han Seom Kwak und die anderen zogen ihre Schwerter, doch Song Taeha hob die Hand.

Choi zeigte auf eine Stelle in dem Bericht, „er war der vierthöchste Militärbefehlshaber! Song Taeha, Diebstahl von Staatseigentum!“

Daegil lachte verächtlich, „siehst, wie ich dir sagte! Alles, was wir zu tun haben, ist einen Dieb zu fangen, Diebe sind kleine Gauner!“

Wieder kam es zu dem Punkt an dem Song Taeha und seine Leute gefoltert wurden, man wollte ein Geständnis von ihm erzwingen. Der König war an diesem Tag nicht anwesend, dafür wandte sich der Kanzler an ihn, „gestehe einfach! Wer hat dich dazu angestiftet dies zu tun?“

Song Taeha hatte die Zähne zusammengebißen und sagte, „mich angestiftet? Wer ist der Anstifter, um mein Erbe auf diese Weise zu beschmutzen?“

Der Kanzler hatte verächtlich gelächelt, „du bist schlau, ich verstehe! Du hast durch den militärischen Nachschub großen Gewinn erlangt und das Geld wurde an den linken Staatsrat Im Youngho weitergegeben! Auch wenn es nicht der Fall sein sollte, wird dies dennoch zur Wahrheit gemacht!“ Trotzdem hielten sie weiter durch, Song Taeha schwieg selbst noch, als ihm das Bein brach.

Daegil las nun den Bericht ernster, „irgendetwas ist daran seltsam! Nach unseren Gesetzen würde dies zu einer schnellen Reise mit einem Stein gemeißelt in die Unterwelt führen! Wie konnte er das alles überleben?“

Choi starrte nachdenklich vor sich hin, „ich glaube, es zu beenden, wäre weiser von dir! Wenn politische Intrigen im Schatten gewebt werden, ist es die beste Art, jegliche Beteiligung zu vermeiden!“

Wangson, welcher ebenfalls eingeschlafen war, wurde bei diesen Worten sofort wach, „wer hat gesagt, wir sollen aufhören? Vergeßt nicht, wieviel diese wert ist!“

Choi seufzte, „es gibt hier keine weiteren Hinweise mehr! Seine Verurteilung durch Hinrichtung wurde in Sklaverei umgeändert!“ Er sah Daegil an, als er sagte, „dies ist, wo es endet!“

Daegil war immer noch ernst, als er Choi ansah, „überhaupt nicht! Warum sollte dies, ohne ersichtlichen Grund, geschehen?“

Choi nickte niedergeschlagen, „dies ist, was ist verdächtig!“

Daegil überlegte, „sieh dir die Höflinge an, alle, hätte beteiligt gewesen sein!“

Choi sah ihn überrascht an, „warum das?“

Daegil runzelte die Stirn, „warum denkst du wohl? Du sprachst von politischen Intrigen! Also muß jemand diese Intrige begonnen haben!“ Er zeigte auf eine Stelle und sagte, „sieh dir dies hier an!“

Der Kanzler und der Staatsrat sahen in der Nacht draußen in einem Pavillion und tranken Wein. Der Kanzler meinte, „so wunderbar ist der Mond, es ist wie das Paradies auf Erden!“

Der Staatsrat seufzte, „alle dies sind Früchte eures Wohlwollen!“

Der Kanzler hob den Krug mit Wein, „ich gieße dir noch etwas zu trinken ein!“

Der Staatsrat hob seinen Becher und erwiderte, „ich bin erfreut dein Gesicht wie die sternenklare Nacht zu sehen!“

Der Kanzler wandte ein, „du hast mich immer gelehrt, auch jeden Schatten mit einem ruhigen Lächeln begegnen! Willst du dies leugnen?“

Der Staatsrat lächelte, während er einen weiteren Becher Wein eingoß, „habe ich dir nicht gesagt, daß die ruhige Wärme von Innen kommen sollte?“

Er reichte dem Kanzler den Becher, welcher meinte, „dies ist, nachdem ich immer strebe! Scheint, als hast du mir beigebracht, deinen Sprachgebrauch zu imitieren!“

Beide lachten, als der Staatsrat lachen sagte, „was für eine Erleichterung! Dann erlaube mir, dir einen letzter Ratschlag zu vermitteln! Politiker sollten immer wissen, wenn es Zeit ist aufzuhören!“

Der Kanzler stellte den Becher auf den Tisch und sah ihn fragend an, „wer genau soll aufhören ein Politiker zu sein?“

Der Staatsrat sah nachdenklich in den Becher, dann lächelte er, „nein! Ich werde derjenige sein!“

Der Kanzler sah ihn überrascht an, „du willst also aufhören?“

Der Staatsrat lachte, „warst du dir darüber nicht bewußt? Laß uns trinken!“ Sie tranken ihren Becher Wein leer, dann meinte der Minister, „morgen plane ich eine Audienz beim König! Ich habe viel zu lange genug von Regierungsgeldern gelebt! Ich werde jetzt in meine Heimatstadt in Ruhestand und meine letzten Tage in Ruhe verbringen!“

Der Kanzler schüttelte den Kopf, „dafür ist es viel zu früh! Die Staatsangelegenheiten können noch warten bis...“

Der Staatsrat unterbrach ihn, „können sie nicht! Die Alten sollten den Jungen den Weg frei machen! Ich hatte damals auch zu lange deinen Weg behindert!“

Der Kanzler schüttelte den Kopf, „ich hätte nie gewagt auf solch eine Stellung zu hoffen!“

Der Staatsrat neigte sich lächelnd vor, „mir erscheint, daß die Angelegenheiten des Kronprinz am Hof Unruhe bringen werden! Also werde ich die Angelegenheit gütlich beilegen! Ich glaube, von der Sache wirst auch du profitieren! Ich denke, in dem Fall ist es ein ausreichendes Opfer im Gegenzug für Song Taeha Leben!“

Der Kanzler schwieg einige Zeit, dann meinte er, „es kommt eine kalte Brise auf!“

Daegil klopfte wieder auf den Bericht, „natürlich, was denn sonst! Sieh dir das mal an!“ Daegil begann vorzulesen. „Der linke Staatsrat Im Youngho gab als Vorwand an krank zu sein der Krankheit! Er gab seine Stellung auf und zog sich in seinen Wohnsitz nach Chungju zurück! Siehst du!“

Choi runzelte die Stirn, „also?“

Daegil sah ihn verwirrt an, „also? Der Staatsrat trat von seinem Amt zurück!“

Choi fragte wieder, „also was?“

Daegil lachte, als ob er mit ihm scherzen wolle, „also was? Was denkst du? Ist das nicht ein wenig seltsam? Wenn du die Spitze am Hof erreichst, ist der einzige Weg hinaus ein Sarg! Aber in dem Moment, da Song Taeha verschont wurde, kehrte er nach Hause!“

Choi sah ihn wieder fragend an, „also gibt es eine Verbindung? Übertreibst du nicht ein wenig?“

Daegil seufzte, „ich bin sicher nicht! Die Beweise in dem Fall sind zu deutlich!“

Choi seufzte, „und wenn es nicht?“

Daegil überlegte einen Moment verwirrt, „wenn nicht, dann können wir einfach hingehen und fragen, wie Song Taeha es geschafft hat zu überleben!“ Daegil klopfte wieder auf den Bericht, um den schlafenden Wangson und Seol-Hwa zu wecken, „he, laßt uns nach Chungju gehen! Wacht auf!“ Wangson war sofort wach, Seol-Hwa schlief weiter, Daegil stand auf und sagte im hinausgehen, „Seol-Hwa, Essen!“

Sofort war Seol-Hwa hellwach und setzte sich auf, „Essen? Wo?“

Daegil und Choi gingen bereits nach draußen. Wangson stand gähnend auf und sagte, „in Chungju!“

Der Kanzler ging wieder ins Gefängnis, „immer noch ein Offizier?“

Hwang Chul Woong schwieg lange Zeit bis er schließlich den Kopf hob und flüsterte, „ich wünsche zu gehen!“

Der Kanzler lächelte, „ich lobe deine Bemühungen! Es ist Zeit aufzustehen!“

Seol-Hwa ritt wieder auf Daegils Pferd mit, als sie sich auf den Weg nach Chungju machten. Daegil zeigte von einer kleinen Anhöhe auf ein Gebäude, „laßt uns dort einen Blick hinein werfen!“

Seol-Hwa fragte, „übernachten wir hier?“

Daegil meinte, „du wirst schon noch auf deine Kosten kommen!“

Seol-Hwa fragte sofort, „was meinst du damit?“

Daegil schimpfte auch schon wieder, „das wirst du noch früh genug herausfinden! Laßt uns schneller reiten!“ Sie ritten zu dem Haus, wo ein alter Mann auf der Veranda saß, während Daegil dennoch rief, „jemand da?“

Der alte Mann fragte, „wer bist du?“

Daegil überging die Frage und fragte stattdessen selbst, „bist du allein hier?“

Der alte Mann stand auf und ging mühsam zu ihnen, während er zustimmte, „ja...“ Er zögerte kurz und fügte dann noch ein „...Herr“ hinzu.

Daegil wandte sich wieder zu Wangson um und rief, „Offizier Oh!“

Wangson verneigte sich artig und trat neben Daegil, „ja, Herr!“ Dann zog er das Siegel aus seinem Hemd und wandte er sich an den alten Mann, „wir sind Offiziere des linken Amts der Hauptstadt, um hier einen Verbrecher zu verhaften!“ Der alte Mann verneigte sich ständig immer tiefer und sagte nur noch, „ja... ja... ja...“

Bis Daegil ihn unterbrach, „du kannst aufsehen!“ Er holte unter seinem Hemd eine Zeichnung von Song Taeha heraus, „schon einmal zuvor diesen Mensch gesehen?“

Der Mann warf einen Blick auf die Zeichnung, dann schüttelte er den Kopf, „habe ich nicht!“

Daegil rollte die Zeichnung wieder ein, während er sich an den alten Mann wandte, „hör gut zu, er ist in Begleitung einer Dirne in Trauerkleidung! Sollten sie hierher kommen und sich nach einer Übernachtung erkundigen, gebe vor ihnen ein Zimmer zu geben und benachrichtige die Behörden! Er ist schnell zu Fuß, also mußt du diskret sein! Ist das klar?“

Der alte Mann verneigte sich wieder, „ja, natürlich, Herr!“

Daegil sah sich um, „wenn du uns behilflich bist, werden wir dich großzügig belohnen! Wenn du allerdings, irgendwelche dumme Scherze versuchst und sie beherbergst, wirst du dafür beschuldigt! Und die Bestrafung ist ziemlich anspruchsvoll! Haben wir uns verstanden?“

Der alte Mann sah ihn an und nickte, „ich werde deine Wünsche befolgen, Herr!“

Daegil drehte sich um und ging. Seol-Hwa lächelte und schüttelte den Kopf darüber. Als sie weiter ritten schimpfte sie, „und ich dachte, du wärst Sklavenjäger! Du bist ein Betrüger! Erzählst ihnen, ihr seit königliche Gesandte, während du dort bist!“

Daegil hielt während dem reiten ein Siegel eines geheimen königlichen Gesandten so hoch, daß sie es sehen konnte, „wie ist es damit?" Seol-Hwa schimpte jedoch weiter, "fühlst du überhaupt keine Scham, die Menschen in dieser Weise zu täuschen?“

Daegil fragte, „ist es unsere Schuld, daß sich die Menschen täuschen laßen? Gib der Welt die Schuld daran, die so verzaubert täuscht!“

Seol-Hwa sah nachdenklich aus, „und was soll das bedeuten?“

Daegil erklärte, „die Menschen zittern schon bei dem bloßen Anblick einer Behördenkleidung, so das es nur unsere Arbeit erleichtert! Du kannst der Welt um uns herum für alles die Schuld geben, Kind!“

Choi wandte sich ein, „ich wette, daß er wieder unter dem Mond schlafen wird! Dies ist Song Taeha!“

Daegil widersprach, „sobald er einmal Chungju erreicht hat, wird ihm die Müdigkeit überkommen! Es wird ein Vergnügen für uns sein einen Spaziergang zu machen!“

Wangson dachte sogleich an das Geld, „aber was, wenn sie fangen ihn auf dem Weg?“

Daegil wandte sich zu ihm um, „gebrauche einmal für einige Zeit dein Gehirn! Können Kätzchen einen Tiger fangen?“

Wangson sagte verächtlich, „der Tiger, was?“

Es war Nacht. Der Kanzler und Hwang Chul Woong saßen im Pavillion und tranken Wein, während der Kanzler sich an ihn wandte, „ein Mann wird ganz sicher mit einem gewißen Ehrgeiz geboren! Falls der Pinsel in der Hand ist, so sollst du danach streben nur einen Mann über dir zu haben! Wenn ein Schwert die Ehre hat seinen Herrscher als Palastwache zu schützen, würde es sich lohnen!“

Hwang Chul Woong wandte ein, „und wenn sie dich von Beginn an bestehlen?“

Der Kanzler meinte, „dieses Land gewinnt nur durch die Bestrebungen zu unterdrücken! Also welche Art von Bestrebungen belasten deinen Weg?“

Er goß Hwang Chul Woong Wein ein, welcher leise sagte, „wenn ich für deine Erwartungen lebe, könnte um nichts weiter bitten!“

Der Kanzler lachte laut, „so willst du also leben, um mich zu erfreuen? Dies ist wirklich ein bestreben!“

Hwang Chul Woong ging nicht darauf ein, „also ist der ehemalige Staatsrat Im Youngho in Chungju und der königliche Nachfolger in Jeju?“

Der Kanzler wurde wieder ernst, „hole dir einige Hunde von der Straße!“

Hwang Chul Woong erwiderte, „ich kann es selbst tun!“

Der Kanzler wandte ein, „mit großen Bemühungen kommen große Opfer! Hole dir jemand, den du opfern kannst, wenn es nötig ist! Sie werden fruchtbar sein mit ihren Erwartungen!“

Hwang Chul Woong senkte den Kopf, „ich befolge deine Anweisungen!“

Der Kanzler nickte, „wenn du diese Aufgabe erfüllt hast, werde ich euch alle meine Hoffnungen schenken! Bis dieser Tag kommt, gehe deine Weg ohne Zurückhaltung! Ein Pferd das in der Wildnis galoppiert, wird sich nie an einen Stall erinnern!“

Hwang Chul Woong erklärte, „ich werde es mir in Erinnerung behalten, Kanzler!“

Der Kanzler seufzte, „ich sagte dir, nenne mich Vater! Nach dem Gesetz bist du ebenso mein Sohn!“

Hwang Chul Woong schwieg einige Zeit, dann sagte er, „ja, Vater! Ich werde sofort abreisen!“

Er stand auf und wandte sich zum gehen, als der Kanzler erwiderte, „begrüße deine Ehefrau, bevor du gehst! Mir erscheint es, als würde meine Tochter von Angst um dich heimgesucht!“

Hwang Chul Woong blieb noch einen Moment stehen, dann ging er. Im Haus saß er seiner Ehefrau gegenüber, sah sie aber nicht an. Diese wühlte mit viel Mühe ihre Kleidung nach dem Brief durch. Hwang Chul Woong nahm den Brief und sah ihn nur kurz an. Dann zerknüllte er ihn und warf ihn auf den Boden, „ich kann nicht lesen! Kein einziges Wort, daß du geschrieben hast!“

Seine Frau nahm alle ihre Kraft zusammen und sagte voller Mühe, „Seobangnim, versuchen Sie nicht gegen meinen Vater zu kämpfen! Er ist ein gewalttätiger Mensch!“

Hwang Chul Woong sagte nur, „ich kann kein einziges Wort verstehen, daß du sagst!“

Hwang Chul Woong stand auf und ging mit festen Schritte über den Hof, während der Kanzler ihm nachsah. Dann blickte er zu seiner Tochter, welche sich wütend von ihm abwandte. Hwang Chul Woong ging zu dem entlegen Haus seiner Mutter und sah sie im Haus. Er lächelte leicht, als er seine Mutter sah, doch dann verschwand das Lächeln wieder und er sah besorgt aus. Ein Hund bellte in der Ferne. Seine Mutter sah aus der Tür, doch es war niemand zu sehen, schließlich schloß sie für die Nacht die Tür. Hwang Chul Woong erschien wieder, kniete sich vor dem Haus nieder und verneigte sich dreimal.

Song Taeha und Un Nyun erreichten wirklich das Haus, wo am Tag Daegil gewesen war. Doch inzwischen war es Nacht geworden. Song Taeha rief laut, „ist jemand da?“

Die Tür ging kurze Zeit später auf und der alte Mann trat verschlafen heraus, „wer ist es?“

Song Taeha erklärte, „wir sind Wanderer, die hier vorbei kamen! Hast du eine Unterkunft für heute Nacht für uns?“

Der alte Mann sah sie überrascht und erschrocken an, als er wieder an Daegils Worte dachte, „er ist in Begleitung einer Dirne mit Trauerkleidung! Sollten sie hierher kommen und sich nach einer Übernachtung erkundigen, gebe vor ihnen ein Zimmer zu geben und benachrichtige die Behörden!“ Er seufzte und schüttelte den Kopf, „ich habe kein Zimmer frei, aber ich habe einen Schuppen, falls dies ausreicht, fühle dich als mein Gast!“

Song Taeha verneigte sich, „habe meinen Dank!“

Un Nyun trat leicht lächelnd zu ihm und hielt ihm einen Gegenstand entgegen, „dies ist alles, was ich habe, können wir dich um ein wenig Essen bitten?“

Der alte Mann sah sie an, „ich habe keinen Reis, aber es ist in der Tat etwas Hirse übrig!“

Der alte Mann lachte leicht, Un Nyun lächelte immer noch, „das wäre in Ordnung für uns!“

Der alte Mann zeigte lächelnd auf die Tür, „dann kommt herein!“

Song Taeha und Un Nyun saßen sich in der Scheune schweigend gegenüber. Als Song Taeha sie schließlich ansah, „ich entschuldige mich! Ich hatte nicht gedacht, daß es so klein wäre!“

Un Nyun lehnte müde gegen einen Strohballen, „es geht mir gut! Wenn wir vermeiden können uns zu berühren, wird es ausreichen!“

Song Taeha sagte, „ja, dann...“

Er schwieg verlegen. Der alte Mann verließ hastig das Haus. Un Nyun sagte, „mein Name ist Un Nyun!“

Song Taeha sah sie verwirrt an, „was?“

Un Nyun schwieg einige Zeit, dann lächelte sie leicht, "darüber nachzudenken ist wirklich lächerlich! Wir sind Tage zusammen gereist, aber kennen immer noch nicht, die Namen des anderen!“

Song Taeha stimmte zu, „ja, ich bin...“

Un Nyun unterbrach ihn, „du kommst aus Hanyang! Song Taeha hast du gesagt! Ich hörte es in der Einsiedelei!“

Song Taeha sagte überrascht, „also erinnerst du dich!“

Un Nyun Stimme klang zärtlich, „wie könnte ich den Namen meines Retters vergeßen!“

Song Taeha fragte, „wie ist der Name deines Clan?“

Über Un Nyuns Gesicht flog ein Schatten, „Kim aus Jeoneui!“

Song Taeha sagte verwirrt, „Kim aus Jeoneui? Ich hatte selbst Vorfahren aus Jeoneui namens Kim!“

Un Nyun nickte, „ich verstehe...“

Song Taeha unterbrach sie, "das gleiche gilt für meine Angehörige!“

Un Nyun schwieg kurz, bevor sie sagte, „ja!“

Song Taeha fuhr fort, „ich hatte sogar zwei Männer unter meinem Befehl die diesen Namen trugen!“

Un Nyun sah nachdenklich aus, „also was?“

Inzwischen war der alte Mann mit Soldaten auf den Rückweg. Song Taeha schwieg wieder, dann fragte er, „ist dein ältere Bruder deine ganze Familie?“

Un Nyun nickte, „ja! Hast du eine Familie?“

Song Taeha seufzte, „während der Byeongja Invasion trennten sich unsere Wege! Nach dem Krieg lebte ich die folgende achte Jahre bei den Qing und nach meiner Rückkehr fand ich, daß die Menschen sich verändert hatten!“

Diesmal sah Un Nyun überrascht aus, „dann wurdest du von den Qing gefangen genommen!“

Nunl flog über Song Taeha Gesicht ein Schatten, „egal, was Sie es nennen, wir verloren den Krieg, also war so war es wie ein Gefangener!“

Un Nyun erklärte, „ich entkam nur knapp den Krallen meines Untergangs, während des Kriegs! Der junge Meister rettete mich!“

Song Taeha senkte den Kopf, „ist er der Geliebte den du erwähnt hast?“

Un Nyun lächelte mit Tränen in den Augen, „ja, er ist derjenige!“

Song Taeha stellte fest, „er ist nicht mehr auf dieser Welt, du kannst ihn nicht vergeßen und einen neuen Ehemann finden!“

Un Nyun erwiderte, "die Hingabe einer Frau kennt keine Grenzen!“

Draußen waren Geräusche zu hören, Song Taeha lauschte, „hast du auch etwas gehört?“

Un Nyun lauschte nun ebenfalls, „nein, ich kann nichts hören!“

Song Taeha griff nach seinem Schwert und stand auf. Un Nyun stand ebenfalls auf. Ein Speer durchbohrte die Tür und verfehlte Song Taeha nur knapp. Die Tür wurde aufgestoßen, Un Nyun sah erschrocken die Soldaten an. Song Taeha trat hinaus und Un Nyun folgte ihm. Sie wollte neben ihn treten, doch Song Taeha streckte den Arm aus und schob sie hinter sich, „was ist los? Ist wandernd inzwischen ein Verbrechen?“

Der Vorgesetzte der Gruppe erklärte, „wir wurden von dem linken Amt der Hauptstadt angewiesen Diebe zu verhaften!“

Song Taeha erwiderte, „wir sind lediglich in Richtung Süden unterwegs, um Verwandte zu treffen!“

Der Vorgesetzt antwortete, "spare dir dein Litanei für das örtlich Amt und befolge unseren Befehl!“

Un Nyun war sofort gefesselt und fiel mit einem leisen Aufschrei zu Boden. Während Song Taeha gegen die Soldaten kämpfte, kaum hatte er etwas Spielraum, band er Un Nyun los und zog sie hoch, als er auch schon wieder zu kämpfen begann. Die Soldaten hatten keine Chance gegen ihn. Der Vorgesetzte bemerkte, daß sie verloren und griff nach nach einer Pfeife, um Verstärkung zu rufen. Song Taeha rammte ihm den Schwertknauf in den Bauch. Der Soldat fiel zu Boden und ließ die Pfeife fallen. Er wollte erneut angreifen, doch Song Taeha trat ihn wieder zu Boden und er flüchtete. Song Taeha griff schnell nach der Pfeife auf dem Boden, dann packte er Un Nyun am Arm und sie rannten schnell los. Die Nacht und das hohe Gras boten ihnen einen guten Schutz.

Ji Ho Cheon betrat den Raum, „Mandeuk, packe genug Proviant für fünf Tage ein und nehme den den Bastard mit!“ Er zeigte auf dem Hund. Die anderen machten sich sofort an die Arbeit, während Ji Ho Cheon meinte, „wir könnten Fest auf dem Weg, wenn nötig!“

Mandeuk stand neben ihn und schimpfte, „Ältester, sollten wir nicht selbst einige Pferde nehmen?“

Ji Ho Cheon wandte sich zu ihm um, „schon mal einen Sklaven auf einem Pferd weglaufen gesehen? Wenn sie weglaufen, laufen wir, um sie zu fangen! Was soll das mit den Pferden, auf einmal?“

Mandeuk meinte, „für den Anfang, wenn wir reiten, werde wir die Sache schneller erledigen! So werden wir mehr Sklaven fangen und viel mehr Geld verdienen! Sieh dir Daegil an! Von dem Augenblick an, als er Pferde kaufte, gingen die Dinge wieder aufwärts!“

Ji Ho Cheon winkte mit der Hand ab, „ich weiß, ich weiß! Aber Daegils Glück hat seinen Kurs geändert! Alle Erfolge in der Hauptstadt gehen jetzt an uns!“

Mandeuk sah ihn überrascht an, „uns? Warum?“

Ji Ho Cheon fuchtelte mit der Hand herum, „denkst du ein Tiger und ein Wolf können die gleichen Höhle teilen? Einer würde sterben!“

Mandeuk war sich nicht so sicher wer, „aber, wer ist hier der Tiger?“

Ji Ho Cheon sah ihn kopfschüttelnd an, „du weißt es nicht? Du weißt es wirklich nicht? Komm her!“ Bei den Worten suchte Mandeuk lieber das Weite, während Ji Ho Cheon wieder sagte, „komm her, Mandeuk!“

Einer der Männer sah auf, „was ist mit schon wieder mit dir?“

Ji Ho Cheon warf einen Dolch nach ihm, verfehlt ihn jedoch und Hwang Chul Woong fing ihn einfach auf. Ji Ho Cheon, sah ihn von der Seite von oben bis unten mit offenem Mund an. Dann fand er schließlich seine Sprache wieder, „ajee, scheint als wenn Yangban denken würden, sie könnten es sich erlauben, einfach in jedes Haus zu gehen!“

Hwang Chul Woong war wieder ruhig, nur trug er diesmal keine Uniform, „bist du Ji Ho Cheon?“

Er warf ihm den Dolch zurück, Ji Ho Cheon konnte ihn nicht fangen, der Dolch fiel zu Boden und Ji Ho Cheon stand mit ausgestreckter Hand da. Er hatte die Hand immer noch ausgestreckt, als er sagte, „als ob ich ein Bastard unten auf der Straße wäre!“

Hwang Chul Woong erwiderte, „ich hörte du akzeptiert alle und jedes Angebot! Wieviel braucht es, um deine Dienste zu kaufen?“

Ji Ho Cheon widersprach, „wir sind nicht so leicht zufrieden zu stellen! Es scheint, du bist hier an der falschen Adresse!“ Dann wandte er sich wieder an die anderen, „Jungs, macht weiter mit einpacken!“

Die Männer machten sich wieder an die Arbeit, Hwang Chul Woong fragte, „würden dreihundert Nyang ausreichen?“

Sofort hörten alle wieder auf zu arbeiten und sahen auf, Ji Ho Cheon rief, „ich sagte, macht mit dem einpacken weiter, ihr Abschaum!“

Sofort machten sich alle wieder an die Arbeit, nur Mandeuk neigte sich zu ihm und flüsterte, „Ältester...“

Ji Ho Cheon sah ihn an und Mandeuk machte sich ebenfalls schnell an die Arbeit. Während Ji Ho Cheon sich an Hwang Chul Woong wandte, „wir rennen nicht jedem Bastardschwanz nach, Herr! Und wir wollen zuerst hören...“

Ji Ho Cheon schwieg, als ein Beutel Geld vor seine Füße fiel. Hwang Chul Woong lächelte leicht, „fünfhundert Nyang!“

Einer der Männer keuchte, Ji Ho Cheon rief, „Jungs, erweist euren Respekt!“ Er verneigte sich und die anderen folgten ihm und sagte bis auf Ji Ho Cheon gleichzeitig, „Herr, es ist uns eine ehre dir zu dienen!“ Ji Ho Cheon sah ihn wieder an und meinte, „wir werden dir mit größter Eifer dienen, Herr!“

Sie folgten Hwang Chul Woong zu den Ställen, welcher das königliche Siegel hochhob und eintrat, während die anderen draußen warteten. Mandeuk rief sofort begeistert, „ajee, Pferde! Aber Ältester, bekommen wir auch so ein Ding von dem königlichen Gesandten?“

Ji Ho Cheon fuhr ihn wütend an, „du kannst diese Siegel unten auf der Straße für einen Wen kaufen!“ Schließlich ritten sie los.

Un Nyun ging neben Song Taeha, sie hatten ihr Ziel erreicht und gingen durch die Straßen. Song Taeha zog sie schnell in eine Seitenstraße, als er Soldaten bemerkte, welche die Leute kontrollierten. Er schwieg einen Augenblick verlegen, als er sie losließ, „scheint, als hätte das örtliche Amt bereits Soldaten auf unsere Spur geschickt! Zeichnungen von uns könnten im Umlauf sein! Es wäre ratsam, wenn sich unsere Wege hier trennen!“

Un Nyun sah ihn überrascht an, „trennen? Unsere Wege?“

Song Taeha erklärte, „sie werden nicht alle Nebenstraßen kontrollieren! Du gehst auf diesem Weg weiter, während ich eine Seitenstraße nehme und wir werden an der Kontrolle vorbei kommen! Sollten sie dich anhalten und befragen...“ Er schwieg wieder verlegen, dann fuhr er fort „...gib vor, geisteskrank zu sein!“

Un Nyun riß die Augen auf und sah ihn noch verwirrter an, „was?“

Song Taeha sah auf den Boden, „es gibt keinen anderen Weg! Wenn sie eine Frau mit Trauerkleider und kurzes Haar erkennen, werden sie dies von dir denken!“

Un Nyun sah ihn unbehaglich an, „gibt es wirklich keinen anderen Weg?“

Song Taeha zögerte kurz, dann griff er unter sein Hemd und drückte ihr die Pfeife in die Hand, mit welcher der Soldat in der Nacht Verstärkung herbeirufen wollte. „Sollte dir etwas passieren, benutze dies, um mich zu warnen! Ich werde sofort kommen!“

Schließlich nickte Un Nyun zustimmend. Song Taeha sprang über die Mauer, welche den Seitenweg zu einer Sackgasse machte. Un Nyun seufzte, dann wandte sie sich schließlich um und ging auf die Straße. Kaum sah sie die Soldaten geriet sie jedoch in Panik. Während alle weitergingen, blieb sie stehen. Ein Soldat sah sie an und Un Nyun schlug eine andere Richtung ein. Sofort rief der Soldat, „bleib stehen!“ Un Nyun rannte los, der Soldat folgte ihr und rief, "ich sagte, bleib stehen!“

Un Nyun rannte nur noch schneller, als der Soldat mit seiner Pfeife Verstärkung holte. Song Taeha hörte die Pfeife, blieb kurz stehen und eilte dann los. Inzwischen waren nicht nur hinter Un Nyun Soldaten, sondern auch vor ihr. Sie sah sich hastig um, als der Soldat rief, „was machst du Schlampe hier?“

Un Nyun überlegte kurz, dann fuhr sie den Soldat an, "du unverschämter Bube! Wie kannst du es wagen jemand von Adel mit solcher Frechheit anzusprechen?“

Der Soldat zeigte auf sie und schimpfte, „Adel, meine Freße! Mit diesem Haar?“

Ein Soldat der hinter ihr stand wandte sich nun ein, „warte einen Moment, kam da nicht eine Nachricht aus dem linken Amt von der Hauptstadt! Darin war die Rede von einer Dirne in Trauerkleider!“

Un Nyun hatte sich zu dem anderen Soldaten umgewandt, doch nun sah sie hastig auf den Boden. Der andere Soldat griff nach ihrem Arm, „du hast recht! Laß sie uns ins Büro bringen!“

Inzwischen ergriff auch der andere Soldat ihren Arm, während Un Nyun sich wehrte und schrie, „laßt mich gehen! Ich sagte, laßt...“

Plötzlich fiel einer der Soldaten mit durchgeschnittener Kehle neben ihr zu Boden. Un Nyun hielt nun die Pfeife in der Hand, während sie angstvoll zusah, wie Yunji gegen den zweiten Soldaten kämpfte. Sie drehte sich und erstach auch den letzten der drei Soldaten. Schließlich trat sie vor Un Nyun und hielt ihr den Dolch an die Kehle, „hier gibt es zu viele verstohlene Blicke, also werde ich mit mit deiner Leiche zufrieden geben!“

Unerwartet steifte sie ein Dolch am Arm, Yunji sah auf den Schnitt und dann zu dem Mann und rannte dann schnell weg, als auf der Straße Song Taeha erschien. Un Nyun sank mit einem Seufzer vor einem Baum zu Boden. Song Taeha kniete sich vor ihr nieder, „ist alles in Ordnung mit dir?“

Statt einer Antwort keuchte Un Nyun nur. Song Taeha sah sie besorgt an, „schließe deine Augen! Schließe sie und denke an jene, die du am meisten schätzt! Es wird helfen deine Angst zu unterdrücken!“ Un Nyun nahm den Stein, welchen sie immer bei sich trug und den Daegil als sie jung waren immer für sie gewärmt hatte an sich und schloß keuchend ihre Augen. Song Taeha dem dies nicht entgangen war, wußte an wem sie dachte, ein Schatten flog über sein Gesicht. Während Un Nyun langsam wieder anfing normal zu atmen, sagte er dennoch ruhig, „die Kleidung von dir zieht zu viele Blicke auf sich!“ Er stand auf und durchsuchte einen der toten Soldaten, schnell hatte er gefunden was er suchte und kam mit einem kleinen Beutel in der Hand zurück. Er griff nach ihrem Rock, Un Nyun wich erschrocken zurück. Song Taeha hielt inne und sah sie an, „es ist nur Holzkohle! Es wird draußen von ihnen, als eine Art Pinsel verwendet!“ Schließlich begann er den unteren Teil des Rocks mit der Kohle zu bemalen und bald darauf gingen sie wieder durch den Ort.

Daegil und die anderen waren noch auf freien Gelände, doch diesmal ritten sie, wenn auch nicht sehr schnell. Wangson meinte, „Seol-Hwa, laß uns ein Lied hören!“

Seol-Hwa zog ihm den Zahn, „nichts im Leben ist umsonst! Weißt du, wieviel eine Melodie von mir wert ist?“

Wangson schimpfte auch sogleich, „du Dirne, jetzt da dein Bauch voll ist wirkst du alles andere als zimperlich! Ich werde dir später zwei Mahlzeiten geben!“

Seol-Hwa meinte gelaßen, „denkst du, ich würde wegen zwei mageren Schüsseln Hirse auf die Knie gehen!“

Wangson schimpfte, „ich habe dir gesagt, sie dort zu lassen! Sie ist so nutzlos wie sie kam!“

Daegil sagte ruhig, „Kind, sing uns ein Lied! Wer weiß, es könnte nützlich sein etwas Fleisch zu bekommen, wenn du gut bist!“

Sofort fragte Seol-Hwa, „Fleisch? Schweinefleisch?“

Daegil meinte, „solange es kein Mischling ist...“

Seol-Hwa unterbrach ihn, „das wäre in Ordnung für mich! Was soll ich spielen? Ein Abschiedslied?“

Wangson sah verärgert aus, Choi lachte leise und Daegil war es egal, „alles, was immer du willst!“

Sogleich fing Seol-Hwa an zu singen, „er ging auf eine lange Reise, verursache einen Todeskampf in meinem Herzen...“

Wangson rief begeistert, „das ist schön!“

Song Taeha stand auf der Straße Un Nyun gegenüber, „ich danke dir, daß du diese beschwerliche Reise an meiner Seite ertragen hast!“

Un Nyun sah ihn lächelnd an, „ebenso zufällige wie unser Treffen war, war es deine Voraussicht, mir zu helfen!“

Song Taeha wurde das Herz schwer, „also...“

Er schwieg, während Un Nyun sich vor ihm verneigte, „meinen Dank! Ich wünsche dir eine gute Reise!“

Schließlich ging Song Taeha. Während Un Nyun weiter in die Richtung ging, blieb er noch einmal stehen und sah ihr nach, wie sie zwischen den anderen Leute auf der Straße verschwand. Gerade als Song Taeha ging, wandte auch Un Nyun sich noch einmal zu ihm um, bevor auch sie mit schwerem Herzen allein weiterging. Diesmal blieb sie allerdings nur kurz stehen, als sie Baek Ho und seine beiden Männer sah, welche die Leute nach ihr fragten. Dann senkte sie den Kopf und machte sich auf den Weg.

Im Youngho war im Pavillion und schrieb, als er Schritte hörte, „Taeha, bist du das?“

Er wandte sich um und sah Hwang Chul Woong, welcher fragte, „hast du Song Taeha erwartet?“

Im Youngho fragte stattdessen, „hat der Kanzler dich geschickt?“

Hwang Chul Woong beantwortete ebenfalls nicht die Frage, „ich fragte, ob du Taeha erwartest?“

Im Youngho nickte leicht, „er machte seine Bewegung viel früher als ich erwartet hatte! Befahl er dir herzukommen?“

Hwang Chul Woong überging dies, „wenn du mir nicht antwortest, werde ich dich enthaupten!“

Er zog sein Schwert Im Youngho seufzte kurz, dann nickte er, „mache es!“

Ji Ho Cheon und Mandeuk, saß auf der Schulter ihrer beiden Gefährten und sahen über die Mauer, Mandeuk sah Ji Ho Cheon an und erklärte, „wir hätten die Lunte riechen sollen, als er uns warf den Beutel zuwarf!“

Ji Ho Cheon blickte weiter zu dem Pavillion und lachte leise, „die Tänze haben ohnehin begonnen, also laßt uns dem Kampf anschließen!“

Mandeuk zeigte auf den Pavillion und rief verzweifelt, „kannst du nicht die Verbindung der Punkte sehen? Es wird ein Mord! Wir werden alle Konsequenzen dafür tragen müßen!“

Ji Ho Cheon sah Mandeuk an, „es sind fünfhundert Nyang für die Mühe! Egal, für welchen Einsatz, es muß getan werden! Laß uns inzwischen etwas rauchen!" Dann sah er zu dem Mann auf dessen Schulter er saß, „laß mich runter! Worauf wartest du noch?“ Sie landeten mit einer Bruchlandung auf dem Boden, dann lehnten sie sich gegen die Mauer und erholten sich erst einmal.

Daegil und die anderen waren vor der Stadt eingetroffen, Daegil zeigte auf eine Karte „hier, laßt uns gehen!“ Sie holten ihren Kompaß hervor und verglichen sie. Daegil befahl, „ich werde in einem gak beim Haupttor sein! General Choi, du nimmst den Norden!Wangson, du gehst auf das Dach und schaust, ob sie fliehen! Alles in Ordnung?“

Choi hatte ernst ausgesehen, Wangson nickte zufrieden, Seol-Hwa neigte sich vor, „und ich?“

Daegils Antwort war die gleiche wie immer, „kümmere dich um die Pferde! Laßt uns gehen!“

Sie rannten los, während Seol-Hwa in einem übersichtlichen Wald in der Nähe des Ortes stand und ihnen wütend nachsah, „ich sollte einfach die Pferde verkaufen und wegrennen!“

Ji Ho Cheon lehnte an der Mauer und rauchte zufrieden. Mandeuk stieß ihn wütend an, „Ältester!“ Ji Ho Cheon überhörte es, Mandeuk gab ihm einen Stoß, daß er zu Seite fiel, „Ältester!“

Ji Ho Cheon schlug ihm den Fuß auf dem Kopf. Dann stand er auf und spähte so gut er konnte über die Mauer. Im Pavillion nickte Hwang Chul Woong, „das werde ich! Irgendwelche letzten Worte?“

Im Youngho nickte, seine Stimme klang ruhig und gelaßen, „überbringe ihm dies, wo das Wasser versiegt, sollte man keine Mühle bauen!“

Hwang Chul Woong schwieg kurz, „der Kanzler erklärte, ich sollte dir diese Worte überbringen! Egal wie unbeugsam, kann kein Bambus kann als Säule dienen!“ Dann schlug er ihm den Kopf ab.

Song Taeha öffnete die Tür zu einem Wohnsitz und trat ein. Als er um die Ecke ging blieb er entsetzt stehen, als er dort im Hof überall tote Dienstboten liegen sah. Dann zog er sein Schwert und rannte zu dem Pavillion. In seiner lila Kleidung, ohne Uniform, stand Hwang Chul Woong mit dem Rücken zu ihm. Song Taeha sah den toten Im Youngho. Seine Mundwinkel zuckten, als er leise doch voller Wut sagte, „du bist ein Bube, der meinen einzigen Meister tötete! Du...“

Hwang Chul Woong wandte sich leicht um, „Bube? Wie kann ein Sklaven wie du es wagen...“

Song Taehas Mundwinkel zuckten wieder, als er ihn unterbrach, „was ist der Grund dafür?“

Hwang Chul Woong erwiderte, „frag mich nicht! Kein Sklave hat das Recht, seinem Besitzer Fragen zu stellen!“ Er schwieg kurz, dann sah er Song Taeha endlich an, trotz seiner harten Worte war seine Stimme ruhig wie immer, „du mußt immer gedacht haben ich könnte mich nie mit dir vergleichen, da ich dir unterstand! Und das ist der Grund, deshalb ich dich heute töten werde!“

Er warf seinen Hut nach nach Song Taeha, sein Schwert zerschnitt ihn. Hwang Chul Woong rannte mit einem geraden Schlag auf ihn zu, Song Taeha neigte sich zurück und verschaffte sich Bewegungsfreiheit indem er den Pavillion verließ. Song Taeha blockierte einen rechten und einen linken Schlag, dann ging er in die Knie und zielte auf Hwang Chul Woong Beine, doch dieser sprang über die Klinge, drehte sich und führte einen Schlag von rechts unten nach links oben, Song Taeha blockierte diesen mit einem gegenteiligen Schlag von links oben nach rechts unten. Ihre Schwerter kreuzten sich, dann stießen sie einander weg, einige Augenblick hörten sie auf zu kämpfen.

In dem Moment rief eine Stimme ziemlich munter, „Song Taeha, lange nicht mehr gesehen!“ Daegil hielt sein Schwert lässig über den Schulter, während er grinste, „ich bin mir sicher, daß du mich vermißt hast! Du bist wirklich jemand! Hast den ganzen Weg bis hierher geschafft!“ Song Taehas Blick war kalt, als er ihn ansah, während Daegil mit dem Schwert auf Hwang Chul Woong zeigte, „noch mehr Ärger am brodeln, wie ich sehe!“

Daegil stützte sich auf sein Schwert, während Hwang Chul Woong ebenso kalt wie Song Taeha Daegil angesehen hatte, fragte, „wer bist du?“

Daegil sah ihn einen Moment lang an, als müßte er überlegen, ob er verrückt wäre, „wer könnte ich sein? Bist du neugierig geworden?“ Er trat einen Schritt vor und zog sein Schwert heraus, während er die Arme über der Brust verschränkt und in einer Hand das Schwert hielt, „jemand aus genau dem gleichen Handel!“

Song Taeha sah ihn diesmal eher überrascht an, während Hwang Chul Woong Schwert immer auf ihn gerichtet war, „dies ist keine Angelegenheit für Schergen wie dich!“

Im gleichen Moment griff Hwang Chul Woong mit einem Schlag von oben nach unten an, während Daegil das Schwert mit einem geraden Schlag abblockte und plötzlich auf der anderen Seite stand und rief, „ist es das nicht? Weißt du, wie lange ich schon hinter ihm her bin?“

Im dem Augenblick rollte sich Song Taeha vom Boden ab und trat die beiden Schwerter auseinander. Woraufhin er gegen beide zu kämpfen anfing, Daegil fiel einmal zu Boden, stand aber sogleich wieder auf. Als Daegil einen geraden Schlag machte und Hwang Chul Woong einen Schlag von links unten nach rechts oben, blockierte Song Taeha beide Schwerter indem er die Klinge gerade nach unten hielt.

Wangson saß auf einem Hausdach, als er ein Geräusch hörte. Er zog schnell sein Schwert und als typischer Frauenkenner machte er auch prompt die Bekanntschaft mit der hübschen Yunji. Yunji sah ihn verführerisch lächelnd an und Wangson war sofort auf den Socken. Er steckte sein Schwert zurück, und sah sie mit offenem Mund von oben bis unten an, „und du bist...“

Die Antwort erfolgte mit einem Tritt in die Weichteile. Wangson hielt sich seine läutenden Glocken während er laut stöhnend vom Dach fiel.

Baek Ho und seine Leute fragten gerade wieder jemand nach Un Nyun. Als diese mit gesenktem Kopf an ihnen vorbei ging. Sie war bereits schon an ihnen vorbei, als Baek Ho sich umwandte und sie erkannte, „Herrin!“ Un Nyun wandte sich langsam zu ihm um, Baek Ho verneigte sich, „ich hätte fast riskiert dich zu verwechseln!“

Un Nyun wollte etwas sagen, schwieg dann jedoch und rannte stattdessen weg. Baek Ho und seine beiden Männer folgten ihr schnell. Während der Abstand immer kürzer wurde, erinnert sich Un Nyun an die Pfeife. Daegil war gerade unter einem Schlag ausgewichen und Song Taeha blockierte. Plötzlich fiel Song Taeha das Schwert aus der Hand. Daegil sah auf, als Choi angerannt kam und rief, „nimm diesen!“

Sofort griff Choi Hwang Chul Woong an, Song Taeha nutzte die Ablenkung, um schnell sein Schwert aufzuheben. Während nun Choi gegen Hwang Chul Woong und Daegil gegen Song Taeha kämpfte. Als dieser plötzlich den Klang der Pfeife hörte. Er überlegte kurz aus welcher Richtung er gekommen war, Daegil wollte die Ablenkung nutzen und machte einen geraden Schlag. Song Taeha rannte einfach an der Seite an ihm vorbei, während Daegil ihm ungläubig nachsah und ihm dann folgte. Hwang Chul Woong trat Choi mit einem Tritt in den Bauch zurück, öffnete eine Lücke und hatte Chois Schwert an der Kehle, welcher meinte, „laß uns das Ende sehen!“

Hwang Chul Woong trat schnell einen Schritt seitlich nach hinten und stand nun vor Choi. Er sah ihn kalt an, „wenn du Augen zum zu sehen hättest, würdest du auf den ersten Blick wißen, mit wem du es zu tun hast!“

Er schob sein Oberteil zur Seite, so daß das königliche Siegel zu sehen war. Choi schnaufte spöttisch und zielte mit dem Schwert eine Etage tiefer, „was? Etwa so etwas wie dies? Ich kenne jeden Hund hier in der Stadt, der nach einem wertvollen Hasen her ist! Aber laß uns nicht gegenseitig auf die Zehen treten!“

Hwang Chul Woong zuckte bei diesen Worten zusammen, als er erwiderte, „scheint als wärst du eifrig bemüht eine Lektion erteilt zu bekommen!“

Song Taeha rannte so schnell er konnte zurück in den Ort, Daegil folgte ihm. Un Nyun lief inzwischen planlos durch den Ort. Choi blockte mit einen schrägen Schlag mit einen geraden Schlag ab, während Hwang Chul Woong plötzlich den Druck aufgab, Chois Schwert hatte keinen Druckpunkt mehr und die Klinge schnitt in seine Schulter. Choi ging zu Boden, während Hwang Chul Woong schnell fortrannt, um Song Taeha einzuholen. Un Nyun verlor den Stein, den sie immer bei sich trug, sie zögerte kurz, dann kehrte sie schnell um und hob ihn auf. Im gleichen Moment packten Baek Hos Leute, sie rechts und links am Arm, während Baek Ho verzweifelt aussah, „wir begleiten dich nun zurück!“

Wieder wehrte sich Un Nyun und schrie, „laßt mich gehen! Laßt mich los! Helft mir! Bitte!“

Einige Leute kamen näher, Baek Hos Männer zogen mit ihrer freie Hand ihr Schwert. Baek Ho wandte sich schnell um richtete sein Schwert auf die Menge hinter ihm, während er rief, „dies ist eine Clan Angelegenheit! Riskiert nicht unnötig euer Leben!“

Menge zerstreut sich hastig, gerade als Song Taeha Un Nyun sah. Daegil sprang inzwischen von einem Hausdach vor Song Taeha, welche sich gerade noch unter dem Schwert vorbei ducken konnte, Daegil fiel zu Boden. Er aber sofort wieder auf den Beinen, als sich ihre Schwerter wieder kreuzten. Als Song Taeha und Daegil die gleiche Idee hatten und einander zu Boden traten, auch Un Nyun bemerkte den Kampf und sah sich immer wieder um. Inzwischen hatten sich Song Taeha und Daegils Schwerter so gekreuzt, daß keiner aufgab und beide zu Boden fiel. Song Taeha nutzte dies und warf Daegil über seine Schulter wieder zu Boden, doch Daegil machte eine Rolle rückwärts und seine Klinge kreuzte sich auch schon wieder mit der von Song Taeha. Daegil sah sich kurz um und sah Un Nyun, welche sich wieder zu ihnen umwandte, während Daegil grinste, „was ist das? Juckt es dich unter der Hose, weil sie deine Dirne wegnehmen?“

Song Taeha gab Daegil einen Stoß, so daß er gegen einen Laden fiel, er durchschnitt schnell den Stoff, so daß Daegil für einen Moment dahinter verschwand. Während er schnell Un Nyun folgte. Kaum hatte er sie eingeholt, trat er die beiden Männer gleichzeitig mit dem Fuß weg und kämpfte nun gegen Baek Ho. Yunji stand auf dem Dach und beobachtete sie, während sie zu sich selbst sagte, „das ist schon ein Tiger den wir hier haben!“

Sie löste ihren Dolch aus dem Haar. Baek Ho bemerkte sie zufällig und stellte sich schnell so vor Un Nyun, so daß ihr Dolch ihn traf. Song Taeha war überrascht. Un Nyun kniete sich erschrocken neben Baek Ho, welche sich mit der Hand die Brust hielt, „Baek Ho, ist alles in Ordnung?“

Baek Ho setzte sich auf und sagte, „Herrin...“ Song Taeha griff hastig nach Un Nyun Hand und zog sie mit sich. Baek Ho rief laut, „Herrin!“

Un Nyun wandte sich noch einmal um. Song Taeha entdeckte ein Pferd, sprang schnell auf und zog Un Nyun zu sich hoch. Gerade als weiter hinten Daegil auftauchte, er grinste leicht und warf dann einen Dolch. Der Dolch traf Un Nyun in die Schulter. Un Nyun schwankte leicht auf dem Pferd, während Song Taeha sie stützte. Ihr Kopf fiel zur Seite und Daegil sah entsetzt, daß es Un Nyun war. Er sah Un Nyun noch immer entsetzt nach, als Hwang Chul Woongs Schwert ihn in den Rücken traf und er fiel bewußtlos zu Boden.

Baek Ho sah verzweifelt zu wie Yunji das Dach verließ, während seine beiden Männer ihn inzwischen hoch halfen und wegbrachten. Choi verband sich seine verletzte Schulter. Wangson kam stöhnend angehumpelt, stützte sich mit einer Hand auf seinem Schwert und mit der anderen hielt er seine immer noch klingenden Glocken. Choi sah zu ihm auf,, „was ist mit deinem Fuß?“

Wangson stand gebeugt wie ein alter Mann da, „wenn es eine Sache in der Welt gibt, der man nie vertrauen kann, dann sind es Frauen!“

Choi sah ihn wütend an, sagte dann jedoch, „laß uns gehen! Daegil verfolgte ihn allein, so könnte er in Schwierigkeiten geraten!“

Er stand auf und ging mit festen Schritten, Wangson rief, „warte!“ Doch dann folgte er ihm humpelnd und stöhnend mit läutenden Glocken.

Song Taeha hatte mit Un Nyun inzwischen ein Waldgebiet erreicht. Er hielt das Pferd an, als Un Nyun bewußtlos vom Pferd fiel. Er kniete sich besorgt neben sie. Erschrocken sah er, daß Un Nyun nicht vor Schreck bewußtlos geworden war und zog hastig den Dolch heraus. Dann ließ er das Pferd stehen und trug Un Nyun weiter. Choi und Wangson knieten entsetzt neben Daegil nieder, Wangson schob kurz sein Hemd zur Seite und sie sahen, daß er die Rüstung drunter trug. Da beide selbst mehr oder weniger angeschlagen waren, packten sie Daegil an den Armen und schleiften ihn mit sich. Baek Hos Leute versorgten inzwischen dessen Wunde. Baek Ho stöhnte und fragte, „habt ihr gesehen, wie viel es waren?“

Einer seiner Männer gestand, „in dieser Hektik konnten wir das nicht!“

Baek Ho setzte sich stöhnend auf, „ein Mann fing sie, ein Jäger ist auf ihrer Spur und ein weiterer! Es waren also insgesamt vier!“

Einer seiner Leute sah ihn nachdenklich an, „können sie nicht alle vom Lord geschickt worden sein?“

Baek Ho schüttelte seufzend den Kopf, „ihr Kampfstil war zu verschieden, als daß dies der Fall sein könnte! Besonders der von der Frau!“

Der Mann der ihn gefragt hatte, sah ihn verwundert an, „es war eine Frau unter ihnen dabei?“

Der andere Mann nickte, „da war eine auf dem Dach! Sie trug eigenartige Kleidung!“

Baek Ho verzog das Gesicht vor Schmerz, „sie ist nicht von Joseon! Nach dem Sturz der Ming, gab es Gerede, daß fehlgeleitete Meister Joseon untergehen! Sie ist wahrscheinlich eine Attentäterin aus dem alten kaiserlichen Amt der Eunuchen!“

Der Mann der erst gefragt hatte, fragte wieder, „wie kann jemand wie der Lord Verbindungen zu den Ming und sich selbst mit Leuten wie dem beteiligen?“

Baek Ho trat der Schweiß auf die Stirn, „sein Clan erkaufte sich den Yangban Status, nachdem der Handel blühte! Wenn sie Verbindungen während seiner Tage als Kaufmann herstellten, wäre es möglich!“

Einer seiner Männer neigte sich vor, „bist du in der Lage zu gehen?“

Baek Ho rang nach Luft, „ich muß! Irgendein Wort von anderen?“

Der Mann erwiderte, „nichts soweit!“

Baek Ho befahl, „laß ein Zeichen zurück!“

Der Mann sah ihn wieder fragend an, „aber wohin gehen wir jetzt?“

Baek Ho erklärte, „sie ging nach Süden! Wir werden ihr auf dieser Spur folgen!“ Yunji war ihnen inzwischen näher, als sie den Dolch von Daegil fand, den Song Taeha dort vergeßen hatte, wußte sie, daß sie auf dem richtigen Weg war.

Während Ji Ho Cheon es sich bei einem Baum bequem gemacht hatte, sah Mandeuk über die Mauer. Er rannte zu ihm und schrie entsetzt, „Ältester, ajee wirklich, sie sind alle verreckt!“

Ji Ho Cheon sah ihn überrascht an, „ich sollte...“

Mandeuk unterbrach ihn, „wir sollten nichts wie raus von hier! Wenn wir in einem Mordfall verwickelt werden, wird es für uns keinen Platz zum verstecken geben!“

Ji Ho Cheon hatte seine alte Gelassenheit wieder gefunden, „du gehst, wohin auch immer der Wind dich führt! Nun da der Tanz begonnen hat, müßen wir es lohnend machen!“

Mandeuk schüttelte den Kopf, „laß uns gehen, Ältester! Die Einsätze, die auf dem Tisch liegen sind zu hoch für Leute wie uns!“

Ji Ho Cheon lächelte, „je höher die Einsätze, desto größer ist das Risiko! Scheint als ob über tausend Nyang auf dem Tisch auf uns warten!“

Hwang Chul Woong erschien pötzlich vor ihnen und befahl, „geht und kümmert euch um die Leichen!“

Ji Ho Cheon blieb sitzen und verneigte sich leicht, „ja! Sicherlich, Herr!“

Hwang Chul Woong sah ihn an, „worauf wartest du noch?“

Ji Ho Cheon lachte laut, „etwas mehr Geld um uns zu ermutigen, vielleicht?“

Hwang Chul Woong fragte, „habe ich euch nicht den gesamten Betrag im Voraus gezahlt?“

Ji Ho Cheon lächelte, "dies war nur, daß wir dich hierher bringen. Aber wenn du uns bittest, mit Mörder zu verhandeln, dann fürchte ich, müßen wir möglicherweise den Preis ein wenig erhöhen!“

Hwang Chul Woong nickte und sagte mit ruhiger Stimme, „hast du den Wunsch zu sterben?“

Ji Ho Cheon lachte wieder, „es ist nur das Gesetz der Straße die vorschreibt, nicht mit leeren Magen zu arbeiten, also...“

Hwang Chul Woong hatte schnell sein Schwert gezogen und Ji Ho Cheons Pfeife durchgeschnitten, „vergiß die Gesetze der Straße! Falls du mich noch einmal herausforderst, wird es das nächste Mal dein Hals sein, welcher dafür zahlt!“

Ji Ho Cheon sah immer noch auf seine abgeschnittene Pfeife, dann stand er lachend auf und verneigte sich, „ich werde es mir merken, Herr!“

Hwang Chul Woong befahl wieder, „kümmert euch um die Leichen!“

Ji Ho Cheon verneigte sich, „werden wir, Herr, aber wann wirst du uns den Rest bezahlen?“

Hwang Chul Woong hielt ihm das Schwert an den Hals und fuhr dann langsam darüber. Ji Ho Cheon lachte wieder, als Hwang Chul Woong ruhig sein Schwert wegsteckt. Sein Lachen hört jedoch auf, als er ihm die Faust ins Gesicht schlug. Schließlich brachten sie die Toten in den Pavillion und legten Reisig aus, während Mandeuk dastand und schimpfte, „Ältester, du hast vielleicht Nerven! Ich dachte, ich würde dort sterben, aber du tust als wäre nichts passiert!“

Ji Ho Cheon stellte sich neben ihm und sah auf die Leichen, „du täuschst dich! Der Palast hat seine Regeln! Und die Straßen haben ihre eigene Gesetze! Sie erschrecken alle mit ihrer offiziellen Kleidung oder einer Klinge und sie laufen auf das trockene!“

Mandeuk rief verzweifelt, „es ist unser Ältester über dem wir hier reden! Wir haben dank dir sogar eine hundert Nyang mehr dafür erhalten! Aber wie kannst du sicher sein, daß er dich nicht töten wird?“

Ji Ho Cheon sah ruhig auf die Leichen, während er mit verschränken Armen dastand, „wenn er das tut, wer wird sich dann um die ganze Drecksarbeit kümmern?“ Er lachte wieder, als er Mandeuk ansah, „da gan es mehr Schläge in der Zeit, als ich jemals wollte!“

Mandeuk verlegte sich aufs jammern, „aber wenn du krepierst, können wir, mehr oder weniger, nicht mehr verhandeln! Habe ich recht?“

Er sah zu den anderen Männern, Ji Ho Cheon hob seine Hand, als wollte er zuschlagen, ließ sie dann aber sinken, „warum? Weil ein Schnecken die beißt in den Himmel kommt, um ein Drache zu werden!“ Er trat ihn solang in die Knie bis Mandeuk aufheulte und schimpfte dann, „jedes Mal störst du mich mit dummen Scherzen! Brennt es jetzt nieder!“

Sie waren wieder an dem Waldrand, als Hwang Chul Woong auf zwei der Männer zeigte, „ihr zwei, erreicht bis morgen Mittag Apgujeong! Wenn Sie nur einen Augenblick zu spät kommt, werdet ihr Trottel leblos vor meinen Füßen starren! Die übrigen folgen mir! Verstanden!“

Die beiden Männer verneigten sich ängstlich und machten sich dann auf dem Weg. Mandeuk und einer ihrer Männer folgten Hwang Chul Woong mit Ji Ho Cheon, welcher seufzte, „unverschämter Bengel! Seht nur, wie er mit uns redet!“

Mandeuk hatte wieder Zweifel, als er sich an ihn wandte, „Ältester, gehen wir wirklich? Dies riecht nicht ganz richtig!“

Ji Ho Cheon fragte, „ist es nicht der charmante Duft von Mist, welcher die Fliegen anzieht? Laßt uns einfach mitgehen!“ Diesmal war es Mandeuk, welcher laut seufzte.

Daegil saß auf einem Felsen in der Nähe von einem Fluß und starrte ausdruckslos vor sich hin. Choi versorgte seine Wunde auf seinem Rücken, „diesmal hast wirklich riskiert fast zu sterben!“

Seine Rüstung hatte einen breiten Kratzer. Wangson kniete hinter Daegil und seufzte laut, „ajee, es sah aus wie eine splitternackte Dirne, während ein Hund ihren Schmuck gefreßen hatte! Ältester, bevor es zu spät ist, laß uns nach ihnen folgen!“

Daegils Blick war immer noch ausdruckslos, als er leise flüsterte, „ich bin mir sicher, sie war es!“

Choi richtete sich leicht auf und sah ihn besorgt an, „von wem redest du eigentlich?“

Daegil flüsterte, „Eonnyeon!“

Wangson stöhnte, „was für ein Kuhmist spuckt dir dieses Mal wieder herum?“

Daegil flüsterte wieder, „es war ganz sicher Eonnyeon!“

Choi rief ausnahmsweise einmal wütend, „wach endlich auf! Warum sollte Eonnyeon mit diesem Song Taeha wegrennen?“

Daegil starrte noch immer vor sich hin, „mein Dolch traf!“

Wangson fragte, „wem? Song Taeha?“

Daegil lächelte schmerzhaft, „Eonnyeon!“

Wangson schüttelte den Kopf und hob die Hand, „ajee, er ist durch den Schlag übergeschnappt! Ich geh Essen holen!“

Wangson stand auf und ging über das felsige Gelände. Daegil lächelte weiter voller Schmerz, „der Dolch! Ich warf ihn!“

Choi stand ebenfalls auf, „beruhige dich, wir erlitten alle Verletzungen! Laß und dies vergeßen und zurückkehren!"

Wangson der sich an einen Fels gestützt hatte, wandte sich plötzlich an Choi, „warte einen Moment! Vergeßen was und zurück, wohin? Du willst einfach so fünfhundert Nyang auf einem Schlag wegwerfen?“

Er trat zu Choi, welche meinte, „er war Ausbilder des Militärs! Es gibt eine gute Möglichkeit, daß bereits schon Höflinge einbezogen wurden!“

Wangson rief, „wieder! Immer diese wieder! Warum hast du ständig solche Angst vor jenen Höflingen? Wir tragen die Krone in diesem Handel! Was ist los mit dir?“

Choi sagte, „genug mit deinem Geplänkel!“

Wangson rief, „genug mit was? Wenn es dich wirklich so sehr entmutigt, dann laß es uns übernehmen!“

Chois Stimme wurde nun energischer, „ich sagte dir, du sollst mit deinen Scherzen aufhören!“

Wangson ging hin und her und blieb nun vor ihm stehen, „nein! Warum teilen wir nicht einfach das Geld auf und gehen getrennte Wege?“

Wangson wandte sich wütend ab. Choi rief diesmal wütend, „ist dies wirklich alles, was du an Treue zeigen kannst?“

Wangson ging zu ihm zurück und schnaufte verächtlich, „was ist Treue? Ist dies nicht etwas, das man kaufen in diesen Tagen für ein paar Pfennig kaufen kann?“

Choi schlug ihm mit der Handkante gegen den Hals. Wangson schrie kurz auf, dann hielt er sich nach Luft ringend den Hals und fing an zu kotzen. Choi kniete sich wieder neben Daegil, welcher immer noch vor sich hinstarrte, „bist du sicher, daß sie es war?“

Daegils Stimme klang ebenso tonlos wie seine Augen leer waren, „sie ritten auf dem Pferd weg! Während sie wurde nach unten fiel, sah ich sie!“

Choi erwiderte, „du kannst ihr Gesicht nur von der Seite gesehen haben! Was war letztes Jahr?“

Choi erinnerte sich zurück. Daegil hatte sein Schwert gezogen und war auf eine Sänfte losgegangen. Er hatte den Vorhang zur Seite gerißenen, aber es war nicht Un Nyun.

Choi sagte, „du warst sicher, sie wäre es gewesen und hast die Hochzeitsänfte mit der Braut geöffnet, um dich selbst zu überzeugen! Ich kann immer noch die blauen Flecken von alle diesen Schlagen in der Hauptstadt fühlen!“

Wangson war immer noch am kotzen, während Daegil erwiderte, „nein, ich bin sicher, daß ich sie sah! Dieses Mal ist sie es wirklich!“

Choi wandte ein, „das gleiche sagtest du letztes Jahr auch! Und das Jahr davor! Drei Jahre hintereinander sagtest du das gleiche! Unsere Augen sind schlau genug uns sehen zu laßen, was wir uns wünschen! Denke darüber nach, ob diese Frau wirklich Eonnyeon war oder du dir nur gewünscht hast, sie wäre es! Sie hätte keinen Grund, mit ihm zu gehen! Wie sollte eine weggelaufene Göre bei einem ehemaligen Trainingsbefehlshaber enden?“

Daegil sagte immer noch tonlos, „ich nehme an, was du sagst, ist richtig! Laßt uns gehen!“

Er stand teilnahmslos auf. Choi sah ihn erleichtert an und seufzte, „du hast eine weise Entscheidung getroffen! Laß uns zurück nach Hanyang...“

Daegil unterbrach ihn, „nein! Wir müßen den Song Taeha fangen!Sobald wir ihn in den Hände haben, werden es herausfinden, ob es Eonnyeon war oder nicht!“

Choi rief, „müßen wir das wirklich tun? Wir haben sie völlig verloren!“

Daegil erklärte, „wir können sie an ihrem Ziel fangen!“

Wangson kam angerannt und hielt sich an Choi fest, während er krächzte, „kann jetzt nicht sprechen!" Er holte wieder keuchend Luft, dann sah er Choi an, „komm schon!“

Choi zeigte mit dem Finger auf sich, „wer? Ich?“

Wangson nickte und krächzte, „laß uns sehen, wer hier der ältere ist! Auf den Straßen, folgt das Pack dem stärksten, ist das nicht...“

Choi trat ihm zwischen die Beinen und Wangson hielt sich seine wieder läutenden Glocken, während er jammerte, „ajee, von allen Stellen schlägst du ausgezeichnet in diese!“

Daegil sah verwundert zu ihnen, „was macht ihr da? Laßt uns packen und gehen“ Dann sah er sich nachdenklich um, „etwas scheint zu fehlen!“

Seol-Hwa wartete immer noch bei den Pferden. Schließlich setzte sie sich verärgert ins Gras und schimpfte zu sich selbst, „wie lang soll ich hier noch warten?“

Daegil beschimpfte inzwischen Wangson. „wie konntest du sie so lang allein lassen, du nutzlos Bengel?“

Wangson schimpfte ebenfalls, „warst du nicht, der ihr zuerst sagte, sie solle die Pferde im Auge behalten?“

Choi wandte nicht weniger verärgert ein, „du hättest sie mit dir zurück bringen sollen!“

Wangson winkte mit der Hand ab, „bei all dem Chaos? Laßt sie zurück! Sie kann nicht kochen und zieht sich noch nicht einmal aus, was ist überhaupt das Problem?“

Daegil blieb stehen und sah ihn wütend an, „ich sagte dir, manchmal dein Gehirn zu gebrauchen! Wo denkst du sind all unsere Vorräte und Geld, hm? Bei den
Pferde, du verwirrter, kleiner Dummkopf!“

Wangson zog hastig sein Schwert und ging mit schnellen, festen schritten los, „ich wer sie erwischen!“

Daegil ging ihm einige Schritte nach, als Choi sagte, „sie haben Im Youngho getötet? Sobald die Behörden von dem Mord erfahren, werden sie alle alarmieren! Laß uns bis zum Abend warten, bevor wir gehen! Nachdem der ehemalige linke Staatsrat ermordet wurde, werden überall Soldaten sein!“

Daegil rieb sich nachdenklich das Kinn, „wir haben das Siegel und Amtspässe, so können wir durch ihre Kontrollen kommen!“

Choi sah ihn seufzend an, „höre nur einmal auf deinen Ältesten! Sobald wir in all dies verwickelt werden, wird es keinen Fluchtweg geben!“ Diesmal war es Daegil der seufzte.

Song Taeha trug Un Nyun immer noch, während sie inzwischen durch felsiges Gebiet gingen. Schließlich erreichte er einen Anhang, welche eine Art Halbhöhle war, vor der sich ein See befand. Er legte Un Nyun auf den Boden, welcher mit Laub bedeckt war. Un Nyun schlug halb die Augen auf und flüsterte kaum hörbar, „jun... junger Meister!“

Song Taeha neigte sich etwas zu ihr, „kannst du mich hören?“

Un Nyun flüsterte wieder, „jun...“

Dann verlor sie das Bewußtsein. Song Taeha sah sie noch einen Augenblick an und zögerte kurz, doch dann eilte er zu dem See.

