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Die Andere Version 2

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27. Okt 2013, 23:25

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 Re: Die Andere Version 2
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Lillis Mutter akzeptierte das, denn vielleicht mochte ihre Tochter ja heute Silvia lieber.
Evelyn sah aus dem Fenster und stellte fest, dass ihre eigenen Eltern mittlerweile mit Lilli weggefahren waren. Schließlich fuhren auch Lillis Eltern mit ihr los.
Nach einer Weile fragte Evelyn Lillis Vater: "Du, Papa, kannst du mir Rechenaufgaben durchgehen?" Lillis Vater erwiderte: "Lilli, schlaf lieber noch ein Weilchen!" "Du Karl, wir sollten mit Elisabeth sprechen. Lilli muss wahnsinnige Angst vor der Schule haben. Ich kann das auch gut nachvollziehen, bisher war sie im Kindergarten und konnte den ganzen Tag spielen und ab Herbst geht sie auf die Schule und muss lernen!" hörte Evelyn noch Lillis Mutter sagen, ehe sie einschlief.
Kurz bevor sie ankamen erwachte Evelyn. "Na, Lilli, freust du dich schon auf deine Tante?" fragte die Mutter. "Äh, ja klar!" erwiderte Evelyn, die eigentlich viel lieber in ihrer Familie wäre, aber Lilli hatte gestern Geburtstag und hat sich einfach auch noch Evelyns Ferien genommen und wie hieß es doch so schön: Mitgehangen - mitgefangen!
Als Evelyn Lillis Tante begrüßte, gab sie ihr nur kurz die Hand und sagte artig: "Guten Tag!"
"Was ist denn mit meiner Lilli heute los? Normalerweise umarmt sie mich doch!" meinte die Tante.
Die Eltern zuckten mit den Schultern und antworteten: "Ich weiß auch nicht. Sie hat sehr schlecht gschlafen und träumte von der Schule. Sie hat da irgendwie schlimme Ängste!"
Daraufhin fragte die Tante: "Wodurch kann das kommen? Sie ist doch den ganzen Tag mit ihren Kindergartenkindern zusammen oder nicht?" Die Eltern schüttelten den Kopf und sagten: "Nein, neben uns wohnt ein Mädchen, mit dem Lilli gut befreundet ist. Aber sie ist sehr gut in schulischen Sachen, kann das kleine Einmaleins perfekt und spielt schön Klavier und nun sieht Lilli sie wohlmöglich als Konkurrentin!"

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28. Okt 2013, 23:40

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 Re: Die Andere Version 2
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"Aber das ist doch kein Leben, was die Evelyn hat. Sie soll auch mal spielen und Kind sein dürfen, was Lilli ja noch darf! Lilli sollte jetzt einfach noch die Zeit im Sommer fröhlich sein!" meinte Elisabeth und wandte sich an ihre vermeintliche Nichte: "Was möchtest du jetzt gerne tun?"
"Am liebsten möchte ich Klavier spielen!" antwortete Evelyn. "Gut, Lilli. Dann spiel uns dein Stück vor!" sprach die Tante, die glaubte, dass ihre Nichte ihr ein Kinderlied vorspielen wollte.
Gemeinsam mit den Eltern gingen sie nach oben ins Wohnzimmer. Evelyn setzte sich ans Klavier und spielte ihr Stück von Chopin. Lillis Eltern erschraken. "Du bist nicht Lilli, sondern Evelyn, oder?" Nun war der Schwindel aufgeflogen, aber vielleicht konnte man noch was retten.
So antwortete Evelyn: "Ich bin Lilli!" "Und seit wann spielst du Chopin?" wollte Lillis Mutter wissen."Evelyn hat es mir an den Nachmittagen, die ich seit Weihnachten bei ihr war, beigebracht!" redete sich Evelyn heraus. Da hatte die Tante eine Idee: "Martina, ich finde ihr solltet eure Tochter nicht auf die normale Grundschule schicken, sondern auf eine Begabtenschule für Musik! Immerhin hat Lilli an wenigen Nachmittagen ohne Noten dieses Stück gelernt!" Evelyn grinste.Die Eltern und die Tante meinten, dass das daher käme, weil ihre Tochter Lilli sich so auf die Musikschule freute. Aber es war so, dass Evelyn sich vorgestellt hatte, wie es wäre dieses Stück ohne vorher die Noten überhaupt angesehen zu haben, gelernt haben sollte. Dies war praktisch unmöglich.