Ein noch junger Minister saß beim Kanzler und sah ihn verwirrt an, „du willst, daß ich Ochsenhörner sammeln?“

Der Kanzler blieb ruhig, „sammle all die kleinen Händler und Schmuggler die du finden kannst! Und dies an jeder Ecke vom Markt so weit wie du kannst!“

Der Minister sah niedergeschlagen auf den Tisch, „ich bin viel zu unerfahren, um mir vorzustellen, welche Art von Kriegslist du vorhast! Darf ich fragen, warum du Interesse an allem hast?“

Der Kanzler erwiderte ernst, „sind die Ochsenhörner für Wasser nicht ein wesentlicher Bestandteil für Bogen? Und wir wissen, daß die Qing nur Hörner aus Joseon importieren! Wenn ihre Gesandtschaft wegen dieser Angelegenheit in ein paar Tagen eintrifft, werden wir verkünden, daß wir ihre Entscheidung mit Ochsenhörner zu handeln, nicht mehr annehmen!“

Der Minister sagte erschrocken, „du wirst doch wahrscheinlich nicht wollen, daß sie unsere Militärstärke sehen!“

Der Kanzler verschränkte die Arme vor der Brust, „dennoch, wenn Seine Hoheit den Thron besteigt, wird er nach einem Feldzug gegen die Qing ausrufen und was werden wir dann am dringendsten benötigen? Nichts anders als Ochsenhörner! Sie bringen die Welt zu jeden, der sie besitzt!“

Der Minister flüsterte nun, „aber, Kanzler, dies könnte auch zu einem Umsturz führen!“

Der Kanzler lachte, „schau her, wäre ich der einzige, der davon profitiert? Es wird sowohl ihnen und uns selbst nützen! Ich muß alle Macht sammeln, die ich habe bevor ich dieses Land dir anvertraue! Wie diese alte Heilung seine letzten Tage in Ruhe zu verbringen!“

Der Minister wandte hastig ein, „ich bin deiner nicht würdig!“

Der Kanzler lächelte, „du wirst meine Leere eines Tages füllen! Wie du weißt, habe ich keine Söhne!“

Diesmal nickte der Minister eifrig, „das werde ich! Morgen werde ich jeden Händler kennen, welcher mit den Hörner handelt!“

Der Kanzler wurde ernst, „es muß heute beginnen! Einen Tag mit staatlichen Angelegenheiten verschwenden, bedeutet eintausend Jahre verlieren!“

Drei Yangban hatten sich beim Mittagessen amüsiert. Zwei Sklavinnen trugen den Tisch wieder heraus und sammelten die Essensreste. Sie verteilten es unter den anderen Sklaven. Eine der Sklavinnen sagte, „heute bekommen wir ein Festessen! Bedient euch selbst!“

Wieder versuchte der Sklave von zuvor mit Eop Bok Streit und sagte, „bevor es dämmert, müßen wir fertig sein! Übersehe ein einzigen Unkraut und du wirst den Knüppel schmecken!“ Er sah Eop Bok an und wandte sich an ihn, „selbst zu beschäftigt um zu beantworten?“ Die anderen nickten und der Sklave wandte sich wieder an Eop Bok, „warum schweigst du immer noch? Hast du deine Zunge verschluckt?“

Eop Bok aß ruhig während, während er antwortete, „habe ich!“

Der Sklave sah ihn an, „Eop Bok, wir wißen, daß du doppelt so hart arbeiten mußt als wir!“

Eop Bok sah auf, „ajee, gib endlich Ruhe! Du machst dir nicht einmal die Sorgen, wenn sie Bastarde essen!“

Er aß weiter, während der andere anfing zu schimpfen, „und wer sollte dankbar für die Lebensmittel sein? Denkst du, sie finden es so einfach, damit du dich hier vollstopfen kannst? Es ist alles der Dank als Wohlwollen des Besitzers, du Narr!“

Eop Bok sah ihn kurz an, dann nickte er, „ja, sicher ist es das!“

Der Sklave knallte seine Schüssel auf den Tisch, „du mutterlosen Sohn einer zwei Nickel Landstreicherin, seht, wie er aussieht, wenn er antwortet! Niedrige Diener sollten ihren Platz kennen!“

Diesmal knallte auch Eop Bok seine Schüssel au den Tisch, „warum ignorierst du dann nicht ganz einfach Diener, du Ignorant!“

Er stand auf und ging hinaus. Zwei Sklaven riefen ihm nach. Der Sklave welcher wieder den Streit begonnen hatte, sah die anderen an, „was macht dieser Narr eigentlich, lesen?“

Draußen stand Yi Kun Won mit verschränkten Armen, Eop Bok kniete sich neben ihm nieder und fragte leise, „kommt er, oder was?“

Yi Kun Won zuckte mit den Schultern, „er wird kommen! Er sagte, er wir sollten einfach warten!“

Eop Bok fragte, „aber hast du diesen Herrn jemals gesehen?“

Yi Kun Won wandte sich verblüfft zu ihm um, „Herrn, wer? Dieser Kerl? Er ist kein Gentleman, nur ein Gauner von einem Kerl!“

Eop Bok flüsterte gereizt, „ajee, sie sind alle so ignorant! Gauner? Was ist mit ihm? Du ignorierst einen völlig guten Herrn wie einen Bürgerlichen!“

Yi Kun Won sah ihn überrascht an, „also, was jetzt? Hast du gelernt, wie man liest? Du redest so blasiert und so Zeug!“

Eop Bok lachte leise, „blasiert, das?“

Hinter ihnen schlug ein Pfeil in die Holzwand. Beide fuhren erschrocken zurück, Yi Kun Won fluchte, „zur Hölle!“

Eop Bok keuchte immer noch vor Schreck, „ajee, es hat mich fast zu Tode erschreckt!“

Yi Kun Won bemerkte einen Zettel an dem Pfeil und nahm ihn ab, „ich will verdammt sein! Ich bin sicher, das weiße Zeug muß Papier sein und alles, was darauf geschrieben ist, ist in schwarz, glaube ich!“ Er reichte den Zettel Eop Bok, welcher ihn ansah bis Yi Kun Won schließlich rief, „was ist es? Du verbrachtest die ganze Zeit mit predigen und kannst nicht einmal die einfache Schrift lesen?“

Eop Bok sah ihn an, „wenn ich könnte, was dann? Würde es mir helfen Tiger zu fangen? Alles, was ich brauchte, war das gute Gewehr!“

Yi Kun Won rieb sich die Hände und seufzte, „wo ist Gaenom Ajeosshi, wenn man ihn einmal braucht?“

Eop Bok sah ihn plötzlich an, „ vielleicht funktioniert es! Warte einen Moment!“ Er wandte sich um und rief leise in die Richtung des Wald, „ Cho Bok Yi! Bist du da, Cho Bok Yi?“

Cho Bok Yi trat aus dem Wald und sagte lachend, „warum? Sind sie immer noch nicht gekommen?“

Eop Bok winkte sie zu sich und flüsterte dann, „kannst du lesen?“

Cho Bok Yi lächelte wie so oft, „nur ein wenig die einfache Schrift!“

Eop Bok stieß grinsend Yi Kun Won an, „das ist es! Gut, wirf einen Blick auf dies!“

Er reichte Cho Bok Yi den Zettel, welche laut las, „die Umstände verbieten es mir kommen! So vergebt mir, nicht in der Lage zu sein, euch zu sehen!“

Diesmal lachte Yi Kun Won, „woah, unsere Cho Bok Yi ist schon eine, was! Sie kann sogar die einfache Schrift lesen!“

Cho Bok Yi lachte ebenfalls und hielt den Zettel hoch, „er sagt hier, diesen Yangban namens Park Byeong zu töten!“

Eop Bok und Yi Kun Won waren ernst geworden, Cho Bok Yi sah wieder auf den Zettel und las wieder laut, „er bestand die Prosa Prüfung...“

Yi Kun Won unterbrach sie, „wenn er die Prüfung bestand, muß er ganz der einflußreiche Beziehungen haben!“

Cho Bok Yi sah ihn fragend an, „was bedeutet Einfluß in dieser Angelegenheit? Wolltest du nicht in den Palast einzudringen?“

Eop Bok sah erschrocken von ihr zu Yi Kun Won und wieder zurück, „hör dir das an! Hat dir schon mal jemand die Sprache verschlagen? Was plapperst du da?“

Cho Bok Yi sah ihn grinsend an, „warum? Habe ich etwas falsches gesagt?“ Sie sah Eop Bok an und fragte, „soll ich weiter lesen?“

Yi Kun Won winkte hastig mit der Hand, „lies weiter!“

Cho Bok Yi las weiter, „Park Jinsa, ließ seine registrierten Sklaven frei! Als es einigen dieser Sklaven gelang, irgendwie Reichtümer anzuhäufen, schickte er Sklavenjäger auf seine Spur! Sie konfiszieren ihre Waren indem er seine Sklaven registrierte und sie zurück in die Sklaverei zwang! Sämtliches Vermögen auf ihren Namen gehörten ihrem Besitzer! Das Vermögen, daß er konfiszierte war tausende von Jeon wert!“

Cho Bok Yi sah überrascht zu Eop Bok, welcher schimpfte, „dieses mutterlose Schwein!“

Dann las sie weiter, „heute Nacht zwischen den Stunden des Hundes und Schweinen wird er bei Soseomun sein und wird tausend Nyang für ihn bei sich haben! Nutzt dieses Geld für eure Mühe!“

Yi Kun Won, brachte immer nur heraus, „ta... ta... ta... ta...“

Eop Bok fragte ebenfalls ungläubig, „tausend Nyang?“

Yi Kun Won stammelte noch immer, „das... Ajee...“

Eop Bok wandte sich zu ihm, „mit tausend Nyang könnten wir ein Dutzend Gewehre kaufen!“

Cho Bok Yi lächelte im Gegensatz zu sonst nicht, als sie Eop Bok besorgt ansah, „aber es wird gesagt, daß er immer mit zwei Wachen reist!“

Eop Boks Stimme klang entschloßen, „warum sollte man mit Gewehr ein paar Klingen fürchten?“

Yi Kun Won stieß ihn an, „was willst du tun?“

Eop Bok sagte voller Haß, „wir werden heute Abend einige Aufregung sehen! Diejenigen, die schlafen, fangen keine Fische!“

Yi Kun Won stammelte wieder erschrocken, „also brauchst d... d... d... mehr Leute oder etwas? Soll ich die anderen warnen?“

Eop Bok seufzte, „nein, zu viele Köche verderben den Brei! Vergiß es! Ich werde es selbst tun!"


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15. Mai 2014, 11:34

 Re: Meine erste Geschichte
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Un Nyun war immer noch bewußtlos, hielt aber den Stein fest in ihrer Hand. Song Taeha sah sich hastig um bis er endlich einige Heilkräuter fand. Er kehrte rasch in die Halbhöhle zurück, machte ein kleines Feuer und bereitete einige Heilkräuter zu. Sein Blick fiel immer wieder besorgt auf Un Nyun die nur schwer Luft bekam. Er kniete wieder neben ihr nieder und zögerte kurz, doch dann öffnete er ihr Oberteil. Überrascht sah er das weggebrannte Sklavenzeichen, welche eine dunkelrote Narbe auf ihrer Schulter hinterlaßen hatte. Schließlich hob er sie leicht hoch, während er ihr Oberteil ganz auszog. Er legte sie auf die Seite und tat die Heilkräuter auf ihre Wunde, während Un Nyun leise stöhnte. Un Nyun inzwischen sah wieder ihre Vergangenheit.

Daegil in dem brennenden Haus, der seine Hand nach ihr ausstreckte und rief, „Eonnyeon!“

Un Nyun die sich entsetzt die Hand vor das Gesicht hielt und rief, „junger Meister!“ Der brennende Balken, der ihn hinter einer Feuerwand verschwinden ließ.

Wie damals als Song Taeha bewußtlos war, steckte sie ihre Hand aus, wie um das Bild festzuhalten. Song Taeha sah sie an, zögernd hob er seine Hand, als Un Nyun schließlich danach griff und sie festhielt. Über Song Taeha Gesicht fiel ein Schatten von Trauer, da er wußte, daß er nicht derjenige war, nachdem sie die Hand ausstreckte und das sie ebenfalls einen Menschen verloren hatte, den sie liebte. Als Un Nyun wieder ruhig atmete und ein Lächeln auf ihrem Gesicht erschien, ließ er sanft ihre Hand los und legte ihr Kleid über sie.

Daegil saß auf einer Mauer und schnaufte verächtlich, „schau, was wir ertragen müßen!“

Choi lehnte mit verschränkten Armen an der Mauer, Wangson der über ihm auf der Mauer lag, schimpfte wie üblich, „aber Seol-Hwa wird einfach seelenruhig dasitzen und auf uns wartet! Sie ist nicht der Typ dafür, nichts zu tun!“

Daegil wandte ein, „und wohin könnte sie gehen? Sie konnte zumindest nicht einen Tag da draußen ohne uns sein!“

Diesmal schnaufte Wangson, „und was weißt du eigentlich über Frauen? Ein Leopard kann seine Reißzähne verlieren, aber nicht seine Flecken!“

Daegils Stimme klang fest, „wir sagten ihr, zu warten, also wird sie warten!“

Wangson schnaufte wieder, „wollen wir wetten? Spätestens jetzt wird sie ohne Sorgen durch die Welt tänzeln!“

Seol-Hwa war jedoch immer noch bei den Pferden und sprach wieder zu sich selbst, „das Leben einer Dirne kann ganz sicher unglücklich sein! Immer verlassen werden!“ Diesmal weinte sie wirklich. Schließlich wischte sie sich energisch die Tränen weg und zog die Pferde hinter sich her.

Der König lachte laut, „solche ein bemerkenswertes Exemplar zu sehen, habe ich bisher vernachlässigt! Ich bitte darum, mir meine unentschuldbar Verachtung zu vergeben!“

Ein Yangban saß in einem abgetrennten Raum an einem Tisch neben einem Minister. Der Yangban erwiderte, „sagt dies nicht, mein König! Eure Entschuldigung allein, ist ein Zeichen eurer unvergleichlichen Nachsicht!“

Er verneigte sich. Der König neigte sich leicht vor, diesmal war er ernst geworden, „ihr schlendert seit über einem Jahrzehnt in Mutlosigkeit! Es ist deine Wut über die königliche Familie...“

Der Yangban unterbrach ihn entsetzt, „erwähnt nicht einmal solch beschämende Äußerungen! Ich bin der einzige, der Schuld an meiner Unzulänglichkeit hat! Warum sollte ich jemals jemand dafür die Schuld geben?“

Der König lachte wieder, „du bist durch Nachsicht gesegnet!“ Die Geliebte des Königs, welche an der Seite am Tisch saß, lächelte dem Yangban ermutigend zu, während der König fortfuhr, „der Grund warum ich dich hier heute rief, ist nichts anderes als...“ Er schwieg und trank einen Becher Wein. Schnell nahm der Yangban seinen Becher und trank ebenfalls seinen Becher leer. Als der König wieder sprach, „...der Grund warum ich ich dich heute rief ...“ Wieder schwieg er, während die König lächelte, „nehme noch einen Becher Wein!“ Der Minister neben ihm, goß dem Yangban einen weiteren Becher ein. Der Yangban hielt den Becher in der Hand und wußte nicht, ob er trinken sollte oder nicht. Als der König ihn wieder ernst ansah, „ich hörte, dein Vater war an dem Handel beteiligt!“

Der Yangban sah ihn verlegen an, „ich würde es nicht Handel nennen! Immer besorgt über mein Versagen ein Amt zu gewinnen! Er benutzte unsere Vermögenswerte des Clan, um ausgewählte Waren kaufen, aber diese Geschäfte sind seit vielen Monden vorbei!“

Der König hatte aufmerksam zugehört, „ist das so? Und mit was für Waren wurde gehandelt?“

Der Yangban sah ihn lächelnd, „Qing Nadeln und Ochsenhörner!“ Der Minister an seiner Seite warf dem König einen Blick zu, während der Yangban gesprächig fortfuhr, „er war felsenfest davon überzeugt, daß die Preise dafür explodieren würden, aber sie sammeln immer noch Staub im Keller an!“

Der König hatte wieder ernst zugehört und nickte nun nachdenklich, „von dem, was ich höre, sind diese Hörner allein dreißigtausend bis vierzigtausend Nyang wert!“

Der Yangban hörte auf einmal dumm zu grinsen auf und sagte ernst, „nach meinen Vater, sind sie inzwischen über fünfzigtausend Nyang wert!“

Der König lachte laut, „ich verstehe!“ Der Yangban sah verlegen aus, während die Geliebte des Königs ihn wieder ermutigend zulächelte, als der König ihn wieder ernst ansah, „bevor es zu spät ist, solltest du dir eine Stellung am Hof erwerben! Für ein bemerkenswertes Exemplar wie dich selbst, hääte es in einem Jahrzehnt schwer noch immer Minister zu werden!“

Der Yangban wußte nicht, ob er vor Freude lachen oder weinen sollte, „ich bin voller Ehrfurcht vor eurem Wohlwollen, mein König! Ich werde sein Bestes tun, um euch zu unterstützen!“

Die Geliebte des Königs sah den König an und lächelte, welcher sich wieder vorneigte, „ich werde mein Bestes tun, dich zu unterstützen, damit du dein Bestes tust, um ein geschätzter Höfling werden!“

Die Geliebte des Königs senkte den Kopf und lächelte, als der Yangban tolpatschig aufstand, „ich Versprechen mich ernsthaft zum Wohle unserer Nation bis auf das äußerste anzustrengen!“ Dann kniete er sich nieder und verneigte sich. Der König nickte dem Minister zu, welcher ein Schreiben hervorholte und es auf den Tisch legte. Der Yangban sah den König verwirrt an, „was ist das?“

Der Minister sagte mit harter Stimme, „es ist ein Vertrag bezüglich des Zugeständnis deines Clan mit Ochsenhörner zu handeln! Dein Unterschrift!“

Er nickte zu dem Blatt Papier, daß auf dem Tisch lag. Der Yangban sah verzweifelt aus, „ich entschuldige mich, mein König! Dies ist etwas, daß ich zuerst mit meinem Vater besprechen...“

Der Minister hustete laut. Der König trank einen Becher Wein und der Minister neigte sich vor, „wir bitten dich nicht darum es uns zu übergeben!“ Ein legte mit einem Knall ein weiteres Stück Papier auf dem Tisch, „hier! Eine Summe von mehr als tausend Nyang!“

Der Yangban sah ihn verwirrt an, „eine fünfzigtausend Nyang Ware für eintausend...“ Er sah verzweifelt zum König und flehte, „dies ist nicht etwas, daß ich entscheiden kann, also...“

Der König unterbrach ihn, „es ist etwas, was dein Land von dir kaufen möchte, also halte ich es nicht für einen solchen Verlust!“

Der Yangban sah rasch zu dem Minister und wandte sich dann wieder an den König, „ich werde es mit meinem Vater besprechen und sofort zurückkehren mit seiner...“

Der König lachte laut, während der Yangban wieder dumm grinste, als der König meinte, „so tief und unnachgiebig wie deine kindliche Frömmigkeit ist, ist vertrauen in deine Treue das gleiche! Du wirst ein bemerkenswerter Höfling werden!“ Der Yangban nickte wieder dumm. Der König wandte sich an seine Geliebte und erklärte, „ich werde ihn dir überlaßen!“

Die Geliebte des Königs nickte, „ja, mein König!“

Der König und der Minister gingen, der Yangban sah ihnen verwirrt nach. Inzwischen ging die Geliebte des Königs in den anderen Raum und nahm den Platz des Minister ein. Der Yangban setzte sich wieder und die Geliebte des Königs goß ihm einen Becher Wein ein und meinte, „was ist so bedeutend an fünfzigtausend Nyang werten Hörnern, wenn eine Stellung als Minister auf dem Spiel steht?“

Der Yangban schrie sie wütend an, „wie kannst du es wagen, mir mit dieser falschen Zunge ins Gesicht zu sehen! Habe ich nicht gesagt, ich muß dies zuerst mit meinem Vater besprechen?“

Die Geliebte des Königs lächelte ruhig, „will dir dein Vater den Weg zum Hof ebnen? Vorsehung ist so blind wie gerecht nach Möglichkeit! Blind wie törichte Menschen, die nicht eine Gelegenheit sehen, wenn sie auf dem Spiel steht!“ Die Geliebte des Königs trank einen Schluck von dem Wein, den sie eingeschenkt hatte und meinte dann, „geschmückt in königlicher Amtskleidung, nicht nur in fünfzigtausend Nyang! Selbst für fünfzigtausend Nyang! Ist dies eine solche ein unmöglicher Ertrag?“

Sie lachte leise. Der Yangban trank hastig seinen Becher Wein leer und knallte diesen dann auf den Tisch. Dann fuhr er sie an, „gib mir die Feder!“

Die Geliebte des Königs reichte ihm die Feder. Der Yangban faltete das Papier auseinander, als sie ihm die Feder reichte. Er nahm sie. Sein Hand zitterte, während er noch überlegte und dann hastig aber dennoch energisch unterschrieb, bevor er es sich anders überlegte.

In der Unterkunft saßen die Sklaven in der Nacht zusammen und flochten Körbe und Matten. Einer der Sklaven meinte, „im Anbetracht der Situation, gibt es immer auch nur ein Huhn in Erntezeit, das steht außer Frage! Verdammt, ohne ein Stück Fleisch in unserem Bauch!“

Ein anderer Sklave meinte, „wie sollen wir die glühende Hitze des Sommers überstehen? Wenn es zum schlimmsten kommt, können wir auch Schlangen fangen!“

Ein anderer Sklave sah Eop Bok an, „warum willst du weglaufen und alles zum kochen bringen? Wenn ein Sklave wegläuft, müßen die übrigen für die Folgen dafür tragen! Dir müßte dies klar sein! Falls du von hier verschwindest, daß die anderen dadurch Ärger bekommen!“

Der andere Sklave erwiderte, „was immer dich an dem Besitzer ärgert, du solltest dich gesegnet halten, daß du eine warme Unterkunft und drei Mahlzeiten am Tag hast!“

Draußen bellte in der Ferne ein Hund. Eop Bok, welcher wortlos zugehört hatte stand auf, als der Sklave, der ihm immer Ärger machte schrie, „wohin gehst du zu dieser Stunde?“

Eop Bok hielt sich den Bauch, „ich muß auf die Latrine!“

Der Sklave sah ihn mißtrauisch an, „ich hoffe du läufst nicht weg!“

Eop Bok sah ihn überrascht an, „nicht weglaufen? Wer, ich? Mit diesem Zeichen auf meinem Gesicht, wie könnte ich das?“

Dann wandte er sich um und verließ die Unterkunft. Cho Bok Yi war in der Unterkunft der Frauen, als der Hund bellte, sie stand ebenfalls auf und ging zu einer Frau die webte, „Ajumeoni, kann ich zur Latrine gehen?“

Die Frau blickte sie kurz an, „was hast du wieder den ganzen Tag getrunken?“

Cho Bok Yi lächelte, „ich werde jeden Augenblick zurück sein!“

Sie verließ die Unterkunft, die Frau sah ihr nach und schüttelte den Kopf, „diese Göre verursachte immer Chaos!“

Das Mädchen das neben Cho Bok Yi gesessen hatte und nähte rief, „Mutter, ich muß schlafen!“

Die Frau sah zu ihr, „hör aus zu reden und mach weiter!“ Lustlos fing das Mädchen wieder an zu nähen.

Der Yangban, welcher beim König gewesen war ging mit zwei Begleitern die eine Lanterne trugen durch die nächtliche Straße. Keiner war mehr auf der Straße zu sehen, während der Yangban wütend mit sich selbst schimpfte, „ich muß nur warten, sobald ich eine amtliche Robe trage, sind fünfzig oder hunderttausend vergeßen und ich werde fünf Millionen Nyang verdienen! Ich werde die heutige Beleidigung zehnfach zurück zahlen!“ Er blieb kurz vor dem Wohnsitz des Kanzlers stehen, „du Bube denkst vielleicht du wirst jetzt ewig Staatsrat sein?“ Dann ging er weiter.

Der König wandte sich an seine Geliebte, „wie sah er aus?“

Die Geliebte antwortete lächelnd, „ein vielversprechender Höfling, einer von denen, welche man nutzen kann und auf seinen Weg anmutig dabei wedelt!“

Der König schnaufte, "dein eigensinniges Geschwätz! Ist es das, was du unter einem vielversprechende Höfling verstehst?“

Die Geliebte sah ihn diesmal ernst an, „ wäre er nicht leichter als jemand unter unnachgiebige Prinzipien zu zähmen?“

Der König lachte, „wenn du als ein Mann geboren wärst, wurde dieses Land unter einer Heimtücke knien!“

Diesmal lachte die Geliebte, „schon einmal gehört, daß Schönheit ein ganzes Land zerstören kann? Wenn es darum geht, ein Land zu stürzen, sind Frauen sind viel besser dafür geneigt, als Männer es je sein werden!“

Der König sah nachdenklich aus, „ist diese Art von Schönheit, die man auf dem Marktplatz sieht?“

Die Geliebte erwiderte, „abhängig von denen die sie anschauen und was seine Stellung ist, meint ihr nicht auch? Eine Neue kam an, soll ich mich darum kümmern?“

Der Yangban ging mit seinen zwei Begleitern durch die dunklen Straßen, hinter einer Ecke trat Cho Bok Yi hervor und rieb zwei Steine gegeneinander so daß Funken entstanden. Eop Bok bemerkte ihr Zeichen und trat direkt auf die leere Straße. Der Yangban blieb stehen, als Eop Bok mit dem Gewehr auf ihn zielte und rief, „dies ist ein Hinterhalt!“

Einer seiner Begleiter trat rasch vor ihn und die Kugel traf ihn. Der zweite Begleiter rannte auf Eop Bok zu. Eop Bok wich langsam Schritt für Schritt zurück, während er schnell, doch geübt das Gewehr wieder lud und den Mann ebenfalls erschoß. Eop Bok lud wieder eine Waffe. Der Yangban blieb immer noch ungläubig stehen, doch schließlich rannte er weg. Eop Bok zielte jedoch bereits schon auf ihn und erschoß. Gerade als der Yangban um eine Ecke rannte. Eop Bok senkte das Gewehr und überlegte, ob er ihn getroffen hatte. Cho Bo Yi, welche in der Nähe war, sah daß der Yangban tot war, sie durchsuchte schnell seine Kleidung und fand den Zettel, wo eintausend Nyang stand. Hastig steckte sie den Zettel unter ihr Hemd.

Eop Bok ging zurück in die Unterkunft und setzte sich wieder, ein Sklave sagte, „hört ihr diese Bastarde, sie kläffen die ganze Nacht! Wir sollten einfach eine schöne Suppe aus ihnen machen!“

Auch Cho Bok Yi ging zurück in die Unterkunft, wo die Frau sie fragte, „hast du einen Kerl in der Latrine versteckt?“

Cho Bok Yi setzte sich wieder neben das Mädchen, daß überrascht sagte, „sieh dich an, du bist ganz verschwitzt!“

Die Frau sah sie mißtrauisch an, „du bist nicht hinter meinem Rücken hinter anderen Männern her?“

Cho Bok Yi rieb sich stöhnend den Bauch, „was redest du da? Es tut höllisch weh!“

Die Frau schimpfte, „was ist es, deine Zeit im Monat? Du schleichst den ganzen Tag herum, da ist es natürlich, daß dir alles weh tut!“

Daegil und die anderen waren an dem Ort zugekehrt, wo Seol-Hwa warten sollte. Wangson kam angerannt und sprang über die Mauer, „still! So leise wie möglich!“

Daegil nickte, „laßt uns loslegen!“

Sie gingen durch ein Waldstück, als Choi sagte, „ajee, wirf einen Blick darauf! Keine Pferde, nur Mist, den sie zurückließ!“

Als Wangson auch schon in solch einen Misthaufen trat und schimpfte, „was habe ich dir gesagt? Sie würde nicht still sitzen! Wie du dachtest!“

Er verschränkte die Arme vor der Brust und Choi fragte, „sie wird nicht in die Hauptstadt gehen, oder?“

Wangson ging auf ihn zu, "nicht nötig, danach zu fragen! Gibt es dort nur ein Tor von hier aus?“

Choi erwiderte, „statt Zeit zu verschwenden, um nach ihr zu suchen, warum gehen wir nicht einfach vergessen und machen nebenher etwas Geld?“

Daegil sah ihn an, „sehe ich aus wie jemand, der sich mit kleinen Puppen beschäftigt? Ich bin Daegil! General Choi, du gehst nach rechts und Wangson nimmt die linke Seite! Wenn ihr sie findet, bringt sie zu unserem Platz! Und kommt zurück, bevor die Ausgangssperre anfängt, verstanden?“

Wangson schüttelte den Kopf, „laßt uns gehen! Wartet nur bis ich die dumme, kleine Hure fange!“

Un Nyun wachte in einer Höhle auf. Sie griff sich an die Schulter und setzte sich langsam auf. Ihr Oberteil fiel herab. Auf einer Seite sah man die Narbe des heraus gebrannten Sklavenzeichen. Schnell zog sie ihr Oberteil an. Sie war allein in der Höhle. Von innen konnte man draußen den kleinen See sehen. Sie sah sich nachdenklich um und entdeckte Song Taehas Schwert. Sie nahm es und ging nach draußen. Am Ufer des Teiches saß Song Taeha an einem kleinen Feuer. Er wandte sich leicht um, als er sie kommen hörte, „fühlst du dich besser?“

Un Nyun sah ihn verlegen an, „hast du...“

Sie schwieg und Song Taeha sah wieder ins Feuer, während er einen Satz von Konfuzius sagte, „ich weiß, daß es Betrug, wenn zwei mit einem verschiedenen Geschlecht sich so nah kommen! Aber die Schwere der Verletzungen ließ mir keine andere Wahl! Vergib mir!“

Un Nyun stand einen Moment schweigend da, dann reichte sie ihm sein Schwert. Sie setzte sich sich zu ihn ans Feuer und sagte leise, „ich dachte, du hättest mich verlaßen und dein Schwert zurück gelaßen!“

Song Taeha sah nachdenklich das Schwert an, „Männer laßen nie ihre Schwerter zurück! Wenn sie es vor der Abreise tun, ist es nur um jemand zu sagen, daß sie zurückkehren werden!“

Un Nyun lächelte fast ein wenig, „bist du immer so direkt? Ich vermutete von Anfang an, daß du kein empfänglicher Mann bist! Doch dein Worte sind immer so kurz!es läßt mir keinen Raum, um Worte zu vermitteln!“

Song Taeha hatte sie angesehen, er legte sein Schwert weg, „ist das so?“

Un Nyun sah ihn fragend an, „du weißt es nicht?“

Song Taeha sah wieder ins Feuer, „ich habe mein ganzes Leben, als ich erwachsen war auf dem Schlachtfeld verbracht! Es war eine Welt, welche nur nur aus Befehlen von nehmen und geben besteht! Wir können nicht noch mehr mit plaudern verschwenden! Wenn du gehen kannst, werde ich dir helfen, den Fuß der Klippe zu erreichen!“

Er war aufgestanden. Un Nyun nickte, als sie leise sagte, „ja!“

Seol-Hwa betrank sich inzwischen draußen vor einem Lokal, ein Mann stellte sich neben sie an den Tisch. Seol-Hwa rief bereits schon ziemlich betrunken, „was glotzt du mich so an? Noch nie eine Göre zuvor trinken gesehen?“

Der Mann rief laut, damit es alle hören konnten, „oho, ich kann es schon spüren, unser oberstes Moral wird mit Füßen getreten! Eine Dirne macht mir Vorwürfe?“

Seol-Hwa stellte ihren Becher auf den Tisch und rief beleidigt, „also was? Ist das abstoßend?“

Sie stieß den Mann neben sich an. Der Mann sah sie an, deine deftigen Scherze zu hören, scheint es mir, daß wir uns nicht in Gegenwart einer Magd befinden!“

Seol-Hwa sah ihn frech an, „wie hast du das erraten? Ich bin nicht von der Art, welche sich zu ihrer Heirat in einer Kutsche fahren laßen würden!“

Der Mann hob seufzend die Hände, „ajee! Diese Befürchtung steht dir im Gesicht geschrieben! Und dein Leben scheint belastet mit Wandlungen zu sein! Also laß uns an einer beruhigende Unterhaltung teilhaben!“

Seol-Hwa sah ihn von der Seite an, „bist du sicher, daß du nicht etwas anderes zum teilnehmen willst?“

Der Mann sah beleidigt aus, „eh, du verhandelst und willst keine Zärtlichkeiten annehmen! Und schließlich nehmen auch andere die Umarmung auf Buddhas Weg an! Ist das nicht so? Hier ... Hier … Laß mich dir einen Drink eingießen!“

Er griff nach einem Krug und goß Wein in ihren Becher. Seol-Hwa lachte, „ich frage mich, warum alle Männer so gleich sind! Alles, was sie beim ersten Anblick einer Göre tun, ist zu versuchen sie betrunken zu machen und flach zu legen! Laß mich dir stattdessen einen Drink eingießen!“

Sie schlug leicht mit der Hand auf den Tisch und nahm dem Mann den Krug aus der Hand. Ein anderer Mann setzte sich sofort lachend neben sie und fragte, „wirst du mir auch einen Becher Wein eingießen?“

Seol-Hwa stellte den Krug auf den Tisch und schüttelte den Kopf, „ihr Männer!“ Sie griff in ihr Oberteil, holte eine Handvoll Münzen hervor und warf sie weg, „eh, hier ist Geld! Verschwendet es alles mit Getränken!“ Sie begann laut zu singen und auf dem Tisch zu tanzen. Die Männer sahen ihr lachend zu und fingen bald darauf an mit ihr zu singen. Daegil ging langsam den Weg entlang.

Un Nyun ging mit Song Taeha einem Waldweg entlang. Sie hielt sich immer noch ihre Schulter. Sie blieb schließlich keuchend stehen. Baek Ho, welcher ihrer Spur gefolgt war, sprang plötzlich von einem Baum. Song Taeha zog Un Nyun schnell zur Seite, während Baek Ho sein Schwert auf ihn richtete. Zwei weitere seiner Männer sprangen von der Seite herab. Un Nyun befreite sich von Song Taeha und ging taumelnd einige Schritte auf Baek Ho zu, „es ist Zeit für dich damit aufzuhören! Wenn du es meinem Bruder sagst, wird er es verstehen!“

Baek Ho senkte sein Schwert und sah sie ernst an, „er ist selbst von großer Sorge um dich betroffen!“

Un Nyun sah ihn flehend an, „wir lebten alle wie eine Familie, mußt du dies wirklich tun?“

Baek Hos Stimme klang entschloßen, „laß uns zurück gehen!“

Un Nyun Stimme wurde nun auch entschloßen, „wenn ich die Absicht gehabt hätte, wäre ich von Anfang an nicht gegangen!“

Baek Ho sah sie einen Moment schweigend an, dann befahl er, „begleitet sie zurück!“ Sofort stellte sich Song Taeha vor sie. Er sah Baek Ho an, dann stieß er sein Schwert in den Boden und hob stattdessen einen Stock auf dem Waldboden auf. Baek Ho sah ihn nachdenklich an, „dein Vertrauen übertrifft jede Grenze!“

Song Taeha sah ihn ruhig an, auch seine Stimme klang ruhig, „sie denkt an dich als eine Familie, wie könnte ich eine echte Klinge benutzen?“

Un Nyun trat besorgt auf ihn zu, „Herr...“

Song Taeha unterbrach sie, „es ist nicht nötig dir Sorgen zu machen! Denke, wie zwei Männer die scherzen und genieße den Anblick! Laßt uns beginnen!“

Kaum hatte er ausgesprochen, als auch schon beide Männer von der Seite angriffen. Song Taeha wich den Schlägen nur aus, dennoch gelang es ihm schnell sie zu entwaffnen. Er wandte sich zu Baek Ho um, welcher nur zugesehen hatte. Nun griff auch dieser an. Doch wieder wich Song Taeha seinen angriffen ebenso nur aus, obwohl er besser war, als seine beiden Männer. Schließlich blieb Song Taeha in einigen Abstand stehen und erklärte, „die gemästete Gans ist so effektiv, daß sie leicht vorhersehbar ist!“ Baek Ho griff wieder an, diesmal brach Song Taeha ihn zu Fall, „wenn du aus einer Verteidigungshaltung angreifst, solltest du immer bedenken, daß sie von der rechten Seite kommen wird!“ Baek Ho stand auf und griff wieder an, doch Song Taeha spielte eher mit ihm. Baek Ho wollte einen geraden schlag machen, wodurch er Song Taeha eine Lücke gab und dieser ihm den Stock an die Kehle hielt, „der versteckte Tiger wird nur deine Sichtweite einschränken!“
Anm.: In Joseon die übliche Kampfkunst, mit einem Fuß nach vorne. Unter versteckter Tiger versteht man einen Hinterhalt im Wald.

Baek Ho hielt sein Schwert immer noch über dem Kopf, „ich erkenne meine Niederlage an, aber nicht deinen Spott!“

Song Taeha hielt ebenso noch den Stock an dessen Kehle, „sehe es nicht als Spott an, sondern kaum mehr als eine Vorstellung, die ich euch vermittelt habe! Schwertkampf hat ein Leben außerhalb von einfachen Vorträgen! Planst du uns weiter zu verfolgen?“

Die beiden anderen Männer standen inzwischen hinter Baek Ho. Song Taeha hatte den Stock fallen laßen. Baek Ho senkte sein Schwert, „mir wurde es befohlen! Also kann ich nicht aufhören!“

Song Taeha nickte, „dann kann nicht geholfen werden! Folge weiter deinen Anweisungen! Aber vielleicht kannst du unser Duell als eine Ehre ansehen und unsere Verfolgung bis morgen aufhalten? Ich möchte kein Dilemma verursachen, wenn auch nur für heute Abend!“

Er sah zu Un Nyun und Baek Ho nickte, „ich werde es tun! Selbst unser Duell war ein Karma! Sollen wir nicht unsere Namen nennen? Ich bin Baek Ho von Songdo!“

Song Taeha nickte ebenfalls, zögerte jedoch einen Moment, als er schließlich sagte, „und ich bin Song Taeha von Hanyang!“

Baek Ho sah ihn überrascht an, „Song Taeha? Du meinst der frühere General der Trainingstruppen?“ Song Taeha nickte kaum merklich und Baek Ho und seine beiden Männer verneigten sich, „vergib uns unsere Grobheit!“

Un Nyun sah sie überrascht an, während Song Taeha fragte, „hast du offiziell trainiert?“

Baek Ho nickte wieder, „ja! Wir machten vier Jahre eine Ausbildung!“

Song Taeha fragte, „es wäre mehr als ausreichend, um die militärische Prüfung zu bestehen! Weshalb begnügst du dich damit, eine geringe Privatwache zu sein?“

Baek Ho sah ihn offen an, „du wirst mir verzeihen, aber ich sehe noch keinen Grund, warum ich unserem jetzigen Herrscher dienen sollte! Je edler die Absicht eines Mann der Waffen sind, desto leichter wird er ein ausbeutender, verräterischer Höfling! Und das alles geht zurück auf Mangel an Tugend von unserem Herrscher!“

Song Taeha sah ihn nachdenklich an, „wenn du alle Verbindung mit dem Hof wegen Korruption brichst, wird sich kein Licht entzünden, damit du die Dunkelheit vermeiden kannst! Nur wenn du der Dunkelheit ins Gesicht siehst, wirst du sehen, wie tief es ist! Und du wirst dein eigenes Licht finden, um den richtigen Weg zu erhellen! Sollte sich die Gelegenheit bieten, laße uns ein wahres Duell das nächste Mal führen!“

Baek Ho stimmte zu, „ich werde mich versichern, daß es dazu kommt!“ Dann sah Baek Ho zu Un Nyun, „Herrin, was soll ich heute dem Meister sagen?“

Un Nyun sah noch immer verwirrt aus, „ich...“ Sie schwieg und sah zu Song Taeha, als sie schließlich sagte, „ ich habe einer eheliche Beziehung mit diesem Mann!“ Baek Ho sah Song Taeha überrascht an, während dieser Un Nyun überrascht ansah.

Das Lokal war fast schon leer. Nur noch Seol-Hwa und einer der Männer saßen noch am Tisch. Seol-Hwa goß ihm einem Becher Wein ein und nuschelte, „geh und genieße dein Leben! Warum sollte ich mich kümmern, daß sie mich verließen, irgendwie? Es ist alles in Ordnung! Geh voran und verlaße sie!“

Sie fiel mit dem Kopf auf den Tisch und schlief ein. Der Mann wollte nach ihr greifen, als eine Hand seine packte. Der Mann nuschelte ebenfalls bereits betrunken, „wenn es um Bettangelegenheiten geht, werde zuerst ich bedient! Was bist du, daß du die Grenze überschreitest?“

Daegil verpaßt ihm einen Schlag ins Gesicht und trat ihn zu Boden. Dann stemmte er die Hände in die Hüften und sah Seol-Hwa an, welche sich zu ihm umdrehte und rief, „oh, Orabeoni, du Mistkerl!“

Sie stand auf und fiel ihm um den Hals. Daegil hielt sie seufzend fest. Der betrunkene Mann taumelte auf sie zu und nuschelte, „du kleiner Bengel, ich sollte...“

Daegil verpaßt ihm einen weiteren Schlag und der Mann fiel wieder zu Boden. Daegil warf sich Seol-Hwas Umarmung, hob sie hoch und trug sie auf seinen Rücken. Seol-Hwa rief halb schlafend, halb betrunken, „oh, fühlt sich gut an! Fühlt sich gut an, die Mistkerl! Warum hast du mich verlaßen?“ Sie kniff Daegil fest in die Wange und fuhr fort, „warum hast du es? Wer zum Teufel glaubst du, daß du bist?“

Un Nyun sah Baek Ho an, „wir trafen uns durch Zufall und verliebten einander in der Vergangenheit! Aber wegen all dem Ärger, waren wir nicht in der Lage uns zu treffen! Es endete damit, daß ich weglief! Ich gehe zurück, wenn die richtige Zeit dafür ist! Also sage ihm, er soll aufhören uns zu folgen!“

Song Taeha fühlte sich bei dieser Lüge unwohl und sah zu Boden. Baek Ho fragte, „hast du ihn wirklich geheiratet?“

Un Nyun sagte mit fester Stimme, „ja! Wir hatten eine karge Zeremonie in einer Einsiedelei in den Bergen!“

Song Taeha sah sie an und stimmte schließlich zu, „dies ist was geschah!“

Baek Ho sah sie bedrückt und traurig an. Un Nyun trat mit Song Taehas Schwert neben ihn und sah ebenfalls verlegen zu Boden, „laß uns gehen!“ Sie wollte gehen, als sie wieder Schmerzen in der Schulter bekam und stolpert, sofort hielt Song Taeha sie fest. Baek Hos Blick fiel auf seine Hand, welche die von Un Nyun festhielt. Er stützte sie, während sie weitergingen. Baek Ho sah ihnen bedrückt nach.

Daegil trug Seol-Hwa auf seinem Rücken, welche halb im Schlaf nuschelte, „Orabeoni! Orabeoni, denke nicht als eine Schlampe von mir! Hast du mich verlaßen, weil es das ist? Weißt du überhaupt, wie es sich anfühlt verlaßen zu werden? Sie verlaßen mich alle!“ Ihr Kopf fiel auf Daegil Schulter. Daegil ging mit ausdruckslosem Gesicht weiter.

Song Taeha hielt Un Nyun immer noch fest, welche noch sehr schwach war, „sie werden uns nicht mehr länger folgen! Ich will nicht mehr, daß ich dir noch mehr schulde!“ Sie konnte sich nicht mehr länger auf den Beinen halten und fiel bewußtlos zu Boden. Song Taeha neigte sich zu ihr und trug sie auf seinem Rücken weiter. Auf dem Waldweg fiel ihr Daegils Stein aus der Hand. Song Taehas Gefühl waren gemischt und ihm traten die Tränen in die Augen.

Ebenso wie Daegil Seol-Hwa weiter die Straße hinunter trug. Sein Gesicht war kalt geworden, er erinnerte sich wieder zurück.

Er trug Un Nyun auf dem Rücken, welche lächelnd fragte, „und dann?“

Daegil sagte lächelnd, „dann werde ich die nationale Prüfung bestehen!“

Un Nyun fragte, „und danach?“

Daegil erwiderte, „werde ich eine wichtige Stellung am Hof erhalten!“

Un Nyun fragte schmollend, „und wenn du diese dann hast?“

Daegil erwiderte ernst, „dann ändere ich dieses Land!“

Un Nyun sah auf, „wie?“

Daegil war voller Träume, "es wird eine Welt geben, in der es keine Unterschiede zwischen Yangban und Nobi mehr gibt! So...“ Er schwieg kurz und wandte lächelnd den Kopf zu ihr um, „so daß du und ich zusammen leben können! Für immer!“

Un Nyun schlang ihre Arme fester um ihn und lächelte, „Lügner!“

Daegil widersprach, „ich meine es ernst!“

Daegil ahnte zu dieser Zeit nicht, daß sich durch seine Hilfe einmal wirklich diese Welt so verändern sollte. Aber er sollte auch erkennen, daß es auch keine Zukunft für ihn und Un Nyun geben konnte, dennoch sollte seine Liebe zu ihr für immer Bestand haben. Es war Tag geworden. Auf einem Sandstreifen entlang eines Flußes lag Seol-Hwa und schlief. Ein kleines Feuer brannte. Die anderen waren bereits wach. Daegil sah an dem fast niedergebrannten Feuer. Choi stand etwas weiter entfernt neben Seol-Hwa. Wangson trat ihr weniger sanft mit dem Fuß in die Seite. Seol-Hwa wandte sich schlafend um, während Wangson ihr wieder in die Seite trat. Diesmal setzte sie sich schlafend, aber dennoch schimpfend auf, „ah, komm!“ Sie sah sich verwundert um, „was ist dies für ein Ort?“

Wangson zeigte mit seinem Schwert auf sie, „was ist mit unseren Pferden? Was hast du mit unserem ganzes Geld und den Vorräten gemacht?“ Seol-Hwa war leicht zurückgewichen. Sie wurde langsam wieder wach und kniete sich nieder. Wangson sah sie genervt an und schrie, „wer hat dich gebeten zu knien? Gib uns unsere Pferde zurück, jetzt!“

Choi war ebenso genervt, unterdrückte aber seine Wut, als er sich an Wangson wandte, „Wut wird nicht dieses Problem lösen!“

Wangson seufzte und Choi fuhr fort, „du kannst sitzen! Was hast du mit den Pferden gemacht?“

Seol-Hwa setzte sich beleidigt nieder und gestand mit einem etwas schlechten Gewißen, „ich verkaufte sie!“

Wangson rollte mit den Augen. Als diesmal selbst Choi etwas lauter wurde und sie anfuhr, „sagst du die Wahrheit?“

Seol-Hwa wandte ein, „ihr habt mich verlaßen! Die Sonne ging unter und ich war immer hungrig!“

Diesmal mußte selbst Choi seine Wut unterdrücken, als er wütend zischte, „fein! Wo ist dann das Geld, daß du durch ihren den Verkauf gemacht hast?“

Seol-Hwa kniete sich vorsichtshalber schnell wieder nieder, „für Essen ausgegeben!“

Wangson seufzte und stützte sich auf sein Schwert, Choi fuhr sie nun ebenfalls wütend an, „du kannst unmöglich alles dafür verbraucht haben!“

Seol-Hwa fand langsam ihre Sprache wieder, „den Rest verbrauchte ich für Fleisch und Getränke!“

Wangson seufzte einmal mehr und schüttelte den Kopf. Choi holte erst einmal tief Luft, bevor er fragte, „du hast das alles verschwendet?“ Seol-Hwa nickte. Chois Wut ging nun doch mit ihm durch. Er rammte wütend sein Schwert in den Sandboden und schrie, „du Dirne!“

Daegil, welcher bisher ruhig am Feuer gesessen hatte, meinte nun, „gönne ihr etwas Ruhe und lege nicht gleich so los, General Choi! Wenn wir sie töten, lösen wir dann unsere Probleme?“

Choi wandte sich wütend an Daegil, „und wenn wir sie verschonen, werden sie gelöst?“

Wangson rief auf, „ah, was redest du da, Eonni? Wir werden sie als eine Gesaeng in ein Freudenhaus verkaufen! Als ob wir nicht schon genug wegen ihr verloren!“

Seol-Hwa stand plötzlich auf und sah Wangson an, „verkaufen? Mich? Erst verläßt ihr mich, jetzt willst du mich verkaufen?“

Wangson neigte sich zu ihr vor, „denkst du, daß wir auch genug für ein Pferd für dich bekommen?“

Seol-Hwa drückte einmal mehr wie auf die Tränendrüse, „sicher weiß ich das! Ich weiß, wieviel ich wert bin! Zweieinhalb Säcke Reise, während einer Hungersnot und bis zu fünf bei einer guten Ernte! Alles in einem, was man durch den Verkauf von mir bekommen könnte, ist nur genug zum füttern einer siebenköpfige Familie für etwa einen Monat! Ich wurde auf diese Weise verkauft, als ich sechs Jahre alt war und begann mit dem Verkauf meines Körpers im Alter von zwölf! Ich wurde gekauft und verkauft, gekauft und wieder verkauft! Gut, verkauft mich! Denkt nicht, es wäre das erste Mal!“

Choi sah auf einmal beschämt aus. Daegil blieb wie immer ausdruckslos. Wangson sah sie verärgert an, „warte einen Moment, warum benimmst du dich jetzt wie ein Opfer?“

Daegil sagte ruhig, „genug, macht eine Pause! Du wirst unser Geld nicht zurück bekommen! Also, laßt sie einfach gehen!“

Seol-Hwa sah ihn wütend an, „ich denke nicht so! Wolltest du nicht meine Mutter finden? Ich habe dir von Anfang an nie geglaubt! Denkst du, ich würde glauben, was Männern einem versprechen? Eher sehe ich Fell auf einer Schildkröte wachsen, dies wäre viel wahrscheinlicher!“

Daegil kehrte endlich wieder zu seiner normalen Lautstärke zurück und schrie, „du hast es immer noch nicht gelernt, du Göre! Genug mit den Spielchen und geh!“

Seol-Hwa wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Wangson hustete laut und Choi sah in eine andere Richtung. Seol-Hwas Stimme klang heiser, „ich werde gehen!“

Daegil legte etwas Holz in das Feuer und sagte einmal wieder leiser, „geh!“

Seol-Hwa stampfte zwischen ihm und dem Feuer hindurch, dann wandte sie sich um und traf seinen offene Wunde, „Daegil Orabeoni, du sagtest, du hast schon bereits in den letzten zehn Jahren nach einer Frau gesucht, nicht wahr? Laß dich nicht entmutigen! Wenn die Vorsehung will, daß du sie triffst, wird es geschehen, wenn auch nur durch Zufall! Zufällige Begegnungen sind es, welche vom Schicksal gemacht werden! General Orabeoni, danke für alles! Hör auf so pingelig zu sein und sei zufrieden mit deiner Geliebten Jumo! Wangson Orabeoni, höre auf so zu leben!“

Wangson hielt die Hände hoch, „dies ist doch das Ende, die Göre! Sieh, was passiert, wenn ich dich wieder sehen! Geh!“

Er sah Seol-Hwa wütend nach, welche den Felsabhang mit festen Schritten entschloßen hinauf ging, auch Daegil sah ihr nach. Seol-Hwa ging den Waldweg entlang. Als sie außer Sicht war, wandte sie sich um und rief wütend über sich selbst, „gut, das werde ich! Genießt euer Leben, ihr Bastarde!“ Dann ging sie entschloßen weiter.

Wangson wandte sich an Daegil, „eh, nie besser gefühlt!“

Er lachte laut, als er sah, daß die anderen ernst blieben, hustete er schnell und setzte ebenfalls ein ernstes Gesicht auf. Daegil stand auf, „laßt uns gehen! Wir verschwendet schon zu viel Zeit!“

Wangson ging zu ihm und sah ihn fragend an, „aber was jetzt? Wir sind völlig gebrochen! Wir können nicht wie Bettler herum tänzeln, wenn wir unsere Beute fangen wollen!“

Daegil erklärte ruhig, „wir müßen schnell etwas Geld auf der Straße machen!“

Wangson fragte empört, „schnelles Geld? Ah, wieder diese Rennerei!“

Daegil sah ihn ernst an, „laß uns mindestens dreißig Nyang pro Stück machen!“

Song Taeha hatte inzwischen ein Haus gefunden, wo Un Nyun sich erholen konnte. Sie lag im Zimmer und schlief, als er eintrat. Er kniete sich neben ihr nieder und stellte die Schale mit Heilkräuter auf den Boden, dann deckte er sie zu. Er sah sie noch einen Moment an, dann wandte er sich zu dem Spiegel auf dem Boden um und sah sich an. Schließlich nahm er sein zerlumptes und verdrecktes Stirnband ab und sah auf das das Zeichen an seiner Stirn. Dort stand das Wort, nein.(männlicher Sklave) Er fuhr sich leicht mit der Hand über die Tätowierung, doch seinem Gesicht sah man an, daß er es am liebsten ausgelöscht hätte. Er bemerkte, daß Un Nyun wach wieder. Er band sich das Stirnband wieder um und wandte sich zu ihr um, „habe ich dich geweckt?“

Un Nyun setzte sich stöhnend auf und hielt sich die Schulter, ebenso wie zuvor Seol-Hwa fragte auch sie, „was für ein Ort ist dies?“

Song Taeha zögerte kurz, „der Aufenthaltsort eines ehemaligen Vorgesetzten von mir! Es ist sicher, so mußt du dir keine Sorgen machen!“ Un Nyun keuchte nach Luft. Song Taeha schob ihr die Heilkräuter näher ans Bett. Beide sahen sich einige Zeit schweigend an, dann meinte Song Taeha, „ich werde dich kurz allein laßen!“ Er stand auf und ging.

Außerhalb traf er sich mit einem Mann. Er trug die Kleidung eines reichen Mannes. Er stand am Geländer und blickte über das Land. Song Taeha ging langsam auf ihn zu, kurz hinter ihm blieb er stehen, „ich entschuldige mich! Die Dringlichkeit der Situation zwang mich, dich in diese Verlegenheit zu bringen!“

Ohne sich umzuwenden nickte der Mann, „ist die Frau ebenfalls eine entlaufene Sklavin?“

Song Taeha sah ebenfalls über das Land, „sie stammt aus einer adligen Clan! Und auch ich bin auch kein Sklave!“

Er sah den Mann an, welcher weiter über das Land sah, als wäre er gar nicht da, „weil du unseren Gesetzen getrotzt hast brachte dich dies in die Sklaverei, dies ist was du bist!“

Song Taeha widersprach, „ich wurde fälschlicherweise beschuldigt!“

Der Mann erwiderte gefühlslos, „wenn du fälschlicherweise durch das Gesetz angeklagt wurdest, mußt du warten bis deine Unschuld bewiesen ist! Ist dies nicht so, wie kann sich dann ein offizieller General so erniedrigen?“

Song Taeha sah ihn verwundert an, „ich wurde durch die Umstände gezwungen, anders zu handeln!“

Der Mann erwiderte, „hier gibt es keine Umstände, dies wäre trotzt der Gesetze annehmbar!“

Song Taeha sah ihn fragend an, „ist das der Grund, warum du dich geweigert hast dich den Qing zu ergeben und die Streitkräfte verlaßen hast? War dies nicht ebenso, dem Gesetz zu trotzen?“

Der Mann wurde leicht verärgert, „es gibt Befehle, die ein Mann der Armee nicht folgen kann!“

Auch Song Taeha wurde leicht verärgert, aber auch verzweifelt, „das gleiche gilt auch für mich!“

Der Mann schwieg kurz, als er wieder ruhiger sagte, „genug damit!“

Song Taeha nickte bedrückte, „der Meister wurde von einem Untergebenen deiner Vergangenheit ermordet, Hwang Chul Woong!“

Beide schwiegen lange Zeit, als der Mann schließlich das Schweigen brach, „ich habe es bereits vergeßen! Ich möchte lediglich ein Leben in Ruhe!“

Song Taeha wurde nun doch wütend und sagte lauter als beabsichtigt, „selbst jetzt noch versteckst du dich hinter deiner angeblichen Ruhe die in dir wohnt! Sie werden dich nicht verschonen!“

Der Mann seufzte, „verlaße diesen Ort!“

Der Mann erinnerte sich zurück. Er wandte sich an die Männer, „habt ihr alle benachrichtigt?“

Einer der Männer seufzte, „ja, wir haben alle erfolgreich benachrichtigt!" Der Mann nickte, "gut! Wenn es uns gelingt, erfolgreich zu sein, werden die Seiten der Geschichte uns als Helden unserer Zeit aufzeichnen!“

Ein andere Mann wandte ein, „aber warum bittest du uns die Sklaven zu sammeln?“

Der Mann erwiderte, „schon einmal was von dem erbitterten Kampf im Tal nahe der Grenze gehört, das ein Jahrzehnt zuvor stattfand? An diesem Tag, kämpfte unserer Land mit tapferen Männern unter Song Taehas Führung!“

Dann änderte sich das Bild. Sie standen auf den Abgrund und sahen die Qing kommen. Han Seom Kwak rief, „ich war immer in der ersten Reihe, laßt uns unserem Schicksal ins Gesicht sehen!“ Er sprang hinab und sie kämpften gegen die Qing.

Das Bild änderte sich ein weiteres Mal. Er war in einem Sträflingslager und schleppte Steine. Es kam zu einem Erdrutsch, er warf den Stein weg und eilte zu der Stelle, „jemand wurde getroffen! Kommt her und helft mir! Laßt uns ihm helfen!“

Er warf die Steine von dem stöhnenden Mann weg. Andere Männer kamen. Der Mann keuchte kurz und starb. Die Männer gingen wieder, während der Mann aufhörte und den Toten ansah. Eine Wache sah ihn an, „wieder einer? Jeden Tag eine Leiche, alles ist in Ordnung!“

Er saß niedergeschlagen da und konnte kaum das armselige Reisbällchen eßen. Er sah es eher nur lustlos an. Ein Mann ging an ihm vorbei und warf etwas zu Boden. Er sah dem Mann nachdenklich an, welcher sich nur kurz zu ihm umwandte und dann weiter ging. Er zögerte kurz, dann hob er den Zettel auf und steckte ihn unter sein Hemd. Später saß er allein bei einem Eimer Wasser. Er legte den Zettel hinein. Buchstaben erschienen, „soll das führenden Leuchtfeuer zu entfachen scheitern, wird Dunkelheit von Maitreya gebracht werden! Also was antworten wir dem Himmelsmandat und öffnen wir die Tore zu einer neuen Welt?“ Nachdem er die Nachricht gelesen hatte, aß er sie wie Song Taeha es mit seiner Nachricht getan hatte und verbreitete soviel er konnte an alle Sklaven.
Anm.: Erwähne hier mal meinen eignen Nick, da Maitreya zweideutig ist. Sie steht für den königlichen Nachfolger und für die zukünftige Retterin des Buddhismus. Ihre Statue befindet sich im Unju Tempel. Tatsächlich wählte ich meinen Nick auch aus diesem Grund.

Das Bild änderte sich wieder. Er erklärte, „sie sind alle unentbehrlichen für unsere Sache! Wir können nichts ohne sie tun! Alle von uns wurden aus der Armee entlaßen!“ Er nickte einem Mann zu, „du solltest die Streitkräfte führen und die Menschen, welche unserer Sache anhängen, sind der Grund für die Truppen! Vergeßt nie, daß wir die Drahtzieher hinter jeder ihrer Bewegung sind!“

Der Mann, den er als Führer ausgewählt hatte, fragte, „was geschah mit General Song?“

Der Mann sah ihn an, „Song Taeha...“

In dem Moment wurde die Tür aufgerißen und Soldaten stürmten in den Raum. Der Hauptmann trat ein, „welche Intrige von Verrat planst du so früh am Morgen?“

Der Mann rief wütend, „du frecher Kerl! Du verweigerst einen Respekt, vor Gelehrten bei ihren Beratungen! Mit welcher unverschämten Art spreche ich?“

Der Hauptmann sah ihn ruhig an, „Yangbans aus niedrigen Adel wie du, führen unheilvolle Intrigen mit den Ihrigen! Wir sind hier, um den entlaufenen Sklaven Song Taeha zu verhaften! Durchsucht alle Räume!“ Der Mann blieb ruhig sitzen, während die Soldaten das Haus durchsuchten.

Song Taeha sah niedergeschlagen aus, „ich brachte dir nur Ärger mit meiner Anwesenheit!“

Der Mann erklärte ruhig, „ein Sklave floh aus dem Militärtrainingslager! So vertraue ich darauf, daß es schwer für sie sein wird, deiner Spur zu folgen!“

Song Taeha war sich da nicht sicher, „sie werden schon bald auch diesen Ort erreichen!“

Der Mann sah weiter über das Land, „verzeih mir, wenn ich dir keine Hilfe sein werde!“

Un Nyun hatte sich ihr Haar gerichtet und sich gewaschen. Auch sie fuhr sich mit der Hand über das weggebrannte Sklavenzeichen. Sie wollte gerade ihr Oberteil anziehen, als sie bemerkte, daß der Stein fehlte. Hastig durchwühlte sie ihr Kleid. Lückenhaft erinnerte sie sich daran, wie sie das Bewußtsein verloren hatte und ihr der Stein aus der Hand gefallen war. Wieder dachte sie an Daegil zurück. Daegil hatte einen Stein in einem Kohlebecken erhitzt und drückte ihn ihr lachend in die Hand, „Un Nyun, hier! Wenn du ihn hältst, werden deine Hände warm! Halte ihn fest!“

Sie war draußen und hielt den Stein lächelnd an ihre Wange. Sie legte ihn vor Daegils Fenster, welcher ihn lächelnd aufhob und sie ansah. Sie ging in der Nacht den Gang entlang und hörte Daegil laut lesen, „so sprach Wu Guang vom Shu Clan aus Yangja, „du bist ein Mietling, wie kannst du da reich gesegnet sein?“ So entgegnete Chen She, „ach, kann der Spatz den Weg eines Kranichs verstehen?“
Quelle: Aus Sima Qian Aufzeichnung aus dem Shiji, Kapitel 18, Chen She.

Un Nyun kniete sich im Schnee vor die Tür, „junger Meister, ich brachte dir einen späten Imbiß!“

Daegil hatte vom Buch aufgesehen und lächelnd die Tür geöffnete, „bring ihn herein!“ Un Nyun hatte das Tablett durch die Tür gereicht, Daegil hatte erwiderte, „bringe es näher!“ Un Nyun hatte das Tablett ein wenig näher hingehalten und Daegil hatte sie an der Hand gepackt und ins Zimmer gezogen, „hier, komm herein! Setz dich!“

Un Nyun hatte ihn erschrocken angesehen, „wenn der Meister mich sieht, bin ich tot!“

Daegil hatte ihr das Tablett aus der Hand genommen, „es ist alles in Ordnung! Setz dich!“

Un Nyun hatte ihn flehend angesehen, „junger Meister!“

Daegil setzte sich, „ich sagte, es ist alles in Ordnung!“ Er nahm Un Nyun zerlumpte Schuhe in die Hand, welche sie rasch ausgezogen hatte, als er sie in das Zimmer zog, „ich verstehe, warum deine Hände und Füße immer so von der Kälte heimgesucht werden! Du mußt den ganzen Tag lang frieren, darauf würde ich wetten!“

Er sah sie traurig an. Un Nyun sah ihn ernst an, „die staatliche Prüfung ist eine Angelegenheit von etlichen Tagen, wenn es dies, wie du dich darauf vorbereitest, wirst du sie dann jemals bestehen?“

Daegil lächelte, „wird es nicht funktionierten dieses Mal? Wenn ich es schaffe, die Prüfung zu bestehen, werde ich dich auf meinen Rücken auf eine Reise durch die Halbinsel tragen!“

Un Nyun seufzte, „wie viele Monde sind seitdem vergangen, daß du mit diesen Versprechungen begonnen hast?“

Daegil sah sie fragend an, „sollen wir die Prüfung vergeßen und dann jetzt beginnen?“

Un Nyun sah ihn niedergeschlagen an, „ärgere mich nicht!“

Daegil bückte sich, „nein! Setze dich auf meinen Rücken! Hier!“

Un Nyun blieb ernst, „ich sagte, hör auf!“

Daegil sah sich zu ihr um, „ich sagte, setze dich auf meinem Rücken!“

Un Nyun sah ihn verlegen an, „junger Meister...“

Daegil unterbrach sie und griff nach ihrer Hand, „komm schon!“

Un Nyun widersprach, „ich sagte nein!“

Daegil zog sie zu sich, „oh, oh, du bist immer noch...“

Er schwieg. Beide sahen sich einige Zeit nur schweigend an. Daegil neigte sich langsam zu ihr und wollte sie küßen. Un Nyun schloß ihre Augen, doch dann wich sie im letzten Moment zurück. Daegil war wieder ernst geworden und setzte sich. Un Nyun sah ihn ebenfalls ernst an, als sie leise sagte, „in meiner Kindheit, als ich nichts von dieser Welt wußte, dachte immer nur als einen Freund von mir! Erst als ich erwachsen wurde, fand ich heraus, was es wirklich bedeutet aus zwei verschiedenen Klassen zu kommen! Wenn du mich, wie jemand ansiehst, die frivol ist, würde ich es nie wagen, dies zu widerlegen, dennoch würde ich es vorziehen, wenn du es nicht tun würdest!“

Daegil sah sie überrascht an, „jemand wie du soll frivol sein? Welche Art von Unsinn redest du?“

Un Nyun sah ihn eindringlich an, „wenn unsere Erziehung so unterschiedlich ist wie unsere, wie könnte ich da für dich kein frivoles Spielzeug sein?“

Beide sahen sich wieder schweigend an, schließlich sah Daegil zu Boden und stammelte, „weißt du... Weißt du... Ich haße sie alle! Ich haße es dich frieren zu sehen! Ich haße es, dich verletzt zu fühlen und es auf jede Weise schwer hast!“ Un Nyun kehrte in die Wirklichkeit zurück, Tränen floßen über ihr Gesicht.

Song Taeha sah den Mann an, „ich plane nach Jeju zu gehen!“

Der Mann wandte ein, „ich werde vorgeben, daß ich nichts über dich gehört habe!“

Song Taeha sprach bereits weiter, „ich werde gehen, um den letzten Überlebenden Seiner Hoheit, den königlichen Nachfolger zu retten!“

Der Mann blieb weiterhin ausdruckslos, „die Geschichte ist ein brandende Flut, die keiner zähmen kann! Wenn aber ein paar Einzelne seinen Kurs ändern könnten, hätten die Menschen sich in der Geschichte nicht taufen laßen!“

Diesmal war es Song Taeha, welche erklärte, „ich werde tun, als habe ich nicht von dir gehört!“

Der Mann nickte und lachte leicht spöttisch. Pferde waren zu hören, „mir scheint, wir bekommen Gesellschaft! Ich werde dir genug Zeit heraus schinden!“

Song Taeha sah ihn voller Trauer an, „ich wünsche dir alles Gute!“ Er nickte leicht, obwohl ihn der Mann nicht ansah, dann ging er eilig.

Song Taeha betrat hastig den Raum in dem Un Nyun war. Sie hatte ihr Oberteil noch immer nicht angezogen. Song Taeha sah schnell zur Seite Un Nyun legte hastig ihre Hand auf das heraus gebrannte Sklavenzeichen, „Herr, was ist geschehen?“

Song Taeha ging nun doch eilig zu ihr, „wir haben keine Zeit zu verschwenden! Laß uns unsere Kleider wechseln und schnell von hier aufbrechen!“ Er trat in den Nebenraum und zog sich um. Un Nyun zog sich ebenfalls eilig um.

Hwang Chul Woong ging die Stufen zu dem Mann hoch, bei dem kurz zuvor noch Song Taeha gewesen war. Wie zuvor bei Song Taeha stand er mit dem Rücken zu ihm. Er wandte sich nur langsam um. Hwang Chul Woong verneigte sich leicht vor ihm, „geht es dir gut?“

Der Mann sah ihn an, „ich hätte nie gedacht, daß du persönlich kommen würdest!“

Hwang Chul Woong kam direkt zur Sache, „kam Song Taeha bei dir vorbei?“

Der Mann überging die Fragte und fragte stattdessen selbst eher, „also tötetest du seinen Meister? Hat der Kanzler dich zu Nachforschungen veranlaßt?“

Diesmal überging Hwang Chul Woong die Frage, „wo ist Song Taeha?“

Un Nyun sah Song Taeha besorgt an, „ist jemand hier? Sind Männer von meinem Clan geschickt worden?“

Song Taeha wandte sich ruhig zu ihr um, „wir wißen es immer noch nicht!“

Inzwischen wandte der Mann sich an Hwang Chul Woong, „schwankst du bei dem Gedanken, einen unbedeutenden Mann wie mich zu überleben zu laßen? Seine Exzellenz ist sicher leicht eingeschüchtert!“

Hwang Chul Woong blieb kalt wie immer, „ich werde die Räume durchsuchen!“

Die Stimme des Mann klang nun hart und kalt, „glaubst du ich würde einen armseligen Höfling mein Haus durchwühlen laßen?“

Hwang Chul Woong erwiderte, „ich habe nie Absicht gehabt, um deine Erlaubnis zu bitten!“

Er wollte an dem Mann vorbeigehen, als dieser ihm mit der flachen Hand gegen die Brust stieß. Hwang Chul Woong davon überrascht taumelte zurück. Die Stimme des Mannes klang nun schon frostig, „mußt du den Himmel berühren, um seine Grenzen zu kennen und das Meer fühlen, um seine Tiefen zu ergründen?“

Hwang Chul Woong erklärte, „der Himmel hat sich längst geändert!“ Er zog sein Schwert und griff den Mann an. Dieser wich zurück bis er die Stelle erreichte, wo einige Speere standen. Schnell nahm er einen Speer und blockte Hwang Chul Woong Hiebe ab.

Un Nyun und Song Taeha hatten sich umgezogen und verließen das Haus. Sie trugen nun keine armselige Kleidung mehr, sondern waren eher wie Yangbans gekleidet. Song Taeha hatte sein zerlumptes Stirnband durch ein dunkelblaues ersetzt. Un Nyun trug nun ein hellblaues Kleid. Sie ging vor ihm um die Hausecke. Song Taeha griff nach ihrem Arm und hielt sie zurück, „laß uns so benehmen, wie es für unsere Kleidung paßend ist!“

Un Nyun nickte und zog sich den Umhang über ihren Kopf. Als sie durch die fast leere Straße gingen, kamen sie an Ji Ho Cheon mit Mandeuk und einen weiteren Mann vorbei. Ji Ho Cheon und die beiden anderen Männer saßen am Straßenrand. Ji Ho Cheon blickte ihnen nach, während er meinte, „wir müßen nur warten und ich werde noch zweihundert Nyang mehr auf den Tisch legen!“

Mandeuk hatte seine bedenken, „Ältester, könnte er nicht entscheiden, daß es sich nicht lohnt und deinen Kopf auf den Tisch legt?“

Ji Ho Cheon sah ihn an, „au, die Zunge, ich sollte...“ Er schwieg und sah plötzlich Song Taeha und Un Nyun nachdenklich nach, welche die Straße hinab gingen.

Der Mann blockierte zwei weitere Schläge von Hwang Chul Woong. Es gelang ihm kurz Hwang Chul Woong weg zu stoßen und einmal Hwang Chul Woong Fuß zu blockieren. Das Schwert und der Speere kreuzten sich und Hwang Chul Woong brauchte fast alle Kraft um sein Schwert daraus zu befreien. Schließlich wich der Mann aus und machte einen geraden Stich in Hwang Chul Woong Richtung, dieser drehte sich zur Seite und seine Hand mit dem Schwert ging über die Hand mit dem Speer und Hwang Chul Woong stieß es dem Mann in den Bauch. Hwang Chul Woong blieb reglos stehen. Blut floß dem Mann aus dem Mund, als er ruhig sagte, „gute Verbesserung!“

Hwang Chul Woong blieb immer noch so stehen, wie zuvor, doch seine Augen wanderten zu dem Mann, „mögest du in Frieden ruhen!“ Dann zog er sein Schwert heraus und der Mann fiel tot zu Boden.

Ji Ho Cheon sah immer noch nachdenklich Un Nyun und Song Taeha nach, „sind diese zwei Yangban nicht so etwas wie ein eigenartiger Anblick?“

Der andere Mann blickte ihnen nun ebenfalls nach, während Mandeuk schimpfte, „warum? Wird immer angenommen daß sie in einer Kutsche oder etwas reiten?“

Ji Ho Cheon nickte in ihre Richtung, „sie haben weder Knappen noch etwas anderes bei sich!“ Er stand plötzlich auf und rief, „ihr dort!“ Un Nyun und Song Taeha blieben wie angewurzelte stehen. Mandeuk war ebenfalls aufgestanden und stand nun neben Ji Ho Cheon, „Herr!“

Un Nyun und Song Taeha sahen sie sich schweigend an, während Ji Ho Cheon sie näher betrachtete. In dem Moment erschien Hwang Chul Woong und befahl, „hier entlang!“

Ji Ho Cheon sah unentschloßen von einer Richtung zur anderen. Schließlich gingen Un Nyun und Song Taeha weiter und Ji Ho Cheon wandte sich um und verneigte sich spöttisch, „ja, Herr!“

Hwang Chul Woong befahl, „geh hinein und kümmere dich um die Leiche!“

Ji Ho Cheon lachte halb verlegen und stammelte, „ja sicher, aber... Wie...“

Hwang Chul Woong warf ihm einem Beutel Geld zu, „auf die gleiche Weise, wie zuvor!“

Mandeuk sah überrascht aus. Ji Ho Cheon fing den Beutel geschickt auf, „ja, Herr! Wenn du den Weg so großzügig pflasterst, brauchst du dir keine Sorgen machen! Wir wickeln ihn wirklich gut für dich ein! Jungs,, laßt uns loslegen!“ Er ging laut lachend, während Mandeuk und sein Begleiter ihm folgten. Hwang Chul Woong sah ihnen nachdenklich nach. Inzwischen folgten die beiden Männer von Baek Ho ihnen.

Keunnom rief ungläubig, „ Un Nyun hat geheiratet? Was redest du da? Sie verließ nie dieses Haus, wie hätte sie jemals einen General der Trainingsstreitmächte treffen sollen?“

Baek Ho kniete vor ihm am Tisch, „die Herrin selbst erzählte es mir! Und was alles noch viel verdächtiger macht, General Song Taeha war in den vergangenen zwei Jahren in der Sklaverei!“

Keunnom sah noch ungläubiger aus, „Sklaverei?“

Baek Ho sah ziemlich unglücklich aus, „er wurde beschuldigt, sich Staatseigentum angeeignet zu haben, aber jeder Mann in der Armee kennt die Wahrheit! Diese Anschuldigungen waren falsch!“

Keunnom sah ihn hoffnungsvoll an und fragte, „mit Nobi, meinst du einen, welcher seine Freiheit zurück erhielt, oder?“

Baek Ho sah noch mehr bekümmert aus, „nachdem er einige Zeit als Regierungssklave im Trainingslager war ist er kürzlich geflohen!“

Nun sah auch Keunnom verzweifelt aus, „ein entflohener Sklave! Un Nyun ist bei einem geflohenen Sklaven?“

Diesmal war es Baek Ho, welcher mehr die Ruhe behielt, „er mag in die Sklaverei gezwungen worden sein, aber wenn es um Kampfkunst und Charakter geht, unterscheidet sich General Song! Er ist ein Vorbild für alle Männer!“

Keunnom schwieg kurz, dann wandte er ein, „egal, was seine Vergangenheit ist, er ist immer noch ein geflohener Sklave!“

Baek Ho machte sich um etwas viel größeres Sorgen, „nicht zu erwähnen, daß verdächtige Personen energisch auf seiner Spur sind! Eine davon ist eine weibliche Attentäterin mit Ming Abstammung und der andere ist Sklavenjäger Lee Daegil!“ Keunnom sah ihn bei der Erwähnung von Daegils Namen entsetzt an. Baek Ho sagte verzweifelt „Herr!“

Keunnoms Hände zitterten, „Lee Daegil, sagtest du?“

Baek Ho nickte, „ja! Es ist bekannt, daß du für den Brand seines Wohnsitz verantwortlich bist und er seine gesamte Familie in den Flammen verlor! Er konnte als einziger Überlebender flüchten!“

Keunnom erinnerte sich wieder zurück. Er war hinaus gerannt und schrie, „ist hier jemand?“

Un Nyun war ihm gefolgt und rief, „Keunnom!“

Die Flammen umgaben Daegil. Er sah ungläubig zu Un Nyun, während er rief, „Un Nyun!“

Un Nyun streckte die Hand nach ihm aus und rief, „junger Meister!“ Keunnom griff nach einer Sichel auf dem Boden, Un Nyun hielt ihm am arm fest und rief, „nein! Tu das nicht!“

Keunnom schlug mit der Sichel zu und traf Daegil am Auge. Daegil fiel zu Boden. Ein brennender Dachbalken stürzte vor Daegil herab und die Flammen loderten auf.

Keunnom kehrte wieder in die Wirklichkeit zurück. Er hatte die Augen geschloßen gehabt. Jetzt öffnete er wieder seine Augen, diesmal zitterte auch seine Stimme, „also wurde er ein Sklavenjäger, um seine Familie zu rächen?“

Baek Ho sah zu Boden, „auf der Straße spricht man davon, daß er nach entlaufenen Sklaven mit solchen Hintergründen sucht! Sklaven denken an ihn als einen Dämon!“

Keunnom schüttelte ungläubig den Kopf, „also dies ist, was mit ihm geschehen ist!“

Baek Ho wandte sich an ihn, „Herr, die Herrin möchte, daß du aufhörst ihr zu folgen!“

Keunnom schwieg einige Zeit, dann holte er auf einer Kiste neben sich einen Beutel mit Geld, „folge ihr vorerst wie ein Schatten! Sieh nach, ob sie gut ißt oder in Ruhe schlafen kann! Sobald es die Lage erlaubt, werde ich sie als erstes treffen!“ Dann fügte er voller Haß hinzu, „auch diesen Sklavenjäger, Lee Daegil! Er muß getötet werden!“

Baek Ho sah ihn besorgt an, „müßen wir wirklich so weit gehen?“

Auf Keunnoms Gesicht war nun aller Haß zu sehen, „dieser Mann... Dieser Lee Daegil, nennen sie ihn nicht einen Dämon?“

Baek Ho schwieg kurz, „gut, wenn es um den Willen der Herrin ist, werde ich es tun!“

Keunnom nickte und flüsterte heiser, „du mußt! Tötet ihn! Du mußt es, nur dann kann Un Nyun überleben!“


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15. Mai 2014, 11:41

 Re: Meine erste Geschichte
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Daegil wandte sich an Choi und Wangson, „wir geben uns eine Stunde und treffen uns an dieser Schlucht!“

Wangson fragte, „wohin gehst du?“

Choi erwiderte, „ich nehme die Seitengassen!“

Wangson nickte, „ich glaube, ich könnte ein paar Wohnungen plündern!“

Daegil runzelte die Stirn, „gut, ich nehme die Hauptstraße hier! Nicht nötig, euch daran zu erinnern, nicht wahr? Jedes vorläufige abweichen, bedeutet sie haben etwas zu verbergen!“

Wangson schimpfte schimpfte bereits wieder, „ah, als ob dies mein erster Tag bei der Arbeit wäre!“ Choi zog ihm grinsend am Ohr. Wangson schlug Daegil auf die Schulter und grinste auch schon, „ich werde losgehen!“

Auch Choi ging. Daegil blieb stehen und hielt einen Mann an, er hielt ihm das Amtssiegel vor die Nase, „vom Amt der Hauptstadt, deinen Beutel!“ Der Mann wollte ihm den Beutel geben, Daegil winkte ab, „vergiß es, geh einfach!“

Daegil winkte auch schon den nächsten zu sich. Inzwischen ging Seol-Hwa durch die Straße und hielt sich den Bauch, als sie all das Essen sah. In Sichtweite stand unbemerkt Daegil, auch Seol-Hwa bemerkte ihn nicht. Wangson warf mit der Schleuder einen Stein nach einem Mann, der ihm im Rücken traf und er fiel zu Boden. Wangson kniete sich neben ihm nieder und gab ihm noch einen Klaps auf dem Hintern, „warum versuchst du wegzulaufen? Als ob die eine Chance hättest!“

Daegil packte einen weiteren Mann am Hemd, zeigte das Amtssiegel vor und leierte wieder herab, „vom Büro der Hauptstadt! Dein Beutel!“

Der Mann stammelte, „B... Beutel“

Dann rannte er auch schon los. Daegil folgte ihm und schlug ihn nieder. Der Mann setzte sich benommen auf. Daegil sah ihn an, „du Narr, du mußt dir deines Verbrechen bewußt sein!“

Der Mann kniete vor ihm nieder, „verschone mich, Herr! So viel Zeit ist vergangen, wie viel mehr muß ich dies noch ertragen? Verschone mich!“

Daegil kniete vor ihm nieder, „ich fegte durch die gesamten acht Provinzen, um schmutzige Gauner wie dich zu finden! Und du hast meine Geduld bereits schon weggefegt, die ich hatte!“

Er gab ihm eine leichte Ohrfeige, der Mann sah ihn hoffnungsvoll an, „wenn du nur diese eine Mal nachsichtig sein könntest, würde ich auf jeden deiner Wünsche antworten! Ja?“

Daegil lachte laut, "hinterhältiger kleiner Gauner! Du meinst das so? Mir jeden Wunsch?“

Der Mann nickte eifrig, „so sicher wie die Hölle! Ja!“

Daegil sah ihn ernst an, „beruhige dich und setz dich! Du Narr, war ich auf deiner Spur dich zu töten? Es war nur deinetwegen! Wie viel ist das wert?“

Daegil grinste. Der Mann sah ihn verwirrt an, „mh! Was wäre das?“

Daegil gab ihm drei weitere Ohrfeigen, „brauchst du einen Dolmetscher? Sind wir schwerhörig? Wie viel ist es wert dich gehen zu laßen, du nutzloser Idiot! Es ist keine Zeit, wie viel bekomme ich? Schnell!“

Choi stand an einer Nebenstraße, „laß mich deinen Beutel sehen!“

Auch er zeigte das Amtssiegel, der Mann rannte schnell weg. Choi folgte ihm er warf einen Stock und traf ebenso wie Wangson den Mann in den Rücken, welcher zu Boden fiel. Der Mann setzte sich stöhnend auf, „und sie sagen, daß Glück sucht diejenigen die fliehen und jene die fliehen, wer sucht sie? Ich werde keinen Widerstand leisten, also nimm mich mit! Laße nur meine Familie in Ruhe!"

Choi fragte, „hast du eine?“

Der Mann sah ihn an, „eher einige Schachteln, so spät wie ich geheiratet habe! Ich kann sicherlich ein Leben in Sklaverei ertragen! Aber zwinge nicht auch meine Familie dazu, dies ist viel zu grausam!“

Choi fragte, „sind sie entlaufene Sklaven?“

Der Mann antwortete mit einer Gegenfrage, „warum? Weißt du es nicht?“

Choi erklärte, „ich werde dich auf die billige Art gehen laßen, also gib mir, was du hast und geh!“

Seol-Hwa sah einem Mann bei Essen zu, seufzend wandte sie sich ab, als die Frau und einige Männer der Tanzgruppe plötzlich vor ihr standen. Seol-Hwa sagte kleinlaut, „Mogabi!“
Anm.: Anführer einer Tanzgruppe.

Die Frau lächelte boshaft, „du mußt dich bei unserem Anblick ja freuen! Du scheinst dich zu fühlen wie deine Schwiegermutter, die ein Jahr danach starb!“

Seol-Hwa jammerte, „verschone mich!“

Die Anführerin schlug ihr ins Gesicht, Seol-Hwa fiel zu Boden. Die Anführer sah sie an, „ich würde ersticken an meinen Sorgen, wenn ich du wäre! Getötet wirst du ganz sicher nicht! Worauf wartest du noch? Laßt uns gehen!“ Die Männer packten Seol-Hwa und zerrten sie mit sich, als Daegil sie laut schreien hörte. Er aß gerade ein Reisbällchen und sah sich um, als er Seol-Hwa sah, welche zwei Männer wegzerrten und die laut schrie, „bitte, helft mir! Ich bitte euch...“

Die Anführerin wandte sich um und fauchte sie an, „halt die Klappe, du Weibsbild! Bereite dich auf Nächte mit Kunden vor! Du weißt, daß dies so beim zweiten Versuch zu entlaufen ist, wenn du nach der Flucht erwischt wirst!“

Seol-Hwa schrie, „ich bitte dich! Ich würde lieber sterben, als dies wieder zu tun!“ Daegil stand da und aß sein Reisbällchen, als Seol-Hwa ihn sah und überrascht rief, „Orabeoni! Orabeoni!“

Daegil aß genüßlich weiter, während einer der Männer rief, „dein Orabeoni ist hier, also hör auf nach ihm zu schreien, du Göre!“

Sie zerrten Seol-Hwa weiter, welche Daegil ungläubig ansah und immer wieder rief, „Orabeoni!“

Daegil sah auf einmal etwas ganz anderes. Er sah wie Un Nyun zu Boden fiel, während er sich unter dem Haus versteckte hatte. Die Qing zogen sie mit sich. Un Nyun streckte verzweifelt ihre Hand nach ihm aus und schrie immer wieder, „junger Meister!“

Er kehrte wieder in die Wirklichkeit zurück und machte sich wieder an die Arbeit. Er winkte einen Mann zu sich, „komm her! Vom Amt der Hauptstadt, dein Beutel!“ Der Mann rannte schnell weg. Doch Daegil ließ ihn laufen.

Die Tanzgruppe gab eine Vorstellung. Seol-Hwa stand au der Seite und sah zu. Die Anführerin winkte sie zu sich, doch Seol-Hwa schüttelte nur den Kopf. Die Frau schimpfte, „du Göre, wenn du denkst, du hier die Stimmung zu verderben, werde ich dich auf dem Markt splitternackt tanzen laßen! Geh und sammle die Spenden! Geh schon!“

Seol-Hwa schüttelte wieder den Kopf, der Mann hinter ihr stieß sie in die Menge. Seol-Hwa tanzte wie früher und hob ihren Rock, doch diesmal lag kein strahlendes Lächeln auf ihrem Gesicht. Zwei Männer hielten eine Münze zwischen den Lippen und Seol-Hwa nahm sie ihnen schnell und geschickt ab. Plötzlich kniete sie vor Daegil, welcher eine Münze zwischen den Lippen hielt. Vor Schreck fielen ihr die anderen Münzen auf den Boden. Daegil spuckte die Münze aus, „ich wußte, du würdest hier enden!“

Seol-Hwa schwieg kurz, dann sagte sie gefühlslos, „du Mistkerl!“

Daegil nickte ernst, „laß uns gehen! Laß uns gehen, Kleine!“

Seol-Hwa fiel Daegil um den Hals, welcher stöhnend zu Boden fiel, während Seol-Hwa auf ihm lag. Er sah zu ihr auf. Seol-Hwa rannen die Tränen über die Wangen, als sie immer noch gefühlslos sagte, „du Bastard! Warum hast du so lange gebraucht?“ Daegil blieb auf dem Boden liegen, während Seol-Hwa ihren Kopf an seine Schulter vergrub und bitterlich weinte.

Auch in einem Haus weinte eine Familie bitterlich, als Wangson einen Kiste aus ihrem Haus trug und wieder einmal schimpfte, „ah wirklich, ist dies eine Beerdigung? Zur Hölle mit ihrem weinen!“

Die Tanzgruppe hatte sich inzwischen um Seol-Hwa und Daegil versammelt. Ein Mann wandte sich an die Anführerin, „dies ist genau der gleiche Gauner, den wir uns in Hanyang trafen!“

Die Anführerin sah sie an, „werft einige Pollen in einen Krug mit einer Biene und sie tausend Meilen für seine Blume fliegen! Was muß ich sehen, ein Bengel schützt die Ehre einer Göre aus einer Tanzgruppe!“

Der Mann hatte die Arme verschränkt, „du Gauner, ich vertraue darauf dich zu erinnern, was ich sagte, daß paßieren würde, wenn wir uns wieder treffen?“

Daegil nickte, „gut, halt die Klappe! Bist du die Anführerin?“

Die Frau verzog das Gesicht, „kannst du nicht selbst sehen? Du solltest es auf den ersten Blick wißen!“

Daegil rieb sich die Nase, „wie viel?“

Die Frau fragte, „für was?“

Daegils kurze Geduld machte sich langsam bemerkbar, „ich kaufe die Kleine, ja, wie viel für sie? Du bist ein Hamster genau wie ich! Also so genug mit den Annehmlichkeiten und laß uns zur Sache kommen!“

Die Anführerin lachte laut, „ich fing einen Drachen mit einer Angel! Also, über wie viel reden wir?“

Daegil fragte, „wären zweihundert genug?“

Die Frau verschluckte sich und lachte dann schnell, „wirklich!“

Daegil sah sie fragend an, „warum? Willst du mehr? Willst du ein wenig verhandeln?“

Sofort änderte die Anführerin ihre Ansicht, „nein, nein!. Ich nehme an, zweihundert Nyang sind ausreichend!“

Daegil nickte, „nett zu handeln! Hier nimm es!“

Die Frau sah aus die Münzen und fragte verwirrt, „ist dies alles?“

Daegil wandte ein, „es sind rund fünfzehn Nyang! Für den Rest, wenn die Vorsehung uns wieder auf der gleichen Straße führt, dann wirst du es bekommen!“

Der Mann ging wütend auf ihn los, „du Sohn eines tollwütigen Köter!“

Daegil hielt einfach seine Faust fest und schlug ihn mit seiner freien Hand zu Boden, während er in seiner gewohnten Lautstärke schrie, „du Schurke! Egal, wie niedrig ihr Ungeziefer seit, ich hoffe doch, ihr habt immer noch die Augen dies zu sehen!“ Er hielt wieder das Amtssiegel hoch und wandte sich an die Anführerin, „für den Rest des Geldes, frage nach Hauptmann Oh vom linken Amt der Hauptstadt! Haltet dich mit diesen Spielereien weiter auf und du wirst am Ende wegen unzüchtigen Verhalten angeklagt und bestraft!“

Die Frau rief wütend, „packt ihn!“ Einer der Männer ging auf ihn los. Daegil verprügelte ihn, während Seol-Hwa den zuerst zu Boden geschlagenen Mann weiter verprügelte.

Wangson war mit Choi in der Schlucht und saß vor der Kiste. Er öffnete sie und lachte laut, als er zu Choi sah, „hier, sieh dir das an! Einhundertvierzig Nyang in Münzen, zwei Rollen Baumwolle, silberne Haarnadeln und Ringe und Messingschalen in der Kiste! Wie viel hast du gemacht?“

Choi stand da und sah besorgt aus, „er sagte, dreißig Nyang würden ausreichen!“

Wangson sah ihn schelmisch an, „eh, hat jemand versucht, Hong Gil Dong aufzuhalten, wenn er für den kleinen Mann kämpfte? Hol es heraus und laß es uns sehen!“ Choi öffnete sein Hand in der sich einige Münzen befanden, Wangson griff nach seiner Hand und fragte, „ist das alles? Nicht mehr?“ Choi schwieg und Wangson schimpfte wieder, „verstecken wir mehr in einer anderen Tasche?“
Anm.: Hong Gil Dong ist ein altes Volksmärchen aus der Joseon Dynasty, ähnlich wie Robin Hood.

Choi seufzte, „es sollten etwa dreißig Nyang sein!“

Wangson stand wütend auf, „ah, also wirklich, ich kann es nicht mehr aushalten! Warum bist du so plötzlich so mitfühlenden geworden? Warum... Was war ich, ein Hochstapler von dem Pack, also habe ich mehr als Sie! Sollten wir nicht noch Essen auf den Tisch stellen?“

Choi runzelte die Stirn, „wenn es also einer von uns geschafft hat, dann ist es getan!“

Wangson fluchte, „ah, jeder erhält was er verdient!“

Choi sah eher besorgt aus, ich frage mich, wo Daegil ist!“

Wangson schimpfte weiter, „Daegil Der Älteste kann sogar mich übertreffen!“

Seol-Hwa ging glücklich neben Daegil einen Waldweg entlang. Daegil verkniff sich heimlich ein leichtes grinsen. Wangson stöhnte laut auf, „also hast du nicht einen Wen und wir haben wieder die Dirne, wie gut!“

Auch Choi war leicht verärgert, als er mit grober Stimme fragte, das gleiche wie zuvor Wangson ihn fragte, „warum bist du plötzlich so mitfühlenden geworden?“

Daegil riß die Augen auf, „mitfühlend? Wer? Ich!“

Wangson hatte die Luft angestarrt und sah nun zu Daegil, „immer wie ein Bastard herum laufen, nach einem Stück Fleisch kläffend, richtig?“

Diesmal stimmte auch Choi zu, „du weißt, daß sie uns nur in Schwierigkeiten bringen wird! Warum nehmen sie wieder mit?“

Seol-Hwa schüttelte heftig den Kopf und rief, „ich werde es nicht noch einmal! Ich werde kochen, Wasche und Geschirr für euch waschen!“

Wangson wandte sich spöttisch zu ihr um, „ajee, haben wir nicht sagen, wir könnten das nicht tun?“

Seol-Hwa widersprach hastig, "nein, ich mache das ganz gut, im Gegenteil!“

Daegil schrie genervt, „siehst du? Also es ist genug! Sie wird sich für uns alle darum kümmern!“

Choi sah Daegil ernst an, „wenn es eine Sache gibt der du nicht in dieser Welt vertrauen kannst, dann ist es eine Dirne die mit Männern herum spielt!“

Seol-Hwa seufzte betrübt, „General Orabeoni, wenn du mich kennen würdest, würdest du sehen, wie elend meinem Leben gewesen ist!“

Wangson schnaufte verächtlich, „warum? Ist es in meinem Fall anders? Weißt du es?“

Seol-Hwa fing auch schon wieder wie zuvor an, „Wangson Orabeoni, laß uns ein wenig reden später! In der Nacht!“

Wangson fragte sofort, „Nacht?“ Wangson überlegte kurz, „wenn du darauf bestehen!“

Choi fuhr sie wütend an, „kannst du dieses Mal etwas diskreter in gewißen Dingen sein!“

Seol-Hwa sah ihn lächelnd an, „Orabeoni, kannst du mir nicht vertrauen?“

Choi sagte wütend, „antworte mir! Wirst du alles an Wangson Stelle übernehmen?“

Seol-Hwa nickte hastig, änderte die Antwort allerdings mit einem fast etwas ab, „ich werde fast alles tun!“

Daegil wandte ein, „vergeßt es! Also, wie viel haben wir?“

Er kniete sich vor Wangsons Kiste nieder, welcher erklärte, „erschlage mich! Wir beschloßen, daß jeder behält, was er gemacht hat!“

Daegil sah ihn kurz an, „diese kam von dir, wette ich!“

Wangson sah ihn, „warum? Können ich nichts sagen?“

Daegil sah sich den Inhalt der Kiste an, „gute Beute!“

Wangson lachte leise, "schau, einhundertvierzig Nyang in Münzen, zwei Rollen Baumwolle...“

Daegil sah auf, „dann laßt uns nach Pferde gehen!“

Wangson klappte rasch den Deckel der Kiste zu, „ajee, was ist los mit dir? Ich sagte, es ist meins!“

Daegils Stimme wurde bereits schon wieder etwas lauter, „laß uns gehen! Der Älteste bin ich, du Gauner!“

Wangson rief wütend, „ah, Ältester oder was auch immer, ich habe dies und es ist meins!“

Daegil widersprach, „du kleiner Wicht, wir essen und schlafen zusammen und du beginnst auf mich herab zu schauen! Menschen redeten, uh! Sie suchen nach anderen Jäger, willst du es versuchen? Willst du als Untergebener enden?“

Wangson stammelte, „warum... Würdest du...“

Daegil stand auf, „folge mir! Laßt uns gehen!“

Schließlich ritt Seol-Hwa wieder mit auf Daegils Pferd und Choi ritt hinter ihnen und sah sich grinsend zu Wangson um. Wangson konnte zu Fuß gehen und schimpfte wie üblich, „hier gibt es keine solche Sache wie Kameradschaft unter uns! Ich meine, ihr habt kein Geld gemacht? Ich tat es! Nehmt es euch doch einfach, sollen wir? Ist jemand hinter dir her? Wir sind diejenigen, die sie verfolgen!“

Hwang Chul Woong war Ji Ho Cheon beim essen, er schob den Tisch weg und befahl, „macht den Tisch sauber!“

Ji Ho Cheon sah ihn fragend an, „bist du mit dem Essen fertig, Herr? Yangban sicher sind anders! Laßen Essen und alles auf den Tisch!“ Hwang Chul Woong sah ihnen angewidert beim essen zu, auch wenn sein Gesicht ausdruckslos blieb. Ji Ho Cheon sah Mandeuk lachend an, „Mandeuk, fühlt es sich gut an? Was gibt es im Leben? Eine gute Mahlzeit und in der Nacht furzen, das ist es! Das ist das Beste, was du dir wünschen kannst! Ist es nicht so, Herr?“

Er sah zu Hwang Chul Woong, welcher kurz schwieg und dann befahl, „wenn ihr mit dem Essen fertig seit, geht hinaus und schlaft!“

Ji Ho Cheon sah ihn fragend an, „draußen? Wo draußen?“

Hwang Chul Woong sah ihn kalt an, „also, wer bin ich, um mit dir schlafen?“

Ji Ho Cheon wandte ein, „ich würde es lieben, Herr!“

Mandeuk fragte Ji Ho Cheon, „wohin können wir gehen, um draußen zu schlafen, irgendwie? Sowohl die Latrine und die Ställe sind mit Wanzen überfüllt!“

Ji Ho Cheon sagte ruhig, „du Narr, verbringen eine Nacht da draußen und du könntest mit einer heraus geschnittenen Zunge aufwachen!“

Mandeuk wandte ein, „nicht zu erwähnen, daß ich bin auch nicht mehr jünger werde, so daß mir eh sowieso alles weh tut!“

Ji Ho Cheon widersprach, „werde erst mal so alt wie ich! Du wirst jedes Mal verschiedene Sterne, wenn du aufwachst!“

Mandeuk neigte sich vor, „sollten wir uns irgendwie Feuerwasser holen gehen? Wäre perfekt vor dem schlafen!“

Ji Ho Cheon schlug ihm den Holzlöffel an den Kopf, „laß uns nicht voraus greifen! Ich hätte nichts gegen etwas Schnaps!“

Mandeuk nickte zustimmend, „das wäre herrlich, aber ich frage mich, wie der Yangban sich hier darüber fühlt!“

Ji Ho Cheon sah Hwang Chul Woong an, „Herr, wir werden eine Runde Schnaps trinken gehen, willst du uns anschließen?“

Hwang Chul Woong sah zu Boden, „wir werden früh am Morgen gehen, also gehen und schlaft!“

Ji Ho Cheon sah ihn fragend an, „wohin gehen? Sollten wir es nicht zuerst wißen? Wenn wir gehen, ohne unser Ziel zu kennen, fürchte ich, daß der Preis wird ein wenig anders sein?“

Hwang Chul Woong zögerte kurz, „wir gehen nach Mokpo!“

Ji Ho Cheon fragte, „ist dies das Ende?“

Hwang Chul Woong erklärte, „wir werden ein Boot von dort nehmen und nach Jeju segeln! Dies ist das Ende!“

Damit lag er leider falsch, tatsächlich sollte es erst der Beginn sein. Dort fand auch Song Taeha erster Kampf wirklich an und d ebenso wie die Verfolgung nun immer ernster und gefährlicher wurde, besonders das fast zur gleichen Zeit ein Aufstand ausbrach, dessen anführer Eop Bok war. Ji Ho Cheon überlegte und seufzte laut, „Mokpo? Wenn wir in den frühen Morgenstunden gehen, wird es wahrscheinlich Mittag werden! Also laß uns zusammen trinken, Herr! Mit einem schönen Huhn als Krönung!“ Hwang Chul Woong winkte ihn mit der Hand zu sich. Ji Ho Cheon sah ihn sofort ernst an, „Herr, auch wenn ich irgendeine Art von Gauner von der Straße bin! Die Hölle ist das alles deshalb?“ Er machte ein Zeichen für Geld. Auf Hwang Chul Woong Gesicht erschien ein schwaches Lächeln, dann warf er sie unsanft hinaus und schloß die Tür, während die drei stöhnend auf dem Boden lagen. Ji Ho Cheon lachte leise, „um ihn herum tanzen und nie auf den Punkt kommen, nicht wahr?“

Mandeuk sah ihn wütend an, „warum? Freust du dich darüber?“

Ji Ho Cheon wurde wieder ernst, „er sagte, wir gehen nach Jeju! Dann glaube ich, wird der Tisch gute eintausenfünfhundert Nyang besitzen!“

Mandeuk rief ungläubig, „eintausendfünfhundert?“

Ji Ho Cheon lachte wieder laut, „sag Daegil, er soll den Rest seiner Tage mit seiner Jagd genießen! Laßt uns über unsere Zukunft Sorge machen, während wir gerade dabei sind!“

Er rief laut lachend, „Herr, wir werden die Reise von Mokpo nach Jeju lustig schlendern, also eine gute Nacht!“ Dann sah er die anderen beiden ernst an, „laßt uns schlafen!“

Mandeuk fragte, „hier?“

Ji Ho Cheon nickte, „ja!“

Wangson lag neben dem Feuer und streckte sich, während er laut rief, „sag, Seol-Hwa, sind wir noch nicht so weit?“

Seol-Hwa kniete neben dem Feuer mit Essen und hustete durch den Rauch, „es ist alles getan! Leute, laßt uns zu Abend essen!“

Sie schleppte den Kochtopf zu den anderen. Wangson stand auf und neigte sich vor, „wollen wir sehen, wie hart unsere Kleine gearbeitet hat! Wow!“ Er sah in den Topf und schrie, „eh, es ist alles verbrannt!“

Seol-Hwa seufzte, „ich schätze, daß Brennholz war zu naß, so...“

Wangson unterbrach sie, „schaut euch dieses Mädel an! Die Schuld spiegelte sich auf deiner häßlichen Fratze!“

Seol-Hwa sah ihn lächelnd an, „laß uns einfach essen! Die Nacht ist noch jung, trotzdem...“

Sie schwieg, Wangson verzog das Gesicht, „sicher, laß uns einfach essen! Willst du uns töten? Der Mühe ist es, die zählt! Also laß uns essen!“

Seol-Hwa lachte leise. Daegil sagte ruhig, „Wangson!“

Wangson rief, "ja, Ältester! Ich komme in einem Augenblick!“

Daegil sagte, für ihn unüblich leise, „du kochst!“

Wangson warf wütend den Holzlöffel weg, „ich wußte es!“

Seol-Hwa wollte ihm helfen, doch Wangson fuhr sie nur an, „geh aus dem Weg!“

Un Nyun und Song Taeha lagen in einem Zimmer im Bett, sie hatten das Bett durch einen Vorhang getrennt. Beide konnten nicht schlafen. Nach einiger Zeit sagte Song Taeha leise, „ich plane, morgen nach Jeju zu reisen!“

Un Nyun fragte, „ist Jeju dein endgültiges Ziel?“

Song Taeha sagte ohne zögern, „es ist gerade der Anfang!“

Un Nyun zögerte kurz, „darf ich dich fragen, der Anfang von was?“

Diesmal zögerte Song Taeha kurz, „Geschichte wird neu geschrieben werden!“

Un Nyun seufzte leise, „ich muß deine große Anstrengungen behindert haben!“

Song Taeha fragte, „wirst du mir folgen nach Jeju?“

Un Nyun wandte sich zu dem Vorhang um, „würde ich nicht deine Pläne stören?“

Auch Song Taeha sah zu dem Vorhang, „ich vergoß Blut auf dem Schlachtfeld und war stolz auf mich selbst zahllose Leben gerettet zu haben! Aber es war nicht genug, um meine Familie vor den Klauen des Untergangs zu retten! Ich schwor mir, ich würde nie wieder Anhänge meinen Weg trüben laßen!“ Er schwieg kurz, als er fortfuhr, „aber ich habe auch geschworen alles zu tun, daß in meiner Macht steht, zufällige Begegnungen zu schützen, die meinen Weg beladen!“

Un Nyun fragte leise, „willst du darauf hinweisen, daß du mich beschützen willst?“ Der Vorhang fiel plötzlich herab und Un Nyun wandte sich rasch um. Beide lagen schweigen und schlaflos da.

Anm.: Jeju Island heute eine Trauminsel, auch Insel der Winde genannt, war früher ein Exil für abgesetzte Herrscher und Kronprinzen. Allerdings sind mir nur drei bekannt, welche Jeju Island lebend erreichten, alle anderen starben auf den Weg ins Exil zufällig durch Unfälle, seltsame Krankheiten oder Selbstmord. Aber auch Minister, Kanzler und Ratgeber endete dort im Exil, diese kamen meist dort an, allerdings mit dem Befehl, daß sie nach einem Monat Selbstmord begehen mußten.

Wangson war inzwischen beim kochen, Seol-Hwa saß neben ihm und sah ihm dabei zu, „ich wußte, daß das passieren würde! Natürlich wird es verbrennen, da kein Wasser darin! Kannst du nicht versuchen, mich zu schonen? Wir sind von Wasser umgeben!“

Daegil starrte in Gedanken versunken wie oft zu Boden und Choi las wie so oft. Seol-Hwa stocherte im Feuer herum, „Orabeoni, die Nacht ist jung!“

Wangson schob grob ihre Hand vom Feuer weg, „spiel nicht mit dem Feuer herum! Es sollte jetzt brennen, aber schau, was du getan hast!“

Choi sah von seinem Buch auf, „wie denkst du darüber? Planst du ihnen nach Jeju zu folgen?“

Daegil fragte nachdenklich, „warum fragst du das?“

Choi setzte sich auf und legte das Buch weg, „denke daran, wie Song Taeha sich bisher bewegte! Erst das Grab des Kronprinzen! Dann Im Youngho in Chungju! Was denkst du, wird das nächste sein?“

Daegil fragte, „Jeju, offensichtlich?“

Choi wandte ein, „überall sonst auf der Halbinsel wäre schön, aber nicht Jeju!“

Daegil erwiderte, „warum sollte ich hingehen? Ich werde nicht gehen!“

Choi gab zu bedenken, „Jeju ist, wo die Machtkämpfe rivalisierender Mächte sich manifestieren! Wenn Schergen wie wir beginnen, uns in ihre Tirade einzumischen, könnte dies schnell unseren Untergang sein!“

Daegil wiederholte, „ich sagte dir, ich werde nicht gehen! Wir müßen sie zuvor fangen!“

Choi erklärte, „sie werden nach Mokpo gehen müßen!“

Daegil sah ihn von der Seite an, „zur Hölle mit deinen plappern! Die ganze Halbinsel ist mit überschwemmt mit Regierungssoldaten auf seiner Spur! Aber denkst du, er würde nur von dort mit einem Boot hingehen? Das ist Unsinn!“

Choi überlegte, „dann denkst du an Wando?“

Daegil seufzte, „das ist eine gute Möglichkeit! Aber da gibt es eine Dirne an seiner Seite, er wird den sichersten Weg wählen!“ Er breitete eine Karte aus und zeigte mit dem Stock auf eine Stelle, „hier! Er wird den Fluß von hier und dann in das offene Meer nehmen!“ Choi nickte zustimmen und Daegil grinste.

Un Nyun ging neben Song Taeha durch die Straße. Song Taeha hielt einen alten Mann an, „darf ich dich etwas fragen?“

Der alte Mann nickte, „ja Herr!“

Song Taeha fragte, „gibt es eine Möglichkeit, daß ich hier in Wando ein Boot mieten könnte?“

Der alte Mann lächelte leicht verlegen „das ist ein wenig... Es wird nicht einfach sein! Die Flut wird bald einsetzen, so werden sie wahrscheinlich alle draußen beim fischen sein!“

Song Taeha wandte ein, „ich werde sie großzügig zu entschädigen, also gibt es eine Möglichkeit, jemanden finden zu können?“

Der alte Mann sah ihn an, „je nachdem, wie großzügig du sein willst, das ist...“

Song Taeha unterbrach ihn, „klingt ein Wert von fünf Arbeitstagen großzügig genug?“

Der alte Mann sah ihn zuerst sprachlos an, dann wandte er sich um und winkte ihnen zu, „folgt mir!“ Un Nyun wollte etwas sagen, folgte ihnen dann jedoch.

Hwang Chul Woong befand sich inzwischen am Hafen von Mokpo, wo bereits ein Schiff wartete. Er wandte sich zu Ji Ho Cheon um, „ du wirst einen Mann beim Pavillon in Apgujeong finden! Übergebe ihm dies!“ Er reichte Ji Ho Cheon eine Nachricht, welcher sie Mandeuk gab, welcher diese wieder an den anderen Mann reichte. Hwang Chul Woong sah ihn an und fuhr fort, „beauftrage auch die Seeoffiziere mir ein Kriegsschiff zu geben!“.

Ji Ho Cheon lachte leise“ wird ein Seeoffizier verrückt genug sein, um das zu tun? Werden sie uns zuhören?“

Hwang Chul Woong verzog das Gesicht und reichte ihm das königliche Siegel, „geh und ziehe den Offizier zur Verantwortung!“

Ji Ho Cheon lachte laut, griff unter sein Hemd und holte ein gefälschtes Siegel hervor, „das gleiche wie meins! Sie machen dir ein halbes Dutzend für einen Nyang, was ist der Punkt!“

Hwang Chul Woong ließ das Siegel sinken und fragte leicht verärgert, „was soll ich dieses Mal abschneiden? Ein Ohr?“

Hwang Chul Woong wurde sofort ernst, „ja gut, wenn ich gehe, der königliche Abgesandte geht vor dir! Und dann nach einem Boot fragen, das ist es! Also, wenn wir über das Meer segeln, erhöht sich unser Honorar um das zweifache! Gesetz der Straße und alle da, weißt du!“ Diesmal nickte Mandeuk zustimmend grinsend. Hwang Chul Woong winkte sie mit der Hand weg. Ji Ho Cheon wandte sich leicht verärgert ab, „zur Hölle ist!“ Er ging Mandeuk und der andere Mann gingen hastig zu den beiden Pferden die sie bei sich hatten.

Daegil und die anderen gingen ebenfalls durch die Straße. Daegil winkte genau den gleichen älteren Mann zu sich, welcher sich gerade auf den Rückweg befand, wenn auch weniger höflich, „alter Furz, komm her! Laß mich dich etwas fragen!“

Der Mann sah ihn mißtrauisch an, „fragen was?“

Daegil winkte mit der Hand, „alter Furz, hast du einen Mann gesehen, welcher in Wando ein Boot mieten will?“

Der alte Mann lachte, „du mutterloser Bastard, wer zur Hölle denkst du, daß du bist, so zu sprechen? Ich trage faule, kleine Zunge wie deine und verwenden sie als Sandale!“

Daegil hielt wieder sein Siegel hoch, „du scheinst nicht zu wißen, wie sich die Keule eines Inspektors anfühlt! Soll ich deine Glieder zerreißen und damit die Krähen füttern?“

Der alte Mann verneigte sich hastig, während die Fische mit dem Wasser, daß er auf dem Rücken trug, auf den Boden fiel, „wie konnte ich nicht Ihre Exzellenz erkennen? Ich verdiene zu sterben!“

Daegil kniete vor ihm nieder, „also hast du sie gesehen, oder nicht?“

Der alte Mann sagte hastig, „gerade eine kleine Weile zuvor! Diesen Weg dort! Sie gingen zum Hafen!“

Daegil fragte, „eine Weile bedeutet was?“

Der alte Mann sagte hastig, über ein, zwei gak würde ich sagen!“
Anm.: gak sind 15 Minuten.

Daegil stand wieder auf und wandte sich zu Seol-Hwa um, „wir werden dich nicht verlaßen, also halte ein Auge auf die Pferde!“ Während Daegil, Choi und Wangson in drei verschiedene Richtungen zum Hafen eilten.

Inzwischen sollten die ersten tödlichen Zusammenstöße ihren Anfang nehmen. Un Nyun und Song Taeha gingen so unauffällig wie möglich in Richtung Hafen. Eine Frau, ebenfalls ihrem Umhang über den Kopf gezogen ging an ihnen vorbei. Plötzlich ließ sie den Umhang fallen, wandte sie sich um und wollte mit ihrem Dolch Un Nyun töten. Song Taeha reagierte schneller und hielt Yunjis Hand fest. Un Nyun sah sie erschrocken an. Yunji riß sich los und zog ihren zweiten versteckten Dolch. Song Taeha neigte sich unter einem schrägen Schlag zurück und es durchschnitt sein Stirnband. Er wich zurück und blickte kurz Un Nyun an; dennoch erschien es, als würden sie sich eine Ewigkeit ansehen. Un Nyun starrte faßungslos auf sein Sklavenzeichen. Sie sah ein anderes Bild vor sich. Ihr Bruder, welcher laut aufschrie, als man ihm das Sklavenzeichnen weg brannte. Sie sah sich selbst und wie das heiße, rot glühende Eisen auch ihr Sklavenzeichen weg brannte. Als sie wieder Song Taeha voller entsetzen ansah.

Inzwischen rannte auch Baek Ho los, da er wußte, daß Yunji Un Nyun töten wollte. Er rannte Daegil über den Weg und zog sein Schwert. Daegil sprang schnell mit einem Salto vorwärts über die Klinge. Auch Baek Hos beide Männer griffen an. Daegil hielt einen von ihnen an der Hand fest, während er den anderen mit dem Fuß zu Boden trat, als er auch schon den anderen die Faust in den Bauch rammte und schließlich zu Boden trat. Er wich einen weiteren Schlag von Baek Ho aus. Dann blockte Daegil dessen Hand ab und stieß ihn zurück. Baek Ho und Daegil sahen sich einen Moment schweigend an, schließlich meinte Daegil ruhig, „ganz Turbulent auf den ersten Blick!“

Baek Ho sah ihn fragend an, „bist du Sklavenjäger Lee Daegil?“

Daegil sah ihn nun ebenfalls fragend an, „Lee Daegil? Nie zuvor solch einen Namen gehört!“

Baek Ho griff unter sein Hemd und rollte eine Zeichnung von Un Nyun auf. Daegil schien zu erstarren, als Baek Ho auch schon fragte, „kennst du diese Frau?“ Daegil starrte immer noch das Bild an. Auch wenn Daegil Un Nyuns Tod wollte, tief im Herzen blieb sie doch für immer seine wahre Liebe.

Song Taeha starrte inzwischen immer noch Un Nyun an. Yunji wollte die Gelegenheit nutzen und griff an. Song Taeha hielt blitzschnell ihre Hand fest. Als er sich genauso schnell umwandte und Yunji aus versehen ihren eigenen Dolch in den Bauch stieß. Un Nyun zuvor schon erschrocken, wich hastig zurück, als sie sah, wie Yunji tot zu Boden fiel. Auch Song Taeha blieb nicht unbetroffen. Er sah einen Moment mitleidig auf Yunjis Leiche. Dann wandte er sich schnell um und griff nach Un Nyuns Hand. Doch diese blieb hartnäckig stehen, als Song Taeha sie schließlich entschloßen mit sich zog.

Daegil indes starrte immer noch auf Un Nyun Zeichnung. Baek Ho warf es in seine Richtung und durchschnitt es mit einem schrägen Schlag. Daegil blieb wie angenagelt stehen, als Baek Ho einen weiteren schlag gegen Daegil führte. Ein Speer traf ihn in den Rücken traf. Daegil sah aus die Halbierte Zeichnung von Un Nun. Baek Ho fiel auf die Knie. Er griff nach der halben Zeichnung von Un Nyun und sah sie leicht lächelnd an. Schließlich begann Daegil halbwegs, wenn auch nur sehr langsam, wieder zu sich zu kommen. Er bückte sich und hob die andere Hälfte der Zeichnung auf.

Un Nyun eilte nun doch Song Taeha nach zu dem Boot. Er half Un Nyun ins Boot und legte ab. Choi rannte zu Daegil. Er sah von Baek Ho zu Daegil, welcher immer noch die halbe Zeichnung in seiner Hand anstarrte. Choi blieb wortlos stehen. Daegil sank langsam vor Baek Ho auf die Knie, „wer bist du? Warum suchst du nach Eonnyeon? Wer hat dich geschickt? Sprich!“ Choi verzog bekümmert das Gesicht. Daegil packte den toten Bark Ho und schrie, „sprich! Sprich mit mir!“

Choi griff nach Daegil Schulter und sagte mit fester Stimme, „schau, Daegil!“

Daegil sah Baek Ho an und flüsterte heiser, „er suchte nach Eonnyeon! Er wußte sogar meinen Namen!“

Choi packte ihn fester, „er traf seinen Tod! Laß ihn gehen!“

Daegil zögerte kurz, seine Hände zitterten und er rang nach Luft als er Baek Ho losließ. Wangson kam keuchend angerannt und zeigte auf Daegil, „was ist das...“ Dann sah er Choi an, „hast du dies getan?“

Choi nickte bekümmert. Wangson rief, „ah, Ältester, mußtest du so weit gehen?“ Dann sah er Daegil und Baek Ho genauer an. Er wollte zu Daegil gehen, doch Choi hielt ihn fest und schüttelte den Kopf. Daegil starrte weiter auf Baek Ho, also könne er eine Antwort auf seine frage finden.

Un Nyun und Song Taeha waren mit dem Boot inzwischen auf dem Fluß.

Wangson und Choi kümmerten sich um den toten Baek Ho. Schließlich steckte Choi ihm eine Münze in den Mund und sagte bekümmert, „vergib uns, daß wir dir kein anständiges Begräbnis gewähren können! Wir wünschen dir eine gute Reise und eine friedliche Ruhe!“

Selbst Wangson blieb einmal ernst und faltete die Hände, „benutze es, auf deinen Weg in die Unterwelt!sei nicht zu sehr verärgert über ihn! Und, komme auch nicht, um uns in unseren Träumen zu verfolgen!“

Wangson stand auf. Auch Choi stand auf und wandte sich an Daegil, „laß uns gehen! Wenn wir noch länger zögern und die Behörden davon erfahren, wird uns nur Ärger entstehen!“ Daegil hatte nur dagestanden und blicklos ins Leere gesehen. Plötzlich neigte er sich hastig über die Leiche und durchsuchte sie. Choi rief, „was machst du? Du durchsuchst die Leiche eines Mannes!“

Daegil zog eine kleine Holztafel unter dessen Hemd hervor und sah sie an, dann sagte er, „Baek Ho von Omok-gol in Yeoju! Wenn wir dorthin gehen, werden wir Un Nyun finden!“

Er stand schnell auf und eilte los, während ein verwirrter Wangson ihm nachsah, „ah, Ältester!“ Dann sah er Choi fragend an, „was ist mit ihm? Schnell!“ Wangson rannte ebenfalls los. Choi seufzte laut, dann folgte er ihm.

Seol-Hwa stand bei den Pferden und sang vor sich hin. Bevor sie wußte, was geschah, riß Daegil ihr die Zügel des Pferdes aus der Hand und sprang auf. Seol-Hwa sah ihn verwirrt an und rief, „Orabeoni! Wo gehst du hin? Wartet auf mich!“

Seol-Hwa sprang hastig auf das zweite Pferde und ritt ihm nach, bevor Wangson und Choi ankamen. Wangson rief laut, „Ältester!“

Choi seufzte, „das Temperament von ihm, zumindest ließ er das Geld zurück!“ Er klopfte Wangson auf die Schulter und ging langsam die Straße hinab.

Mandeuk stand mit dem Pferd bei dem Schiff mit Hwang Chul Woong. Der andere Mann war weg geritten,um die Nachricht zu überbringen. Ji Ho Cheon kam gleich fast mit einer ganze Schiffsbesatzung zurück. Der Mann verneigte sich, „ich bin der Vertreter der Region Kommandant Jang Daeseok!"

Hwang Chul Woong sah ihn kalt von oben bis unten an, „ich bin ein General mit einem geheimen Auftrag unterwegs, also erspare dir die Formalitäten! Können wir hier schnell hinaus segeln?“

Der Kommandant erwiderte, „selbst für einen General, ist ein Erlaß des örtlichen Richters erforderlich! Würdest du uns kurz in die Verwaltung folgen!“

Hwang Chul Woong nickte kurz, „gut!" Dann sah er zu Ji Ho Cheon und Mandeuk, „ihr bleibt hier!“

Ji Ho Cheon nickte in seine Richtung als er ging, „tänzelt herum, also würde er sagen sein Vater ist der König, während du es bist! Selbst du wärst so freundlich mich einzuladen, auch wenn ich nicht kommen würde!“

Mandeuk wandte sich zu ihm, „übrigens Ältester, es sind jetzt nur noch du und ich! Also vergeße nicht, daß mein Schnitt höher sein wird, als die des Jungen!“

Ji Ho Cheon lachte laut, „war ich jemals geizig bei dir?“

Mandeuk lächelte, „nur eine Frage, für ein bißchen mehr auf meiner Seite! Ältester, ich liebe dich!“

Ji Ho Cheon tätschelte ihm lachend die Wange, „warum? Ging der andere, welcher uns verließ, in die Hauptstadt, um dort zu spielen?“

Der andere Mann überbrachte inzwischen, wie es Hwang Chul Woong befohlen hatte die Nachricht. Er zitterte förmlich vor Angst. Ein Mann nahm ihm die Nachricht ab und ging reichte sie dem Kanzler. Dieser las, „Eure Exzellenz, ich habe mich um Im Youngho in Chungju kümmert, nachdem ich in Naju war, wo General Shin wohnt! Ich werde ein Boot von Mokpo nehmen!“

Der Kanzler ging. Er ließ alles essen und trinken unberührt stehen. Doch nun machte Ji Ho Cheon Mann einen fatalen Fehler. Da er von dem Ritt ausgehungert war stürzte er sich aus das Essen. Kurz darauf hielt er sich den Hals. Ein Blutschwall schoß aus seinem Mund und er fiel tot um. Der Offizier, den Daegil Oh genannt hatte, und zwei weitere eilten zu dem Pavillion, wo sie die erhängte Leiche fanden. Es waren keine weiteren Spuren zurück geblieben. Ein jüngerer Offizier sah entsetzt aus, „ich will verdammt sein!“

Oh schimpfte ebenso, „warum in einen Pavillon kommen um sich erhängen, lausiges Ungeziefer!“

Der andere Offizier wandte unbehaglich ein, „wenn die Yangbans dies heraus finden, werden uns ohne Ende plagen!“

Oh schimpfte bereits auch schon wieder, „was willst du machen? Hängt diesen Narren ab!“

Der jüngere Mann sah zu einer Leiche hoch, „warte einen Moment! Ist dies nicht einer von Ji Ho Cheon Untergebenen?“

Plötzlich rief auch der andere Offizier erschrocken, „das ist richtig!“

Oh sah die Leiche angewidert an und stöhnte, „ajee, immer mein Glück!“

Jumo kam atemlos zu ihrer Schwester gerannt, „Dong-Saeng! Dong-Saeng, gib mir etwas Wasser!“

Ihre Schwester reichte ihr eine Schale Wasser und grinste, „hast du den alten Furz von nebenan lecken gesehen? Was ist es?“

Jumo trank die ganze Schale in einem Zug leer und stammelte, „es ist Mord... Mord! Menschen wurden getötet!“

Dong-Saeng rief, „was?“

Jumo hob ihre Hand und zeigte ihre Finger, „und es nicht nur einer... drei...“

Dong-Saeng rief erschrocken, „drei von ihnen?“

Jumo seufzte laut, „ajee, die gesamte Hauptstadt ist in Aufruhr!“

Dong-Saeng fragte, „also, wer wurde ermordet?“

Jumo flüsterte, „dieser Yangban von Seosomun, er wurde in den Kopf geschoßen!“

Dong-Saeng fragte ungläubig, „erschoßen!“

Jumo fuhr sie an, „sicher, erschoßen! Du weißt schon, mit einem jener Gewehre wie die, die Daegil streiften!“

Dong-Saeng rief erschrocken, „ajee, wie erschreckend! Wie konnten sie nur mit Gewehren herumlaufen?“

Jumo seufzte wieder laut und hielt sich die Hand ans Herz, „ajee, erzählen mir nicht noch mehr davon! Bei der Gelegenheit, wird dieser Ort für ein paar Tage tot?“

Dong-Saeng sah erschrocken in die Küche, „dies ist ärgerlich! Der Topf ist bis zum Rand mit Suppe gefüllt!“

Jumo fragte hastig, „wie viel hast du gemacht?“

Dong-Saeng gestand, „genug für mindestens drei bis vier Tage!“

Jumo gab ihr einen Schlag gegen den Arm und schrie wütend, „bist du verrückt geworden? Ist das dein erster Tag im neuen Job?“

Dong-Saeng beschwerte sich, „wer konnte wißen, daß es hier einen Mörder gibt! Die Urlaubszeit kommt! Ich dachte, die Straßen wären überfüllt!“

Jumo gab ihr wieder einen Schlag und schrie, „ajee, die ganze Suppe ist vergeudet! Was jetzt?“ Sie rannte schnell in die Küche. Dong-Saeng blieb draußen stehen und hielt sich ihren Arm.

Zwei Minister saßen zusammen an einem Tisch im Haus und tranken, „ein sehr steiler Untergang suchte Park Jinsa Tore heim! Was für eine kümmerliche Zwickmühle!“

Der andere Minister zischte, „auf eine fruchtlose Lethargie zu warten, wird uns keine schnelle Lösung bringen! Was dringender alles besorgt, ist was unseren Weg erhellt, wird jemand unsere Entscheidung als unnachgiebige Treue loben!“

Der Minister klopfte erfreut auf den Tisch, „eine höchst anspruchsvolle Beobachtung!“

Der andere Minister fuhr fort, „in aller Direktheit, es war ein großzügiges Zeichen der Unterstützung für unsere Staatsangelegenheiten!“

Der andere Minister nickte zustimmend, „in der Tat!“

Der andere Minister seufzte, „sein Amtsgewand wird jetzt nur noch seinen Sarg schmücken! Also laßen uns nicht unser Wohlwollen vergeblich verspielen!“

Der andere Minister neigte sich leicht über den Tisch, „jeder Mann der Weisheit, könnte jetzt rückblickend solche Äußerungen herstellen! Doch selbst wenn in offiziellen Gewändern geschmückt, hat Park Jinsa nichts getan, um unsere Treue zu besänftigen!“

Der andere Minister fuhr auf, „er würde dadurch beginnen hündische Worte zu reden bis seine Zunge versiegte! Und später dann jeden einzelnen Auftrag an uns zunichte machen, von seinem stolzen Sitz aus! Laß uns schriftliche unser Wohlwollen beweisen und laß uns diese Worte in Vergessenheit verbrennen!“

Eop Bok war allein bei der Arbeit. Cho Bok Yi sah sich vorsichtig um und klopfte ihm dann auf die Schulter. Eop Bok fuhr erschrocken herum, „du erschreckst mich noch Mal zu Tode!“ Cho Bok Yi holte einen Zettel unter ihrem Hemd hervor, „hier!“ Eop Bok sah sie verwirrt an, „was ist das?“

Cho Bok Yi flüsterte leiser, „dieser Wechsel von eintausend Nyang!“ Eop Bok steckte es schnell unter sein Hemd und seufzte. Cho Bok Yi sah ihn besorgt an, „ist alles in Ordnung?“

Eop Bok fragte wieder, „wer? Ich?“

Cho Bok Yi nickte besorgt, „ja! Ich kann nicht schlafen! Sobald ich nur meine Augen schließe, kommt es mir sofort in den Sinn!“

Auch Eop Bok flüsterte nun eher, „hör auf dich zu sorgen und schlafe einfach!“

Cho Bok Yi wandte ein, „ich sah eine Person direkt vor meinen Augen sterben!“

Eop Bok sah sich schnell um und zischt dann, „was sagst du da? Er war kein Person, nur ein knurrendes, tollwütiges Tier!“

Cho Bok Yi sah ihn an und seufzte erleichtert, „gut! Ich wollte sich nicht erschrecken, also sei vorsichtig! Halte deine Zunge im Zaum!“

Sie hielt sich einen Finge an die Lippen. Eine Frau rannte nahe an ihnen vorbei und hielt sich die Hand vor die Nase, „dieser Gestank! Also wirklich! Es ist Zeit für das Abendessen, warum jetzt die Latrine leeren?“

Cho Bok Yi rief, „geh dich um die Latrine in dem äußeren Viertel kümmern, wenn du es wirklich mußt! Aber wenn du es hier tust, mache es gründlich! Es ist alles auf dem Boden!“ Sie neigte sich vor und flüsterte, „verpaße keine Mahlzeit, in Ordnung?“

Un Nyun und Song Taeha hatten die ganze Zeit nach dem Vorfall geschwiegen. Un Nyun brach schließlich das schweigen und sah ihn verlegen an, „sollen wir den ganzen Weg nach Jeju auf diese Weise zurück legen?“

Song Taeha lenkte das Boot, „du wirst bald das offene Meer sehen! Wir werden Wando in einem Moment erreichen und Verpflegung und ein größeres Boot von dort aus nehmen!“

Un Nyun fragte, „warst du bereits in Jeju?“

Song Taeha erwiderte, „als ich ein Rekrut der Seestreitkräfte war, bin ich kurz dort gewesen!“

Un Nyun fragte, „hast du eine lange Zeit bei den Seestreitkräften verbracht?“

Song Taeha meinte, „nach zwei Jahren dort und an der Grenzverteidigung, wurde ich schließlich Trainingsgeneral!“

Sie schwiegen wieder, schließlich fragte Un Nyun, „wie bist du in der Sklaverei geendet?“

Song Taeha beharrte weiterhin, „ich bin kein Sklave!“

Un Nyun widersprach, „also, was soll das alles? Du bist ein Nobi, aber nicht in der Sklaverei, wirst verfolgt, aber läufst nicht weg! Was bedeutet das alles? Was soll ich dir glauben und was kann ich ignorieren?“

Song Taeha fragte, „warum begleitest du dann jemanden, dem du nicht vertraust?“

Un Nyun wandte ein, „du warst derjenige der vorschlug wir sollten zusammen gehen! Sage es mir! Wie soll ich dir vertrauen und mich auf dich stützen, bei dieser Reise, die ich nie wünschte zu unternehmen?“

Song Taeha sah in die Ferne und schwieg kurz, schließlich erzählte er, „ich verbrachte acht Jahre bei den Qing! Die Welt hatte sich nach meiner Rückkehr verändert und die Menschen um mich noch mehr! Meine engster Freund war derjenige, der mich fälschlich beschuldigt!“

Er erinnerte sich wieder zurück. Sie hätten Kisten aus seinem Haus gebracht mit der Aufschrift Staatseigentum. Hwang Chul Woong befahl, „verhaftet die Verbrecher!“

Schließlich erzählte er weiter, „Beweise, daß ich mir Staatseigentum angeeignet hätte, entstanden plötzlich! Die harte Befragung verletzt mein Bein und überzeugten mich, daß der Niedergang war die einzige Lösung! Ich hatte kein Vertrauen, ich konnte ein Leben durch falsche Anschuldigungen befleckt ertragen!“

Wieder erinnerte er sich zurück. Sie saßen alle in einer Zelle einige waren krank, alle waren verwundet, keiner hatte mehr Hoffnung. Sie hörten Schritte und standen auf. Song Taeha hielt sich sein verletzt und gebrochenes Bein, als er zu dem Gitter hinkte, „du bist gekommen, Eure Exzellenz!“

Ihr Minister nickte, „also warst du es, der sich diese Pflanzen aneignete und sie auf dem Markt verkaufte?“

Song Taeha widersprach, „dies sind falsche Anschuldigungen!“

Der Minister widersprach, „haben diese Straßenhändlern nicht bekannt, daß sie von dir Reis kauften?“

Song Taeha sah ihn enttäuscht an, „und ihr glaubt es?“

Der Minister nickte und sagte leise, „gestehe es selbst! Gestehe alle deine Verbrechen morgen und ich werde sie bitten euch zu verschonen!“

Song Taeha erwiderte, „selbst wenn die Alternative bedeuten würde umzukommen, wer würde jemals akzeptieren, ein Leben durch solche verlogene Behauptungen zu leben?“

Der Minister nickte entschloßen, „du mußt überleben! Laße dich nicht von dieser verlogene Welt in Trübsal fallen unterdrücken, um durch deine Entschlossenheit, zu überleben zu lösen!“

Song Taeha schüttelte den Kopf, „Eure Exzellenz...“

Der Minister unterbrach ihn und trat näher zu dem Gitter, „es gibt einen Brief, welcher Seine Hoheit zurück ließ, bevor er starb!“

Song Taeha fragte, „für mich?“

Der Minister unterdrückte sein Tränen, „er sagte mir, ihn dir zu übergeben, wenn die richtig Zeit gekommen ist! Ich kann nicht wißen wenn die Zeit kommen wird, aber solltest du nicht überleben, um diesem Tag zu sehen? Knien vor ihnen und bitten um euer Leben! Vergieße bittere Tränen von Bedauern oder Unehre, selbst wenn sie voller Feigheit sind, mußt du überleben! Es ist mein letzter Wunsch!“

Song Taeha kam zurück in die Wirklichkeit, „an diesem Tag wurden unser Leben verschont! Ich hätte nie gedacht, daß ich auf diese Weise gebrandmarkt werden würde!“

Un Nyun hatte schweigend zugehört, „also planst du zu beweisen, daß diese Anschuldigungen falsch sind und die Dinge wieder werden, wie sie einmal waren? Bist du deshalb weggelaufen?“

Song Taeha Gesicht wurde kalt, als er sie ansah, „es gibt etwas Wichtigeres, als mich von der Sklaverei zu befreien!“

Un Nyun sah ihn fragend an, „was könnte wichtiger sein als das?“

Diesmal sah Song Taeha sie ruhiger an, "selbst wenn ich etwas mehr als ein erzwungener Nobi war, ist da etwas, was ich tun muß!“

Un Nyun schüttelte leicht den Kopf, „es gibt nichts schlimmeres als Sklaverei!“

Beide schwiegen wieder. Un Nyun zog ihren blauen Umhang von ihrer Schulter und zog ein dunkelblaue Band heraus. Sie wollte es ihm geben, doch ein Windstoß riß es ihr aus der Hand und landete vor Song Taeha Füßen. Song Taeha sah sie einen Augenblick schweigend an, dann hob er das Band auf und band es sich um die Stirn, während er ihr dankbar leicht zunickte. In Jeju Island sollte es zum ersten Kamp zwischen Song Taeha und Hwang Chul Woong kommen, doch viele Menschen sollte noch ihr Leben verlieren.

Das Schiff mit Hwang Chul Woong verließ den Hafen. Er stand an der Reling und sah auf das Meer. Ji Ho Cheon kam heraus und rief laut, „ajee, Herr! Was machst du hier?“

Hwang Chul Woong fragte, „was ist es?“

Ji Ho Cheon lachte laut, „dort unten mit all dem Geschaukel zu sitzen macht einen alten Mann ganz verrückt! Also frage ich mich, ob du nicht etwas mit mir trinken willst!“

Hwang Chul Woong fuhr ihn verärgert an, „wie könnte es auf einem Kriegsschiff etwas zu trinken geben?“

Ji Ho Cheon lachte wieder laut, „ah, genau wie Freudenhäuser nie mit etwas anderen als Getränke dienen, wette ich?“

Hwang Chul Woong verschränkte die Arme vor der Brust, „halt die Freße, und geh zurück, woher du kamst!“

Ji Ho Cheon breitete lachend die Arme aus, „ajee Herr, wenn man durch die strafenden Stürme der Inbrunst hinweg gefegt wird, kann ein Drink in guter Gesellschaft, selbst die größten Stürme zähmen!“

Hwang Chul Woong sagte gefährlich ruhig, „sollte dir noch eine weiteres Wort entschlüpfen, wirst du erfahren, was es bedeutet, wenn ich jemand zähme!“

Ji Ho Cheon nickte grinsend, „Herr, laß uns einen trinken! Es wird einfacher sein deine Sehnsucht für die Herrin in Hanyang zu unterdrücken! Ist dies nicht der Garten des Himmels...“ Hwang Chul Woong Ellbogen krachte auf Ji Ho Cheon Nase, während er auf der andere Seite des Schiffs ging. Ji Ho Cheon sah ihn grinsend nach, „richtig, laß uns sehen, wer als letzter den Morgen sehen wird! Ich bin Ji Ho Cheon... Ji Ho Cheon! Ah, Herr, wir haben hier Nasenbluten!“ Er lachte laut.

Hwa Baek Bang war bei Ma-Ui, der sich die Stirn die, „ah, es brennt! Schau mich an, ganz fiebrig! Bei so viel brennender Hingabe, sollte man nicht überwältigt von Gefühlen und Geschrei nach meiner Umarmung sein?“

Ma-Ui lachte leise, „leider ein wenig geizig! Ich denke, wenn sie ein paar magere Rollen aus Seide würde erhalten, sie dich unter ihrem Rock laßen würde?“

Hwa Baek Bang sah ihn an, „magere Rollen von was?“

Ma-Ui erwiderte, „das ist keine durchschnittliche Seide, es Stoffqualität von den Qing!“

Hwa Baek Bang wandte ein, „wenn das wirklich der Fall ist, dann versuche es!“

Ma-Ui sah verärgert aus, „es versuchen und was dann? Alles, was sie tut, ist füllen deinen Becher Tasse und keine Berührung bleibt ungestraft!“

Hwa Baek Bang rief, „dies ist genau so, wenn du nach ihr greifst, als wäre sie deine! Es ist wie mit Kühen, erst eine am Haken und sie steht auf, um zu pflügen!“

Ma-Ui grinste leicht, „ist das so?“

Hwa Baek Bang nickte, „geh schon! Ich kümmere mich um die ältere Jumo!“

Ma-Ui grinste noch breiter, „wirklich?“

Hwa Baek Bang nickte wieder, „laß uns gehen!“ Beide gingen los. Hwa Baek Bang blieb auf der Straße stehen, „hör auf zu sabbern wie ein Hanswurst! Laß uns etwas Männlichkeit zeigen, in Ordnung! Und wenn es dir gelingt, die Ware zu kosten, streichle sie wie eine Schlampe, sondern wie ein Mann!“

Er streichelte Hwa Baek Bang Hintern und kniff dann fest zu. Hwa Baek Bang schrie auf, „au! Aber wäre das nicht ein bißchen zu gütig?“

Ma-Ui widersprach, „Frauen brauchen ein hübsches Gesicht, Männer einige Mut! Steh gerade und geh wie ein Mann!“

Ma-Ui ging um die Ecke und rief laut, „hier sind wir!“

Der Offizier Oh sah bei ihnen am Tisch. Jumo und ihre Schwester sahen aus, als würden sie zwei geisteskranke sehen. Als auch Hwa Baek Bang erschien und laut rief, „meine kleine Jumo, hier bin ich!“

Sie grinsten als hätten sie den Verstand verloren. Der Offizier zeigte auf sie, „keine Ruhe vor unsere alten Säcke! Was führt euch hierher?“

Beide grinsten wieder wie Trottel, als Hwa Baek Bang sagte, „oh nun, wir kamen nur vorbei! Eher aus einer lustigen Stimmung heraus! Wie kannst du das nicht wissen!“

Oh sah sie verwirrt an, „ist das so?“ Dann zeigte er auf dem Tisch hinter dem, „gut dann, nehmt dort drüben Platz und einen Drink!“ Die beiden setzten sich an den Tisch und Oh wandte sich wieder an Jumo und ihre Schwester, „also, wo waren wir?“

Jumo flüsterte, „du nahmst die Leiche von Cheon Ji Ho Untergebenen und gingst zum Büro!“ Oh nickte heftig und rief, „richtig! Aber niedriges Ungeziefer bleibt es auch nachdem es verreckt, dies ist was! Auch der Oberoffizier im Amt der Hauptstadt, alle sind empört und gehen! Diese nutzlosen Gauner! Natürlich sagte er mir das nicht direkt vor den anderen Offizieren! Er sagte zu mir, diese nutzlose Gauner, ich sagte dir, den Mord von Park Jinsa Mörder nachzuforschen! Habe ich dich gebeten, bei einer bürgerlichen Leichen hereinzuplatzen? So ist das Leben zu dir!“

Dong-Saeng seufzte laut, „aber, was ist mit all dem? Es gibt jeden Tag eine neue Leiche!“

Der Offizier rief, „ah, ich sage, du sollst aufhören, dich zu Sorgen! Bei meinen nächtlichen Runden, werde ich überall Aufmerksam sein, besonders hier!“

Jumo zwinkerte mit den Augen, „ajee, ich hörte, du bist ziemlich beschäftigt mit diese Gisaeng bis spät in der Nacht! Kann niedrige Volk wie wir alle deine kostbare Zeit rauben?“

Ihre Schwester grinste und Jumo neigte sich vor und flüsterte, „beginne unter dem Rock einer Gesaeng zu spielen und du findest dich selbst bis auf die Knochen ausgezogen!“

Sie lachte, während Dong-Saeng ernst einwandte, „alles, was sie wollen ist dein Geld, zu denken, wie innig wir uns dir gewidmet!“

Oh hustete und sagte laut, „ich bin ein Held für die Ewigkeit, wenn es dazu kommt! Denkst du, ich würde eine etwas geschickte Schlampe meinen Schwanz packen laßen und damit Witze machen?“

Dong-Saeng grinste breit, "oh sicher, du redest darüber!“

Oh rief, „und ich kann immer noch zu Fuß um Fuß zehn Runden gehen und es ist kein Problem! Fühlst du dieses Herzschlag?“ Er griff nach Dong-Saeng und legte sie auf sein Herz, als er weiter schimpfte, „ich würde über die Siegestrommel auf einem Schlachtfeld erschrecken! Hier!“

Ma-Ui und Hwa Baek Bang sahen genervt zu. Hwa Baek Bang sagte, „sieh dir das an!“

Ma-Ui flüsterte, „und ich dachte, die Luft jetzt ohne Daegil und Ji Ho Cheon besser! Jetzt, grapscht dieser Narr herum!“

Oh strich über Dong-Saeng Hintern, Hwa Baek Bang sprang auf, „er tat es! Schau!“

Ma-Ui hielt ihn schnell fest, „sitze gerade und sieh nicht einfach zu! Sage ihr, sie soll uns bedienen!“

Hwa Baek Bang seufzte, „wie kann ich das?“

Ma-Ui wiederholte, „Männer brauchen Mut!“

In der Sklavenhütte riefen alle erfreut zu Eop Bok, „Gut gemacht! Großartig! Das war wirklich etwas! Nicht schlecht!“

Ki Yun Won rief begeistert und ohne zu stottern, „er ist gut., unsere Scharfschütze!“

Eop Bok sah verlegen zu Boden, „vergeßt es! Ich es tat nichts Besonderes!“

Halbae winkte mit den Händen, „was sagst du da? Als es zur Nutzung von Sklaven kam, war Park Jinsa unübertroffen wie kein zweiter! Jetzt bekam er ein Loch in seinen Schädel! Denke nur, was du alles für uns getan hast!“

Yi Kun Won fragte, „wollen wir nur ihm ein neues Loch verpaßen? Seht euch das an! Es ist ein Wechsel von eintausend Nyang! Wir tauschen diesen für eine Schußwaffe für jeden! Wir alle lernen, wie man schießt und machen jede Nacht auf einen Yangban Jagd!“

Halbae sah sich den Wechsel an und sah dann fragend auf, „dies tauschen? Wer?“

Yi Kun Won war kurz davor wieder zu stottern, „wer auch immer!“

Halbae fragte, „wie? Und woher weißt du, wir ihn einlösen können? Du solltest einen Plan haben! Wenn du nicht jemand hast, der Menschen kennt, die sich mit dem Handel gut auskennen, vergeße, die tausend Nyang! Du wirst nicht einmal einen bekommen!“

Eop Bok sah nachdenklich auf, „also brauchen wir einen Mittelsmann, um diesen Wechsel einzutauschen?“

Halbae lachte leise, „wir werden es sicher tun! Dies ist, warum ich einen von uns fand!“ Er flüsterte leise, „Gi Yoon, bist du da?“ Von draußen trat ein weiterer Sklave plötzlich ein. Halbae lachte wieder leise, „wie geht es dir?“

Eop Bok sah den Mann mißtrauisch an. Er erkannte in ihm plötzlich, als den Mann, mit dem er in dem Lokal um mehr Geld für die Sklaven mit ihm gefeilscht hatten und sie gefangen wurden und rief nun, „warte, bist du nicht der Abschaum von Hochstapler?“

Der Mann sah ihn von der Seite an, „und wer bist du?“

Eop Bok sprang auf und schlug ihn nieder. Mehrere Männer mußten ihn festhalten, während Eop Bok wütend rief, „du Hochstapler, hast auch noch den Mut, dich selbst zu rühmen! Abschaum wie er brauchen einen Schuß in den Kopf!“

Der Mann namens Gi Yoon fuhr ihn an, „für was, ein paar Wen? Du elender Feigling!“

Eop Bok wollte sich losreißen, „laßt mich los!“

Cho Bok Yi riß die Tür auf und sagte energisch, „hört auf so zu kläffen oder wir können eine Menge hier draußen erwarten! Wirst du dich beruhigen? Könnt ihr auch denken, oder was?“

Sie ging und schloß wieder die Tür hinter sich. Die Männer ließen Eop Bok wieder los. Dieser wollte sich wieder auf den Mann stürzen, doch die anderen hielten ihn ab. Eop Bok warf den Mann einen wütenden Blick zu und ging dann. Cho Bok Yi ging draußen ein Stück und sagte zu sich selbst, „sie haben völlig den Verstand verloren! Ich wußte, daß das paßieren würde!“

Eop Bok saß inzwischen wieder bei den andern. Halbae sagte, „also dies ist, was paßierte?“

Eop Bok sagte eher mit den Gedanken woanders, „dieser erbärmliche Gauner! Er hatte den Mut, andere entlaufenen Sklaven zu betrügen!“

Halbae sah ihn an, „ist das wahr!“

Gi Yoon wandte als unschuldiges Opfer ein, „bedenke, wie schrecklich es gewesen sein muß, wenn ein Inbegriff von Ehrlichkeit, wie ich selbst gezwungen war, dies zu tun!“

Halbae lachte leicht gezwungen, „richtig, ich bin mir sicher! Laßt die Vergangenheit ruhen! Er wird es gut tun! Während seiner Tage als Regierungssklave, kennt dieser Kerl hier alles darüber, wenn es um den Tausch von Wechsel geht!“

Eop Bok sagte kalt, „er muß! Oder er findet ein schönes, kleines Loch zwischen den Augen!“

Gi Yoon hustete, damit ihn auch alle bemerkten und nahm den Wechsel von Halbae, „ist dies der Wechsel?“
Yi Kun Won hob die Hand, „richtig! Sieh ihn dir gut an! Wir wollen all dieses Geld für unsere Bestrebungen nutzen!“

Gi Yoon sah sich den Zettel an, „ziemlich kompliziert! Es ist praktisch Dreck wert, denke ich!“

Yi Kun Won begann langsam wieder leicht zu stottern, wenn auch nicht sehr, „dr... Dreck! Also, was nun? Eintausend Nyang Wechsel wird zu Lumpen mit dem wir wischen können?“

Gi Yoon erwiderte, „ein Minister unterschrieb dies, die Gelder waren für eine Gruppe Kaufleute vorgesehen! Dies ist nur...“

Er hielt spöttisch lachend inne. Ki Yun Won sah ihn an, „was sagst du da?“

Eop Bok sah ihn mißtrauisch an. Halbae wandte ein, „warum können wir dies nicht miteinander verbinden?“

Gi Yoon hielt den Wechsel in der Hand, „in dem Moment, da dieses Bargeld von der Vierkäufergruppe kommt, wird der Minister es sofort wissen! Dies bringt dich direkt zu Amt der Hauptstadt-Büro, als der Schuldige!“

Yi Kun Won rief, „dies steht außer Frage!“

Halbae stimmte zu, „hör zu, finde einen Weg uns!“

Gi Yoon setzte angeberisch in den Mittelpunkt, „da gibt es in der Tat ein Weg...“

Er hielt seufzend inne und sah sich den Wechsel an. Eop Bok neigte sich vor, „hast du wieder eine Intrige vor?“

Gi Yoon warf den Wechsel wütend weg, „vergiß es!“

Halbae hielt ihm den Wechsel wieder entgegen, „was ist los mit dir?“

Gi Yoon stellte sich auf stur und schob dessen Hand weg, „ich Ich sagte, vergiß es!“

Halbae wandte ein, „kennen wir einander nicht alle kennen?“

Er sah zu Eop Bok, „hör auf zu kläffen in diesem Fall!“

Gi Yoon nahm den Wechsel wieder und sah ihn ausgeblasen an, als er eingebildet sagte, „es gibt nur einen Weg, wir wie einen Wechsel wie diesen eintauschen können! Es wird über die Besitzer die Halbinsel ein paarmal auf und auf Wechsel! Einmal aus dieser Hand weg, wird keine seine Herkunft kennen! Und selbst der letzte Narr kann die Hauptarbeit übernehmen und das Bargeld bringen! Natürlich wird es so auch seinen Wert senken!“

Yi Kun Won stotterte schon mehr, sen... sen... ah, um wieviel?“

Gi Yoon sah den Wechsel wieder prahlerisch an, „wer weiß! Wenn wir Glück haben, könnten wir etwa die Hälfte bekommen!“

Yi Kun Won rief, „ist das alles?“

Gi Yoon sah ihn ernst an, „warum? Sind fünfhundert Nyang nichts? Es ist auch nur so viel, wenn ich meine Hände im Spiel habe!“

Eop Bok sah ihn ruhig an, „versuchen nicht, eine deiner üblichen Spielereien! Hier ist immer noch eine Schußwaffe, die auf deine Birne zielt!“

Gi Yoon warf den Wechsel wieder beleidigt weg, „vergiß es, ich bin draußen!“

Er hustete laut, um alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Halbae wandte sich an Eop Bok, „ich habe es dir gesagt! Deine Laune...“

In der Nacht gingen Eop Bok und Cho Bok Yi den Weg langsam entlang. Eop Bok sah sie an, „laß mich dich etwas fragen, du bist schlau, also wirst du es wißen!“

Cho Bok Yi sah ihn fragend an, „wißen was?“

Eop Bok seufzte laut, „kannst du dir vorstellen, daß ein schleimiger Hochstapler sich mit uns für etwas edles zusammen tut?“

Cho Bok Yi fragte lächelnd, „was?“

Eop Bok sagte nachdenklich, „wie könnte es unsere Sache sein, wenn wir nur listige Feiglinge wie ihn erreichen können?“

Cho Bok Yi griff nach seiner Hand und hielt sie fest. Eop Bok blieb stehen sah sie verwundert an, „was ist los mit dir?“

Cho Bok Yi fragte liebevoll lächelnd, „wie fühlt es sich an?“

Eop Bok wollte verlegen seine Hand wegziehen, „laß los!“

Cho Bok Yi ließ seine Hand los und sah ihn ernst an, „schau, wenn du es tun willst, tue es! Sonst laß sie gehen! Soll ich es tun oder nicht? Laß sie gehen oder nicht? Höre auf zu zögern!“ Dann gingen sie schweigend nebeneinander weiter.