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29. Okt 2013, 17:49

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 Re: Die Andere Version 2
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Schließlich war es Mittag geworden. Die Großmutter bereitete für ihre beiden Enkelinnen einen Apfelstrudel mit Vanillesoße. Währenddessen deckte Evelyn den Tisch. "So kenne ich unsere Lilli ja gar nicht. Schön, dass du den Tisch deckst!" sprach Elisabeth. Evelyn lächelte.
Plötzlich klingelte es. "Das muss Antonia sein!" rief die Großmutter und öffnete die Türe.
"Rechtzeitig zum Essen wie immer!" begrüßte die Großmutter sie. Antonia lachte herzlich.
Dann ging sie ins Esszimmer, wo Evelyn gerade den Tisch gedeckt hatte. "Seit wann deckst du denn den Tisch?" fragte Antonia ihre vermeintliche Kusine, da Lilli das nie machte. "Seit heute!" lachte Evelyn. Endlich war das Essen fertig und die Familie setzte sich zusammen an den Tisch.Die Großmutter, wohlwissend, dass Lilli Apfelstrudel über alles liebte, gab Evelyn ein großes Stück.Als diese jedoch einen Bissen probiert hatte, meinte sie: "Das ist mir zu süß. Ich würde lieber Kartoffelsuppe mit Gemüse essen, was noch dazu viel gesünder ist!" "Von wem hat sie das denn jetzt schon wieder?" flüsterte die Tante. "Wohl wieder von dieser Evelyn!" antwortete Lillis Mutter.Am besten Evelyn sagte nichts mehr, tat so, als ob es ihr bestens schmeckte und bedankte sich bei Lillis Großmutter dafür, dass sie dieses tolle Essen gemacht hatte. "Kann ich mit Lilli auf den Spielplatz gehen?" fragte Antonia nach dem Essen. "Ja, aber schau, dass du sie etwas ablenkst. Sie hatte heute Früh Albträume von der Schule. Und wenn ihr nachher wollt, habt ihr hier 4Euro, um euch Eis zu kaufen!" sprach die Tante und reichte Antonia das Geld.

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29. Okt 2013, 18:06

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 Re: Die Andere Version 2
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Habe die Geschichte auch mitgelesen. Danke fürs Einstellen :wiwi


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30. Okt 2013, 23:16

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 Re: Die Andere Version 2
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Antonia wusste, dass Lillis Mutter sich immer große Sorgen um ihr Kind machte und ging somit mit Evelyn sehr rücksichtsvoll um. Als sie mit Evelyn zum große Kletterturm ging, wo ihre Kusine sehr gerne kletterte, sagte Antonia: "Lilli, ich begleite dich nach oben, ja?" Aber Evelyn war noch nie so hoch hinaufgeklettert, weil sie eher ängstlich war. So erwiderte sie: "Antonia, ich möchte heute nicht so weit nach oben klettern!" Evelyn kletterte mit Antonia einen Meter hoch. Irgendwie langweilte sie der Kletterturm. Antonia wusste, dass Lilli sehr gerne mit ihr auf die Schiffsschaukel ging. Auch Evelyn war gerne in der Schiffsschaukel. Nur durfte es nicht zu hoch und zu schnell sein. Das Problem hierbei war, dass für Lilli nichts zu hoch oder zu schnell war und Antonia ihre vermeintliche Kusine immer mehr anschubste und ihr zujubelte. Evelyn wurde sehr blass. Sie musste würgen. Als Antonia das sah, erschrak sie. Schließlich hob sie das zitternde Kind aus der Schaukel und stellte Evelyn auf den Sandboden. Evelyn war noch immer schwindelig.
Doch nach einer Weile ging es ihr wieder gut. Als Evelyn wieder einigermaßen rosig aussah, schlug Antonia vor mit ihr in die Stadt zum Eisessen zu gehen. Am liebsten mochte Lilli Vanilleeis und Schokoladeneis und Antonia musste ihr beim Entscheiden immer mithelfen.
Doch Evelyn meinte: "Ach, lass uns lieber zum Obstladen gehn. Ich möchte einen Apfel essen!" Antonia schüttelte über Lillis neuartiges Verhalten nur den Kopf. Was war mit ihrer Kusine passiert? So kam es, dass auch Antonia mit einem Apfel vorlieb nahm, weil sie sich doof vorkam allein Eis zu essen. Auf dem Nachhauseweg erklärte Evelyn Antonia: "Ich möchte kein Eis essen, denn dann bekomme ich irgendwann Zahnschmerzen. Und im Apfel ist Vitamin C drinnen und das ist dann gesund!" Aha, da hatten die Eltern mit ihrer Kusine wohl über Obst und Gemüse gesprochen. Na gut, Lilli kam ja jetzt auch zur Schule. Da sollte sie auch wissen, was gut zu essen ist und was nicht so gut zu essen ist. Schließlich kamen sie nach Hause.