In der gleichen Nacht saß Seol-Hwa bei Daegil am Feuer. Daegil starrte in die Flammen des kleinen Feuers. Seol-Hwa beschwerte sich, „du willst es mir immer noch nicht sagen? Wohin gehst du, ohne General Orabeoni und Wangson?“ Daegil starrte weiterhin schweigend vor sich hin. Seol-Hwa ließ sich zurückfallen und seufzte laut, „ah, das ist langweilig!“

Daegil sagte schließlich mit leiser Stimme, „denke daran, wo du heute Nacht schläft, du Göre!“

Seol-Hwa sagte laut, „überall wo ich mich ausruhen wird mein Zuhause sein und wo kann ich hin hocke kann, wird meine Latrine sein!“

Daegil wandte an, „sag der Motte an deinem Hintern, sich an allen Ecken und Enden festzuhalten!“

Seol-Hwa schüttelte den Kopf, „dieses Leben ist nicht so schlimm! Ich erhalte drei Mahlzeiten am Tag, schlendere über die gesamte Halbinsel! Und keiner belästigt mich mit Abgaben oder Schutz für wenig Geld! Kann ich nicht einfach deinem Handel beitreten, während ich hier bin?“

Daegil sagte ungewöhnlich ruhig die ganze Zeit, „sage nichts, was du bereuen könntest! Ist dies alles, daß jemand in seinem Leben tun sollte?“

Seol-Hwa setzte sich wieder auf, „also, warum tust du es dann?“

Daegil schwieg, während er sich mit dem Schwert leicht über sein Gesicht fuhr, schließlich sagte er, „weil ich sie finden muß! Alle Sklaven finden, welche die Hand verrät, die sie ernährt! Und die Dinge wieder zu dem machen, was sie einmal waren!“

Seol-Hwa schwieg ebenfalls kurz, als sie schließlich meinte, „ dann suchst du die Frau also immer noch!“

Daegil erwiderte, „schlaf!“

Seol-Hwa sah ihn an, „es ist so, nicht wahr? Ich kann gegen jeden kämpfen, wenn es um den sechsten Sinn geht!“

Daegils Stimme wurde bereits wieder etwas lauter, „genug mit dem Geschwätz und schlaf!“

Seol-Hwa sah nicht aus, als würde sie an schlafen denken, „trotzdem beneide ich dich! Zumindest hast du jemanden, nachdem du suchen kannst! Jeder lebt auf der Suche nach jemand oder wartet auf jemand! Aber alles, was ich tun, ist auf ein Essen zu warten!“

Daegil erwiderte gelangweilt, „wie beneidenswert das ist! Tag für Tag zu leben, nur mit einen Gedanken im Kopf! Es gibt keinen besseren Weg!“

Seol-Hwa schlang ihre Arme und ihre angezogenen Beine, „ist essen nicht alles, was ein Mensch braucht?“

Daegil sagte nachdenklich, „du läßt einen wohl nie gewinnen, was?“

Seol-Hwa grinste, „was du nicht von der Faust tun kannst, kannst du mit der Zunge versuchen! Ah, wie könnte mein Leben sein!“

Daegil warf einen Holzscheit ins Feuer, „warum?“

Seol-Hwa fuhr fort, „und was wäre, wenn reden etwas daran ändern könnte? Ich habe so viele Wechsel in mir!“

Song Taeha saß in einer Ecke, unter Deck eines Schiffes. Un Nyun sah ihm schräg gegenüber in der anderen Ecke. Es war eng dort. Song Taeha lehnte gegen eine Holzwand und hatte die Augen geschloßen. Un Nyun lehnte sich gegen einige Strohballen hinter sich und sah ihn an. Sie kniete sich vor und zog sanft und zärtlich sein Stirnband etwas tiefer, dann lehnte sie sich wieder zurück und schloß rasch die Augen, als Song Taeha erwachte und sie ansah. Dann band er seinen Gürtel auf, zog seinen Umhang aus und legte ihn über sie, während er sie lang Zeit ansah.

Daegil war inzwischen eingeschlafen. Seol-Hwa lag neben ihm und benutzte seine Brust als Kopfkissen. Daegil schien wie aus einem Alptraum zu erwachen, seine Augenlider flackerten. Er öffnete schließlich seine Augen und sah sich um. Er bemerkte, daß Seol-Hwa ihn als Kopfkissen benutzt. Er stand hastig auf und ging zu seinem Pferd. Seol-Hwa setzte sich noch verschlafen auf, sah zu ihm und sagte zuerst, „Orabeoni, laß uns essen!“ Daegil hielt kurz inne und sah sie an, dann stieg er wortlos auf sein Pferd.

Song Taeha stand an Deck des Schiffes und blickte auf das Meer. Un Nyun trat mit seinem Umhang in der Hand heraus. Es war windig draußen. Song Taeha blickte sie kurz an, „du bist wach?“

Un Nyun hielt ihm seinen zusammengefalteten Umhang entgegen, „nimm dies! Er wärmte mich die ganze Nacht!“ Song Taeha nahm den Umhang aus ihrer Hand. Er wollte etwas sagen, doch dann schwieg er. Lange Zeit standen sie schweigend da und blickten über das Meer.

Wangson und Choi gingen inzwischen den Fluß entlang. Wie üblich schimpfte Wangson, „wenn er uns verlaßt ohne uns etwas zu sagen, was sollen dann wir tun?“

Choi blieb wie meist, wenn auch nicht immer, ruhig, „wir werden ihn irgendwo auf dem Weg treffen!“

Wangson sah nachdenklich aus, „aber was könnte diese Eonnyeon ihm bedeuten, daß er immer auf diese Weise handelt? Kann ihre Anmut ihn entwaffnet haben?“

Choi steckte seine Hand nach den Kernen aus, die Wangson aß, „gib mir einige mehr!“

Wangson wandte ein, „stopfe dich nicht damit voll! Wenn es um Frauen geht, die besten Kurven haben die aus Hanyang, die schönsten Gesichter in Pyeongyang und die schönste Haut in Gangwon!“

Choi aß einige Kerne, „es wird nur ein weiterer Fantasyflug sein, wie immer! Als ob es das erste Mal wäre!“

Wangson rief, „erzähle mir davon! Wir sollten nach Jeju gehen!“

Choi wandte ein, „sie nicht treffen, wäre das beste von allen!“

Wangson stopfte sich eine Handvoll Kerne in den Mund und murmelte, „was zur Hölle ist das? Ich bin so hungrig, daß ich platzen könnte!“

Seol-Hwa war Daegil gefolgt, welcher nun befahl, „geh die Häuser durch und frage, wo ein Schwertkämpfer namens Baek Ho wohnt!“

Seol-Hwa fragte kurz angebunden, „warum sollte ich?“

Daegil behielt immer noch die Ruhe, „wenn ich herum fragen werde, werden sich Gerüchte verbreiten und er wird fliehen!“

Seol-Hwa nickte, „in Ordnung! Ist das alles, was ich herauszufinden soll?“

Daegil sah sie an, „finde heraus, wo Baek Ho wohnt und ob ein Sklave namens Keunnom dort lebt! Ob er hat eine Schwester namens Un Nyun hat und ob sie mit jemand verheiratet ist! Wenn sie hat einen Ehemann hat, was...“

Seol-Hwa unterbrach ihn bedrückte, „kann ich nicht nur einfach herauszufinden, wo diese Baek Ho wohnt?“

Daegil zögerte kurz, dann nickte er, „gut!“

Sogleich hob sich Seol-Hwa Laune wieder und sie lachte, „mache dir keine Sorgen und warte! Es ist nicht nötig mich daran erinnern, daß ich...“

Diesmal unterbrach Daegil sie, „hör auf zu schwatzen und geh!“

Seol-Hwa wurde wieder ernst und ging, nach einigen Schritten kehrte sie zu ihm zurück, „bei der Gelegenheit, Orabeoni, du schickst mich nicht von hier weg und läufst hinter meinem Rücken weg, oder?“

Daegil nickte zu den Häusern, „geh!“

Seol-Hwa sah ihn ernst an, „wenn du mich wieder verläßt, werde ich dir dies nicht verzeihen! Ich sollte keinen Mann vertrauen, aber du weißt, daß ich vertraue dir, nicht wahr?“

Daegil sah zu Boden, „geh einfach!“

Seol-Hwa traten leicht die Tränen in die Augen, „du weißt, was es bedeutet, wenn eine Frau einem Mann wirklich vertraut!“

Daegil sah zur Seite und sagte heiser, „geh!“

Wangson und Choi litten inzwischen an Verstopfung. Beide hockten hinter Büschen und einer stöhnte lauter als der andere. Wangson stöhnte und sah zu Choi, „siehst du, ich sagte, du sollst nicht davon nehmen!“

Choi antwortete stöhnend, „es ist, weil wir es roh aßen! Ich glaube, es war auch, weil wir zu viele hatten?“

Wangson stöhnte schließlich erleichtert auf und streckte seine Hand aus, „gib mir etwas Papier!“

Choi griff unter sein Hemd und reichte Wangson stöhnend ein Blatt Papier. Wangson ebenso neugierig wie Seol-Hwa, sah das Papier überrascht an und seufzte wieder, „ah, dieses Papier riecht sicher gut!“ Choi fing an zu lachen, während Wangson daran roch, „das macht mich gleich wieder hungrig!“ Choi war inzwischen erleichtert und lachend aufgestanden. Plötzlich wurde sein Gesicht ernst. Er erinnerte sich wieder daran, wie Hwang Chul Woong ihn am Arm verletzt hatte. Er hatte seinen Arm verbunden, als einige Blätter zu Boden gefallen waren und er diese eingesteckt hatte. Auch er hatte an dem Papier gerochen. Wangson wollte damit gerade seinen Allerwertesten abwischen, als Choi seine Hand festhielt. Wangson sah ihn überrascht an, „was ist los?“

Choi sagte, „gib es mir!“

Wangson schimpfte, „zur Hölle!“

Choi riß ihm das Papier aus der Hand, „sei mir nicht böse! Laß los!“

Er riß Wangson das Papier aus der Hand, welcher wieder schimpfte, „es ist alles, was wir noch haben!“ Dann verlor er sein Gleichgewicht und fiel mit dem Hinter praktischerweise in sein eigenes Häufchen hinter sich. Während er nun schrie, „Ältester! Nein, oh Götter! Was jetzt? Ältester?“ Er sah an sich herab und verzog das Gesicht, „ah, was zur Hölle! Ajee stinkt das! Eh, Ältester!“

Dann stand er hastig auf und wusch sich in einem kleinen Bach. Choi legte inzwischen das Papier ins Wasser, als Wangson zu ihm kam und sich neben ihn kniete. Wangson rief, „da sieh!“

Choi nickte nachdenklich, „ich kann es sehen! Geheime Erlasse werden auf diese Weise nur durch das Militär genutzt und überbracht!“

Wangson sah ihn fragend an, „was besagt es?“ Choi nahm das Papier heraus und las vor, „soll das führenden Leuchtfeuer zu entfachen scheitern, wird Dunkelheit von Maitreya gebracht werden! Also was antworten wir dem Himmelsmandat und öffnen wir die Tore zu einer neuen Welt?“

Wangson rief, „ah und was heißt das?“

Choi sah ihn ernst an, „wir müßen schnell gehen und Daegil treffen! Vielleicht sind wir der Lage Song Taeha zu finden!“

Ein Minister wandte sich aufgeregt an einen anderer, „eine Qing Gesandtschaft ist auf dem Weg!“

Der Kanzler erwiderte ruhig, „ihre Nachlässigkeit hat lange genug gedauert! Es ist natürlich, daß sie kommen werden!“

Der Minister erklärte besorgt, „aber dieses Mal führt die Gesandtschaft General Ingguldai!“

Der Kanzler fragte ruhig, „und warum sollte und dies besorgen? Es ist nicht das erste Gesandtschaft die wir erwarten!“

Der Minister neigte sich leicht vor und flüsterte, „General Ingguldai war ein enger Vertrauter von Kronprinz Sohyeon! Er wird sicherlich darauf bestehen den königlichen Nachfolger in Jeju zu treffen! Es ist eine höchst beunruhigende Zwickmühle!“

Der Kanzler sah ihn ruhig an, „wie lange wirst du in der Politik bleiben, wenn jede Veränderung eine gewaltige Verlegenheit bringt? Er mag ein Qing Botschafter sein, aber er kann sich nicht in Joseons Angelegenheiten einmischen!“

Der Minister gab zu bedenken, „aber er könnte seine hohe Stellung geltend für Forderungen machen!“

Der Kanzler lächelte, „ich bin mir sicher, daß wird er!“

Der Minister sah ihn überrascht an, „dann...“

Der Kanzler unterbrach ihn, „würden seine Forderung nicht wieder über die Debatte, um eine mögliche Streitmacht in den Norden, eskalieren? Und dies ist, warum dich alle jener Ochsenhörner sammeln ließ! Also brauchst du dir keine Sorgen über Jeju machen! Geh vor wie angewiesen!“

Der Minister nickte entschloßen, „ja!“

Die Lage spitze sicher immer weiter zu, besonders auf Jeju Island wurde es nun gefährlich. Ein weiterer Schauplatz mit Toten sollte hier stattfinden. Der kleine Junge, der kaum laufen konnte, wurde zu einer Gefahr und konnte nicht länger mehr am Leben gelaßen werden. Sein einzige Schutz war nun nur noch Han Seom Kwak und die Hoffnung, daß Song Taeha schnell Jeju Island erreichen würde. Er wußte, daß er Hwang Chul Woong allein nicht besiegen konnte und die anderen Offiziere wollten das kleine Kind lieber so schnell wie möglich tot sehen. Es wurde ein Wettlauf mit der Zeit.

Han Seom Kwak war bei den anderen Offizieren auf Jeju Island, welche ihre Zeit lachend mit Glücksspiel verbrachten. Han Seom Kwak verlor und rief, „wie zum Teufel schaffst du es zu tun jedes Mal zu gewinnen? Gib mir einen Tip!“

Der andere Offizier lachte, „du könntest inzwischen gut ein Dutzend Pferde mit all den Tips, die ich dir gab kaufen! Du solltest wißen, wann man aufhören muß!“

Er lachte leise, Han Seom Kwak packte ihn lachend, „sei nur nicht zu großzügig!“

Er stand auf und ging zu der Wasserschale vor der Haustür, wo er einen Schluck Wasser trank. Dann sah er sich hastig um und legte das Papier hinein. Kaum, daß er sie gelesen hatte, aß er sie, wie alle anderen auch, schnell. Die Hofdame trat hinaus und fuhr erschrocken zurück, „ du wirst mich noch zu Tode zu erschrecken!“

Han Seom Kwak schrie sie wütend an damit es alle hörten, „ah, hörst du! Was ist mit dem überraschten Blick?“

Die Hofdame war ziemlich energisch und schimpfte, „hältst du Glücksspiel anstatt deine Pflichten zu erfüllen?“

Sie ging wütend zurück ins Haus. Han Seom Kwak streckte seinen Kopf hinein und sagte, „hör zu, morgen wird ein Schiff kommen! Laßt uns zusammen auf das Festland fliehen!“ Die Hofdame sah ihn verächtlich an und ging in den anderen Raum. Han Seom Kwak rief, „ich sagte dir, ich würde dich in Luxus baden! Folge mir nur! Verstanden?“

Die Hofdame sah aus dem Raum und seufzte verächtlich, „du nutzlose Dummkopf!“

Han Seom Kwak wandte sich lachend ab, „feurig!“ Während die anderen weiter spielten, stellte sich Han Seom Kwak mit seinem Speer an die niedrige Mauer außerhalb des kleinen Hauses. Er öffnete leicht sein Hemd und sah auf die Landkarte, die er dort in der Innenseite eingezeichnet hatte. Er sah gerade noch einmal auf die Karte, als er plötzlich Hwang Chul Woong auf einem entfernten Seitenweg kommen sah. Han Seom Kwak gelang es nur mit Mühe seinen Haß zu unterdrücken, als er sich schnell abwandte.

Mandeuk und Ji Ho Cheon folgten ihm. Ji Ho Cheon rief, „ah, Herr, laß uns den Anblick genießen, so wie wir gehen, besteht kein Grund zur Eile!“

Han Seom Kwak lief nun die Zeit davon, da er nicht damit gerechnet hatte, daß sie einen Tag früher kamen. Die Offiziere sahen ihn an, „was ist es, eine weitere Inspektion?“

Han Seom Kwak sah sie an, „ich würde es mit Vorliebe mögen, dies zu sagen! Verzeiht mir!“

Im gleichen Moment hatte er bereits zwei Offiziere mit seinem Speer getötet. Er trat dem letzten Offizier zu Boden und stieß ihn den Speer in den Bauch. Die Hofdame war durch den Lärm nach draußen gegangen, entsetzt sah sie zu Han Seom Kwak und den drei toten Offizieren. Han Seom Kwak sah sich zu ihr um. Die Hofdame sah ihn erschrocken an, welche rief, „schau!“

Ein weiterer Offizier trat aus dem Haus und rief, „was machst du da?“

Han Seom Kwak fiel sein Speer aus der Hand, schnell drehte er dem Offiziere die Hand um und nahm dessen Schwert. Der Offizier versuchte zu fliehen. Han Seom Kwak schlug mit einem schrägen Schlag das Rückgrat durch. Der Offizier schrie auf und wandte sich auf dem Boden um. Han Seom Kwak stieß ihm das Schwert in die Kehle. Blut spritze auf und bedeckte Han Seom Kwaks Gesicht. Er sah sich kurz um.

Hwang Chul Woong ging mit großen, energischen, aber gleichmäßigen Schritten. Ji Ho Cheon beschwerte sich wieder, „diese ganzen hektischen Schritte!“

Er lachte laut und Mandeuk wandte ein, warum das ganze laufen?“

Die Hofdame hatte hastig das kleinn Kind auf dem Arm genommen und rannte aus dem Haus. Sie schrie entsetzt auf, als Han Seom Kwak vor ihr stand. Er packte sie am Arm und sagte hastig, „wir haben keine Zeit zu verschwenden! Laß uns einfach gehen, mh?“ Die Hofdame wollte wegrennen auf, doch Han Seom Kwak hielt sie energisch fest. Han Seom Kwak rief nun ebenfalls energisch, „ich sagte, laß uns gehen!“

Die Hofdame schrie laut, „ist jemand da? Helft mir! Helft mir!“

Hwang Chul Woong war inzwischen nahe genug und hörte ihre Schreie, sofort rannte er los. Ji Ho Cheon sah überrascht aus, dann rannte auch er los, während er rief, „Herr!“

Han Seom Kwak nahm inzwischen der schreienden und sich wehrenden Hofdame, das Kind ab und eilte los, während die Hofdame ihm nachsah und verzweifelt schrie, „Eure Hoheit! Eure Hoheit!“ Sie eilte hastig hinter dem nicht mehr länger zögernden Han Seom Kwak her.

Hwang Chul Woong traf inzwischen bei dem Haus ein. Er sah sich schnell um und ging dann in das Haus. Mandeuk wollte ihm folgen, doch Ji Ho Cheon hielt ihn zurück.

Die Hofdame eilte weiter hinter Han Seom Kwak mit dem Kind auf seinem Arm her.

Hwang Chul Woong trat aus dem Haus und befahl, „sie können nicht weit sein! Eilt ihren Spuren nach und wenn ihr einen Mann mit einem Kind seht, gebt sofort ein Signal!“

Diesmal war es Mandeuk, welcher Einwände erhob, „nur ihren Spuren folgen, ohne einen Grund! Dies klingt nach einer Verletzung unserer Abmachung!“

Ji Ho Cheon sah ihn grinsend an, „gut gesagt, Mandeuk!“

Mandeuk ermutigte dies und er fuhr fort, „ich befürchte, wir brauchen weitere zweihundert Nyang als Vorschuß!“

Hwang Chul Woong schnitt ihm in einer flüssigen Bewegung die Kehle durch, dann richtete er sein Schwert auf Ji Ho Cheon, „widersetze dich meinem Befehl und du wirst umkommen! Wirst du immer noch weigern zu gehen?“

Mandeuk klammerte sich an Ji Ho Cheon Fuß und keuchte kaum hörbar, „Ältester, hilf... mir!"

Hwang Chul Woong fragte, "wirst du dich bewegten oder nicht?“ Ji Ho Cheon lächelte Mandeuk leicht zu. Hwang Chul Woong wollte ihn ebenso töten, doch Ji Ho Cheon hatte damit gerechnet. Er duckte sich unter dem Schlag weg und rannte davon, während Mandeuk mit letzter Kraft jetzt Hwang Chul Woong Fuß festhielt. Er sah, wie Mandeuk schließlich tot liegen blieb und ging zurück in das Haus und sah sich um, während er zu sich selbst sagte, „laß mich sehen, welche Art von Spuren, die du hinterlassen hast!“ Er griff nach der Holzwand und fragte, als würde die Wand ihm antworten, „habt ihr einander nicht berühren?“ In einer kleinen Ritze fand er ein eingraviertes Zeichen, nickte, und was selten geschah, lächelte leicht, „du gehst also nach Norden!“

Inzwischen hatten auch Song Taeha und Un Nyun die Insel erreicht. Sie gingen langsamer und an der steilen Küste wandte sich Song Taeha immer wieder besorgt zu Un Nyun um.

Die Hofdame folgte immer noch Han Seom Kwak, welche zur Küste hinabstieg und einen schmalen und steilen Felsdurchgang entlang ging. Dennoch sah er immer wieder besorgt zu der Hofdame zurück. Diese war inzwischen leicht außer Atem und fing an einigen steilen Felssteinen an zu stolpern. Auch er rannte inzwischen nicht mehr, sondern ging ebenfalls mit großen, aber gleichmäßigen Schritten. Auf einem steilen Felsen verlor sie einen ihrer Schuhe; dennoch folgte sie ihnen unbeirrt ohne darauf zu achten und sah nur zu dem kleinen Kind. Sie gingen weiter durch eine schmale und felsige Schlucht. Die Hofdame stützte sich an der Wand ab, während sie immer öfter stolperte.

Song Taeha half Un Nyun inzwischen dem Berghang hinauf, von wo auf man einen wunderschönen Ausblick von der Insel hatte, dennoch interessierte sich keiner von ihnen dafür.

Daegil wartete inzwischen unruhig bei den Pferden, als Seol-Hwa munter angerannt kam. Sofort fragte er, „was hast du herausgefunden?“

Seol-Hwa grinste schelmisch, „was denkst du, wie es lief?“

Daegil altes Gewohnheit kam durch und er wurde bereits schon wieder etwas lauter, „genug mit den Spielchen und sprich!“

Sofort verschwand Seol-Hwa grinsen und sie sah eher niedergeschlagen aus, „ich fand es, warum? Ich fragte, wo dieser Schwertkämpfer namens
Baek Ho wohnt und sie wiesen mich auf den Wohnsitz eines gewißen Yangban hin?“

Daegil fragte nachdenklich, „Yangban?“

Seol-Hwa nickte, „ja, wie es scheint, leben die meisten berühmten Clans der Yangban in der Umgebung! Scheint, als hätte dieser Kim Seonghwan Menschen einen ziemlichen Ruf!“

Daegil sagte leise, „Kim Seonghwan...“

Seol-Hwa unterbrach ihn, „wenn du die Hauptstraße hinauf gehst und links abbiegst, wirst du einen Zelkovabaum finden und der vierte Wohnsitz dahinter ist seiner!“

Daegil schwieg kurz, dann befahl er, „halte ein Auge auf die Pferde!“

Seol-Hwa stellte sich ihm in den Weg, „vergiß es!“

Daegil neigte sich vor, „hör zu...“

Seol-Hwa unterbrach ihn, „weißt du überhaupt, wie du jetzt aussiehst? Genau wie jemand, welcher ernsthaft etwas begehen möchte!“

Daegil hob ihr Gesicht hoch, „ich werde in einem Moment wieder da sein, Kleine! Paß auf die Pferde auf!“

Inzwischen waren auch Song Taeha und Un Nyun bei dem Haus angekommen. Un Nyun hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund. Song Taeha sah sich vorsichtig um. Dann rannte er in das Haus. Un Nyun folgte ihm schnell, blieb aber vor der Tür stehen, „Herr, was ist hier passiert?“

Song Taeha hatte sich zu den Blutflecken auf dem Boden gebückt und sah zu ihr auf, „das Blut begann bereits zu trocknen! Es ist einige Zeit ist vergangen!“

Er stand auf und sah sich die Wand an. Un Nyun sah sich hastig um, während sie wieder nach Luft rang, „Herr, laß uns von hier weglaufen! Sollte jemand kommen...“

Song Taeha unterbrach sie, „einer meiner Männer war hier! Egal, wie dringend die Lage ist, er muß ein Zeichen hinterlassen haben!“

Auch Song Taeha begann die Wand abzusuchen. Un Nyun sah sich draußen immer wieder panisch um, „Herr...“ Song Taeha fand das Zeichen auf dem Jang stand, „ich fand es! Jang ist eingeritzt!" Er stieß auf ein weiteres Zeichen und flüsterte, „Bi der Dolch! Sie gingen nach Norden!“
Anm.: Jang und Bi ergeben daß Wort Buk und bedeutet Norden.

Er ging schnell aus dem Haus und griff nach Un Nyuns Hand, als plötzlich Soldaten erschienen. Der Hauptmann rief erbost, „ist dies dein Werk? Umstellt ihn!“

Die Soldaten schwirrten um sie herum aus. Un Nyun war die Angst im Gesicht geschrieben. Doch Song Taeha stand so, daß das Haus ihm den Rücken deckte, er warf Un Nyun einen beruhigenden Blick zu, während er ihre Hand drückte.

Daegil drang in den Hof des Wohnsitz ein. Er hatte sein Schwert gezogen. Keunnom war im Haus, die Tür war offen und er ging auf und ab. Es war bereits dunkel geworden. Daegil senkte sein Schwert und trat lautlos näher, „laß mich dich etwas fragen, ist dies, wo Schwertkämpfer Baek Ho wohnt?“ Beide sahen sich auf einmal schweigend an. Daegil erinnerte sich zurück. Er sah seinen toten Vater auf dem brennenden Boden liegen und wie ihn Keunnom verletzt hatte und dachte er wäre tot. Doch diesmal sollte Daegil die ganze Wahrheit erfahren, eine Wahrheit, mit der er nie gerechnet hatte und die einen Teil seiner Welt ins schwanken bringen sollte. Eine bittere Wahrheit. Er sah ihn an und flüsterte leise, „Keunnom!“ Er rannte mit dem Schwert in der Hand laut schreiend auf ihn zu. Keunnom blieb ruhig stehen. Daegil ihm sein Schwert an die Kehle. Keunnom nickte kaum merklich und ging langsam auf die Knie. Daegil lachte laut, als er wieder ernst wurde, „dachtest du, ich würde dich nicht finden?“

Keunnom fragte stattdessen, „wie bist du hierher gekommen?“

Daegil stieß ihn zu Boden. Keunnom wollte sich aufrichten, doch Daegil trat ihn wieder zu Boden. Er kniete neben ihm nieder und hielt sein Schwert an seine Kehle, als er fragte, „Eonnyeon! Wo ist Eonnyeon?“

Keunnom nickte leicht und lächelte kaum merklich, "begeistert es dich, mich auf diese Weise zu fangen?“

Daegil lachte laut, „ein niedriges Ungeziefer wie du traut sich in solch dreister Vornehmheit schwelgen?“

Er lachte wieder laut. Keunnom richtet sich wieder auf und Daegil schlug ihm den Schwertgriff ins Gesicht. Keunnom flog zur Seite, er wandte sich wieder zu ihm und erklärte, „die Zeiten sind lange vorbei, in denen ich nicht sogar nicht wagte dir in die Augen zu schauen!“

Daegil sah in ernst an, „einige Jahre bei den verlogenen Yangban und es ist dir bereits zu Kopf gestiegen!“

Er schlug ihm auf die Wangen. Keunnom sah ihn ruhig an, „keine Reue hält mich zurück! Töte mich!“ Daegil hielt ihm voller Haß das Schwert an die Kehle. Keunnom fragte, „was zögerst du noch? Ich bin der entlaufenen Sklave, welcher den Untergang auf deinen Vater brachte, solltest du nicht die Beleidigung mit meinem Blut wegwaschen? Dein Vater starb durch meine Klinge!“

Daegil lachte wieder laut, als er das gleiche tat, was Keunnom ihm angetan hatte, er schnitt ihm mit dem Schwert tief über das Auge entlang.

Inzwischen war es auch auf Jeju Island Nacht geworden. Die Sonne war bereits am untergehen gewesen, als Song Taeha und Un Nyun dort eintrafen. Der Hauptmann schimpfte, „du erkennst nicht einmal, welcher Ort dies ist! Wenn du deine Waffe fallen läßt, gewähren wir dir einen ehrenvollen Tod, aber jeder Widerstand wird zu deiner Zerstückelung führen!“ Song Taeha sah Un Nyun an und erkannte ihr Angst. Er legte langsam sein Schwert nieder. Doch im Gegensatz zu Un Nyun hatte er keineswegs die Absicht aufzugeben. Der Hauptmann befahl, „die Hände hinter den Rücken und niederknien!“

Un Nyun hielt ihm am Arm fest und sah ihn flehend an, „Herr!“

Song Taeha sah sie ruhig an und sagte ebenso ruhig, „es wird alles gut gehen!“

Un Nyun liefen die Tränen über die Wangen, dennoch nickte sie ihm vertrauensvoll zu. Der Hauptmann befahl, „jetzt!“ Song Taeha kniete sich nieder und hielt die Hände über den Kopf, doch in seinem Blick lag keine Ergebung, sondern vielmehr sah er sich nach einer Gelegenheit um. Während der Hauptmann befahl, „verhaftet ihn!“

Darauf hatte Song Taeha gewartet, einer der Soldaten griff nach seiner Hand und zog sie herunter, Song Taeha wandte sich blitzschnell um und drehte dem Mann den Arm auf den Rücken. Dann warf er ihn zu den überraschten Soldaten, einige fielen zu Boden, als der Soldat gegen sie fiel. Doch Song Taeha ließ ihnen keine Pause, um lange zu überlegen. Er zog ein rotes Seil unter seinem Hemd hervor und gebrauchte sie wie eine Peitsche. Es dauerte auch nicht lange bis er alle bis auf einen besiegt hatte. Beide entdeckten den einzigen, welche noch bei Bewußtsein war. Beide bemerkten ebenfalls, daß er auf Un Nyun mit einem Pfeil zielte. Wieder reagierte Song Taeha schneller und streckte seinen Arm nach ihr aus. Der Pfeil, welcher Un Nyun treffen sollte, traf stattdessen seinen Oberarm. Der Soldat floh schnell. Un Nyun sah ihn erschrocken an und stammelte, „H... Herr! Geht es dir gut?“

Song Taeha nickte und fragte, „und dir?“

Un Nyun nickte, zuckte jedoch zusammen, als Song Taeha den Pfeil abbrach und herauszog. Dennoch reagierte sie schnell, „nur einen Moment!“

Sie rannte schnell weg. Song Taeha sah ihr zu, wie sie hastig einen Deckel hob und darin Wasser fand, schnell riß sie ein Stück von ihrem Unterrock ab und tauchte ihn in das Wasser.

Keunnom hielt seine Hände an sein Auge und keuchte. Daegil riß sein Hemd auf und sah das heraus gebrannte Sklavenzeichen, „du versuchst du deine Vergangenheit auszulöschen, aber du warst und bist ein Sklave!“

Keunnom nahm die Hände von seinem verletzten Auge und sah ihn ernst an, „beleidige mich nicht und töte mich einfach!“

Daegil sah ihn nachdenklich an, „warum? Wenn ihr Bruder mit einem Schwert in der Brust verreckt, denkst du, dann wird Eonnyeon sicher sein?“ Keunnom packte Daegil Hand und wollte sich selbst mit dem Schwert töten. Daegil riß es ihm aus der Hand und sagte spöttisch, „solch ein herzzerreißender Anblick zeigt, daß niedriges Ungeziefer immer noch Menschen sind! Sieht nach einem günstigen Ausweg sich zu opfern, um seine letzte Verwandte in Sicherheit zu wißen!“

Keunnom wandte ein, „dies betrifft nur du und mich! Willst du dies nicht beenden und mich töten?“

Daegil hielt ihm wider das Schwert an die Kehle, „Eonnyeon, wo ist sie?“

Song Taeha hielt Un Nyun Hand und zog sie schnell mit sich von dem Haus weg. Hwang Chul Woong hatte inzwischen die Schlucht erreicht und fand den Schuh, welche die Hofdame verloren hatte. Selbst in der Nacht rannte Han Seom Kwak mit dem Kind auf dem Arm noch weiter. Inzwischen hatten sie Waldgebiet erreicht. Han Seom Kwak und die Hofdame waren einer Erschöpfung nahe. Dennoch folgte die Hofdame ihm weiter und rief keuchend, „verschone uns! Verschone Seine Hoheit! Ich werde alles, um was du mich bittest, nur gib mir Seine Hoheit zurück!“

Han Seom Kwak wandte sich zu ihr um und blieb schließlich stehen, „senke deine Stimme!“

Die Hofdame trat eschöpft auf ihn zu, dennoch war ihre Stimme so energisch wie sie selbst, als sie rief. „es ist nur ein erbärmlicher Kind! Er verlor Eltern und Brüder und wurde von der königlichen Familie verlaßen!“

Diesmal wurde allerdings auch Han Seom Kwak Stimme lauter, als er sie anfuhr, „ich sagte, senke deine Stimme!“

Die Hofdame nickte hastig und sagte leiser, „gut!“

Han Seom Kwak sah sie einen Moment an, dann reichte er ihr das Kind. Die Hofdame nahm es in die Arme und sagte immer wieder erleichtert, „Seine Hoheit!“ Han Seom Kwak öffnete hastig sein Hemd und sah auf die eingezeichnete Karte. Er griff er hastig nach der Hofdame, welche zurückwich, „was willst du tun?“

Han Seom Kwak nahm sich einen Moment Zeit und erklarte rasch, „ein Mörder von Hanyang ist gekommen, um Seiner Hoheit zu Schaden! Wir haben keine Zeit zu verschwenden, laß uns gehen!“

Die Hofdame sah das Kind erschrocken an. Han Seom Kwak wolte nach ihr greifen, als die Hofdame auch schon wieder zurückwich und lauter rief, „wie kann ich wißen, ob ich dir vertrauen kann?“

Han Seom Kwak ebenso am Rand der Erschöpfung, wurde nun ebenso wütend, „genug mit diesem Eigensinn! Du kannst mir immer noch nicht glauben?“

Die Hofdame sagte wütend, „genau!“

Han Seom Kwak nickte bedrückt, „ich werde dich nicht bitten!“

Die Hofdame rief, „laß ihn gehen! Ich werde sagen, ich sah nichts!“

Han Seom Kwak wandte sich ernst an sie, „erkennst du nicht, daß der königliche Nachfolger durch eine Verschwörung von den Kanzler, hierher ins Exil verbannt wurde?“

Die Hofdame nickte, „ich weiß!“

Han Seom Kwak sagte leiser, „es ist sein Schwiegersohn über den wir hier sprechen! Laß uns gehen!“ Er eilte ohne das Kind weiter. Die Hofdame zögerte kurz, wie sie sich entscheiden sollte, doch dann folgte sie ihm schnell.


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15. Mai 2014, 11:51

 Re: Meine erste Geschichte
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Auch Song Taeha und Un Nyun waren inzwischen in der Schlucht. Auch Song Taeha sah den Schuh und hob ihn auf, Un Nyun sah ihn fragend an, „wem gehört dies?“

Song Taeha blieb wie meist ruhig, als er auch jetzt ruhig antwortete, „scheint, als gehört er der Hofdame die Seiner Hoheit dient! Sie lief wahrscheinlich zusammen mit meinem Untergebenen weg!“

Er wollte weitergehen, doch Un Nyun hielt seinen Arm fest, „egal, wie dringend die Lage ist, erlaube mir, dich zunächst zu behandeln!“

Song Taeha sah sie ernst an, „es ist nicht nötig, hast...“

Un Nyun unterbrach ihn, „was, wenn die Wunde sich verschlechtert?“

Song Taeha gab nach, nachdem Un Nyun seine Wunde gereinigt hatte, verband sie dies, während sie belanglos fragte, „wer ist diese Hofdame und auf wem beziehst du dich mit königlich?“

Song Taeha schwieg kurz, „die Person, für die ich hierher kam, um sie zu treffen, ist der Sohn des verstorbenen Kronprinzen!“

Un Nyun hielt inne und sah ihn überrascht an, „dann ist er der Enkel Seiner Majestät?“

Song Taeha nickte, „das ist richtig!“

Un Nyun hatte seinen Arm völlig vergeßen, „warum ist der Enkel des Königs weggelaufen?“

Song Taeha senkte den Kopf, „viele Menschen beklagen die Tatsache, daß er überlebte! Also schickten sie einen Mörder auf seine Fersen!“

Un Nyun erinnerte sich wieder an seinen Arm und verband ihn weiter, „wenn du es schaffst, ihn zu retten, wird er dann den Thron besteigen?“

Song Taeha sagte mit fester Stimme, „er muß!“

Beide sahen sich wieder schweigend an, Un Nun erinnerte sich bei seinen Worten zurück an Daegil. Daegil trug sie auf dem Rücken, „dann ändere ich dieses Land! es wird eine Welt geben, in der es keine Unterschiede zwischen Yangban und Nobi mehr gibt! So daß du und ich zusammen leben können! Für immer!“ Un Nyun kehrte in die Wirklichkeit zurück und fragte, „sollte ein neuer Herrscher den Thron besteigen, wird es helfen, die Welt verändern?“

Song Taeha erklärte, „er muß sie ändern!“

Un Nyun fragte, „wie soll die geschehen?“

Song Taeha wandte ein, „es kann unmöglich noch schlimmer kommen!“

Un Nyun hatte seinen Arm verbunden und lächelte kaum merklich, „es ist alles getan!“

Song Taeha sah sie verlegen dann, dann stand er auf, „laß uns gehen!“

Un Nyun stand auf und sah ihn an, „nein, laß mich allein! Ich möchte nicht bei dem behindern was du zu tun hast! Ich wünsche dir alles gute und hoffe, du wirst helfen, diese Welt zu verändern!“

Song Taeha schwieg kurz, dann sah er sie wieder an, „unsere moralische Grundsätze überschlagen sich vielleicht, aber ich werde dich nicht aus meinen Händen gehen laßen! Weil wir gemeinsam laufen müßen!“ Er streckte seine Hand nach ihr aus und Un Nyun griff nach ihr.

Seol-Hwa war bei den Pferden und gähnte laut, als sie sich selbst fragte, „hat er mich wieder verlaßen?“ Sie griff nach den Pferden, ein Hand legte sich von hinten auf ihren Mund und zog sie mit sich.

Daegil hielt sein Schwert Keunnom Kehle, welche eine wunde hinterließ, „von dem, was ich höre, ist dein Ruf hier, der eines bemerkenswertesten Yangban, dein Name geht dir voraus! Laß uns sehen, wie bemerkenswert dein Ruf dieser Spezie ist, wenn er auf die Probe gestellt wird, sobald du einmal wie ein kahl geschorenes Schafe auf der Straße herumläufst!“

Baek Hos beide überlebende Männer kamen gerade mit Seol-Hwa, als er Keunnom hochzog. Seol-Hwa hatte ebenfalls ein Schwert an der Kehle und einer der Männer rief, „du Bube!“

Seol-Hwa schrie verzweifelt, „Orabeoni!“

Einer der Männer rief wütend, „wie kannst du es wagen seinen Namen zu besudeln?“

Daegil lachte spöttisch. Er strich Keunnom Hemd glatt und legte seinen arm auf dessen Schulter, „mit ein wenig Geld auf der Seite, kann in diesen Tag jeder alles haben! Scheint, als trifft dies in deinem Fall zu!“

Einer der Männer rief, „wirf die Klinge weg und knien dich nieder!“

Seol-Hwa rief panisch, „Orabeoni!“

Daegil sah sie an, „was hast du mit den Pferden gemacht?“

Seol-Hwa rief, „ist das jetzt ein Problem? Sie nahmen mich plötzlich weg!“

Daegil sah sie weiter an, „also müßen wir einholen, was wir verloren haben!“

Daegil rammte Keunnom den Schwertknauf in den Bauch und er fiel zu Boden. Seol-Hwa rief erschrocken, „Orabeoni!“ Daegil ging langsam auf die beiden Männer zu, Seol-Hwa bekam wohl zum ersten Mal Panik und keuchte voller Angst, „Orabeoni!“

Der Mann hielt sein Schwert fester an ihren Hals, „bleib stehen!“

Daegil ging ruhig weiter auf sie zu. Seol-Hwa rief panisch, „was, wenn sie mich umbringen?“ Als Daegil ruhig weiter ging, fing sie laut an zu schreien, „nicht! Sie werden mich töten!“ Daegil hat den ersten Mann getötet, kaum das er angriff. Der andere Mann ließ Seol-Hwa los und stürzte sich auf ihn. Daegil entwaffnete ihn und klemmt seinen Kopf zwischen seinen Arm. Keunnom war aufgestanden, mit einem Ruck brach Daegil dem Mann das Genick und steckte dann langsam und sichtbar für ihn, daß Schwert weg. Seol-Hwa eilte zu ihm und umarmte ihn von hinten, „Orabeoni!“

Daegil stieß sie wortlos weg, während er Keunnom kalt ansah, welcher nun auf ihn zutrat, „würdest du gerne wißen, warum ich das getan habe?“

Daegil sah ihn immer noch kalt an, „nein, ich brauche deine falschen Ausreden nicht!“ Er zog wieder sein Schwert, „nur dies sind die Folgen der Angelegenheit!“

Keunnom nickte ruhig, „und dies ist, was dich zu mir brachte! Dein falsches Verhalten führte zu deinem jetzigen Leben!“

Keunnom dachte wieder zurück. Daegil und Un Nyun knieten im Hof , Keunnom stand zittern neben ihnen und sah zu, während Daegils Vater wütend rief, „Bube! Laß ihre Hände los!“

Daegil rief zitternd, „Vater! Ich halte ihre Hand, um sie zu heiraten!“

Un Nyun hatte ihn verzweifelt angesehen, „junger Meister!“

Keunnom hatte sich hastig vor ihm niedergekniet und weinend gefleht, „Herr, ich flehe dich an uns zu verschonen! Das Mädel ist verrückt geworden!“

Un Nyun wollte sich befreien, doch Daegil hielt sie fest, Keunnom wandte sich flehend an ihn, „verschone uns, junger Meister!“

Daegil hatte seinen Vater fest angesehen, „Vater, ohne sie hat mein Leben keinen Sinn!“

Sein Vater hatte wütend geschrien, „wie kannst du dich von solch einer verschlagenen Schlampe verführen laßen? Du bist ihr Besitzer und verlierst deinen Verstand wegen ihr! Schlagt diese verräterische Hure zu einem Brei, sperrt sie in unserem Keller und gebt ihr nicht einen Schluck Wasser unter diesem Dach!“ Un Nyun war im Keller an einem Pfahl gefesselt, an ihrer Stirn klaffte eine Wunde und Blut floß über ihr Gesicht. Sie verlor das Bewußtsein.

Keunnom kehrte zurück in die Realität, als er heiser sagte, „die Krallen des Todes lagen auf ihr! Was hast du getan, um ihn aufzuhalten? Du hast dich in dein Zimmer eingesperrt und verlogene Tränen geweint! Hätte ich genau wie du weinen sollen?“

Wieder erinnerte Keunnom sich zurück. Wie er weinend vor der Tür kniete und flehte, „verschone Eonnyeon Leben!“

Sein Vater hatte die Tür aufgerißen und geschimpft, „wie wagt ein Sklave es gegen das Hausrecht zu verstoßen? Verschwinde sofort!“

Keunnom hatte seinen Mut zusammen genommen, „ich werde nie wieder bitten, die ist meine erste und letzte Bitte, Herr! Wenn auch nur um meinetwillen, ich bitte dich, laß sie überleben! Die ganze Zeit, habe nie die Tatsache erwähnt, daß ich dein eigenes Fleisch und Blut bin!“

Sein Vater hatte ihn wütend zu Boden geworfen, „du schamlose Abschaum!“

Daegil sah ihn ungläubig und entsetzt an, als Keunnom in die Wirklichkeit zurück kehrte und fortfuhr, „meine Mutter wurde von deinem Vater schwanger und gebar mich! Sie ging mit einen anderen Sklaven ein eheliche Bindung ein und gebar Eonnyeon! Von daher bist du mein Halbbruder, während Eonnyeon meine Halbschwester ist! Dies überschreitet kaum mehr die Clan Abstammung! So ist nicht der Yangban, den du zur Schau stellst, es ist nichts anderes als eine amüsante Farce!“

Keunnom erinnerte sich wieder zurück. Sein Vater hatte auf ihn herabgesehen und schrie, „halt deine abscheulichen Freße, du Bube!“

Keunnom hatte ihn weinend angesehen, „wir teilen das gleiche Blut, auch wenn du mich nicht als Verwandten anerkennst!“ Sein Vater schrie, „wünschst du dir dasselbe Schicksal wie sie?“

Keunnom kehrte in die Wirklichkeit zurück, seine Stimme war heiser, „an diesem Tag, erschlug ich nicht nur den Mann erschlug, der nicht nur dein Vater war, sondern auch meinen eigenen!“

Daegil unterdrückte seine Gefühle und schrie, „sei still!“ Seol-Hwa hatte sich, obwohl inzwischen gewohnt, selbst die Hand vor den Mund gelegt. Keunnom nickte lächelnd, „dies ist, wo alles endet! Ich habe nichts zu gewinnen oder zu verlieren!“

Daegil zischte „du betrügerisches Ungeziefer!“

Er rannte auf Keunnom los und hielt ihm wieder das Schwert an den Hals, doch er war unfähig ihn zu töten. Keunnom fragte ruhig, „liebst du Eonnyeon immer noch?“ Seol-Hwa sah betrübt zu Boden. Daegil sah ihn mit großen Augen an. Keunnom sagte leise, „dann ist es Zeit, Sie zu vergeßen! Sie hat bereits jemand anderen als Ehemann! Sie ging mit dem ehemalige General Song Taeha ein eheliche Beziehungen ein!“

Daegils Hand mit dem Schwert fiel kraftlos nach unten, während Tränen über sein Gesicht rannen. Diesmal erinnerte er sich zurück. Er sah wie er den Dolch geworfen hatte und die Frau hinten auf Song Taeha Pferd getroffen hatte, welche kraftlos zusammensackte.

Dann kehrte er wieder in die Wirklichkeit zurück und flüsterte leise, „Song Taeha...“ Er schwieg, dann fragte er schließlich, „hast du gerade Song Taeha gesagt?“

Keunnom gestand, „sie wollte nie mit mir weglaufen, selbst als es ihren Tod gebrachte hätte! Sie wollte sterben! Ich zwang sie dazu! Ihr einziges Verbrechen war dich auf den ersten Blick zu lieben!“

Daegil nahm seine Umgebung kaum mehr wahr, als er wieder flüsterte, „sie schloß mit Song Taeha ein eheliche Beziehungen?“

Keunnom gestand „ich trägt die Schuld dafür! Also hör auf sie zu verfolgen! Dies ist, was Liebe bedeutet!“ Daegil schwieg, Keunnom sagte mit fester Stimme, „zum letzten Mal, werde ich auf dich zählen!“ Er griff nach Daegil Hand mit dem Schwert und stieß es sich in den Bauch. Daegil sah ihn benommen an. Keunnom lächelte, als er langsam zu Boden sank und mit letzter Kraft sagte, „mein... Bru... Bruder!“

Daegil lachte leise, dann überflog Trauer sein Gesicht, als er flüsterte, „die perfekte Wahl! Entlaufenen Sklaven, und alles! Ein wirkliches Paar, in der Tat! Du Narr! Aber wie konnte es Song Taeha sein? Von all den Männern, die sie wählen konnte... Warum? Warum mußte es ein entlaufener Sklave sein? Du Narr! Ich frage dich etwas, du Narr!“ Seol-Hwa sah ihn betroffen an. Daegil fiel vor den toten Keunnom, packte ihn und schrie laut, während Tränen über sein Gesicht rannen, „du Narr! Warum lügst du mich an? Öffnen die Augen und spreche mit mir!“ Er hielt ihn mit Tränen überströmten Gesicht fest, „wer... Wer hat dir erlaubt, dir dein Leben zu nehmen? Öffne deine Augen noch einmal! Öffnen Sie jetzt! Du Narr! Du Narr... du Narr...“

Er ließ Keunnom schließlich zu Boden fallen und starrte ihn blicklos an. Seol-Hwa liefen ebenfalls die Tränen über das Gesicht und ihr Herz tat weh, Daegil so zu sehen. Sie hielt es schließlich nicht mehr länger aus und kniete neben ihm nieder, während sie wortlosseine blutige Hand in ihre nahm und sie festhielt.

Doch dies sollte bei Daegil nicht lange anhalten, bald wollte er sich mehr als je zuvor an Un Nyun rächen. Doch er sollte auch erkennen, warum Un Nyun mit Song Taeha gegangen war. Sie waren beide gleich gute Kämpfer und im Grunde hatten sie das gleiche Ziel. Und wenn er es auch nie wirklich zugab, sollte die Zeit kommen, an dem er ihnen auf seine Art seinen Segen gab. Dadurch sollte er sein Versprechen von einst, die Welt zu verändern, wahr werden laßen.

Inzwischen griff auch Song Taeha nach Un Nyun Hand und half ihr den steilen Hang hinauf.

Während Seol-Hwa ihre andere Hand auf Daegils Schulter legte und immer noch weint. Daegil dagegen hatte die Welt um sich herum vergeßen, seine Augen waren blicklos geworden und starrten ins Leere.

Ji Ho Cheon schlich sich zu dem Haus zurück und flüsterte, „Mandeuk ...“ Er fand Mandeuk und bemerkte, daß dieser tot war, „dieser mutterlose...“

Der Hauptmann kam als erster langsamer wieder zu sich und stöhnte. Ji Ho Cheon schwieg und sah sich schnell um. Dann nahm er Mandeuk und versteckte sich mit diesem hinter einer Ecke. Der Hauptmann setzte sich langsam auf und stöhnte wieder, „was in aller Welt war das?“ Er versuchte soviel Männer wie nur möglich wieder zu Bewußtsein zu bringen, „seit ihr unverletzt?“

Die Männer welche zu Bewußtsein gekommen waren keuchten noch immer benommen, „ja!“

Der Hauptmann befahl wütend, „alle, die noch am Leben sind, steht auf! Die königliche Nachfolger ist verschwunden, wenn wir ihn also nicht finden, sind wir alle tot!“

Er wandte sich an zwei der Soldaten, „ihr bleibt hier auf Streife, während der Rest mir folgt! Laßt uns gehen!“

Ji Ho Cheon, welcher den toten Mandeuk festhielt, hatte überrascht zugehört und dachte nun hastig nach. Zwei Soldaten waren zurück geblieben, während die anderen gingen. Einer der Soldaten zeigte auf die Stelle, wo Mandeuks Leiche gelegen hatte, „hier sind Blutflecken, aber keine Leiche!“

Ji Ho Cheon bewegte den toten Mandeuk ein wenig. Einer der Soldaten zeigte in die Richtung hinter der Ecke, „da! Laß uns einen Blick dorthin werfen!“

Sobald sie um die Ecke kamen, trat Ji Ho Cheon wieder bewußtlos. Er trug nun Mandeuk auf seinen Rücken und flüsterte, „laß uns gehen!“

Han Seom Kwak und die Hofdame erreichten wieder felsiges Gebiet, noch befanden sie sich unten, doch von den Seiten erhoben sich steile Hänge. Han Seom Kwak wandte sich um, „gib ihn mir!“ Die Zofe gab ihm diesmal das Kind ohne zu zögern. Han Seom Kwak näherte sich einer Höhle, „sei vorsichtig!“ In der Höhle nahm ihm die Zofe das Kind wieder ab und setzte sich erschöpfte auf einen niedrigen Fels, mit dem Kind auf dem Schoß. Han Seom Kwak kniete sich nieder und verneigte sich tief, dann sah er zu dem Kind, „Eure Hoheit, vergib mir meine ungnädiges Verhalten!“

Das Kind sagte leise lachend, „ja!“

Han Seom Kwak verneigte sich wieder vor ihm. Die Hofdame sah ihn mit schlechten Gewißen an, als sie gestand, „und ich dachte immer, du benimmst dich wie ein Tier!“

Han Seom Kwak war erleichtert, daß das Kind ihm vergeben hatte und nickte leicht lächelnd, „es konnte nicht anders sein! Vergib mir für alles!“

Die Hofdame sah ihn nachdenklich an, „es ist sicher schwer Menschen wie dich zu finden!“

Han Seom Kwak sah sie überrascht an und seufzte, „wie mich? Klingt nicht schlecht, wenn du es sagst?“

Er lachte verlegen. Die Hofdame fragte, „kam wirklich ein Mörder hierher? Ist die Situation so ernst?“

Auch Han Seom Kwak war ernst geworden, „es sind die gleichen Leute, welche weder Heiler noch Heilkräuter schickten bis die beiden verstorbenen königlichen Nachfolger umkamen! Aber er schaffte es zu überleben, also wäre er nicht ein Dorn in ihren Augen? Und so war ich hier, um mich für einen Tag wie diesen vorzubereiten!“

Die Hofdame fragte, „warum sollte jemand hier ihn schützen, welche solche Verachtung für ihn zeigte?“

Han Seom Kwak nickte, „es war ein Befehl!“

Er erinnerte sich wieder zurück. Sie saßen in der Zelle, als Song Taeha mit heisere Stimme sagte, „Han Seom Kwa!“

Dieser sah ihn an, „ja, General!“

Song Taeha sah ihn einen Moment lang schweigend an, dann befahl er, „du wirst uns alle verlaßen müßen!“

Han Seom Kwak sah ihn verwirrt an, „was redest du da?“

Song Taeha sah ihn ernst an, „beschuldige mich und verrate alle deine Kameraden! Wenn du dies tust, solltest du sicher entkommen!“

Han Seom Kwak sah ihn an, „wie kannst du mich bitten, dies zu tun? Laßt uns alle mit Ehre sterben!“

Song Taeha widersprach, „laßt uns leben! Dies ist ein Weg, in dem wir alle einig sind! Also sollten wir nicht ohne Lösung sterben!“

Han Seom Kwak begann zu zittern, „ich kann dies nie tun! Schicke Gwangjae oder einen der anderen!“

Song Taeha wandte ein, „Han Seom Kwak, dies ist ein Befehl!“

Han Seom Kwak zitterte noch mehr, „General!“

Er kehrte in die Wirklichkeit zurück und erzählte, „ich verriet Vorgesetzte und Kameraden gleichermaßen, um zu überleben, damit es kein vulgärer Trübsinn von Natur aus wird!“

Die Hofdame sah ihn bedauernd an, „es muß dich verfolgt haben, deine wahre Gefühle zu verstecken und in Tarnung leben!“

Han Seom Kwak überlegte kurz, „lügen ließ mich leiden, als es das erste Mal war! Es ist nicht so, daß mein Clan wirklich Land überall auf der Halbinsel besitzt, wie ich es dir sagte!“

Die Hofdame lachte leicht verbittert, „glaubst du, ich wußte dies nicht?“

Han Seom Kwak gestand weiter, „meine Scheune bis zum Rand gefüllt mit Kälbern war ebenso eine Lüge!“

Er lachte. Zum ersten Mal lachte auch die Hofdame, „und du dachtest, ich glaubte es?“

Han Seom Kwak schwieg kurz, „als ich sagte, ich werde dich in Luxus baden, meinte ich es so!“

Die Hofdame sah ihn überrascht einige Zeit an, dann schüttelte sie verlegen den Kopf, „sage es nicht! Wie könnte eine Hofdame Augen für andere Männer als ihren Herrscher haben?“

Han Seom Kwak sagte mit fester Stimme, „unsere Welt wird sich ändern!“

Er nickte ihr entschloßen zu. Hwang Chul Woong folgten ihnen mit festen Schritten. Han Seom Kwak ging inzwischen neben der Hofdame durch eine freie Ebene, er trug das Kind auf dem Rücken, „hör zu, wie ist dein Name?“

Die Hofdame fragte, „warum fragst du mich danach?“

Han Seom Kwak lachte leise, „dann, wo kommst her?“

Die Hofdame sah ihn ernst an, „vergiß es und geh!“

Han Seom Kwak flüsterte, „dein Temperament!“

Sie gingen langsam schweigend weiter. Hwang Chul Woong kam inzwischen von der anderen Seite immer näher. Er blieb auf einer kleinen Anhöhe stehen und sah sich um.

Han Seom Kwak wandte sich wieder an die Hofdame, „nachdem wir diesen Ort entflohen sind, laß uns ein ehelichen Bindungen eingehen und ausgelassen unsere Nächte erfreuen!“

Die Hofdame sah ihn entrüstet an an, „hör dir das an!“

Han Seom Kwak lachte leise, „ich kann dir doch nicht ein Leben in Luxus versprechen, aber ein anständiges Leben, darauf kannst du dich verlassen!“

Die Hofdame sah ihn einen Moment schweigend an, da sie nicht wußte, was sie sagen sollte. Dann erwiderte, „nimm etwas an Gewicht ab, wirst du? Welche Frau könnte sich möglicherweise in einen solch dumpfen Schein verlieben?“

Han Seom Kwak widersprach, „es könnte anders aussehen, aber ich dies sind alles Muskeln! Fühle selbst! Wie ist das?“

Er blieb stehen und zog ihre Hand an seine Brust. Die Hofdame riß entsetzt ihre Hand von ihm weg und lief rot an, „wie unverschämt! Seine Hoheit sieht uns zu!“

Han Seom Kwak flüsterte, „hä, er schläft nicht?"

Die Hofdame lief wieder rot an, als sie das Kind ansah, „seine Augen sind weit öffnen!“

Han Seom Kwak versuchte auf seinen Rücken zu sehen, „Eure Hoheit, hast du heute nicht deinen täglichen Schlaf?“ Er lachte leise, dann wandte er sich wieder an die Hofdame, „also, wie ist dein Name?“

Die Hofdame, welche ebenfalls bei seinen Worten leicht gelächelt hatte sah ihn wieder ernst an. Hwang Chul Woong hatte sein Schwert gezogen und rannte nun. Er schlug im vorbei rennen einen Ast ab und spitze ihm im Rennen mit den Schwert zu. Die Hofdame ging nun verlegen weiter und erklärte, „warum nennst du mich nicht Han Seom?“

Han Seom Kwak wandte ein, „so, daß ich reich genug wäre, um einen Sack Reis pro Mahlzeit zu essen? Verrätst Sie mir deinen Namen, oder nicht? Ich hatte es noch nie schwer einen Namen zu erfahren!“
Anm.: Han = Sack, Seom = Reis

Han Seom Kwak ging langsam weiter, während die Hofdame plötzlich ernst stehen blieb und ihn ansah. Han Seom Kwak wandte sich verwundert um, als die Hofdame erwiderte, „mein Name ist...“

Sie sah verlegen zu Boden, schließlich sah sie ihn lächelnd an. Hwang Chul Woong hatte sie erreicht. Er blieb in einiger Entfernung stehen und warf den zugespitzten Ast, welcher die Hofdame in den Rücken traf. Diese schrie eher erschrocken auf. Han Seom Kwak griff überrascht von ihr zu Hwang Chul Woong, welchen er erst jetzt bemerkte. Er griff nach der Hofdame und rief, „sieh mich an!“ Die Hofdame sank langsam zu Boden, während Han Seom Kwak sie festhielt und schrie, „nicht... Nicht! Nein... Tue das nicht! Nein! Nein... Nicht...“

Hwang Chul Woong rannte nun auf sie zu, während die Hofdame keuchte, „Seine Hoheit... Achte auf ihn... Seine Hoheit...“

Han Seom Kwak unterdrückte seine Tränen und sah sie verzweifelt an, „du wirst überleben! Wir sind den ganzen Weg bis hierher gekommen! Du wirst überleben! Sprich zu mir!“

Die Hofdame rang nach Atem und nahm ihre ganze Kraft zusammen, als sie ihn ansah, „,m... mein... Name...Jang... Pilsoon...“

Han Seom Kwak flüsterte heiser, „ich sagte, du wirst überleben!“

Die Hofdame keuchte weiter, „ich bin... von... Pimat-Gol... aus Hanyang...“

Han Seom Kwak schrie laut. Die Hofdame hob zitternd ihre Hand und strich über sein Gesicht. Ihr Kopf sank langsam auf Han Seom Kwak Schoß, der zugespitzte Ast steckte ihn ihrem Rücken. Han Seom Kwak schrie nun laut auf, „nein! Ich sagte, ich würde dich in Luxus baden! Nicht! Hör mir zu!“

Er zitterte am ganzen Leib und schrie die ganze Zeit, während er zärtlich ihr Gesicht auf den Boden legte. Er sah Hwang Chul Woong näher kommen. Er wußte, daß er ihn nicht besiegen konnte. Er dachte an die Worte der Hofdame und stand auf, während er laut schreiend losrannte. Hwang Chul Woong folgte ihm. Er rannte an der toten Hofdame vorbei, ohne einen Blick auf sie zu werfen.
Anm.: Daß die Hofdame zögerte ihren Namen zu sagen, kommt daran, daß nur die engsten verwandten oder ein Ehepartner den wahren Namen einer Frau kennen. Jeden anderen Mann würde eine Frau nur den Namen ihres Vaters oder Mannes nennen. In diesem Fall, kam dies einem Eheversprechen gleich.

Song Taeha kniete sich bei einigen Steinen nieder, „sie sind weiterhin nach Norden! Sie könnten zu diesem Ort weiter gehen!"

Un Nyun blieb leicht außer Atem stehen, „welcher Ort?“

Song Taeha stand auf und sah sie an, „ich sah ein Tal, am Meer, während meiner Zeit in den Seestreitkräften!“

Diesmal reagiert Un Nyun schneller und zog Song Taeha in das hohe Gras, als sie die Soldaten von der Nacht kommen sah. Un Nyun und Song Taeha sahen sich schweigend an, als die Soldaten an ihnen vorbei rannten.

Ji Ho Cheon saß an der Felsküste und legte Steine auf Mandeuks Leiche, während etwas weiter entfernt ein kleines Feuer brannte. Als nur noch Mandeuks Kopf frei war, hielt er inne und sah sich um. Dann meinte er fröhlich, „werfe einen Blick darauf! Du bist unter den Tälern und dem offenen Meer! Schöne Berge erheben sich hinter dir und Wasser ist vor dir um dich! Nur jemand wie ich konnte solch einen perfekter Ort wie diesen für dich finden! Hätte Daegil das gleiche für dich getan?“ Er lachte, dann schob er ihm zwei Münzen zwischen die Lippen, „ich gebe dir nur eine mehr, weil du es bist! Auf dem Weg in die Unterwelt, scheue keine Kosten und genieße es! Mandeuk, mach dir keine Sorgen! Habe ich einmal Hanyang erreicht, werde ich die Jungs sammeln und wir werden dich gemeinsam rächen! Zahle keine Schulden der Dankbarkeit zurück! Da Beleidigungen rächen immer das ist, wofür Ji Ho Cheon berühmt ist! Verstanden? Ich bin Ji Ho Cheon!“ Schließlich schwieg er, während auch ihm Tränen über die Wangen liefen.

Ein Mann überbrachte dem Kanzler außerhalb eine Nachricht. Ein anderer Mann stellte ihm einen kleinen Tisch mit Essen auf dem Boden. Der halb verhungerte Mann stürzte sich wie zuvor schon Ji Ho Cheons Mann auf das Essen und starb kurz darauf ebenfalls. Der Kanzler befand sich auf den Rückweg, als er zu sich selbst sagte, „er ist jetzt in Jeju, also ist jetzt der königliche Nachfolger an der Reihe!“

Han Seom Kwak hatte das Kind von seinem Rücken genommen und hielt es in den Armen. Er rannte inzwischen durch eine felsige Wasserschlucht. Hwang Chul Woong folgte ihm ihm dicht mit dem Schwert in der Hand. Han Seom Kwak war bereits außer Atem. Er wandte sich gerade rechtzeitig um, um einem Schlag von Hwang Chul Woong auszuweichen. Er blieb keuchen stehen und sah ihn an. Hwang Chul Woong war ebenfalls stehen geblieben, was selten vorkam, spielte sich ein kaum merkliches Lächeln auf seinen Lippen, „wie erging es dir?“

Han Seom Kwak holte keuchend Luft, „lange nicht gesehen!“

Hwang Chul Woong sah ihn ausdruckslos an, als hätte es das Lächeln nie gegeben, „diese alte Gewohnheit deiner Zunge stirbt nie!“

Han Seom Kwak sah sich hastig nach einen Ausweg um, „was führt dich hierher?“

Hwang Chul Woong erklärte, „überlaße die Sorge des königlichen Nachfolger mir und akzeptiere deine Niederlage!“

Han Seom Kwak dachte nicht ans aufgeben, er zog langsam sein Schwert heraus, „die alte Gewohnheit deiner Zunge stirbt auch niemals!“

Er holte tief Atem, was noch seltener geschah, diesmal lächelte Hwang Chul Woong wirklich, „keinen Respekt vor dem Vorgesetzten!“

Dann griff er an. Während Hwang Chul Woong mit aller Kraft kämpfen konnte, hatte Han Seom Kwak jedoch den Nachteil, daß er nur mit einer Hand kämpfen konnte und durch das Kind auf seinem Arm eingeschränkt wurde. Er setzte das Kind zwischen durch hinter sich ab, blieb aber immer wieder schützend vor ihm stehen. Sobald er die Gelegenheit hatte, hob er schnell das Kind auf und wich ein Stück zurück bis er es wieder absetzt.

Song Taeha rann die Zeit davon. Er rannte mit Un Nyun einen steilen Hang hinab. Un Nyun blieb schließlich erschöpft stehen. Song Taeha wandte sich zu ihr um. Er zögerte kurz, während er Un Nyun ansah. Dann rannte er schnell allein weiter. Un Nyun stand auf der Anhöhe und sah ihm atemlos nach.

Han Seom Kwak konnte gerade noch einen Schlag blockieren, bevor Hwang Chul Woong das Kind traf. Ihm wurde klar, daß er nicht mehr lange standhalten konnte. Er nahm schnell das Kind wieder au dem Arm und rannte los. Hwang Chul Woong eilte schnell vor ihm und versperrt ihm den Weg. Han Seom Kwak wandte sich in die andere Richtung, als Hwang Chul Woong auf seinen Fuß zielte. Han Seom Kwak konnte nicht mehr auf dem Fuß stehen und fiel zu Boden. Er sah zu dem Kind in seinem Arm und dann zu Hwang Chul Woong. Mit aller Kraft stützte er sich mit Hilfe es Schwerts hoch und rannte weiter.

Song Taeha rannte weiter die Anhöhe entlang, so schnell er konnte. Er erreichte die Klippen am Meer. Unten kämpfte inzwischen Han Seom Kwak mit dem Kind auf dem Arm weiter gegen Hwang Chul Woong, während langsam die Flut immer näher rückte. Han Seom Kwak Kräfte gingen langsam zu Ende. Hwang Chul Woong wollte mit einem Stich nach vorne das Kind töten. Han Seom Kwak warf sein Schwert schnell weg und blockierte die Klinge mit seiner freien Hand. Er bemerkte, wie seine Kraft nachließ und lenkte das Schwert gegen seine Brust. Hwang Chul Woong zog sein Schwert zurück und setzte zum letzten tödlich Schlag an, als Song Taeha gerade um die Klippe gerannt kam und schrie, „halt!“

Song Taeha sprang die Anhöhe hinab, hob das Schwert auf dem Boden schnell auf und blockierte Hwang Chul Woong tödlichen Schlag, während er sich zwischen ihn und Han Seom Kwak mit dem Kind stellte und Hwang Chul Woong zurückwich. Han Seom Kwak kniete mit dem Kind im Arm auf dem Boden, mit der anderen Hand hielt er sich die Wunde an seiner Brust und sah ihn überrascht an, „General!“

Song Taeha ließ Hwang Chul Woong nicht auf aus den Augen, als er fragte, „bist du unverletzt?“

Han Seom Kwak sah ihn erleichtert an, „sieht es danach aus?“

Durch seine Hand, welche er an seine Brust hielt sickerte Blut. Hwang Chul Woong sah Song Taeha an,, „ich bin froh, dich zu sehen! Du ersparst mir die Mühe zu kommen, um dich töten!“

Song Taeha sah ihn eindringlich an, „es ist Zeit, damit aufzuhören! Sind wir nicht Kameraden, die zusammen auf dem Schlachtfeld Blut vergoßen?“

Hwang Chul Woong nahm den Hut ab, welcher fast sein ganzes Gesicht verborgen hatte. Sein Gesicht wurde hart und kalt, „Kameraden? Hast du jemals als deinen Freund an mich gedacht? Hast du nicht immer auf mich herab gesehen und gabst mir nur Befehle?“

Hwang Chul Woong warf den Hut auf den Boden. Die Flut kam näher und erreichte nun fast ihre Füße. Song Taeha sah ihn nun wütend an, „mache weiter und ich werde dir dein Leben nehmen!“

Wieder erschien, was selten war, ein leichtes Lächeln auf Hwang Chul Woong Lippen, „denkst du, weil du mich einmal gerettet hast, machte mein Leben dies zu deinem?“

Song Taeha sah ihn wütend an, ohne Hwang Chul Woong aus den Augen zu laßen, befahl er Han Seom Kwak, „geh voraus!“ Han Seom Kwak sah ihn einen Moment schweigend an, dann hob er das Kind in seine Arme und ging.

Un Nyun ging langsamer die Richtung entlang, in die Song Taeha gegangen war. Ihr Blick fiel auf sein Schwert, daß an einem Fels lehnte. Sie ging zu der Stelle, kniete sich nieder und nahm das Schwert in die Hand. Sie erinnerte sich wieder zurück. Sie saß bei Song Taeha am Feuer und sagte leise, „ich dachte, du hättest mich verlaßen und dein Schwert zurück gelaßen!“

Song Taeha sah nachdenklich das Schwert an, „Männer laßen nie ihre Schwerter zurück! Wenn sie es vor der Abreise tun, ist es nur um jemand zu sagen, daß sie zurückkehren werden!“

Sie sah nachdenklich aus, als sie in die Gegenwart zurück kehrte und strich sanft über die Klinge.

Inzwischen hatte die Flut ihre Füße erreicht und Song Taeha und Hwang Chul Woong. Hwang Chul Woong war ein guter Kämpfer und Song Taeha mußte etlichen Schlägen ausweichen und blockieren, dennoch versuchte er eher Zeit für Han Seom Kwak herauszuschinden. Wirklich ebenbürtig im Kampf, war ihm nur Daegil, weder konnte Daegil Song Taeha besiegen, noch Song Taeha Daegil. Dies war mit ein Grund, weshalb aus Feinde, plötzlich Freunde wurden und er sollte dadurch verstehen sollte, daß Un Nyun in Song Taeha in Wahrheit den jungen Träumer, der er einmal war in Song Taeha wiedersah und in ihrem Herzen nur ihn liebte. Auch wollte Song Taeha vermeiden, Hwang Chul Woong nicht wirklich zu töten. Han Seom Kwak humpelte inzwischen mit dem Kind auf dem Arm das Meer entlang, während sich die Gruppe Soldaten langsam Song Taeha näherten.

Un Nyun saß auf dem Fels. Sie hielt Song Taehas Schwert fest und sah über das Meer. Zum ersten Mal bemerkte sie die Schönheit der Insel.

Daegil saß mit Seol-Hwa draußen in einem Lokal und trank einen Becher leer. Seol-Hwa hatte ausnahmsweise einmal keinen Hunger und starrte nur das Essen an. Daegil griff nach dem Krug Wein, als er seine blutige Knöchel bemerkte. Er goß den Wein über seinen Knöchel und wischte dann seine Hand an seinem Hemd ab. Dann goß er sich einen weiteren Becher Wein ein. Seol-Hwa ließ die Eßstäbchen lustlos auf den Tisch fallen und griff selbst nach dem Weinkrug. Daegil riß ihn ihr aus der Hand und trank aus dem Krug. Seol-Hwa sah ihn fragend an, „Orabeoni, bist du wütend, weil ich die Pferde verlor? Er sagte, sie hat geheiratet!“ Daegil hörte auf zu trinken. Seol-Hwa plapperte weiter, „sie hat sich jemand anderes als Ehemann, also finde ebenfalls eine gute Frau!“ Daegil knallte den Weinkrug auf den Tisch und sah Seol-Hwa, als hätte er sie nie zuvor gesehen. Seol-Hwa rief munter, „Wirtin, bringe uns mehr Wein!“ Daegil lachte plötzlich laut, dann wurde er wieder ernst und trank weiter aus dem Krug. Seol-Hwa sah ihn besorgt an.

Song Taeha und Hwang Chul Woong kämpften inzwischen nur noch im Wasser. Schließlich gab ihm Hwang Chul Woong eine Lücke und Song Taeha schnitt ihm mit einen Schlag von links nach recht den Bauch entlang mit dem Schwert. Hwang Chul Woong fiel zu Boden. Er stand noch einmal auf, doch Song Taeha schlug mühelos dessen Schwert zur Seite. Die Wunde machte einen Mann zwar kampfunfähig, aber tötet ihn nicht. Song Taeha hielt ihm das Schwert an die Kehle, „höre mit deiner Verfolgung auf!“

Hwang Chul Woong kniete im Wasser und stützte sich auf sein Schwert, „sprich nicht mit mir, als ob du mir Befehle geben würdest!“

Song Taeha erwiderte ruhig, „ich hoffe, du wirst aufhören!“

Er senkte das Schwert und rannte schnell weg, Hwang Chul Woong rief, „wo gehst du hin? Komme sofort zurück! Sollten wir nicht zusehen bis zu beenden? Laß uns bis zum Ende kämpfen!“ Er warf wütend sein Schwert nach ihm, Doch Song Taeha war bereits zwischen den Felsschluchten verschwunden. Hwang Chul Woong kniete immer noch immer Wasser und rief, „Song Taeha! Wohin läufst du noch? Laß uns dies zu Ende bringen!“

Er stand mühevoll auf und hielt sich die Hand an den Bauch, dann ging er zu seinem Schwert und hob es auf. Die Soldaten kamen angerannt. Der Hauptmann rief, „verhaftet ihn!“

Song Taeha eilte mit Han Seom Kwak und dem Kind zu einem Segelboot. Han Seom Kwak streckte seine Hand nach ihm aus, „komm an Bord!“

Song Taeha erwiderte hastig, „ich muß noch kurz irgendwo hin!“

Han Seom Kwak fragte überrascht, „wo soll das sein?“

Song Taeha wandte ein. „es wird nur einen Moment dauern!“

Sofort stieg Han Seom Kwak wieder aus dem Boot, er griff nach ihm und rief, „das kannst du nicht! Wie kannst du Seine Hoheit allein laßen?“

Song Taeha erwiderte entschloßen, „wenn ich nicht zurück komme, wenn die vereinbate Zeit um ist, dann geh voraus! Gehe drei Tage in Richtung Westen und du wirst Menschen treffen, die auf dich warten!“

Han Seom Kwak hielt ihn verzweifelt fest und rief, „General!“

Song Taeha befreite sich auf seinem Griff und hielt ihm an der Schulter, „Han Seom! Verzeih mir! Es gibt jemanden, den ich mit mir nehmen muß!“ Dann sah er zu dem Kind, daß für sein Alter ziemlich ruhig und ernst war und verneigte sich, „ich werde zurückkehren, Eure Hoheit!“ Er sah noch einmal das Kind an, dann wandte er sich schnell ab und eilte davon.

Hwang Chul Woong saß inzwischen im Wasser und rang keuchend nach Luft. Um ihn herum lagen die Leichen der Soldaten. Er stand auf ging ging taumelnd.

Song Taeha eilte den Felshang entlang, woher er gekommen war. Un Nyun saß ruhig mit seinem Schwert in der Hand da und sah über das Meer. Weitere Truppen von Soldaten waren auf den Weg.

Han Seom Kwak hatte seine Hand und die Wunden verbunden und trug wieder das Kind au den Rücken. Als ob das Kind ihn verstehen würde, sagte er, „Eure Hoheit, es ist Zeit! Wir werden bald gehen! Was hältst du davon?“

Das Kind zeigte auf die Klippe und sagte, „da, da, da!“

Han Seom Kwak sagte, „ich habe gelernt, daß sie, welche dich nicht retten konnte, die einzige Person ist, welche nie ihr Land retten kann, Eure Hoheit! Ich lief nur weg! Aber es scheint, als würde der General jemand anderes retten! Ist das nicht die Art von Mann, der ein Land ändern kann? Ist es nicht so, Eure Hoheit?“

Daegil ging wie benommen den Waldweg entlang. Seol-Hwa munter wie immer, rannte neben ihm her, „Orabeoni, wohin gehst du?“ Daegil ging wortlos weiter, er schien seine Umgebung nicht mehr wahr zu nehmen. Seol-Hwa rief, „kommen General Choi und Wangson nicht?“ Daegil ging mit halb geschloßenen, blicklosen Augen weiter.

Song Taeha traf bei Un Nyun ein. Er blieb stehen, als er sie dort sitzen sah. Un Nyun bemerkte ihn und stand langsam auf. Einige Augenblicke sahen sie sich schweigend an. Dann sah Un Nyun auf sein Schwert in ihrer Hand und ging langsam auf in zu, während Song Taeha auf sie zuging.

Daegil ging wie benommen weiter. Seol-Hwa sah ihn wieder besorgt an, während sie versuchte ihn aufzuheitern, „soll ich dir eine lustige Geschichte erzählen? Oder etwas singen? Tanzen, vielleicht?“ Daegil ging wortlos weiter und Seol-Hwa fing an herum zu tanzen und zu singen. Sie hörte auf, als Daegil einfach weiterging. Sie blieb stehen und rief, „lebe einfach mit mir, Orabeoni! Mit ein amüsanten Göre an deiner Seite, ist es viel besser als einer Schönheit nachzulaufen!“ Sie blieb stehen und sah ihn voller Schmerz nach, wie er langsam weiterging, ohne sich umzuwenden. Plötzlich blieb er stehen. Er sah auf einmal Un Nyun vor sich auf den Weg stehen. Sie wandte sich zu ihm um und sah ihn ernst an. Daegil starrte sie nur stumm an. Er ging einige Schritte weiter, als Un Nyun sich langsam umwandte.

Un Nyun trat inzwischen zu Song Taeha. Er sah sie einen Moment immer noch schweigend an, dann fragte er, „du hast auf mich gewartet?“

Un Nyun lächelte kaum merklich, „du hast dein Schwert zurück gelaßen!“ Song Taeha streckte seine Arme aus und zog sie fest an sich.

Daegil ging inzwischen weiter auf das Bild von Un Nyun vor ihm zu, welche mit jeden Schritt den er auf zu zuging, zurück ging.

Song Taeha schob Un Nyun inzwischen ein Stück zurück, dann neigte er sich vor und küßte sie. Doch auch wenn Un Nyun sich küßen ließ, erwiderte sie seinen Kuß dennoch nicht. In seinem Herzen, wußte Song Taeha, daß sie immer nur Daegil lieben würde. Doch auch wenn er es wußte, schwieg er.

Daegil ging weiter auf das Bild von Un Nyun zu. Diese lächelte ihn kurz traurig an, dann wandte sie um und ging langsam. Daegil liefen die Tränen über die Wangen. Er steckte langsam seine Hand nach ihr aus, während Un Nyun sich langsam vor seinen Augen immer weiter entfernt und mit jedem Schritt mehr auflöste. Er ließ seine Hand sinken, als vor ihm wieder nur noch der leere Waldweg war. Seol-Hwa kniete in einem Zimmer an einem Tisch gegenüber von Daegil, welcher sich wieder trank, „Kind, weißt du, wer die drei wichtigsten bösen Menschen in Joseon sind? Zuerst Jjakgwi in Mount Worak! Noch schlimmer ist der Metzger aus Sungnye Gate! Und derjenige, welche ihn noch übertrifft, ist kein anderes als Lee Daegil! In der Vergangenheit, dieser Metzger und ich... ah, du kennst ihn, dieser Scharlatanmonk oben in den Bergen!“

Seol-Hwa fragte, „dieser von der Einsiedelei?“

Daegil nuschelte bereits, „richtig, genau dieser! Nur dieser Scharlatan wollte mich so schlagen! Also, wie sollte ich reagieren? Ich blockierte alles was mir in den Weg kam und antwortete genau richtig! Aber dieser verdammte Metzger versuchte, mich auf den Boden zu werfen, dummer Narr! Also ging ich einen Schritt zurück und ...“ Er fiel vom Stuhl und murmelte, „und dies ist, wie ich ihn schlug! Lustig, hm!“ Seol-Hwa nickte traurig und Daegil sagte leise, „was gibt es sonst noch! Ah, Jjakgwi von Mount Worak! Mount Worak!“

Daegil versuchte aufzustehen, fiel aber wieder zu Boden. Seol-Hwa unterdrückte ihre Tränen, während sie dennoch mit fester Stimme sagte, „du hast es mir zuvor erzählt!“

Daegil blieb auf dem Boden liegen, „habe ich? Wann?“

Seol-Hwa sah ihn ernst an, „Orabeoni, vergiß sie einfach! Sie ist bereits verheiratet!“

Daegil nuschelte, „vergeßen was, du Dirne? Köstliche Schlampe!“

Diesmal konnte Seol-Hwa ihre Tränen nicht unterdrücken, „dann geh einfach und weine!“

Daegil nuschelte, „wer, ich? Wegen einem weggelaufenem Weibsbild, soll ich weinen!“ Er lachte laut, dann warf er mit einem Schlag den ganzen Tisch an die Wand und rief, „Lee Daegil?“

Daegil lachte wieder laut. Seol-Hwa sah ihn ruhig an, „denkst du, ich habe nie zuvor geweint? Aber Widerstand vorzugeben ist sinnlos! Je höher du versuchst zu klettern, desto steiler der Berg! Je weiter du watest, desto tiefer das Wasser! So ist das Leben!“ Daegil Kopf fiel auf den Boden und er schlief ein.

Es war Nacht, sie waren auf einem Schiff. Un Nyun kümmerte sich um das schlafende Kind. Han Seom Kwak stand da und starrte zum Himmel. Song Taeha kniete sich nieder, „es ist ein eisiger Wind! Laß Sie uns hinein gehen!“

Han Seom Kwak sah kurz so Boden, dann blickte er wieder zum Himmel, „wie konnte ich ein Schlafplatz mit dir teilen, General?“

Song Taeha lächelte leicht, "wir sollten unsere Ränge an dieser Stelle nicht beibehalten!“

Han Seom Kwak nickte, während er weiter zum Himmel starrte, „es ist gerade, weil wir an dieser Stelle sind, die Disziplin muß weiter gestärkt bleiben!“

Song Taeha lächelte wieder, „ich sehe, du hast deine Hartnäckigkeit nicht verloren!“

Han Seom Kwak sagte leise mit heiserer Stimme, „ja! Hartnäckigkeit!“ Dann sah er Song Taeha an, „wäre diese nicht, wäre ich wahrscheinlich längst tot!“

Song Taeha sah ihn nun ernst an, „ist dort etwas passiert?“

Han Seom Kwak schwieg kurz, dann schüttelte er entschloßen den Kopf, „es ist nichts!“

Song Taeha fragte weiter, „hast du jemand zurück gelaßen? War es jemand, den du liebst?“

Han Seom Kwak nickte und unterdrückte seine Tränen, als er es etwas einfacher zurecht bog, „sie war nur jemand, mit der ich Scherze machte! Jemand den ich glücklich machen wollte!“ Er konnte seine Tränen nicht mehr unterdrücken, als er weitersprach, „ich habe beschämende unerfüllter Versprechen zu tragen, es ist eine wahre Qual!“

Song Taeha nickte betrübt, „laß uns einfach warten! Wenn bessere Zeiten für uns kommen, kannst du dann nicht einfach wieder zu ihr zurück?“

Han Seom Kwak schwieg kurz, „ich werde nie wieder dorthin gehen! Nach Jeju!“

Er wischte seine Tränen weg. Diesmal war es Song Taeha, welcher einige Zeit schwieg, bevor er nickte, „ich habe dich viel zu lange in der Einsamkeit gelaßen! Verzeih mir!“ Er stand auf und ging zu Un Nyun. Er sah sie verlegen an, „ich verbrachte mein ganzes Leben auf dem Schlachtfeld!“

Un Nyun sagte ruhig, „ich weiß!“

Song Taeha fuhr fort, „Tag und Nacht umgeben von Männern, durch meine Worte zu erwärmen, war die geringste meiner Sorgen!“

Un Nyun lächelte leicht, „und auch dies weiß ich! Ich hatte die Gelegenheit, es bei mir zu sehen!“

Song Taeha sah verlegen zu Boden, „ich bin mir sicher, wie ich meine Untergebenen anrede! Aber wenn es darum geht, mit Frauen sprechen, lehrte das Schlachtfeld mich nichts!“

Un Nyun sah ihn kurz nachdenklich an, „Frauen begehren dies nicht so sehr! Es gibt nur eine Sache, die sie sich wirklich wünschen! Männer die immer mit Entschlossenheit handeln, unverändert was auf in ihren Weg kommt!“

Song Taeha schwieg einige Zeit, dann griff er sanft nach ihrer Hand, „für den Rest meiner Tage, wirst du meine unsterbliche Treue haben!“

Un Nyun erwiderte, „Dinge wie Treue sind für Männer zum diskutieren! Es ist nicht das, was eine Frau gerne hört! Treue ist alles, was deine Gedanken füllt, nicht wahr?“

Song Taeha erklärte, „es ist nicht unbedingt der Fall, aber...“

Un Nyun unterbrach ihn und zog ihre Hand weg, „genieße etwas Ruhe!" Song Taeha sah sie ratlos an, während Un Nyun lächelte.

Seol-Hwa hatte ein Bett zurecht gemacht und versuchte den betrunkenen Daegil umzudrehen und sagte zu sich selbst, „Orabeoni, laß mich dorthin bringen, wo es warm ist!“ Sie legte seinen Kopf auf das Kissen, dann stand sie auf und deckte ihn zu. Sie sah ihn lächelnd an, „ich werde dich mit der Decke zudecken!“ Sie kniete sich neben ihm nieder und wollte sich ebenfalls zudecken, als Daegil nach ihr griff und sie an sich zog. Seol-Hwa rief erschrocken, „laß mich los! Denkst du, du kommst so leicht unter meinen Rock?“

Seol-Hwa wollte sich befreien, doch Daegil hielt sie fest und murmelte, „Kind, bleib liegen, es ist warm! Leben ist wirklich ein Ärgernis! Wohin du auch gehst, es ist alles das gleiche!“ Kurz danach schliefen beide ein.

Oh und zwei andere Offiziere waren draußen. Ein Offizier hustete laut, „geht und amüsieren Sie euch!“

Der andere Offizier erwidert, „wir kamen nicht hierher, um die ganze Nacht hier zustehen Laßt uns einfach gehen!“

Oh seufzte, „ah wirklich, einige sind die ganze Nacht auf Streife, während andere frivol die Nacht durch tanzen!“

Der andere Offiziere grinste, „einige verhungern, andere stopfen sich selbst voll! Laß uns gehen!“

Oh rief laut, „denkt ihr, euer Einklang mit der Natur wird tausend Monde dauern? Leere Hände sind Schmuckstücke des Teufels!“

Der andere Offizier sah ihn erschrocken an und rief, „laßt uns gehen!“

Sie zogen Oh schnell weg, während sich die Yangban in dem Freudenhaus vergnügten. Eine der Frauen wandte sich an einen Yangban, „Seonbinim, die Nacht ist noch jung, aber du willst schon gehen?“

Ein anderer Yangban wandte sich an seinen Freund, „hörst du das! Sie ziehen uns fast auf uns!“

Das andere Freudenmädchen lächelte, „laßt uns noch etwas trinken! Ist eine sternenklare Nacht wie diese, nicht eine Gnade, die ihr Morgen beklagen würdet?“

Einer der Yangban lächelte sie an, „sicher ein anderes Mal!“

Das Freudenmädchen erwiderte, „eine neue kam an! Wollt ihr ihr nicht euren Respekt erweisen?“

Der Yangban hustete laut, „nun, wenn du darauf bestehst!“

Er fiel plötzlich tot um. Das Freudenmädchen schrie erschrocken auf. Auch Oh und die beiden anderen Offiziere blieben stehen. Oh sah sie fragend an, „war das nicht ein Schuß?“

Einer der Offiziere stotterte erschrocken, „Sch... Sch... Schuß?“

Oh nahm schnell seine Pfeife und blies Alarm. Inzwischen hatte Eop Bok seine Waffe wieder geladen und zielte auf einen weiteren Yangban. Oh und die beiden anderen Offiziere kamen bei dem Freudenhaus an. Er sah zu dem erschreckten Freudenmädchen auf der Veranda hoch, „was ist da oben los?“ Eop Bok traf den zweiten Yangban, welcher die Veranda hinabstürzte. Das Freudenmädchen schrie wieder auf, während Oh erschrocken zurückwich und hastig befahl, „durchsucht die Räume!“

Während er und einige andere Offizier durch die Straße rannten. Cho Bok Yi sah sie um die Ecke. Sie sah die Offiziere vorbei rennen und versteckte sich schnell wieder in der schmalen Gasse, dann gab sie Eop Bok ein Zeichen, welcher schnell zu ihr eilte. Er seufzte erleichtert, „diese Regierungsmarionetten sind im ganzen Ort!“

Cho Bok Yi wandte ein, „bei so viel erschoßenen Yangbans ist es nur natürlich!“

Eop Bok sah sie fragend an, „aber, wem töteten wir heute?“

Cho Bok Yi schüttelte den Kopf, „ich weiß es wirklich nicht! Dieses Mal waren nur ihre Namen auf der Liste!“

Eop Bok seufzte wieder, „jemanden zu töten und nicht zu wißen...“

Cho Bok Yi unterbrach ihn, „es müßen andere jener boshaften Yangban sein! Gib mir die Schußwaffe!“ Cho Bok Yi versteckte sie unter ihrem Rock, Eop Bok sah verlegen zu Seite. Cho Bok Yi wandte sich an ihn, „ich werde zuerst gehen, wenn ich dir ein Signal, folge mir!“

Ma-Ui und Hwa Baek Bang saßen am Morgen bei Jumo, welche ebenfalls seufzte, „ajee, was ist nur aus diese Welt geworden? Morde im ganzen Ort!“

Dong-Saeng eilte heraus zu ihnen an den Tisch und wandte ein, „das ganze Geschäft ist praktisch tot! Es gibt nur noch Blutegel und Staub hier!“

Hwa Baek Bang sah sie beleidigt an, „was sagst du? Zur Hölle, über was plapperst du? Also was? Sind wir staubige Blutegel?“

Dong-Saeng fuhr ihn an, „halt die Freße!“

Ma-Ui ließ seine Eßstäbchen auf den Tisch fallen, während Hwa Baek Bang einwandte, „siehst auf deine Stammtischgäste herab und beschimpfst sie sogar als Blutegel! Eine Schar von Passanten könnten nicht so treu regelmäßig kommen!“

Ma-Ui stimmt zu, „in der Tat! Eine Rolle aus Seide mit vier Baumwollfäden durchzogen!“

Hwa Baek Bang nickte, „in der Tat! Vier grüne Ginseng-Wurzeln können kein getrocknetes übertreffen!“

Ma-Ui nickte, „sicher nicht! Kaum aus der Schale hat es einen langen Weg vor sich!“

Hwa Baek Bang nickte wieder, „gut gesagt!“

Jumo runzelte die Stirn, „wirklich, als ob ihr nicht selbst vertrockneten alten Fürze seit, immer mit Ausreden!“

Ma-Ui widersprach, „wer ist hier ausgetrocknet? Ich könnte älter aussehen als ich bin, aber es ist noch alles am blühen dort unten! Möchtest du einen Blick darauf werfen? Nur du und ich!“

Jumo neigte sich vor, „wische deinen Sabbern für den Anfang ab!“ Sie stand gerade auf, als Oh erschien und wie meist laut hustete.

Der König saß bei seiner Geliebten, „sie sollten bald die Täter ausfindig machen, also mußt du dich nicht ärgern!“

Seine Geliebte wandte ruhig ein, „der Grund, warum ich dich um eine öffentlich Audienz bat, ist weder der Täter noch seine Gefangennahme! Sondern mehr der Wunsch nach euch, meine Sorge um euch!“

Der König sah sie nachdenklich an, „was könnte das sein?“

Seine Geliebte wurde ernst, „die beiden Männer, welche letzte Nacht wurden, waren enge Begleiter eures Untergeordneten, Kanzler Park!“

Der König sagte nachdenklich, „Kanzler Parks Begleitern?“

Seine Geliebte nickte, „ja, mein König! Ich habe auch erfahren, daß sie große Mengen von Ochsenhörner kauften, auf Kanzler Parks Namen!“

Der König sah sie überrascht an, „also schmuggelten sie verbotene Ware wie Ochsenhörner?“

Seine Geliebte nickte, „und man erzählt sich, daß Kanzler Park sie angestiftet hat! In Anbetracht der Umstände und die Tatsache, werdet ihr damit verbunden werden! Ich bin besorgt, daß dies euch schaden könnte!“

Der König lachte, „also plapperst du sogar besorgt über meine Sicherheit?“

Seine Geliebt lächelte leicht, „wer würde sich keine Sorgen machen, um jemand für den das Herz schlägt?“

Der König nickte lächelnd, „gut, wenn es auch nur ist, um deine Bedenken zu unterdrücken, ich werde besonders achtsam sein!“

Oh saß am Tisch und aß. Jumo und Dong-Saeng saßen bei ihm und bedienten ihn freundlich, während Ma-Ui und Hwa Baek Bang dastanden und zusehen konnten. Oh sah die zwei Frauen an, „ihr wißt, daß in diesen Tagen Aufruhr in der Hauptstadt ist, nicht wahr?“

Dong-Saeng nickte, „natürlich tun wir das!“

Jumo nickte ebenfalls, „als hoher Offizier mußt du wirklich durch den Täter bedrängt werden, nicht wahr?“

Oh blies sich auf, „es ist unerträglich geworden! Nur wenige Hinweis, in den letzten Tagen!“

Jumo flüsterte geheimnisvoll, „die Leute sagen, daß bei jedem Vollmond, einige Yangbans sterben!“

Ihre Schwester nickte zustimmen, während Oh überrascht sagte, „gestern hatten wir Halbmond und zwei verreckten!“

Hwa Baek Bang wandte ein, „ich sollte es nicht, aber ich hörte auch, daß wenn der Stein Maitreya Bluttränen weint, Yangbans zu verrecken beginnen!“

Oh sah ihn an, „der Stein Maitreya?“

Hwa Baek Bang nickte, „ja!“

Oh fragte, „die gleiche, die im vorletzten Jahr weinte?“

Hwa Baek Bang erwiderte, „dies ist, was ich sagte!“

Ma-Ui setzte sich zu ihm, „Herr, so wie ich es sehe, forscht bei diesen Sklaven nach!“

Hwa Baek Bang grinste, „hier beginnt er wieder Unsinn zu plappern!“

Ma-Ui wandte ein, "einige Monde zuvor, bekam Daegil einen Kopfschuß! Dann... Wer war das nochmal? Dieser etwas Jinsa von Soseomun, dann Ji Ho Cheons Untergebener!“

Oh sah ihn fragend an, „also?“

Ma-Ui erwiderte, „wenn du dies, als ein Muster siehst, Sklavenjäger, Yangban, Sklavenjäger, Yangban! Am Ende, wird am meisten von ihrem Tod profitieren? Wer denkst du? Diese Nobi, wer sonst?“

Eop Bok war wieder bei den anderen in der Hütte und zielte mit seinem Gewehr. Ji Kun Won neigte sich zu ihm vor. Eop Bok sah ihn an, „ich habe dir gesagt, sitzen zu bleiben! Effektiv und leicht zu bedienen, gut ausgewogene und alles in allem, ist es ein ganzes Stück!“

Gi Yoon erklärte, „natürlich! Ich konnte nur die Beste für dich erhalten!“

Eop Bok sah ihn mißtrauisch an, „aber, ist das alles?“

Gi Yoon sah ihn an, „natürlich!“

Eop Bok erklärte, „du hast nicht etwas Geld auf dem Weg eingesteckt, oder?“

Gi Yoon sah zu Seite, während Yi Kun Won die Hände hob, „ajee, hör zu, bedränge ihn nicht schon wieder an so einem schönen Tag!“

Eop Bok blieb ernst, „mit fünfhundert Nyang, sollte er etwa ein Dutzend von ihnen zu bekommen!“

Yi Kun Won sah Gi Yoon überrascht an, welcher sich nun vorneigte und seufzte, „hör zu, Eop Bok, ich hätte mein Leben umsonst gelebt, aber jetzt wurde ich wieder geboren! Ich gab meinen alten Weg auf! Wir sind alle Kameraden die an diesem großen Vorhaben von uns teilhaben! Wie lange noch willst du mich verdächtigen? Wenn du es wirklich willst, verlaße ich die Fraktion!“

Yi Kun Won rief aufgebracht, „ajee, du...“

Eop Bok unterbrach ihn, „ich wußte nicht, daß...“

Nun unterbrach ihn Yi Kun Won, „ah, natürlich! Wir sind alle eine Familie, also laßt uns alle zusammen arbeiten! Nur weil eine Krähe schwarz aussieht, ist sie es nicht auch gleich tief im Inneren! Diese... diese Art von Situation schreit geradezu nach weiteren verreckten Yangbans, das ist es!“

Eop Bok erwiderte ruhig, „ich verdächtigte ihn nicht...“

Yi Kun Won rief, „ah, entschuldige dich einfach! Sage ihm, daß es dir leid tut! Mache es!“

Oh sah Ma-Ui nun nachdenklich an, „also, sagst du, die Sklaven töten die Yangbans?“

Hwa Baek Bang nickte, „genau! Wirf nur einen Blick darauf und du kannst das Bild sehen!“

Ma-Ui gab ihm einen Schlag auf die Schulter, „Bild, du Trottel! Warum sollte Nobis verrückt genug sein, um Yangbans zu töten? Haben sie plötzlich mehr Nerven, als ihren Bauch?“

Hwa Baek Bang rief wütend, „ajee, warum bist du immer alle sauer auf mich? Ich sage nicht, daß es unbedingt wahr ist! Ich habe mich nur unterhalten!“

Oh hob die Hand und sagte hastig, „hier... Hier, vergiß es! Genug mit dem Geschwätz! Wie hast du letzte Nacht geschlafen?“

Ma-Ui sah ihn überrascht an, „wie für mich üblich, fiel ich spät in der Nacht von meinen Platz!“

Oh wandte sich an Hwa Baek Bang, „was ist mit dir?“

Hwa Baek Bang setzte sich neben Jumo, „ich drehte mich die ganze Nacht in der Einsamkeit hin und her, was sonst? Die einsame Nacht raubte mir meinen Schlaf!“

Oh fragte, „hast du jemand wackeln gesehen?“

Hwa Baek Bang seufzte und sah Jumo an, „ajee, es wäre mir ein Vergnügen, wenn es der Fall wäre!“

Oh fragte, „also sahst du niemand? Gut zu hören! Du mußt mir in das Büro in der Hauptstadt folgen!“

Hwa Baek Bang sah ihn überrascht an, „uh, warum dorthin?“

Oh wandte ein, „ah, wir gehen dorthin und finden Sie heraus, was du wirklich letzte Nacht gemacht hast!“

Diesmal fragte Hwa Baek Bang wieder, „und warum? Was habe ich falsch gemacht?“

Oh seufzte, „ich kann nach einer unruhigen Nacht, nicht mit leeren Händen zurück gehen! Wir werden einfach gehen, du sagst ihnen ein paar Worte und du kannst zurück gehen! Wenn du mir hilfst, mein Gesicht zu wahren, werde ich dir einen gefallen zurückzahlen! Hier! Laß uns gehen!“

Hwa Baek Bang stand auf, „ich schätze, ich komme wieder zurück!“

Ma-Ui sah Oh und Hwa Baek Bang nach, „wir sehen uns später!“

In der Sklavenhütte lachten die Männer, nur Eop Bok blieb ernst und hörte nur zu. Yi Kun Won lachte, „bei der Gelegenheit, die Marionetten der Regierung sind alle wie betrunken! Wird es in Ordnung sein?“

Gi Yoon erklärte, "jeder der zumindest ein bißchen verdächtigt ist, wird verhaftet!“

Yi Kun Won, welcher das Gewehr hielt, rief, „sag ihnen, sie sollen kommen! Hauptmann oder General! Ich werde ihnen noch ein paar Löcher machen!“

Die Männer lachten wieder laut, während Eop Bok Yi Kun Won nachdenklich ansah und fragte, „bist du Linkshänder?“

Yi Kun Won hielt das Gewehr hoch und schüttelte den Kopf, „nein, rechtshändig, natürlich!“

Eop Bok seufzte, „dann ist es die falsche Seite!“ Yi Kun Won wandte das Gewehr und hielt es nun rückwärts gerichtet. Eop Bok rief, „zur Hölle machst du da? Willst du Scherze mit mir machen?“

Yi Kun Won warf das Gewehr wütend weg, „ajee, wird dies den ganzen Tag so gehen?“

Eop Bok seufzte, „schießen ist nicht so einfach, wie du denkst! Ein Tag wird nicht genug sein!“

Yi Kun Won sah nachdenklich aus, „aber wenn es darum geht, zu jagen, muß man erst einen wie mich suchen!“

Eop Bok klopfte ihn gegen die Brust, „dein Mut ist viel wichtiger als dies!“

Yi Kun Won wandte ein, „der Mut kommt von selbst, mit dem halten eines Gewehr?“

Gi Yoon hob das Gewehr und stimmt zu, „richtig! Was könntest du möglicherweise schon fürchten?“

Eop Bok schüttelte den Kopf, „es funktioniert nicht auf diese Weise! Was passiert, wenn du sie nicht mit einem Schuß triffst? Oder wenn sie dich haben, bevor du schießen kannst? Menschen ergreifen die Flucht, wenn sie von der Angst verfolgt werden, bevor sie einen Überraschungsschuss machen können!“

Yi Kun Won rief, „sehe ich aus wie die Art der Feigling, der soetwas tun würde? Laß mich mit dir kommen, wenn du auf die Jagd nach Yangbans gehst! Ich habe auf diesen Tag gewartet, seit mein Besitzer meine Frau und Kinder verkaufte!“

Er wollte gehen, doch Eop Bok hielt ihn fest und sagte leise, „in Ordnung! Ich sagte, alles ist in Ordnung!“

Der Kanzler ging mit dem Minister den Gang entlang, Der Minister erwiderte, „ich hörte, die beiden Opfer gestern waren deine Untergebenen?“

Der Kanzler erwiderte, „ja! Ich war selbst überrascht, als ich an diesem Morgen informiert wurde!“

Der Minister fragte, „haben sie auch Hörner für dich gekauft?“

Der Kanzler blieb stehen, „sie taten es, aber...“

Er schwieg, öffnete eine Tür und trat gefolgt von dem Minister ein, welcher erklärte, „ich weiß nicht, wer, aber mir scheint, jemand versucht unsere Bemühungen zu stören! Haben wir nicht alle unsere Gegner am Hof beseitigt?“

Der Kanzler wandte ein, „diejenigen, die dich bei deiner Klage unterstützen, werden noch vor Abend dein Gegner sein und Gegner werden plötzlich fragen, ob du auf eine Versöhnung mit ihnen trinkst! Dies ist, wie die Politik läuft!“

Der Minister nickte ernst, „ich bin mir darüber bewußt, aber...“ Er schwieg, plötzlich fragte er, „bei der Gelegenheit, Song Taeha...“

Der Kanzler seufzte, „Song Taeha!“

Der Minister erwiderte, „nicht nur die Offiziere von den Trainingstruppen, die wir schickten sogar Sklavenjäger auf seiner Spur! Aber wir haben noch keine Spuren von ihm gefunden! Wenn er in Kontakt mit seinem alten Anhänger kam...“

Der Kanzler sagte ruhig, „verliere dich nicht selbst in fruchtlosen Sorgen! Song Taeha nichts weiter, als ein entlaufener Sklave!“

Un Nyun, Song Taeha und Han Seom Kwak hatten inzwischen Land erreicht. Song Taeha ging voraus. Un Nyun und Han Seom Kwak mit dem Kind auf dem Arm folgten ihm in einigem Abstand. Vereinzelt doch immer mehr Menschen waren zu sehen. Un Nyun blieb stehen und wandte sich an Han Seom Kwak, „entschuldige mich! Gib mir das Kind!“

Han Seom Kwak sah sie mißtrauisch an, „wie unverschämt! Wie kannst du den königlichen Nachfolger auf diese Weise ansprechen?“

Song Taeha hatte sich umgewandt, als er sie hörte. Un Nyun beharrte mit fester Stimme, „gib ihn mir! Ich werde ihn nehmen!“

Han Seom Kwak fragte, „denkst du, jeder kann seine Hoheit tragen?“

Un Nyun sah ihn ruhig an, „warum ihn auf diese Weise ansprechen? Egal wie eifrig du du bist, du wirst dadurch nur warnen unsere Spur zu finden! Planst du, es überall in dem Ort zu verbreiten? Auch ein Mann der ein Kind trägt, wird nur den Verdacht auf sich ziehen! wodurch es einfacher für diejenigen wird, die unseren Weg zu verfolgen! Es ist viel natürlicher, daß eine Frau ein Kind trägt! Gib ihn mir!“

Han Seom Kwak machte den Mund auf und zu, ohne ein Wort heraus zu bringen. Song Taeha war ebenfalls stehen geblieben und sagte leicht lächelnd, „tu es!“

Han Seom Kwak fragte verwirrt, „was?“ Er machte wieder den Mund auf und zu, ohne ein Wort heraus zu bringen, bis er schließlich sagte, „ja, General!“

Er gab Un Nyun das Kind, welche auch schon fortfuhr, „höre auch auf ihn an solch überfüllten Orten General zu nennen! Ihn auf diese Weise mit solcher Kleidung so zu nennen, wird ebenso sehr Mißtrauen erwecken!“

Han Seom Kwak zeigte außer sich auf sie, „General, wer in aller Welt ist diese Frau?“

Song Taeha lächelte leicht, „nennen mich nicht so!“

Han Seom Kwak nickte und stotterte dann, „ja, Hyu... Hyungnim!“

Er seufzte, Un Nyun lächelte und Song Taeha fragte ebenfalls lächelnd, „bist du immer noch schnell auf den Beinen? Laß uns gehen!“

Han Seom Kwak eilte schnell neben ihn, „also, was haben wir denn hier? Eine zukünftige Schwägerin? Oder ist sie schon?“

Song Taeha lächelte wieder leicht, „in den Bergen ist der Unju Tempel! Wir müßen ihn innerhalb der nächsten zwei Tage erreichen!“

Daegil lehnte an der Wand und sah Seol-Hwa bei schlafen zu. Schließlich rief er, „aufstehen!“

Seol-Hwa winkte leicht mit der Hand ab, „laß mich ein wenig länger schlafen!“

Daegil zog die Bettdecke weg, „ich sagte, aufstehen!“

Seol-Hwa setzte sich hastig auf, „was störst du mich so früh am Morgen?“

Daegil sah sie an, „den Teufel machst du, du schläfst in meinem Zimmer! Ein Mädel sollte wißen, wo ihr Platz ist, so zu schlafen...“

Seol-Hwa unterbrach ihn, „Orabeoni, du machst dich sicher nur lustig! Wer hat angefangen mich zu umarmen und sagte mir zu bleiben?“

Daegil sah sie fragend an, „wer, ich?“

Seol-Hwa sah ihn an, als hätte er den Verstand verloren, „dann ist da jemand außer uns hier?“

Daegil murmelte, „hör dir diese Dirne an!“

Seol-Hwa schüttelte den Kopf und seufzte, „Orabeoni, gestern hast du mich fest umarmte und sagtest, Leben ist wirklich ein Ärgernis! Das hast du gesagt!“

Daegil murmelte, „dann hör auf ein Ärgernis zu sein und packe unsere Sachen! Wenn ich weiter warten bis du aufgestanden bist, wird es Sonnenuntergang werden! Laß uns gehen!“

Seol-Hwa stand wütend auf. Inzwischen lag draußen Schnee, als sie Daegil folgte und auch schon wieder fragte, „Orabeoni, bist du nicht hungrig?“

Daegil fragte, „was hast du in deinem Bauch, einen Wurm?“

Er blieb stehen und sah zu einigen Bäumen, Schnee fiel herab, sofort meinte Seol-Hwa, „kannst du ein paar Vögel zum Frühstück fangen?“ Dann meinte sie, „vergiß es und laß uns einige Hühner suchen, Orabeoni!“

Daegil sah von dem Baum weg, „kann jemand, der am Tag schlummert, draußen von Hühnern sprechen? Laß uns gehen!“

Er ging weiter und Seol-Hwa rief, „dann gehst du, um mich verhungern zu laßen? Wo gehen wir hin?“

Daegil ging dieses mal mit festen Schritten weiter, „wir müßen General Choi und Wangson treffen!“

Seol-Hwa ging beleidigt neben ihm her, „als ob du sie seit Ewigkeiten nicht gesehen hättest, so eilst du ihnen nach! Du vermißt sie, nicht wahr?“

Daegil sah sie an, „sie vermißen? Ich war von vom ersten Moment an, als wir trafen müde von ihnen!“

Seol-Hwa fragte, „wie habt ihr euch kennengelernt?“

Daegil fragte, „wie denkst du, Kleine? Es war kein angenehmes zusammentreffen, da kannst du sicher sein!“

Seol-Hwa ließ nicht locker, „also, wie habt ihr euch kennengelernt?“

Daegil erwiderte, „es muß vor ungefähr fünf bis sechs Jahren gewesen sein! General Choi war unruhig! Er wartete auf die Militärprüfung! Während Wangson ein Herumtreiber war, durch die Straßen der Hauptstadt bummelte!“ Er erinnerte sich zurück, während er erzählte. Auch damals lag Schnee. Choi war in einem Lokal aufgestanden und hatte gelernt, er stand auf, „Wirtin, danke dir!“

Wangson hatte ihn beobachtet. Choi gab der Wirtin ein Geldstück und ging. Wangson rempelte Choi an und sagte hastig, „ich entschuldige mich, Herr! Ich war eilig auf einem Botengang, so...“ Choi ging weiter und Wangson rief, „habe eine sichere Reise!“

Während Choi weiter ging, ging Wangson mit dessen Geldbeutel grinsend in die andere Richtung. Choi blieb plötzlich stehen und bemerkte, daß sein Geldbeutel weg war. Wangson ging durch eine Seitenstraße und sah einer jungen Frau nach. Er sagte zu sich selbst, „mal sehen!“ Er leerte den Geldbeutel aus und lachte, „dies ist ein Fang!“

Er ging weiter, während Daegil hinter ihm aus dem Haus kam und ihm folgte. Wangson ging lachend weiter, als Daegil vor ihm stand, „vom Büro der Hauptstadt! Dein Beutel!“

Wangson hatte hinter sich gesehen und dann Daegil mißtrauisch angesehen. „welcher Amt in der Hauptstadt?“

Daegil hatte ihn angegrinst, „die Hauptstadt von Joseon, du Bengel! Dein Beutel!“

Wangson fing an zu stotternd, „ah ja! Beutel, natürlich!“ Er fummelte verwirrt an seiner Kleidung herum und stotterte wieder, „wo ist er... Wo ist mein Beutel...“

Plötzlich griff er Daegil an. Beide blockierten ihre Schläge gegenseitig, dann sprang Wangson schnell über eine niedrige Mauer. Daegil sah ihn grinsend nach, „mutterloser, kleiner Bengel!“

Dann folgte er hastig Wangson. Wangson rannte gut durch die halbe Stadt, als er wieder über eine kleine Mauer sprang und keuchte, „ich verlor gut zehn Jahre!“

Er rannte schnell weiter und sprang von einem Hausdach. Der Mann sah ihn erschrocken an und schimpfte, „was zur Hölle geht da vor?“

Der Mann ging weiter. Wangson sah auf und sah Choi vor sich, „was willst du denn von mir? Ajee, wirklich, Seonbi Eonni! Scheint als wärst du alt genug, um es besser zu wißen! Weshalb riskiert du deinen Hals, um mir wegen ein paar Wenn zu folgen?“ Choi hatte ihn wütend angesehen und seinen Beutel auf die Straße gelegt. Wangson griff rasch unter sein Hemd, „ajee, wie böse! Hier ist es! Dein Geld, hier!“ Er griff Choi an, welcher ihn auf den Boden warf und Wangson rief laut, „au... Mein Rücken!“ Choi hatte ihn gepackt und seinen Arm auf den Rücken gedreht, während Wangson laut rief, „tu das nicht! Was ist los mit dir? Laß uns reden! Sprich! Au, es tut weh!“

Choi hatte Wangson seinen Geldbeutel abgenommen, als Daegil Choi den Arm auf den Rücken drehte und ihm wieder den Geldbeutel abnahm, „was nun, Seonbi Mensch? Scheint, als hätte ich zuerst mein Auge auf ihn gehabt!“

Choi hatte ihn angesehen, „egal, ob du mit ihm zusammen bist, laß los!“

Daegil erwiderte, „alles im Leben hat seine Ordnung! Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Wie das alte Sprichwort sagt!“

Beide fingen an gegeneinander zu kämpfen, während Wangson schreiend unter ihnen lag und sich hin und her wälzte. Schließlich gelang es Daegil wegzulaufen. Wangson wollte Daegil fangen, während Choi Wangson fing und diesen wieder auf den Boden warf. Als Choi und Daegil auch schon wieder gegeneinander kämpften. Der Geldbeutel fiel zu Boden, Wangson stürzte sich schnell darauf, während Choi ihm am linken und Daegil am rechten Fuß festhielten und Wangson schließlich wieder zu Boden warfen. Choi und Daegil kämpften weiter. Daegil grinste, „also planst du damit weiter zu machen?“

Choi sah ihn wütend an, „gib mir mein Geld zurück! Es ist für meine Prüfung!“

Daegil wandte ein, „das Geld von einem Narr wird nicht lange in den Taschen bleiben! Ich habe meinen Anteil an der Arbeit von dir! Ich gebe dir die Hälfte! Wie ist es?“ Schließlich ließen sie einander los und Daegil warf ihm dem Geldbeutel zu, „schau, Seonbi Mensch, Fähigkeiten allein laßen einem die Prüfung eh nicht bestehen! Also wie ist es, willst du stattdessen etwas Geld mit mir machen?“

Choi fragte, „wo hast du gelernt, wie man kämpft?“

Daegil sah ihn verwirrt an, „ich? Auf den Straßen!“

Choi hatte sich umgewandt und wollte gehen, Daegil rief, „hey, Seonbi Mensch, wenn du deine Meinung änderst, komme nach Dongdaemun in Hanyang! Ich werde dich sogar General nennen!“

Wangson hatte sich stöhnend aufgesetzt, „in Ordnung, ich verlor! Ich werde dich von jetzt an wie meinen Ältesten behandeln, wie es ein Mann tun sollte!“

Daegil hatte sich vor ihm niedergekniet, „natürlich, du mutterloser, kleiner Bengel! Folge mir!“

Daegil kehrte in die Wirklichkeit zurück und Seol-Hwa lachte leise, „ich wußte es! Ich wußte Wangson Orabeoni ist ein Schurke!“

Daegil verzog das Gesicht, „ist es das, was du einen Schuft nennst? Er hat kaum dem Gesetz den Rücken zugekehrt! Sind alle Gesetze ihren Namen würdig?“

Seol-Hwa widersprach, „wenn du dich über das Gesetz hinwegsetzt, bist du ein Schuft!“

Wangson nieste, „wer redet hinter meinem Rücken?“ Choi ging voraus und übte im gehen mit seinem Speer, Wangson rannte zu ihm, „Ältester, ich habe genug von Unterkünften in Tavernen, um ehrlich zu sein! Wie wäre es, wenn wir in einem guten Wohnsitz fragen wurde und jemand mit einer anderen Herrin schläft?“

Choi brummte, „hör auf nach Ärger zu suchen und laß uns weitergehen!“

Er wollte weitergehen, doch Wangson hielt ihn schnell fest, „ich sage dir, du wirst feststellen,, daß Dirnen nicht im geringsten streiten! Denkst du, es gibt keine Frauen hier draußen, die nur darauf warten, um Männer wie uns liebend beherbergen und sie umarmen?“ Choi sah Wangson an, welcher seufzte, „wie ich mir dachte! Hier hör zu, trotz der überfüllten Straßen, sieh genau hin und du wirst verlaßene Wohnungen mit geschloßenen Toren finden! Egal wie, es sind meist nur Frauen dort und in neun von zehn Fällen, werden die Toren von Sklaven für dich geöffnet!“

Wangson klopfte an einem entlegenen Haus. Choi sah ihn unbehaglich an. Eine Frau öffnete die Tür und fragte, „und du bist...“

Choi sah Wangson mit offenen Mund an, als dieser unschuldig erwiderte, „wir sind Wanderer, können wir dich mit einer warmen Mahlzeit belästigen?“

Die Frau überlegte und meinte, „es sind im Moment nur Frauen hier, so daß ich fürchte, daß wir es nicht können!“

Die Frau ging nachfragen. Wangson lachte laut, „kannst was nicht? Laß uns eine Pause machen! Es sind nur die Frauen hier, also eilen wir zu ihnen!“

Choi sah ihn fragend an, „werden sie sich nicht weigern?“

Wangson seufzte, „sie tun, zuerst immer, also würden sie sich weigern, dies ist Teil ihres Spiels! Wenn du eine Ahnung hättest...“ Die Tür ging auf und ein breit grinsender Wangson betrat den Hof, „wie könnten wir ihre Gastfreundschaft umsonst annehmen? Laß uns einfach zu ihrer Erleichterung etwas etwas Brennholz hacken!“

Sie gingen bereits weiter, als die Frau an der Tür verwirrt sagte, „ihr... könnt es wirklich nicht...“ Sie eilte ihnen nach und vergaß die Tür zu schließen, „ihr könnt wirklich nicht...“

Wangson griff nach Choi und rief, „was ist das für eine bedrohliche Dunkelheit, die ich spüre? Ist es vielleicht, weil der eine einsame Seele Elend ist?“

Choi sah ihn fragend an, „was soll das bedeuten?“

Wangson flüsterte, „ich werfe nur unseren Köder, also mache dir keine Sorgen! Und hacke alles auf den ganzen Weg!“ Wangson lehnte an der Hauswand und sah zu, wie Choi Holz hackte, „in der Tat! Genau so! Einen weiteren... genau! Klingt gut!“

Choi stand ohne Hemd im Schnee. Er warf die Axt weg und beschwerte sich, „es ist kalt! Muß ich das wirklich halbnackt tun?“

Wangson seufzte, „warum? Es ist zur unsere Betrachtung für Vergnügen? Es ist für die Zuschauer beim Fest!“

Wangson wickelte sich tiefer in seine warme Kleidung, Choi fragte, „warum ziehst du dich dann nicht aus?“

Wangson wandte ein. „ich? Ich werde in kürzester Zeit hinein gehen! Es wäre nur ein Ärgernis für sien!“

Choi sah ihn nachdenklich an, „wo hast du das alles gelernt?“

Wangson seufzte laut, „ah, diese Welt ist mein Lehrer!“

Er lachte laut. Die Frau welche ihnen die Tür geöffnet hatte brachte etwas Suppe und reichte sie Choi, „es ist so kalt, warum gehst du nicht etwas anziehen?“

Choi grinste mit verlegenen Gesicht, „ah, ja!“

Die Frau sah Choi bewundernd an bis Wangson laut hustete und sie erschrocken zu ihm sagte, „die Herrin möchten dich sehen! Würdest du mir folgen!“

Choi verschluckte sich an seiner Suppe und sah ihm sprachlos nach. Wangson saß im Nebenraum gegenüber der Frau, so daß er nur ihre Umriße sehen konnte, die Frau meinte, „ich frage mich, ob unsere geschätzten Gäste den Menschen Glück vorhersagen können?“

Wangson nuschelte, „ich kann kaum mein Schicksal bewältigen!“

Die Frau erwiderte, „du hast behauptet eine einsame Seele geistert durch dieses Haus! Was hat dich dazu gebracht dies zu sagen?“

Wangson sagte mit ernster Stimme, „nach Beobachtung von heiligen Zeichen in Provinzen, würde ich es wagen zu sagen, dein Ehemann...“

Die Frau unterbrach ihn, „mein Ehemann? Gibt es irgendetwas besonderes auf das du dich beziehst?“

Wangson fiel auf einmal nichts mehr ein, so sagte er einfach, „muß ich dies wirklich erst selbst verraten?“

Er grinste, während diesmal du Frau seufzte, „was schlägst du dann vor? Wird das ausnehmen einer Gans genügen oder soll ich meine Reize einsetzen?“

Wangson schüttelte den Kopf, „ich glaube nicht an solchen Aberglauben, wenn du mir deine Zustimmung geben würdest, deine Handflächen zu betrachten, könnte ich einen Weg finden, um dir zu helfen!“

Die Frau fragte, „wie kannst du eine Lösung, auf diese Art und Weise finden?“

Wangson sah plötzlich seine eigene Hand an, „in diesen Händen liegt das grenzenlose Universum, unser Schicksal ist zusammen mit ihm verbunden!“

Die Frau schob leicht die Tür, die sie trennte auf. Sofort stürzte sich Wangson auf ihre Hand. Er strich ihr stöhnend über die Hand, dann schob er schnell ihre Hand wieder zurück und die Tür wieder zu. Die Frau fragte besorgt, „wird es eine Möglichkeit geben?“

Wangson machte weiter, „keine Sorge, deine Handfläche kann nicht die ganze Geschichte sagen! Aber wenn ich einen Blick auf deinen Füße werfen könnte...“

Die Frau unterbrach ihn, „wie kann eine Frau es wagen, ihre Füße einem Fremden zu zeigen?“

Wangson seufzte laut, „dann, kann ich dir nicht helfen! Ich wünsche dir eine friedliche Nacht!“

Die Frau rief sogleich, „warte einen Moment! Würdest du herein kommen?“

Wangson seufzte wieder, „wenn du darauf bestehst!“

Schon war er bei ihr im Zimmer und kniete vor ihr, während die Frau erklärte, „ich werde dir erlauben meine Füße zu sehen!“

Wangson zog ihr die Strümpfe aus und seufzte auch schon wieder, „dies ist, wo ich anfangen sollte! Hier!“ Er hob ihren Fuß hoch und die Frau fiel nach hinten, während Wangson ihren Fuß streichelte und säuselte, „mal sehen, Herzklopfen und Aufruhr!“

Die Frau sah ihn lachend an, „wie konntest du das so schnell herausfinden?“

Wangson hielt ihren Fuß an seine Wange, „Angst ist voller mit Energie, wie wir sagen! Der Charme unter dem Nabel wäre einfach perfekt!“

Nun seufzte wieder die Frau verlegen, während sie sich aufsetzte, „hast du nicht gesagt, daß du nicht an Aberglauben glaubst?“

Wangson versuchte ein ernster Gesicht zu machen, „Heilkunde heilt den Oberkörper und was darunter ist, die Reize sind alles, was du brauchst!“

Wangson neigte sich näher, um sie zu küßen, als die Frau rief, „Jjongjjong! Bist du dort draußen?“

Wangson sah sie mit offenen Mund an, während das Mädchen sagte, „ja, Herrin!“

Wangson wollte gerade beleidigt etwas sagen, als die Frau befahl, „geh und biete unseren anderen Gast die äußeren Räume an!“ Sogleich grinste Wangson breit, während Choi bei dem Dienstmädchen saß und Reis aß. Das Mädchen sah ihn nachdenklich an, während Choi verlegen wie immer sich verschluckte.

Jumo und Dong-Saeng lagen in einem Zimmer zusammen nebeneinander und versuchten zu schlafen. Dong-Saeng fing an zu seufzen, „ich frage mich, was mein General Choi macht! Könnte er gerade an mich denken?“

Jumo schimpfte, „ hör auf, die ganze Nacht über an andere Männer zu denken!“

Dong-Saeng setzte sich mit einem Ruck auf und fragte, „ich denke nur an ihn, was für andere Männer? Es ist mein Mann, an den ich denke!“

Nun setzte sich auch Jumo auf, „du solltest nicht die Hingabe des Zeichner ignorieren!“

Dong-Saeng wandte ein, „was bringen mir seine Zeichnungen?“

Diesmal seufzte Jumo, „ajee, wenn ich er wäre, würde ich einbrechen und ihm zeigen, wie mächtig eine Zeichnung sein kann!“

Sie legte sich wieder nieder, während ihre Schwester einwandte, „könnte er sogar dann genug zu tun haben?“

Oh riß die Tür auf und rief, „bringt diese Schlampen hier raus!“

Jumo und Dong-Saeng sahen sich erschrocken an, zwei Offiziere sie aus dem Bett zogen und mit sich nahmen. Als man sie in das sogenannte Amt brachte brachte, Oh sah sie überheblich an, als sie sich hastig niederknieten und zu Boden sahen, „worauf wartet ihr noch? Laßt eure Fratzen sehen!“

Sie sahen auf und hielten sich erschrocken die Hand die vor dem Mund, als sie einen auf einem Stuhl gefeßelten und gefolterten Hwa Baek Bang sahen. Oh brummte, „seht genau hin! Erkennt ihr diesen Verbrecher?“

Während Jumo zu Boden sah, sah Dong-Saeng Oh an und fragte weinend, „Offizier Oh, was machst du mit uns?“

Oh rief, „du Schlampe! Wenn ihr nicht gesteht, werde ich euch feßeln und das gleiche mit euch tun! Also sagt alles, was ihr über ihn wißt!“

Jumo sah hastig wieder zu Boden und stotterte, „ja... Er arbeitet in unserem Lokal in den Ställen! Das ist alles was ich weiß!“

Sie sah Oh an, welcher sich aufblies, „du Schlampe willst wohl die gleiche Behandlung erhalten! Du sahst ihn also nie bei einer Unterhaltung mit entlaufenen Sklaven Song Taeha?“

Jumo sah ihn plötzlich überrascht an, und erinnerte sich zurück. Song Taeha hatte als Sklave eines der Pferde gebracht. Hwa Baek Bang war zu ihm gegangen, „was führt dich hierher?“

Song Taeha hatte zu Boden gesehen, „das Pferd wurde über Nacht krank!“

Hwa Baek Bang nickte, „gut, lasse es einfach bei mir! Wahrscheinlich dauert es zwei bis drei Tage!“

Song Taeha hatte sich noch tiefer verneigt, „wir sammelten alle das Geld, als Bezahlung für dich! Versuche Verständnis zu zeigen!“

Hwa Baek Bang grinste, „ Verständnis? Wie viel?“

Jumo saß zitterten in ihrem Nachthemd da. Oh erklärte, „du hast ihn gesehen! Gestehe einfach und du kommst hier raus! Mach schon und sprich, es ist alt hier!“

Einer seiner beiden Offiziere wandte sich an ihn, „wir brauchen selbst eine Pause!“

Jumo sah zu Hwa Baek Bang, während nun Dong-Saeng nun ihren Mut zusammen nahm und erklärte, „ich sah es! Ich habe es gesehen!“

Oh verzog das Gesicht und seufzte, „gestehe es!“

Dong-Saeng sah verängstigt von Oh zu Hwa Baek Bang, „ich sah diesen hinkenden Regierungssklave sein Pferd zu ihm bringen, um sich darum zu sorgen!“

Oh sagte, „in der Tat!“ Dann wandte er zu sich zu Hwa Baek Bang, „willst du es immer noch leugnen?“

Hwa Baek Bang fing an zu weinen, „er gab mir nicht einen Wen! Und er kam nicht einmal wieder, also dachte ich, ich könnte es verkaufen! Ich brauche Geld zum leben!“

Jumo sah weinend zu Boden, während Dong-Saeng ihn mitleidig an und Oh erwiderte, „also hast du Pferde aus dem Trainingslager der Armee verkauft? Was hast du mit dem Geld gemacht? Hast du damit Song Taeha zur Flucht geholfen?“

Hwa Baek Bang sah ihn weinend an und stellte die gleiche Frage die Dong-Saeng zuerst gestellt hatte, „warum tust du mir das an? Denke an all die Male, die ich dich bezahlt habe!“

Oh wandte sich schnell verlegen ab und schwieg, während nun der jüngere Offizier einwandte, „du gestehst es immer noch nicht?“

Oh schrie nun wütend, „du Schelm! Ich habe nie etwas von dir erhalten, plapperst du da?“

Hwa Baek Bang fuhr weinend fort, „denke an die vielen Male, die ich dir aushalf!“

Oh schrie, „du unverschämter...“ Er ging zu ihm und schlug auf ihn ein. Blut rann aus einer Platzwunde an seiner Stirn herab. Jumo und Dong-Saeng zuckten zusammen und sagen entsetzt zu Boden. Während Oh sich wieder zu ihm umwandte und schimpfte, „unverschämter alter Kerl!“ Dann wandte er sich wieder an Jumo und Dong-Saeng, „sag es noch einmal, habe ich jemals einen kostenloses Wein bei euch bekommen?“

Dong-Saeng sah hastig auf und schüttelte den Kopf, „natürlich nicht!“

Jumo schüttelte panisch den Kopf und sagte hastig, „richtig! Nie! Nicht einmal! Jemand er so unverblümt wie du ist, würde nie...“

Oh unterbrach sie, „in der Tat! Ich lobe eure Bemühungen! Ihr könnt zurück gehen!“ Die beiden anderen Offiziere zogen Jumo und Dong-Saeng hinaus. Jumo blickte beim hinaus gehen noch einmal zurück zu Hwa Baek Bang.


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15. Mai 2014, 11:57

 Re: Meine erste Geschichte
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Choi versuchte vergeblich einzuschlafen. Wangson kam in sein Zimmer gestürmt und flüsterte, „Ältester, Schnell steh auf!“

Choi setzte sich auf und stammelte, „was... Was ist los?“

Wangson flüsterte hastig, „der Ehemann ist zurück! Das kann manchmal vorkommen! Beeile dich!“ Choi stand stöhnend auf und folgte ihm.

Eop Bok ging in der Nacht zu Cho Bok Yi. Sie kam gerade aus dem Haus, als zwei Yangbans plötzlich vor ihnen standen. Cho Bok Yi verneigte sich sofort tief. Eop Bok dafür umso weniger. Einer der Yangban fragte auch sogleich, „wohin wollt ihr, zu dieser späten Zeit?“

Eop Bok stotterte, „das... Wir... Also...“

Cho Bok Yi war raffinierter und erklärte, „er geht, um Minister Kims Sklavenführer mit dem Stroh zu helfen! Während ich auf den Weg zu dem kürzlich Verstorbenen in der Küche aushelfen soll!“

Einer der Yangban sah sie nachdenklich an, „dem Verstorbenen...“

Cho Bok Yi erklärte hastig, „ich weiß es nicht mit Sicherheit! Aber es scheint, daß er bei einer Gibang letzte Nacht erschoßen wurde!“

Während Cho Bok Yi den Kopf gesenkt hielt, sah Eop Bok sie fragend an. Einer der Yangban hob hastig die Hand, in seiner Stimme klang Panik, „oh, jetzt erinnere ich mich! Ich habe selbst gehört! Die Straßen sind voller Gefahren, also komme nicht zu spät! Laß uns gehen!“

Die beiden Yangbans gingen. Eop Bok sah Cho Bok Yi verwirrt an, „wie konntest du so gut lügen? Mir brach der kalte Schweiß aus!“

Cho Bok Yi sah ihn fragend an, „wann hast du jemals mit einer Frau verhandelt? Vor Furcht zittern, sind die ersten Anzeichen von Schwierigkeiten!“

Sie ging und Eop Bok sah ihr einmal mehr verwirrt nach, als er ihr folgte. In der Nacht übte Eop Bok mit den anderen in dem Schuppen das zielen. Yi Kun Won lag mit dem Gewehr auf der Boden. Eop Bok kniete neben ihm, „Yi Kun Won, schau nicht von oben nach unten, starre nur auf das Ziel und bleib unten! Denke, dies ist der schmutzig Schädel eines Yangban! Halte deinen Atem an! Vier... Fünf... Und... Feuern!“

Alle erschraken und Yi Kun Won rief, „ah, der Schütze wird noch vor dem Schuß verlieren!“

Eop Bok nickte, „deshalb ist schießen nicht so einfach! Wenn du atmest, während du das Gewehr hältst, wird es immer verwackeln und wird nicht funktionieren! Nächstes Mal...“

Ggeutbong welcher mit zwei anderen das Ziel dargestellt und sie beobachtete hatte, erklärte, „laßt uns arbeiten! Wir müßen sie decken!“

Die drei Männer machten sich an die Arbeit und Eop Bok wandte sich wieder an Yi Kun Won und die anderen, „laßt uns von vorne anfangen!“

Im Nebenraum, unbemerkt von den anderen, war Cho Bok Yi mit einer Schußwaffe und tat, was Eop Bok den anderen erklärte. Alle knieten sich nieder und taten mit ungeladenen, leeren Waffen, was Eop Bok befahl, „schüttet das Schießpulver hinein! Schiebt die Kugel in den Lauf! Zündete die Zündschnur an! Haltet die Schußwaffe! Haltet euren Atem an! Vier... Fünf... Feuer!“

Auf dem Rückweg hielt Cho Bok Yi noch immer lächelnd die Schußwaffe in der Hand, als sie Eop Bok ansah, „kann ich nicht auch lernen, wie man mit der Waffe schießt?“

Eop Bok blieb ernst, „denke nicht einmal daran, so etwas gefährliches zu tun!“

Cho Bok Yi fragte lachend, „was ist so gefährlich am schießen? Du machst es im verborgenen selbst aus der Ferne!“

Eop Bok sah zu Boden, „ist es aus der Nähe oder aus der Ferne, in der Verkleidung leben ist immer gefährlich!“

Cho Bok Yi wandte ein, „eh, warum ist im offenen leben sicherer?“

Eop Bok blieb stehen und sah sie an, „hör auf zu drängen und sorge dich darüber selbst einen Ehepartner zu finden!“

Cho Bok Yi sah ihn verbittert an, „mit diesem Gesicht, wer wollte da jemals eine Ehe mit mir eingehen?“

Seol-Hwa rannte im Schnee hinter Daegil her und jammerte, „Orabeoni, wo sollen wir sie treffen?“

Daegil erklärte, „wir trennten uns auf dieser Straße, dies ist, wo wir uns wieder treffen werden!“

Seol-Hwa fragte, „was, wenn sie einen anderen Weg genommen haben?“

Daegil wurde bereits wieder leicht gereizt, „wirklich... Plappern ohne Ende, wenn es so ein Aufwand ist, geh deinen eigenen Weg!“

Seol-Hwa schimpfte, „hör dir das an! Wohin könnte ich gehen? Soll ich zurück zu der Tanzgruppe gehen? Oder mich als eine Gibang anstellen laßen und mich auf ihre Gnade hin verkaufen laßen? Ist es das, was du dir wünschst?“

Daegils Geduld nahm auf weiter ab, „genug mit dem Geschwätz und folge mir! Aber sei ruhig!“

Seol-Hwa dachte nicht daran, „wie kann ein Mann auf solche Art und Weise handeln? Wo ist da hier Treue?“ Sie rauschte an ihm auf dem belebten Waldweg vorbei. Als sie Wangson und Choi von der anderen Richtung entlang kommen sah und laut rief, „Orabeoni!“

Daegil sah selbst erstaunt aus, während Wangson ihm lachend zuwinkte und rief, „Ältester!“

Er ging ihnen laut lachend entgegen. Auch Chol lächelte, nur Daegil versuchte ernst zu bleiben. Wangson sah Seol-Hwa lachend an, während Choi glücklich lächelte. Daegil sah brummig aus und brummte ebenso, „immer noch verschont geblieben?“

Choi nickte lächelnd, „gut, wie eh und je!“

Daegil nickte zu Wangson, „und du?“

Wangson grinste, „das Leben ist ein Abenteuer! Wir hatten endlich unseren Anteil daran!“

Er lachte laut, während Daegil schimpfte, „du mußt einige gute Wohnsitze betreten und einen Krawall verursacht haben, was sonst?“

Wangson hob schmunzelnd den Finger, während Seol-Hwa fragte, „Orabeoni, habt ihr mich nicht vermißt?“

Wangson verzog das Gesicht, „naa!“

Choi lächelte, „ hast du einmal ein gewißes Maß an Diskretion gezeigt?“

Seol-Hwa rief, „natürlich! Wo würdest du jemand so diskreten wie mich finden?“

Wangson sah sie frech an, „ajee, ist das so?“

Seol-Hwa schimpfte sofort, „natürlich!“

Alle lachten laut, während Daegil sich hastig die Nase rieb, bevor er ernst sagte, „laßt uns gehen!“

Un Nyun folgte Song Taeha und Han Seom Kwak mit dem Kind auf dem Arm und die Berge. Song Taeha blieb schließlich stehen, „ich werde Seine Hoheit begleiten!“

Un Nyun widersprach, „nein! Es ist in Ordnung!“

Song Taeha wandte ein, „es ist ein Gebirgspaß und es wird schwer für dich!“

Un Nyun sah ihn bittend an, „erlauben mir wenigstens etwas zu tun! Ich möchte dir wenigstens einmal helfen!“

Wangson und Seol-Hwa alberten auf dem Schneeweg herum. Choi ging neben Daegil und fragte, „hast du Eonnyeon gefunden?“

Daegil erklärte, „wir müßen gehen und Song Taeha fangen!“

Choi blieb stehen und zog das Papier, daß er Wangson abgenommen hatte hervor, „wirf einen Blick auf dies!“

Daegil nahm den Zettel und fragte, „was ist das?“ Er sah sich das Schreiben an, „ist dies nicht die Art von Geheimnachricht, wie sie vom Militär genutzt wird?“

Wangson war hinter Daegil getreten und sah das Schreiben ebenfalls an. Choi erklärte, „ich fand es bei der Wohnung des verstorbenen Im Youngho!“

Daegil las nachdenklich, „ein zukünftiger Retter, dessen Pfad nicht erleuchtet wurde!“

Choi nickte, „es muß eine Art Geheimcode sein, welche sie sich gegenseitig schicken!“

Daegil sah ihn nachdenklich an, „für zukünftige Retter...Sie könnte den Stein von Maitreya meinen!“

Choi sah ebenfalls nachdenklich aus, „wenn es der Stein Maitreya ist, dann gibt es auf der ganzen Halbinsel nur einen Ort!“

Daegil nickte, „der Unju Tempel!“

Song Taeha mit Un Nyun und Han Seom Kwak hatte einen großen Stein erreicht, welcher auf dem Boden lag. Alle waren etwas außer Atem und sahen sich um. Un Nyun trug immer noch das Kind. Keiner war zu sehen. Un Nyun sah Song Taeha besorgt an, „Herr, ist dies wirklich der richtige Ort?“

Han Seom Kwak sah sich vorsichtig nach allen Seiten um, Song Taeha wandte sich an Un Nyun, seine Stimme klang fest, „sie würden nicht zu spät kommen!“ Dennoch sah auch er unsicher aus.

Daegil runzelte die Stirn, „wenn es der Stein Maitreya der Unju Tempel ist...“

Choi unterbrach ihn, „wenn wir uns beeilen, könnten wir dort in eineinhalb Tagen ankommen!“

Daegil nickte, sagte jedoch, „selbst ein Tag ist zuviel!“ Er wollte sich auf den Weg machen, doch Choi hielt ihn fest. Daegil sah ihn an, „laß los!“

Diesmal war es Choi anstelle von Seol-Hwa, der nicht daran dachte, „was versuchst du damit zu erreichen?“

Wangson sah sich unbehaglich um, bevor er Daegil ansah, „aah, Ältester, hast du den Verstand verloren?“

Seol-Hwa sah sie besorgt an, während Daegil gefährlich leise sagte, „Wangson, geh aus dem Weg!“ Wangson sah ihn sprachlos an, während Daegil sich zu Choi umwandte, „General Choi!“

Bevor Choi etwas sagen konnte, schlug ihm Daegil die Faust in den Bauch und Choi ging auf die Knie. Wangson sah überrascht den davon eilenden Daegil nach, während Seol-Hwa Choi half aufzustehen. Überall an den Ortseingängen waren Wachen. Daegil stürzte sich einfach auf sie, ohne weiter auf sie zu achten. Er schlug die ersten zwei Wachen einfach nieder. Doch eine Wache hatte Verstärkung geholt. Selbst Daegil konnte kaum gegen eine solche Überzahl nicht gewinnen. Dennoch kämpfte er wie ein Irrsinniger, als er schließlich auf eines der Pferde in de Nähe sprang und losritt. Choi und Wangson eilten ihm ein Stück nach, gefolgt von Seol-Hwa. Wangson sah ihn wütend nach und schimpfte auch wieder, „Ältester, Daegil muß verrückt geworden sein!“

Hinter ihm sagte Seol-Hwa bedrückt, „sie heiratete, diese Eonnyeon!“

Wangson sah sie an und rief, „was? Verheiratet? Wann?“

Seol-Hwa erwiderte niedergeschlagen, „ich weiß es wirklich nicht, aber ihr Ehemann ist Song Taeha!“

Wangson und Choi sahen sich einen Augenblick sprachlos an, dann rief Choi, „laß uns gehen!“

Han Seom Kwak sah sich immer noch atemlos und besorgt um, als plötzlich Leute den Hügel hoch geeilt kamen. Han Seom Kwak eilte glücklich zu zwei Männern und legte ihnen die Hand auf die Schulter. Song Taeha sah sie ernst an. Un Nyun lächelte kaum merklich.