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31. Okt 2013, 20:54

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 Re: Die Andere Version 2
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Beim Abendessen fragte Lillis Großmutter die beiden Mädchen: "Wisst ihr auch schon, was wir morgen machen?" Die beiden schüttelten den Kopf. "Morgen fahren wir mit euch in den Freizeitpark!" Antonia jubelte: "Juhu, da kann ich dann wieder auf ein Pony und dann geh ich auch auf die Wildwasserbahn." Evelyn sagte gar nichts. "Lilli, warum bist du denn so still? Du freust dich doch auch auf die Ponys und auf die Rutschbahn. Was ist denn los?" Lillis Mutter war recht besorgt. Ehe Evelyn antworten konnte,sprach Antonia: "Wir haben heute zu wild geschaukelt. Da ist ihr schlecht geworden!" Evelyn war Antonia dankbar, dass sie so eine glaubhafte Antwort vorgetragen hatte. Schlecht war Evelyn zwar nicht mehr, aber sie wusste gar nicht, was ein Freizeitpark ist. Aber Ponyreiten und rutschen klang ja mal nicht schlecht.
Lillis Mutter schickte ihre vermeintliche Tochter gleich nach dem Abendessen ins Bett, damit es ihr auf jeden Fall am nächsten Tag besser ging. Evelyn ließ es einfach geschehen, auch dass die Mutter sie regelrecht betütelte störte sie nicht. Als Evelyn in ihrem Bett lag, setzte sich Lillis Mutter zu ihr, streichelte sie und fragte immer wieder, ob sie noch etwas zu trinken wünscht.Evelyn ließ sich einmal einen Erdbeertee bringen.
Ihre eigene Mutter war nie so besorgt. Klar, wenn Evelyn schwindelig vo Schaukeln war, dann musste sie sich auch von ihr aus hinlegen und bekam einen Tee zu trinken, aber nach einer Stunde spätestens stand Evelyn wieder auf und die Mutter saß nicht die ganze Zeit bei ihr.
Zudem, wenn Evelyn am Nachmittag schlecht war, bedeutete das nicht, dass sie früher zu Bett gehen musste. Dann musste sie sich nur abends mit etwas ruhigerem beschäftigen.
So schlief sie ein. Die Mutter löschte das Licht und ging aus dem Zimmer.
Da Evelyn so früh ins Bett gegangen war, stand sie am nächsten Tag als Erste auf.
Irgendwie war ihr etwas langweilig. So schaute sie nach Büchern und fand die Märchen der Gebrüder Grimm. Evelyn hatte bisher nur Sachbücher gelesen,naja gut, manchmal auch Pferdegeschichten, aber alles so, was auf wahren Tatsachen beruhen konnte. So meinte sie auch, dass es sich hierbei um reale Tatsachen handelte.
So berichtete sie beim Frühstückstisch aufgeregt: "Stellt euch mal vor da wurden Kinder im Wald ausgesetzt!" Die Großmutter, die nicht wusste, dass es sich hierbei um Hänsel und Gretel handelte, sagte: "Schrecklich, dass Eltern das mit ihren Kindern machen!" Evelyn nickte und sagte: "Ja und dann kamen die Kinder zu einem Haus, wo sie von einer bösen Frau Süßes bekamen und die Frau hat ein Kind eingesperrt..." "Ja, es gibt schlimme Menschen, Lilli! Darum darfst du auch nicht mit fremden Frauen oder Männern mitgehen!" sagte die Mutter.
Auf der Fahrt zum Freizeitpark erzählte Evelyn weiteres Schauerliche: "Ja und dann stellt euch mal vor, ein Wolf hat ein Mädchen gefressen!" "Lilli, Wölfe fressen keine Menschen!" versuchte Tante Elisabeth sie zu beruhigen. Evelyn sah Tante Elisabeth fragend an. Darauf meinte sie: "Na, schau doch du bist viel zu groß, als dass ein Wolf dich fressen könnte!"
"Ja und dann war da ein Mädchen,dessen Eltern gestorben waren und die musste als Dienerin arbeiten!" berichtete Evelyn völlig aufgelöst. "Muss ich auch als Dienerin arbeiten, wenn ihr mal sterbt?" "Nein, sollten wir sterben, kommst du zu Tante Elisabeth und die würde dann für dich sorgen!" versuchte Lillis Vater sie zu trösten. Doch Evelyn hatte noch mehr auf dem Herzen: "Ja und was sagt ihr dazu, wenn ein Mädchen umfällt, wenn es einen Apfel isst? Soll ich jetzt keine Äpfel mehr essen, um nicht genauso dazuliegen?" Da begann Antonia zu lachen,
da sie nun wusste, welches Buch sich ihre vermeintliche Kusine angesehen hatte.
"Was ist denn los? Warum lachst du?" fragte Evelyn, die nicht begreifen konnte, warum man über solche schauerlichen Geschehnisse lachen konnte. "Das sind Märchen!" antwortete Antonia. "Was sind Märchen?" wollte Evelyn wissen. "Geschichten mit einem guten Ende!" antwortete Antonia. "Und was soll daran gut sein?" fragte Evelyn weiter. Und Antonia erzählte ihr: "Also die beiden Kinder, die im Wald ausgesetzt sind, kommen später wieder nach Hause mit Taschen voll Gold und die Eltern können dann viel Brot, Kuchen und Eintöpfe kaufen... Das Mädchen, das vom Wolf gefressen wird, ist Rotkäppchen. Es wird vom Jäger befreit und feiert dann mit seiner Oma Geburtstag... Das Mädchen, das Dienerin ist, ist Aschenputtel. Sie heiratet am Ende den Prinzen... Und das Mädchen, das den Apfel isst, ist Schneewittchen. Sie erwacht wieder, wenn der Prinz sie küsst und dann heiraten sie!"