Daegil ritt so schnell er nur konnte. Choi, Wangson und Seol-Hwa folgten ihm ebenfalls so schnell sie konnten.

Song Taeha nickte und unterdrückte seine Tränen. Die anderen sahen ihn mit Tränen in den Augen an. Han Seom Kwak wandte sich zu Song Taeha um, auch er hatte Tränen in den Augen. Song Taeha sagte heiser, „ihr seit alle gekommen!“

Han Seom Kwak sah einen Mann an und sagte heiser, „Gwangjae!“

Der Mann stieß ihn lachend an, „du hast noch mehr zugenommen!“

Han Seom Kwak umarmte ihn fest, als er schließlich nach dem Mann daneben griff und ihn dann schnell wieder losließ, während er den anderen Mann immer noch fest umarmte, „ihr habt es alle geschafft!“

Die anderen hatten inzwischen Daegil eingeholt. Choi ritt voraus und versperrte Daegil den Weg, „was soll das?“

Daegil sah auf und erklärte, „wir müßen die Pferde zurück lassen! Wie weit ist es von hier aus?“

Choi erwiderte, „wenn wir gehen, werden wir es vor Sonnenuntergang erreichen!“

Wangson stöhnte, „dann laßt uns noch ein wenig weiter reiten!“

Choi sah ihn an und schimpfte, „wenn wir wegen den Diebstahl der Pferde gefangen werden, werden die Auswirkungen gravierend sein! Wir müßen auf die Pferde verzichten und unsere Spuren verwischen!“

Er stieg vom Pferd, während Daegil erklärte, „einen halben Tag gehen ist mehr, als wenn wir laufen! Laßt uns gehen! Wangson, verwische unsere Spuren!“

Daegil sprang ebenfalls vom Pferd. Wangson fragte verärgert, „sind wir Sklaven jagen, oder was? Immer laufen!“

Inzwischen nahmen die Männer ihre Stirnbänder ab. Song Taeha trat langsam zu dem Mann namens Gwangjae und sah ihn an. Er hatte ein Sklavenzeichen auf der Stirn wie alle anderen. Der Mann sah zu Boden. Song Taeha hob zögern die Hand und strich ihm sanft über das Sklavenzeichen. Der Mann weinte. Han Seom Kwak wollte immer wieder etwas sagen, brachte aber kein Wort heraus und wandte sich ebenfalls weinend ab. Ein weiterer Mann fing zu weinen an, während Song Taeha selbst mit Mühe seine Tränen unterdrückte.

Daegil, Wangson und Choi hatten den Teil erreicht, welcher nun in die steilen Berge führte. Seol-Hwa konnte nicht mit ihnen mithalten und selbst Wangson ließ sich atemlos auf einen Fels sinken. Daegil befahl, „wir werden uns trennen! Wir werden uns einander genau in einer Stunde von jetzt an, beim Stein von Maitreya treffen! General Choi, du gehst vom Tal aus! Wangson nimmt die Klippe, während ich die Mitte nehme! Wenn ihr sie findet, macht zweimal das Klangzeichen! Laßt uns gehen!“

Daegil wollte sich auf den Weg machen, als Choi sagte, „ich habe gehört, Eonnyeon wird dort sein! Verliere dich nicht!“

Daegil war stehen geblieben und nickte, „in Ordnung!“

Er wollte wieder gehen, doch Choi hielt ihn fest, „ich meine es ernst!“

Daegil sah ihn an, „ich sagte, in Ordnung!“

Choi drängte, „versprich es mir!“

Daegil sagte gefährlich ruhig, „ich bin Daegil! Lee Daegil!“

Choi sah ihn immer noch ernst an, „versuche nicht, allein gegen sie zu kämpfen!“ Dann sah er Wangson an, „und du, vergeßen nicht das Signal!“

Wangson nickte und Daegil erklärte, „laßt uns gehen!“

Seol-Hwa kam erschöpft angerannt und rief, „Orabeoni...“ Dann verschluckte sie sich vor lauter Atemlosigkeit.

Die Zeit rannte ihnen davon. Song Taeha hatte sich einigermaßen wieder gefaßt und sah zu Un Nyun mit dem Kind, „Seine Hoheit ist hier vor uns! Laßt uns ihm unseren Respekt erweisen!“ Die Männer stellten sich auf und nickten, „ja!“

Song Taeha stand als einziger ganz vorne und sagte ernst und auch betrübt, „euer ergebener Diener Song Taeha, zusammen mit Soldaten des Trainingslager grüßen Eure Hoheit!“

Das Kind sah ihn lächelnd an. Die Männer unterdrückten wieder ihr Tränen. Song Taeha kniete sich nieder und senkte den Kopf, einer nach dem anderen folgten seinem Beispiel und knieten sich vor dem Kind nieder. Un Nyun sah fast ein wenig bedauernd auf das Kind in ihrem Arm.

Inzwischen näherten sich Daegil, Wangson und Choi von drei Seiten. Daegil hatte einen Dolch gezogen. Kurz erschien vor seinen Augen Un Nyun. Wie er sie auf dem Rücken getragen hatte. Doch dann verblaßte das Bild ebenso schnell wieder. Er kniete mit Un Nyun am Ofen in der Küche. Auch das Bild verblaßt. Er küßte Un Nyun Nachts im Hof. Sein Dolch, der sie in den Rücken getroffen hatte, als sie mit Song Taeha floh und Choi sagte, „sie ist bereits mit dem früheren General Song Taeha erheiratet!“ Doch auch dies verblaßt schnell wieder. Er wollte nur noch ihren Tod, Rache für ihren Verrat.

Song Taeha stand auf und rang wieder nach Faßung, als er das Kind ansah. Er stand auf und verneigte sich vor ihm. Auch die anderen standen auf. Song Taeha trat langsam zu Un Nyun. Er nahm ihr das Kind aus den Armen und sah die anderen an. Auf seinem Gesicht zeigte sich Freude, Schmerz und Verzweiflung.

Im Palastgarten fragte der König den Kanzler, „kamen die Qing Gesandten?“

Der Kanzler nickte, „ja, mein König! Wir organisieren einen einfachen Empfang am Morgen!“

Der König fragte besorgt, „Ingguldai ist auch hier, vermute ich?“

Der Kanzler gestand, in der Tat, mein König!“

Der König erinnerte sich zurück, wie er sich auf dem Boden vor diesem verneigt hatte. „Ingguldai ist hier und wird uns wieder zwingen höhere Forderungen zu stellen! Wir ahnten so etwas! Wie läuft die Sache in Jeju?“

Der Kanzler neigte sich vor und flüsterte, „ich habe einen Heiler mit äußerster Diskretion!“

Der König fragte, „ein geschickter ein, frage ich mich?“

Der Kanzler stimmte zu, „sicherlich, mein König! Ihr müßt euch keine Sorgen mehr über Jeju!“

Der König schwieg kurz, "ich lobe deine Bemühungen!“

Der Kanzler verneigte sich, „eure Gnade ist unermeßlich!“

Daegil hatte den Ort erreicht, doch er war bereits verlaßen. Un Nyun war im Tempel. Song Taeha hielt das Kind im Arm und sah zu ihr. Han Seom Kwak war bei ihm. Auch die anderen waren dort. Gwangjae erschien und erklärte, „laßt uns gehen!“

Song Taeha wandte sich zu ihm um, „sind alle Vorbereitungen abgeschloßen?“

Gwangjae nickte, „ja!“

Song Taeha befahl, „ebne den Weg und warte auf uns!“ Er reichte Han Seom Kwak das Kind und sah ihnen betrübt nach, während Un Nyun immer noch im Tempel betete.

Daegil eilte zurück, als er Wangsons Rufzeichen hörte und kurz danach auch schon bei ihm war. Wangson wandte sich zu ihm um, „Ältester!“

Daegil fragte, „was hast du gefunden?“

Wangson zeigte in eine Richtung, „hier! Alle Spuren führen in die gleiche Richtung! Werfe einen Blick darauf! Vier bis fünf Männern mindestens, zusammen mit einer Frau, so scheint es?“

Auch Choi kam und fragte, „hat jemand eine Spur gefunden?“ Diesmal zeigte Daegil in die Richtung, Choi sagte überrascht, „sie führt zu einem Tempel!“

Daegil sagte ausdruckslos, „sie sind wahrscheinlich da drin! Sie könnten sich im Tempel vereint haben! Laßt uns gemeinsam gehen!“

Die Jagd auf Song Taeha und Un Nyun begann immer gefährlicher zu werden und nicht nur von Daegil Seite aus. Tatsächlich sollte sich einmal das Blatt zwischen Daegil und Song Taeha wenden. Jedoch nicht das zwischen ihm und Wang Chul Woong. Sie hatten nur eine Möglichkeit, wenn sie überleben wollte, zu den Qing zu fliehen.

Song Taeha kniete neben Un Nyun im Tempel. Un Nyun sah beruhigt aus, als sie zu dem großen Buddha aufsah, „ich betete für Frieden und Wohlstand für die Zukunft Seiner Hoheit!“

Song Taehas Stimme klang fest, als würde er die Gefahr spüren, „es ist nun an der Zeit zu gehen!“

Un Nyun sah ihn zärtlich an, „ja!“

Song Taeha sah sie einen Moment schweigend an, „warum fragst du nicht, wohin wir gehen?“

Un Nyun überlegte kurz, „weil es nicht das ist, was wichtig ist! Es ist mit wem du diesen Pfad gehst!“

Daegil, Wangson und Choi eilten zu dem Tempel, etliche Leute kamen den Weg entlang, darunter auch eine Gruppe Männer, welche eine Sänfte truge, die ihnen entgegen kamn. Seol-Hwa erreichte die Steinfigur und sah sich suchend um, „Orabeoni!“

Sie ließ sich erschöpft und nach Atem ringend auf die Figur fallen. Doch sie blieb nur einen Moment liegen, bevor sie sich voller Unruhe wieder aufsetzte. Dann eilte sie so schnell sie noch konnte weiter. Inzwischen stand Daegil vor der geschloßenen Tempeltür und hielt sein Schwert hoch, auf der linken Seite stand Wangson und auf der rechten Choi. Doch bevor er die Tür öffnen konnte, wurde dies von selbst geöffnet.

Han Seom Kwak hielt das Kind in seinem Arm. Sie hatten eine Sänfte bei sich gehabt, als sie dem Tempel verlaßen hatten und warteten nun auf Song Taeha. Gwangjae ging zu ihn und fragte besorgt, „ich der General nicht ein wenig spät?“

Han Seom Kwak nickte, doch seine Stimme klang sicher, „sie werden bald kommen!“

Daegil stand immer noch wie festgenagelt an und starrte auf ein ungefähr neunjähriges Kind. Choi öffnete die Tür ganz und seufzte. Wangson stöhnte, als er sein Schwert wegsteckte, während Daegil immer noch blöd dastand. Der Junge, der ein Monk war, fragte ruhig, „wer seit ihr?“

Schließlich kam Daegil wieder zu sich. Er griff unter sein Hemd und holte eine Zeichnung von Song Taeha hervor, „he, kleiner Schüler, hast du so diesen Mann gesehen?“

Anstatt seine Frage zu beantworten, fragte der kleine Junge, „hast du mich einfach Schüler genannt?“

Daegil sah ihn verwirrt an, „wie soll ich dich sonst nennen, eine Mudan?“
Anm.: Mudan = Schamanin. Bhiku und Bhikkhuni = männlich/weiblich buddhistische Schüler. Upasaka und Upasika = männlich/weiblich buddhistische Laienanhänger. Seunim = Ehrentitel von einem Monk. Auch heute gibt es noch Mudans.

Der Junge sagte belehrte ihn sogleich, „was für unwißende Äußerungen!“

Wangson liefen bald die Augen aus dem Kopf, während Choi sich ein lächeln verkniff und Daegil ihn verwirrt fragte, „was sagst du?“

Der Junge sagte ernst und kompliziert, „Bhiku und Bhikkhuni zusammen mit Upasaka und Upasika sind die vier großen Schülergruppen des Buddhismus! Die Anhänger der Lehren Buddhas sind getauft Jünger! Aber diejenigen, die solche geweiht werden wie ich, muß, man als Monk bezeichnen!“

Choi konnte sich nun sein Lächeln doch nicht mehr verkneifen, Daegil rß die Augen auf auf, als hätte er einen Verrückten vor sich und Wangson rief lachend, „er fühlt sich viel mehr wie ein echter Monk, als andere haben wir das letzte Mal trafen!“

Daegil erwiderte ernst, „also gut, Monk, hast du ihn gesehen?“

Der Junge wandte auch schon wieder ein, „gewöhnliche Menschen sprechen uns mit Seunim an!“

Daegils Geduld neigte sich dem Ende zu und er schrie, „du kleiner Bengel, soll ich den gesamten Schrein in Brand setzen?“ Wangson zuckte zusammen, während der kleine Junge ihn nur ruhig ansah, als Daegil schließlich sagte, „in Ordnung, Seunim!“

Der Junge faltete die Hände und verneigte sich, „Göttin der Gnade! Ich sah ihn! Er zollte seinen Respekt, zusammen mit seinen Anhängern und ging den Berg hinunter!“

Sofort fragte Daegil, „wie viele Menschen sind bei ihm? Den Berg hinunter, wo?“

Der Junge sagte ruhig, „fünf oder sechs Personen! Hinter dem Tempel, findest du einen Weg, er führt den Berg hinunter!“

Daegil zeigte ihm das Bild von Un Nyun, „diese Frau gesehen?“

Der Junge faltete wieder die Hände und verneigte sich, „Göttin der Gnade! Wir beobachten Frauen, als ob wir auf einen Fels blicken!“

Wangson schüttelte leise lachend den Kopf, während Daegil fragte, „also hast du einen Stein wie diesen gesehen?“

Der Junge erklärte, „ich konnte sie nicht weiter ansehen, nachdem sie den Tempel betrat!“

Daegil überlegte kurz, dann eilte er gefolgt von Choi los. Wangson wandte sich zu dem Jungen um und lachte, „Kind, Monk, erlange Erleuchtung!“

Dann eilte er auch Daegil nach, während der Junge seufzend den Kopf schüttelte, „arme Seelen, dazu bestimmt wandern die Unterwelt!“

Sie eilten schnell den Weg hinab. An der Stelle, wo die Sänfte gestanden hatte blieb Daegil stehen und befahl, „Wangson, diese Richtung! General Choi, nehme die rechte Seite!“

Choi ging einige Schritte, als er sich niederkniete, „hier sind überall Hufspuren!“

Wangson erklärte, „einer rannte in diese Richtung, nein, zwei!“

Choi sagte mit fester Stimme, „dort drüben? Zwei sind auch hier!“

Wangson stand auf und ging schimpfend zu Daegil, „ajee, all die Arbeit für nichts!“

Choi trat ebenfalls zu Daegil, „wir ließen sie uns weglocken!“

Wangson sah Daegil fragend an, „was wirst du tun?“

Daegil starrte in die Ferne, „wir haben sie verpaßt!“

Wangson rief, „natürlich haben wir das, was sonst?“

Daegil erwiderte mit starrem Blick, „wir von Anfang an etwas vergeßen! Die Tatsache, daß diese Männer in der Armee waren! Es ist offensichtlich, daß sie militärische Taktik verwenden! General Choi, als wir ihn in dem Lokal verloren, welche Strategie hat er verwendet?“

Choi sah nachdenklich aus, „was war es... ein gefällter Baum und versteckt unter seinen Zweigen!“

Daegil sagte tonlos, „wenn wir in solch chaotischen Raserei jagen und dann verbreitet sich der Trick auf einmal aus! Es kann es nur bedeuten, daß die Wahrheit im Inneren versteckt ist!“ Er sah wieder, wie sie an einer Sänfte vorbei gerannt waren und rief, „es ist die Sänfte!“

Seol-Hwa rannte inzwischen außer Atem dem Pfad entlang. Sie ging rasch zur Seite und verneigte sich, als Männer eine Sänfte vorbei trugen. Der Vorhang der Sänfte wurde beiseite geschoben. Für einen kurzen Moment blickten sich Seol-Hwa und Un Nyun an. Sie ging weiter und erreichte den Tempel inzwischen fast kriechend als gehend. Daegil kam um die Ecke gerannt. Sogleich keuchte Seol-Hwa, „Orabeoni!“

Daegil nahm sich keine Zeit und fragte sofort, „hast du eine Sänfte gesehen?“

Seol-Hwa nickte verwirrt, „Sänfte, ja, ich sah eine!“

Daegil war inzwischen auch leicht außer Atem, „wo?“

Seol-Hwa deutete in die Richtung aus der sie gekommen war, „dort unten, vor den Toren...“

Daegil und die anderen rannten auch schon wieder los, während Seol-Hwa ihnen keuchend nachrief, „wohin gehst du wieder? Laß uns gehen! Eh!“

Auf einem verlaßenen Pfad fanden sie die leere Sänfte. Daegil kniete sich nieder und sah in die leere Sänfte und strich über das goldene Tuch der Sitzfläche. Wangson fragte, „was ist es?“

Seol-Hwa kam wieder eher gekrochen als gelaufen, als Daegil sich aufrichtete, „der Boden ist kalt! Sie flohen bereits schon vor einer langen Zeit!“

Choi wandte ein, „sie haben uns völlig genarrt!“

Wangson seufzte einmal mehr, „ajee, ich wußte es, es fühlte auf diese Art viel zu einfach an! Selbst Tigern fliehen in die Höhle ihres Gegners, wenn sie auf der Flucht sind! Und alles, was wir hatten waren ihre Fußabdrücke direkt vor unserer Nase!“

Choi erklärte, „laßt uns ein Lokal finden und gegen die Kälte kämpfen!“

Wangson stimmte zu, „laßt uns das tun! Wir liefen den ganzen Tag und ich kann es nicht mehr aushalten!“

Seol-Hwa stimmte auf ihre eigene Art zu, „ich bin hungrig! Wir haben nichts zu essen!“

Han Seom Kwak stieg vom Pferd und trat neben Song Taeha, welcher sein Pferd führte und das Kind im Arm hielt, Gwangjae folgte ihnen dicht dahinter. Sie hatten sich von den übrigen getrennt. Han Seom Kwak sah sich um, „wir müßen die Pferde hier irgendwo zurücklaßen!“

Song Taeha sah ihn fragend an, „hast du unsere Spuren verwischt?“

Han Seom Kwak lächelte leicht, „ja, egal, wer auf unsere Spur ist, sie werden jede Spur verlieren, sobald sie den Unju Tempel verlaßen! Und wenn sie es schaffen, diesen Ort zu erreichen, werden sie nur in Verwirrung geraten!“

Auch Gwangjae war abgestiegen und stand nun bei ihnen. Song Taeha wandte sich wieder an Han Seom Kwak, „es wird noch eine Aufgabe für dich geben!“

Gwangjae erklärte, „ich werde den Fluss hinunter gehen und alle Spuren verwischen und dann wieder zu zu euch stoßen!“

Han Seom Kwak reichte ihm die Zügel der Pferde und nickte „paß auf dich auf! Vermeide unerwünschte Aufmerksamkeit!“

Gwangjae nickte, „ja, wir werden uns später treffen! Ich werde gehen!“

Gwangjae ging mit den drei Pferden. Han Seom Kwak sah zu Song Taeha, „laß mich Seine Hoheit tragen!“

Song Taeha sah ihn ruhig an, „nein! Laß uns einfach nur gehen!“

Inzwischen waren die Qing am Hof eingetroffen. Sie saßen am Tisch und tranken. Einige lachten laut. Der Abgesandte erklärte, „mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, seit Joseon eine Geisel gab, um ein Bündnis mit dem Qin Reich zu schließen! Aber das Joseon, daß wir heute erleben, ist ziemlich weit entfernt von dem Gedanken ein Untertan des Reiches zu sein!“

Der Kanzler wandte ein, „es hat keine Verdächtigungen gegeben, welche unsere Treue in Frage stellte! Also welche Bedenken hast du?“

Der Abgesandte erwiderte, „ich höre du kaufst großen Mengen von Ochsenhörner, so spät! Es könnte nur Groll seiner königlichen Majestät sein! Ich frage nur aus Neugier, warum!“

Der Kanzler log, „das Pulver von den Hörnern enthält einen Bestandteil für medizinischen Behandlungen! Und es ist sehr viel wirksamer, als Pulver von Stierhörner! Es besteht eine große Nachfrage daran!“

Der Abgesandte blieb ernst, „ich bin als Abgesandte hier, aber ich habe mein ganzes Leben auf dem Schlachtfeld verbracht! Glaubst du, ich würde nicht wißen, daß Joseon aus den Hörner Bogen herstellt, welche nur aus Ochsenhörner gemacht sind?“

Der Kanzler lächelte, „vielleicht kann ich dein Anliegen lindern, Abgesandter, Joseons Bogen werden nie auf das große Qing Reich zielen!“

Der Abgesandte ließ sich nicht so leicht täuschen, „dies bleibt abzuwarten! Ich werde mich später daran erinnern! Aber bei der Gelegenheit, gibt es einen Grund, daß ich sprechen kann, bevor ich Seine Majestät sehe?“

Der Kanzler nickte, „ du kannst sprechen!“

Der Abgesandte erklärte, „es gab eine tiefe und gegenseitigen Freundschaft zwischen Sohyeon und mir! Seine Söhne sind für mich wie meine eigenen Söhne! Ich habe gehört, daß sie nachdem nach Jeju verbannt wurden und nur einer der drei Söhne überlebte! Würde Seine Majestät mir seine Zustimmung gewähren, würde ich gerne seinen letzten überlebende Sohn großziehen!“

Nun wurde der Kanzler doch ernst, sagte aber dennoch, „ist dies alles, daß ich überbringen soll?“

Der Abgesandte goß sich einen Becher Wein ein, „auf persönlicher Ebene, würde ich mich freuen nach dem Sohn meines Blutsbruder zu sehen! Aber es wäre auch ein Weg zur Stärkung der politischen Beziehungen zwischen Joseon und Qing! Also werde ich ihn auf meinem Rückweg mit mir zurück in unsere Heimat nehmen!“

Der Kanzler nickte, „wie du wünschst!“

Als der Kanzler und sein Minister allein waren, schimpfte der Minister, „ist er lautstark für das lossprechen des königlichen Nachfolgers? Wie kann man solchen einen hirnverbrannten Unsinn reden?“

Der Kanzler lächelte spöttisch, „wir müßen ihm seinen Wunsch gewähren! Er wünscht sich, ihn zu retten! Die Auswirkung wird ziemlich faszinierend sein!“

Es war bereits dunkel. Ein Mann öffnete ein Tor, daß zu einem großen Wohnsitz führte und Song Taeha mit dem Kind auf dem Arm und Han Seom Kwak traten ein. Sie gingen über den Hof, wo bereits die anderen auf der Treppe auf sie wartete. Einer der Männer griff nach seinem freien Arm, „General Song!“

Song Taeha sah wie meist ernst aus, „Seonbinim!“

Der Mann erklärte, „ich lobe deine Mühe für diese beschwerlichen Reise!“

Song Taeha nickte und unterdrückte seine Tränen, „vergib mir, ich konnte den Meister nicht schützen!“

Der Mann senkte den Kopf und wischte sich die Tränen aus den Augen, als er schließlich heiser fragte, „ist dies Seiner Hoheit, der königliche Nachfolger?“

Song Taeha bestätigte es, „ja! Begleite ihn hinein und erweise ihm deinen Respekt!“

Der Mann wandte sich an die anderen Männer, „sicher! Begleitet Seine Hoheit hinein!“

Einer der Männer trat vor und nahm Song Taeha das Kind ab, welcher sich schließlich wieder an den Mann wandte, „es werden noch mehr Gäste mit uns eintreffen!“

Der Mann nickte, „gut! Geh hinein und ziehe dich um!“

Daegil saß draußen und reinigte eine Pfeilspitze, während er zu Choi, welcher neben ihm saß sagte, „ich sagte geh rein und schlafe!“

Choi ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, während er zum Sternhimmel sah, „wenn du Un Nyun findest, wirst du tun?“

Daegil sah die Speerspitze nachdenklich an, „was denkst du? Wie es das Gesetz befiehlt!“

Choi fragte, „kann sie wirklich eine eheliche Beziehung mit Song Taeha eingegangen sein?“

Daegil murmelte, „wie kannst du den Worten eines Sklaven vertrauen? Sie sagen alles, um ihre Haut zu retten!“

Choi gab zu bedenken, „falls sie heiratete und glücklich lebt, was dann?“

Daegil schwieg lange Zeit bis er leise sagte, „sie kann nicht im Glück leben! Nicht nachdem sie all dies mit mir ertragen hat! Nicht nach all dem Glück, daß wir hatten! Ein anständiges, glückliches Leben steht außer Frage!“

Tatsächlich liebte Un Nyun Daegil noch immer, diese Liebe zu ihm sollte sich nie ändern. Un Nyun blieb Song Taeha treu, respektierte ihm und war ihm eine gute Frau, doch Song Taeha wußte dennoch, daß ihr Herz immer Daegil gehören würde. Chois Stimme blieb fest, „was auch immer der Fall ist, wirst du zurücktreten? Was uns wichtig ist, sind die fünfhundert Nyang auf Song Taeha Kopf! Ich hoffe, du wirst nicht zulaßen, unsere Aufgabe zu behindern!“

Daegil erklärte leise, „wie könnte sie das tun? Sie sind beide entlaufene Sklaven, alles, was wir tun müßen, ist einzufangen!“

Choi nickte etwas verbittert, „der Wind ist kalt! Laß uns hineingehen!“

Daegil nickte leicht, „du willst dies sicher nicht hören! Ich sagte, geh zuerst rein!“

Choi seufzte, „ich sollte dies wirklich nicht sagen, aber sind wir nicht Familie? Falls jemand von uns in Schwierigkeiten ist, helfen wir einander!“

Diesmal Daegil sah verbittert aus, „Familie? Wer will Schurken wie uns? Wir haben nur den gleichen Beutel auf dem Weg!“

Inzwischen traf Un Nyun mit den anderen bei dem Wohnsitz ein. Während Song Taeha mit Han Seom Kwak auf der Treppe auf sie wartete. Beide trugen ihre Militärkleidung. Sie sahen sich einen Moment schweigend an, als Song Taeha meinte, „du bist angekommen! Wir haben auf dich gewartet!“

Un Nyun sah ihn ernst an, „ich hätte dich fast nicht erkannt!“

Song Taeha gestand, „nach solch langer Zeit die Militärkleidung anzuziehen, fühlt sich dies etwas fremd an!“

Un Nyun erklärte, „dich auf diese Weise zu sehen, fühlt sich so entfremdet an!“

Song Taeha lächelte verlegen, „geh hinein! Ich habe eine Unterkunft für dich vorbereiten laßen!“

Han Seom Kwak nickte und befahl, „begleitet sie hinein!“

Song Taeha schüttelte den Kopf, „nein! Ich werde es tun!“

Han Seom Kwak sah ihnen lächelnd nach, während Gwangjae zu ihm ging, „wer in aller Welt ist diese Frau?“

Han Seom Kwak sah ihn verwirrt an, „ah, kannst du es nicht selbst sehen? Meine neue Schwägerin!“

Gwangjae sah ihn verwirrt an, „deine neue, was? Warum? Hast du einen älteren Bruder?“

Han Seom Kwak sah ihn an, als wäre er verrückt geworden, „was soll das? Hat die Sklaverei deine Klugheit ausgelöscht?“

Nun wandte Gwangjae doch ein, „wenn sie ist deine Schwägerin ist, gilt das gleiche auch für mich!“ Dann fragte er wieder verwirrt, „wer ist dann dein ältere Bruder?“

Nun stammelte Han Seom Kwak, „eh... was zur Hölle redest du da?“

Der Kanzler sah seine Tochter an und erklärte, „dem Heiler nach, wenn du die Behandlung durchstehst, kann es eine deutliche Erholung geben!“

Seine Tochter bewegte sich unkontrollierte, eine Seite von ihr war gelähmt und das sprechen fiel ihr schwer, als sie mit Mühe und kaum verständlich sagte, „Seobangnim, wo ist er?“

Ihr Vater sah sie einige Zeit schweigend an, als er erklärte, „er ging nach Jeju!“

Seine Tochter sagte schwerfällig, „wann... wird er...“

Ihr Vater unterbrach ihr Gestammel, „wenn seine Aufgaben erledigt ist! Inzwischen muß er bereits Hanyang erreicht haben! Nach seiner Rückkehr, wird er wieder in seine Stellung eintreten! Er verdient jetzt eine größere Verantwortung! Wenn dies geschieht, werdet ihr zusammen entfernt von hier leben! Ihr könnt dann beide glücklich leben, mit einer Sorge von deinen Vater!“

Sein Tochter bat wieder mit Mühe, „sei gut... zu ihm!“

Ihr Vater lachte, „in Ordnung! Es ist dein Ehemann, natürlich muß ich es sein! Dieses Mal, vollbringt dein Ehemann etwas Bemerkenswertes!“

Draußen rief ein Dienstmädchen, „Eure Exzellenz, ich brachte die Infusion!“

Der Kanzler sah von der Tür zu seiner Tochter und erklärte, „bitter, wie es sein mag, vergiß nie, es zu nehmen!“

Hwang Chul Woong kehrte spät in der Nacht zurück. Er war schwer verletzt und stützte sich humpelnd auf sein Schwert. Er stand vor dem Haus seiner Mutter, wo noch Licht brannte. Im Licht des Hauses sah er ihren Schatten und wie nähte. Leise sagte er zu sich selbst, „Mutter!“ Er ging einen Schritt weiter und sah noch einen Moment auf ihren Schatten, dann wandte er sich ab und ging.

Oh und ging mit einem älteren Offiziere gingen durch die nächtlichen Straßen. Es war kalt und Schnee lag, nur wenige Leute waren noch draußen. Oh schimpfte, „als ob wir nicht schon genug zu tun hätten! Jetzt ist auch noch die Qing Gesandtschaft hier! Warum unterwerfen wir uns?“

Der ältere Offizier erklärte, „wir müßen noch einige Lorbeeren für unseren Ruf hinzufügen, wenn wir endlich solche niedere Aufgaben vermeiden wollen!“

Oh sah ihn spöttisch an, „ist die Sonne der Gnade jemals an so einem Tag mit uns? Sie werden nur bei Tag den Sonnenuntergang loben! Ich finde sie zum kotzen, da verkauft jemand Regierungspferde und alles, was sie mich fragen, ist, wo Song Taeha?“

Hwang Chul Woong hielt sich mit einer Hand die Seite, mit der anderen stützte er sich wieder auf das Schwert. Seine Schritte waren langsam und schwerfällig. Schließlich blieb er auf der verschneiten Straße stehen und sagte wieder zu sich selbst, „es gibt keinen Ort, wohin ich gehen kann!“

Er ging einige Schritte weiter, als er bewußtlos in den Schnee fiel. Oh fuhr erschrocken zurück, als er fast vor seinen Füßen in den Schnee fiel und rief erschrocken, „ich will verdammt sein...“

Der ältere Offiziere zeigte nach vorne und fragte, „ist das ein Mord oder so etwas?“

Beide blickten sich schnell um. Inzwischen war niemand mehr auf der Straße, Oh gab dem Offizier einen Stoß, „beeile dich und sieh nach!“

Der ältere Offiziere schimpfte erschrocken, „warum immer ich?“

Oh fuchtelte mit dem Schwert herum, „gerade haben wir darüber gesprochen! Ich bin nicht auf Überraschungsangriffe vorbereitet! Ich kann nicht beurteilen, wie die Lage ist, sein Leben zu retten!“

Der ältere Offizier nickte, „ich verstehe!“

Er kniete sich neben Hwang Chul Woong nieder und griff nach seiner Halsschlagader, „er lebt noch!“

Oh wandte sich überrascht um, „wirklich? Dann fraß er die ganze Nacht und bekam Pisse zu trinken!“

Der ältere Offizier hob die Hand, „warte einen Moment! Scheint, als hätte er Stichwunden!“

Schon jammerte Oh wieder, „meine elendes Glück!“

Der ältere Offizier hielt ein kleines Holzbrettchen hoch und las laut, „Hwang Chul Woong von Gwangtong Bridge!“

Oh schimpfte auch schon wieder, „zur Hölle, was durchsuchst du seine Taschen? Bring ihn einfach ins Amt der Hauptstadt!“ Der ältere Offizier sah in verwirrt an, als Oh plötzlich herum fuhr, „warte! Wer hast du gerade gesagt ist es?“

Der ältere Offiziere sah wieder auf das Holzbrettchen, „Hwang Chul Woong!“

Oh kniete sich nun ebenfalls neben ihm nieder und sah das Holzbrettchen an, „wenn es Hwang Chul Woong von Gwangtong Bridge ist...“ Er holte erschrocken und überrascht tief Luft und fragte, „ist er nicht der Schwiegersohn vom Kanzler?“

Schnell hob er ihn über seinen Schulter und eilte los. Der alte Offizier stellte sich vor ihm in den Weg, „versuchst du ohne mich zu gehen?“

Oh sah ihn beleidigt an, „ich? Ajee, wirklich! Also was wenn wir beide gehen und niemand hier auf Streife ist?“

Der alte Offizier sah ihn mißtrauisch an, „ist das so?“

Oh rief verärgert, „geh schon!“

Der ältere Offizier nickte, „gut!“

Oh ging rasch weiter während er vor sich hin schimpfte, „immer so taktlos!“

Im Zimmer saß Hwang Chul Woongs Frau neben ihm. Der Kanzler trat ein und kniete sich neben sie nieder, „was ist passiert?“

Seine Tochter brachte nur mühselig heraus, „jemand...“

Der Kanzler sah ihn an und fragte, „warum schläfst du? Steh auf! Ich sagte steh auf!“ Erst da bemerkte er die Stichwunde und die Verletzung. Er schwieg kurz, dann rief er auch schon wütend, „sprich mit mir! Wie lief es in Jeju? Ich sagte, öffnen die Augen! Hast du deine Aufgabe erfüllt? Hast du deine Pflicht erfüllt?“ Er schüttelte ihn bis seine behinderte Tochter sich schreiend über Hwang Chul Woong warf. Er ließ ihn schließlich los und verließ den Raum. Draußen fragte er, „war er bewußtlos, als du ihn gefunden hast?“

Unten kniete Oh im Schnee, „ja, Kanzler! Es ist eine Erleichterung, daß ich ihn retten konnte! Sonst hätte er schlimme Folgen riskiert!“

Doch der Kanzler war von Natur aus mißtrauisch und er konnte keine Zeugen gebrauchen, „gibt es jemand, der all dies bezeugen kann?“

Oh sah verwirrt zu dem Kanzler auf, der auf der Veranda stand, „uh, ich begleitet ihn allein sicher vor jeder verstohlenen Blick weg, ja!“

Der Kanzler fragte auch schon, „hat er etwas gesagt, bevor er zusammenbrach?“

Oh sah wieder verwirrt aus, „sprechen, er konnte kaum einmal atmen und kam erst wieder zu Bewußtsein, nachdem ich ihn gerettet hatte! Trotz der dringend Lage, ging ich zu einer Apotheke und schrie sie an, Kräuter für ihn vorzubereiten!“

Der Kanzler hustete laut, „deine Mühe war in der Tat bemerkenswert! Ich werde mich an deinen Einsatz erinnern und auch deinen Namen an den Toren hinterlaßen!“

Oh sah zu Boden, „ja, Kanzler! Ich werde dir mit größter Treue dienen! Meine Dankbarkeit, Kanzler! Meine Dankbarkeit! Meine Dan...“ Erst da bemerkte er, daß der Kanzler schon gar nicht mehr da war.

In dem Wohnsitz, zu dem Song Taeha gegangen war, hatte man das Kind inzwischen wie es seinem Rang zustand gekleidet. Während das Kind, auf einer Liege saß, die man fast wie einen Thron geschmückt hatte und mit Decken und Kissen ausgebreitet hatte. Die Männer hatten sich vor ihm aufgestellt. Und der Besitzer des Wohnsitz erklärte, „eure ergebener Diener grüßen den königlichen Nachfolger! Vergib uns unsere mangelnde Treue nicht unser Pflicht erfüllt zu haben, als du uns brauchtest!“

Das Kind sah sie lächelnd an. Obwohl es noch ein Kind war, sahen seine Augen älter aus, als würde er verstehen, was vor sich ging. Die anderen Männer sagte gleichzeitig, „vergib uns!“

Sie knieten sich vor dem Kind nieder und verneigten sich. Die anderen Männer standen wieder auf, nur der Besitzer des Wohnsitz blieb noch knien und sagte mit Tränen in den Augen, „Eure Hoheit, wie konntest du nur deinen Sohn aufgeben und opfern?“ Diesmal sah lächelte das Kind nicht wie gewöhnlich, sondern sah den Mann ernst an.

Daegil und die anderen saßen in einem Raum und sahen auf eine Karte. Daegil erklärte, „in Anbetracht ihrer Taktik, vom ihrem Weg wegzulocken, werden sie sicherlich versuchen, ihre Spuren ab dem Unju Tempel an, zu verwischen! Es ist fruchtlos zu versuchen ihren Spuren zu folgen, sie führen uns nur in die Irre! Sie müßen irgendwo in dieser Gegend sein!“

Er zeigte auf einen Punkt auf der Karte. Choi fragte besorgt, „mit all diesen Leuten an seiner Seite, sind wir genug, um mit ihnen fertig zu werden?“

Wangson meinte, „ah, vor was hast du Angst? Es ist ein fünfhundert Nyang Schlag, da spielt die Zahl keine Rolle!“

Daegil gab ebenfalls zu bedenken, „wir wißen nicht einmal, wem wir vor uns haben! So hat es keinen Sinn, daß du jetzt schon naße Hosen bekommst! General Choi, du blickst dich um! Mit mehr Männer die sich ihm anzuschließen, werden sie sicherlich Fleisch und Getränke brauchen!“

Bei dem Wort wurde Seol-Hwa sofort wach, „Fleisch? Ich bin hungrig!“

Daegil überging sie und fuhr fort, „Wangson,du überprüfen die Händler von Grundbesitzen! Finde heraus, ob es kürzlich Verkäufe gab oder ob leere Wohnungen vor kurzem vermietet wurden!“

Seol-Hwa, welche nun wach war, fragte, „was ist dann mit mir?“

Daegil murmelte, „Mädchen, du suchst auf dem Markt! Sieh nach, ob jemand große Mengen an Waren kauft! Was mich betrifft, werde ich versuchen herausfinden, woher die Sänfte stammt!“

Un Nyun ging in die wie erst neu errichtete Küche. Han Seom Kwak kam angerannt und sah sie überrascht an, „was machst du hier?“

Un Nyun sah verlegen zu Boden, „ich wollte das Mittagessen vorbereiten!“

Han Seom Kwak lächelte, wenn auch ebenfalls verlegen, „das ist nicht nötig! Wir kümmern uns selbst darum!“

Un Nyun sah ihn überrascht an, „wie können Männer kochen? Verlaße die Küche!“

Han Seom Kwak widersprach, „wir können es ganz gut!“

Un Nyun beharrte, „beeile dich und geh!“

Han Seom Kwak sah sie verlegen an, „ja, dann...“

Er stolperte, als er eilig die Küche verließ. Un Nyun machte sich an die Arbeit, als Song Taeha eintrat, „hast du eine ruhige Nacht genoßen?“

Un Nyun lächelte, „ich habe lange nicht mehr in seidene Bettdecken geschlafen! Ich verbrachte die ganze Nacht damit, mich hin und her zu drehen!“

Song Taeha wurde ernst, „es wurde mir berichtet, du würdest kochen!“

Un Nyun sah ihn lächelnd an, „du erhältst Berichte mit solchen Themen?“

Song Taeha blieb jedoch ernst, „das Schlachtfeld war immer unsere Heimat! Obwohl wir vielleicht nicht in der Lage sind Köstlichkeiten zu kochen, wißen wir sicher, wie man sich selbst ernährt! Laß es ihnen!“

Un Nyun wurde nun ebenfalls ernst, „dennoch, läßt es sich mit dem einer Frau vergleichen?“

Song Taeha wandte ein, „du hast genug Schwierigkeiten ertragen, so daß du jetzt eine Atempause verdienst!“

Un Nyun seufzte, „wie kannst du immer so taktlos sein? Ich wollte nur für dich selbst kochen!“

Song Taeha schwieg einen Moment, „gut!“

Un Nyun lächelte wieder, „versichere dich, daß kein Mann die Küche hier betritt!“

Song Taeha nickte, „das werde ich!“

Un Nyun wurde wieder ernst, „es wäre gut, etwas Fleisch zu kaufen! Hier gibt es nicht viel zum kochen!“

Song Taeha lächelte, „ich werde mich darum kümmern, daß du es bald bekommst!“ Song Taeha machte sich ans gehen und Un Nyun wandte sich wieder der Arbeit zu. Er blieb stehen und schwieg einen Moment. Er wollte etwas sagen, schwieg jedoch. Un Nyun sah auf und sah ihn immer noch da. Song Taeha wandte sich verlegen ab und sagte schließlich, „danke, daß du an meiner Seite geblieben bist!“ Er ging und Un Nyun lächelte, doch es war nie das gleiche fröhliche und glückliche Lächeln, daß sie stets bei Daegil hatte.

Hwang Chul Woong kam langsam zu sich. Er öffnete die Augen und setzte sich dann hastig auf, als hätte er einen Alptraum gehabt. Er holt etliche Mal tief Luft. Seine Frau saß in einer Ecke und sah besorgt zu ihm. Ihr Vater saß neben ihm und fragte, „was geschah in Jeju? Warum antwortest du mir nicht?“

Hwang Chul Woong hatte einige weitere Mal tief Luft geholt, nun sagte er ruhig, „hast du nicht gesagt, auch Schwiegersöhne sind Söhne? Solltest du mich nicht zuerst fragen, wie ich mich fühle?“

Der Kanzler fragte, „ist es das, was du zu sein wünschst? Hast du deine Aufgabe erfüllt? Willst du dorthin zurück kehren?“

Hwang Chul Woong erklärte, „er war nicht in Jeju!“

Der Kanzler fragte, „wo war er?“

Hwang Chul Woong erwiderte, „Song Taeha war zuerst dort!“

Der Kanzler wandte sich ab, „du enttäuschst mich! Ich hätte nie gedacht, daß du dies würdest!“

Hwang Chul Woong wandte ein, „ich habe nur für einen Moment ihre Spuren verloren!“

Der Kanzler sagte verärgert, „der Pfad, den du nahmst ist nicht von Interesse für mich! Nur die Ergebnisse sprechen für sich!“

Hwang Chul Woong erklärte, „ich werde ihn finden!“

Der Kanzler nickte, „du mußt! Wenn du es nicht tust, selbst wenn du untergehst, werde ich nicht erlauben, daß du hierher zurückkehrst!“

Auch die anderen trugen inzwischen wieder ihre Militärkleidung und standen draußen im Hof. Gwangjae stand neben neben Han Seom Kwak und fragte verwirrt, „also ist sie nicht wirklich deine Schwägerin, wie du gesagt hast!“

Han Seom Kwak sah sich hastig um und flüsterte, „hast du deinen Verstand zusammen mit er Suppe geschluckt?“

Gwangjae ließ nicht locker und fragte immer noch verwirrt, „als was? Nennst du den General jetzt Hyungnim?“

Han Seom Kwak seufzte genervt, „warum, denkst du er will das? Mir wurde gesagt, dies zu tun und ich kann nur seinem Befehl folgen!“

Gwangjae sah neugierig zu den anderen, „dann was, sind sie verheiratet?“

Han Seom Kwak fummelte an seiner Uniform herum, „du bist wieder zurück! Du bist immer noch...“

Er schwieg, als Song Taeha erschien und verneigte sich wie alle anderen. Song Taeha ging an ihnen vorbei und du Männer stellten sich hinter ihm auf. Er trat sie Han Seom Kwak und Gwangjae, „habt ihr euch gut ausgeruht?“

Han Seom Kwak verneigt sich nur, während Gwangjae erklärte, „nach so langer Zeit mit einer Decke z schlafen fühlte sich so seltsam an, ich konnte nicht schlafen!“

Han Seom Kwak hustete und fragte, „bei der Gelegenheit, überlaßen wir das Kochen von jetzt an ihr?“

Song Taeha lächelte leicht, „von jetzt an, vermeidet die Küche! Und laßt uns sehen, ob ihr immer noch eure eigenen Duelle halten könnt!“

Han Seom Kwak nickte, „ja, sicher!“

Song Taeha erklärte, „du verletzt bist, so trete einen Schritt zurück! Gwangjae! Ist deine zweibeinig Stellung noch immer, was sie früher war?“

Gwangjae verneigte sich, „ja, General!“

Song Taeha und Gwangjae entfernte sich von den anderen ein Stück. Song Taeha lächelte, „wieviel Spielraum soll ich dir geben?“

Gwangjae erklärte, „laß uns einfach beginnen!“

Als er auch schon Song Taeha angriff, welcher geschickt auswich. Gwangjae wich kurz einmal etwas weiter zurück, als Song Taeha ihn traf, griff dann jedoch sofort wieder an. Song Taeha gelang es seine Hand fest zu halten. Doch Gwangjae befreit sich schnell. Als Song Taeha nach ihm trat, hielt er dessen Fuß fest. Song Taeha sah ihn lächelnd an.

Hwang Chul Woong hatte sich von seinem Bett aufgesetzt. Er zog sah Schwert und sah es an, dann steckte er es zurück. Seitlich von ihm saß seine Frau und machte unkontrollierbare Bewegungen, als sie mühsam nuschelte, „Seobangnim, sorge dich zuerst um dich!“

Hwang Chul Woong sagte kalte, „ich möchte diese Stimme von dir nicht zu hören! Mein Leben ist belastet mit Fehler und Untaten, aber ich konnte keinen größeren Fehler, als dich zu heiraten! Hör gut zu; denn ich werde auf deinen Vater mit Füßen treten und auf meinen eigenen Füße meinen Stolz wieder erlangen!“ Dann stand er auf und verließ sie. Seine Frau liebte ihn von ganzen Herzen und dies sollte sich nicht ändern. Doch es sollte die Zeit kommen, wo er seine Worte bereute und bitterlich bei ihr weinte. Doch jetzt war es seine Frau, welche bitterliche Tränen vergoß.

Der Kanzler ging draußen neben dem König und sah niedergeschlagen aus, „mein König, ich bin beschämt, dir die zu sagen, aber ich kann unsere Angelegenheit in Jeju nicht ruhen laßen!“

Der König blieb stehen und sah ihn an, „hast du nicht gesagt, daß der Mann den du gewählt hast, sehr geschickt ist?“

Der Kanzler verneigte sich, „vergib mir meine Unfähigkeit!“

Der König sah ihn ernst an, „du überraschst mich, Kanzler! Du machst solche Fehler!“ Er ging und ließ den Kanzler stehen.

Der König sah am Tisch dem Abgesandten der Qing gegenüber. Nach einiger Zeit fragte der König, „ich frage mich, ob unser Empfang so unbefriedigend war!“

Der Abgesandte schüttelte den Kopf, „war es nicht! Ich habe immer diese Ufern immer mit größter Freude besucht!“

Der König fragte, „also werdet ihr morgen abreisen?“

Der Abgesandte schüttelte den Kopf, „ich plane, ein paar Tage länger zu bleiben!“

Er hob den Krug und wollte dem König Wein einschenken, doch der König hob die Hand, „der Heiler Verbot mir Alkohol zu trinken!“

Der Abgesandte stellte den Krug wieder auf den Tisch und wurde ernst, „es ist Zeit, einen entscheidenden Schritt zu tun! Ich möchte Seokgyeon mit mir nehmen! Mich bewegen keine bösartigen Absichten! Sohyeon und ich waren Blutsbrüder, so ist es Zeit, die ich für meine Aufgabe lebe, seinen seinem Sohn großzuziehen!“

Der König lachte leise, „als sein Großvater könnte nicht so tun, als würde ich mir dies für dich wünschen! Er wurde in Übereinstimmung mit dem Gesetz ins Exil geschickt!“

Der Abgesandte sah ihn verärgert an, „Exil, man konnte leicht Beseitigung durch einem königlichen Befehl nennen!“

Der König wandte ein, „als König kann mit oder ohne Zustimmung meines Hofs gehen! Aber keine solche Macht ist der Gnade unseres Thron verliehen!“

Der Abgesandte wandte ein, „abgesehen von Joseons politischen Beziehungen mit den Qing, ist es eine persönliche Bitte von mir!“

Der König welcher sich nun doch Wein einschenkte sah auf, „ich werde dieses Thema mit meinen Untertanen besprechen!“

Der Abgesandte nickte, „bis Seokgyeon ist zu mir gebracht wurde, erfolgt eine weitere königliche Gesandtschaft!“

Song Taeha und seine Männer hatten sich in einem Raum versammelt. Der Besitzer des Wohnsitz saß ihm gegenüber und erklärte, „endlich können wir legitimen Nachfolger unserer königlichen Blutlinie dienen! Wir werden den kürzlichen Kronprinz Bongnim absagen und Fürsprecher für den königliche Nachfolger werden, seinen Platz einnehmen! So widmen wir unsere Bemühung unserem Land mit Sicherheit das Land zu geben, dem es!“

Die Männer stimmten zu, „ja!“

Der Besitzer des Wohnsitz sah zu Song Taeha auf der anderen Seite, „der Meister ist nicht mehr unter uns, so daß du und ich an seiner Stelle führen müßen!“

Einer der Männer sah zu Song Taeha und erklärte, „wir alle haben größte Vertrauen in dich, General Song!“

Ein weiterer der Männer stimmte zu, „du mußt uns führen, General!“

Song Taeha fragte ruhig, „habt ihr irgendwelche Pläne?“

Der Besitzer des Wohnsitz nickte, „wir planen, auf der ganzen Halbinsel Anhänger zu finden! Zur Zeit müßen wir nicht zu den Waffen greifen!“

Song Taeha fragte wieder, „ist es eine Wiederherstellung, nach der du suchst?“

Der Besitzer des Wohnsitz erklärte, „unser Problem wird nicht mit der bloßen Erklärung eines neuen Kronprinzen enden!“

Song Taeha wandte ein, „die Lossagung des königlichen Nachfolgers...“

Der Besitzer des Wohnsitz unterbrach ihn, „er ist nicht der königliche Nachfolger, sondern unsere Kronprinz!“

Song Taeha schwieg kurz, als er einwandte, „warum ersuchst du nicht eine Audienz mit Prinz Bongnim, um ihn zu zwingen, für den Kronprinz aus dem Exil abzudanken?“

Der Besitzer des Wohnsitz schüttelte den Kopf, „der Hof wird bereits durch den Kanzler und seine Anhänger geführt! Würden sie jemals jemand akzeptieren, der sich bemüht sie aus dem Palast zu vertreiben?“

Song Taeha sah bedrückt aus, „ein bewaffneter Aufstand wird zu viele Opfern führen!“

Der Besitzer des Wohnsitz erklärte, „ist je eine Revolution ohne einen Tropfen Blut zu vergießen gelungen? Viele Standesgenossen haben unsere Sache angeschloßen! Und ich hoffe, du wirst uns dein Vertrauen ebenso gewähren! Du mußt unsere Revolution anführen!

In einem anderen Raum neigte sich Un Nyun über das Kind, „Eure Hoheit, bist du nicht müde?“ Das Kind schüttelte lachend den Kopf und Un Nyun fragte lächelnd, „warum ist das so? Komm her!“

Der Besitzer des Wohnsitz wandte inzwischen ein, „auch, diese Frau...“

Song Taeha unterbrach ihn, „du kannst ihr vertrauen! Du mußt dir keine Sorgen um sie machen!“

Der Besitzer des Wohnsitz widersprach, „in kurzer Zeit wird unser Leben auf dem Spiel stehen! Aber es ist auf lange Sicht unser Landes, um daß es geht! Der Schutz unserer Herkunft ist wichtig! So kann keinem Außenstehenden erlaubt sein, in unseren Reihen aufgenommen zu werden!“

Song Taeha widersprach, „diese Frau wird mit mir für den Rest meines Leben mit mir leben!“

Der Besitzer des Wohnsitz sah ihn verärgert an, „schau, General Song...“

Song Taeha unterbrach ihn, „falls nötig werden wir auch ein ehelichen Beziehung eingehen!“

Der Besitzer des Wohnsitz schüttelte, „prüfe sie, auf der Tatsache, daß Frauen große Anstrengungen eines Mannes behindern können!“

Song Taeha beharrte, „ich dachte lange genug darüber nach! Wenn du mich entschuldigen willst...“ Er stand auf und verließ den Raum.

Choi sah inzwischen einem Metzger zu, „hör zu!“ Der Metzger tat, als er hätte er nichts gehört, als Choi seinen Speer auf das Fleisch legte, „ich frage dich noch einmal, eine große Bestellung oder Einkauf, hast du seit kurzem?“

Der Metzger sah ihn an, „du scheinst ein Kerl von niedriger Geburt zu sein, der auf die Bürgerlichen herabblickt! Du scheinst nicht zu wißen, daß Metzger und Köter, nie beim Essen gestört werden sollen!“

Choi beharrte, „es muß eine Gruppe von Männern zu sein, welche hier wohnt! Belieferst du sie hier?“

Der Metzger sah ihn kalt an, „selbst wenn sie es sind, handeln wir nicht in Wohnsitzen mit Yangbans! Soll ich Probleme verursachen, nur damit du glücklich bist, närrischer Gauner?“

Wangson saß inzwischen bei einem älteren Mann und hielt sich die Hand an die Stirn, während dieser die Papiere durchging und immer wieder sagte, „mal sehen... Mal sehen! Du kannst überall suchen, wirst aber kein Glück haben!“

Nun sah Wangson doch auf, „ah, warte einen Moment! Du hast nur einen registrierst?“

Er hielt das Papier hoch, der ältere Mann fragte, „wie viele Wohnsitze werden an einem Weiler wie diesen verkauft?“

Wangson holt erst einmal Luft um sich zu beruhigen, „also hat auch niemand einen vor kurzen vermietet? Oder vielleicht eine Gruppe von Männern, welche versuchten einen zu kaufen?“

Der ältere Mann seufzte, „ajee, wirklich, willst du mir den Rest geben? Wer würde jemals Grundstücke in Zeiten wie diesen kaufen?“

Wangson fragte genervt, „ajee, wirklich, du bist der einzige hier in der Umgebung, welcher damit handelt!“

Der ältere Mann grinste, „du wirst niemanden hier in der Nähe zu finden, welche es mit meinen Verbindungen aufnehmen kann!“

Wangson verdrehte die Augen, dann hielt er ihm die Papiere entgegen, „laß uns noch einmal nachsehen! In Einzelheiten!“

Seol-Hwa wandte sich an einem Mann, draußen vor einem Haus, „Orabeoni, weißt du wirklich nichts?“

Der Mann schüttelte den Kopf, „wenn es nur hier wäre, kaufen nur ein paar Leute! Wie soll ich mich an jeden erinnern, der Holz gekauft?“

Seol-Hwa rief aufgeregt, „eine große Menge vor kurzer Zeit!“

Der Mann sah sie an, „bei der Gelegenheit und wer bist du? Bist du heimatlos? Brauchst du eine Unterkunft?“

Seol-Hwa lachte leicht verbittert, „ah, wirklich, es ist hier, als würde man durch Pisse gehen! Denkst du, jemand würde einem etwas umsonst geben? Du mußt schon einige Leidenschaft zeigen, wenn du sie fangen willst, Orabeoni!“

Der Mann griff grinsend nach ihrer Hand, „also...“

Seol-Hwa stand hastig auf, „wenn du eine Gruppe von Männern mit Schwertern hier herum gesehen hast, treffe mich dort in dem Lokal und laß es mich wißen! Dann könnte ich...“ Sie schwieg kurz, dann lächelte sie, „du weißt schon!“

Daegil zeigte einem Mann seinen alten Trick und hielt ihm das Siegel vor die Nase, „eine Gruppe von bewaffneten Männern vor kurzem gesehen?“

Der Mann schüttelte den Kopf, „nicht wirklich!“

Daegil ging frustriert weiter, Männer trugen eine Sänfte vorbei. Daegil blieb plötzlich stehen und sah sich nach der Sänfte um. Ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen, als ihm plötzlich etwas einfiel. Er eilte zu der abgestellten Sänfte im Wald zurück und schob die Bänder zurück, darunter befand sich auf einem Brett geschrieben, „Usan-Gol Gelehrter!“ Daegil sagte zu sich selbst, „Kang Mingyu!“

Un Nyun saß mit dem Kind im Zimmer. Song Taeha saß an der offenen Tür, als Un Nyun zu ihm sah, „es wird kalt, komm herein!“

Song Taeha sagte mit fester Stimme, „nein!“

Un Nyun sah ihn ernst an, „deine plötzliche Meidung, ist sehr viel unverständlicher! Komm rein!“

Song Taeha sah sie an, „willst du mich heiraten?“

Un Nyun sah ihn einen Moment schweigend an, bevor sie fragte, „was?“

Song Taeha sah sie weiter ernst an, „ich denke, wir müßen ein eheliche Beziehungen eingehen!“

Un Nyun, welche tief im Herzen immer noch Daegil liebte, fragte zweifelnd, „du meinst, wir müßen? Ist die Ehe etwas für dich, das nötig ist?“

Song Taeha sah verlegen weg, „dies ist nicht der Fall! Aber wir brauchen jemanden, der sich um Seine Hoheit sorgt und...“

Un Nyun unterbrach ihn, „dann finde ein Kindermädchen!“

Song Taeha schwieg wieder kurz, bevor er sagte, „du ziehst auch die Aufmerksamkeit meiner Untergebenen auf dich!“

Un Nyun fragte bedrückt, „ist es lediglich, um deine Ehre und Ruf zu schützen?“

Song Taeha schüttelte den Kopf, „unsere Beziehung verunsichert die Menschen!“

Un Nyun schwieg kurz, „dann werde ich einfach gehen!“

Song Taeha sah sie bedrückt an, „also weigerst du dich meinen Antrag anzunehmen?“

Un Nyun sagte entschloßen, „ja! Ist nicht das, was du wirklich brauchst ein guter Freund oder ein treuer Untergeordnete?“

Diesmal widersprach Song Taeha, „das ist nicht wahr!“

Un Nyun schwieg wieder kurz, als sie fragte, „was ist es dann? Warum brauchst sonst eine Ehe mit mir?“ Diesmal war es Song Taeha der schwieg und Un Nyun schließlich erklärte, „Seine Hoheit wird sich erkälten! Ich schließe die Tür!“

Daegil betrat den Wohnsitz. Vier Männer standen im Hof und bewachten, als ein junger Minister heraustrat, „was bringt dich den ganzen Weg hierher?“

Daegil erklärte, „ich fand eine deiner Sänften nah beim Stein Maitreya! Warum wurde es dort gelaßen?“

Der Minister lächelte leicht, „woher soll ich wißen, wo meine Ehefrau ihre Sänfte hat? Es muß dort gelaßen worden sein, als sie auf ihren Weg zu dem Tempel war, wie es verloren ging...“

Daegil unterbrach ihn, „ich bin mir bewußt, daß deine Ehefrau nicht zu häufigen in Tempeln erscheint, wenn ich mich nicht irre? Wem hast du die Sänfte geliehen?“

Der Minister fragte leicht spöttisch, „geht es dem Minister Choi Jibong gut?“

Daegil sah ihn alles andere als erfreut an, „ihm wird es ganz sicher gut gehen, also hör auf dich zu Sorgen und antworte mir!“

Der Minister lächelte wieder, „du sprichst mit mir, wie mit einer Streifenwache! Doch du kennst nicht einmal den Namen des Ministers! Der Name des Ministers ist nicht Choi Jibong, sondern aber Park Jeongsu! Übergebt ihm der örtlichen Behörde!“

Song Taeha hatte die Tür geschloßen und Un Nyun sprach wieder mit dem Kind, „Eure Hoheit, Männer sind recht merkwürdig, nicht wahr? Ich liebe dich, laß uns zusammen leben! Wie schön wäre es, solche Worte zu hören!“

Das Kind sah sie lächelnd an, als Song Taeha vor der Tür sagte, „ich werde für einen Moment eintreten!“ Er trat ein und setzte sich ihr gegenüber, während er einen Moment schwieg und dann leise sagte, „was auch immer der Fall ist, ich bin nur ein entlaufener Sklave, während du eine Jungfrau von einem Yangban Clan bist! Kann ein Nobi einem Yangban Mädchen einen Antrag machen?“

Diesmal schwieg Un Nyun einen Moment, als sie ihn überrascht ansah, „mehr als die Klasse in der wir in geboren wurden, ist es, wem die Dinge gehören! Ein Nobi sein, bedeutet nichts!“

Song Taeha fragte nachdenklich, „du willst wißen, warum ich unsere Ehe vollziehen möchte, nicht wahr? Was ich brauche, ist nichts anderes als dich! Es ist nicht eine Schuld der Dankbarkeit zurückzuzahlen, noch ist es der Sinn von Verantwortung, der mich führt! Es ist nicht einmal einfache Treue, für alle die Mühen, die wir zusammen erlebten! Es liegt daran, daß in diesem Herz von mir, du die Einzige bist! Den Rest meiner Tage möchte ich dich schätzen! Willst du mich heiraten?“

Inzwischen kämpfte Daegil gegen die vier Wachen. Er tötete die letzte Wache, kniete sich neben ihm nieder und zog die beiden Dolche, welche er nach ihm geworfen hatte heraus. Der junge Minister lächelte nun nicht mehr, sondern wich erschrocken zurück. Daegil stellte einen Fuß auf die Stufen und lehnte seinen Arm mit den beiden herausgezogenen Dolchen darauf. Er sah den jungen Minister an und meinte, „ich bin kein Minister, weißt du! Ich bin sehr viel boshafter und wilder, als du dir denken kannst! Wem hast du die Sänfte geliehen?“

Der Minister stammelte, „i... ich weiß es nicht!“

Daegil wischte einen der blutigen Dolche an dessen Kleidung ab, wo blutige Streifen zurückblieben, „scheint als hättest du eine große Familie! Sohn, Tochter! Ah, auch ergebene Schüler, welche deinen Schlafplatz teilen!“

Der Minister keuchte nun heiser und alles andere als lächelnd, „warum tust du mir das an?“

Diesmal lächelte Daegil leicht, „die Sänfte, wem hast du sie geliehen?“

Der Minister gestand, „ein Kollege bat mich um eine Sänfte und einige Unterkünfte, das ist alles!“

Daegil fragte, „wer könnte es sein?“

Der Minister sah ihn besorgt an, „wirst du nicht mehr versuchen, meiner Familie zu Schaden?“

Daegil überging diese Frage, „wer ist es?“

Der Minister sagte, „gehe zum nächsten Weiler, schaue nach dem alten Hörsaal und du wirst es herausfinden!“
Anm.: Hörsäle waren Mitte bis Ende der Joseon Dynasty auch ländliche politische Hauptquartier.

Song Taeha sagte leise, „ich werde immer mit Entschlossenheit handeln, unveränderlich wie meine Wege sein werden!“

Un Nyun schwieg lange Zeit. Tränen rannen über ihre Wange, als sie leicht lächelte und leise fragte, „gibt es etwas, du du im Gegenzug möchtest, daß ich sage? Wie versprochen werde ich eine gute Ehefrau sein oder versprechen, daß ich mich um deine Untergebenen mit großer Sorgfalt behandeln werde!"

Draußen errichteten Song Taehas Männer einen Traualtar. Im Inneren fragte einer der Männer, den Gelehrten, „planst du einen Leerlauf? Geht dies alles so weiter?“

Der Gelehrter war ebenfalls verärgert, „General Song verschwendet seine Zeit!“

Ein weiterer Mann fragte, „wie kann der Anführer einer Revolution, ein eheliche Beziehung, am Vorabend unserer glorreichen Mühe, vorbereiten! Ohne Zeit zu verschwenden wird er seßhaft werden!“

Song Taeha und Un Nyun zogen sich für ihre Hochzeit um. Daegil rannte so schnell er konnte durch die Straßen. Außer Atem blieb er vor dem geschloßenen Tor des Wohnsitz stehen. Song Taeha trat nach draußen. Drinnen sagte ein weiterer Mann, „er muß aufgehalten werden!“

Der Gelehrte schüttelte, „General Song verlor den rechten Weg! Er ist nicht mehr der gleiche tapferen Krieger, welcher seine Verwandten hinter sich ließ, um mutig unsere Konflikte zu führen! Die Zeremonie kann weitergehen, aber es werden nur Probleme auf ihn warten! Keine Kleinigkeit wie Romantik kann ein Hindernis für eine Revolution sein!“

Dies wahrlich nicht, doch sie hatten andere Probleme, nicht nur Daegil war ihnen auf der Spur, auch Hwang Chul Woong sollte ihnen wieder folgen, hinzu sollte noch erschwerend der Aufstand der Sklaven hinzu kommen. Song Taeha Heirat war also weniger das Problem, außer für Daegil, welcher immer noch nach Atem ringend vor dem geschloßenen Tor stand. Schließlich rannte er ein Stück weiter, sprang auf die Mauer und in einen etwas abgelegenen Garten. Er eilte weiter und versteckte sich rasch vor einigen Soldaten. Han Seom Kwak kümmerte sich um die Vorbereitungen der Hochzeit. Song Taeha stand allein vor dem Haus. Daegil kniete hinter der Ecke und zog langsam sein Schwert ein Stück heraus, als Un Nyun erschien. Un Nyun lächelte leicht. Song Taeha jedoch sah sie ernst an, als er ihre Hände in seine nahm, „ich bin gekommen, um die Braut zu holen!“

Daegil sah sie wieder vor sich, als sie jung und verliebt waren. Er sank wie kraftlos zu Boden, als er sich wieder an Chois Worte erinnerte, „falls sie heiratete und glücklich lebt, was dann?“ Er hatte geantwortet, „sie kann nicht im Glück leben! Nicht nachdem sie all dies mit mir ertragen hat! Nicht nach all dem Glück, daß wir hatten! Ein anständiges, glückliches Leben steht außer Frage!“

Er sah wieder zu ihnen, während er langsam sein Schwert ganz herauszog. Er war innerlich zerstört. Daegil sah wie Un Nyun das Kind lachend auf den Arm nahm, „du bist hier, Eure Hoheit!“ Sie sah Song Taeha lachend an, welcher beide glücklich anlächelte. Daegils Blick wurde eisig, doch gleichzeitig verloren sie auch alles Leben. Sein Hände finden an zu zittern und er lehnte sich zurück an die Wand. Song Taeha hörte ein Geräusch und ging langsam zu der Hausecke. Als er dort ankam, war Daegil weg. Un Nyun trat mit dem Kind auf dem Arm zu ihm, „was ist los?“

Song Taeha lächelte leicht, „schon gut! Ich dachte, ich sah jemand hier!“

Daegil lehnte draußen müde an der Mauer, er schien alles Leben verloren zu haben. Im Hof heirateten, geleitet von Han Seom Kwak, welcher das Kind an der Hand hielt, Un Nyun und Song Taeha. Daegil stand auf und ging wie ein alter Mann, er fiel zu Boden und stand langsam wieder auf, bevor er kraftlos weiterging. Er taumelte schließlich durch die Straße, bis er wieder kraftlos zu Boden fiel. Schließlich holte er die Zeichnung von Un Nyun hervor und sah sie an, Tränen fielen auf das Bild, während Daegil bitterlich weinte. Seol-Hwa sah ihn von weitem und rief lachend, „Orabeoni!“

Sie hielt inne, als sie Daegil auf der Straße sitzen und weinen saß. Daegil bemerkte sie nicht einmal. Er starrte nur Un Nyun Bild an und weinte. Seol-Hwa kniete vor ihm nieder. Daegil drückte Un Nyun Zeichnung an sich und fing laut weinend an zu schreien. Seol-Hwa ertrug es nicht mehr. Sie stand auf und ging wortlos und ebenfalls voller Kummer. Während sich eine Schar Menschen um den laut weinenden Daegil versammelte, ging Seol-Hwa nun ebenso blicklos und taumelte kraftlos die Straße entlang. Während sie Daegil immer lauter werdende Schreie hörte und ihr ebenfalls die Tränen über das Gesicht floßen. Erst nun wurde ihr wirklich klar, daß sie Daegils Herz nie bekommen konnte, ebenso wenig wie Song Taeha das von Un Nyun.

Inzwischen traten auch Han Seom Kwak die Tränen in die Augen, als er sich zurück erinnerte. Er gestand, „meine Scheune bis zum Rand gefüllt mit Kälbern war ebenso eine Lüge!“

Er lachte. Zum ersten Mal lachte auch die Hofdame. „und du dachtest, ich glaubte es?“

Han Seom Kwak schwieg kurz, „als ich sagte, ich werde dich in Luxus baden, meinte ich es so!“

Die Hofdame sah ihn überrascht einige Zeit an, dann schüttelte sie verlegen den Kopf, „sage es nicht! Wie könnte eine Hofdame Augen für andere Männer als ihren Herrscher haben?“

Han Seom Kwak wandte sich wieder an die Hofdame, „nachdem wir diesen Ort entflohen sind, laß uns ein ehelichen Bindungen eingehen und ausgelassen unsere Nächte erfreuen!“

Die Hofdame sah ihn entrüstet an an, „hör dir das an!“

Han Seom Kwak lachte leise, „ich kann dir doch nicht ein Leben in Luxus versprechen, aber ein anständiges Leben, darauf kannst du dich verlassen!“

Inzwischen brachten Offiziere weitere Sklaven weg. Jumo und Dong-Saeng standen mit Ma-Ui in der Menschenmenge und sahen zu, wie man auch Hwa Baek Bang mit den anderen Sklaven wegbrachte. Jumo sah ihn von weiten und jammerte, „ajee, seht ihn euch an! Was können wir tun?“

Dong-Saeng erwiderte, „sie sagen, er wird eine Regierungssklave!“

Jumo sagte empört, „dieser stumpfsinnige, alte Mann, was könnte er schon getan haben, um dies zu verdienen?“

Ma-Ui seufzte, „man kann nie wissen, wann sich das Rad des Lebens dreht! Die Hölle kann direkt vor deiner Tür sein!“

Dong-Saeng rief, „wie können wir in Frieden in dieser schrecklichen Welt leben? Der Offizier den wir gestern sahen, folterte ihn ganze zwei Tage lang!“

Ma-Ui wandte ein, „niedrige Leben wie unsere, sind wie ein Tanz auf einem Schwert! Wenn du einen falschen Schritt machst, wo ist dann dein Kopf?“

Hwa Baek Bang bemerkte sie, er blieb stehen und sah sie kurz an, dann ging er langsam weiter. Jumo klagte wieder, „dennoch, wie kann es möglich sein? Sieh dir sein Gesicht an!“ Sie trat von den anderen weg auf die Straße. Hwa Baek Bang wandte sich um und Jumo rief ihm zu, „paß auf dich auf!“ Er blieb wieder stehen, als ihn die Offiziere weiter stießen.

Jumo saß draußen im Lokal niedergeschlagen mit Ma-Ui, „ajee, eine gute Tat für den Teufel und er führt dich aus Dankbarkeit in die Hölle! Dankbarkeit und Streit werden mit der Zeit vergeßen, sagen sie! Was hat er getan, um all dies zu verdienen?“

Ma-Ui reichte ihr eine Schale Wasser, „häßliches Unglück fand ihn, dies ist sicher! Sie sagen, sie sagen, hübsche Menschen haben nichts häßliches und häßliche Menschen haben nichts schönes!“

Dong-Saeng sah ihn an und seufzte, „sie sagen auch, wenn zwei Menschen, der eine ein Verwandter und der andere ein Fremder ist, das gleiche Verbrechen begehen, wird immer der Fremde beschuldigt! Wie anders könnte es auch sein!“

Ma-Ui wandte ein, „die Regierung war nachsichtig! Sie würden einem normalerweise alle Glieder raus reißen, wenn man Staatseigentum verkauft!“

Jumo erklärte, ich fürchte mehr die Offiziere, als den König, welcher weit entfernt ist!“

Dong-Saeng hielt sich die Hand ans Herz und säuselte, „ich denke, ich werde mir in Hose machen, wenn ich Offizier Oh sehe!“

Kaum hatte sie ausgesprochen, erschien dieser auch schon, sofort sprangen alle erschrocken auf, während Oh rief, „was für einen Verrat plant ihr diesmal?“

Ma-Ui fragte erschrocken, "hast du die Ruhe nach diesen glorreichen Tagen genoßen?“

Oh sah sie verwirrt an, „was ist los mit euch?“

Dong-Saeng sagte hastig, „ich glaube, ich muß auf die Latrine!“

Kaum hatte sie ausgesprochen war sie auch schon weg, während Oh rief, „warum ist mein Tisch noch nicht gedeckt?“

Jumo verneigte sich hastig, „ja, natürlich!“

Dann eilte auch sie weg, während Ma-Ui hastig sagte, „setze dich, Herr!“

Ji Ho Cheon kehrte allein nach Hause zurück. Er betrat das leere Haus und rief, „he, Ji Ho Cheon ist zurück! Euer Ältester ist zurück! Kommt heraus!“ Er legte sich nieder lachend nieder und rief, „he Mandeuk, bring mir etwas Wasser! Worauf wartest du noch?“ Erst als keiner antwortete hörte er auf zu lachen und setzte er sich verwundert auf.