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31. Okt 2013, 21:35

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 Re: Die Andere Version 2
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Evelyn hatte eine Idee: "Mama, Papa, dann setzt mich mal im Wald aus, damit ich mit ganz viel Gold heimkehren kann." Die Eltern schüttelten darüber nur den Kopf.
"Ja und Tante Elisabeth, ich möchte dir unbedingt dienen. Dann kommt mein Prinz und holt mich ab!" sprach Evelyn weiter. "Lilli, du kannst mir gerne bei der Arbeit im Haushalt helfen. Gerne zeige ich dir, wie man Wäsche zusammenlegt und wie man etwas kocht, aber bedienen lassen will ich mich nicht!" sprach Tante Elisabeth und lächelte. "Und was ist mit dem Prinzen?" fragte Evelyn empört. "Kommt der dann überhaupt?" "Natürlich kommt der Prinz und dann kannst du ihn heiraten!" erwiderte Tante Elisabeth. "Ja und dann mache ich eine große Hochzeit. Dazu brauche ich einen großen Platz für alle meine Freunde, eine Wiese für die Pferde und dann muss es unbedingt ganz viel Obst geben, soll ja niemand mit Zahnschmerzen nach Hause gehen!" meinte Evelyn. Daraufhin lachte die ganze Familie.

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1. Nov 2013, 23:47

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 Re: Die Andere Version 2
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Im Freizeitpark war am Anfang eine Pferderanch. Evelyn hatte schon einiges über Mädchen gelesen, die auf Pferden geritten waren. Nun wollte sie selbst ausprobieren, wie es ist.
So gingen Antonia und sie zu den Pferden. Antonia nahm sich ein Pony, stieg auf und ritt los.
Evelyn währenddessen stand schüchtern herum und wartete. Ja, sie war neugierig, wie es geht, aber ganz alleine zu reiten traute sie sich nicht. So ging sie zum Besitzer und fragte ihn: "Hallo, kann ich mich auf ein Pferd setzen, das Sie führen?" "Na, Lilli, du bist doch sonst immer alleine geritten! Aber gut, vielleicht bist du etwas außer Übung!" antwortete er, holte ein kleines Pony und ließ Evelyn aufsteigen. Evelyn war froh, dass der Besitzer glaubte, dass sie nur aus der Übung war. Wenigstens konnte sie sich so sicher fühlen. Stolz wie eine Prinzessin saß sie im Sattel, da sie sich auf dem Pferd halten konnte. "Da seht mal, da ist ja unsere Lilli! Und natürlich wie immer sitzt sie wie eine Prinzessin im Sattel!" riefen die Eltern, die ganz froh darüber waren, dass sich ihre vermeintliche Tochter auf dem Pony vom Besitzer führen ließ und nicht wie Antonia, die etwas älter war, frei und wild dahingaloppierte.
Und Evelyn freute sich bei jeder Kleinigkeit zu hören, dass sie eine Prinzessin sei, denn das musste ja bedeuten, dass sie prächtige Kleider bekommen sollte und ihren Prinzen heiraten durfte. Nach dem Ritt bedankte sich Evelyn beim Besitzer dafür, dass er das Pony geführt hatte
Anschließend ging die Familie mit Evelyn auf den Spielplatz. Hier gab es Schiffsschaukeln und eine Riesenrutsche mit einem Klettergerüst. Als Evelyn die Schiffsschaukeln sah, drehte sie sich um, weil ihr mit der Erinnerung an den Vortag sonst schlecht geworden wäre.
Aber das Klettergerüst war in Ordnung. Sie kletterte hinauf und merkte, dass es ihr Freude bereitete. Auch ihre eigene Mutter ließ sie klettern, aber Evelyn hatte kaum Zeit etwas anderes daheim zu tun, als zu lernen. Darum fuhren ihre Eltern mit ihr auch nie in Freizeitparks.

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2. Nov 2013, 00:30

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 Re: Die Andere Version 2
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Habe eben in einem Zug deine Geschichte gelesen schön. bin schon gespannt , wie es weiter geht.


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2. Nov 2013, 10:50

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Ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung. :nick


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3. Nov 2013, 09:57

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 Re: Die Andere Version 2
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So kletterte sie mit Antonia und hatte große Freude die lange Rutschbahn herunterzurutschen.
Als die Kinder nicht mehr spielen wollten, schlug Lillis Mutter vor zu Mittag zu essen.
Im Freizeitpark gab es ein Restaurant, in dem es alles Mögliche gab. Hier gab es Pommes und Currywurst, Käsespätzle und für die gesundheitsbewussten einen Gemüseauflauf.
Antonia wollte Käsespätzle essen. Zu diesem Gericht gab es einen Tomatensalat, den Antonia jedoch verabscheute, weil sie nicht gerne Gemüse aß. "Na, Lilli, möchtest du auch Käsespätzle essen?" fragte Lillis Mutter Evelyn. "Nein, ich möchte bitte einen Gemüseauflauf essen!" sprach Evelyn. Lillis Mutter war zwar sehr über dieses Verhalten ihrer vermeintlichen Tochter verwundert, die doch sonst so gerne Käsespätzle mit Tomatensalat aß, aber sie bestellte trotzdem. Als sie bei Tisch saßen und aßen, lachte Elisabeth und meinte: "Siehst du Martina, nun dürftest du kein Poblem mehr mit der Gesundheitserziehung deiner Tochter haben. Und auch in der Schule wird sie nicht von den Lehrern gerügt werden wie andere Kinder, die nur Nutellabrot und Schokohörnchen essen!" "Ich habe Angst, dass meine Tochter dann nur Karotten und Äpfel isst und davon nicht satt wird!" erklärte Lillis Mutter. "Mama, da musst du dir keine Sorgen machen. Ich esse nämlich sehr gerne Käsebrot!" sprach Evelyn dazwischen.
Lilli hatte zwar nie gerne Käse gegessen, aber das war jetzt ohne Belang. Die Mutter freute sich nur darüber, dass ihr vermeintliches Kind Brot in die Schule mitnehmen wollte. Nach dem Essen sprach der Vater: "So, ihr beiden, ich würde sagen, dass ihr noch auf die Achterbahn geht und dann fahren wir nach Hause. Lilli muss noch packen, da wir heute Abend nach in Richtung Holland aufbrechen. Heute Nacht setzen wir mit einem Schiff über und beziehen morgen Früh unseren Bungalow!"

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9. Nov 2013, 10:49

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Antonia lief mit Evelyn an der Hand los. Sie freute sich, dass sie endlich mit ihrer Kusine wieder in die achterbahn steigen konnte. "Antonia, pass mir aber gut auf Lilli auf, dass ihr nichts passiert!" rief Lillis Mutter noch hinterher, da es ihrer vermeintlichen Tochter am Vortag auf der Schiffsschaukel ziemlich schlecht geworden war. "Klar mach ich!" rief Antonia und lachte.
Doch kaum, dass die Achterbahn mit ihnen losfuhr, fing Evelyn an zu schreien: "Nicht so schnell! Mir wird davon nur schlecht!" Die Kinder, die hinter Antonia und Evelyn saßen, lachten. Die ganze Gruppe der Kinder schrie und jodelte, als die Achterbahn steil auf- und abfuhr. Nur Evelyn saß kreidebleich und zitternd da. Als die Achterbahn endlich anhielt, torkelte Evelyn auf die Wiese und erbrach. Schnell kam Lillis Mutter gerannt und rief: "Oh mein Gott, du legst dich sofort ins Bett, wenn wir zu Hause sind und dann kriegst du Tee und Großmutter macht dir dann eine Hühnerbrühe!" Als nächstes knüpfte sie sich Antonia vor: "Antonia, schau, wie es deiner Kusine geht. Das ist deine schuld! Du hast nicht ordentlich aufgepasst! Daher gehen wir jetzt nach Hause!" Evelyn war es recht nach Hause zu fahren. Aber die Fahrt bekam ihr nicht gut. So mussten Lillis Eltern an einer Tankstelle halten, um für die vermeintliche Tochter eine Cola holen.
Währenddessen sagte Antonia spöttisch: "Na, Lilli, du Prinzessin! Ich hoffe du bist glücklich, dass deine Eltern für euer Durchlaucht gehalten haben und dir auch noch eine Cola gekauft haben, die du nicht mal mit mir teilst! Sie haben mich nicht gefragt, ob ich vielleicht auch eine möchte!" "Antonia, es reicht jetzt. Wir sind gleich zu Hause und wenn du Cola, Eis oder Schokolade haben willst, dann kannst du dir das kaufen. Schließlich bekommst du von uns Taschengeld!" rief Elisabeth nach hinten. Antonia entgegnete: "Gut, dann werde ich eben meinen Vater anrufen, dass er mit mir heute Abend, wenn Prinzessin im Bett liegt, in die Stadt geht, mir etwas Tolles kauft oder mit mir noch einmal zum Park fährt! Der mag mich wenigstens!" "Gut, Antonia, mach das! Aber denk bitte daran, dass Franz arbeitet und es für ihn anstrengend ist, am Abend noch her zu kommen.Wenn er jetzt frei hätte, hättest du bei ihm im Dorf bleiben können!"
Endlich erreichten sie die Straße, in der Lillis Großmutter wohnte. Lillis Vater half Evelyn beim Abschnallen und hob das Mädchen hoch, um es ins Haus zu tragen. Evelyn ließ das geschehen, denn sie war durch die Übelkeit sehr erschöpft. Die Mutter lief hinterher und deckte Evelyn, als der Vater sie ins Bett legte, zu. "Kann ich für dich noch etwas tun, mein Kind?" fragte Lillis Mutter und strich Evelyn sanft über den Kopf. "Ja, bitte mach mir einen Tee und eine Hühnerbrühe!" bat Evelyn. "Das macht dir Oma schon!" sprach Lillis Mutter.
Bis die Großmutter die Suppe und den Tee brachte, blieb Lillis Mutter bei ihrer vermeintlichen Tochter und schaute, dass es ihr nicht noch schlechter ging.