Oh saß am Tisch und rief laut, „wo war ich?“

Jumo saß neben ihm und auch Dong-Saeng war wieder zurückgekehrt, während Ma-Ui vorgab begeistert zu sein, „du sagtest, der Kanzler sagte...“

Oh klatschte in die Hände und unterbrach ihn, „ja, das ist richtig! Der Kanzler hielt meine Hände voller Dankbarkeit und sagte, ich werde nie vergeßen, was du für mich getan hat! Wie ist dein Name? Und ich sagte ihm, ich habe nur meine Pflicht erfüllt, es ist nicht nötig, dich an meinen Namen zu erinnern! Aber er beharrte darauf, er wollte meinen Namen wissen, uh?“

Er lachte laut und Ma-Ui schmeichelte ihm, „du bist ein Held für die Ewigkeit, Herr!“

Oh sah ihn lachend an, „du wirst nicht glauben, wie dankbar der Kanzler war! Er sagte mir, er betrachtet mich als ein Familienmitglied!“

Alle lachten laut. Jumo erklärte, „wie geht dies weiter für dich, frage ich mich!“

Oh erklärte, „ich bin mir sicher, ich kann erwarten, daß ich bald genug Gouverneur werde oder Oberbefehlshaber im Büro der Hauptstadt!“

Alle lachten wieder, während Ma-Ui zustimmte, „sicher, sicher! Du wirst wahrscheinlich sogar in den Palast eingeladen werden!“

Oh sah ihn überrascht an und rief sofort, „ja, das ist richtig! Ein Mann sollte Ehrgeiz haben! Da gibtes keinen Platz, welcher höher ist, als der Palast!“ Alle lachten wieder, als Oh plötzlich Ma-Ui ansah, „was? Stimmst du nicht zu?“

Hwang Chul Woong traf sich mit einem dem Minister, „wer ist dieser Chung Hwai Gil auf den du dich beziehst?“

Hwang Chul Woong erklärte, „es ist eine Bittschrift von Gelehrten, zu Won Son als Prinz anzuerkennen!“

Der Minister nickte, „ja, ich glaube, ich erinnere mich daran!“

Hwang Chul Woong befahl, „ich möchte die Namen von allen, welche die Bittschrift unterzeichneten!“

Der Minister sah ihn überrascht an, „eine Liste ihrer Namen? Wofür?“

Hwang Chul Woong erklärte, „ich brauche sie, um mich selbst auf die Politik vorzubereiten!“

Der Minister nickte, „ich verstehe deinen Standpunkt! Es ist wichtig für dich deine Feinde zu kennen, um in der Politik zu überleben!“

Hwang Chul Woong befahl, „bitte behalte dies für dich und sprich nicht mit meinem Schwiegervater darüber!“

Der Minister lachte, „natürlich! Ich stehe immer auf deiner Seite!“

Später traf sich der Minister mit dem Kanzler, „dein Schwiegersohn kam und bat mich um eine Liste der Namen der Gelehrten von der Bittschrift!“

Der Kanzler trank einen Schluck Wein, „ich weiß! Er bat mich selbst darum, aber...“

Der Minister unterbrach ihn, „er scheint an der Politik interessiert zu sein! Warum öffnest du nicht einige Türen für ihn? Wem anderes kannst du vertrauen, als deiner eigenen Familie?“

Der Kanzler sah ihn an, „ich habe Vertrauen in dich!“

Ein angetrunkene Ma-Ui kehrte nach Hause und sang vor sich hin. Er wurde schnell nüchtern, als er dort Ji Ho Cheon fand, welcher seiner Lieblingsbeschäftigung nachging und sich innig seinen Fußnägeln widmetet, „du bist zurück!“

Ma-Ui sah ihn erschrocken an und erklärte hastig, „wenn du mich entschuldigst, ich habe noch ganz dringend draußen einiges zu erledigen!“

Er rannte zur Tür, doch bevor er sie erreichte, traf Ji Ho Cheons Dolch den Türrahmen und Ma-Ui fuhr erschrocken zur Seite. Ji Ho Cheon sah ihn grinsend an, „komm her und bring mir meinen Dolch zurück!“

Ma-Ui kam langsam näher, als Ji Ho Cheon Geduld riß und er ihm den zweiten Dolch an die Kehle hielt, „du Kleiner!“

Ma-Ui fuhr wieder erschrocken zurück, „warum pickst du mich?“

Ji Ho Cheon fragte, „hast du vor kurzem meine Jungs gesehen?“

Ma-Ui sah ihn verwirrt an, „du meinst, du weißt es wirklich nicht?“

Ji Ho Cheon fuhr ihn an, „provoziere mich nicht, ich habe einen Dolch!“

Ma-Ui hielt die Hände vor sich und sah ihn unbehaglich an, „in Ordnung, ich habe verstanden! Nun, sie sind alle verreckt!“

Ji Ho Cheon sah ihn verwirrt an, „was?“

Ma-Ui sah sah ihn ebenso verwirrt an, „du weißt es wirklich nicht? Vor ein paar Tagen erhängten sie sich, alle zwei Tage im Apgujeong Pavillon!“

Ji Ho Cheon sah nachdenklich aus, „Apgujeong?“ Er erinnerte sich an Hwang Chul Woon. Dieser befahl, „ihr zwei, erreicht bis morgen Mittag Apgujeong!“ Er fragte nachdenklich, „du sagst also, sie erhängten sich?“

Ma-Ui seufzte, „ajee, das gasamte Amt war in Aufruhr! Sagten, warum verreckt das niedrigen Ungeziefer hier im Pavillon, welchen die Adligen ständig besuchen? Dann wieder, hatten sie einen Treffer! An allen Orten, die sie finden konnten!“

Ji Ho Cheon sah immer noch nachdenklich aus, „ich ging hinaus, um Wildschweine zu fangen, und verlor meine ganzen Schweine!“

Ma-Ui grinste wie ein Idiot, „aber sage mir, nur aus Neugier, du hast sie nicht selbst erhängt, nicht wahr?“ Ji Ho Cheon sah ihn von de Seite an und Ma-Ui rief sofort, „natürlich nicht! Ein Held für alle Ewigkeit, wie du würde die nie tun!“

Ji Ho Cheon grinste, „also, wo sind all meine Jungs begraben?“

Ma-Ui jammerte, „ajee, warum sollten sie sich um eine richtige Beerdigung für uns niedrige Gauner kümmern? Sie nahmen sie in das Amt und warfen sie dann raus!“

Ji Ho Cheon lachte, dann fragte er, „du kannst etwas für mich zeichnen, nicht wahr?“

Mai-Ui zeichente Hwang Chul Woong und fragte, „aber wer ist der Kerl?“

Ji Ho Cheon erklärte, „jemand, der es bereuen wird, meine Bekanntschaft gemacht zu haben!“

Hwang Chul Woong ging zu einem Gelehrten erklärte, „es gibt nur eine Antwort, die ich von dir brauche! Du kennst song Taehas Aufenthalt!“

Der Gelehrte erklärte mit fester Stimme, „nein, tue ich nicht!“

Hwang Chul Woong zog sein Schwert und richtete es auf ihn, „Song Taeha half Seine Hoheit Won Son in Jeju! Er muß sein Gefolge informiert und irgendwo versammelt haben! Also sage mir, wo sie sich treffen!“

Der Gelehrte gestand, „ich verstehe, General Song tat wirklich etwas bemerkenswertes!“ Hwang Chul Woong schnitt ihm die Kehle durch.

Zum ersten Mal war Daegil wohl in einem Tempel und sprach zu Buddha, "Eonni Buddha, weißt du, dieses ganze Leben ist ein Ärgernis! Von dem, was ich höre, scheinst du eine Art von Erleuchtung erhalten zu haben! Also, was soll ich tun? Sag es mir, was zum Teufel soll ich tun?"

Un Nyun befand sich ebenfalls aus dem Weg zum Tempel, als Song Taeha eine Nachricht von ihr fand, "ich habe dir gesagt, jemand hatte mein Herz erobert! Ich will mein Herz, daß immer noch ihm gehört befreien! Selbst in diesen traurigen Stunden, kann ich ihn nicht gehen laßen! Wenn ich zurückkehre, kehre ich mit einem nur für dich schlagenden Herz zurück!"

Daegil streitete nun mit Buddha, "also, was? Soll ich mich kurz vor dir verneigen? Äh? Von mir aus!" Daegil verneigte sich wirklich, wenn auch nicht angemeßen vor Buddha, als er meinte, "ajee, wirklich, ein ganz ehrgeiziger Kerl! Als ob man nicht genug war!"

Daegil verneigte sich wieder und blieb dieses Mal auch vor Buddha knien, als Un Nyun den Tempelhof betrat. Der kleine Monk von damals wollte eintreten, sah ihn aber und schloß leise wieder die Tür. Der Gelehrte trat unerhofft zu ihr und verstellte ihr den Weg, "was führt dich hierher?"

Un Nyun erklärte, "ich kam, um zu beten!"

Der Gelehrte sah sie mißtrauisch an, "du hast nicht die Ansicht seine Seite zu verlaßen? General Song wird eine große Verantwortung übergeben und er wird nicht in der Lage sich nieder zu laßen bis unser großes Ziel erreicht ist! Wenn du bereit bist, biete ich dir einen Platz an, wenn du möchtest!"

Un Nyuns Gesicht war hart geworden; dennoch klang ihre Stimme ruhig war, "nein, ich werde an seiner Seite bleiben und ihm helfen!"

Der Gelehrte schüttelte den Kopf, "Joseons Geschichte wird neu geschrieben werden! Es gibt nichts, es gibt keinen Platz für eine Frau darin!"

Un Nyun sah ihn kalt an, "dies ist also, was ihr lehrt! Dennoch erschaffen Frauen halbe Welt! Welche Geschichte du auch immer schreibst, wird ebenso auch das Leben der Frauen beeinflußen!"

Der Gelehrte lachte verächtlich, "ich denke, es ist besser du gehst jetzt!"

Un Nyun sah ihn verbittert an, "ich sagte dir, ich bin hierher gekommen, um zu beten!"

Der Gelehrte sah sie verärgert an, "wir versuchen Won Son zu schützen! Die Sicherheit darf nicht unterbrochen werden und diese ständigen Besuche könnten fatal sein!"

Un Nyun sah ihn fest an, "es dauert nur einen Moment!"

Sie ging an dem Gelehrten vorbei, als dieser erklärte, "dein handeln wird General Song Taeha nicht helfen!"

Daegil stand endlich auf und sagte zu Buddha, "ich werde jetzt gehen! Habe ein gutes Leben, Buddha Eonni!" Er verließ den Tempel gerade, als er den Gelehrten im Hof stehen sah und auf der Ferne, welche Un Nuyn ging.

Cho Bok Yi stand neben Eop Bok in einem entlegenen Waldstück, wo sie nun mit wirklicher Munition schießen übten. Eop Bok sah Yi Kun Won an, "sei nicht so nervös!" Dann befahl er den anderen, "haltet den Atem an! Feuer!"

Kaum hatten sie geschoßen, warfen sich die Männer schreiend zu Boden. Eop Bok seufzte, "was ist das? Ihr benehmt euch wie eine Gruppe Hunde, welche vor einem Blitz erschrecken!"

Yi Kun Won stand als erster wieder auf, "kam diese Kugel wirklich heraus?"

Eop Bok nickte, "sicher!"

Yi Kun Won zeigte auf die Ziele, die sie aufgestellt hatten, "warum sind die Ziel dann noch immer ganz?"

Eop Bok sah ihn fragend an, "was denkst du warum? Weil ihr sie alle verfehlt habt!"

Yi Kun Won sah sich fragend um, "das ist schwer zu glauben..."

Eop Bok unterbrach ihn, "Menschen können lügen, aber Kugel lügen nicht! Wir fangen von vorne an! Das Schießpulver einfüllen! Die Kugel einlegen!"

Yi Kun Won zitterte und die Kugel fiel zu Boden, er bückte krabbelte auf dem Boden herum und stotterte bereits wieder, "warte! Sie fiel mir herunter! Wo ist sie nur...Wo... Sie schien hierher gefallen zu sein... Kannst du nicht zur Seite gehen?"

Eop Bok verdrehte die Augen. Cho Bok Yin sah ihn grinsend an, "kann ich es nicht auch versuchen?"

Eop Bok sah sie fast entsetzt an, "was redest du da? wie kann eine Frau mit einem Gewehr schießen!"

Diesmal sah ihn Cho Bok Yi ernst an, "warum, wenn eine Frau schießt, wird dann kein Yangban sterben?"

Sie nahm Yi Kun Wons, welcher vor Eop Boks Füßen noch immer nach der Kugel suchte, das Gewehr aus der Hand. Dieser sah verwirrt auf, "he, warte!"

Eop Bok sah sie nachdenklich an. Diesmal standen die anderen neben ihm und hielten sich vorsichthalber die Hände an die Ohren. Cho Bok Yi legte eine Kugel ein, zündete die Lunte an, zielte, feuerte und traf. Sie lachte glücklich, während die anderen sie überrascht ansahen. Cho Bok Yi lachte, "laßt es mich noch einmal versuchen!"

Yi Kun Won sagte hastig, "ich habe noch etwas zu tun! Es ist Zeit für mich die Kühe zu füttern! Ich habe viel zu tun! Ich möchte keinen Ärger bekommen! Zudem habe ich nicht mehr genug Kugeln, ansonsten würde ich einen Vogel während er fliegt erschießen!"

Der Sklave hinter ihm nickte hastig, "ich auch!"

Die anderen stimmten schnell zu, "laßt uns gehen!"

Eop Bok trug wie immer einen Bündel Reisig auf seinem Rücken. Cho Bok Yi ging neben ihm, "bei der Gelegenheit, willst du wirklich gehen, um den König zu erschießen?"

Eop Bok sah unebhaglch aus, "sobald alle Yangbans verreckt sind, wird er wahrscheinlich unser letztes Ziel sein! Ich schätze, ich werde es tun!"

Cho Bok Yi lächelte wie so oft, "der Grund, warum ich mich eurer geheimen Gruppe anschloß, war weil sie den König töten wollen! Du mußt von größeren Erfolgen träumen!"

Eop Bok seufzte niedergeschlagen, "ich weiß nicht! Paläste scheinen in solch großer Entfernung von unserem bürgerlichen Leben! Manchmal frage ich mich, ob es da wirklich einen König gibt!"

Der König und der Qing Abgeordnete schoßen mit Pfeilen im Garten. Beide waren gleich gut, der Abgeordnete sah nachdenklich die Zielscheibe an, "Joseon scheint sich vieler Bogenschützen inihren Reihen rühmen zu können!"

Der König erklärte ruhig, "wenn unsere Schüler anfangen zu lernen, unterrichten wir sie im Bogenschießen, um ihnen zu helfen ihren Verstand zu trainieren!"

Der König und der Abgeordnete schoßen wieder, beide trafen. Der Abgeordnete erklärte, "Joseon Bogen sind in der Tat sehr ausgezeichnet! Wie sie sagen, Chinas Speere, Japans Schwerter und Joseon Bogen sind die besten!"

Der König hob wieder seinen Bogen und zielte, "wie könnten man unsere Bogen mit den Speeren von Fußsoldaten aus China vergleichen?"

Der König schoß, der Abgeordnete lächelte leicht, "da Joseon nun zu China gehört, warum gebt ihr euere Bogen nicht für unsere Speere auf?"

Der König schwieg kurz, " wie ich euch zuvor sagte, wir trainieren unseren Verstand, nicht unsere Waffen mit ihnen!"

Der Abgeordnete sah ihn ernst an, "die Größe der Armee von Joseon erweitert sich! Ich frage mich, warum so viele Ochsenhörner in letzter Zeit importiert wurden! Ich war daher darüber nachdenken, einen Handel mit Ochsenhörner zu verbieten!"

Der Kanzler und sein Minister standen bei ihnen. Der Kanzler flüsterte beleidigt, "zu sehen, wie sie über Bogenschießen sprechen, er wird veruchen den Handel mit der Armee zu beenden!"

Der Minister sah kaum merklich zu dem Abgeordneten, "wird es wirklich so schnell geschehen?"

Der Kanzler sah nachdenklich aus, "ich bin mir sicher, er ist nicht glücklich mit der Gleichgültigkeit des Königs über Won Son! Und er wird versuchen, unseren Armeehandel zu nutzen, um den König unter Druck zu setzen!"

Der König sagte ausdruckslos, "wenn ihr wünscht unseren Handel zu beenden, dann macht es! Wir werden andere Spielzeuge finden, um unseren Verstand zu trainieren!"

Der König schoß wieder und traf. De Kanzler nickte, "der chinesische Abgeordnete wird eine falsche Bewegung machen!"

Der Abgeordnete warf in seinem Zimmer wütend den Bogen auf den Tisch. Sein Begleiter stand neben ihm, "ich sagte dir, ihm ist nicht zu trauen!"

Der Abgeordnete befahl, "nehme einige Männer und gehe nach Jeju Island! Wir werden ihm nicht noch mehr Zeit geben!"

Sein Begleiter erklärte, "wir werden Joseonkleidung anziehen, um uns zu tarnen!"

Der Abgeordnete schüttelte den Kopf, "sobald du Jeju erreichst, werdet ihr in der Lage sein die Spuren von General Song Taeha Aufenthalt zu finden!"

Ji Ho Cheon betrat ein Stoffgeschäft, er lachte und verneigte sich spöttisch, "guten Tag, Herr!"

Der Verkäufer sah ihn weniger erfreulich an, "was willst du?"

Ji Ho Cheon wurde ernst, "dies ist keine nette Art jemanden zu begrüßen! Hast du die Hälfte deiner Zunge verloren?"

Der Verkäufer schüttelte leicht verärgert den Kopf, "wie glücklich der Tag anfängt! Wenn du betteln willst, geh woanders hin!"

Ji Ho Cheon lachte laut, "woah, sieh Seide wie diese ist! Aber sie ist in einem Abort zum abwischen nutzlos!" Er roch an einem Stück Seide, daß er in die Hand genommen hatte, "es ist schreckich zum abwischen!"

Der Verkäufer packte ihm am Hemd, "du Sohn einer Hündin!"

Ji Ho Cheon seufzte, "ah, was erwartest du, daß ich mit dir zu tue?" Sogleich schlug er den Verkäufer auch schon nieder. Zwei Angestellten eilten ihm zu Hilfe und bezogen Prügel von Ji Ho Cheon bis dieser sich lachend hinsetzte und zu einem von ihnen auf em Boden sagte, "komm her, steh auf, du ermüdest mich!" Er packte dessen Kopf und biß ihm ein Büschel Haare aus, als er lachend fragte, "hat es weh getan?" Dann wurde er etwas ernster, "keiner ist ernsthaft verletzt! Du hier, du solltest dir wirklich einmal deine Haare waschen! Dein Körpergeruch ist schrecklich!"

Er lachte wieder, als der Verkäufer mit blutender Nase nun freundlicher fragte, "Herr, kannst du mir sagen, nach was du suchst?"

Ji Ho Cheon wandte sich ernst zu ihm vor, "du weißt wirlich nicht, wer ich bin, richtig? Ich bin Ji Ho Cheon!"

Er lachte wieder, während der Verkäufer rief, "tut mir leid, ich erkannte dich nicht! Sie sagen du wärst der zweitbeste Sklavenjäger nach Daegil!"

Ji Ho Cheon lachte wieder laut, "komm her!" Dann trat er ihn zurück und neigte sich wieder vor, "ich lehrte ihm alles, was er weiß! Seit Daegil noch in die Hosen pißte, lehrte ich ihm alle Tricks! Sieh dir dies an?" Er holte ein Bild von Hwang Chul Woong unter seinem Hemd hervor, "hast du diesen Mann schon mal gesehen?"

Der Verkäufer sah ihn verängstigt an, "ich denke nicht, daß ich..."

Sofort schrie Ji Ho Cheon, "hör zu, dieser ist ein Trainingsbefehlhaber bei der Armee und du bist derjenige, welcher mit seinen Stoffen ihre Uniformen herstellt!"


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15. Mai 2014, 12:06

 Re: Meine erste Geschichte
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Hwang Chul Woong saß einen älteren Mann gegenüber und legte ihn ein Bündel Holzbrettchen mit Namen auf den Tisch. Der alte Mann nahm sie in die Hand und sah betroffen aus, "hast du sie alle getötet?"

Hwang Chul Woong goß ihm gelaßen Tee ein, "wo ist Song Tahaes Aufenthaltsort? Dies ist alles, weshalb ich kam!"

Der ältere Mann sah zur Seite, "ich weiß es nicht!"

Hwang Chul Woong erwiderte ruhig, "selbst wenn Song Taeha und seine Männer den König stürzen, wird er nicht genug Gelegenheiten haben dieses Land zu ändern!"

Die Stimme des alten Mannes wurde hart, "ich habe keine Verbindung zu ihnen in dieser Sache!"

Hwang Chul Woong nickte, "ich bin mir sicher, daß du dies nicht hast! Aber ich wette, sie garantierten dir etwas! Was versprachen dir, was du willst? Macht?"

Der ältere Mann fuhr wütend auf, "du... Hast du keinen Respekt vor deinen Älteren?"

Hwang Chul Woong gestand, "ja, respektlos und ungeduldig! Song Taeha, wo ist er?"

Ji Ho Cheon schlich sich in den Wohnsitz von Hwang Chul Woong, in der Hand hielt er einen Dolch. Er sah sich vorsichtig um, als er dessen Frau, wie meist am Tisch sitzen sah. Er sah ihre unkontrollierbaren Bewegungen und ging langsam auf sie zu, "was zur Hölle ist das?"

Hwang Chul Woongs Frau fragte mit ihren nuschelnden und kaum verständlichen Worten, "wer bist du?"

Ji Ho Cheon sah sie verwirrt an, "nur jemand wie du!"

Hwang Chul Woongs Frau machte wieder einige unkrontrollierbar Bewegungen bis sie herausbrachte, "was willst du?"

Ji Ho Cheon sah seinen Dolch an, dann ließ er ihn sinken und zuckte mit den Schultern, "nur eines!"

Hwang Chul Woong legte sein Schwert auf den Tisch, "du weißt, warum diese Männer tot sind! Weil sie alle das gleiche sagten wie du! Ich bin sicher, sie denken, sie werden es wählen ehrenvoll zu sterben! Aber denkst du das auch? Was ist Ehre? Würden sie wirklich diese Welt ändern, wenn sie Macht gewinnen? Macht wird bald ihre ehrenvolle Wünsche besudeln! Und gibt es jemanden, der bereit ist, alle Korruption im Namen der Ehre zu säubern?"

Der ältere Mann starrte nachdenklich auf den Tisch und beharrte, "ich sagte dir, ich habe keine Verbindung in dieser Angelegenheit!"

Hwang Chul Woong sah ebenfalls auf den Tisch, "Seonbinim, ich bin ein Mörder, ein weiteres Opfer ist nicht mehr von Bedeutung für mich!"

Ji Ho Cheon kniete vor dem Tisch nieder und sah Hwang Chul Woongs Frau an, "Herrin, dein Ehemann ist ganz bemerkenswerts! Dein Mann, weißt du... Wie soll ich es sagen? Er ist ein geborener Mörder! Er tötete alle meine vier Jungs! Er ist mit Talent gesegnet! Mandeuk, Youngtak und alle meine Jungs... Alle vier von ihnen, als ob nichts passiert, er hat alle einfach geschlachtet!" Hwang Chul Woongs Frau bewegte sich aufgeregt unkontrollierbar, sie wollte etwas sagen, konnte aber nicht sprechen. Ji Ho Cheon hielt ihr plötzlich den Dolch an ihre Wange, "niedriges Leben wie wir kann nie eine Schuld zurückzahlen, aber wir laßen sie nie im Stich, wenn es um Rache geht! Wo ist dein Mann?"

Der ältere Mann sah und sagte heiser, "bitte, verlaße mich jetzt! Dein Schwiegervater und ich sind sehr enge Freunde!"

Hwang Chul Woongs schien fast ein wenig zu lächeln, dann wurde sein Gesiht wieder ausdruckslos, "ich habe keinen Schwiegervater!"

Ji Ho Cheon hielt dern Dolch etwas weg, zielte aber immer noch auf Hwang Chul Woongs Frau, welche nun mühsam nuschelte, "töte mich! Tötet mich jetzt!"

Ji Ho Cheon ließ den Dolch sinken, "was zur Hölle sagst du da? Schau, ich traf dich so, ich denke, ich sollte dich verschonen! Wenn ich dich tötete, wird dies deinen Ehemann nur glücklicher machen! Damit wäre es nicht zurück an ihn bezahlt, für das, was er getan hat! Ich würde ihm einen Gefallen tun!" Er kicherte leise, "ich bin mir nicht sicher, ob du verstehst, was ich sage! Verstehst du es?" Er stand lachend auf und ging zur Tür, dort wandte er sich noch einmal zu ihr um, "Herrin, ich wünsche dir ein langes Leben und Wohlstand!" Er vernegte sich leicht und ging.

Hwang Chul Woong stnd auf und sah nachdenklich aus, "ich dachte, du würdest mich verstehen! Doch in erster Linie versuchst du sie zu schützen!"

Der ältere Mann stammelte, "du... Hör zu..."

Hwang Chul Woong unterbrach ihn, "nicht nur du, sondern dein gesamter Haushalt wird ausgelöscht, nachdem ich dich getötet habe!"

Hwang Chul Woong zog sein Schwert und zielte auf die Kehle des älteren Mann, der niedergeschlagen zu ihm aufsah, "Song Taeha kam nicht hierher!"

Hwang Chul Woong fragte, "wo ist er dann?"

Der ältere Mann gestand, "bei einem Gelehrten namens Cho! Ich unterstützte sie nur finanziell, aber habe keine andere Beteiligung daran!"

Hwang Chul Woong fragte ruhig, "ist er Teil von Song Taeha Gefolge?"

Der ältere Mann sah ihn direkt ins Gesicht, "das ist alles was ich weiß! Er erzählte mir, sie würden sich in einer Stadt nahe beim Unju Tempel treffen!"

Hwang Chul Woong schwieg kurz und steckte dann sein Schwert zurück, "ich brauche eines deiner Pferde! Im Gegenzug dafür werde ich dein Leben verschonen!"

Seol-Hwa schien in einer Ecke eingeschlafen zu sein, Choi und Wangson saßen an einen Tisch und aßen. Wangson sah zu Choi, "das Haus war seit geraumer Zeit leer! Aber kürzlich kamen und gingen dort Leute, eine Menge Leute gingen nach ein paar Tagen rein und raus! Und dann schien plötzlich alles ruhig zu sein!"

Choi sah ihn fragend an, "wo ist das Haus?"

Wangson runzelte die Stirn, "scheint, als würde diese Wohnung as Hörsaal für einige Arten von Gelehrten verwendet! Denkst du nicht. das ist alles etwas verdächtig?"

Choi überlegte kurz, "wenn sie es als Hörsaal verwenden, ist es ein Ort, wo Gelehrte sich treffen würden und dann gehen! Was ist daran so ungewöhnliches?"

Wangson erwiderte genervt, "die Tatsache, daß sie den Ort nicht verlaßen, ist verdächtig!"

Choi nickte, "wir werden es Morgen nachprüfen!"

Wangson hob die Hand, "sicher werden wir das!"

Choi sah zu Seol-Hwa in der Ecke, "willst du wirklich nichts essen?"

Seol-Hwa gab nur einen Schluchzer von sich. Choi sah zu Wangson und nickte in ihre Richtung. Wangson sah ihn verwirrt an, "warum schaust du mich so an? Ich habe nichts falsch gemacht! Du, warum weinst du hier?"

Er blickte in Seol-Hwas Richtung, welche den Kopf hob und shluchzte, "ich sah es!"

Wangson fragte verwirrt, "was?"

Seol-Hwa liefen die Tränen über die Wangen, "ein Mann weinte!"

Wangson schnaufte, "und was?"

Seol-Hwa sah unglücklich aus, als sie leise sagte, "ich dachte nie, daß Männer so weinen können! Es macht mich glücklich dies zu erkennen! Aber ich fühle mich auch traurig darüber!"

Wangson schüttelte den Kopf, "was zum Teufel ist das wieder für ein Geschwätz von dir?"

Seol-Hwa seufzte laut, "ich dachte, Männer konnten nicht so sein, aber ich konnte nicht einmal in seine Nähe!"

Wangson wandte ein, "gut, dann tue es nicht! Ältester, laß uns essen!"

Doch Choi wandte sich wieder an sie, "Seol-Hwa, sag mir, was geschah!"

Seol-Hwa sah zu ihm "ich sagte es dir, ich sah einen Mann weinen!"

Choi fragte, "denkst du ein Mann kann nicht weinen? Komm und iß etwas!"

Seol-Hwa blieb sitzen, Wangson griff hastig nach ihrem Teller, "wenn du nicht hungrig bist, werde ich es essen!"

Daegil ging wie betäubt in der Nacht zu Un Nyun Haus. Un Nyun saß Song Tahae gegenüber, "als Seine Hoheit, der verstorbene Kronprinz, in China war, machte er sich immer Sorgen um die Zukunft seines Lands! Dann hatte er Won Son! So verbrachte Son Won eine Menge Zeit in meinen Armen, er ist wie ein Sohn für mich! würdest du mir helfen, dich um ihn zu kümmern?"

Un Nyun sah ihn leicht lächelnd an, "ich habe nicht die Absicht, wie seine Mutter zu handeln, ich möchte seine wirkliche Mutter werden!"

Song Tahae griff nach ihrer Hand und schwieg lange Zeit, dann lächelte er, "ich möchte ein ebenso ein guter Ehemann für dich werden!"

Un Nyun sah ihn fast glücklich an, "ich werde dich unnachgiebig unterstüten!"

Daegil stand draußen und sah ihre Schuhe vor der Tür, sie hatten die gleiche Farbe wie jede, die er ihr geschenkt hatte. Langsam hob er seine Hand. Er sah ihre Schatten hinter der Tür, wie sie sich umarmte und ließ langsam wieder seine Hand sinken. Sein Gesicht hatte jeden Ausdruck verloren bis auf unendlich Trauer. Das Licht im Raum ging aus. Es wurde völlig dunkel. Daegil bückte sich langsam, als würde jede Bewegung ihm große Kraft kosten und griff nach Un Nyun Schuhen. Er strich sant mit der Hand darüber, und erinerte sich wieder zurück. Draußen schneite es und er kniete sich in der Küche neben Un Nyun und zog ihr neue Schuhe an. Wie sie draußen im Schnee in der Nacht standen und er sie küßte, während er sagte, "Un Nyun, ich möchte den Rest meiner Tage nur mit dir verbringen!" Dann kehrte er in die Wirklichkeit zurück, wie mit großer Anstrengung stellte er ihre Schuhe wieder zurück. Dann stand er auf und ging, er war gealtert ud seine Schritte die eines alten Mannes. Er hatte fast eine Art Entscheidung getroffen, tief in seinem Herzen wußte er, daß er das ganze Geld, daß er vom Königim voraus bekommen hatte, nicht mehr brauchen würde, doch er wollte Wangson, Choi und auch ein wenig Seol-Hwa gut versorgt wißen, wenn er einmal nicht mehr lebte. Daegil hatte innerlich nun völlig mit seinem Leben abgeschloßen.

Daegil war zurück gekommen und kniete in der ecke. Er starrte auf seine Hände und bewegte sie, als würe er wieder über Un Nyun Schuhe streichen. Seol-Hwa saß ein Stück daneben und starrte wortlos vor sich hin, während Choi fragte, "hast du etwas hergefunden?"

Daegil sah auf und sah ihn verwirrt an, "was?"

Choi blickte ihn ernst an, "über die Song Tahae natürlich! Es scheint, als hätte Wangson etwas gefunden!"

Wangson der auf der Seite lag und man gemeinte hatte, er würde schlafen, setzte sich laut lachend auf, "also kamt ihr Kerle alle mit leeren Händen zurück? Dann wieder, egal wie sehr du es versuchst, niemand kann mich schlagen, wenn es darum geht auf den Straßen zu suchen!"

Er lachte wieder laut, während Daegil wieder auf seine Händ sah und dann kraftlos sagte, "laßt uns schlafen!"

Wangson rief, "eh, höre zuerst zu bis ich fertig bin! Es gibt diese Stätte in dem gegenüber gelegenen Dorf, die einst als Hörsaal benutzt wurde! Nachdem eine Gruppe von Männern sich dort versammelten hatten, wurde sie geschloßen! Und der wichtigste Punkt wenn und aber arüber geben, aber wenn ich ihn zuerst bekomme, bekomme wir alle hundert Nyang mehr! Sollen wir es in der Nacht oder Morgen?"

Daegil sah ihn plötzlich an, er schwankte leicht, seine Stimme klang schwach, "Wangson!"

Er war ihm seine Decke zu. Diesmal sah Wangson ihn verwirrt an, "was stimmt nicht mit dir?"

Alle sahen pötzlich Daegil an, welcher nun fagte, "wenn du all das Geld hast, wie willst du es ausgeben?"

Wangson warf die Decke auf den Boden und murmelte, "ich? Nun, ist das ein Geheimnis sein! Als wir das letzte Mal Jeju gingen, um adlige Min Sklaven zu fangen, sah ich eine Menge Land zum Verkauf dort! Ich würde dieses Land kaufen und dann ein riesiges Lokal bauen! Vorne für Wein, seitlch für Glückspiele und die hintere Seite wäre gefüllt mit Frauen und ich würde nur..."

Alle lachten, selbst Daegil lachte auf einmal wieder und auch Choi mußte ein Lachen unterdrücken, nur Seol-Hwa blieb ernst, als Wangson fortfuhr, "ist dies nicht in eine Welt in der wir leben, wo du für Geld wird sogar einen Geist kaufen kannst? Wartet und und seht! Ich werde euch zeigen, wie weit Geld mich bringen kann!"

Choi war wieder ernst geworden, "sie sagen, du träumst auf die Art wie du handelst!"

Wangson sah ihn beleidigt an, "warum? Denkst du, du wärst besser dran?"

Daegil sah Choi an, "und du, General?"

Choi sah von dem Buch auf, in dem er geblättert hatte, "was könnte ich schon träumen? Nur genügend Land für einen Bauernhof, um genug Essen im Winter zu haben! Und einen großen Hof, so daß die Kinder mit mit Pfeil und Bogen spielen können!"

Wangson sah ihn empört an, "du bist ja noch gieriger als ich! Ein Haus, um mit Pfeil und Bogen zu spielen!"

Er lachte laut und Choi stellte richtig, "ich sagte, daß die Kinder damit spielen könnten!"

Wangson wurde nun auch ernst, "ah, dann wird neugeborene Scheiße jetzt nicht mehr braun?"

Daegil fragte müde, "Kleine, du?"

Seol-Hwa sah nachdenklich aus, "ich?"

Sie dachte zurück. Plötzlich kniete sie vor Daegil, welcher eine Münze zwischen den Lippen hielt. Vor Schreck fielen ihr die anderen Münzen auf den Boden. Daegil spuckte die Münze aus, „ich wußte, du würdest hier enden!“

Seol-Hwa schwieg kurz, dann sagte sie gefühlslos, „du Mistkerl!“

Daegil nickte ernst, „laß uns gehen! Laß uns gehen, Kleine!“

Seol-Hwa fiel Daegil um den Hals, welcher stöhnend zu Boden fiel, während Seol-Hwa auf ihm lag. Er sah zu ihr auf. Seol-Hwa rannen die Tränen über die Wangen, als sie immer noch gefühlslos sagte, „du Bastard! Warum hast du so lange gebraucht?“ Daegil blieb auf dem Boden liegen, während Seol-Hwa ihren Kopf an seine Schulter vergrub und bitterlich weinte.

Schleßlich kehrte siein die wirklichkeit zurück und sagte sie leise, "ich möchte nur einen anständigen Mann zu treffen, von ihm geliebt zu werden! Leben ohne mich um Essen zu sorgen! Das ist alles!"

Wangson fing laut an zu lachen, "wer? Du? du solltest es besser wißen! Wie kann eine Hure..."

Daegil unterbrach ihn, "Wangson!" Alle schwiegen kurz, als Daegil leise fortfuhr, "du redest zuviel!" Seol-Hwa hatte wieder Tränen in den Augen, sie stand hastig auf und ging nach draußen.

Draußen setzte Seol-Hwa sich auf eine Stufe und sagte leise zu sich selbst, "Bastard!"

Wangson sah die anderen an, welche ebenfalls wieder schwiegen, "warum hacken alle immer nur auf mir herum? Habe ich etwas falsches gesagt?"

Daegil sah sich selbst in ihr, als er leise sagte, "natürlich hast du das! Alles was du und der General brauchen, um eure Träume zu erfüllen ist Geld! Aber die Kleine, dies ist etwas, was sie wird nie im Leben imstande sein wird zu erreichen?"

Wangson hustete laut, "vergiß es! Laßt uns einfach schlafen!" Er ließ sich wieder zurückfallen, als er merkte, daß Daegil und Choi immer noch dasaßen, setzte er sich rasch wieder auf, "also wollen wir nur schlafen, oder was?"

Daegil war leise wie selten zuvor, "wir wißen nicht einmal, ob die Sonne morgen aufgehen wird, also laßt uns an die Arbeit morgen denken!"

Daegil nahm seine Decke und legte ich schlafen, er wußte, er hatte die richtige Entscheidung getroffen. Wangson sah ihn verwirrt an, "ah, zuerst sagt er, daß jeder Morgen eine neue Sonne bringt! Jedenfalls versichere ich dir, wir gehen morgen und schlafen! Wir gehen ganz sicher!" Er legte sich wieder zurück, "laßt uns schnell schlafen, so erhalten wir unsere fünfhundert Nyang morgen!"

Un Nyun half Song Taeha beim anziehen und band ihn gerade hinten den Gürtel zu, "selbst wenn die Erwachsenen sagen, es ist gut, Seine Hoheit hat nicht viel zu Essen! Alles, was er zu essen hat, ist trockener Reis! Ich werde auf den Markt gehen und etwas zu Essen für Seine Hoheit kaufen, Herr!"

Song Taeha wandte sich um und zog sie in seine Arme, "nenne mich nicht Herr! Sind wir nicht bereits heiraten, Liebes?"

Daegil saß noch immer da und war in Gedanken versunken, während Seol-Hwa in seiner Nähe saß und ihn ansah. Wangson und Choi waren fertig und standen an der anderen Seite, Wangson sah Daegil fragend an, "Ältester, willst du nicht aufstehen? Ajee, wirklich, was ist mit ihm seit gestern los? Hast du Honig am hintern kleben? Laß uns gehen!"

Auch Choi wandte sich nun ein, "schau, Daegil, was stimmt nicht?"

Daegil sagte müde, "laßt uns gehen!"

Wangson zog lachend sein Schwert, "so ist richtig Laßt uns gehen! Ich sage dir, meine Vermutung wird richtig sein!"

Doch Daegils müde Antwort fiel anders aus, "laßt uns nach Hause gehen!"

Wangson sah ihn überrascht an, "hä?"

Daegil stand langsam auf, "worauf wartest du noch? Wir gehen wir zurück nach Hanyang!"

Wangson hob schnell die Hände, "ah, warte einen Moment! Bist du noch bei Sinnen? Mit einer fünfhundert Nyang Beute direkt vor unserer Nase?"

Daegils Stimme wurde etwas fester, "er ist nicht hier!"

Wangson widersprach, "dies ist nicht das, was Gerüchte sagen! Laß uns einfach gehen und uns selbst davon überzeugen!"

Daegils Stimme wurde fast wieder die alte, "ich überzeugte mich bereits, er ist nicht dort!"

Nun stellte sich auch Choi auf Wangsons Seite, "hör zu, was ist los mit dir?"

Daegil schwieg kurz, "nichts!"

Er ging zur Tür, als Wangson in aufhielt, "Ältester, ernsthaft, was ist los?"

Daegil sah ihn nur an, "was denn?"

Langsam wurde Wangson nun doch wirklich wütend, "warum sollten wir jetzt zurück gehen? Überlege dir, wieviel diese wert ist!"

Daegil befahl, "genug mit dem Geschwätz!"

Seol-Hwa wollte auf sie zugehen, doch Choi hielt sie zurück. Wangson wandte ein, "wirklich, wir tun diese Arbeit seit drei bis vier Jahren und wie weit hat es uns gebracht? Äh? Wir schlugen uns für ein paar bessere Aufträge, damit wir danach etwas anständiger leben können! Was hast du das letzte Mal gesagt? Einen Tages feiern ist besser, als unzählige Tage Hirse eßen!"

Daegil sah ihn ruhig an, "ich sagte, genug mit dem Geschwätz!"

Wangson seufzte, "ajee, wenn wir jetzt mit leeren Händen zurück gehen, wird uns für den Rest unserer Tage passieren, sie zu bekommen! Vergiß es! Ich werde allein damit fertig und das ganze Geld für mich behalten! Ganz wie du willst!"

Er wandte sich zum gehen. Daegil packte ihm am Arm, riß ihn herum und schlug ihm die Faust ins Gesicht. Wangson knallte mit dem Kopf gegen die Wand. Daegil fand zu seiner gewohnten Lautstärke zurück und schrie, "wenn ich genug sage, dann ist es genug!"

Seol-Hwa hielt sich erschrocken die Hände vor das Gesicht, während Wangson sich nun spöttisch und enttäuscht umwandte, "oh, jetzt hast du mich geschlagen? Sicher! Da wir dabei sind, laß es uns wirklich tun und sehen, wer die Auszeichnung verdient!"

Wangson ging auf Daegil los, doch dieser wich nur einen Schritt zur Seite und stellte Wangson einen Fuß, welcher gegen eine Stufe fiel. Wangson verfehlt Daegil dreimal bis Daegil ihn packte zu niederschlug. Choi blieb zwar immer noch neben Seol-Hwa stehen, rief nun jedoch, "genug!" Wangson stand wütend auf, während Choi befahl, "ich sagte genug!"

Während Wangson nun versuchte gegen Daegil zu kämpfen, rief nun auch Seol-Hwa, "aufhören, ihr beide!"

Daegil schlug Wangson wieder nieder, welcher auf den Boden fiel und wollte wieder auf ihn losgehen, als Choi sich vor dem auf dem Boden liegenden Wangson stellte und Daegil abhielt. Auch Wangson wollte wieder Daegil losgehen, doch auch ihn hindert Choi daran und rief wütend, "Wangson!"

Wangson blickte verärgert und auch ein wenig enttäuscht zu Daegil, "entscheide dich, Ältester, auf wessen Seite du dich stellst!"

Er wollte sich aus Chois Griff am Hals befreien doch es gelang ihn nicht. Er versuchte nach Choi zu schlagen, welcher ihn daraufhin mit aller Kraft zu Boden warf und Wangson sich stöhnend den Rücken hielt. Choi stieß mit seinem Speer wütend auf den Boden, "kämpft bis zum Tod, anstatt wie armselige Dirnen zu wackeln!"

Seol-Hwa stellte sich schnell zwischen sie und dachte an essen, "was ist los mit dir, so etwas auf nüchternen Magen zu tun?"

Choi schrie sie sofort an, "Seol-Hwa!"

Diese wich erschrocken zurück, während Choi zu Wangson sah, "worauf wartest du noch? Nimm dein Messer! Da wir uns beim Kampf trafen, sollten wir es auch mit einem Kampf beenden!"

Dies brauchte er den beiden nicht zweimal sagen, beide griffen sofort nach ihrem Schwert. Daegil ging langsam auf Wangson zu und an ihm vorbei, als er sein Schwert in die Holzstufe rammte und sich dann daneben setze, während er Wangson ansah, "he, bist du nicht ein wenig anmaßend? Ich habe genug davon!"

Wangson warf sein Schwert zu Boden und sah ihn nun ruhiger an, "Daegil, Ältester, gebt mir mein Geld!"

Choi wandte sich an Wangson, "gehe einen Moment hinaus!"

Wangson fragte, "und warum sollte ich? Ich kümmere mich von nun selbst um mich! Also gebt mir meinen Anteil, gleich jetzt!"

Diesmal stand Chois Lautstärke der von Daegil in nichts nach, als er schrie, "Wangson!" Dieser fluchte und rauschte ab. Choi wandte sich an Daegil, diemal klang seine Stimme ruhig wie immer, "laß uns einen Moment hinaus gehen!"

Diesmal fragte Daegil, "wohin gehen?"

Choi erwiderte ruhig, "laß uns eine kleine Pause einlegen!"

Daegil stimme klang bereits wieder müde, "das können sie hier auch tun! Warum willst du plötzlich nach draußen?"

Choi warf Seol-Hwa wortlos seinen Speer zu und ging nach draußen, Daegil stand müde auf und folgte ihm langsam. Seol-Hwa überlegte kurz, dann warf sie den Speer zur Seite und rannte ebenfalls hinaus. Am Flußufer standen Daegil und Choi, der Fluß hatte ein wunderschönes blau, die Sonne schien auf das Eis, daß das Ufer noch bedeckte, doch ein kalter Wind weht. Keiner der beiden achtete jedoch darauf. sie schwiegen einige Zeit, als Choi schließlich das Schweigen brach, "was ist der Grund, daß du plötzlich zurück willst?"

Daegil sah zu dem Fluß, "dies ist nicht der richtige Ort! Unsere Vermutung war falsch!"

Doch Choi kannte ihn besser, "bei der Gelegenheit, hast du Eonnyeon gesehen? Erzähl es mir! Hast du?"

Daegil lächelte bedrückte und log, "wenn ich es hätte, wäre ich wieder mit leeren Händen wie diesen gekommen? Ich hätte sie gefangen oder sie getötet!"

Choi sah ihn mißtrauisch an, "also, warum dann das alles?"

Daegil schwieg lange Zeit, "General Choi, laßt uns mit dieer Sklavenjagd aufhören!"

Choi sah ihn überrascht an, "was willst du damit sagen?"

Daegil antwortete mit einer Gegenfrage, "magst du diese Art von Leben?"

Choi schloß die Augen, "wer bekommt jemals die Art und Weise zu leben, die er will?"

Daegils seufzte, "also laß es uns hinter uns! Ich mag es nicht mehr! Durch die ganze Halbinsel von Joseon wandern, um nach einer Dirne zu suchen! Weinende Nobis betteln ums Überleben! Jedes mal mein Leben zu riskieren, während die Sonne scheint! Ich habe genug!"

Choi wußte er hatte recht, "du hast sie gesehen!"

Daegil gestand, was er getan hatte, "In Yi Chun hatte hundert Acres Farmland, ich kaufte es!"

Choi sah ihn wieder überrascht an, "was?"

Daegil sah ihn ernst an, "ich baute auch ein Haus! So haben wir ein Ort zum Leben für uns! Neben dem Farmland ist dein Haus, genau gegenüber von meinem! Und Wangson erhält sein Lokal an einer schönen, geschäftigen Straße! Natürlich ist noch nicht alles dafür bezahlt, es wird noch eine kleine Weile dauern!"

Choi fragte ungläubig, "wo hast du all das Geld gefunden?"

Daegil grinste, "wo denkst du? Glaubst du, ich habe euch nur um ein wenig Geld betrogen? Schau wie die Kerle handeln, ich fand heraus, daß du dachtest, ich würde alles sofort verschwenden! Wir können dies nicht unser ganzes Leben lang machen! Genau wie alle anderen, können wir unsere Beine auch für einen Tag ausstrecken! Wir verdienen es, uns hinzusetzen und eine Pause zu machen! Ein menschenwürdiges Leben zu führen, meinst du nicht?"

Choi sah ihn immer noch fragend und hoffend an, "meinst du das ernst?"

Daegil nickte, "natürlich!" Dann schrie es laut, "wie schön es ist uns Häuser zu kaufen, Land zu kaufen! Zusammenleben können!" Er schwieg kurz, dann sagte er mit Tränen in den Augen, "und dann auch Un Nyun finden! Wie schön wäre dies, wie großartig!"

Choi flüsterte fast, "hat Eonnyeon ein glückliches Leben?"

Daegil seufzte und nickte. Choi legte eine Hand auf seine Schulter und flüsterte noch immer, "dann laß uns nach Hanyang zurück gehen!" Doch Daegil hatte ein ungutes Gefühl, daß es nicht so kommen könnte, deshalb erzählte er Choi, bei wem er die Papiere für den Kauf des Landes und der Häuser hinterlaßen hatte, was er jedoch verschwieg, war daß er doch bereits alles bezahlt hatte und alles auf Chois und Wangsons Namen überschrieben hatte.

Sie wandten sich vom Fluß ab, als Seol-Hwa in ihre Richtung kam und Choi fauchte, "was machst du denn hier?"

Seol-Hwa sah ein wenig verlegen, aber nicht allzu sehr aus, "wenn ich dir folge, frage mich nicht immer, warum!"

Daegil überlegte kurz, dann wandte er sich an Choi, "geh schon voraus!"

Choi fragte besorgt, "und du?"

Daegil erwiderte, "wir sollten Kind auch etwas geben! Sie nur mit paar Münzen verabschieden, erscheint mir so traurig! Zumindest sollten wir ihr einige Stoffe für Kleidung geben!" Choi sah ihn ernst an, "komm nicht zu spät!" Daegil nickte und Choi ging.

Daegil ging mit Seol-Hwa in den Ort. Auf den Straßen herrschte reger Betrieb. Seol-Hwa fragte, "Orabeoni, wohin gehen wir?"

Daegil schien sein altes Selbst wieder gefunden zu haben, "sei ruhig ud folge mir einfach!" Seol-Hwa nickte, während Daegil sie ungläubig ansah, "was stimmt nicht mit dir? Kein Geschwätz?"

Seol-Hwa lächelte breit, "es ist erst, weil ich ein jetzt ein diskretes Mädchen bin!"

Daegil lachte laut, dann wurde er ernst, "unser Kind, ich werde dir einige Kleider kaufen!"

Seol-Hwa sah ihn ungläubig an, "wem? Mir? Warum?"

Daegil erwiderte, "ich denke, es wird schwer sein, deine Mutter zu finden!"

Seol-Hwa gestand, "meine Mutter ist gestorben! Sie war früher in einer Tanzgruppe und sie starb dann!"

Daegil klopfte ihr leicht auf den Kopf, "wer wird jemals Kleidung für eine mutterlose kleine Dirne kaufen? Laß uns gehen!"

Un Nyun war zur gleichen Zeit auf der belebten Straße, um Lebensmittel zu kaufen. Als sie sich plötzlich umsah und Daegil mi Seol-Hwa bei einem Stand mit Stoffen sah. Beide lachten. Un Nyun ging ungläubig und erschüttert einige Schritte in ihre Richtung. Hatte sie zuvor geglaubt Song Taeha wirklich lieben zu können, wußte sie jetzt endgültig, daß sie immer noch nur Daegil liebte. Plötzlich sah auch Daegil sie, sein Blick war ebenso ungläubig. Un Nyun erkannte, daß Daegil sie ebenfalls erkannte hatte. Erschüttert senkte sie den Kopf, während Tränen über ihr Gesicht liefen. Seol-Hwa sah sich an den Ständen um, während Daegil, wie betäubt langsam und wie in einem Traum, auf Un Nyun zuging. Während Un Nyun sich schnell in einer Seitenfgasse versteckte. Daegil stand dort und sah sich nach ihr um, während Un Nyun sich die Hand vor den Mund hielt, um ihr Schluchzen zu unterdrücken. Daegil wollte gerade zu der Seitenstraße gehen, als Seol-Hwa lachend nach seinem Arm griff und glücklich rief, "Orabeoni!"

Sie zog Daegil mit sich, während Un Nyun aus der Seitenstraße ging. Sie sah wie Daegil weiterging, während Seol-Hwa sich lachend zu ihm umwandte und ihr wieder zu den Stoffen folgte. Diesmal war es Un Nyun welche wie verzweifelt ihre Hand ausstreckte, als wolle sie Daegil festhalten und nun bitterlich weinte. Seol-Hwa sah sich lachend die Stoffe an, als Daegil sie plötzlich fragte, "bist du glücklich?" Seol-Hwa wurde auf einmal ernst und überlegte, dann nickte sie lächelnd. Daegil dagegen wurde es langsam zuviel, "he Kind, wie weit bist du?" Seol-Hwa besah sich weiter den Stoff, während Daegils Stimme schon wieder lauter wieder, "es sind alles die gleichen Seide, suche dir eines aus oder planst du den ganzen Marktplatz hier herum zu tänzeln?"

Doch Seol-Hwa sah ihn nur lachend an, "dies ist das erste Mal, daß du mir Kleider kaufst! Ich muß das Schönste finden!"

Daegil schnaufte, "ajee, ganz im Shenanigans Stil für ein paar Rollen Seide! Gehe weiter und wählen eines!"

Seol-Hwa zeigte lächelnd auf einen anderen Stand, "Orabeoni, laß uns dort nachsehen!"

Lachend zog sie ihn mit sich. Un Nyun beobachtete sie noch immer, weinend dastand und ihnen nachsah, während sie dachte, "junger Meister, du lebst! Danke, daß du noch lebst! Danke, daß du so glücklich erscheinst! Danke!"

Im Wald hatten sich wieder die Sklaven getroffen. Eop Bok hielt sein Gewehr hoch, "hört alle gut zu, die Straße zum Erfolg ist die Willenskraft zu schießen! Egal, was paßiert, du wirst Erfolg haben, solang du dazu bereit bist! Ist das klar? Yi Kun Won, glaubst du, du kannst es wirklich tun?"

Yi Kun Won fing sofort wieder an zu stottern, "s... s... sicher! Natürlich kann ich! Schießpulver eingeben, die Kugel einlegen, dann zielen und er ist verreckt!"

Eop Bok sah ihn ernst an, "wenn du nur auf diesen Weg gehst, wären alle meine Sorgen vorbei!"

Yi Kun Won zeigte in die Richtung vor ihnen, "also dann bist du sicher, daß sie auf diesen Weg kommen werden? Außer Leuten die es wißen, benutzen keine Bürgerlichen diesen Pfad!"

Eop Bok sah ihn wieder an, "sie sagten, es würde heute oder morgen sein, also werden wir warten und sehen! Ggeutbong, deine Jungs gehen diesen Weg! Yi Kun Won, du gehst mit deinen Jungs nach dort rüben und wenn sie passieren, hebe deine Axt, uns es uns zu zeigen! Cho Bok, du gehst nach Hause!"

Cho Bok Yi sah ihn fragend an, "warum?"

Eop Bok sah sie besorgt an, "das ist zu gefährlich für dich!"

Cho Bok Yi widersprach sofort, "ich möchte auch etwas tun! Sei es euch zu alarmieren oder ihr Geld nehmen!"

Eop Bok rief nun, "ich sagte, geh nach Hause!" Er schwieg verlegen, als er schließlich heiser sagte, "ein falscher Schritt heute und wir werden Ärger haben!"

Yi Kun Won stimmte nun auch zu, "geh zurück nach Hause!"

Cho Bok Yi sah Eop Bok den Tränen nahe an, welcher besorgt sagte, "Cho Bok, du mußt gehen!" Beide sahen sich einen Moment schweigend an, dann ging sie.

Cho Bok Yi ging niedergeschlagen den Pfad entlang, als ihr eine Gruppe mit Yangban entgegen kam. Sie trat schell zur eite und verneigte sich. Die Gruppe ging an ihr vorbei, als wäre sie gar nicht da. Als sie sich zurück erinnerte. Sie waren in ihren Versteck und Cho Bok Yi las ihnen vor, was sie auf einer Nachricht erhalten hatten, "ein Yangban namens Yoo und sein Gefolge fangen entlaufene Sklaven und verkaufen sie an Schmuggler!"

Yi Kun Won fuhr auf, "Schmuggler?"

Cho Bok Yi sah auf en Zettel und bestätigte es, "ja, sie bekommen drei bis vier Nyang für jeden einzelnen!"

Sofort schimpfte Yi Kun Won, "ah, was für ein Haufen von mutterlosen Schweinen! Sie sind sogar noch schlimmer als Yangban und Sklavenjägern zusammen!"

Eop Bok bestätigt, was Cho Bok Yi vorgelesen hatte, "ich hörte dies, während meiner Tage als Jäger! Wenn sie einen an Schmuggler verkaufen, bist du so gut wie tot!"

Cho Bok Yi sah nachdenklich auf den Zettel, "aber sind nicht nur ein zwei! Es heißt hier, es sind mindestens vier oder fünf!"

Cho Bok Yi kehrte zurück in die Wirklichkeit, sie stolperte und fiel zu Boden, sie stand wieder auf und eilte humpelnd weiter. Die Männer waren näher gekommen und Eop Bok zielte mit seinem Gewehr auf sie. Auch Yi Kun Won neben Eop Bok zielte auf sie, während er sich an ihn wandte, "es ist eine ganze Schar von ihnen! Wenn ich die Mitte ziele, wird wahrscheinlich jemand getroffen werden?"

Cho Bok Yi wieder stolperte auf einer Eisfläche und fiel zu Boden. Inzwischen wurden die esten Yangbans getroffen. Cho Bok Yi sah auf, als sie die Schüße hörte, dann stand sie hastig auf und eilte schnell weiter. ein Yangban fiel zu Boden, Blut spritzte aus einer von seinem Herz. Die Yangbans, wo nicht getroffen wurden, suchten hastig ein Versteck bei Felsen. Yi Kun Won sagte wie ein Gebet immer wieder, "ein Schuß, ein Schuß..."

Der Yangban, welche als erster bei einem Fels Schutz gefunden hatte nickte in eine Richtung und zog sein Schwert, "es sind nur drei von ihnen!"

Auch die anderen zogen nun ihre Schwerter und verteilten sich. die anderen luden mit zitternden Händen die Gewehr. Yi Kun Wons Hände verschüttete sein ganzes Pulver, als er versuchte das Gewehr wieder zu laden. Die Yangbans liefen in die Richtung, wo zuvor die angeblichen Holzfäller waren. Einer von ihnen hob sein Schwert und wollte zuschlagen, als Eop Bok schoß. Er traf ihn in dem Rücken, eine Blutfontäne spritze auf, als der Yangban tot zu Boden fiel.Yi Kun Won schrie erschrocken auf. Die anderen gerieten ebenfalls in Panik und rannten weg. Yi Kun Won zögerte kurz, dann folgte er ihnen, als er von den Yangban entdeckte wurde, "dort drüben!"

Eop Bok schoß dem ersten Yangban in die Brust. Zwei eilten den felsigen, aber noch schneefreien Hügel hoch und verfolgten Yi Kun Won und die anderen. Eop Bok stand auf und floh, während er von einem anderen Yangban verfolgt wurde. Er sah sich hastig um, als Cho Bok Yi ihm hinter einem Baum zuwinkte und flüsterte, "hierher!" Eop Bok sah sich noch einmal schnell um und rannte dann in ihre Richtung. Als der Yangban eintraf, kniete Cho Bok Yi mit ihrem Korb vor dem Baum und pflückte Kräuter. Der Yangban blieb irritiert stehen und sah sie an. Noch bevor er etwas sagen konnte, zeigte Cho Bok Yi in eine Richtung, "sie gingen in diese Richtung!" Der Yangban zögerte noch kurz, dann rannte er in die Richtung. Cho Bok Yi stand auf und sah ihm nach. Sie wartete noch einen weiteren Augenblick, dann schob sie das Gestrüpp auf einem gefällten Baum weg, "du kannst aufstehen, er ist weg! Beeil sich! Er ging in diese Richtung!"

Eop Bok rang keuchend nach Luft, "du bist wirklich..." Er schwieg, dann stand er auf und eilte weiter.

Choi trat in das Haus, welches leer war. Er sah sich schnell um, dann schimpfte er sich selbst, "Wangson, du Narr..." Er eilte rasch aus dem Haus.

Wangson ging inzwischen am entlegenen Stadtrand einem verlaßen Pfad an einer Mauer entlang und rieb sich sein Genick. Auch er schimpfte für sich selbst, "immer Schlagen und befehlen sie mir! Denken sie, sie sind die einzige Sklavenjägern hier? Ich bin Wangson! Wangson! Ihr werdet es sehen! Ich werde ihn vor auch fangen und das ganze Kopfgeld erhalten! Ich werde nicht für euch übrig laßen! Ich gebe euch keinen einzigen Wen!"

Oh saß am Tisch von dem Lokal und sah Ji Ho Cheon an, welcher bei seiner Lieblingsbeschäftigung, seinen Zehen war. Er sah ihn mißtrauisch an, "du fragst also, wo die Leichen deiner Jungs sind? Ist es das?"

Ji Ho Cheon blickte zu ihm, "egal, was mit ihnen passierte, ich muß meinen Jungs ein ordentliches Begräbnis geben! Und ich frage mich, wieso meine Jungs gestorben sind!"

Oh wandte ein, "von allen Orten, wo sie verrecken konnten, mußten sie sich im Apgujeong Pavillon erhängen! Wie kann niedriges Ungeziefer es wagen, dorthin zu gehen? Und das ist nicht das einzige, daß mich bei all den Dingen mißtrauisch macht! Was hast du an diesem Tag gemacht?"

Ji Ho Cheon schwieg kurz, als er ihn spöttisch ansah, "hast du wirklich so viele Verdächtige? Selbst nachdem wie wie eine Familie zueinander stehen? Wie viele Jahre auf den Straßen denkst du, haben wir zusammen verbracht?"

Oh sah verlegen auf den Tisch, "genug mit diesem skurrilen Geschwätz und komm mit mir!"

Ji Ho Cheon sah ihn leicht von der Seite an, "wohin kommen?"

Oh verlor langsam die Geduld, "wir müßen in das Amt in der Hauptstadt gehen!"

Jumo und ihr Schwester, welche abseits an einem Tisch saßen und Gemüse vorbereitete, sahen heimlich zu ihnen, während Ji Ho Cheon fragte, "warum sollten wir?"

Oh wandte hastig ein, "wir müßen meinem Vorgesetzten sagen, was passiert ist! Dann können wir ihn bitten die Leichen deine Jungs zu finden! Wer weiß, wenn du gut sprichst, dann könnten sie sogar ein Begräbnis für sie vorbereiten!"

Er lachte laut, auch Ji Ho Cheon lachte laut, als er plötzlich wieder ernst wurde, "du sagst sinnlose Dinge für dein Alter und bist nicht besser als sie! Warum? Soll ich mit dir kommen, damit du beweisen kannst, mich als Mörder anzuklagen? Du kleiner Schelm!"

Dong-Saeng sah erschocken in ihre Richtung, auch Jumo sah besorgt aus. Oh rief beleidigt, "wie kannst du es wagen einen Offizier vom Büro zu beschuldigen? Wir handeln immer in Übereinstimmung mit dem Gesetz und..."

Bevor er weiter sprechen konnte rief Ji Ho Cheon auch schon, "ich weiß! Ich weiß! Offizier Oh, was für eine Art von Platz ist das Büro in der Hauptstadt? Ist es nicht ein Ort, wo man hinein gehst und dann kaum hinaus kriechst? Während ich immer noch höflich mit dir rede, bitte finde heraus, wo die Leichen meiner Jungs sind! Ich werde gehen!"

Er stand auf, als auch Oh aufstand und rief, "du Bastard!" Dong-Saeng und Jumo sahen ängstlich zu ihnen, Oh schimpfte, "wie kannst du es wagen, so arglistig zu trotzen, wenn ein Offizier dih bittet mit ihm zu kommen?"

Ji Ho Cheon wandte sich leicht lächelnd zu ihm um, "Offizier Oh, du wirst nicht gewinnen, wenn ich mit dir gehe! Glaubst du, ich würde allein sterben? Ich bin Ji Ho Cheon! Denk daran, wieviel Geld du eingesteckt hast!"

Oh sah sich hastig um, dann schimpfte er auch großspurig, "dieser Bastard, welche Art von Unsinn plapperst du?"

Ji Ho Cheon sah ihn diesmal wieder ernst an, "Offizier Oh, alle faule Fische haben den gleichen Geschmack!"

Oh fing an zu stottern, "w... was? Verfault? Fische?"

Ji Ho Cheon blieb ernst, "wir sind beide von der gleichen Art, du bist ebenso verrottet wie ich! Also, wirst du mir helfen heraus zu finden, wo meine Jungs begraben wurden? Ich werde jetzt gehen!"

Er ging lachend, während Oh schimpfend rief, "dieser kleine..." Er hustete laut und rief dann, "he Dong-Saeng, komm her! Worauf wartest du noch?"

Jumo warf ihr einen schnell Blick zu, während Dong-Saeng eilig zu ihm ging, "ja!"

Oh schlug wütend auf den Tisch und schrie, "und du nennst dies Wein? Wenn du ihn mit Wasser vermischt hast, werde ich diesen Platz schließen!"

Dong-Saeng, welche verängstig zu Boden gesehen hatte, fragte nun verärgert, "wer hat behauptetet, daß wir Wasser in Wein hinzugefügen?"

Oh schimpfte, "ich sollte..."

Jumo war rasch aufgestanden und stellte sich nun zwischen sie, "setz dich und trink etwas! Denkst du, wir würden so etwas Dummes zu tun? Setzt dich einfach!" Sie sah rasch zu Dong-Saeng, welche zu Boden sah und befahl schnell, "worauf wartest du noch? Geh ihm etwas zu trinken und ein Huhn holen! Beile dich!"

Dong-Saeng eilte schnell davon, während Oh Jumo verwirrt ansah, "Huhn? Ich bin im Dienst!"

Song Taeha sah bei den anderen in einem Raum, er öffnete eine kleine Schachtel in der sich Münzen und ein Zettel befanden. Der Besitzer erklärte, "hier ist eine Liste der Leute, mit denen jeder von euch sich treffen wird, zusammen mit den Reisekosten, die gespendet wurden! Andere unterstützen unsere Sache finanziell!"

Song Taeha sah von dem Zettel auf, "ich las auch bekannte Namen!"

Der Besitzer nickte, "ja, das ist der Fall! Es sind einige Leute, welche aus ihrem Amt zurückgetreten sind!"

Song Taeha sah besorgt aus, "gaben sie alle ihr Versprechen, daß sie unsere Sache unterstützen?"

Der Besitzer nickte, "natürlich! Seine Hoheit ist der einzige legitimen Thronfolger, so wird nicht nur von unsere Seite unterstützt!"

Song Taeha wandte ein, "ich glaube, Legitimität und gerechte Sache sind nicht das, was jetzt zählt!"

Der Besitzer sah ihn fragend an, "und was spielt möglicherweise eine Rolle? Wenn wir zu den Waffen greifen, können wir diesen falschen König und seine Raufbolde mit einem Schlag vertreiben!"

Song Taeha widersprach, "dies ist nicht, wie wir ein neues Reich aufbauen sollten! Sollten wir nicht erst darüber reden, auf welchen Prinzipien es sich bezieht?"

Der Besitzer fragte, "welche Prinzipien? Haben wir nicht alle versprochen, den Wünschen des verstorbenen Kronprinzen zu folgen?"

Diesmal fragte Song Taeha , "und was sind seine Wünsche?"

Der Besitzer sah ihn ruhig an, "weißt du dies nicht bereits?"

Song Taeha erklärte heiser, "ich versuche sicherzustellen, daß wir alle wissen!"

Der Besitzer erwiderte ruhig, "von Gesetzgebung zu Institutionen, über militärische zur diplomatischen Angelegenheiten, werde ich alle Änderungen, welche sein müßen ändern! Alle von uns werden die Fahnenträger unserer neuen Zukunft sein!"

Song Taeha sah ihn verzweifelt an, "aber auch Fahnenträger bleiben nichts weiter als Bürger dieses Landes! Bürger müßen den Wünschen ihres Herrschers folgen! Also was wünscht könnte ein Kind wie Seine Hoheit möglicherweise schüren, um uns alle wie es der Wunsch des verstorbenen Kronprinz war zu führen?"

Der Besitzer schüttelte den Kopf, "wir werden ihm helfen, den Weg dafür zu finden, um König zu werden! Ist das nicht die vornehmste Pflicht unserer Bürger, einen tugendhaften Herrscher zu fördern? General Song, wir sind die einzigen, die Seine Hoheit auf den Thron verhelfen können! Nach und nach werden wir ihn zu einem guten König machen!"

Song Taeha sah ihn ernst an, "laß mich nur eine Sache fragen, sobald wir alle weg sind, wer wird sich um Seine Hoheit kümmern?"

Der Besitzer erklärte ohne zögern, "natürlich sollte ich damit betraut werden!"

Han Seom Kwak schloß die Augen, schweigen kehrte ein, als Song Taeha schließlich entschloßen erklärte, "ich werde mich um ihn kümmern!"

Hwang Chul Woong hielt einen älteren Mann auf der Straße an, "gibt es in der Nähe der Stadt einen Ort, welche einst als Hörsaal verwendet wurde?"

Der Mann wandte sich um und zeigte in die Richtung aus der er kam, "wenn du diesen Weg geradeaus bis zum Ende des Markt gehst, wirst du ein nahe gelegenes Dorf finden..." Hwang Chul Woong ging weiter ohne zu Ende zu hören, er wußte wo sein Ziel war.

Wangson zog sich an der Mauer hoch und sah in den Hof. Er sprang neben einem Baum auf die Mauer. Song Taeha trat in den Hof. Wangson sprang schnell wieder hinab und kniete sich nachdenklich neben der Mauer nieder. Er überlegte kurz, dann stand er wieder auf und sah über die Mauer. Als er Song Taeha erkannte. Er lehnte sich wieder an die Mauer und flüsterte zu sich selbst, "was soll ich tun? Er ist hier! Hier! Ich sagte ihnen, daß er hier sein würde!" Er nahm seinen Bogen und legte einen Pfeil ein, während er etliche Mal tief Luft holte. dann sprach er wieder auf die Mauer und zielt auf ihn, während er für sich zu flüsterte, "nichts als ein Sklave, er ist nur ein entlaufener Sklave! Du bist mein, Song Taeha!" Er spannte den Bogen an, als die anderen heraus kamen und sich zu Song Taeha stellten. Wangson neigte den Bogen und stöhnte, "ajee, was ist jetzt mit all den Kerlen plötzlich?"

Er holte wieder Luft und spannte den Bogen erneut. Inzwischen war auch Hwang Chul Woong dort in der Nähe eingetroffen. Wangson seufzte verärgert und sprang wieder von der Mauer. Gwanjae wandte sich an Song Taeha, "General, etwas ist da seltsam!"

Song Taeha schwieg, als Han Seom Kwak schließlich sagte, "General, es scheint, als ob sie nur Seine Hoheit nur wollen, um die Kontrolle am Hof zu bekommen!"

Gwangjae stimmte zu, "wenn sie Geld sammeln und Truppen auf der ganzen Halbinsel, wohin wir auch gehen, schicken sie uns in die Schlacht ohne auch nur unsere Zahlen oder eine Strategie zu haben!"

Im Raum war inzwischen der Besitzer mit zwei seiner Männer. Einer der Männer erklärte, "es ist klar, daß General Song andere Pläne hat! Dies muß es sein! Er wird nicht dir nicht Seine Hoheit anvertrauen!"

Der Besitzer entgegnet, "das waren nicht die Worte, die er verwendet!"

Der andere Mann fragte nun ein, "als er behauptete, er ist verantwortlich für ihn, meinte er damit nicht dass gleiche?"