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10. Nov 2013, 23:42

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 Re: Die Andere Version 2
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"Können wir denn heute noch fahren?" fragte Lillis Vater leise, als er zur Tür reinkam.
"Ja, wir werden heute noch fahren. Dann tragen wir Lilli eben zum Auto und du bleibst hinten bei ihr und passt auf sie auf!" sprach die Mutter. Evelyn, die das Gespräch mitgehört hatte, setzte sich auf und meinte: "Mir geht s schon viel besser. Schaut mal, ich kann sogar schon aufstehen!" Zum Entsetzen von Lillis Eltern sprang sie aus dem Bett und rannte durchs Zimmer.
"Lilli, halt, bleib da. Sonst erbrichst du mir noch einmal!" rief Lillis Mutter. Evelyn musste, ob es ihr passte oder nicht wieder ins Bett gehen. Sie schickte ihren Mann, damit er der vermeintlichen Tochter ein zweites Kopfkissen holt und noch eine weiche Decke, damit sie sich bloß erholt.
Evelyn fand das so rührend, wie sich die beiden um sie kümmerten, dass sie weinen musste.
Zum Glück deutete es Lillis Mutter so, dass es ihr noch schlechter ging, sonst wäre sie vielleicht noch aufgeflogen. "Meine arme Kleine, ich wünschte ich könnte noch etwas für dich tun!" sprach sie und fügte wütend hinzu: "Diese Antonia hätte sich auch mal um dich kümmern können und dir etwas aus dem Märchenbuch vorlesen können. Aber nein, sie ist mit ihrem Vater in die Stadt gegangen, um dort Kuchen zu essen und sich neue tolle Kleider für die Schule kaufen zu lassen!"
"Aber Mama, du kannst mir doch auch vorlesen und wenn es Antonias Wunsch war, soll sie doch mit ihrem Vater in der Stadt sein. Ich möchte von ihr nicht als Prinzessin verspottet werden. Aber ihr dürft mich schon so nennen!" antwortete Evelyn.
Da es der große Wunsch ihrer vermeintlichen Tochter war, holte Lillis Mutter das Märchenbuch.
Währenddessen kam Lillis Vater mit der weichen Decke und dem zweiten Kopfkissen zurück.
"So, Lilli, wickel dich mal in diese Decke, damit ich dich später damit ins Auto tragen kann und du warm bleibst!" sprach der Vater. Evelyn merkte, dass es zwecklos war zu erklären, dass ihr gar nicht mehr schlecht war. "So, mein Kind, jetzt kannst du schön träumen, während ich dir hier die Märchen vorlese!" sagte Lillis Mutter. So las sie Sterntaler vor und als sie fertig gelesen hatte, war Evelyn eingeschlafen. So bekam sie es nicht mit, als Lillis Eltern sie ins Auto trugen und wie sie mit ihr aufs Schiff fuhren, das sie in Richtung Holland trug.

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13. Nov 2013, 11:37

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Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :blumen


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20. Nov 2013, 17:45

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Als Evelyn mit Lillis Eltern in einer Kajüte war, erwachte sie, weil das Schiff so schaukelte.
"Wo bin ich?" fragte sie erschrocken, krabbelte aus dem Bett und schaute sich um. Lillis Eltern lagen einige Meter von ihr entfernt in einem Ehebett. Als Evelyn durch das Zimmer schlich, erwachte Lillis Mutter. "Lilli, Kind, es ist alles gut. Wir haben uns ein Zimmer genommen, weil es dir so schlecht ging." Evelyn staunte, dass Lillis Eltern so mit ihr umgingen.
Sie hätte bestimmt von sich aus nicht unbedingt jetzt das Bett haben müssen. Wäre Evelyn in ihrer eigenen Familie gewesen, so würde Evelyn jetzt Stunden später nach ihrer Übelkeit nicht so behandelt werden wie in dem Moment, wo ihr schlecht war. Evelyn lag lange wach und dachte nach: "Ich weiß gar nicht, was Lilli gegen die Familie hat. Die sind doch nett."
Morgens, als die Sonnenstrahlen ins Fenster fielen, erwachten die Eltern mit ihrer vermeintlichen Tochter. "Komm, Lilli, zieh dich schnell an. Wir fahren gleich vom Schiff runter!" rief der Vater.
Evelyn zog sich schnell an. "Wo frühstücken wir?" fragte sie, als alle drei auf dem Weg zum Auto waren. "Wir frühstücken in Holland!" sprach Lillis Mutter und nahm Evelyn in ihre Arme.
So fuhren sie nach Holland rein. Sie kamen an ein Cafe. Da Evelyn Hunger hatte, stellte Lillis Vater das Auto ab und ging mit Evelyn und seiner Frau rein. Da war eine gro0e Auswahl. Es gab Marzipankuchen, Schokoladenkuchen, Croissants und vieles mehr. Die Eltern bestellten sich einen Kaffee und ein Eierbrot- "Lilli, was möchtest du denn gerne essen und trinken?" wollte Lillis Mutter wissen. Evelyn antwortete: "Ich möchte gerne ein Baguette mit Mozarella und Tomaten essen und dazu einen Orangensaft trinken!" "Lilli, auch wenn ich dir gerne deine Wünsche erfülle, so ist es doch besser, wenn du ein Buttercroissant essen und dazu einen Kräutertee trinken würdest. Dir war gestern schlecht!" Evelyn ließ sich darauf ein und aß eben Buttercroissant. Das war wenigstens mal was im Magen.
Lillis Vater holte einen Plan aus der Jackentasche, wo ganz viele Kinderaktivitäten und Treffpunkte drauf waren. Er setzte sich mit seiner Frau und seiner vermeintlichen Tochter zusammen und ging die Planung durch. "Lilli, da du plötzlich solche Probleme auf der Achterbahn hast, müssen wir leider den Abenteuerpark ausfallen lassen!" sprach er. Zu seiner Verwunderung freute sich das Mädchen darüber. "Und was machen wir stattdessen?" fragte Lillis Mutter. "Wir gehen auf den Bauernhof. Da kann Lilli die Tiere streicheln und vielleicht sind da auch Kinder ihren Alters!" sprach der Vater. "Aber wir können doch nicht nur Bauernhof machen. Lilli spielt seit Wochen nichts anderes und ich finde, dass wir noch mehr machen sollten!" meinte die Mutter. "Wir können auch ans Meer fahren und Sport machen. Ich habe gesehen, dass es direkt bei unserer Anlage in der Nähe Gymnastikangebote gibt, übrigens gleichzeitig eine Gymnastik für Eltern und im anderen Raum für Kinder. Es tut Lilli doch gut, mal aus sich rauszugehen!" sprach Lillis Vater.

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23. Nov 2013, 10:32

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ZUnächst einmal quartierten sie sich in den Bungalow ein. Evelyn bekam für sich ein schönes Kinderzimmer, in dem, weil meist Familien mit zwei Kindern kamen, ein Stockbett stand.
"Such dir mal aus, wo du schlafen möchtest!" sagte der Vater. "Kann ich auch in beiden Betten schlafen, wenn es mir in dem einen unangenehm wird?" fragte Evelyn. Der Vater nickte.
"So, Lilli, wir gehen jetzt einkaufen und haben uns überlegt, dass du, weil du dich so sehr auf den Bauernhof freust, daweil dorthingehen kannst. Wir haben mit der Bäuerin gesprochen. Sie hat eine Tochter, die in deinem Alter sein dürfte!" sprach der Vater. Evelyn war das recht.
So gaben Lillis Eltern sie auf dem Bauernhof ab, wo sich die Bäuerin gleich um sie kümmerte.
"Hallo Lilli, komm mit rein in den Stall. Hier kannst du Kälbchen und Schweine streicheln. Meine Tochter kommt auch gleich." meinte die Bäuerin. Evelyn freute sich. Einmal war es im Stall etwas wärmer, wo es gerade draußen nieselte und andererseits freute sich Evelyn das andere Mädchen kennenzulernen, das wohl auch so 5 oder 6Jahre alt war. Evelyn erschrak, als ein großer Mädchen hereinkam, denn die war bestimmt schon 11 oder 12Jahre alt. "Hallo, ich bin Tina, die Tochter der Bäuerin!" stellte sich das große Mädchen vor. "Und wer bist du?" "Ich bin Lilli!" erwiderte Evelyn. Daraufhin begann das große Mädchen zu lachen: "Das ist ja ein komischer Name. Ich wusste nicht, dass es Menschen gibt, die ihre Kinder so nennen. Ich dachte, dass es nur kleine Mädchen und Jungen gäbe, die ihre Puppen so nennen!"
Evelyn ärgerte sich darüber. Lieber hätte sie ja ihren eigenen Namen genannt, aber dann wäre sie aufgeflogen. So gab sie zurück: "Du kannst mich ja auch Elisabeth nennen. Ich bin nach meiner Tante benannt, aber meine Eltern sagten, dass Elisabeth zu lang und zu altmodisch wäre. Daher haben sie die Abkürzung genommen." "Gut, ok, dann nenne ich dich Elisabeth. Das erinnert mich dann jedenfalls nicht an Puppen!" sagte Tina und grinste.

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8. Dez 2013, 09:55

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 Re: Die Andere Version 2
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Und was ist auf dem Bauernhof passiert? Weitere Abenteuer?


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8. Dez 2013, 13:50

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 Re: Die Andere Version 2
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"Also, ich finde es hier im Kuhstall zu langweilig. Außerdem stinkt es. Lass uns doch rüber zur Pferdestall gehen. Mein Vater hat mir ein eigenes Pferd gekauft!" sprach Tina. Evelyn nickte.
Wenn Tina ihr ihr Pferd zeigen wollte, sollte sie das tun. Tina nahm Evelyn an der Hand und führte sie zum Pferdestall. Evelyn sah ein großes braunes Pferd. "Möchtest du mal reiten?" fragte Tina. "Oh ja!" rief Evelyn begeistert. So holte Tina das Pferd aus dem Stall, sattelte es und ließ Evelyn drauf. Evelyn freute sich. Tina führte das Pferd, während Evelyn im Sattel saß.
Doch Tina wollte schließlich auch mal reiten oder besser gesagt Kunststücke auf dem Pferd vorführen. So ließ sie Evelyn absteigen und kletterte selbst auf ihr Pferd. Sie zeigte Evelyn einige Kunststücke, die sie bereits beherrschte. Beispielsweise sprang das Pferd, auf dem sie saß, über Hindernisse. Evelyn klatschte vor Begeisterung. Tina freute sich und zeigte Evelyn, dass sie auch auf dem Sattel stehen konnte. Wieder applaudierte Evelyn. Tina machte das nur noch übermütiger. Schließlich wollte sie Evelyn noch mehr vorführen und zeigte ihr auch noch, dass sie auf dem Sattel des Pferdes Handstand machen konnte. In diesem Moment kamen Lillis Eltern. Voller Ensetzen starrten sie die übermütige Tina und ihre vermeintliche applaudierende Tochter an. Nein, das ging nicht! Ihre Tochter und dieses Mädchen, nein, das konnte nur böse enden. Wahrscheinlich würde sich Lilli beide Beine brechen und am Schulanfang im Rollstuhl sitzen. Da das nicht passieren durfte sprachen die Eltern ein sofortiges Kontaktverbot aus und zogen Evelyn, die sich heftig wehrte, mit sich.