Der Besitzer erwiderte gelaßen, "du brauchst dir keine Sorgen zu machen! Ein Soldat in seiner Stellung handelt zuerst aus Treue und Ehre! Wie konnte jemand, der ein Leben lang auf dem Schlachtfeld Befehle annimmt planen? Er besitzt keine Einsicht in eine Nation, gerechte Grundprinzipien oder wie man ein Volk durch Tugend und Entschloßenheit führt!"

Nun fragte der andere Mann, "wie sollen wir dann vorgehen? Wir können nicht mehr einfach nur warten!"

Der Besitzer lächelte leicht, "es ist nicht nötig, noch länger zu warten! Es ist jetzt Zeit, um ihm Befehle zu erteilen!"

Draußen stand Song Taeha immer noch schweigend. Han Seom Kwak sah ihn betrübt an, "warum sagst du nicht etwas? Hast du nicht zuvor gesagt, daß eine Revolution nicht unser Ziel ist, unser System zu ändern, aber nun wollen ihn diese Gelehrte führen!"

Song Taeha sagte leise doch bestimmt, "genug!"

Doch Han Seom Kwank fuhr fort, "aber sie bitten uns jetzt zu den Waffen zu greifen! Sollen wir unsere Waffen gegen unsere damalige Freunde führen? Hast du uns nicht erklären, daß unsere wirkliche Revolution erst beginnt, wenn die Feindseligkeiten vorüber sind?"

Song Taeha seufzte, "dies ist ein entscheidender Augenblick! Wir sollten interne Konflikte vermeiden! Sie sind auf unserer Seite, also müßen wir zu einem Kompromiß kommen!"

Han Seom Kwank fragte immer noch besorgt, "ich würde es selbst tun, aber wird dies machbar sein? Diese Bücherwürmer verwenden zivile Offiziere, um soldaten wie uns auszunutzen!"

Song Taeha wandte sich zu ihnen um, diesmal klan seine Stimme wieder enschloßen, "wir sind alle Schüler von dem gleichen Meister, laßt uns nicht solche Dinge sagen!"

Han Seom Kam sah zu Boden, "ich muß! Ich überlebte all diese Jahre von Qualen und dies ist nicht der Grund dafür! Was ich sagen will ist, daß ich nicht überlebt, um von Jeju zu fliehen, um für sie zu kämpfen!"

Song Taeha sah ihn betrübt an, "Han Seom, sind ihre Verstellungen anders als meine?"

Han Seom Kwank schwieg kurz, "ich denke schon!"

Song Taeha sah ihn nachdenklich an, "und ein weiterer Punkt, ist ihre Sicht der Dinge unbedingt falsch von meinen? Nur weil sie anders denken, solltest du nicht denken, daß sie Unrecht haben und unser größere Ziel trüben! Hast du es vergeßen? Das ist etwas, was wir immer bedenken müßen!"

Wangson sah wieder über die Mauer und stöhnte, "ajee, das Geschwätz nimmt kein Ende! Und sie nennen sich Männer!" Er lehnte sich wieder seufzend gegen die Mauer. als er plötzlich wieder seine Begeisertung fand, "wirklich, fünfhundert Nyang! Es wird alles mir gehören!"

Jumo sah neben Dong-Saeng und sah ebenso niedergeschlagen wie diese aus, als sie meinte, "er aß ein ganzen Huhn!" Dong-Saeng starrte schweigend vor sich hin, als Jumo sich leicht zu ihr neigte und fragte, "hast du wirklich Wasser in der Wein getanr?"

Dong-Saeng gestand, "es waren nur zwei Schalen pro Krug!"

Jumo gab ihr einen Schlag gegen den Arm und schimpfte, "hör dir das an! du solltest nur eine Schale pro Krug eingießen! Als ob es dein ersten Arbeitstag wäre!"

Sie stand auf. Dong-Saeng rieb sich ihren arm und erklärte seufzend, "ich habe mich entschieden!"

Jumo räumte den Tisch ab, "über was?"

Dong-Saeng erklärte, als wäre es schon beschloßen, "ich habe entschieden General Choi zu heiraten! "

Jumo, welche gerade das Geschirr hineintragen wollte, fiel das Geschirr bei den worten auf der Hand, während sie verlegen nuschelte, "warum ist dies so rutschig?"

Dong-Saeng stand auf und kniete sich neben ihr nieder, um das Geschirr aufzuheben, "denk darüber nach! Wo sonst in der Welt findet man einen Mann wie General Choi? Ich werde ihn heiraten und Leute wie diese sabbernde Possenreißer wie Offizier Oh, werden nicht wieder einen Fuß hierher setzen!"

Jumo lächelte verlegen, "dennoch ist er ein Offizier! Denke an seinen Einfluß!"

Dong-Saeng wandte ein, "ich werde ihn unterstützen, er kann einfach die militärische Prüfung machen und eingestellt werden! Warte nur, so wird es passieren! Denkst du, ein Offizier wie Oh wird es wagen, ihn die gleiche Weise anzusehen?"

Jumo sah sie nachdenklich an, "aber dennoch, du hast immer noch den Zeichner Ma-Ui nebenan!"

Dong-Saeng rief aufgebracht, "wer, diesen kriechenden, alten Furz? Vergiß es! Wenn General Choi zurückkommt, werde ich ihn einfach ohne Ausreden heiraten! Wenn er mich nicht heiratet, werde ich lieber ohne ihn sterben!"

Jumo schlug wütend auf das Geschirr, "wie kann sich eine Frau so verhalten? Du siehst unschicklich aus! Du mußt geduldig warten; denn der Mann muß zuerst handeln!"

Dong-Saeng seufzte, "dennoch, ich habe bereits seit Jahren einen Blick auf ihn geworfen!"

Jumo neigte sich zu ihr und flüsterte fast, "ich weiß, wie du dich fühlst und General Choi weiß sicherlich auch, was er tut! Also mache es nicht zu offensichtlich, in Ordnung?" Dong-Saeng seufzte wieder und Jumo griff lächelnd nach ihrer Hand, "genau, dies ist, was du tun sollst!"

Sie nahm das Geschirr und stand auf, als Dong-Saeng rief, "Schwester!" Sie stand auf und erklärte mit fester Stimme, "ich werde es immer noch tun!"

Jumo fiel das Geschirr schon wieder aus der Hand, welche wieder verlegen dastand und diesmal etwas lauter schimpfte, ""warum ist dies so rutschig?"

Beide knieten sich wieder nieder, um das Geschirr aufzuheben, während Dong-Saeng grinste, "ich werde ihm ein Ultimatum geben, entweder töte ich mich oder er heiratet mich! Mein General Choi wird nicht das Herz haben, daß ich mich umbringe!"

Diesmal war Jumo wirklich besorgt, als sie nach ihrer Hand griff, "Dong-Saeng!"

Auch Dong-Saeng wurde wieder ernst, "mache dir keine Sorgen, selbst wenn wir heiraten, werde ich mich für den Rest meines Lebens, mich um dich kümmern! Gehe hinein und ruhe dich aus!"

Wangson sah wieder über die Mauer, die Männer standen noch draußen, doch Song Taeha war weg, als Wangson auch schon wieder stöhnte, "wo ist er hin?" Wieder lehnte er sich gegen die Mauer und überlegte laut, "wo zum Teufel ist er plötzlich hin?" Während Wangson an der Mauer lehnte, entdeckte ihn Hwang Chul Woong, während Wangson wieder jammerte, "ajee, fünfhundert Nyang, wirklich! Ich muß wieder zu den anderen!" Er nickte leicht und stand dann auf. Hwang Chul Woong zog inzwischen unbemerkt sein Schwert.

Un Nyun saß im Zimmer und starrte ins Leere. Song Taeha schloß die Tür hinter sich und setzte sich ihr gegenüber, "ist etwas passiert?"

Un Nyun bemerkte ihn gar nicht, Song Taeha griff kurz nach ihrer Hand und Un Nyun saß ihn verwirrt an, "was?"

Song Taeha sah sie besorgt an, "du siehst beunruhigt aus!"

Un Nyun schüttelte verlegen den Kopf und sah dann auf den Boden, "es ist nichts! Es ist nur... als ich auf den Markt ging, und..." Sie schwieg kurz, als sie schließlich meinte, "es gab nichts standesgemäß, also kam ich mit leeren Händen zurück! Ich gehe jetzt besser in die Küche!"

Daegil kehrte mit Seol-Hwa zurück und rief noch im Hof, "Wangson! General Choi! Wir sind wieder da!" Er sah sich nachdenklich um, als alles ruhig blieb. Nach einem kurzem zögern, zog er seinen Dolch und eilte in das Haus, welches verlaßen war. Er erinnerte sich wieder an den Streit mit Wangson und wie Choi zuvor, fluchte nun ach Daegil, "Wangson, du Bastard!"

Er rannte aus dem Haus und durch den Hof an Seol-Hwa vorbei, welche glücklich die Stoffe ansah und nun verwirrt rief, "Orabeoni! Orabeoni, wo gehst du hin?"

Un Nyun war in die Küche gegangen. Ihre Schritte waren auf einmal wie die einer alten Frau und alle Kraft schien sie verlaßen zu haben. Sie kniete sich an dem Feuer am Herd nieder, während ihre Gedanken wieder bei Daegil und der Winternacht waren, als er zu ihr in die küche gekommen war und ihr die Schuhe angezogen hatte. Tränen rannen über ihr Gesicht, als sie bitterlich weinte.

Wangson ging die Mauer entlang und murmelte vor sich hin, "ich hatte ihn fast! Wie viele von ihnen gibt es? Die, die ich sah, waren ungefähr sechs und diejenigen, die ich nicht sehen konnte..." Er blieb abrupt stehen, als er eine Gefahr spürte. Langsam und so leise wie möglich griff er sein Schwert. Choi rannte inzwischen über das Feld. Wangson hatte gerade einmal das Schwert entsichert, als Hwang Chul Woong ihm von hinten sein Schwert seitlich an die Kehle hielt. Wangson verzog das Gesicht und steckte das Schwert wieder zurück, während er zur Sonne aufsah. Dann drehte er sich schnell um, ließ sich zu Boden fallen und blockierte Hwang Chul Woong geraden Schlag mit einen schrägen Schlag. Daegil rannte inzwischen durch die Stadt.

Un Nyun hatte Song Taeha Essen gebrachte und saß ihm gegenüber. Song Taeha wollte gerade etwas Essen, als er die Eßstäbchen wieder weglegte, "in welcher Art von Land würdest du dir wünschen zu leben?"

Un Nyun sah ihn fragend an, "was?"

Song Taeha erklärte es etwas anders, "welche Art von Land würdest du dir wünschen, daß Joseon zu würde?"

Un Nyun schwieg einen Moment, "du kämpfst mit den anderen Mitgliedern um diese Angelegenheit!"

Song Taeha schüttelte den Kopf, "nein, dieses Land zu verändern, würde Jeseons politisches System verstärken! Bis zu einem konkreten Plan, steht dies hinter jedem dieser Ansprüche, es ist alles nicht mehr als nur flache Wort!"

Un Nyun lächelte leicht, "mir wurde nur gelehrt, daß eine Frau folgen sollte! Ich lernt nie, wie man mit einer Person lebt, sondern nur wie eine respektierte Frau sein soll! Von solch einer Person wie dieser, wirst du sicher nicht nach einer Antwort suchen!"

Song Taeha widersprach, "ich frage dich gerade nach deiner Meinung! Das einzige, was mir am meisten bedeutet, ist daß die Person glücklich ist, würde diese nicht die Welt zu einen besseren Ort verändern?"

Un Nyun sah verlegen aus und schwieg etlich Zeit, als sie schließlich erklärte, "von all den Dingen die ich in meinem Leben gehört haben, weißt du, was die erschreckensten waren, die ich jemals hörte? Daß die Welt sich nie ändern wird! Diese Welt wird sich nie ändern, also denke noch nicht einmal darüber nach! Denke noch nicht einmal im Traum daran! Akzeptiere das Leben, daß dir gegeben wurde! Ich wünschte, diese Welt könnte ein Ort werden, wo solche Worte nie gesprochen werden müßen!"

Song Taeha sah nachdenklich aus, "keiner sollte solche Art von Gedanken haben!"

Un Nyun lächelte wieder leicht, "iß jetzt! Jede große Anstrengung von einer besseren Welt beginnt mit einer herzhaften Mahlzeit!"

Daegil rannte weiter die Straße entlang. Hwang Chul Woong Schwert durchschlug Wangsons Schwerthülle und schnitt in seinen Oberarm. Wang Chul Woong holt zu einem schrägen Schlag aus, als Wangson einem Salto rückwärts machte, er verzog sein Gesicht vor Schmerz und stützte sich mit der Hand am Schwert. Dann lächelte er leicht und grinste. Hwang Chul Woong sah ihn ruhig an, "dein Körper bewegt sich so leicht wie eine Fliege!"

Wangson stand langsam auf, "und was ist falsch an einer Fliege? Selbst ein Adler kann keine Fliege fangen!"

Hwang Chul Woong ging nicht darauf ein, "wer gab dir den Befehl?"

Wangson grinste wieder, "wer weiß..."

Er brach ab und griff mit dem Schwert an. Wangson gelangen zwar einige Schläge, wurden von Hwang Chul Woong jedoch immer blockiert, aber auch Wangson konnte dessen Schläge blockieren, dennoch wurde ihm bewußt, daß er keine chance gegen Hwang Chul Woong hatte. Er versuchte sich zurückzuziehen, doch Hwang Chul Woong blockierte ihm in dem sschmalen Pfad zwischen Mauer und Fels den Weg. Hwang Chul Woong trat Wangson in den Bauch, welcher zu Boden fiel, schnell stand er auf und sprang auf ein Dach. Als Wangson über das zweite Dach sprang, erschien Hwang Chul woong von der andren Seite. Wangson versuchte wegzulaufen, doch Hwang Chul Woong warf sein Schwert und der Schwertgriff traf Wangson, der wieder zu Boden ging. Als er diesmal wieder hochkam, war Hwang Chul Woong schon bei ihm. er verdrehte ihm das Handgelenk und Wangson fiel sein Schwert aus der Hand. Als Hwang Chul Woong ihn schließlich packte und so lang auf Wangson einschlug bis dieser das Bewußtsein verlor und vom Dach fiel. Inzwischen erreichte Choi den schmalen Pfad. Er sah die zerbrochene Schwerthülle und Blutspuren.

Wangson keuchte. Blut rann aus seinem Mund und ein blutiger Schnitt, wenn auch nicht lang zog sich über seine Wange. Er stützte sich keuchend auf seinen Ellbogen auf und sah zu Hwang Chul Woong. Dieser sah Wangson nur kalt an, "wessen Befehl folgst du?"

Wangson lachte wieder, "aber, sage mir, wer bist du, daß du Menschen so behandeln kannst?"

Er lachte wieder leise, Hwang Chul Woong sagte gefühlslos, "sprich, oder du wirst sterben!"

Wangson sah ihn spöttisch an, "ah, du bist derjenige, der auf königlichen Befehl handelt!" Hwang Chul Woong hob sein Schwert und schlug zu.

Choi rannte durch eine verlaßene, schmale Gasse und sah sich hastig um, während er immer wieder Wangsons Namen rief, als er weiter eilte. Inzwischen war es dunkel geworden, als er die schmale Gasse erreichte und über die Mauer sprang. In der Hand hielt er einen Dolch. Schließlich setzte er sich keuchend auf den Boden und ließ seinen Speer fallen. Plötzlich fiel ihm das Blut im Schnee auf, er griff danach, während er seine Tränen unterdrückte und zu sich selbst sagte, "Wangson, du Narr!" Sein Blick fiel plötzlich vor ihm auf eine Schleifspur voller Blut im Schnee. Seine Tränen wurden durch Wut abgelöst, als er entschloßen nach seinem Speer griff und aufstand.

Daegil war inzwischen bei dem Haus, wo sich Song Taeha und die anderen versammelt hatten. Der Besitzer des Hauses erwiderte, "also heißt das, du wirst dich weigern, meinem Beispiel zu folgen?"

Song Taeha widersprach, "ich befolge ihn, jedoch nicht bevor wir keine konkreten Pläne besprochen haben!"

Der Besitzer des Hauses, wandte ein, "ich befürchte, wir haben keine Zeit dafür! Berichte von Jeju werden bereits auf dem Weg zum Hof sein und in kürzester Zeit werden Truppen entsandt, um auf der ganzen Halbinsel nach uns zu suchen! Wenn das passiert, werden wir keine Chance, um unsere Pläne zu verwirklichen und verbringen den Rest unserer Tage auf der Flucht!"

Song Taeha sah ihn ruhig an, "der Hof hat bereits Kenntnis von uns!"

Der Besitzer des Hauses rief verärgert, "wie kann das möglich sein? Diese Berichte können noch nicht eingetroffen sein!"

Song Taeha erklärte gelaßen, "Hwang Chul Woong kam nach Jeju!"

Han Seom Kwak gab ihm recht, "er kam in das Exil, um Seine Hoheit zu töten!"

Der Besitzer des Hauses sah nachdenklich aus, "dann willst du mir erzählen, daß er dies bereits dem Kanzler berichtete?"

Song Taehas Stimme klang fest, "sie müßen sich bereits über unsere zukünftige Pläne bewußt sein! Unsere Männer ohne einen festen Plan loszuschicken, würde ein Rückschlag werden!"

Der Besitzer des Hauses erklärte verärgert, "dann haben wir umso mehr Grund, uns zu beeilen! Der Befehl ist, bei Tagesanbruch abzureisen! Wir müßen unsere Ziele erfüllen, dies ist unsere einzige Gelegenheit!"

Song Taeha widersprach energisch, "wenn wir es übereilen, weil wir gejagt werden, wird dies sicher versagen!"

Der Besitzer des Hauses schrie nun, "wir tun dies nicht, weil wir gejagt werden! Es ist Frucht unseres Meisters, welche er in den letzten Jahren sorgfältig plante! Nicht ich, sondern der Meister! Ist das klar? Dies befahl er mir dir zu sagen, du es geschafft hast zurück zu kehren!"

Alle schwiegen, als sie schließlich wieder den Raum verließen. Draußen wandte sich Han Seom Kwak an ihn, "was jetzt, General?"

Song Taeha wandte sich an ihn, "du wirst abreisen!"

Han Seom Kwak sah ihn an, "dieser Befehl von dem Meister, es könnte eine Lüge sein!"

Song Taeha blieb ernst, "es mag sein, daß wir einen Schritt zurück gehen! Dennoch ist es nmöglich, daß dieser ganze Auftrag einer allein tun kann! Laßt uns versuchen herauszufinden, welche Art von Leute wir haben, die zahlen! Einmal eine klare Vorstellung davon, können wir sehen, ob dieser Plan Erfolg haben wird!"

Han Seom Kwak noch immer mißtrauisch, fragte, "sollte es nicht der Fall sein, was dann?"

Song Taeha schwieg etlich Zeit, bevor er verbitterte erwiderte, "es wird nicht wahrscheinlich sein!"

Sofort rief Han Seom Kwak, "was?"

Song Taeha lächelte leicht, "sind sie nicht ebenso unsere Kameraden? Selbst wenn es schwer ist, sie zu verstehen, werde ich sie wißen laßen, warum dies nicht möglich ist und ihnen helfen, eine andere Lösung zu finden!"


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15. Mai 2014, 12:13

 Re: Meine erste Geschichte
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Alle hatten sich im Sklavenlager getroffen, während stammelte Yi Kun Won, "ja, aber... zumindest habe ich nicht mein Gewehr verloren und lief weg! Wie konntet ihr sie dort laßen? Überlegt, wieviel sie uns gekostet haben! Als sie begannen ihre Schwerter zu heben und auf mich zukamen, hatte ich solche Angst, daß ich noch nicht einmal die Kugel richtig hinbrachte, richtig?"

Ggeutbang redete sich heraus, "der Lauf von dem Loch ist viel zu klein! Sollten sie nicht größere machen?"

Yi Kun Won warf einem Strohhalm nach ihm, "hör auf Unsinn zu reden!"

Halbae spuckte den Stohhalm an dem er genagt hatte aus, "und ich dachte, der Mut einiger von euch Sklaven wäre endlich gewachsen! Eop Bok, könntest du die Änderungen für anderen, die sie brauchen machen? Ich schätze, es wird wieder nur mit etwas Geld möglich sein!"

Eop Bok rief verärgert, "was habe ich dir gesagt? Sie brauchen viel mehr Mut mit Gewehren, als Männer mit einem Schwert! Selbst wenn ein Tiger direkt auf dich zukommt und sein Maul aufreißt, habe ich dir gesagt, nie deine Gelassenheit zu verlieren! Habe ich es, oder nicht?"

Yi Kun Won stammelte wie immer, "ajee..., das... Es war kein Tiger, diese Schurken griffen uns mit Schwertern an und nur..."

Eop Bok unterbrach ihn ruhiger, "ohne Mut, wie wollen wir du da jemals all jene Yangbans töten?"

Yi Kun Won sah ihn aufgebracht an, "dennoch brachte ich mein Gewehr zumindesten zurück!"

Halbae rief, "gib endlich Ruhe! Wir töteten nicht weniger als drei von ihnen!"

Ggeutbang sah nachdenklich zu Boden, "dennoch fühlt es sich seltsam an, wenn du darüber nachdenkst! Wie konnten die Adligen und Buchwürmer so beweglich sein? Du hättest sehen sollen, auf welche Art sie sich bewegten, wie Katzen!"

Yi Yun Won sah zu Eop Bok, "dieser Kerl vorne schien es sogar vermieden haben erschoßen zu werden?"

Eop Bok sah ihn ausdruckslos an, "es war nur durch Zufall! Es könnte Männer gewesen sein, die Pfeile vermeiden, aber keine Gewehrschüsse!"

Gi Yoon wandte ein, "genug damit! Wie wäre es, wenn wir einige Wohnsitze der Yangban plündern? Wir brauchen Geld, um neue Waffen zu bekommen! Wenn du mir das Geld gibst, werde ich dir alle Waffen besorgen, die du brauchst!"

Eop Bok sah ihn wütend an, "alles, was er zählt, ist Geld und noch mehr Geld!"

Gi Yoon zeigte verärgerte auf ihn, "hör mit deinen Verleumdungen auf und denke darüber nach! Um große Dinge zu erreichen, sollten wir da nicht unsere Aufgaben teilen? Ihr arbeitet mit eurem Körper und ich benutze mein Gehirn!"

Die Tür ging mit einem krachend auf, alle fuhren erschrocken zurück. Ki Yun Won hielt sich die Hand ans Herz, "oh, meine Götter!" An der Tür erschien Cho Bok Yi, die Hände voll mit Gewehren und trat ein. Ki Yun Won neigte sich vor und stötterte, "G..., G..., Gewehre!"

Cho Bok Yi warf die Gewehre auf den Boden, "nervöse Männer, tztz!" Alle schwiegen, als Cho Bok Yi sie ansah, "was starrt ihr alle so? Nachdem ihr eure Gewehr weggeworfen habt und weggelaufen seit! Und ich vertraute diesen Männern!"

Eop Bok sah sie verlegen und verwirrt an, " ah... Du... Du hast sie auf deinem Weg hierher gebracht?"

Cho Bok Yi lächelte verschmitzt. Ki Yun Won wandte ein, "Cho Bok, ich nahm mein Gewehr mit, als ich floh!"

Cho Bok Yis Lächeln verschwand, "und konntest nicht einen treffen, richtig?"

Anstatt ihr darauf zu antworten, fragte Yi Yun Won, "hattest Abendessen?"

Cho Bok Yi seufzte, "ajee, ihr alle seit mit Eier aufgewchsen, oder? Wie wollt ihr den Palast auf diese Weise untergehen? Ajeosshi, laß uns gehen! Die Hausherrin sagte, heute Nacht dürfte keiner das Haus verlaßen!"

Sie wandte sich zu Tür und Eop Bok erwiderte heiser, "ich werde dann gehen!" Auch Ki Yun Won stand auf. Eop Bok ging neben Cho bok Yi durch die leere Straße, "gute Arbeit heute!"

Cho Bok Yi humpelte noch von ihrem Sturz, "sie sagten, es wäre nur vier bis fünf Personen! Aber so viele haben mich erschreckt! Ich rannte schnell zurück, um dich zu warnen!"

Eop Bok sah sie besorgt an, "ich sagte dir, du sollst dir keine Sorgen machen und zurück gehen!"

Cho Bok Yi lächelte leicht, "wenn ich mir keine Sorgen um euch machen würde, wer dann?"

Sie sahen sich einen Moment schweigend an, dann kniete Eop Bok sich vor ihr nieder, "setz dich auf meinen Rücken! Komm!"

Cho Bok Yi sah ihn einen Augenblick verwirrt an, dann lächelte sie zärtlich. Sie trat hinter Eop Bok un schlang ihre Arme um seinen Hals, während dieser sie auf seinen Rücken hob und dann langsm mit ihr weiterging. Dennoch war er besorgt, "das nächste Mal rennst du nicht so! Wenn du dir in diesem Winter etwas brichst, wird es ewig dauern bis die Knochen heilen!"

Cho Bok Yi lächelte wieder leicht, "Ajeosshi!"

Eop Bok ging mit gleichmäßigen Schritten weiter, "was?"

Cho Bok Yi neigte sich zu ihm vor, "bin ich schwer?"

Diesmal lächelte Eop Bok, "schwer? So sehr wie ein Bär, der ist schon drei Monate hungerte!"

Cho Bok Yi fragte ernst, "wenn ein Bär drei Monate hungert, bedeutet dies leicht zu sein?"

Auch Eop Bok war wieder ernst geworden, "natürlich nicht! Er ist immer noch ein Bär!" Cho Bok Yi lachte leise, als Eop Bok sie schweigend weiter durch die verschneite, dunkle Straße trug.

Der Botschafter saß nachdenklich am Tisch, während sein Offizier neben ihm stand, "drei starben und zwei wurden verletzt! Dort warteten drei oder vier im Hinterhalt, aber sie versagten, sie zu fangen!"

Der Botschaft sah in Gedanken versunken da, "konntest du alle Spuren von unserem Aufenthalt dort verwischen?"

Der Offizier nickte, "ja! Wir hatten trugen zuerst einmal nicht unere militärische Kleidung und waren getarnt! Es wird also schwer sein, jemanden von uns zu erkennen!"

Der Botschafter fragte immer noch nachdenklich, "was geschah mit den Verletzten?"

Der Offizier erklärte besorgt, "der Heiler sorgt sich um sie, aber uns fehlen Kräuter für die Behandlung, ich brachte sie ihm!"

Der Botschafter sah immer noch nachdenklich aus, "wenn sie in einen Hinterhalt warteten, bedeutet dies nicht, daß sie uns beobachteten?"

Der Offizier nickte, "ich bin mir sicher, daß der Kanzler dahinter steckt!"

Choi rannte bereits atemlos durch den verschneiten, nächtlichen Waldweg. er kniete sich nieder, als er wieder eine Blutspur bemerkte und sah sich suchend um.

Seol-Hwa sah allein schmollend im Haus. Schließlich stand sie auf, nahm ein Tuch und fing an den Boden zu wischen. Draußen bellte ein Hund in der Ferne, die Tür wurde aufgerißen und ein verärgerter Daegil rief, "Wangson, du kleiner..."

Daegil und Seol-Hwa sahen sich überrascht an. Seol-Hwa fing sich als erste und fragte, "warum bist du allein?"

Daegil fragte besorgt, "es kam noch keiner zurück?"

Seol-Hwa übersah seine Besorgnis und sah hn glücklich lächelnd an, "Orabeoni, komm herein, ich wische den Boden!" Sie winkte ihm mit dem Putzlumpen in der Hand lachend zu.

Choi stand nachdenklich auf dem verschneiten Waldweg. Er konnte nur mit Mühe die Tränen unterdrücken, aber er keuchte, "Wangson, du Narr, was ist mit dir passiert?" In der Ferne erschien am Himmel eine Leuchtrakete, Choi sah hastig in die Richtung aus der sie kam und eilte so schnell er noch konnte los.

Daegil saß in einer Ecke, und schimpfte, "hör auf den Boden zu schrubben, ich kann nicht nachdenken!"

Seol-Hwa schrubbte munter den Boden um ihn herum, "von jetzt an, werde ich kochen und sauber machen! "

Daegil runzelte die Stirn, "warum?"

Seol-Hwa sah ihn überrascht an, "nun, ich bin keine Schnorrerin, also werde ich zumindestens etwas tun, um meinen Unterhalt zu verdienen!"

Daegil verzog das Gesicht, "geh jetzt!"

Seol-Hwa hörte zu putzen auf, ihr Lächeln erlosch, als sie ihn wie versteinert ansah. Dann erschien ein unsicheres Lächeln auf ihren Lippen, "warum? Hast du mir nicht etwas sagen!"

Daegil schwieg, nach einer Weile sagte er leise, "Kleines, hast du wirklich nirgendwo einen Platz zum hingehen? Wenn das wirklich der Fall ist, gehe nach Mount Worak! Ich kenne dort jemand! Du wirst dort jemanden namens Jjakgwi treffen und in der Lage sein, sich dort niederzulassen! Du wirst Menschen finden, die dich schützen können! Wir gehen getrennte Wege und hören mit dieser Sklavenjagd auf Also ist es Zeit, daß du ebenfalls deinen eigenen Weg gehst! Ich werde dir die ganzen Reisekosten geben, also keine Sorgen!"

Seol-Hwa hatte sich bei seinen Worten abgewandt und wischte sich die Tränen aus den Augen, als sie ihn nun ansah, "Reisekosten? Du denkst, ich folgte dir wegen des Geldes?"

Daegil seufzte, "wenn du es nicht willst, auch gut!"

Seol-Hwa sah ihn nun ernst an, als sie fragte, "Orabeoni, ist es wegen dieser Frau?"

Daegil schwieg wieder kurz, während er sie verwirrt ansah, "was?"

Seol-Hwa unterdrückte wieder ihre Tränen, "dieser Frau, für die du Sklavenjäger wurdest, um ihr zu folgen und jetzt wegen ihr aufhörst!"

Daegil schwieg wieder kurz, dann schrie er in seiner gewonnten Lautstärke, "du Weibsbild, wie kannst du es wagen!" Beide sahen sich einige Zeit schweigend, dann sagte Daegil leise, "geh einfach und beeil dich!" Seol-Hwa sah ihn immer noch schweigend voller Schmerz an. Daegil stand auf und verließ hastig den Raum. Draußen setzte er sich auf die Stufe, als er plötzlich die Leuchtrakete sah. Sofort stand er auf und sah in die Richtung.

Choi blieb kurz etwas atemlos stehen, als eine zweite Leuchtrakte folgte und er schnell weitereilte.

Song Taeha lag auf dem Rücken. Neben ihm lag Un Nyun auf der Seite und dachte wieder zurück. Ihr Bruder war am Tag an dem sie heiraten sollte gekommen und öffnete sein Oberteil. Er zeigte das herausgebrannte Sklavenzeichen, "schau! Denkst du noch an den Tag, als wir das Sklavenzeichen herausbrannten? An diesem Tag, weinte Tränen der Freude und nicht des Schmerzes! Wir wurden neu geboren, als Menschen! Endlich als echte Menschen!"

Ihre Erinnerung wechselte. Sie sah Song Taeha in den Bergen an, "es gibt keinen Grund, daß Sklavenjäger mich jagen sollten! Ich bin kein Sklavin! Wenn sie Sklavenjägern sind, sie sind nicht auf meiner Spur!" Wieder kehrte sie in die Wirklichkeit zurück. Song Taeha war ebenfalls wach und seufzte. Un Nyun wandte sich zu ihm um, sie sah ihn einige Zeit an, bevor sie leise sagte, "ich... Ich muß dir etwas sagen!"

Song Taeha wandte den Kopf zu ihr um, "sage es!"

Un Nyun schwieg wieder, bevor sie sagte, "ich..." Wieder schwieg sie, bevor sie fortfuhr, "es gibt etwas, daß ich dir nicht sagte! Ich konnte es dir nicht sagen!" Sie schwieg wieder und setzte sich im Bett auf. Song Taeha sah sie kurz an, dann setzte er sich ebenfalls auf. Un Nyun schwieg noch einen Moment, dann versuchte sie es wieder und stammelte, " ich bin tatsächlich... eigentlich..." Sie sah ihn an und schwieg wieder.

Choi hatte eine Lichtung im Wald erreicht, seitlich am Wegrand befand sich ein großer Fels. Plötzlich stand Hwang Chul Woong mit einem Bogen in der Hand in einiger Entfernung vor ihm, "als ich sah, daß ihr Leuchtraketen gebraucht, wußte ich, daß du nicht nur ein gewöhnlicher Mann bist! Meine Vermutung war richtig! Du warst der Kerl!"

Hwang Chul Woong erinnerte sich ebenfalls zurück. Er war auf Choi gestoßen und sagte, "wenn du Augen hast, um zu sehen, schau gut her!"

Er zeigte im das königliche Siegel. Choi hatte verächtlich seinen Speer zwischen dessen Beine gesenkt und leicht gelächelt, "etwas, wie dies?" Choi kehrte in die Wirklichkeit zurück und sah ihn keuchend an.

Inzwischen war auch Daegil wieder losgerannt.

Hwang Chul Woong hielt den Bogen immer noch gesenkt, "ich habe viele Fragen an dich!"

Choi blickte ihn verzweifelt an, "wo ist mein Bruder? Wo ist er?"

Hwang Chul Woong hob leicht den Bogen mit der eingelegten Leuchtrakete, "ich stelle die Fragen, du antwortest nur!"

Er hob den Bogen und schoß die Leuchtrakete auf Choi ab. Dieser wehrte sie mit seinem Speer ab und die Rakete explodierte ein etliches Stück weit entfernt von ihm. Weitere Explosionen von Leuchtraketen erklangen, während Choi und Hwang Chul Woong anfingen zu kämpfen. Hwang Chul Woong, welcher ausgeruhter war als Choi neigte sich schnell unter dessen Speer, während Choi einem Schlag von Hwang Chul Woong Schwert blockierte. Weitere Leuchtraketen explodierten. Einige Mal blockierte Choi Hwang Chul Woongs Schwert, während dieser etliche Mal Chois Speer blockierte. Schließlich wandte Choi sich leicht zur Seite ud öffnete eine Lücke, sofort traf Hwang Chul Woong Schwert ihn in die rechte Brust.

Daegil rannte weiter den Waldweg entlang.

Choi griff mit schmerzverzerrten Gesicht nach der Klinge und hielt sie fest. Wangson lag hinter dem Fels an dem Waldweg, das Blut an seinem Mund war getrocknet. Choi gelang es, daß Schwert heraus zu ziehen. er wandte sich schnell um und wehrte weitere Schläge von Hwang Chul Woong ab und es gelang ihm durch eine Drehung Abstand zwischen sich und Hwang Chul Woong zu bringen. Choi stütze sich leicht außer Atem auf seinen Speer. Wieder einmal schien Hwang Chul Woong, was selten war, leicht zu lächeln, "ich werde fragen! Wer befahl dir hierher zu kommen?"

Choi beharrte jedoch, "wo ist mein Bruder? Wo ist er?"

Diesmal lächelte Hwang Chul Woong wirklich leicht, "scheint, als wäre dir nicht mich klar, was ich sagte! Ich stelle die Fragen, während du mir die Antworten geben wirst!"

Sofort fing der Kampf zwischen beiden wieder an. Choi konnte noch zwei schläge abwehren, als Hwang Chul Woong Chois Speer entzwei schlug. Choi schrie auf und blockierte mit seinem geteilten Speer zwei weitere Schläge von Hwang Chul Woong.

Wie so oft durch ihre Behinderung saß Hwang Chul Woongs Frau hinter ihrem Schreibtisch. Diesmal unterdrückte sie ihre Tränen, während sie mit unkontrollierten Bewegungen einen Brief an ihn schrieb. "Seobangnim, bitte verlaße dieses Ort! Warum gehst du den Weg, als ein Mörder zu leben? Wenn ich sterbe, könntest du frei sein! Doch selbst, wenn ich es wünschte, könnte ich mich noch nicht einmal umbringen!"

Auf dem Waldweg ging inzwischen der Kampf zwischen Choi und Hwang Chul Woong weiter. Als Hwang Chul Woong diesmal angriff, setzte er einen schnellen Schlag von unten an und traf Choi am Fuß, welcher daraufhin zu Boden fiel. Er rang kauchend nach Luft, auf seiner Stirn erschien Schweiß, als er sich auf den zerbrochenen Speer stützte. Hwang Chul Woong trat ihm den Fuß ins Gesicht und Choi fiel mit einem unterdrückten Laut zu Boden. Er hatte einen blutigen Abdruck im Gesicht. Als er den Kopf langsam vom Boden hob, sah er hinter dem Fels den blutüberströmten Wangson beweglos liegen. Ohne weiter auf Hwang Chul Woong zu achten, rief er, "Wangson!" Er richtete sich leicht auf und kroch in dessen Richtung. Er nahm Wangsons blutüberstömtes Gesicht in seine Hände. Er zog ihn leicht hoch und im Arm hielt, während er weinte, "Wangson! Was geschah mit dir? Öffne die Augen, Wangson!" Schließlich schüttelte er ihn und schrie immer wieder laut, "Wangson!" Hwang Chul Woong war inwischen näher gekommen, welcher hinter ihm stand und nun mit dem Schwert zuschlug.

Daegil rannte weiter den Waldweg entlang, als auch er sich erschöpft, leicht auf dem Boden stützte und ebenso verzweifelt wie zuvor Choi schrie, "Wangson! General Choi!"

Un Nyun sah Song Taeha an und versuchte es wieder, "tatsächlich bin ich..."

Sie hielt inne und rang nach Luft. Song Taeha erkannte wie schwer sie wieder Atem bekam und sagte mit ruhiger Stimme, "wenn es zu schwer für dich ist, brauchst du es nicht zu sagen! Es kann auch Dinge zwischen Mann und Frau geben, die man für sich behalten kann!"

Un Nyun rang weiter nach Luft, "alles was ich tat, war ständig auf der Flucht zu sein! Ich tat bei meiner Hochzeit und davor..."

Tränen liefen über ihre Wange, als Song Taeha sie unterbrach, "weglaufen wird nichts an dieser Welt ändern!"

Un Nyun sah ihn voller Tränen an, "ich habe weder die Kraft noch die Weisheit gegen solche Widrigkeiten zu kämpfen!"

Song Taeha schwieg kurz, "dies wird nie unwichtig sein! Wenn du nur den Wille hast, zur Not zu kämpfen, kannst du dich immer auf die Weisheit und Stärke anderer stützen! Wenn du dich nicht zuerst änderst, wird sich auch die Welt nie ändern!"

Un Nyun sah ihn fast flehend an, "du sagst dies, weil du nicht meine Vergangenheit kennst!"

Song Taeha erwiderte ruhig, "wie ich deine Vergangenheit nicht kenne, kennst du auch meine Vergangenheit nicht und wir kennen auch unsere Zukunft nicht! Was in der Vergangenheit geschah, kann niemals wichtiger sein, als das, was in der Zukunft geschehen wird!"

Un Nyun sah ihn nun nachdenklich an, "ist dies wirklich das, was du denkst?"

Song Taeha sah nachdenklich vor sich hin, "die vergangenen Erfahrungen und Änderungen können nie die Zukunft entscheiden!"

Draußen stand Han Seom Kwak mit Gwangjae, welcher ihn ansah, "ich denke, unser General hat sich geändert!"

Han Seom Kwak sah zum Himmel, "wie das?"

Gwangjae sah ihn an, "ich spüre eine gewißen Mangel an Vertrauen in ihn!"

Han Seom Kwank nickte, "wäre das nicht nur natürlich? er hatte keine andere Wahl! Es ist nicht, daß wir Waffen tragen und das Schlachtfeld betreten, es sind nur hinterlistig, gerisse Politiker!"

Gwangjae sah in fragend an, "dennoch sollte er uns nicht sagen, wie wir kämpfen und wie wir diese Bemühungen zu erfüllen?"

Song Taeha saß einige Zeit schweigend da, dann fuhr er leise fort, "bis zu dem Moment, da ich Seine Hoheit retttete, war alles glasklar! Aber jetzt, da ich vor einer solchen Wirklichkeit stehe, frage ich mich, wie ich handeln soll! Wie ein Frosch im Nebel! Ich erkannte zu spät, daß wir versuchen eine Zukunft zu bauen, während alles immer noch in die Spuren meiner vergangenen Bündnisse und Treue liegt! Ich stand all den Situationen immer vorbereitet vor dem Angesicht! Ich versteckte bis jetzt diese Naivität vor mir und meinen Untergebenen, in dieser nebligen Vergeßenheit von mir!"

Un Nyun hatte ihm traurig zugehört, "mir wurde beigebracht , daß der einzige Mangel eines Mannes der ist, zu denken, daß er keinen Mangel hätte! Aber, so wie ich es sehe, hast du keinen Mangel, Herr!"

Song Taeha lächelte, "ich bin nicht dein Herr, ich bin dein Ehemann!"

Daegil ging den Waldpfad weiter und entdeckt Chois entzwei geschlagenen Speer im Boden stecken. Er griff danach und sah dann seine Hand an, an der sich Blut befand. Fast panisch, was für Daegil ungewöhnlich war, zog er den Speer aus dem Boden und sah sich um. hinter einem Baum stand Hwang Chul Woong und beobachtete ihn. Daegil ging ein Stück weiter den Pfad entlang und fand Wangsons Bogen. Daegil erkannte, daß etwas schreckliches mit ihnen geschehen sein mußte. doch außer song Taeha konnte er sich keine wirkliche Gegner gegen sie vorstellen. Wieder sah er sich um, während er rief, "General Choi! Wangson! Wer hat das getan? Hör auf dich vor mir zu verstecken und komm heraus!" Hwang Chul Woong entsicherte leise sein Schwert, als Daegil schrie, "Song Taeha, bist du es? Hör auf, dich wie eine Ratte zu verstecken und trete mir gegenüber! Song Taeha, bist du es? Komm heraus! General Choi! Wangson! Antwortet mir! General Choi! Wangson!" Wieder einmal lächelte Hwang Chul Woong und entsicherte sein Schwert beruhigt wieder.

Ma-Ui saß bei Jumo und Dong-Saeng im Lokal, welche zu abwechslung einmal an Hwa Baek Bang dachte, "es wird in diesen Tagen kälter! Er hatte es so schwer hier Pferdemist im Winter zu kehren! Sich vorzustellen, was er als ein Sklave ertragen muß!"

Jumo sah ebenso niedergeschlagen aus, "ich sagte ihm immer sich nicht mit Offizier Oh zu befreunden und Abstand zu halten, aber wie Offizier Oh aussieht, erntete er auf diese Weise mit ihm Ruhm!"

Ma-Ui rief poetisch, "eine gute Lüge kann sogar im winterlichen Zauber Schnee schmelzen! Wenn sie Ruhm wollen, wer könnte da jemals dem Schicksal entkommen?"

Dong-Saeng Gedanken schweiften auch schon wieder ab, "bei der Gelegenheit frage ich mich, wann General Choi zurück kommt? Wird er wieder nach dem Winter kommen?"

Ma-Ui rief aufgebracht, "Liebling, warum soll dich dieser faule, kleine Schuft kümmern?"

Dong-Saeng verzog das Gesicht, "Liebling? Warum soll ich dein Liebling sein?"

Ma-Ui lachte schon wieder, "ajee, süß! Ich sagte es nur so! Ich meinte es nicht ernst! Werfe einen Blick auf dies!"

Er reichte ihr eine Rolle Papier, Dong-Saeng sah ihn fragend an, "was ist das?"

Ma-Ui legte seine Hand auf die Brust und sah sie unschuldig an, "es ist aus meinem Herzen!"

Dong-Saeng schnaufte verächtlich, "dann will ich es lieber nicht sehen!"

Jumo griff nach ihrem Arm und säuselte, "wirf nur einen Blick darauf, Dong-Saeng!"

Ma-Ui nickte hastig, "ich blieb die ganze Nacht auf, um es zu zeichnen!"

Dong-Saeng schimpfte, "ah, ich sagte, vergiß es!"

Jumo griff nach der Rolle, "ajee, wirklich, nur mal einen Blick darauf werfen!" Sie wickelte die Rolle auf, wo Ma-Ui Dong-Saeng gezeichnet hatte und seufzte laut, "ajee, so schön! Es ist ausgezeichnet!"

Dong-Saeng nahm es ihr aus der Hand, "wer soll das sein?"

Ma-Ui grinste, als hätte er den Verstand verloren, "ajee, niedlich! Du weißt es nicht? Keine andere als du, Liebling!"

Sofort sah Dong-Saeng ihn lachend an, "das bin ich?"

Ma-Ui sah sie wieder lachend an, "ah, sicher!"

Dong-Saeng hielt das Bild zu Jumo hoch, "ist es mir wirklich ähnlich?"

Jumo winkte lachend, "ajee, es ist das Ebenbild von deinem Gesicht! Es ist wahr, der einzige, welcher an meine Schwester denkt ist Ma-Ui!"

Ma-Ui lachte wieder, "wenn es um Zeichnungen von Gesichter geht, bist dut mein erstes Portrait, nach dem König!"

Dong-Saeng fuhr ihn an, "du zeichnetest dieses Sklavenmädchen von Daegil nach welcher er sucht!"

Ma-Ui rief beleidigt, "warum erwähnst du Sklaven, wenn ich über dich rede? Wie wäre dies? Randvoll von Anmut und Schönheit, nicht wahr?"

Eine Gruppe Leute kam, "Wirtin!"

Dong-Saeng stand hastig auf, "ja, ich komme!"

Der Mann befahl, "bring uns einen Tisch!"

Sobald Jumo mit Ma-Ui allein war, seufzte sieaut, "ajee, wie ärgerlich, ich werde noch an Altersschwäche sterben, wenn ich weiter hier sitzen bleibe! Du kannst das Herz einer Frau durch einige Seide und eine armseliges Porträt gewinnen!"

Ma-Ui sah sie von der Seite an, "was? Was schlägst du dann vor?"

Jumo blieb ernst, "muß ich es buchstabieren? Warum gehst du nicht einfach und fange sie einfach!"

Ma-Ui hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund und flüsterte, "fangen?"

Jumo neigte sich zu ihm, "sobald meine Schwester schläft, würde sie nie bemerken, wenn jemand sie mit sich nimmt! Und wir laßen immer die Außentür in der Nacht auf!"

Ma-Ui stöhnte, "du treibst mich in den Wahnsinn! Was machst du, wenn jemand plötzlich hereinkommt?"

Jumo gestand, natürlich hoffen wir, daß jemand herein kommt! Deshalb laßen wir sie ja auch offen, weil wir es wollen! Ajee, ihr Männer! Du dichtest, wenn du Wein getrunken hast!"

Jumo stand auf und ging ebenfalls, während Ma-Ui sich ratlos selbst fragte, "also, was sagt sie? Komm herein?"

Eop Bok betrat die Scheune mit einer Handvoll Stroh, wo sie sich gewöhnlich trafen. Dort saßen Halbae mit Gi Yoon und Yi Kun Won, welcher Eop Bok anschrie, "woher zum Teufel, hast du jetzt Zeit zu verschwenden, um zurück zu kehren, du Narr?"

Eop Bok sah ihn verwirrt an, "warum schreist du so? Ich ging Stroh holen, kannst du das nicht sehen?"

Yi Kun Won fuhr ihn an, "nur weil du einen Mund hast, hast du noch lange nicht das letzte Wort! Dies ist, wofür deine Zunge da ist, nicht wahr? Du kleiner Gauner!"

Er stand auf und schlug Eop Bok ins Gesicht. Sofort sprangen Gi Yoon und Halbae auf. Gi Yoon hielt schnell Yi Kun Won fest, während Halbae Eop Bok festhielt und rief, "also wirklich! Was ist los mit dir, so können wir nichts ändern?"

Yi Kun Won riß sich wütend von Gi Yoon los, " laß mich los, sieh dir diesen schamlosen Bastard an!"

Eop Bok trat wütend einen Schritt vor und riß sich von Halbae los, während er wütend rief, "warum denkst du, ich hätte nur den Spaß? Denkst du, ich arbeite nicht auch den ganzen Tag lang?"

Halbae hielt ihn schnell wieder fest, "beruhige dich! Es ist nur, weil sein Besitzer seine Tochter als Bettgefährtin in sein Schlafzimmer rufen ließ!"

Yi Kun Won riß sich los und stürmte hinaus, während Eop Bok erschüttert schwieg. Im Zimmer schenkte Yi Kun Wons Tochter mit gesenktem Kopf dem Besitzer einen Becher Wein ein, welcher sie grinsend ansah, "du kannst keine gute Befriedigung ohne etwas Wein in deinem Herzen haben! Du solltest also auch etwas trinken!"

Er zeigte auf den Tisch, während Yi Kun Wons Tochter verlegen fragte, "was?"

Ihr Besitzer lachte leise, "du konntest dir dies sicher nie vorstellen! doch jetzt da du gewaschen bist, wußte ich nie wie hübsch du aussiehst! Aber es ist eine angenehme Überraschung dich in dieser Kleidung zu sehen!"

Im Raum der Sklavinnen herrschte gedrückte Stimmung, alle schwiegen beim nähen, während Yi Kun Wons Frau anfing zu weinen. Schließlich warf sie ihr Näharbeit weg und verließ hastig den Raum. Cho Bok Yi sah ihr ebenso bedrückt nach, während eine Sklavin tuschelte, "wird er sie zu seiner Sklavengeliebten machen?"

Cho Bok Yi sah immer noch bedrückt aus, während die andere Sklavin erwiderte, "Geliebte? Alle Yangbans wollen sich mit ihr treffen, dies ist der Grund, daß er so eifersüchtig ist!"

Cho Bok Yi fragte plötzlich, "wird er sie verkauft?"

Die andere Sklavin sah nun sie an, "sie soll Morgen wie eine Kuh verkauft werden!"

Der Besitzer sah das junge Mädchen an. Er war inzwischen ernst geworden, "ich weiß, daß hier ein großer Klassenunterschied ist, aber für heute Nacht werde ich darüber hinweg sehen! also komm zu mir herüber! Zieh deine Kleider aus und komm in meine Arme!" Das junge Mädchen sah verlegen auf den Boden, während ihr Besitzer sich vorneigte und sie leicht verärgert ansah, "habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt?"

Yi Kun Won saß draußen auf den Stufen zum Sklavenquartier, als Eop Bok langsam zu ihm ging, Yi Kun Won fragte mit tonloser Stimme, "warum schläfst du noch nicht?"

Eop-Bok stand neben ihm und sagte heiser, "es tut mir leid! Ich wußte nicht, was deiner Tochter passierte!"

Yi Kun Won sagte niedergeschlagen, "wenn es passiert, passiert es jetzt!"

Eop Bok sah ihn verwirrt und fragend an, "du nimmst dies einfach so hin? Du lebst mit einer solchen Unterdrückung?"

Yi Kun Won sah ihn an und lachte freudlos und verächtlich, "Unterdrückung? Sind wir keine unterdrückten? Als ob Leute wie wie wir auf etwas etwas Besseres hoffen könnten!"

Auch Eop Bok verstand nun und fragte, "wird er sie Morgen verkaufen? Sie werden dort die gleichen mit ir tun, wohin sie auch kommt! Verstehst du das nicht? Du kannst nicht hier bleiben, geh, nimm sie und laufe weg, solang du es noch kannst!"

Yi Kun Wons Stimme wurde auf einmal fester, "du sprichst immer noch von weglaufen! Du solltest an diese Höhenflüge von dir aufhören zu denken! Es ist so, daß wir die niedrigstens Wesen im Leben sind! Wem sollen wir für unser Überleben danken, wenn wir nichts besser als Schweine sind?"

Eop Bok fragte ungläubig, "warum auf diese Weise?"

Yi Kun Won tippte ihm fest mit der Hand an den Kopf, "willst du verprügelt werden? Du bist nur ein Sklave, werden all diese Wahnvorstellungen los und einfach leben, wie man es dir sagt!"

Yi Kun Won und Eop Bok schwiegen lange Zeit, schließlich griff Eop Bok nach Yi Kun wons Hand und drückte sie fest, welcher ihn überrascht ansah. Cho Bok Yi kniete in der Küche bei Yi Kun Wons weinender Frau, welche erzählte, "mein Mann kam aus Eisfelder! Du kannst dir nicht vorstellen, wie kalt es dort im Winter war! Er nahm das Eis vom Han River nach Suhbin-Gok, aber mir wurde gesagt, er wäre bei einer Rast auf halbem Weg gestorben!"

Cho Bok Yi sagte ruhig, "meiner auch! Selbst mein Vater, er fiel beim sammeln von Eis ins Wasser und starb! Sie konnten nicht einmal seine Leiche finden!"

Diesmal sah Cho Bok Yi betrübt aus, während Yi Kun Wons Frau sanft lächelte, "nachdem mein Mann gestorben war, erlaubt mir mein Besitzer, wieder zu heiraten. Ich bekam ein Kind von ihm, aber ich konnte es nie beweisen. Nach vielen Jahren der Enttäuschung, kamen wir schließlich zu dem jetzigen Besitzer! Ich redete mir ein, wir sollten sie nehmen und fliehen! Aber jedes Mal wenn ich dich sah, sank mein Herz! Ich fragte mich, was wäre wenn wir gefangen werden und unser Gesicht so nutzlos wie deines werden würde!" Cho Bok Yi schwieg und griff sich an das Sklavenzeichen in ihrem Gesicht. Yi Kun Wons Frau seufzte, "wir waren unter unglücklichen Sternen geboren, warum also versuchen, unser Schicksal zu bekämpfen? Leben? Hier gibt es nichts anderes! Du lebst so, wie man es dir sagt!"

Un Nyun saß mit dem Kind an einem Tisch und packte ein StückBrot ein. Song Taeha eintrat und leise hustete. Un Nyun stand schnell auf und fragte, "warum kommst du in die Küche?"

Song Taeha sah zu dem Kind, "wie kannst Seine Hoheit Sun Won in die Küche nehmen?"

Un Nyun sah zu dem lächelnden Kind, "ich versprach seine Mutter zu werden! Ich werde ihn also nicht keinen Augenblick verlaßen! Besonders nicht, wenn alle von euch mit deinem Auftrag in Kürze weggehen werden, werde ich mich allein um ihn sorgen müßen!"

Zwei Gelehrte traten zu dem Besitzer des Hauses und berichteten, "sie nahm Seine Hoheit mit in die Küche, als ob er ein gewöhnlicher Kind wäre! Wie können wir eine solche Unverschämtheit hinnehmen?"

Der Besitzer des Hauses erwiderte ruhig, "alles wird am Ende des Tages gelöst sein! Also egal, wie ärgerlich es ist, laßt es ruhen und wartet ab!"

Un Nyun sah Song Taeha fragend an, "bist du nicht ein wenig enttäuscht? So kurz mit deinen Untergebenen vereint, dich wieder von ihnen trennen zu müßen!"

Song Taeha schwieg einen Moment verlegen, "ich fühle mich für alle schlecht! Aber was sollen wir tun? Dies ist der Weg, den wir gehen müßen!"

Un Nyun lächelte sanft, "ich sagte dir, ein Straße ohne Wahl zu nehmen, aber sie immer zu nehmen ist nicht gerade der richtige Weg! Es ist genau wie Wolken im Wind keinen Weg haben! Denke nur an die Straße, die du von Anfang an geplant hast und habe eine gute Reise!"

Die Gelehrten und Song Taeha und seine Männer trafen sich wieder. Der Besitzer des Hauses sagte, "wir hatten beide unseren Anteil an Konflikten, aber ich bin dankbar, daß du immer noch unsere Sache unterstützt! Laß uns diese Gelegenheit nutzen, um eine neue Zukunft für unsere Nation Joseon zu fördern! Ein solch großer Auftrags verdient Worte der Ermutigung! Sprich einige Worte, General Song!" Han Seom Kwak warf ihm aus den Augenwinkeln einen Blick zu, er wollte etwas sagen, schwieg jedoch. Auch Song Taeha schwieg, schließlich brach der Besitzer des Hauses das Schweigen, "in deiner Stille liegt Weisheit! Ich schätze deinen Beitrag! Dann, laß uns alle gehen!"

Die Männer standen bereits auf, als Song Taeha sagte, "ich habe ein paar kurze zu Worte sagen! Unsere Vision könnte eine andere sein, aber wir teilen die gleichen Ziele, also versuche ich es, wie du es planst! Ich denke, dies zu sagen, bevor es zu spät ist! Was wir tun müßen, ist nicht einfach nur den kürzlich Kronprinz, als neuen König auf den Thron zu setzen, sondern auch die Welt in der wir leben zu ändern!"

Der Besitzer des Hauses fuhr auf, "hör zu, General Song..."

Doch Song Taeha fuhr ruhig fort, "rückblickend glaube ich, daß dies der Wille des verstorbenen Kronprinzen war!"

Der Besitzer des Hauses fragte, "was willst du damit sagen? Das sollten wir Seiner Hoheit nicht helfen sollen den Thron zu besteigen?"

Song Taeha schüttelte den Kopf, "nein! Won Son würde entthront werden! Aber unser Ziel sollte ein sicheres Ende sein!"

Der Besitzer des Hauses fragte, "was deutest du damit an?"

Song Taehas Stimme klang fest, "ich war es nicht! Du hast mich gebten ein letztes Wort als eine Ermutigung zu meinen Männern zu sagen!"

Draußen am See stand der König, während der Kanzler sprach, "wenn die Qing unseren Handel mit ihnen verbannen, wird unser Volk darunter leiden! Sobald der Erlaß den Handel untersagt heraus gegeben wird, wird der Preis für Ochsenhörner schnell eskalieren! Ich schlage vor, unsere Reserven mit Hörner aufzufüllen! Auch durch die Verwendung von Staatsfonds, wäre klug!"

Der König sah müde aus, als er fragte, "also erwies sich Jeju als in eine Sackgasse?"

Der Kanzler erklärte, "Jeju schickte einen Boten mit einem Bericht, wir werden bald schon Einzelheiten erfahren!"

Der König sah müde aus, als er fragte, "wie lange wird es dauern bis dieser Bericht ankommt?"

Der Kanzler hielt sich vage, "er kommt von Jeju über Hanyang, so könnte es noch einige Zeit dauern!"

Der König schwieg kurz, dann seufzte er, "und das wird nur die Dinge für das Kind noch schlimmer machen!"

Der Kanzler sagte leise, "ich werde sicherstellen, daß der Hof nicht die Kontrolle verliert!"

Die Lippen des Königs zitterten, "der Wind ist beißend kalt! Laß uns zurück gehen!"

Der Kanzler betrat mit seinem Gehilfen den Raum, "du sagst also, jemand weigert sich Ochsenhörner aus ihren Vorräten zu geben?"

Sein Gehilfe nickte, "ja! Er fand erfolgreich Anbieter am königlichen Hof! Ein gewißer Mann namens Hong! Sein Sohn könnte seinen scharfen Geschäftssinn davon gehört haben und ihn dazu bewegt haben sich zu weigern!"

Der Kanzler seufzte, "ich bin sicher, du wirst dich darum kümmern!"

Sein Gehilfe wandte ein, "ich fürchte, daß er nicht so leicht vom Gegenteil zu überzeugen sein wird!"

Der Kanzler nickte, "in diesen Fall, habe ich anvertrauen in dich!"

Sein Gehilfe neigte sich vor und flüsterte, "woher weißt du, daß Berichte von Jeju gesendet werden?"

Der Kanzler lachte leise, "wenn du älter wirst, wirst du ein viel weitsichtiger Vorgesetzter!"

Dies konnte seinem Gehilfen nicht ermutigen, "wir nehmen den Bericht und verändern ihn heimlich! Aber bist du dir sicher, daß uns dies nicht Schaden wird? Sollte Seine Majestät dies erfahren..."

Der Kanzler unterbrach ihn, "es ist ihm bereits bekannt!"

Sein Gehilfe sah ihn ungläubig an, "was?"

Der Kanzler grinste, "was siehst du so überrascht aus?"

Sein Gehilfe erwiderte erleichtert, "dann hat Seine Majestät den Auftrag erteilt!"

Der Kanzler schüttelte den Kopf, "nicht offiziel!"

Sofort sah sein Gehilfe wieder besorgt und verwirrt aus, "was ist es dann?"

Diesmal wurde auch der Kanzler ernst, "warum fragst du mich ständig nach allem? Du muß lernen die Gedanken Seiner Majestät zu lesen!"

Eop Bok saß neben Yi Kun Yun, es Schnee und es war kalt und die Stimmung gedrückt. Eop Bok erinnerte sich daran, wie Cho Bok Yi gestern Abend in der Scheune eine Nachricht vorgelesen hatte, "es ist ein Kaufmann namens Hong! Sein Sohn versteht sich ausgezeichnet auf den Markt und nutzt dies gegen die Armen, um sie noch ärmer zu machen!" Er kehrte in die Wirklichkeit zurück, wo Yi Kun Won sich seine kalten Hände rief und sagte nachdenklich, "Yi Kun Won, jetzt sollen wir nicht nur Yangbans, sondern auch Händler töten?"

Yi Kun Won sah zu ihm, "was für einen Unterschied macht das? Gelehrte, Landwirte, Handwerker, Händler, sie gehören alle einer höheren Klasse an als wir!"

Eop Bok wandte nachdenklich ein, "als ob wir nicht genug Schurken mit der Nähe zu tun hättenaber sie sagen uns, jetzt sollen wir auch nochl an entfernte Orte töten!"

Yi Kun Won seufzte, "noch einmal, was macht dies für einen unterschied? es is besser als herum zu sitzen und niemand zu töten! Vielleicht haben sie ja Mangel an Sklaven, aber du neigst dazu, zu viel zu denken!" Zwischen den Zweigen ging Cho Bok Yi mit einem Korb, sofort duckten sie sich hinter einem Stamm und Yi Kun Won fing an zu stottern, "k... k... kommen sie?"

Eop Bok wandte sich zu ihm und flüsterte, "verliere nicht deine Gelaßenheit und atme langsam! Es ist nur zwei Schurken!"

Auch Eop Bok brachte sein Gewehr in Stellung, während Cho Bok Yi durch den Wald ging, zwei weitere Männer waren auf dem Weg durch den Wald und auf der anderen Seite gingen weitere zwei Männer. Cho Bok Yi blieb kurz stehen, als sie die Männer bemerkt, dann ging sie ruhig weiter, als die beiden Männer ihr folgten. Yi Kun Won und Eop Bok schoßen gleichzeitig auf die beiden Männer, die zu Boden gingen. Die Männer auf der anderen Waldseite hatten die Schüße gehört und eilten los. Cho Bok Yi warf lächelnd einen Blick auf die beiden toten Männer. Yi Kun Won freute sich, daß er getroffen hatte und legte seinen arm grinsend auf Eop Boks Schulter, als sie plötzlich Schwerter an ihrem Hals hatten. Beide sahen erschrocken aus. einer der Männer sagte, "Scharen von Menschen die mit Ochsenhörner handeln sterben jeden Tag, wir mußten etwas tun! In diesem Fall zahlten wir einige Betrüger, um den Weg zu ebnen! Wer ist es? Wer hat das alles angezettelt? Wenn ich einen von euch töte, hoffe ich, der andere wird sprechen!"

Song Taeha saß immer noch ruhig da, als er erklärte, "wir wollen nur um festzustellen, wie sicher wir sein können in diesem Fall! danach könnt ihr alle zurück an eure Zeichenblöcke! Bei Bedarf besuchen wir das Qing Gebiet oder sogar die fernen westlichen Regionen wäre ein Ausweg! Willst du nicht unsere herrschende Klasse für die kommenden Generationen sein?"

Der Besitzer des Haus sah ihn verärgert an, "ich schlage vor, du beeilst dich zu einem Entschluß zu kommen!"

Song Taehas Stimme klang entschloßen, "ich werde hiermit meinen Befehl geben! Um eine unnötige Aufmerksamkeit abzuwenden, werden wir nach und nach gehen! Jeder Offizier wird von einen Gelehrter begleitet bis beide sicher aus den provinziellen Grenzen sind! Jeder hat seine Aufgaben vollständig zu erfüllen und kehrt nach einen Monat zurück!"

Seol-Hwa sah im Haus und nähte einen lila Umhang für Daegil, während sie sich ständig mit der Nadel in die Finger stach. Sie warf den Stoff frustriert weg und legte sich auf den Boden. Doch gleich darauf setzte sie sich wieder auf und fing wieder an zu nähen. Daegil riß die Tür auf und Seol-Hwa rief erfreut, "Orabeoni..."

Daegil lehnte sich erschöpft und mitgenommen an den Türrahmen und nuschelte noch benommen, "sie sind beide noch nicht zurück?" Seol-Hwa nickte traurig. Daegil hustete und flüsterte erschöpft, "Seol-Hwa, ich kann sie nicht finden! Ich wanderte... Ich wanderte die ganze Nacht durch die Berge und suchte die ganze Nacht nach ihnen! Aber da ist niemand! Es gibt keinerlei Spuren von ihnen!"

Sein Speer fiel ihm aus der Hand und er fiel erschöpft zu Boden. Sofort war Seol-Hwa neben ihm, "Orabeoni, du mußt dich zuerst ein wenig ausruhen!"

Daegil stieß sie von sich und fragte keuchend, "warum bist du immer noch hier? Ich sagte dir, du sollst deiner Wege gehen! Ich muß zurück zu gehen und sie finden! Ich gehe zurück... Ich muß sie finden!" Er stand langsam auf, fiel aber sogleich wieder zu Boden, noch während er langsam erschöpft einschlief, murmelte er, "ich gehe zurück... Ich gehe zurück und... Ich..."

Schließlich waren seine Kräfte am Ende. Seol-Hwa sah den schlafenden Daegil traurig an, während sie mit Tränen in den Augen sagte, "ich mache einen Umhang für dich! Ich kann nähen, den Boden für dich aufwischen und sogar das Zimmer aufräumen!" Sie schwieg kurz, dann sagte sie niedergeschlagen, "kannst du nicht wenigstens einmal einen Blick auf mich werfen?"

Oh ging inzwischen im tiefen Schnee durch den Wald mit Ji Ho Cheon, welcher fragte, "bist du sicher, daß dies wirklich der Ort ist?"

Oh schimpfe, "ich sagte, er ist es!"

Ji Ho Cheon stand ihm darin nicht nach und rief wütend, "wie konntest du nur ihre Leichen hier einfach wegwerfen?"

Oh hob schnell seine Hand, "ich sagte dir, etwas war seltsam an ihren Leichen, ihr ganzes Gesicht war schwarz! Aus Angst, sie könnten die Pest haben, befahl mein Vorgesetzter mir, sie wegzubringen! Also was hätte ich sonst tun, außer seinem Befehl zu folgen? Natürlich Ich war nicht derjenige, der sie hier wegwarf! "

Ji Ho Cheon warf ihm einen wütenden Blick zu, dann lachte er wie so oft, "ajee, dann... Warum kann ich ihr Lichen hier nicht sehen?"

Oh rief aufgebracht, "denkst du, sie würden immer noch hier sein? Ich bin mir sicher, Tiger schlepten sie weg, bevor es zu schneien begann oder einige wohl wollende Monk kamen vorbei, vielleicht haben sie sie eingeäschert!"

Ji Ho Cheon lachte laut und nickte mit dem Kopf, "dies passierte, weil ich herumspielte wie ein Hund für diesen Abschaum von Yangban! Ich war noch nie so beschämt! He Bengels! Verzeiht mir! Ji Ho Cheon Eonni ist da! Trinkt einiges auf dem Weg und haben eine sichere Reise in die Unterwelt!" Er goß seinen Weinbeutel auf dem Schnee aus und rief, "weil ich es bin, laßt uns ein letztes Mal zusammen trinken! Wenn es jemand anderes wäre, hätten sie sich nicht bemüht, den ganzen weg hierher zu kommen!"

Er lachte wieder laut. Inzwischen rannten Soldaten durch den Wald, während Oh fragte, "bei der Gelegenheit, ist es wirklich wahr, daß der Schwiegersohn des Kanzlers daran beteiligt war?"

Ji Ho Cheon fuhr wütend herum, "hast du eine Pille für Dummheit geschluckt? Wie oft muß ich das noch sagen?"

Oh sah ihn nachdenklich an, "dann ist dies keine gewöhnliche Angelegenheit! Was hast du getan?"

Ji Ho Cheon wurde wie selten ernst, "selbst wenn es nicht der Schwiegersohn des Kanzlers wäre oder selbst sein Vater, ich werde sie nicht gehen laßen!"

Oh rief, "natürlich! Und das gleiche gilt für mich! Laß uns in das Büro in der Hauptstadt gehen!"

Ji Ho Cheon zeigte wieder laut lachend auf ihn, "und sie sagen mir, daß mir wachsen Eier, wenn ich jeden Pisse trinke! Genug mit den Befehlen, die dir unser eigener König gibt! Scheint, als hättest du schon genug davon getrunken!"

Oh rief arrogant, "du Gauner, hast du den Verstand verloren? Wie kannst du es wagen, so mit mir zu reden? Wenn ich dir sage, mir zu folgen, wirst du dies tun!"

Ji Ho Cheon lächelte leicht, "aber, weißt du was? Genau wie dieser Schnee, Ich bin sauber und rein!" Plötzlich zog er seinen Dolch und hielt ihn vor Oh, "wenn du den Mut hast, um versuchen, mich zu zwingen dorthin zu gehen, dann geh voraus!"

Oh hab wieder arrogant den Kopf, "sicher! Das ist, was wir tun werden, umstellt ihn!"

Oh wandte sich lachend ab, während die Soldaten Ji Ho Cheon umstellten. Dieser sah sie verächtlich mit seinem Dolch in der Hand an, "und sie sagen, daß der abscheulichsten Mist von schlauen Katzen kommt!" Er warf seinen Dolch in den Schnee und rief laut, als er ging, "wie ihr wollt, bringt mich weg!"

Song Taehas Leute standen im Hof. Han Seom Kwak legte einem Soldat die Hand auf die Schulter, "paß auf dich auf!" Dann wandte er sich an Gwanjae neben ihn, "wohin gehst du?"

Gwanjae sagte nachdenklich, "ich werde durch die Provinz Gyeongsang gehen und dann vorbei an der Provinz Gangwon, um das Dorf Uh Reum in der Provinz Gyung-Gi! Und wohin gehst du!"

Han Seom Kwak nickte, "ich gehe durch Gyungsang und Choong-Chung, um ebenfalls die Provinz Gyung-Gi zu erreichen!"

Gwanjae schlug ihn mit der Hand an en Bauch, "du hast an Gewicht verloren!"

Han Seom Kwak lachte verlegen, "hör dir das an! Können ein Yangban und ein Nobi nicht die gleiche Figur haben?"

Gwanjae widersprach, "es ist nicht deine Körpergestalt, gib nicht dem Lebensstil der Yangban die Schuld daran!"

Han Seom Kwak stieß ihn lachend an, "ach komm, Freund! Wirklich..." Er sah Song Taeha mit Un Nyun und dem Kind und sagte schnell, "der General kommt!"

Alle verneigten sich, während Song Taeha ernst fragte, "wer wird der erste sein, welcher abreist?"

Der Soldat auf der anderen Seite von Han Seom Kwak trat vor, "ich bin der erste der gehen wird!"

Song Taeha sah besorgt aus, "beobachte auf dem Weg, wie unsere Menschen leben und lerne daraus!"

Der Soldat verneigte sich, "ich verstehe!"

Un Nyun nahm das eingepackte Essen, "ich bereitete einige Reiskuchen für die Reise vor!"

Han Seom Kwak winkte der Hand ab, "wir brauchen es wirklich nicht!" Song Taeha nickte ihm unbemerkt zu und Han Seom Kwak nahm Un Nyun sofort das Essen aus der Hand, während wandte sich an die anderen, "wir mögen es wirklich zu sehr, um solch eine Gelegenheiten verschwenden zu laßen! Unser Dank! hier seht, es ist Reiskuchen! Wie lange ist dies schon her? Bei der Gelegenheit die Tatsache, magst du nicht auch etwas, ich hörte der Anblick von Reiskuchen macht einen ganz schwach?"

Alle lachten, als der Besitzer des Hauses erschien, "alles ist bereit!"

Der Soldat trat vor, "wir werden uns bald wieder sehen, General!" Von der Mauer auf der zuvor Wangson sie beobachtete hatte, saß nun Hwang Chul Woong und beobachtete sie.


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15. Mai 2014, 12:34

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Der Beginn deiner Geschichte verspricht Spannung, später werde ich sie weiter lesen. :thumbsup


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