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23. Dez 2013, 10:51

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 Re: Die Andere Version 2
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Später saß Evelyn weinend beim Mittagessen. "Jetzt habe ich eine Freundin gefunden und ihr lasst mich nicht mehr zu ihr!" beklagte sie sich. "Mein Kind, ich will dich doch nur schützen, dass du nicht mit gebrochenen Beinen im Krankenhaus liegst und dann von deinen Mitschülern ausgelacht wirst, weil du im Rollstuhl sitzt!" antwortete Lillis Mutter besorgt. "Komm, Lilli hat sich doch so auf den Bauernhof gefreut. Vielleicht finden wir in der Umgebung einen anderen Bauernhof, auf dem es keine wilden Teenager gibt!" schlug der Vater vor, der sich an die vielen Tage erinnerte, an denen seine Tochter Lilli nichts als Bauernhof im Kopf hatte. "Wenn ich dann Freunde haben kann, ok!" schluchzte Evelyn.
Die Eltern versprachen ihr, dass sie morgen nach einem anderen Bauernhof schauten.
Nachmittags gingen sie mit ihrer vermeintlichen Tochter an den Strand und sammelten mit ihr schöne Muscheln. "Kann ich eine Muschelkette haben?" fragte Evelyn. "Aber ja!" erwiderte die Mutter. Am Strand gab es ein Souvenirgeschäft, das unter anderem auch Ketten mit einem Muschelanhänger hatte. Lillis Vater ließ Evelyn eine Kette aussuchen, kaufte ihr diese und fädelte später die anderen Muscheln dazu. Evelyn freute sich! Sie schaute in den Spiegel und fand sich wunderbar. Abends gingen Lillis Eltern mit Evelyn zu einem Kiosk, um sich Fischbrötchen zu holen, da sie noch etwas den Strand genießen wollten. Als Evelyn müde war, fuhren die Eltern mit ihr in den Bungalow. Während Evelyn bereits im Bett lag, suchten die Eltern einen anderen Bauernhof und wurden auch schnell fündig. Und das gute war, dass dieser Bauernhof nur ein paar Kilometer entfernt war.

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26. Dez 2013, 11:09

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 Re: Die Andere Version 2
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Am nächsten Morgen überraschte Lillis Vater Evelyn: "Guten Morgen mein Schatz! Wir haben uns überlegt, mal nach einem anderen Bauernhof zu schauen und sind auch fündig geworden. Vielleicht haben die ja auch Kinder, mit denen du spielen kannst!" Evelyn fiel Lillis Vater um den Hals und dankte ihn. "Kann ich dann jeden Tag dorthin?" wollte sie wissen. "Wenn die Kinder dort mit dir keinen Blödsinn machen wie dieses Teenagermädchen,ja!" antworteten die Eltern.
Nachdem die Familie gut gefrühstückt hatte, fuhren sie mit ihrer vermeintlichen Tochter los.
Dieses Mal gingen die Eltern mit Evelyn in den Bauernhof und fragten den Bauern, welche Tiere er hier hat und ob es hier für Lilly auch ein paar Spielkameraden gebe. Die Eltern waren froh, dass es keine Pferde gab, aber sie waren beunruhigt zu hören,dass der Bauer zwei Söhne im Alter von 8 und 10Jahren hatte. Was machten Jungens denn am liebsten? -Raufen, schnell rennen, auf Bäume klettern und Cowboy spielen. "Also, wenn es Ihnen nicht passt, dann nehmen Sie Ihre Tochter halt wieder mit und gehen mit ihr ein Eis essen!" sprach der Bauer. Doch Evelyn bettelte: "Mama, Papa, ich möchte Freunde haben und mit anderen Kindern spielen. Bitte lasst mich doch hier bleiben!" Die Eltern berieten sich und baten den Bauern mit seinen Söhnen mal reden zu können. Der Bauer rief seine beiden Söhne Steve und Nils, damit Lillis Eltern kurz mit ihnen reden konnte. Evelyn bekam mit,dass ihre Eltern die beiden inständig darum baten, dass sie auf ihren Augenstern aufpassten. Die beiden versprachen es und Lillis Eltern gingen weg. Evelyn dachte sich, dass das ja toll würde. Die Jungen sollten auf sie aufpassen. Na gut, so lange sie Evelyn nicht windeln und in eine Wiege legen würden, ging es.
"Hallo Lilli, ich bin Nils und das ist mein Bruder Steve!" riss der jüngere sie aus ihren Gedanken.
Evelyn drehte sich um und sah ihn an. So einen hübschen Jungen hatte sie noch nicht gesehen. Das war wohl auch kein Wunder. Sie hatte ja überhaupt eher mit wenigeren Kindern bisher Kontakt gehabt. In den Kinderlernstunden waren wenige Kinder und auf dem Spielplatz war sie nicht so oft. Auch Nils fand Evelyn hübsch. In gewisser Hinsicht teilte er mit ihr ein Schicksal. Er war von kleinauf eher auf dem Bauernhof vorzufinden, was weder die anderen Kindergartenkinder noch seine Mitschüler verstanden hatten. Er liebte es im Heu zu liegen, die Kühe und die Katzen zu streicheln und den Hühnern unbemerkt die Eier zu stehlen.

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